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Dokumentenidentifikation DE19503920C2 21.06.2000
Titel Einstelleinrichtung mit multifunktionalem Bedienschalter
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Setzer, Jürgen, 75428 Illingen, DE;
Wilhelmi, Volker, Dipl.-Ing., 73733 Esslingen, DE;
Nagel, Gerhard, Dipl.-Ing., 71154 Nufringen, DE
DE-Anmeldedatum 07.02.1995
DE-Aktenzeichen 19503920
Offenlegungstag 08.08.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse H02B 15/00
IPC-Nebenklasse B60R 16/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einstelleinrichtung mit einem Bedienschalter in einem Fahrzeug, über den mehrere, jeweils in unterschiedliche Funktionsstellungen steuerbare Funktionselemente gleichzeitig in eine jeweilige, benutzerseitig variabel vorgebbare Funktionsstellung steuerbar sind. Mit einem einzigen Bedienvorgang des solchermaßen multifunktionalen Bedienschalters lassen sich folglich mehrere Funktionselemente gemeinsam in eine für das jeweilige Funktionselement gewünschte Funktionsstellung bringen.

Derartige Einstelleinrichtungen sind zur benutzerindividuellen Einstellung von verstellbaren Funktionselementen eines Fahrzeugs in Gebrauch. So ist aus der Offenlegungsschrift DE 36 09 688 A1 eine Steuereinrichtung zum automatischen Einstellen von Teilen eines Kraftfahrzeugs entsprechend den individuellen Bedürfnissen eines Fahrers bekannt, bei welcher die momentanen Funktionsstellungen mehrerer Sitzverstellelemente sowie eines Außenspiegelverstellelementes durch Betätigen einer Speichertaste nach vorheriger Betätigung eines Benutzeridentifikationsschalters spezifisch für diesen jeweiligen Benutzer abgespeichert werden. Wenn ein Benutzer anschließend den ihm zugeordneten Identifikationsschalter betätigt, nehmen die verschiedenen Sitzverstellelemente sowie das Außenspiegelverstellelement durch Aktivierung entsprechender Stellantriebe gleichzeitig jeweils ihre zuvor für diesen Benutzer abgespeicherte Funktionsstellung ein. Eine ähnliche Einrichtung mit benutzerspezifisch abspeicherbarer und über einen zugeordneten Bedienschalter wieder abrufbarer Sitz- und Außenspiegelverstellung, bei der zusätzlich die Bedienungseinrichtung nicht ortsfest im Fahrzeug montiert ist, ist in der Offenlegungsschrift DE 41 28 306 A1 beschrieben.

In der Offenlegungsschrift DE 26 40 528 A1 wird eine Vorrichtung zur Einstellung der Sitzposition einer Person in einem Fahrzeug angegeben, bei welcher die Bedienungsperson über eine Tastatur eine Personenkennziffer und eine Situationskennziffer eingeben kann, wonach der Rechner davon abhängige Ausgabewerte erzeugt, die auf Abruf nacheinander einer Steuereinrichtung zugeführt werden, welche die Sitzverstellelemente in die vom Rechner als optimal ermittelte, jeweilige Funktionsstellung steuern.

Aus der Patentschrift DE 40 17 895 C1 ist eine Anordnung von Bedienelementen von Fahrzeugkomponenten bekannt, bei der durch Betätigen von Fahrzeugkomponentenanwahltasten jeweils eine der Fahrzeugkomponenten eingeschaltet wird, wonach auf einem Display eine symbolische Darstellung der einzustellenden Funktionen der eingeschalteten Fahrzeugkomponente erfolgt, und bei der eine definierte Zuordnung der einzustellenden Funktionen der Fahrzeugkomponenten zu Schaltern besteht, bei deren Betätigung einzustellende Funktionen der Fahrzeugkomponente entsprechend geschaltet werden. Bei dieser Anordnung sind sämtliche Zuordnungen unverändlich fest vorgegeben. In Fortführung dieser Anordnung wird in der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung DE 43 38 171 ein Tastatur- und Anzeigesystem zur Bedienung von Funktionen von Komponenten in einem Kraftfahrzeug mit wenigstens einer Ebenenwahltaste zur Anwahl einer Funktionenebene und mit Funktionenanwahltasten, welchen in den diversen Funktionen- ebenen verschiedene angezeigte Funktionen zugeordnet sind, vorgeschlagen, wobei die den Funktionenanwahltasten zugeordneten Funktionen in der mit der Ebenenwahltaste angewählten Funktionenebene benutzerindividuell festlegbar sind. Mit diesen Funktionenanwahltasten sind folglich Bedienschalter realisiert, über die sich in den verschiedenen Funktionenebenen unterschiedliche Funktionselemente ansteuern lassen, wobei in jeder Funktionsenebene die Betätigung eines Bedienschalters jeweils das eine, ihm benutzerseitig zugeordnete Funktionselement angesteuert wird.

In der Patentschrift DE 40 08 641 C2 ist eine Einstellvorrichtung zur Verstellung von reversierbaren elektrischen Verstelleinrichtungen, insbesondere von Kraftfahrzeug-Rückspiegeln, beschrieben, die einen Wahlschalter mit vier stabilen Schaltstellungen umfaßt. Zusätzlich kann der Bedienschalter durch Betätigen derselben Handhabe, mit der er in die stabilen Schaltstellungen bewegbar ist, in jeder dieser stabilen Schaltstellungen aus einer neutralen Stellung heraus in instabile Schaltstellungen geschaltet werden. Den vier stabilen Schaltstellungen sind unterschiedliche Kombinationen der durch Betätigen der Handhabe in die instabilen Schaltstellungen aktivierbaren elektrischen Verstelleinrichtungen zugeordnet, indem eine erste stabile Schaltstellung der Ansteuerung nur eines linken Außenspiegels, eine zweite stabile Schaltstellung der Ansteuerung nur eines rechten Außenspiegels, eine dritte stabile Schaltstellung nur der Ansteuerung eines Innenspiegels und eine vierte stabile Schaltstellung der Ansteuerung beider Außenspiegel dient.

In dem Zeitschriftenaufsatz R. Knörr, Programmierbare Gebäudeinstallation, etz Bd. 113 (1992), Heft 11, Seite 638 ist eine Elektroinstallationsanlage für Gebäude beschrieben, die auf einem Bussystem basiert und bei der durch ein Schaltprogramm bestimmt wird, welcher Schalter oder Taster welches Betriebsmittel oder welche Funktionsgruppe der Anlage schalten soll.

Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer Einstelleinrichtung der eingangs genannten Art zugrunde, deren multifunktionaler Bedienschalter in seiner Funktionalität sehr flexibel an unterschiedliche, fahrzeugtypische Bedarfsanforderungen angepaßt werden kann.

Dieses Problem wird durch eine Einstelleinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder 2 gelöst. Die Eigenschaft, daß die vom Bedienschalter ansteuerbaren Funktionselemente benutzerseitig variabel aus einer Funktionselementegesamtheit auswählbar sind, erhöht die Flexibilität der Bedienschalterverwendung. Über den Bedienschalter kann nicht nur eine fest vorgegebene Gruppe von Funktionselementen gemeinsam in jeweils benutzerseitig variabel vorgebbare Funktionsstellungen gesteuert werden, sondern die von ihm ansteuerbaren Funktionselemente selbst können vom Benutzer in gewünschter Weise aus einer vorgegebenen Funktionselementegesamtheit ausgewählt werden.

So kann bei der Einstelleinrichtung nach Anspruch 1 der Bedienschalter vom Benutzer nach seiner Wahl mindestens als Tunnel- Schalter, als Hitzestau-Schalter oder als Waschgaragen-Schalter konfiguriert werden. In ersterem Fall kann der Benutzer z. B. aus den im Fahrzeug vorhandenen Funktionselementen die Fensterheber, ein eventuelles Schiebehebedach-Stellelement, ein Luftzufuhrfilter, die Abblendlichteinheit, die Innenlichteinheit sowie einen Radio-/Kassettenteil auswählen. Im zweiten Fall kann er z. B. dem Bedienschalter das Schiebehebedach-Stellelement, eine Klimaanlageneinheit, eine Gebläseeinheit, die Fensterheber und einen eventuellen Heckrolloantrieb zuordnen. Im dritten Fall kommt beispielsweise die Zuordnung der Fensterheber, eines Antennenantriebs, eines Peilstabantriebs, einer Außenspiegelverstelleinheit, der Innenlichteinheit und des Schiebehebedach-Stellelementes zum Bedienschalter in Betracht. In jedem dieser drei Beispiele kann der Benutzer zudem nach seiner freien Wahl diejenigen Funktionsstellungen der von ihm zur Ansteuerung über den Bedienschalter ausgewählten Funktionselemente vorgeben, die von den angesteuerten Funktionselementen bei Bedienschalterbetätigung eingenommen werden sollen. Besonders einfach realisierbar sind derartige Bedienschalterkonfigurationen in Fahrzeugen mit vernetzer Fahrzeugelektronik.

Die Einstelleinrichtung nach Anspruch 2 koppelt die Ansteuerung bestimmter Funktionselemente an zugeordnete Fahrzeugzustandsbedingungen an und blockiert die Ansteuerung, wenn diese Bedingungen momentan nicht vorliegen. So kann beispielsweise das Einklappen des Außenspiegels aufgrund unbeabsichtigter Betätigung des Bedienschalters während der Fahrt verhindert werden, indem dieses Einklappen an die Bedingung geknüpft wird, daß die Fahrzeuggeschwindigkeit gleich oder nahezu null ist.

In Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 3 dient der Bedienschalter zusätzlich als Bedienelement zum Abspeichern der momentanen Funktionsstellungen der ausgewählten Funktionselemente als diejenigen Funktionsstellungen, die bei normaler Bedienschalter-betätigung von den angesteuerten Funktionselementen eingenommen werden sollen. Dies erspart eine separate Speichertaste.

Eine Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 4 ist für Fälle zweckmäßig, bei denen bestimmte, vom Benutzer vorgenommene Vorgaben bezüglich der über den Bedienschalter ansteuerbaren Funktionselemente und/oder der von diesen einzunehmenden Funktionsstellungen zu kollidierenden Funktionsaktivierungen oder zu anderweitig unerwünschten Betriebszuständen führen würde. Letzteres wird dadurch verhindert, daß die Einstelleinrichtung solche Kombinationen als unzulässig erkennt und deren Ausführung blockiert. Dabei wird der Einstelleinrichtung anfänglich die Aufteilung in zulässige und unzulässige Kombinationen mitgeteilt. Beispielsweise kann so bei Bedarf verhindert werden, daß gleichzeitig das Radio angestellt und die Antenne eingefahren wird oder daß die Innenraumheizung aktiviert und gleichzeitig alle Seitenfenster geöffnet werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Die einzige Figur zeigt ein Blockdiagramm einer Einstelleinrichtung für ein Kraftfahrzeug mit drei möglichen Bedienschalterkonfigurationen.

In der Figur sind drei mögliche, vom Benutzer frei festgelegte Konfigurationen für einen Bedienschalter (K1, K2, K3) einer in einem Kraftfahrzeug vorgesehenen Einstelleinrichtung für mehrere Funktionselemente veranschaulicht, und zwar eine erste Konfiguration als Tunnel-Schalter (K1), eine zweite Konfiguration als Hitzestau-Schalter (K2) und eine dritte Konfiguration als Waschgaragen-Schalter (K3). Der Bedienschalter kann beispielsweise in nicht näher gezeigter Weise neben herkömmlichen Bedienschaltern im Mittelkonsolenbereich des Kraftfahrzeugs als Wippenschalter realisiert sein. Er kann vom Benutzer frei hinsichtlich einer Ansteuerung von einem oder mehreren Funktionselementen einer Funktionselementengesamtheit programmiert werden, die sich aus sämtlichen, im Fahrzeug vorhandenen und einzeln über jeweils zugehörige Bedienschalter in verschiedene Funktionsstellungen steuerbare Funktionselemente zusammensetzt. Wie in der Figur gezeigt, sind in die drei obigen Bedienschalterkonfigurationen folgende Funktionselemente einbezogen: Jeweils ein Fensterheber (1, 2, 3, 4) für die hintere linke (HL), die vordere linke (VL), die vordere rechte (VR) und die hintere rechte Fahrzeugtür (HR), ein Schiebehebedachantrieb (5), ein Antennen-Stellglied (6), Stellglieder für Peilstäbe (7), ein Außenspiegel-Stellglied (8), eine erste Innenlichteinheit (9), eine Abblendlichteinheit (10), eine Einheit, die die Zuluft über ein Aktivkohlefilter (11) zur Filterung zugeführter Luft führt, ein Radio-/Kassettenteil (12), eine zweite Innenlichteinheit (13), eine Klimaanlage (14), ein Gebläse (15) sowie ein Heckrollo- Stellglied (16). Sämtliche Funktionselemente (1 bis 16) sind wie gesagt vom Benutzer einzeln über herkömmliche Bedienschaltelemente betätigbar.

Während des Fahrzeugbetriebs treten typischerweise Situationen auf, welche zur Situationsanpassung des Fahrzeugs die Aktivierung mehrerer dieser Funktionselemente erforderlich oder wünschenswert machen. So ist es bei einer Tunnelfahrt wünschenswert, daß alle Fenster sowie das Schiebedach geschlossen und der Aktivkohlefilter sowie das Abblendlicht angeschaltet sind, der Radio-/Kassettenteil nicht auf Radiobetrieb eingestellt und das Innenlicht gedimmt angeschaltet ist. Bei Ansteuerung der entsprechenden Funktionselemente über die einzelnen Bedienschalter wären zur Einstellung dieses Fahrzeugzustands folglich seriell acht unterschiedlich angeordnete Bedienschalter zu betätigen. Mit Hilfe des frei konfigurierbaren Bedienschalters in der Tunnel-Schalter-Konfiguration (K1) läßt sich dieses Ziel allein durch die Betätigung dieses zuvor geeignet als Tunnel-Schalter (K1) programmierten Bedienschalters erreichen.

Diese Bedienschalterprogrammierung erfolgt dadurch, daß der Bedienschalter zunächst in eine Abfragestellung, z. B. realisiert durch kurzes Antippen, gebracht wird, in der die momentan gespeicherte Funktionalität, d. h. welche Funktionselemente von ihm gegenwärtig ansteuerbar sind und in welche Funktionsstellung dies jeweils erfolgt, angezeigt wird, z. B. auf einem Display eines Kombiinstrumentes. Über das Kombiinstrument lassen sich dann in gewünschter Weise weitere Funktionselemente zur Ansteuerung durch den multifunktionalen, frei konfigurierbaren Bedienschalter auswählen oder umgekehrt ein ausgewähltes Funktionselement wieder von der Ansteuerung durch diesen Bedienschalter abkoppeln. Nachdem solchermaßen die dem Bedienschalter in der gewünschten Funktionalität, z. B. der Tunnelfahrt-Funktion, zugeordneten Funktionselemente durch den Benutzer ausgewählt wurden, bringt der Benutzer diese ausgewählten Funktionselemente z. B. für die die Tunnelfahrt-Funktion die oben genannten Funktionselemente (1 bis 4, 10 bis 13), einmalig über ihre zugehörigen, konventionellen Bedienschalter in jeweils diejenige Funktionsstellung, die für die geforderte Funktionalität gewünscht ist, d. h. in Tunnelfahrt-Funktion werden alle Fenster sowie das Schiebehebedach geschlossen, Abblendlicht und Aktivkohlefilter angeschaltet, Radiobetrieb deaktiviert und Innenlicht gedimmt angeschaltet. Dann betätigt der Benutzer den multifunktionalen Bedienschalter in einer Speicher- bzw. Lernstellung, z. B. durch Wippen nach oben und Halten über eine vorgegebene Zeitspanne, um diese Funktionsstellungen abzuspeichern. Diese Speicher- bzw. Lernphase für den Bedienschalter wird dem Benutzer optisch, z. B. über eine LED im Bedienschalter selbst oder eine entsprechende Anzeige im Kombidisplay, angezeigt. Sobald die Lernphase abgeschlossen ist, erlischt die optische Anzeige, und der Benutzer kann den Bedienschalter wieder loslassen. Die gewünschte Funktionalität ist nun in der Einstelleinrichtung abgespeichert.

Sobald der Benutzer den als Tunnel-Schalter (K1) konfigurierten Bedienschalter in seine Ansteuerstellung betätigt, z. B. bei der Wippschalterrealisierung durch Wippen nach unten, werden gleichzeitig die ausgewählten Funktionselemente in die abgespeicherten Funktionsstellungen gesteuert, wie mit den durchgezogenen Linien in der Figur angedeutet. Fährt das Fahrzeug in einen Tunnel ein, braucht der Fahrer folglich nur den als Tunnel-Schalter (K1) programmierten Bedienschalter und keine acht einzelnen Bedienschalter zu betätigen, um das Fahrzeug in den gewünschten Tunnelfahrt-Zustand zu bringen. Dies stellt einen wesentlich erhöhten Bedienungskomfort dar, und der Fahrer wird nicht durch eine lästige Betätigung vieler Bedienschalter vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Es versteht sich, daß die Einstelleinrichtung zur Speicherung der vom Bedienschalter jeweils anzusteuernden Funktionselemente und der von diesen jeweils einzunehmenden Funktionsstellungen sowie zur Ansteuerung der Funktionselemente auf eine entsprechende Betätigung des Bedienschalters hin geeignete Rechner- und Steuergeräteeinheiten beinhaltet, die herkömmlicher Art sind und daher hier keiner näheren Beschreibung bedürfen. Ermöglicht wird die variable Ansteuerbarkeit einer Mehrzahl von Funktionselementen aus der Funktionselementegesamtheit (1 bis 16) weiter dadurch, daß das Kraftfahrzeug über eine nicht gezeigte, herkömmliche Elektronik- und Steuergerätevernetzung, z. B. einen CAN-Bus, verfügt. Eine offene Systemarchitektur erlaubt die Verknüpfung unterschiedlichster Funktionselemente mit dem multifunktionellen Bedienschalter entsprechend dem Benutzerwunsch. Bevorzugt wird der Einstelleinrichtung dabei vorab eine Information über zulässige und unzulässige Kombinationen von Funktionselementen und deren Funktionsstellungen für die gemeinsame Ansteuerung über den Bedienschalter eingegeben, um zu verhindern, daß fehlerhafte Programmiervorgänge durch den Benutzer zu unzweckmäßigen Kombinationen von Funktionsstellungen gewisser Funktionselemente führen.

Neben der oben beschriebenen Tunnelfahrt-Funktionalität (K1) sind in der Figur beispielhaft zwei weitere zweckmäßige Konfigurationsmöglichkeiten für den Bedienschalter dargestellt. Als Hitzestau-Schalter (K2) konfiguriert steuert der Bedienschalter, wie in der Figur mit den gestrichelten Linien gezeigt, alle Fensterheber (1 bis 4), das Schiebehebedach (5), die Klimaanlage (14), das Gebläse (15) und das Heckrollo (16) an. Die zugehörigen Funktionsstellungen sind so gewählt, daß dem Hitzestau entgegengewirkt wird, d. h. bei Betätigung des als Hitzestau- Schalter (K2) konfigurierten Bedienschalters werden alle Fenster sowie das Schiebehebedach geöffnet, die Klimaanlage auf voll kühlen und das Gebläse auf maximale Lüftung gestellt sowie das Heckrollo (16) heruntergelassen.

Als dritter gezeigter Fall ist der Bedienschalter als Waschgaragen-Schalter (K3) konfiguriert, wobei er, wie in der Figur punktiert dargestellt, alle Fensterheber (1 bis 4), die Antenne (6), die Peilstäbe (7), den Außenspiegel (8), die erste Innenlichteinheit (9) und das Schiebehebedach (5) ansteuert. Zur Erzielung des für die Waschgaragen-Funktion gewünschten Fahrzeugzustands sind die Funktionsstellungen dieser Funktionselemente (1 bis 9) so gewählt, daß bei Betätigung des Bedienschalters als Waschgaragen-Schalter (K3) alle Fenster sowie das Schiebehebedach geschlossen, die Antenne und die Peilstäbe eingefahren, der Außenspiegel eingeklappt und das Innenlicht gedimmt angeschaltet werden.

Ersichtlich erhöht sich auch in diesen weiteren Bedienschalterfunktionalitäten der Bedienkomfort beträchtlich, da bei der Hitzestau-Funktion wiederum acht und bei der Waschgaragen-Funktion sogar neun Funktionselemente gemeinsam über den programmierten Bedienschalter angesteuert werden können. Wenn gewünscht ist, daß der Benutzer zwei oder mehr Funktionalitäten im Fahrzeug parallel zur Verfügung hat, ohne jeweils den Bedienschalter neu programmieren zu müssen, können selbstverständlich eine entsprechende Anzahl derartiger, multifunktionaler und frei konfigurierbarer Bedienschalter vorgesehen sein. Alternativ dazu ist es auch möglich, denselben Bedienschalter mit verschiedenen Funktionalitäten zu belegen, unter denen der Benutzer durch zyklisches Abrufen derselben die von ihm jeweils aktuell gewünschte Funktionalität, z. B. Tunnelfahrt oder Hitzestau oder Waschgarage, auswählen kann.

Die Einstelleinrichtung sieht darüber hinaus eine Verknüpfung der Ansteuerung von sicherheitsrelevanten Funktionsstellungen der Funktionselemente mit zusätzlichen, den momentanen Fahrzeugzustand repräsentierenden Eingangsparametern vor und verhindert dadurch, daß die betreffende Funktion bei einer unbeabsichtigten Betätigung des Bedienschalters ausgeführt wird, was andernfalls eventuell sicherheitsgefährdend sein könnte. So knüpft die Einstelleinrichtung beispielsweise das über die Betätigung des multifunktionalen Bedienschalters angeforderte Einklappen des Außenspiegels an die Bedingung, daß die momentane Fahrzeuggeschwindigkeit gleich oder jedenfalls nahe bei null ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Einstelleinrichtung mit wenigstens einem Bedienschalter in einem Fahrzeug, über den mehrere, jeweils in unterschiedliche Funktionsstellungen steuerbare Funktionselemente gleichzeitig in eine jeweilige, benutzerseitig variabel vorgebbare Funktionsstellung steuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. die von dem wenigstens einem Bedienschalter (K1; K2; K3) ansteuerbaren Funktionselemente benutzerseitig variabel aus einer Funktionselementegesamtheit (1 bis 16) unter Bildung jeweils einer von mehreren möglichen Bedienschalterkonfigurationen auswählbar sind, zu denen wenigstens eine Tunnel-Schalterkonfiguration (K1) und/oder eine Hitzestau-Schalterkonfiguration (K2) und/oder eine Waschgaragen-Schalterkonfiguration (K3) gehört.
  2. 2. Einstelleinrichtung mit wenigstens einem Bedienschalter in einem Fahrzeug, über den mehrere, jeweils in unterschiedliche Funktionsstellungen steuerbare Funktionselemente gleichzeitig in eine jeweilige, benutzerseitig variabel vorgebbare Funktionsstellung steuerbar sind, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die von dem wenigstens einem Bedienschalter (K1; K2; K3) ansteuerbaren Funktionselemente benutzerseitig variabel aus einer Funktionselementegesamtheit (1 bis 16) unter Bildung jeweils einer von mehreren möglichen Bedienschalterkonfigurationen auswählbar sind und
    2. - sie die Ansteuerung bestimmter Funktionselemente nach Betätigung des jeweiligen Bedienschalters (K1; K2; K3) blockiert, wenn der oder die Momentanwerte einer oder mehrerer erfaßter Fahrzeugzustandsgrößen außerhalb eines vorgegebenen zulässigen Bereichs liegen.
  3. 3. Einstelleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, weiter dadurch gekennzeichnet, daß über den jeweiligen Bedienschalter (K1; K2; K3) zusätzlich eine Speicherfunktion aktivierbar ist, in welcher die momentanen Funktionsstellungen derjenigen Funktionselemente, die als über den jeweiligen Bedienschalter gleichzeitig ansteuerbar ausgewählt sind, als die über den jeweiligen Bedienschalter gleichzeitig einstellbaren Funktionsstellungen abgespeichert werden.
  4. 4. Einstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, weiter dadurch gekennzeichnet, daß in ihr die möglichen Kombinationen von für den jeweiligen Bedienschalter (K1; K2; K3) ausgewählten Funktionselementen und/oder über den jeweiligen Bedienschalter einstellbaren Funktionsstellungen der ausgewählten Funktionselemente in zulässige und unzulässige Kombinationen aufgeteilt sind und sie die Aktivierung unzulässiger Kombinationen blockiert.






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