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Dokumentenidentifikation DE10000124A1 21.06.2000
Titel Verfahren zum Übertragen und Indexieren von Daten von alten Medien zu neuen Medien
Anmelder Hewlett-Packard Co. (n.d.Ges.d.Staates Delaware), Palo Alto, Calif., US
Erfinder Hanes, David H., Loveland, Col., US;
Bayless, Stephen F., Fort Collins, Col., US;
Krause, Michael D., Loveland, Col., US
Vertreter Schoppe, Zimmermann & Stöckeler, 81479 München
DE-Anmeldedatum 04.01.2000
DE-Aktenzeichen 10000124
Offenlegungstag 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse G11B 27/00
Zusammenfassung Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum automatischen Verschieben von Computerdaten von einer Speichertechnologie zu einer anderen Speichertechnologie. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung erfaßt eine automatisierte Datenübertragungsanwendung die Einfügung eines Quellspeichermediums in ein Quellspeichergerät und greift automatisch auf das Quellspeichergerät zu, um den Inhalt des Quellspeichermediums zu bestimmen. Bei einem Auführungsbeispiel werden alle Dateien automatisch für eine Übertragung ausgewählt. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel wählt der Benutzer einen Satz von Dateien, die übertragen werden sollen, aus. Das Zielspeichermedium wird automatisch angebunden, und der Satz von ausgewählten Dateien wird automatisch zu dem Zielspeichermedium übertragen. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird ein Index, der einen Satz von Schlüsseln für jede ausgewählte Datei aufweist, automatisch erzeugt und zusammen mit den ausgewählten Dateien in dem Zielspeichermedium zur Verwendung beim Durchführen von Suchen in dem Inhalt der übertragenen Dateien gesichert.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Computerspeichertechnologie und insbesondere auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum automatischen Verschieben von Computerdaten von einer Speichertechnologie zu einer anderen Speichertechnologie.

In der heutigen Computerspeicherindustrie existiert eine Anzahl von Peripheriespeicheroptionen. Diese Optionen umfassen Bänder, Floppy-Disketten, Compaktplatten (CD-WORMs (WORM - Write Once Read Multiple), CD-RWs (RW = Read-Write = Lesen- Schreiben), DVDS), Zip-Laufwerke und entfernbare Festplatten. Sowie sich die Technologie verbessert hat, haben sich neue Speichertechnologien ergeben. Um zu der Fülle der Speicheroptionen beizutragen, hat sich jede Technologie entwickelt, um einen Bereich von Speicheroptionen innerhalb der eigenen Kategorie anzubieten. Beispielsweise hat sich in der Industrie der Flexibelplatten-Medien bzw. Floppy-Disketten- Medien das Floppy-Disketten-Medium von 8-1/2-Zoll-Floppy- Disketten zu 5-1/4-Zoll-Floppydisketten zu 3-1/2-Zoll- Floppy-Disketten entwickelt. Bei jedem Medientyp bestehen Optionen hinsichtlich der Dichte der Daten, die auf dem Medium gespeichert werden (z. B. das Einfach-, Doppel- und Hoch-Dichte-Format).

So wie sich die Computer von einer Technologie zu einer weiteren Technologie weiter entwickeln, oder sowie frühere Speicheroptionen durch neuere Technologien überholt werden, die höhere Übertragungsraten, schnellere Suchgeschwindigkeiten, Medien mit höherer Dichte und/oder niedrigerem Aufwand anbieten, besteht ein Bedarf in der Computerindustrie nach einem Verfahren, um Dateien, die auf einem Medientyp gespeichert sind, zu einem neueren Medientyp, zu verschieben.

Beispielsweise wurden frühere Versionen des Personalcomputers (PC) herkömmlicherweise mit einem 5-1/4-Zoll-Floppy- Laufwerk angeboten, das Daten von entweder Einfach-, Doppel- oder Hoch-Dichte-5-1/4-Zoll-Floppy-Platten gelesen und auf denselben gespeichert hat. Mehrere Jahre später ist die 3- 1/2-Zoll-Floppy-Technologie aufgetaucht. PCs wurden dann herkömmlicherweise mit zwei Plattenlaufwerken angeboten, die ein 5-1/4-Zoll-Floppy-Laufwerk und ein 3-1/2-Floppy-Laufwerk umfassen. Sowie sich die 3-1/2-Zoll-Floppy-Technologie entwickelt hat, um das Hoch-Dichte-Format desselben anzubieten, wurden später die 5-1/4-Zoll-Floppy-Platten zunehmend und schließlich gesamt aus dem Standard-PC-Angebot fallengelassen. Ein paar Jahre später sind CD-ROM-Laufwerke erschienen, die Nur-Lese-Eigenschaften anbieten. Es wurde wiederum damit begonnen, daß die herkömmlichen PC-Angebote sowohl 3-1/2- Zoll-Laufwerke als auch CD-ROM-Laufwerke umfaßten. In jüngster Zeit wurde das CD-RW-Laufwerk, eine CD-ROM-Technologie mit wiederbeschreibbaren Fähigkeiten, auf dem Markt eingeführt. Aufgrund der wesentlichen Zunahme der Speicherdichte (1,44 MByte für Hoch-Dichte-3-1/2-Floppyplatten gegenüber bis zu 650 MByte für die aktuell erhältlichen wiederbeschreibbaren CD-Platten) ist es leicht vorhersehbar, daß das CD-RW-Laufwerk die Speicherperipherie werden wird, die herkömmlicherweise mit PCs angeboten wird.

Computerbenutzern, die eine oder mehrere Änderungen der standardmäßigen Peripheriespeichertechnologie erlebt haben, werden die Datenorganisationsprobleme bekannt sein, die aus dem Übergang von einer Speichertechnologie zu einer anderen Speichertechnologie resultieren. In vielen Situationen wird ein vollständiger Übergang von einer Speichertechnologie zu einer anderen Speichertechnologie nicht unmittelbar oder überhaupt nicht durchgeführt. In diesen Fällen behält der Benutzer Laufwerke von beiden Technologietypen bei, um es zu ermöglichen, daß Daten von jedem Medientyp gelesen und/oder auf demselben gespeichert werden. Schließlich wird ein vollständiger Übergang von der ersten Speichertechnologie zu der neueren Speichertechnologie üblicherweise aus Gründen der Effizienz durchgeführt. Bei vielen Fällen ist jedoch das Durchführen eines vollständigen Übergangs von einer Speichertechnologie zu der anderen aufgrund der Unzweckmäßigkeit des Beibehaltens oder der fehlenden Verfügbarkeit eines funktionierenden Laufwerks für die ältere Technologie notwendig. Um einen vollständigen Übergang durchzuführen, müssen Daten, die auf Medien gespeichert sind, die eine ältere Technologie verwenden, zu Medien übertragen werden, die auf der neueren Technologie basieren.

Derzeit muß sich der Benutzer, um Daten von einem Medientyp zu einem anderen Medientyp zu übertragen, manuell mit dem ersten Speicherlaufwerk (typischerweise durch Auswählen des ersten Speicherlaufwerks über Klicken der Maus auf der Anzeige) verbinden, bestimmen, welche Dateien auf dem ersten Medium enthalten sind, die Dateien, die übertragen werden sollen, auswählen, sich mit dem zweiten Speicherlaufwerk verbinden, und die ausgewählten Dateien auf das zweite Speichermedium übertragen. Abhängig von der Technologie der Speichergeräte kann das manuelle Verfahren mehr oder weniger ermüdend sein. Wenn beispielsweise Daten zwischen Geräten übertragen werden, die beide zugeordnete Laufwerke (z. B. ein Floppy-Laufwerk, das dem A:aufwerk zugeordnet ist, und ein CD-RW, das dem D:aufwerk zugeordnet ist) sind, betrifft das Verfahren das Klicken auf das Icon des A: aufwerks, das Hervorheben der Dateien und/oder Verzeichnisse über Klicken der Maus, und das Ziehen der hervorgehobenen Dateien/Verzeichnisse zu dem Icon des D:aufwerks. Bei anderen Speichertechnologietypen, wie z. B. Bandlaufwerken, ist jedoch das manuelle Verfahren wesentlich komplizierter. Typischerweise werden Bandlaufwerksysteme einem angebundenen (gemounteten) zugeordneten Laufwerk nicht direkt zugeordnet. Stattdessen muß, um auf das Bandlaufwerk zuzugreifen, der Benutzer manuell eine spezielle Band-Sicherungs/Wiederherstellungs-Software manuell aufrufen, um auf das Bandlaufwerk zuzugreifen. Die Band-Sicherungs/Wiederherstellungs-Software muß zunächst das Band in dem Volumeninformationsabschnitt positionieren, der typischerweise an dem Anfang des Bands

positioniert ist, beginnen die Volumeninformationen von dem Band zu lesen, um zu bestimmen, welche Volumen sich auf demselben befinden, sich an der Position des gewünschten Volumens positionieren, die Dateistrukturinformationen lesen, die in dem Anfang des Volumens enthalten sind, sich bei der gewünschten Datei (den gewünschten Dateien) positionieren und die gewünschte(n) Datei(en) zu der lokalen Festplatte wieder herstellen. Sobald die gewünschten Dateien von dem Band wieder hergestellt sind, muß dann der Benutzer auf das Verzeichnis auf der Festplatte zugreifen, in das die gewünschten Dateien wieder hergestellt worden sind, die gewünschten Dateien auswählen und dieselben zu dem Ziellaufwerk ziehen. Wenn dies manuell durchgeführt wird, kann klarerweise das Übertragungsverfahren ziemlich zeitaufwendig sein. Es existiert derzeit kein Verfahren, um ein automatisches Verschieben von Daten von einer Speichertechnologie zu einer anderen Speichertechnologie zu ermöglichen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium in einem Quellspeichergerät zu einem Zielspeichermedium einem Zielspeichergerät, eine Vorrichtung zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium in einem Quellspeichergerät zu einem Zielspeichermedium in einem Zielspeichergerät und ein Computer-lesbares Speichermedium, das greifbar Programmbefehle für ein Verfahren zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium in einem Quellspeichergerät zu einem Zielspeichermedium in einem Zielspeichergerät darstellt, zu schaffen, die ein automatisches Verschieben von Daten ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch ein automatisiertes Verfahren zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium in einem Quellspeichergerät zu einem Zielspeichermedium in einem Zielspeichergerät gemäß Anspruch 1, eine Vorrichtung zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium in einem Quellspeichergerät zu einem Zielspeichermedium in einem Zielspeichergerät gemäß Anspruch 11 und ein Computer-lesbares Speichermedium, das greifbar Programmbefehle für ein automatisches Verfahren zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium in einem Quellspeichergerät zu einem Zielspeichermedium in einem Zielspeichergerät darstellt, gemäß Anspruch 17 gelöst.

Es werden ein neues Verfahren und eine neue Vorrichtung zum automatischen Verschieben von Computerdaten von einer Speichertechnologie zu einer weiteren Speichertechnologie hierin dargestellt. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung erfaßt die automatisierte Datenübertragungsanwendung das Einfügen eines Quellspeichermediums in ein Quellspeichergerät und greift automatisch auf das Quellspeichergerät zu, um den Inhalt des Quellspeichermediums zu bestimmen. Bei einem Ausführungsbeispiel werden alle Dateien automatisch zur Übertragung ausgewählt. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel wählt der Benutzer einen Satz von Dateien, die übertragen werden sollen, aus. Das Zielspeichermedium wird automatisch angebunden (gemountet), und der Satz der ausgewählten Dateien wird automatisch zu dem Zielspeichermedium übertragen. Vorzugsweise ermöglicht es die Datenübertragungsanwendung dem Benutzer, einen Übertragungssitzungsbezeichner einzugeben, der durch die Datenübertragungsanwendung verwendet wird, um ein Verzeichnis auf dem Zielspeichermedium zu erzeugen, in das die ausgewählten Dateien übertragen werden.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird ein Index, der einen Satz von Schlüsseln für jede ausgewählte Datei aufweist, automatisch erzeugt. Vorzugsweise wird der Index zusammen mit den ausgewählten Dateien in dem Zielspeichermedium zur Verwendung beim Durchführen von Suchvorgängen bzw. Durchsuchen des Inhalts der übertragenen Dateien gesichert. Vorzugsweise wird der Index ferner in einem lokalen Speicher, wie z. B. dem lokalen Festlaufwerk des Computersystems, gespeichert. Dies liefert eine globale Datenbank des Inhalts von allen verschobenen Medien, wodurch eine sehr schnelles Durchsuchen des Inhalts und der Positionen von Dateien erleichtert wird, unabhängig davon, ob das Medium, auf dem die Dateien positioniert sind, tatsächlich angebunden (gemountet) ist oder nicht.

Die Datenübertragungsanwendung liefert vorzugsweise eine Suchfähigkeit, bei der die Schlüssel, die in dem Index enthalten sind, durchsucht werden, um zu bestimmen, welche Schlüssel, wenn überhaupt, einen Satz von Suchfeldern enthalten. Die Suchfunktion gibt die Namen und die Positionen dieser Dateien, die diesen Schlüsseln zugeordnet sind, die eines oder mehrere des Satzes von Suchfeldern enthalten, zurück.

Zusätzlich sieht die Datenübertragungsanwendung vorzugsweise eine sektorweise Datenabbildungsfunktionalität vor, die die Übertragung von Quelldaten ermöglicht, die sektorweise kopiert werden sollen, um eine Bilddatei zu erzeugen, aus der die Quellmedien zu einem späteren Zeitpunkt dupliziert werden können.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Blockdiagramm eines Computersystems, in dem die Erfindung betrieben wird;

Fig. 2 ein Flußdiagramm, das das Verfahren der Erfindung darstellt;

Fig. 3 ein Blockdiagramm, das die Funktionseinheiten der Datenübertragungsanwendung darstellt, die gemäß der Erfindung implementiert ist;

Fig. 4 ein Diagramm, das eine Beispielbenutzerschnittstelle darstellt, die mit der Datenübertragungsanwendung der Erfindung wechselwirkt; und

Fig. 5 ein Betriebsflußdiagramm eines Suchverfahrens, das einen Index verwendet, der durch die Erfindung erzeugt wird.

Ein neues Verfahren und eine neue Vorrichtung zum automatischen Verschieben der Computerdaten von einer Speichertechnologie zu einer weiteren Speichertechnologie ist detailliert im folgenden beschrieben. Obwohl die darstellenden Ausführungsbeispiele der Erfindung in dem Zusammenhang des Übertragens von Daten, die auf Floppy-Platten gespeichert sind, zu CD-RW-Platten beschrieben sind, ist es für Fachleute offensichtlich, daß die erfinderischen Prinzipien gleichermaßen auf die Übertragung von Daten von jedem beliebigen Speichertechnologietyp zu einem anderen Speichertechnologietyp anwendbar sind.

Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines Computersystems 2, in dem die Erfindung betrieben wird. Das Computersystem 2 umfaßt eine Verarbeitungseinrichtung bzw. einen Prozessor 4, der Programmbefehle ausführt, die aus einem Programmspeicher 6 über einen Befehlsbus 5 wiedergewonnen werden. Die Programmbefehle werden in und aus dem Programmspeicher 6 von und zu einem lokalen Festlaufwerk 10 über einen Bus 9, wie benötigt, übertragen. Während des Verlaufs der Programmausführung liest/schreibt der Prozessor 4 Daten, die in dem Datencache 8 gespeichert sind, über einen Datenbus 7. Daten werden ferner in und aus dem Datencache 8 von und zu einem lokalen Festlaufwerk 10 über den Bus 9, wie benötigt, übertragen.

Das Computersystem 2 umfaßt ein Eingabegerät 13, wie z. B. eine Tastatur und/oder eine Maus, zum Empfangen von Eingabeanweisungen von einem Benutzer. Das Computersystem 2 umfaßt ferner ein Ausgabeanzeigegerät 15, wie z. B. einen Monitor, zum Anzeigen der Ausgabe von Anwendungen, die durch den Prozessor 4 ausgeführt werden.

Das Computersystem 2 umfaßt ein erstes Peripheriespeichergerät 12, das Daten auf einem Medium 14 eines ersten Speichermedientyps speichert. Das Computersystem 2 umfaßt ferner ein zweites Peripheriespeichergerät 16, das Daten auf einem Medium 18 eines zweiten Medientyps speichert. Der Prozessor 4 kommuniziert mit dem ersten und dem zweiten Peripheriespeichergerät 12 und 16 über einen oder mehrere I/O-Busse 17. Das erste und das zweite Peripheriespeichergerät können in einen Hauptkasten des Computersystems 2 integriert werden, außerhalb des Hauptkastens (gezeigt) liegen, oder ein Peripheriespeichergerät kann in dem Hauptkasten integriert sein, während das andere außerhalb des Hauptkastens liegt. Bei dem darstellenden Ausführungsbeispiel ist das erste Peripheriespeichergerät 12 ein 3-1/2-Zoll-Floppy-Laufwerk, und das zweite Peripheriespeichergerät ist eine CD-RW oder ein beschreibbares DVD-Laufwerk. Es ist jedoch offensichtlich, daß jedes Speichergerät 12 oder 16 alternativ ein Bandlaufwerk, ein 5-1/4-Zoll-Floppy-Laufwerk, ein Festlaufwerk, ein Zip-Laufwerk oder jeder beliebige Typ eines derzeit existierenden oder zukünftigen Datenspeichergeräts sein kann. Bei den darstellenden Ausführungsbeispielen, die folgen, wird das erste Peripheriespeichergerät 12 verwendet, und auf dasselbe wird hierin als das Quellspeichergerät 12 Bezug genommen, und das zweite Peripheriespeichergerät 16 wird verwendet, und auf dasselbe wird hierin als das Zielspeichergerät 16 Bezug genommen.

Eine Datenübertragungssoftwareanwendung 20, die Programmbefehle enthält, die die vorliegende Erfindung darstellen, wird aus dem Programmspeicher 6 durch den Prozessor 4 ausgeführt.

Fig. 2 ist ein Flußdiagramm, das den Betrieb der Datenübertragungsanwendung 20 darstellt. Bei dem darstellenden Ausführungsbeispiel führt der Benutzer eine Platte 14 in das Quellspeichergerät 12 ein. Die Datenübertragungsanwendung 20 erfaßt 21 das Vorhandensein eines neuen Mediums 14 in dem Quellspeichergerät 12. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel kommuniziert die Datenübertragungsanwendung 20 mit dem Quellspeichergerät 12, um über den Status des Mediums in dem Laufwerk Kenntnis zu erlangen, wodurch eine automatische Erfassung eines neuen Mediums 14 in dem Gerät 12 vorgesehen wird. Wenn das spezielle Speichergerät nicht die Erfassung eines neuen Mediums in dem Laufwerk unterstützt, sieht die Anwendung 20 eine Benutzerschnittstelle 19 vor, die es dem Benutzer ermöglicht, bejahend der Anwendung 20 anzuzeigen, daß ein neues Medium 14 in dem Quellspeichergerät 12 vorhanden ist. Die bejahende Benutzeranzeige kann beispielsweise erforderlich sein, wenn das Quellspeichergerät 12 bestimmte Bandlaufwerkstypen aufweist.

Sobald die Datenübertragungsanwendung 20 über das Vorhandensein von einem neuen Medium in dem Quellspeichergerät 12 Kenntnis erlangt, bestimmt dieselbe dann 22 den Inhalt des Quellmediums 14. Abhängig von der Speichertechnologie des Quellspeichergeräts 12 kann die Datenübertragungsanwendung 20 ohne weiteres ein Verzeichnis lesen, das in dem Medium 14 enthalten ist, das anzeigt, welche Dateien dasselbe enthält, oder dieselbe kann tatsächlich das Medium 14 selbst lesen, um den Inhalt desselben zu bestimmen. Wenn beispielsweise das Quellspeichergerät 12 ein Bandlaufwerk ist, bindet die Datenübertragungsanwendung 20 das Band automatisch an und bestimmt den Inhalt desselben. Dieselbe kann dies durch Aufrufen eines kommerziellen Band-Sicherungs/Wiederherstellungs-Softwarepakets erreichen, um das Band anzubinden, und um die Datenträger- und Datei-Informationen zu extrahieren. Alternativ können diese Funktionen durch die Datenübertragungsanwendung 20 selbst durchgeführt werden. Vorzugsweise werden die Namen und die Organisation bzw. Einteilung der Dateien auf der Ausgabeanzeige 15 über die Benutzerschnittstelle 19 angezeigt.

Die Datenübertragungsanwendung 20 erhält dann 23 einen Bezeichner für die Übertragungssitzung. Der Bezeichner wird als der Name für ein Teilverzeichnis verwendet, das auf dem zweiten Medium 18 in dem Zielspeichergerät 16 erzeugt wird.

Vorzugsweise liefert die Benutzerschnittstelle 19 eine Aufforderung an den Benutzer, einen gewünschten Medienbezeichner einzugeben.

Die Datenübertragungsanwendung 20 erhält dann 24 eine Auswahl der Dateien, die in dem Medium 14 enthalten sind, die übertragen werden sollen. Bei einem ersten Ausführungsbeispiel werden alle Dateien automatisch für eine Übertragung ausgewählt. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel zeigt die Datenübertragungsanwendung 20 eine Liste der Namen, der Dateien, die in dem Medium enthalten sind, dem Benutzer über eine Benutzerschnittstelle 19 an. Der Benutzer wählt dann über die Benutzerschnittstelle 19 einen Satz von Dateien aus der Liste aus, die übertragen werden sollen. Vorzugsweise ermöglicht die Datenübertragungsanwendung 20 dem Benutzer, Gruppen von Dateien, die zu unterschiedlichen Verzeichnissen in dem zweiten Speichermedium 18 übertragen werden sollen, auszuwählen. Mit anderen Worten kann der Benutzer eine erste Gruppe von Dateien, die in dem Quellspeichermedium 14 enthalten sind, die zu einem Verzeichnis in dem Zielspeichermedium 18 übertragen werden sollen, eine zweite Gruppe von Dateien, die in dem Quellspeichermedium 14 enthalten, die zu einem anderen Verzeichnis (Teilverzeichnis) in dem Zielspeichermedium 18 übertragen werden sollen, usw. auswählen. Diese Fähigkeit ermöglicht eine Plattenorganisation, indem es ermöglicht wird, daß der Benutzer Dateien gruppiert, die auf einer Platte positioniert sind, und automatisch dieselben zu unterschiedlichen Positionen auf einer weiteren Platte bewegt.

Wenn die Dateien ausgewählt werden, um übertragen zu werden, wird ein Teilverzeichnis, das den Namen des Bezeichners enthält, auf dem zweiten Zielmedium 18 erzeugt, die ausgewählten Dateien werden dann zu dem Zielmedium 18 unter dem neu erzeugten Teilverzeichnis, das durch den Bezeichner bezeichnet wird, übertragen 26. Bei dem Fall, daß sowohl das Quellspeichergerät 12 als auch das Zielspeichergerät einem zugeordneten Laufwerk (Mapped Drive) zugeordnet werden, werden die ausgewählten Dateien von dem Quellspeichergerät 12 zu dem Zielspeichergerät 16 direkt übertragen. Bei dem Fall, bei dem das Quellspeichergerät 12 keinem zugeordneten Laufwerk zugeordnet wird, handhabt die Datenübertragungsanwendung 20 automatisch das Anbinden des Quellmediums 14. Wenn beispielsweise das Quellspeichermedium 12 ein Bandlaufwerk ist, positioniert die Datenübertragungsanwendung 20 das Band an der Position der ausgewählten Dateien, stellt die ausgewählten Daten zu dem lokalen Speicher (d. h. dem Festlaufwerk) wieder her, und überträgt die wiederhergestellten Dateien zu dem Zielmedium 18 in dem Zielspeichergerät 16. Bei dem Fall, daß das Zielspeichergerät 16 nicht einem zugeordneten Laufwerk zugeordnet ist, handhabt die Datenübertragungsanwendung 20 automatisch das Anbinden des Zielmediums 18. Wenn beispielsweise das Speichergerät 16 ein Bandlaufwerk ist, bindet die Datenübertragungsanwendung 20 das Speichermedium (18) an, positioniert das Band an der ordnungsgemäßen Position, erzeugt ein Volumen, das durch den Bezeichner bezeichnet wird, positioniert das Band bei der Position des neu erzeugten Volumens, und überträgt die ausgewählten Dateien zu dem Zielmedium 18 in dem Zielspeichergerät 16 in dem neu erzeugten Volumen.

Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, das die Funktionalität der Datenübertragungsanwendung 20 darstellt. Wie dargestellt, umfaßt die Datenübertragungsanwendung 20 eine Neumedienerfassungsfunktion 31, eine Dateiauswahlfunktion 32 und eine Datenübertragungsfunktion 35. Die Datenübertragungsanwendung 20 umfaßt vorzugsweise eine Indexierungsfunktion 33 und/oder eine Abbildungsfunktion 34.

Die Neumedienerfassungsfunktion 31 handhabt die Erfassung des Vorhandenseins eines neuen Mediums 14 in dem Quellspeichergerät 12. Wenn das Medium 14 in das Quellspeichergerät 12 eingefügt wird, erfaßt die Neumedienerfassungsfunktion 31 vorzugsweise diesen Zustand. Wenn beispielsweise die Schnittstelle eine Small Computer Systems Interface (SCSI; SCSI = Schnittstelle für kleine Computersysteme) ist, zeigt eine Busleitung an, ob ein Medium in dem Gerät anwesend ist. In diesem Fall liest die Neumedienerfassungsfunktion 31 den Status dieser Busleitung, um eine Änderung des Status des Vorhandenseins eines Mediums zu erfassen. Bei Geräten, die unterschiedliche Schnittstellen unterstützen, wird das Gerät oftmals einen Bandstatusabfragebefehl unterstützen, der durch eine Neumedienerfassungsfunktion 31 ausgegeben wird. Da einige Peripheriegeräte, wie z. B. bestimmte Bandlaufwerke, keine automatische Erfassung der das Vorhandensein von Medien in dem Laufwerk ermöglichen, umfaßt die Datenübertragungsanwendung 20 vorzugsweise eine Benutzereingabeeinrichtung, um es zu ermöglichen, daß der Benutzer die Datenübertragungsanwendung 20 darüber informiert, daß neue Medien in das Quellspeichergerät 12 eingefügt wurden. Dies wird ohne weiteres als ein zweckgebundenes Icon 43 in einer Anwendungsbenutzerschnittstelle 19 implementiert, das auf einer Ausgabeanzeige 15 angezeigt wird. Wenn ein Benutzer auf das Icon unter Verwendung einer Maus oder einer anderen Eingabeeinrichtung über ein Eingabegerät 13 klickt, spricht die Neumedienerfassungsfunktion 31 auf die Eingabe auf die gleiche Art und Weise an, als ob dieselbe automatisch das Vorhandensein des neuen Mediums in dem Gerät 12 erfaßt hätte. Dieses Ansprechen triggert die Anwendung, um das neu erfaßte Quellspeichermedium 14 automatisch anzubinden, den Inhalt des neu erfaßten Mediums 14 zu bestimmen, und vorzugsweise den Inhalt dem Benutzer über die Benutzerschnittstelle 19 anzuzeigen.

Die Dateiauswahlfunktion 32 ermöglicht es dem Benutzer, eine Gruppe von Dateien auszuwählen, um dieselben zu dem zweiten Speichermedium 18 zu übertragen, das in dem Zielspeichergerät 16 vorhanden ist. Wenn das Quellspeichergerät 12 ein Bandlaufwerk ist, kann die Datenübertragungsfunktion 35 eine kommerzielle Band-Sicherungs/Wiederherstellungs-Software aufrufen, um das Band anzubinden, die Volumeninformationen zu extrahieren, das Band bei dem gewünschten Volumen zu positionieren, die Dateiinformationen von dem gewünschten Volumen zu extrahieren, und die Dateiinformationen zu der Dateiauswahlfunktion 32 für eine Darstellung für den Benutzer zurückzugeben. Sobald der Benutzer die gewünschten Dateien aus den dargestellten verfügbaren Dateien auswählt, ruft die Datenübertragungsfunktion 35 die Wiederherstellungsfunktion der kommerziellen Band-Sicherungs/Wiederherstellungs-Software auf, um die ausgewählten Dateien in dem lokalen Speicher (d. h. dem Festplattenlaufwerk 10) wiederherzustellen. Alternativ implementiert die Datenübertragungsfunktion 35 selbst diese Funktionalität.

Vorzugsweise sieht die Dateiauswahlfunktion 32 die Fähigkeit vor, unterschiedliche Gruppen von Dateien auszuwählen, die zu unterschiedlichen Verzeichnissen in dem zweiten Speichermedium 18 übertragen werden sollen. In diesem Fall könnte der Benutzer eine erste Gruppe von Dateien, die in dem ersten Speichermedium 14 enthalten sind, und die zu einem Verzeichnis (das durch einen ersten Benutzer-ausgewählten Bezeichner bezeichnet ist) in dem zweiten Speichermedium 18 übertragen werden sollen, eine zweite Gruppe von Dateien, die in dem ersten Speichermedium 14 enthalten sind, die zu einem anderen Verzeichnis (das durch einen zweiten Benutzer-ausgewählten Bezeichner bezeichnet ist) in dem zweiten Speichermedium 18 übertragen werden sollen, usw. auszuwählen. Dieses bevorzugte Ausführungsbeispiel der Dateiauswahlfunktion 32 ermöglicht eine Plattenorganisation, indem es ermöglicht wird, daß der Benutzer Dateien in einer Platte gruppiert, und dieselben automatisch zu unterschiedlichen Positionen in der anderen Platte bewegt.

Die Datenübertragungsfunktion 35 handhabt die Kommunikation zwischen den Quell- und Ziel-Speichergeräten 12 und 16, die erforderlich ist, um die Datenübertragung durchzuführen. Dies betrifft das Kommunizieren mit jeweiligen Dateisystemen und/oder Gerätetreibern (nicht gezeigt) der Speichergeräte 12 und 16, das automatische Anbinden des Zielspeichermediums 18 und das Steuern der Übertragung von ausgewählten Dateien zu dem Zielspeichermedium 18. Wenn eines der Geräte 12 oder 14 ein Bandlaufwerk ist, kann die Datenübertragungsfunktion 35 eine kommerzielle Band-Sicherungs/Wiederherstellungs- Software aufrufen, um das Band anzubinden, es dort zu positionieren, wo die gewünschten Dateien positioniert sind, ein neues Volumen zu erzeugen, das durch den Übertragungssitzungsbezeichner bezeichnet ist, und die ausgewählten Dateien auf dem Band zu speichern. Alternativ kann die Datenübertragungsfunktion 35 selbst diese Funktionalität implementieren.

Wenn die Dateien ausgewählt sind, um übertragen zu werden, indexiert die Datenübertragungsanwendung 20 vorzugsweise den Inhalt der ausgewählten Dateien. Dies wird durch die Indexierungsfunktion 33 durchgeführt. Wenn die Dateien, die übertragen werden sollen, ausgewählt sind, wird vorzugsweise ein Index 3, der den Inhalt der ausgewählten Dateien beschreibt, durch die Indexierungsfunktion 33 erzeugt. Wenn beispielsweise die ausgewählten Dateien, die übertragen werden sollen, Textverarbeitungsdateien sind, kann der Inhalt des Index 3 einen Satz von Schlüsseln enthalten, die Informationen über den Inhalt der Textverarbeitungsdateien enthalten. Der Index 3 wird vorzugsweise zusammen mit den ausgewählten Dateien in dem Zielmedium 18 gespeichert. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dann, wenn der Benutzer nach Dateien suchen möchte, die einen bestimmten Text enthalten, die Datenübertragungsanwendung 20 den Inhalt des Index 3 absuchen, um alle Dateien zu finden, die entsprechende Schlüssel aufweisen, die mit einem oder mehreren der gesuchten Schlüssel für Text übereinstimmen. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Index 3 ferner in dem lokalen Festlaufwerk 10 des Computersystems 2 gespeichert. Das Speichern des Index 3 in dem lokalen Festlaufwerk 10 ermöglicht es dem Benutzer, eine schnelle Suche nach der Position und dem Inhalt einer Datei durchzuführen, ohne tatsächlich das Medium 18 in dem Zielspeichergerät 16 anzubinden. Der Index 3, der in dem lokalen Festlaufwerk 10 gespeichert ist, wird folglich als eine globale Datenbank von allen bekannten Medien betrieben, wodurch wesentlich die Suchzeit verringert wird, indem die Notwendigkeit eliminiert wird, daß seriell jedes verfügbare Medium angebunden wird, um einzeln den Inhalt desselben nach einer speziellen Datei oder einem speziellen Schlüssel zu durchsuchen.

Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel bestimmt die Indexierungsfunktion 33 den Dateityp jeder ausgewählten Datei und liest die Daten basierend auf dem Dateityp unter Verwendung des Formats der Datei und extrahiert einen Satz von hervorspringenden Schlüsseln, die verwendet werden, um den Inhalt der Datei zusammenzufassen. Vorzugsweise ermöglicht die Indexierungsfunktion 33 das Indexieren von Nichttextdateien, wie z. B. Bild- und Audio-Dateien. Der Inhalt eines Schlüssels variiert abhängig von dem Typ der Datei, dem dieselbe zugeordnet ist. Textdateischlüssel weisen allgemein beispielsweise einen Satz von Textworten oder ASCII-Zeichen auf. Bilddateischlüssel können Text, der aus den Textabschnitten der Bilddateien, wie z. B. dem Bildtitel, extrahiert wird, Bildinformationen, wie z. B. eine Farbstatistik oder andere Zusammensetzungsinformationen, oder tatsächliche Abschnitte von Bittabellenbildern aufweisen, die es dem Benutzer ermöglichen, nach Bildern zu suchen, die ein weiteres Bild enthalten, wie z. B. ein Bild einer speziellen Person oder eines Hintergrunds. Audiodateischlüssel können Text aufweisen, der aus den Textabschnitten der Dateien extrahiert wird, wie z. B. Spurtitel oder Bemerkungen, oder können tatsächliche Abschnitte von digitalisiertem Ton aufweisen, um es dem Benutzer zu ermöglichen, nach Audiodateien zu suchen, die eine gegebene Folge von Tönen enthalten. Mit anderen Worten empfängt die Indexierungsfunktion 33 den Namen einer ausgewählten Datei und gibt einen Satz von Schlüsseln zurück, der den Inhalt dieser Datei beschreibt. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Abschnitt der Indexierungsfunktion 33, der die Textdateien indexiert, unter Verwendung von Verfahren, wie z. B. demselben, das in dem U.S.-Patent Nr. 5,778,364 an Philip C. Nelson und übertragen auf Verity, Inc. von Mountain View, CA, mit dem Titel "Evaluation Of Content Of A Data Set Using Multiple And/Or Complex Queries" beschrieben ist, oder anderen kommerziell erhältlichen Indexierungsfunktionen implementiert, und wird betrieben, um einen Datensatz abzutasten und einen Satz von Zusammenfassungssätzen zu erzeugen, die den verschiedenen Dateien zugeordnet sind.

Die Indexierungsfunktion 33 kann eine Suchfunktion 36 umfassen. Die Suchfunktion 36 ermöglicht es einem Benutzer, einen Satz von Suchfeldern einzugeben, die mit allen Schlüsseln in dem Index 3 verglichen werden, und gibt einen Satz von Dateinamen und zugeordneten Dateipositionen jener Dateien zurück, die entsprechende Schlüssel aufweisen, die eines oder mehrere der Suchfelder enthalten. Fig. 5 ist ein Betriebsflußdiagramm eines Suchverfahrens, das die Suchfunktion 36 implementiert. Wie dargestellt, erhält 51 die Suchfunktion 36 eine Suchanfrage, die einen Satz von Suchfeldern aufweist. Die Suchfelder können Text, Abschnitte von Bittabellen, Audioformatinformationen etc. umfassen. Die Suchfunktion 36 durchsucht 52 dann den Index, der entweder in dem Zielmedium 18 oder in einem lokalen Festlaufwerk 10 positioniert ist, nach Schlüsseln, die die Suchfelder enthalten.

Die Suchfunktion 36 gibt dann einen Satz 53 von Dateinamen und zugeordneten Medienpositionen der Dateien zurück, die den Schlüsseln entsprechen, die die Suchfelder enthalten. Vorzugsweise umfaßt die Datenübertragungsfunktion 20 ferner eine Abbildungsfunktion 34. Die Abbildungsfunktion 34 erzeugt ein Bild des gesamten Quellmediums 14, was es dem Benutzer ermöglicht, das ursprüngliche Medium 14 zu einem späteren Zeitpunkt vollständig neu zu erzeugen. Die Abbildungsfunktion 34 wird mit anderen Worten verwendet, um dasselbe sektorweise Bild, wie das ursprüngliche Medium 14, auf einem anderen Medium des gleichen Typs wie das ursprüngliche Medium 14 zu duplizieren. Die Abbildungsfunktion 34 führt ein Lesen von rohen Daten, um die Bilddatei zu erzeugen, und keine Kopierfunktion durch, die allgemein die Datei zurückgibt, die gemäß der logischen Struktur derselben organisiert bzw. eingeteilt ist.

Fig. 4 ist ein Diagramm, das eine Beispielbenutzerschnittstelle 19 darstellt, die mit der Datenübertragungsanwendung 20 wechselwirkt. Wie dargestellt, umfaßt die Benutzerstelle 19 ein Quellgerätfenster 41, das es dem Benutzer ermöglicht, das Gerät auszuwählen, von dem die Dateien übertragen werden sollen. Bei dem darstellenden Ausführungsbeispiel kann der Benutzer eine beliebige Anzahl von Quellgeräten auswählen, einschließlich dem Floppy-Laufwerk (A:) 12, dem Festlaufwerk (C:) 10, dem CD-RW-Laufwerk (D:) 16, einem Netz-Server (X:), mit dem das Computersystem 2 in dieser speziellen Darstellung (nicht gezeigt) verbunden ist, oder ein äußeres Bandsicherungslaufwerk (ebenfalls nicht in Fig. 1 gezeigt). Wie es offensichtlich ist, kann das Datenübertragungsverfahren verwendet werden, um Daten zwischen beliebigen der angebundenen Speichergeräte zu verschieben, einschließlich dem lokalen Festlaufwerk 10 und den Netzservern (nicht gezeigt). Die Benutzerschnittstelle 19 umfaßt ferner ein Zielgerätfenster 42, das es dem Benutzer ermöglicht, das Gerät auszuwählen, zu dem die Dateien übertragen werden. Diese Liste von verfügbaren Zielgeräten ist gleich der Liste von Quellgeräten.

Die Benutzerschnittstelle 19 umfaßt vorzugsweise ein Neues- Medium-Eingefügt-Icon 43, das es dem Benutzer ermöglicht, manuell die Datenübertragungsanwendung 20 zu informieren, daß ein neues Medium 14 in das Quellspeichergerät 12 eingefügt wurde. Das Icon 43 wird in Fällen verwendet, bei denen die Datenübertragungsanwendung 20 nicht automatisch die Einfügung eines neuen Mediums in das ausgewählte Quellaufwerk erfassen kann.

Sobald ein neues Medium erfaßt ist oder über ein Icon 43 angezeigt wird, zeigt das Medieninhaltfenster 44 die Verzeichnisse und Dateinamen der Dateien an, die in dem Quellmedium enthalten sind. Bei dem darstellenden Ausführungsbeispiel enthält das Quellmedium drei Verzeichnisse, einschließlich FOO_DATA, FOO_SOURCE und FOO_LIBRARY. Jedes Verzeichnis enthält einen Satz von Dateien foo1.dat, foo2.dat, . . ., fooN.dat; und foo.c, foo.h, bzw. foo.lib.

Ein Übertragungssitzungsbezeichnerfenster 45 fordert den Benutzer nach dem Bezeichner der Übertragung auf, der als der Verzeichnisname in dem Zielmedium verwendet wird.

Ein Kopieroptionsknopf 46 bzw. ein Bildoptionsknopf 42 ermöglichen es dem Benutzer, das Verfahren der Datenübertragung auszuwählen - entweder eine logische Kopie oder eine Rohdatenkopie oder beides.

Die Benutzerschnittstelle 19 umfaßt ferner vorzugsweise ein Suchfenster 48, das mit der Indexierungsfunktion 33 der Datenübertragungsanwendung 20 wechselwirkt, um es dem Benutzer zu ermöglichen, einen Dateinamen, Suchfelder, mit denen zu suchen ist, und das Verzeichnis oder das Laufwerk, in dem zu suchen ist, zu spezifizieren. Das Suchfenster 48 umfaßt ein Suchresultatfenster, das die Resultate des Durchsuchens des Index anzeigt.

Es ist aus der obigen detaillierten Beschreibung offensichtlich, daß die vorliegende Erfindung mehrere Vorteile gegenüber dem Stand der Technik vorsieht. Im Gegensatz zum Stand der Technik, der eine manuelle Verbindung mit jedem der Quell- und Ziel-Laufwerke, eine manuelle Dateiauswahl und eine manuelle Verzeichniserzeugung erforderlich macht, sieht die vorliegende Erfindung ein effizientes automatisiertes Verfahren zum Verschieben von Daten von alten Medien zu neuen Medien vor. Zusätzlich sieht die Erfindung ein automatisches Indexieren von verschobenen Dateien vor, was andererseits eine sehr schnelle Suche von verschobenen Dateien ermöglicht, selbst wenn das Medium, auf dem die Dateien positioniert sind, zu dem Zeitpunkt der Suche nicht tatsächlich angebunden ist. Die Elimination der Notwendigkeit, jedes Medium anzubinden, bevor dasselbe durchgesucht werden kann, ermöglicht wesentliche Einsparungen hinsichtlich der Zeit und des Benutzereingriffs, was zu einem sehr leistungsfähigen Suchverfahren führt. Schließlich bietet, im Gegensatz zum Stand der Technik, die Datenübertragungsanwendung der Erfindung vorzugsweise sowohl eine logische Dateikopieroption als auch eine Rohdatenübertragungsoption. Die Rohdatenübertragungsoption ermöglicht es dem Benutzer, eine Bilddatei des Quellmediums zu erzeugen, die verwendet werden kann, um das Quellmedium sektorweise zu duplizieren.


Anspruch[de]
  1. 1. Automatisiertes Verfahren (20) zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium (14) in einem Quellspeichergerät (12) zu einem Zielspeichermedium (18) in einem Zielspeichergerät (16), mit folgenden Schritten:

    Zugreifen auf das Quellspeichergerät (12), um den Inhalt des Quellspeichermediums (14) zu bestimmen (22);

    Erhalten (24) eines Satzes von ausgewählten Dateien, wobei der Satz von ausgewählten Dateien mindestens eine Datendatei aufweist, die in dem Quellspeichermedium (14) vorhanden ist;

    automatisches Anbinden des Zielspeichermediums (18);

    und

    Übertragen (26) des Satzes von ausgewählten Dateien zu dem Zielspeichermedium (18).
  2. 2. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 1, mit folgenden Schritten:

    Erhalten eines Übertragungssitzungsbezeichners; und automatisches Erzeugen eines Verzeichnisses in dem

    Zielspeichermedium (18), in das der Satz von ausgewählten Dateien übertragen wird.
  3. 3. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, mit ferner folgendem Schritt:

    Erfassen (21) der Einfügung des Quellspeichermediums (14) in das Quellspeichergerät (12).
  4. 4. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, mit ferner folgendem Schritt:

    Erzeugen eines Index (3), der einen Satz von Schlüsseln für jede Datei in dem Satz der ausgewählten Dateien aufweist.
  5. 5. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 4, mit ferner folgenden Schritten:

    Erhalten (51) einer Suchanfrage, wobei die Suchanfrage einen Satz von Suchfeldern aufweist;

    Durchsuchen (52) des Index (3) nach Schlüsseln, die die Suchfelder enthalten; und

    Zurückgeben (53) eines Satzes von Dateinamen und von zugeordneten Medienpositionen von Dateien, die den Schlüsseln entsprechen, die die Suchfelder enthalten.
  6. 6. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 4, mit ferner folgendem Schritt:

    Speichern des Index (3) in dem Zielspeichermedium (18).
  7. 7. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 6, mit ferner folgenden Schritten:

    Erhalten (51) einer Suchanfrage, wobei die Suchanfrage einen Satz von Suchfeldern aufweist;

    Durchsuchen (52) des Index (3) nach Schlüsseln, die die Suchfelder enthalten; und

    Zurückgeben (53) eines Satzes von Dateinamen und zugeordneten Medienpositionen der Dateien, die den Schlüsseln entsprechen, die die Suchfelder enthalten.
  8. 8. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 4, mit ferner folgendem Schritt:

    Speichern des Index (3) in einem lokalen Speicher.
  9. 9. Automatisiertes Verfahren gemäß Anspruch 8, mit ferner folgenden Schritten:

    Erhalten (51) einer Suchanfrage, wobei die Suchanfrage einen Satz von Suchfeldern aufweist;

    Durchsuchen (52) des Index (3) nach Schlüsseln, die die Suchfelder enthalten; und

    Zurückgeben (53) eines Satzes von Dateinamen und zugeordneten Medienpositionen von Dateien, die den Schlüsseln entsprechen, die die Suchfelder enthalten.
  10. 10. Automatisiertes Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, mit ferner folgendem Schritt:

    Übertragen (26) des Satzes von ausgewählten Dateien sektorweise, um eine Bilddatei in dem Zielspeichermedium (18) zu erzeugen.
  11. 11. Vorrichtung (20) zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium (14) in einem Quellspeichergerät (12) zu einem Zielspeichermedium (18) in einem Zielspeichergerät (16), mit folgenden Merkmalen:

    einer Medienerfassungsfunktion (31), die auf das Zielspeichergerät (12) zugreift, um den Inhalt des Quellspeichermediums (14) zu bestimmen;

    einer Dateiauswahlfunktion (32), die einen Satz von ausgewählten Dateien erhält, wobei der Satz von ausgewählten Dateien mindestens eine Datendatei aufweist, die in dem Quellspeichermedium (14) vorhanden ist; und

    einer Datenübertragungsfunktion (35), die automatisch das Zielspeichermedium (18) anbindet und den Satz von ausgewählten Dateien zu dem Zielspeichermedium (18) überträgt.
  12. 12. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, bei der die Datenübertragungsfunktion (35) automatisch ein Verzeichnis, das dem Quellspeichermedium (14) zugeordnet ist, in dem Zielspeichermedium (18) erzeugt, in das der Satz von ausgewählten Dateien übertragen wird.
  13. 13. Vorrichtung gemäß Anspruch 11 oder 12, bei der die Medienerfassungsfunktion (31) die Einfügung des Quellspeichermediums (14) in das Quellspeichergerät (12) automatisch erfaßt.
  14. 14. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, 12 oder 13, mit ferner folgendem Merkmal:

    einer Indexierungsfunktion (33), die einen Index (3) erzeugt, der einen Satz von Schlüsseln für jede Datei in dem Satz der ausgewählten Dateien aufweist.
  15. 15. Vorrichtung gemäß Anspruch 14, bei der die Indexierungsfunktion (33) eine Suchfunktion (36) aufweist, die anspricht, um eine Suchanfrage zu empfangen (51), wobei die Suchanfrage einen Satz von Suchfeldern aufweist, um den Index nach Schlüsseln zu durchsuchen (52), die die Suchfelder enthalten, und um einen Satz von Dateinamen und zugeordneten Medienpositionen von Dateien zurückzugeben (53), die den Schlüsseln entsprechen, die die Suchfelder enthalten.
  16. 16. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 11 bis 15, mit ferner folgendem Merkmal:

    einer Abbildungsfunktion (34), die den Satz von ausgewählten Dateien sektorweise überträgt, um eine Bilddatei in dem Zielspeichermedium zu erzeugen.
  17. 17. Ein Computer-lesbares Speichermedium, das Programmbefehle für ein automatisiertes Verfahren zum Verschieben von Daten von einem Quellspeichermedium (14) in einem Quellspeichergerät (12) zu einem Zielspeichermedium (18) in einem Zielspeichergerät (16) umfaßt, wobei das automatisierte Verfahren folgende Schritte aufweist:

    Zugreifen auf das Quellspeichergerät (12), um den Inhalt des Quellspeichermediums zu bestimmen;

    Erhalten (24) eines Satzes von ausgewählten Dateien, wobei der Satz von ausgewählten Dateien mindestens eine Datendatei aufweist, die auf dem Quellspeichermedium (14) vorhanden ist;

    automatisches Anbinden des Zielspeichermediums (18);

    und

    Übertragen (26) des Satzes von ausgewählten Dateien zu dem Zielspeichermedium (18).
  18. 18. Computer-lesbares Speichermedium gemäß Anspruch 17, bei dem das automatisierte Verfahren ferner folgende Schritte aufweist:

    Erhalten eines Übertragungssitzungsbezeichners; und

    automatisches Erzeugen eines Verzeichnisses in dem Zielspeichermedium (18), in das der Satz von ausgewählten Dateien übertragen wird.
  19. 19. Computer-lesbares Speichermedium gemäß Anspruch 17 oder 18, bei dem das automatisierte Verfahren ferner folgenden Schritt aufweist:

    Erfassen (21) der Einfügung des Quellspeichermediums (14) in das Quellspeichergerät (12).
  20. 20. Computer-lesbares Speichermedium gemäß Anspruch 17, 18 oder 19, bei dem das automatisierte Verfahren ferner folgenden Schritt aufweist:

    Erzeugen eines Index (3), der einen Satz von Schlüsseln für jede Datei in dem Satz der ausgewählten Dateien aufweist.






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