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Dokumentenidentifikation DE19535353C2 21.06.2000
Titel Funkempfangsgerät und Verfahren zum Betreiben eines Funkempfangsgerätes
Anmelder Fujitsu Ltd., Kawasaki, Kanagawa, JP
Erfinder Taki, Yoshihiko, Sendai, Miyagi, JP;
Oide, Kenichi, Kawasaki, Kanagawa, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Anmeldedatum 22.09.1995
DE-Aktenzeichen 19535353
Offenlegungstag 27.06.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse H04B 1/74
IPC-Nebenklasse H04B 1/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Funkempfangsgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 und ein Verfahren zum Betreiben eines Funkempfangsgerätes. Ein Funkempfangsgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 ist bekannt aus EP 104 486 A2.

Die Fig. 12 zeigt ein Blockschaltbild zum Darstellen einer Struktur eines Funkempfangsgeräts, das aus dem Stand der Technik bekannt ist. Wie in Fig. 12 gezeigt ist, enthält eine aktive Leitung 100 einen Demodulator 200, einen Transversal- Entzerrer (TRV) 300 und eine Empfangssignalgleichlauf- Fehlerhäufigkeits-Überwachungseinheit 400. Eine Reserveleitung 100b enthält einen Demodulator 200b, einen Transversal-Entzerrer (TRV) 300b und eine Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400b in Redundanz zu den obigen Teilen.

Ein Fehlerfrei-Schalter 500 ist an einer Ausgangsseite der Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 (400b) vorgesehen. Ferner ist auch ein Leitungs-Schaltsteuergerät 600 an der Ausgangsseite der Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 (400b) vorgesehen.

Der Demodulator 200 (200b) demoduliert ein in einem ZF-Band (einem Zwischenfrequenzband) empfangenes Signal und gibt ein Basisbandsignal an den Transversal-Entzerrer 300 (300b) ab. Der Transversal-Entzerrer 300 (300b) entzerrt das empfangene Signal im Basisband, das von dem Demodulator 200 (200b) in einem Zeitbereich demoduliert wurde.

Die Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 (400b) überwacht eine Fehlerhäufigkeit des empfangenen Signals, das durch den Transversal-Entzerrer 300 (300b) entzerrt wurde, und gibt ein Signal aus, das einer Korrektur im Hinblick auf einen Fehler unterzogen wurde, beispielsweise den fehlenden Gleichlauf (Synchronismus) zwischen dem empfangenen Signal und dem Fehlerfrei-Schalter 500, neben der überdies erfolgenden Ausgabe eines Umfangs der Fehlerkorrektur (einer Fehlerhäufigkeit) als Fehlerhäufigkeitsüberwachungsinformation an das Leitungs-Schaltsteuergerät 600. Als eine Möglichkeit zum Überwachen einer Fehlerhäufigkeit besteht eine Fehlerhäufigkeits-Überwachung durch einen Paritätskoeffizienten, eine Überwachung einer Fehlerhäufigkeit unter Gebrauch eines Fehlerkorrekturbits sowie ein FEC, usw.

Der Fehlerfrei-Schalter 500 führt eine Schaltung zwischen der aktiven Leitung 100 und der Reserveleitung 100b auf der Grundlage eines Befehls des Leitungs-Schaltsteuergeräts 600 durch. Das Leitungs-Schaltsteuergerät 600 beurteilt, ob es erforderlich ist, die Übertragungsleitung von der aktiven Leitung 100 auf die Reserveleitung 100b auf der Grundlage der Fehlerhäufigkeits-Überwachungsinformation der Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 (400b) durchzuführen. Wenn ein Schalten erforderlich ist, sendet das Leitungs- Schaltsteuergerät 600 ein Schaltsignal zu dem Fehlerfrei- Schalter 500, damit ein Schalten zwischen der aktiven Leitung 100 und der Reserveleitung 100b gesteuert wird.

In dem aus dem Stand der Technik bekannten Funkempfangsgerät mit der obigen Struktur überwacht die Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 eine Fehlerrate des durch den Transversal-Entzerrer 300 entzerrten empfangenen Signals durch einen Paritätskoeffizienten eines Paritätsbits oder durch Einsatz eines Fehlerkorrekturbits sowie ein FEC, und die erhaltene Fehlerhäufigkeits-Überwachungsinformation wird zu der Leitungs-Schaltsteuereinheit 600 gesendet.

Das Leitungs-Schaltsteuergerät 600 beurteilt, ob es erforderlich ist, von der aktiven Leitung 100 zu der Reserveleitung 100b auf der Grundlage der Fehlerhäufigkeitsinformation umzuschalten. Praktisch wird beurteilt, ob eine Bitfehlerrate (BER, bit error rate) der Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 einem gewünschten Wert ausreichend nahe ist oder nicht (allgemein beträgt dieser Wert ungefähr 1 × 10-7 oder weniger).

Weist die Bitfehlerhäufigkeit einen solchen Anzeigewert auf, daß ein Abgriffkoeffizient des Transversal-Entzerrers 300 überläuft, damit die aktive Leitung 100 getrennt wird (im allgemeinen ungefähr von 1 × 10-7 bis 1 × 10-3), so gibt das Leitungs-Schaltsteuergerät 600 ein Stromkreis-Schaltsignal an den Fehlerfrei-Schalter 500 ab, wodurch der Fehlerfrei- Schalter 500 von der aktiven Leitung 100 auf die Reserveleitung 100b umschaltet.

Wie oben erläutert, wird bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Funkempfangsgerät der Stromkreis von der aktiven Leitung 100 auf die Reserveleitung 100b umgeschaltet, bevor die aktive Leitung 100 plötzlich unbrauchbar und abgetrennt wird.

Tritt ein selektives Abklingen, das räumlich hinzugefügt ist, in den Daten des empfangenen Signals in dem oben beschriebenen Funkempfangsgerät gemäß dem Stand der Technik auf, aufgrund einer Zunahme der Anzahl der Abgriffe in dem neuesten Transversal-Entzerrern 300 (300b) oder einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Entzerrung oder der Technik der Entzerrung des Entzerrers, beispielsweise einem Entscheidungsrückführentzerrer (DFE, decision feedback equalizer), so weisen die Daten, die ausgehend von dem Transversal-Entzerrer 300 (300b) an die Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 (400b) eingegeben werden, eine Übertragungsqualität auf, die sich stark von derjenigen der Daten unterscheidet, die ausgehend von dem Demodulator 200 (200b) an dem Transversal-Entzerrer 300 (300b) eingegeben werden.

Werden Daten, die durch den Transversal-Entzerrer 300 (300b) entzerrt wurden und deren Übertragungsverzerrung in einem gewissen Umfang kompensiert wurde, durch die Empfangssignalgleichlauf-Fehlerhäufigkeits- Überwachungseinheit 400 (400b) wie zuvor beschrieben überwacht, so kann der Fall auftreten, daß keine Anzeige der Schaltungsfehlfunktion auftritt, bis Daten eingegeben werden, die die Entzerrungskapazität des Transversal-Entzerrers 300 (300b) übersteigen und ein Abgriffkoeffizient in dem Transversal-Entzerrer 300 (300b) demnach überläuft.

Nimmt eine Verzerrung, beispielsweise ein Abklingen des empfangenen Signals, zu, so kann der Fall auftreten, daß der Trägergleichlauf abrupt verloren geht, ohne daß ein Wert zum Anzeigen eines Fehlfunktion der Leitung (ungefähr von 1 × 10-3 bis 10-7) auftritt, und zwar ausgehend von einem Zustand, in dem die Bitfehlerhäufigkeit der Empfangsignalgleichlauf- Fehlerhäufigkeits-Überwachungseinheit 400 (400b) einem Wert entspricht, der ausreichend einem gewünschten Zustand entspricht (ungefähr 1 × 10-7 oder weniger), und die Leitung ist gestört (hit), bevor das Leitungs-Schaltsteuergerät 600 die Leitung umschaltet.

Aus DE 32 32 668 ist ein Übertragungssystem bekannt, bei dem mehrere Übertragungskanäle vorgesehen sind, sowie Überwachungs- und Umschalteinrichtungen, die bei Störungen in einem Übertragungskanal eine Ersatzschaltung anschalten.

Aufgabe dieser Erfindung ist die Schaffung eines Funkempfangsgeräts und eines Verfahrens zum Betreiben eines Funkempfangsgerätes, bei dem eine Fehlfunktion einer Empfangsschaltung frühzeitig erkannt wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, wie in den Ansprüchen 1 und 7 angegeben.

Gemäß dieser Erfindung ist es möglich, das Empfangssystem vorab von dem aktiven Empfangssystem zu dem Reserveempfangssystem umzuschalten, wodurch eine Störhäufigkeit des Empfangssystems selbst dann erheblich reduziert werden kann, wenn in diesem ein hochleistungsfähiger Entzerrer eingesetzt wird.

Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen unter Bezug auf die beiliegende Zeichnung; es zeigen:

Fig. 1 ein Blockschaltbild zum Darstellen eines Aspekts dieser Erfindung;

Fig. 2 ein Blockschaltbild eines Funkempfangsgeräts gemäß einer ersten Ausführungsform dieser Erfindung;

Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Transversal-Entzerrers gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 4 ein Blockschaltbild eines Transversal-Filters gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Akkumulierschaltung gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 6 ein Blockschaltbild einer Alarmsignal- Detektoreinheit gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 7 ein Blockschaltbild einer Abgriff- Überwachungsschaltung und einer Abgriffkoeffizienten-Vergleichsschaltung gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 8 ein Zeitablaufdiagramm, welches den Betrieb der Abgriff-Überwachungsschaltung und einer Abgriffkoeffizienten-Vergleichsschaltung gemäß der ersten Ausführungsform veranschaulicht;

Fig. 9 ein Blockschaltbild eines wesentlichen Teils eines Funkempfangsgeräts gemäß einer zweiten Ausführungsform dieser Erfindung;

Fig. 10 ein Blockschaltbild einer Abgriff- Überwachungsschaltung und einer Abgriffkoeffizienten-Vergleichsschaltung gemäß der zweiten Ausführungsform;

Fig. 11 ein Zeitablaufdiagramm zum Darstellen des Betriebs der Abgriff-Überwachungsschaltung und der Abgriffkoeffizienten-Vergleichsschaltung gemäß der zweiten Ausführungsform; und

Fig. 12 ein Blockschaltbild eines allgemeinen Funkempfangsgeräts.

Nun erfolgt die Beschreibung eines Aspekts dieser Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung.

Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild zum Darstellen des Aspekts dieser Erfindung. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, kennzeichnet das Bezugszeichen 1 ein aktives Empfangssystem und 2 kennzeichnet ein Reserveempfangssystem, und 3 und 4 kennzeichnen Entzerrer. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, ist der Entzerrer 3 in dem aktiven Empfangssystem 1 vorgesehen, während der Entzerrer 4 in dem Reserveempfangssystem 2 vorgesehen ist. Das Bezugszeichen 5 kennzeichnet einen Wechselschalter zum Durchführen eines Schaltens zwischen dem aktiven Empfangssytem 1 und dem Reserveempfangssystem 2, das Bezugszeichen 6 kennzeichnet eine Alarmvorhersageinformation- Detektorvorrichtung und 7 kennzeichnet eine Schaltsteuervorrichtung.

Die Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 erfaßt Alarmvorhersageinformation in jedem der Entzerrer 3 und 4. Die Schaltsteuervorrichtung 7 steuert eine Schaltbedingung für den Wechselschalter 5 auf der Grundlage der Alarmvorhersageinformation, die von der Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 erfaßt wird.

Bei dem oben erläuterten Funkempfangsgerät dieser Erfindung erfaßt die Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 die Alarmvorhersageinformation in jedem der Entzerrer 3 und 4, und die Schaltsteuervorrichtung 7 steuert eine Schaltbedingung für den Wechselschalter 5 auf der Grundlage der Alarmvorhersageinformation, die von der Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 erfaßt wird. Es ist demnach möglich, von dem aktiven Empfangssystem 1 auf das Reserveempfangssystem 2 zu schalten, bevor eine Fehlfunktion in dem aktiven Empfangssystem 1 auftritt.

Gemäß dem oben erläuterten Funkempfangssystem dieser Erfindung ist es möglich, eine Störrate des Empfangssystems selbst dann erheblich zu reduzieren, wenn ein hochleistungsfähiger Entzerrer in diesem Funkempfangsgerät eingesetzt wird.

Die oben erwähnte Schaltsteuervorrichtung 7 enthält eine Schaltreferenzinformation-Einstelleinheit zum Einstellen der Schaltreferenzinformation, eine Vergleichseinheit und eine Steuereinheit. In diesem Fall vergleich die Vergleichseinheit die von der Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 erfaßte Alarmvorhersageinformation mit der durch die Schaltreferenzinformation-Einstelleinheit eingestellten Schaltreferenzinformation, und die Steuereinheit steuert eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage eines Vergleichsergebnisses der Vergleichseinheit.

In der Schaltsteuervorrichtung 7 kann die Vergleichseinheit ds Erfassen der Alarmvorhersagevorrichtung durch die Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 mit der durch die Schaltreferenzinformation-Einstelleinheit eingestellten Schaltreferenzinformation vergleichen, und die Steuereinheit kann eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage eines Vergleichsergebnisses der Vergleichseinheit steuern.

Gemäß dem oben beschriebenen Funkempfangssystem ist es möglich, eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 mit einfacher Struktur sicher zu steuern.

Die obige Schaltreferenzinformation-Einstelleinheit ist so konfiguriert, daß sie in der Lage ist, eine Alarmaktivier- Schaltreferenzinformation und eine Alarmlösch- Schaltreferenzinformation einzustellen, und sie enthält eine Schalteinheit. In diesem Fall wählt die Schalteinheit die Alarmaktivier-Schaltreferenzinformation so lange, bis die durch die Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 erfaßte Alarmvorhersageinformation die Alarmaktivier- Schaltreferenzinformation übersteigt, setzt die Alarmlösch- Schaltreferenzinformation, wenn die Alarmvorhersageinformation die Alarmaktivier- Schaltreferenzinformation übersteigt und schaltet wieder auf die Alarmaktivier-Referenzinformation, wenn die Alarmvorhersageinformation unter die Alarmlösch- Schaltreferenzinformation abfällt.

Bei der oben beschriebenen Schaltreferenzinformation- Einstelleinheit wird die Alarmaktivier- Schaltreferenzinformation als die Schaltreferenzinformation durch die Schalteinheit gewählt, bis die durch die Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung 6 erfaßte Alarmvorhersageinformation die Alarmaktivier- Schaltreferenzinformation übersteigt, und der Alarm wird aktiviert, wenn die Alarmvorhersageinformation die Alarmaktivier-Schaltreferenzinformation übersteigt. Entsprechend stellt die Schalteinheit die Alarmlösch- Referenzinformation als die Schaltreferenzinformation ein. Wenn die Alarmvorhersageinformation unter die Alarmlösch- Referenzinformation abfällt, so schaltet die Schalteinheit wieder die Schaltreferenzinformation zu der Alarmaktivier- Schaltreferenzinformation, so daß der aktivierte Alarm gelöscht wird.

Gemäß dem obigen Funkempfangsgerät gemäß dieser Erfindung ist es möglich, ein Schalten zwischen dem aktiven Empfangssystem 1 und dem Reserveempfangssystem 2 sicher durchzuführen.

In dem obigen Fall wird die Alarmaktivier- Schaltreferenzinformation auf einen Pegel eingestellt, der gleich oder größer als die Alarmlösch-Referenzinformation ist, wodurch ein Regelschwingen bei einem Schalten zwischen dem aktiven Empfangssystem 1 und dem Reserveempfangssystem 2 wirksam vermieden werden kann. In der Praxis ist die obige Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung als eine Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung zum Erfassen der Abgriffkoeffizienten in jedem der Entzerrer 3 und 4 aufgebaut. Die Schaltsteuervorrichtung ist so aufgebaut, daß sie eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage der durch die Abgriffkoeffizienten- Detektorvorrichtung erfaßten Abgriffkoeffizienten steuert.

Wie oben erwähnt, ist es möglich, die Abgriffkoeffizienten der Entzerrer 3 und 4 durch die Abgriffkoeffizienten- Detektorvorrichtung zu erfassen und eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 durch die Schaltsteuervorrichtung 7 auf der Grundlage der durch die Abgriffkoeffizienten- Detektorvorrichtung erfaßten Abgriffkoeffizienten zu steuern.

Gemäß dem Sendeempfangsgerät dieser Erfindung ist es möglich, die Abgriffkoeffizienten der Entzerrer 3 und 4 einfach als Alarmvorhersageinformation zu erfassen und eine genauere Alarmvorhersageinformation zu erhalten.

Die obige Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung ist mit einer Auswahlvorrichtung aufgebaut, zum Auswählen der Abgriffkoeffizienten, die von den Entzerrern 3 oder 4 erhalten wurden, und einer Abgriffkoeffizienten- Auswahlsteuereinheit zum Steuern der Auswahl der Abgriffkoeffizienten durch die Auswahlvorrichtung. Die Schaltsteuervorrichtung 7 ist aufgebaut mit einer Schaltreferenzpegel-Einstelleinheit, einer Schaltreferenzpegel-Einstelleinheit, einer Vergleichseinheit zum Vergleichen eines Ausgangssignals der Auswahlvorrichtung in der Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung mit einem Schaltreferenzpegel, der durch die Schaltreferenzpegel- Einstelleinheit eingestellt wird, und eine Steuereinheit zum Steuern einer Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage eine Vergleichsergebnisses der Vergleichseinheit. Hierbei ist die obige Abgriffkoeffizienten- Auswahlsteuereinheit so aufgebaut, daß die Abgriffkoeffizienten, die ausgewählt wurden, als das Auswahlsignal der Auswahlvorrichtung den Schaltreferenzpegel überstieg, fortlaufend ausgegeben wurden.

Es ist demnach möglich, daß die Auswahlvorrichtung die Abgriffkoeffizienten, die von den Entzerrern 3 oder 4 erhalten wurden, auswählt, und die Abgriffkoeffizienten- Auswahlsteuereinheit steuert die Auswahl der Abgriffkoeffizienten durch die Auswahlvorrichtung. Gleichzeitig ist es möglich, daß die Vergleichseinheit ein Auswahlsignal der Auswahlvorrichtung in der obigen Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung mit einem Schaltreferenzpegel vergleicht, der durch die Schaltreferenzpegel-Einstelleinheit eingestellt wird, und die Steuereinheit steuert eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage eines Vergleichsergebnisses der Vergleichseinheit.

Die obige Abgriffkoeffizienten-Auswahleinheit steuert die Auswahlvorrichtung so, daß der Abgriffkoeffizient ausgegeben wird, der von der Auswahlvorrichtung beim Überschreiten des Schalterreferenzpegels ausgewählt wurde.

Gemäß dem Funkempfangsgerät dieser Erfindung ist es demnach möglich, einen Schaltvorgang zwischen dem aktiven Empfangssystem 1 und dem Reserveempfangssystem 2 mit einer einfachen Struktur durchzuführen.

Die obige Alarmvorhersageinformation-Detektorvorrichtung kann als eine Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung zum gleichzeitigen Detektieren mehrerer Abgriffkoeffizienten der Entzerrer 3 und 4 aufgebaut sein. In diesem Fall ist die Schaltsteuervorrichtung 7 so aufgebaut, daß eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage der mehreren Abgriffkoeffizienten gesteuert wird, die durch die Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung erfaßt werden.

Es ist demnach möglich, eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage mehrerer Abgriffkoeffizienten zu steuern, die von der Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung erfaßt werden.

Gemäß dem Funkempfangsgerät dieser Erfindung ist es demnach möglich, den Wechselschalter 5 auf der Grundlage einer genaueren Alarmvorhersgeinformation zu schalten.

Die obige Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung kann mehrere Auswahlvorrichtungen enthalten, sowie eine Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit zum Steuern der Auswahl der Abgriffkoeffizienten durch die Auswahlvorrichtungen, so daß die mehreren Abgriffkoeffizienten der Entzerrer 3 und 4 gleichzeitig erfaßt werden. In diesem Fall enthält die Schaltsteuervorrichtung 7 eine Schaltreferenzpegel- Einstelleinheit, eine Vergleichseinheit zum Vergleichen eines Ausgangssignals von jeder der Auswahlvorrichtungen der Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung mit einem Schaltreferenzpegel, der durch die Schaltreferenzpegel- Einstelleinheit eingestellt wird, und eine Steuereinheit zum Steuern einer Schaltbedingung des Wechselschalters auf der Grundlage des Vergleichsergebnisses der Vergleichseinheit.

In dem obigen Fall erfolgt eine Steuerung in der Abgriffkoeffizientenauswahl-Steuereinheit derart, daß Abgriffkoeffizienten fortlaufend ausgegeben werden, die ausgewählt wurden, als ein Ausgangssignal der Auswahlvorrichtung den Schaltreferenzpegel überschritt.

In der Schaltsteuereinheit 7 kann die Vergleichseinheit ein Ausgangssignal von jeder der Auswahlvorrichtungen in der Abgriffskoeffizienten-Detektorvorrichtung mit einem Schaltreferenzpegel vergleichen, der durch die Schaltreferenzpegel-Einstelleinheit eingestellt wurde, und die Steuereinheit kann eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 auf der Grundlage eines Vergleichsergebnisses der Vergleichseinheit so steuern, daß ein Umschalten der Schaltung zwischen dem aktiven Empfangssystem 1 und dem Reserveempfangssystem 2 erfolgt.

Im obigen Fall erfolgt die Steuerung der Abgriffkoeffizienten-Steuereinheit derart, daß diejenigen Abgriffkoeffizienten fortlaufend ausgegeben werden, die ausgewählt wurden, als ein Ausgangssignal der Auswahlvorrichtung den Schaltreferenzpegel überschritt.

Gemäß dem Funkempfangssystem dieser Erfindung ist es möglich, die Schaltung sicher zwischen dem aktiven Empfangssystem 1 und dem Reserveempfangssystem 2 mit einer extrem einfachen Struktur umzuschalten.

In der Praxis ist die obige Schaltreferenzinformation- Einstelleinheit so aufgebaut, daß sie in der Lage ist, mehrere Schaltreferenzpegel einzustellen. Zur gleichen Zeit weist die obige Vergleichseinheit mehrere Komparatoren zum Vergleichen der Ausgangssignale der Auswahlvorrichtungen jeweils mit erforderlichen Wechselreferenzpegeln auf, und eine UND-Schaltung zum Erhalten einer UND-Verknüpfung der Vergleichsergebnisse der Vergleichseinheiten.

Es ist demnach möglich, daß jeder der Komparatoren den geforderten Schaltreferenzpegel, der durch die Schaltreferenzpegel-Einstelleinheit eingestellt wird, mit einem Ausgangssignal der entsprechenden Auswahlvorrichtung in der Abgriffkoeffizienten-Detektorvorrichtung vergleicht, und die UND-Schaltung erhält eine UND-Verknüpfung der Vergleichsergebnisse der Komparatoren, zum Erfassen der Alarmvorhersageinformation.

Gemäß dem Funkempfangsgerät dieser Erfindung ist es möglich, das oben erwähnte Funkempfangsgerät extrem leicht mit einer einfachen Struktur zu realisieren.

Insbesondere bei einem Empfangssystem-Schaltsteuerverfahren, das in dem Funkempfangsgerät gemäß dieser Erfindung eingesetzt wird - kurz gesagt, in dem in Fig. 1 gezeigten Funkempfangsgerät - wird Alarmvorhersageinformation in jedem der Entzerrer 3 und 4 erfaßt und eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 wird auf der Grundlage der erfaßten Alarmvorhersageinformation gesteuert.

Bei dem obigen Steuerverfahren wird die Alarmvorhersageinformation jedes der Entzerrer 3 und 4 erfaßt, und eine Schaltbedingung des Wechselschalters 5 wird auf der Grundlage der Alarmvorhersageinformation gesteuert, wodurch ein Umschalten zwischen dem Empfangssystem von dem aktiven Empfangssystem 1 zu dem Reserveempfangssystem 2 vorab erfolgt.

Gemäß dem Empfangssystem-Schaltsteuerverfahren, das in dem Funkempfangssystem dieser Erfindung benützt wird, ist es möglich, eine Störhäufigkeit in dem Empfangssystem erheblich herabzusetzen, selbst wenn ein hochleistungsfähiger Entzerrer in dem obigen Funkempfangsgerät eingesetzt wird.

Nun erfolgt eine Beschreibung einer ersten Ausführungsform dieser Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung.

Die Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild zum Darstellen einer Struktur eines Funkempfangsgerätes der ersten Ausführungsform dieser Erfindung. In Fig. 2 kennzeichnen die Bezugszeichen 9 eine Antenne, 10-1 ein aktives Empfangssystem, 10-2 ein Reserveempfangssystem als Redundanz für das aktive Empfangssystem 10-1, 11 einen Fehlerfrei-Schalter und 12 kennzeichnet ein Leitungs-Umschaltsteuergerät.

Der Fehlerfrei-Schalter (ein Wechselschalter) 11 empfängt ein Schaltsignal von dem Leitungs-Schaltsteuergerät 12, das später beschrieben wird, zum Steuern der Schaltbedingung, wodurch ein Schalten eines Übertragungspfads für ein empfangenes Signal von dem aktiven Empfangssystem 10-1 zu dem Reserveempfangssystem 10-2 erfolgt. Das Leitungs- Schaltsteuergerät 12 gibt ein Schaltsignal zum Schalten einer Schaltbedingung des Fehlerfrei-Schalters 11 an den Fehlerfrei-Schalter 11 ab, auf der Grundlage eines Alarmsignals, das in einer später beschriebenen Alarmsignal- Detektoreinheit 105 des Empfangssystems 10-1 oder 10-2 erhalten wird.

Das aktive Empfangssystem 10-1 enthält einen Abwärtswandler 99, eine Demodulator 101, einen Transversal-Entzerrer (TRV; Entzerrer) 102, eine Fehlerkorrrektureinheit 103 und die Alarmsignal-Detektoreinheit 105. Das Reserveempfangssystem 10-2 enthält auch die Elemente, die denjenigen des aktiven Empfangssystems 10-1 entsprechen.

Der Abwärtswandler 99 wandelt das in einem HF-Band (einem Hochfrequenzband) empfangene Signal, das mit der Antenne 9 empfangen wird, in ein Signal in einem ZF-Band (einem Zwischenfrequenzband) um. Der Demodulator 101 demoduliert das durch den Abwärtswandler 99 in dem ZF-Band empfangene Signal zum Erhalten von zwei Arten von um 90° phasenverschobenen Basisbandsignalen, und gibt diese als ein I-Kanalsignal und ein Q-Kanalsignal an den Transversal-Entzerrer 102 ab. Der Transversal-Entzerrer 102 entzerrt die I- und Q-Kanalsignale des Demodulators 101 in den jeweiligen Zeitbereichen, um die Übertragungsverzerrung des übertragenen Signals zu kompensieren. Eine detaillierte Beschreibung einer Struktur des Transversal-Entzerrers erfolgt später.

Die Fehlerkorrektureinheit 103 korrigiert einen Fehler, beispielsweise ein fehlerhaftes Bit, in den Ausgangsdaten des Transversal-Entzerrers 102, unter Einsatz einer Methode, beispielsweise der FEC-Methode. Die Alarmsignal- Detektoreinheit 105 erhält mehrere Abgriffkoeffizienten in dem Transversal-Entzerrer 102. Existiert dort ein Abgriffkoeffizient (Alarmvorhersageinformation), bei der mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Überlauf auftritt, so erfaßt die Alarmsignal-Detektoreinheit das Alarmsignal und gibt dieses an das Leitungs-Schaltsteuergerät 12 ab.

In dem Funkempfangsgerät dieser Ausführungsform mit der obigen Struktur erhält die Alarmsignal-Detektoreinheit 105 dann, wenn der Transversal-Entzerrer 102 das von der Antenne 9 empfangene Signal zum Kompensieren der Übertragungsverzerrung des empfangenen Signals entzerrt, mehrere Abgriffkoeffizienten des Transversal-Entzerrers 102 und überwacht diese Abgriffkoeffizienten derart, daß das Alarmsignal an das Leitungs-Schaltsteuergerät 12 abgegeben wird, wenn ein Abgriffkoeffiziente vorliegt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit überläuft.

Bei Empfang des Alarmsignals erkennt das Leitungs- Schaltsteuergerät 12, daß ein Anzeichen einer Abkopplung des aktiven Empfangssystems 10-1 vorliegt, aufgrund eines Überlaufs irgendeines der mehreren Abgriffkoeffizienten in dem Transversal-Entzerrer 102. Das Schaltsignal wird an den Fehlerfrei-Schalter 11 auf der Grundlage dessen gesendet. Der Fehlerschalter 11 schaltet den Übertragungspfad für das empfangene Signal an dem aktiven Empfangssystem 10-1 zu dem Reserveempfangssystem 10-2.

Für den obigen Betrieb wird im folgenden ein Betrieb zum Erfassen des Alarmsignals aus den Abgriffkoeffizienten des Transversal-Entzerrers 102 als nächstes erläutert.

Um die I- und Q-Kanalsignale des Demodulators 101, wie oben beschrieben, in den jeweiligen Zeitbereichen zu entzerren, ist der Transversal-Entzerrer 102 mit Schieberegistern (SRs) 1021 und 1022 versehen, sowie Transversal-Filtern 1023 bis 1026 (Entzerrern von einem adaptiven Typ), zum Entzerren des I-Kanalsignals oder des Q-Kanalsignals in einem entsprechenden Zeitbereich, wie beispielsweise in Fig. 3 gezeigt ist.

Der Transversal-Filter 1023 koppelt sein eigenes Ausgangssignal (So) als Fehlerinformation (E) zurück, damit Anteile einer Zwischensymbol-Interferenz der Eingangsdaten (Si) des I-Kanalsignals kompensiert werden. Der Transversal- Filter 1024 kompensiert Anteile der Quadraturinterferenz der Eingangsdaten (Si) des I-Kanalsignals unter Gebrauch der Fehlerdaten (E) des obigen Transversal-Filters 1023.

Andererseits koppelt der Transversal-Filter 1025 seine eigenen Ausgangsdaten (So) als Fehlerdaten (E) zurück, damit eine Kompensation der Anteile der Wechselsymbol-Interferenz der Eingangsdaten (Si) des Q-Kanalsignals erfolgt, wie bei dem Transversal-Filter 1023. Der Transversal-Filter 1026 kompensiert Anteile der Quadraturinterferenz der Eingangsdaten (Si) des I-Kanalsignals unter Gebrauch der Fehlerdaten (E) des obigen Transversal-Filters 1025.

Die Schieberegister 1021 und 1022 speichern temporär Daten (Polaritätsinformation: D), die bei den Transversal-Filtern 1023 und 1026 und den Transversal-Filtern 1024 und 1025 eingegeben werden, so daß eine Verzögerung erfolgt, die zu einem Zusammenfallen der Betriebssynchronisierungen der Transversal-Filter 1023 bis 1026 führt.

Der Transversal-Filter 1023 ist beispielsweise mit Flip-Flop- Schaltungen (Ts) 1031 bis 1038 und 1051 bis 1058 aufgebaut, sowie Akkumulierschaltungen (ACC) 1041 bis 1049, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Jede der Akkumulierschaltungen 1041 bis 1049 weist eine Flip-Flop-Schaltung (T) 1050 auf, damit ein Ausgangssignal der Flip-Flop-Schaltung 1050 rückgekoppelt und zu einem Eingangssignal addiert wird, wie in Fig. 5 gezeigt ist.

Jede der Flip-Flop-Schaltungen 1031 bis 1038 verzögert die Eingangsdaten (Si) des I- oder Q-Kanalsignals um eine Takteinheit (1 CLK). Jede der Flip-Flop-Schaltungen 1051 bis 1058 verzögert die Fehlersignaldaten (E) um eine Takteinheit. Jede der Akkumulierschaltungen 1041 bis 1049 addiert ihr eigenes Ausgangssignal zu Daten, die durch Multiplizieren der Polaritätsdaten (D) mit den Fehlerdaten (E) erhalten werden, und gibt einen Teil des Addierergebnisses als einen entsprechenden Abgriffkoeffizienten a1, b1, . . . oder i1 aus.

Der Transversal-Filter 1023 mit der obigen Struktur erhält Daten durch Multiplikation jedes der Abgriffkoeffizienten mit den Eingangsdaten (Si) und addiert sukzessive die erhaltenen Daten und gibt die addierten Daten als das empfangene Signal aus, während eine Ausgabe jedes der Abgriffkoeffizienten a1 bis i1 an die Alarmsignal-Detektoreinheit 105 erfolgt (vgl. Fig. 2). Jeder der Transversal-Filter 1024 bis 1026 weist eine Struktur auf, die derjenigen des obigen Transversal- Filters 1023 entspricht, wobei die Abgriffkoeffizienten a2 bis i2, a3 bis i3 oder a4 bis i4 an die Alarmsignal- Detektoreinheit 105 ausgegeben werden.

Die Alarmsignal-Detektoreinheit 105 ist mit vier Schaltungseinheiten 51 bis 54 aufgebaut, damit Alarmsignale für die jeweiligen Abgriffkoeffizienten a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 und a4 bis i4 des Transversal-Entzerrers 102 erhalten werden, wie in Fig. 6 gezeigt ist. Die Schaltungseinheiten 51 bis 54 enthalten jeweils Abgriff- Überwachungsschaltungen 511 bis 514 und Abgriffskoeffizienten-Vergleichsschaltungen 521 bis 524.

Die Abgriff-Überwachungsschaltungen (Abgriffkoeffizienten- Detektorvorrichtung als Alarmvorhersageinformation- Detektorvorrichtung) 511 bis 514 erfassen jeweils die Abgriffkoeffizienten a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 und a4 bis i4 in den Transversal-Filtern 1023 bis 1024. Jeder der Abgriffkoeffizienten-Vergleichsschaltungen (Schaltsteuervorrichtungen) 521 bis 524 erfaßt ein Alarmsignal zum Steuern einer Schaltbedingung des Fehlerfrei- Schalters 11 auf der Grundlage der Abgriffkoeffizienten a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 oder a4 bis i4, die in der entsprechenden Abgriff-Überwachungsschaltung 511 bis 514 erfaßt wurde. Im übrigen kennzeichnet das Bezugszeichen 55 ein ODER-Gatter, das ein Alarmsignal ausgibt, wenn nur ein Alarmsignal in den Schaltungseinheiten 51 bis 54 erfaßt wird.

Hierzu enthält beispielsweise die Abgriff- Überwachungsschaltung 511 der Schaltungseinheit 51 Auswahlvorrichtungen (SEL) 5111 bis 5113 und eine Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit 5120, wie in Fig. 7 gezeigt ist. Die Abgriffkoeffizienten-Vergleichsschaltung 521 enthält Komparatoren 5211 bis 5213, ein UND-Gatter (eine UND- Schaltung) 5214 und eine Referenzsignal-Einstelleinheit (eine Schaltreferenzinformation-Einstelleinheit) 5215. Die Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit 5120 enthält einen geteilt-durch-9-Zähler 5116, einen Dekoder 5117, Flip-Flop- Schaltungen (Ts) 5118 und 5119. Die Referenzsignal- Einstelleinheit 5215 enthält Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217.

Jede der Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113 wählt einen Abgriffkoeffizienten aus, und zwar aus den Abgriffkoeffizienten a1 bis i1, die sich von dem von anderen Auswahlvorrichtungen ausgewählten Koeffizienten unterscheiden, in Abhängigkeit eines Steuersignals der Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuervorrichtung 5120, und gibt dieses aus. Die Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit 5120 wählt ein Ausgangssignal des Zählers 5116 durch den Dekoder 5117 aus und gibt drei Signale aus, die jeweils um eine Takteinheit (1 CLK) bei den Flip-Flop-Schaltungen 5118 und 5119 für die jeweiligen Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113verzögert wurden, wodurch die Steuerung der Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113 derart erfolgt, daß unterschiedliche Koeffizienten fortlaufend ausgewählt werden.

Jede der die Referenzsignal-Einstelleinheit 5215 bildenden Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217 gibt ein Alarmaktivier- Referenzsignal (Alarmaktivier-Schaltreferenzinformation) A1 oder A2 aus, oder ein Alarmlösch-Referenzsignal (Alarmlösch- Schaltreferenzinformation) B1 oder B2, und zwar an den (die) Komparator(en) 5211 bis 5213. Das Alarmaktivier- Referenzsignal A1 oder A2 wird als ein Signal mit einem vorgegebenen Pegel eingestellt, der niedriger als ein Pegel ist, bei dem in dem Transversal-Entzerrer 102 ein Überlauf eintritt, wenn einer der Abgriffkoeffizienten weiter zunimmt. Das Alarmlösch-Referenzsignal B1 oder B2 wird als ein Signal mit einem vorbestimmten Pegel eingestellt, der niedriger als ein Signalpegel des Alarmaktivier-Referenzsignals A1 oder A2 ist, so daß die Ausgabe des Alarmsignals gelöscht wird, wenn der Abgriffkoeffizient auf einen Signalpegel abnimmt, bei dem ein Überlaufen des Abgriffkoeffizienten nur mit geringer Wahrscheinlichkeit auftritt, während das Alarmsignal ausgegeben wird.

Jede der Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217 wählt das Alarmaktivier-Referenzsignal A1 (A2) als ein Referenzsignal aus, das an den (die) Komparator(en) 5211 bis 5213 ausgegeben werden muß, bis ein Signalpegel des Abgriffkoeffizienten (irgendeiner von a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 oder a4 bis i4) einen Signalpegel des Alarmaktivier-Referenzsignals A1 übersteigt. Wenn der Signalpegel des Abgriffkoeffizienten das Alarmaktivier-Referenzsignal A1 (A2) übersteigt, so bestimmt jede der Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217 das Alarmlösch- Referenzsignal B1 (B2) als Referenzsignal, das an den (die) Komparator(en) 5211 bis 5213 abzugeben ist. Fällt der Abgriffkoeffizient unter das Alarmlösch-Referenzsignal B1 (B2), so wird jede der Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217 so geschaltet, daß wieder das Alarmaktiviert-Referenzsignal A1 als Referenzsignal ausgewählt wird, das an den (die) Komparator(en) 5211 bis 5213 abgegeben werden muß.

Im obigen Fall können die Beziehungen im Hinblick auf die Größe zwischen den Alarmaktivier-Referenzsignalen A1 und A2 und den Alarmlösch-Referenzsignalen B1 und B2 wie folgt ausgedrückt werden: |B1| < |A1|, |B2| < |A2|, |A1| < |A2| und |B1| < |B2|.

Die beiden Komparatoren 5211 und 5213 der drei Komparatoren 5211 bis 5213 vergleichen Ausgangssignale der Abgriffkoeffizienten (beispielsweise A1 und B1), die durch die jeweiligen Auswahlvorrichtungen 5111 und 5113 ausgewählt werden, jeweils durch das Alarmaktivier-Referenzsignal A1 oder das Alarmlösch-Referenzsignal B1 der Auswahlvorrichtung 5216 der Referenzsignal-Einstelleinheit 5215. Der verbleibende Komparator 5212 vergleicht ein Ausgangssignal des Abgriffkoeffizienten (beispielsweise b1), das von der Auswahlvorrichtung 5112 ausgewählt wurde, mit dem Alarmaktivier-Referenzsignal A2 oder dem Alarmlösch- Referenzsignal der Auswahlvorrichtung 5217 der Referenzsignal-Einstelleinheit 5215. Jeder der Komparatoren 5211 bis 5213 gibt selektiv ein Signal mit einem höheren Pegel bei den zu vergleichenden Signalen an das UND-Gatter 5214 ab.

Das UND-Gatter 5214 gibt das Alarmsignal zum Steuern einer Schaltbedingung des Fehlerfrei-Schalters 11 (vgl. Fig. 2) an das Leitungsschalt-Steuregerät 12 ab (vgl. Fig. 2), auf der Grundlage eines Vergleichsergebnisses jedes der Komparatoren 5211 bis 5213. Praktisch ermittelt das UND-Gatter 5214 eine UND-Verknüpfung der drei Ausgangssignale der Komparatoren 5211 bis 5213 und gibt das Alarmsignal (ALM) aus, wenn nur ein Signal einen höheren Pegel aufweist, als das Alarmaktivier-Referenzsignal A1 oder A2 der Auswahlvorrichtung 5216 oder 5217 der drei Ausgangssignale, und hiernach erfolgt ein Unterbinden der Ausgabe des Alarmsignals, wenn die drei Ausgangssignale alle unterhalb einem Pegel gemäß dem Alarmlösch-Referenzsignal B1 oder B2 abnehmen.

In der Alarmsignal-Detektoreinheit 105 mit der obigen Struktur werden die durch den Transversal-Entzerrer 102 erhaltenen Abgriffkoeffizienten a1 bis h1 an jede der Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113 abgegeben. In der Auswahlvorrichtung 5111 werden die Abgriffkoeffizienten sukzessive ausgewählt, beispielsweise in der Folge a1 → b1 → ... → h1, einer nach dem anderen gemäß dem Steuersignal (0 → 1 → 2 → . . . → 8) des geteilt-durch-9- Zählers 5116, das fortlaufend von der Abgriffkoeffizienten- Auswahlsteuereinheit 5120 ausgegeben wird und sukzessive an den Komparator 5211 ausgegeben wird.

In der Auswahlvorrichtung 5112 werden die Signale (1 → 2 → . . . 8 → 0), die jeweils durch Verzögerung des Steuersignals des Zählers 5116 durch das Flip-Flop 5118 um einen Takt erhalten werden, sukzessive von der Abgriffkoeffizienten- Auswahlsteuereinheit 2120 eingegeben, so daß die Abgriffkoeffizienten einer nach dem anderen in der Folge bl → c1 → . . . → h1 → a1 ausgewählt und weiterhin an den Komparator 5212 ausgegeben werden.

In der Auswahlvorrichtung 5113 werden die Signale (2 → 3 → . . . → 8 → 1), die durch weiteres Verzögern des Steuersignals des Zählers 5116 durch das Flip-Flop 5118 erhalten werden, von der Abgriffkoeffizienten- Auswahlsteuereinheit 5120 so eingegeben, daß die Abgriffkoeffizienten einer nach dem anderen in der Folge c1 → d1 → . . . → h1 → a1 → b1 ausgewählt und an den Komparator 5213 ausgegeben werden.

Im Ergebnis entsprechen die Abgriffkoeffizienten, die jedem der Komparatoren 5211 bis 5213 in der ersten Stufe zugeführt werden, den Werten a1, b1 und c1.

In jedem der Komparatoren 5211 bis 5213 wird ein Signalpegel des Abgriffkoeffizienten a1, b1 oder c1 mit dem Alarmaktivier-Referenzsignal A1 oder A2 verglichen, das in der Auswahlvorrichtung 5216 oder 5217 der Referenzsignal- Einstelleinheit 5215 eingestellt wird, und anschließend wird ein Signal mit einem höheren Pegel an das UND-Gatter 5214 ausgegeben.

Bei dem UND-Gatter 5214 erfolgt eine UND-Verknüpfung der drei Signale der Komparatoren 5211 bis 5213. Wenn nur bei einem Abgriffskoeffizienten ein Signalpegel vorliegt, der höher als der Signalpegel des Referenzsignals A1 oder A2 ist, der durch die Auswahlvorrichtungen 5216 oder 5217 eingestellt wird, und zwar bei den drei Abgriffkoeffizienten a1, b1 und c1, so wird das Alarmsignal (ALM) an das Leitungs-Schaltsteuergerät 12 ausgegeben.

Das Alarmsignal wird gleichzeitig dem Zähler 5116 in der Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit 5120 und den Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217 der Referenzsignal- Einstelleinheit 5215 zugeführt, wodurch ein Betrieb (ein Zählen) des Zählers 5116 unterbrochen wird, und die Abgriffkoeffizienten (a1, b1 und c1), die ausgewählt wurden, als das Ausgangssignal der Auswahlvorrichtung 5216 und 5217 den Signalpegel A1 oder A2 des Referenzsignals (des Schaltreferenz-Signalpegels) überstieg, werden so gesteuert, daß sie von den Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113 fortlaufend ausgegeben werden.

Hiernach wird im Fall der Abgriffkoeffizienten (b1, c1 und d1) oder (c1, d1, und e1) oder. . ., die in den Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113 ausgewählt wurden, in dem Fall, in dem nur ein Abgriffkoeffizient einen Signalpegel aufweist, der höher als der Signalpegel A1 oder A2 des Referenzsignals ist, der in der Auswahlvorrichtung 5216 oder 5217 der Referenzsignal-Einstelleinheit 5215 eingestellt wird, und zwar bei einem der aufeinanderfolgenden drei Abgriffkoeffizienten, das Alarmsignal entsprechend an das Leitungs-Schaltsteuergerät 12 ausgegeben. Nach dem Ausgeben des Alarmsignals werden die Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217 so eingestellt, daß die Alarmlöschsignale B1 und B2 ausgewählt und von den jeweiligen Auswahlvorrichtungen 5216 und 5217 ausgegeben werden.

Beim Empfangen des Alarmsignals gibt das Leitungs- Schaltsteuergerät 52 ein Schaltsignal zum Steuern des Fehlerfrei-Schalters 12 auf der Grundlage von diesem ab, wodurch der Übertragungspfad von dem aktiven Empfangssystem 10-1 auf irgendeines der Reserveempfangssysteme 10-2 bis 10-N umgeschaltet wird, bevor bei einem der Abgriffkoeffizienten a1 bis i1 des Transversal-Entzerrers 102 ein Überlauf auftritt, und das aktive Empfangssystem 10-1 demnach abgekoppelt.

Nachdem das Alarmsignal, wie oben beschrieben, an das Leitungs-Schaltgerät 12 ausgegeben wurde, werden die Koeffizienten a1, b1 und c1, die ausgewählt wurden, als das Ausgangssignal von einer der Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113 (d. h. des Abgriffkoeffizienen) das Alarmaktivier- Referenzsignal A1 oder A2 übersteigt, fortlaufend von den Auswahlvorrichtungen 5111 bis 5113 ausgegeben. Diese Abgriffkoeffizienten a1, b1 und c1 werden jeweils mit dem Alarmfreigabe-Referenzsignal B1 oder B2 der Komparatoren 5211 bis 5213 verglichen. Wenn die Signalpegel der Abgriffkoeffizienten a1, b1 und c1 alle unter den Signalpegel des Alarmlösch-Referenzsignals B1 oder B2 absinken (d. h., wenn die Signalpegel der Abgriffkoeffizienten auf einen Signalpegel abfallen, bei dem an den Abgriffkoeffizienten ein Überlaufen unwahrscheinlich ist), so wird von dem UND-Gatter 5214 kein Alarmsignal abgegeben, so daß eine Ausgabe des Alarmsignals unterdrückt wird.

In diesem Zeitpunkt wird die Referenzsignal-Einstelleinheit 5215 so eingestellt, daß wiederum das Alarmaktivier- Referenzsignal A1 oder A2, das an die Komparatoren 5211 bis 5213 auszugeben ist, ausgewählt wird. Hiernach wird dann, wenn wiederum ein Abgriffkoeffizient vorliegt, der einen Signalpegel aufweist, der höher als derjenige des Alarmaktivier-Referenzsingals A1 oder A2 ist, das Alarmsignal, wie oben beschrieben, an das Leitungs- Schaltsteuergerät 12 ausgegeben.

Die Fig. 8 zeigt einen Zeitablauf des oben erläuterten Betriebs, beispielhaft für den Fall des Komparators 5211. Wie in Fig. 8 gezeigt ist, nimmt das Alarmsignal einen H-Pegel an und wird ausgegeben, wenn ein Signalpegel des Abgriffkoeffizienten c1 das Alarmaktivier-Referenzsignal A1 der Auswahlvorrichtung 5216 übersteigt, während ein Zählwert des Zählers 5116 2 beträgt, d. h. während der von der Auswahlvorrichtung 5111 in der Abgriff-Überwachungsschaltung 511 ausgewählte Abgriffkoeffizient c1 ist. Das Alarmsignal wird an den Zähler 5116 und die Auswahlvorrichtung 5216 der Referenzsignal-Einstelleinheit 5215 rückgekoppelt, wodurch ein Zählbetrieb des Zählers 5116 beendet wird, und das Alarmlösch-Referenzsignal B1 wird als das Referenzsignal der Auswahlvorrichtung 5216 eingestellt.

Hiernach wird der Abgriffkoeffizient c1, der ausgewählt wurde, als er wie oben beschrieben das Alarmaktivier- Referenzsignal A1 überstieg, fortlaufend von der Auswahlvorrichtung 5111 an den Komparator 5211 ausgegeben. Fällt der Abgriffkoeffizient c1 unter das Alarmlösch- Referenzsignal B1, so wird der Zählvorgang von dem Zähler wieder aufgenommen, das Alarmaktivier-Signal A1 wird als das Referenzsignal zum Ausgeben an den Komparator 5211 ausgewählt, das Alarmsignal nimmt einen L-Pegel an und eine Ausgabe des Alarmsignals wird gelöscht.

Gemäß dem Funkempfangsgerät dieser Ausführungsform wird das Alarmsignal (die Alarmvorhersageinformation) aus den Abgriffkoeffizienten des Transversal-Entzerrers (ein Entzerrer) 102 erfaßt, und eine Schaltbedingung des Fehlerfrei-Schalters (ein Wechselschalter) 11 wird auf der Grundlage des Alarmsignals, wie oben beschrieben, so gesteuert, daß es möglich ist, das aktive Empfangssystem 10-1 zu dem Reserveempfangssystem 10-2 umzuschalten, bevor das aktive Empfangssystem plötzlich abgetrennt wird. Diese Ausführungsform weist demnach einen Vorteil auf, indem eine Störrate der Schaltung (des Empfangssystems) erheblich reduziert wird, wenn in diesem ein hochleistungsfähiger Transversal-Entzerrer 102 eingesetzt wird.

In dieser Ausführungsform werden die Abgriffkoeffizienten (die Alarmvorhersageinformation) des Transversal-Entzerrers 102 erfaßt, das Alarmsignal wird auf der Grundlage der Abgriffkoeffizienten erhalten und ein Schalten wird hierdurch ausgeführt, zwischen dem aktiven Empfangssystem 10-1 und dem Reserveempfangssystem 10-2. Es ist in alternativer Weise möglich, die Abgriffkoeffizienten eines anderen Entzerrers zu erfassen, beispielsweise eines Rückkopplungsentscheidungsentzerrers (DFE, decision feedback equalizer), solange die Abgriffkoeffizienten erfaßt werden können. Im Fall eines Entzerrers, der die Abgriffkoeffizienten nicht erfassen kann, ist es möglich, das Alarmsignal aus der Alarmvorhersageinformation zu erfassen und den Übertragungsweg des Empfangssystems auf der Grundlage des Alarmsignals umzuschalten, solange die Alarmvorhersageinformation, beispielsweise die Abgriffkoeffizienten, erfaßt werden können.

Nun erfolgt eine Beschreibung einer zweiten Ausführungsform dieser Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung.

In dem oben beschriebenen Funkempfangsgerät gemäß der ersten Ausführungsform ist die Alarmsignal-Detektoreinheit 105, die einen wesentlichen Teil dieser Erfindung darstellt, mit vier Schaltungseinheiten 51 bis 54 aufgebaut, die jeweils die Abgriff-Überwachungsschaltungen 511 bis 514 und die Abgriffkoeffizienten-Vergleichsschaltungen 521 bis 524 enthalten. Gemäß der zweiten Ausführungsform ist die Alarmsignal-Detektorschaltung 105 als eine Alarmsignal- Detektoreinheit 106 aufgebaut, die eine Abgriff- Überwachungsschaltung (eine Abgriffkoeffizienten- Detektorvorrichtung (515) und eine Abgriffkoeffizienten- Vergleichschaltung (eine Schaltsteuervorichtung) 525 enthält, wie in Fig. 9 gezeigt ist. Ein Transversal-Entzerrer (TRV) 102 entspricht demjenigen, der bei der ersten Ausführungsform beschrieben wurde, und dessen Struktur ist auch ähnlich zu derjenigen, die im Zusammenhang mit den Fig. 3 bis 5 beschrieben wurde.

In diesem Fall enthält die Abgriff-Überwachungsschaltung 515 eine Auswahlvorrichtung (SEL) 5151 und eine Abgriffkoeffizienten-Auswahsteuereinheit 5152, wie in Fig. 10 gezeigt ist. Die Abgriffkoeffizienten-Vergleichschaltung 525 enthält einen Komparator (eine Komparatoreinheit) 5251 und eine Auswahlvorrichtung (Schaltinformation-Einstelleinheit) 5252.

Die Auswahlvorrichtung 5151 wählt hintereinander Abgriffkoeffizienten (Alarmvorhersageinformation) a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 und a4 bis i4 aus, die von dem Transversal-Entzerrer 102 gemäß einem Steuersignal der später beschriebenen Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit 5152 erhalten wurden, und gibt diese an den Komparator 5251 in einer Weise ab, die zu derjenigen der ersten Ausführungsform ähnlich ist. Die Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit 5152 gibt das Steuersignal zum Steuern einer Auswahl der Abgriffkoeffizienten durch die Auswahlvorrichtung 5151 ab, wie oben beschrieben, und zwar an die Auswahlvorrichtung 5151.

Hierzu enthält die Abgriffkoeffizienten-Auswahlsteuereinheit 5152 einen geteilt-durch-36-Zähler 5153 und einen Dekoder 5154. Der Zähler 5153 empfängt einen von außen zugeführten Takt (CLK) und gibt Zählerwerte ausgehend von 0 bis zu 35 hintereinander ab. Der Dekoder 5154 wählt die Zählwerte des Zählers 5153 hintereinander aus, und gibt diese an die Auswahlvorrichtung 5151 ab.

Der Komparator 5251 vergleicht ein Ausgangssignal (den Abgriffkoeffizienten) der Auswahlvorrichtung 5151 in der Abgriff-Überwachungsschaltung 555 mit einem Alarmaktivier- Referenzsignal (Alarmaktivier-Schaltreferenzinformation) A3 oder einem Alarmlösch-Referenzsignal (Alarmlösch- Referenzinformation) B3, die in der Auswahlvorrichtung 5252 wie später beschrieben, eingestellt werden.

Die Auswahlvorrichtung 5252 wählt das Alarmaktivier- Referenzsignal A3 als ein Referenzsignal aus, das an den Komparator 5251 solange auszugeben ist, bis ein Signalpegel des in der Abgriff-Überwachungsschaltung 515 erfaßten Abgriffkoeffizienten (einer von a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 und a4 bis i4) einen Signalpegel des Alarmaktivier- Referenzsignals A3 übersteigt, legt das Alarmlösch- Referenzsignal als das an den Komparator 5251 auszugebende Referenzsignal fest, wenn der Signalpegel des Abgriffkoeffizienten das Alarmaktivier-Referenzsignal A3 übersteigt, und wird so geschaltet, daß das Alarmaktivier- Referenzsignal A3 wieder als das an den Komparator 5251 auszugebende Referenzsignal ausgewählt wird, wenn der Abgriffkoeffizient unter das Alarmlösch-Referenzsignal B3 absinkt.

Bei der Abgriff-Überwachungsschaltung 515 und der Abgriffkoeffizienten-Vergleichschaltung 525 mit der obigen Struktur gemäß dieser Ausführungsform werden dann, wenn die Abgriffkoeffizienten a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 und a4 bis i4, die in dem Transversal-Entzerrer 102 erhalten wurden, für der Auswahlvorrichtung 5151 der Abgriff- Überwachungsschaltung 515 eingegeben, und die Abgriffkoeffizienten werden nacheinander, einer nach dem anderen, durch die Auswahlvorrichtung 5151 ausgewählt, entsprechend den Zählwerten des Zählers 5153, die durch den Dekoder 5152 der Abgriffskoeffizienten-Auswahlsteuerschaltung 5152 ausgewählt werden, und an den Komparator 5251 der Abgriffkoeffizienten-Vergleichschaltung 525 abgegeben. Im übrigen zeigt die Fig. 11 ein Zeitdiagramm zum Darstellen dieses Betriebs in derselben Art wie bei der ersten Ausführungsform.

In dem Komparator 5251 wird der Abgriffkoeffizient (jeder von a1 bis i1, a2 bis i2, a3 bis i3 und a4 bis i4), der von der Auswahlvorrichtung 5151 der Abgriff-Überwachungsschaltung 515 ausgewählte wird mit dem Alarmaktivier-Referenzsignal A3 oder dem Alarmlösch-Referenzsignal (der Alarmlösch- Referenzinformation B3), eingestellt durch die Auswählvorrichtung 5252, verglichen.

Wenn ein Signalpegel des Abgriffkoeffizienten das Alarm- Referenzsignal A3 übersteigt, als Ergebnis des obigen Vergleichs, wird das Alarmlösch-Referenzsignal B3 als das Referenzsignal, das von dem Komparator 5251 auszugeben ist, von der Auswahlvorrichtung 5252 eingestellt, und das Alarmsignal (ALM) wird an das Leitungs-Schaltsteuergerät 12 ausgegeben (vgl. Fig. 2), in der gleichen Art wie bei der ersten Ausführungsform. Auf der Grundlage dieses Alarmsignals wird die Übertragungsleitung von dem aktiven Empfangssystem 10-1 zu dem Reserveempfangssystem 10-2 umgeschaltet.

Hiernach wird dann, wenn der Abgriffkoeffizient unterhalb des Alarmlösch-Referenzsignals absinkt, das Alarmaktivier- Referenzsignal A3 wieder als das an den Komparator 5251 durch die Auswahlvorrichtung 5252 auszugebende Referenzsignal ausgewählt. Wenn der Abgriffkoeffizient wieder das Alarmaktivier-Referenzsignal A3 übersteigt, wird das Alarmsignal an das Leitungs-Schaltsteuergerät 12 in derselben Weise wie oben beschrieben zum Schalten des Übertragungswegs ausgegeben.

Wie oben weist das Funkempfangsgerät gemäß dieser Ausführungsform denselben Vorteil wie die erste Ausführungsform auf, indem das Alarmsignal von den Abgriffkoeffizienten (die Alarmvorhersageinformation) des Transversal-Entzerrers erfaßt werden kann, zum Steuern einer Schaltbedingung des Fehlerfrei-Schalters (des Wechselschalters) 11 auf der Grundlage des Alarmsignals.

Es ist gemäß dieser Ausführungsform alternativ möglich, einen anderen Entzerrer zu verwenden, beispielsweise einen Entscheidungsrückkoppelentzerrer (DFE) anstelle des Transversal-Entzerrers (des Entzerrers) 102, solange die Abgriffkoeffizienten erfaßt werden können. Im Falle eines Entzerrers, bei dem die Abgriffkoeffizienten nicht erfaßt werden können, ist es möglich, das Alarmsignal aus der Alarmvorhersageinformation zu erfassen, solange die Alarmvorhersageinformation erfaßt werden kann, beispielsweise die Abgriffkoeffizienten, so daß die Übertragungsleitung des Empfangssystems auf der Grundlage des Alarmsignals umgeschaltet werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Funkempfangsgerät mit
    1. - einem aktiven Empfangsteil (1) und einem Reserveempfangsteil (2) ,
    2. - einem Umschalter (5) zum Umschalten zwischen dem aktiven Empfangsteil (1) und dem Reserveempfangsteil (2) und
    3. - einer Steuervorrichtung (7) zum Steuern des Umschalters (5),
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - das aktive Empfangsteil (1) und das Reserveempfangsteil (2) jeweils einen adaptiven Entzerrer (3, 4) aufweisen und
    2. - eine Vorrichtung (6) Filterkoeffizienten eines jeden der Entzerrer (3, 4) erfaßt,
    3. - wobei die Steuervorrichtung (7) die Größe der erfaßten Filterkoeffizienten mit Referenzpegeln vergleicht und den Umschalter (5) abhängig vom Vergleichsergebnis steuert.
  2. 2. Funkempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer Umschalthysterese die Referenzpegelhöhe abhängig vom Vergleichsergebnis umgeschaltet wird.
  3. 3. Funkempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkoeffizientenerfassungsvorrichtung (6) eine Auswahlvorrichtung zum Auswählen und Ausgeben von Filterkoeffizienten der Entzerrer (3, 4) sowie eine Steuereinheit zum Steuern der Auswahl der Filterkoeffizienten aufweist, wobei die Auswahlsteuereinheit die Auswahlvorrichtung so steuert, daß diejenigen Filterkoeffizienten ausgegeben werden, deren Größe den Referenzpegel überschritten hat.
  4. 4. Funkempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkoeffizientenerfassungsvorrichtung (6) mehrere Filterkoeffizienten in den Entzerrern (3, 4) erfaßt, und die Steuervorrichtung (7) den Umschalter (5) abhängig von den mehreren erfaßten Filterkoeffizienten steuert.
  5. 5. Funkempfangsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkoeffizientenerfassungsvorrichtung (6) mehrere Filterkoeffizientenauswahlvorrichtungen und eine Steuereinheit zum Steuern der Auswahl der Filterkoeffizienten derart, daß die mehreren Filterkoeffizienten der Entzerrer (3, 4) gleichzeitig erfaßt werden, enthält und die Steuervorrichtung (7) ein Ausgangssignal jeder der Auswahlvorrichtungen mit einem Referenzpegel vergleicht, und den Umschalter (5) abhängig von dem Vergleichsergebnis steuert; wobei diejenigen Filterkoeffizienten von den Auswahlvorrichtungen ausgegeben werden, die jeweilige Referenzpegel überstiegen haben.
  6. 6. Funkempfangsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (7) eine Vergleichseinheit mit mehreren Komparatoren jeweils zum Vergleichen eines Ausgangssignals der entsprechenden Auswahlvorrichtung mit einem jeweiligen Referenzpegel enthält, und eine UND-Schaltung zur UND-Verknüpfung der Vergleichsergebnisse der Komparatoren.
  7. 7. Verfahren zum Betreiben eines Funkempfangsgerätes mit einem aktiven Empfangsteil (1) und einem Reserveempfangsteil (2), die jeweils einen adaptiven Entzerrer (3, 4) und einem Umschalter (5) zum Umschalten zwischen dem aktiven Empfangsteil (1) und dem Reserveempfangsteil (2) enthalten, mit den Schritten:

    Erfassen von Filterkoeffizienten eines jeden der Entzerrer (3, 4),

    Vergleichen der Größe der erfaßten Filterkoeffizienten mit Referenzpegeln und

    Steuern des Umschalters (5) abhängig vom Vergleichsergebnis.






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