PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19648613C2 21.06.2000
Titel Verfahren zur Herstellung eines Ableitungsdrahtanschlusses für und an Hochstromdurchführungen von Transformatoren und Drosselspulen
Anmelder AEG Schorch Transformatoren GmbH, 41065 Mönchengladbach, DE
Erfinder Baarz, Klaus, Dipl.-Ing. (FH), 12487 Berlin, DE;
Schmidt, Siegfried, Dipl.-Ing. (FH), 10319 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 14.11.1996
DE-Aktenzeichen 19648613
Offenlegungstag 28.05.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse H01F 27/04
IPC-Nebenklasse H01F 41/00   H01B 17/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung ist anwendbar für Transformatoren und Drosselspulen hoher Leistungen mit Hochstromdurchführungen, insbesondere mit schräg aufsetzbaren.

Stand der Technik

Es ist bekannt, die Anschlüsse für Hochstromdurchführungen am Kesseldeckel anzubringen, wobei dann der Deckel fest mit dem Aktivteil des Transformators verbunden bleibt. In bestimmten Fällen muß aber der Deckel oder die Haube ohne das Aktivteil abnehmbar sein.

Ein Befestigen am Aktivteil erfordert immer ein Handloch zum Verbinden des Anschlusses mit der eigentlichen Durchführung. Insbesondere bei schräg aufzusetzenden Hochstromdurchführungen ist ein winkelgerechtes Ausrichten und Befestigen der Ableitungsdrahtanschlüsse am Aktivteil bisher nicht möglich.

Aus dem DE-GM 86 21 007 U1 ist ein Verfahren zur Herstellung bzw. zum Einbau eines Ableitungsdrahtanschlusses für und an Hochstromdurchführungen bekannt, bei dem eine Kontaktplatte für die Ableitungsdrähte und ein mit der Kontaktplatte elektrisch leitend verbundenes Anschlußelement vorgesehen sind.

Das technische Problem

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und immer reproduzierbares Verfahren zur Herstellung des Ableitungsdrahtanschlusses für auf dem Deckel oder der Haube anzuordnende Hochstromdurchführungen anzugeben, das ein Befestigen am Aktivteil, insbesondere am oberen Preßeisen zuläßt, und wobei der Deckel oder die Haube sowie die Durchführung an sich nach der Herstellung des Anschlusses wieder entfernbar sein sollen, ohne daß es zu Verschiebungen des Anschlusses kommt.

Lösung des Problemes

Erfindungsgemäß ist die Aufgabe dadurch gelöst,

  • - daß zunächst im Bereich der Hochstromdurchführung am oberen Preßeisen nebeneinander in einem bestimmten Abstand zwei etwa C-förmige Isolierstoffplatten mit ihren Ausschnitten in Richtung Deckel oder Haube des Kessels weisend montiert werden,
  • - worauf in diese Ausschnitte der Isolierstoffplatten eine Kontaktplatte für die Durchführung lose eingelegt und der Deckel, die Haube oder eine detailgetreue Schablone derselben aufgesetzt werden,
  • - wonach die Kontaktplatte mit dem Durchführungsrohr der Durchführung provisorisch im rechten Winkel zu und im vorbestimmten richtigen Abstand zu der Durchführung verbunden wird,
  • - daß danach zwei weitere etwa C-förmige Isolierstoffplatten, deren jeweiliger Ausschnitt genau der Kontaktplatte entspricht, an den ersten Isolierstoffplatten - die Kontaktplatte in ihrer durch die Stellung der Hochstromdurchführung auf dem Deckel bestimmten Stellung haltend - befestigt werden,
  • - worauf der Deckel, die Haube oder die Schablone sowie die Durchführung wieder entfernt werden und abschließend an die Kontaktplatte die entsprechenden Ableitungsdrähte angeschlossen werden.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, die Kontaktplatte für den Anschluß der Hochstromdurchführung schon vor dem späteren Aufsetzen derselben so auszurichten, zu befestigen und die Ableitungsdrähte an sie anzuschließen, daß beim späteren entgültigen Aufsetzen und Anschließen der Durchführung keine Verspannungen mehr auftreten können. Damit ist auch eine relative Leichtbauweise des Anschlusses trotz des erheblichen Gewichtes der Durchführung möglich.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigen

Fig. 1: eine Seitenansicht einer Kontaktplatte mit Anschlüssen der Ableitungsdrähte und eine Hochstromdurchführung in vereinfachter Darstellung,

Fig. 2: die zugehörige Draufsicht und

Fig. 3: die Anschlüsse der Ableitungsdrähte und eines Durchführungsrohres.

Bei beispielsweise schräg auf einen Deckel 4 eines Transformators aufzusetzenden Hochstromdurchführungen 1 werden gemäß der Erfindung zunächst im Bereich der Hochstromdurchführung 1 am zugehörigen oberen Preßeisen 2 in einem bestimmten Abstand nebeneinander zwei etwa C-förmige Isolierstoffplatten 3.1; 3.2 mit ihren Ausschnitten in Richtung Deckel 4 weisend befestigt.

Danach wird in diese Ausschnitte eine Kontaktplatte 5 für die Durchführung 1 lose eingelegt, und der Deckel 4 wird aufgesetzt. Nunmehr wird die Kontaktplatte 5 mit einem Durchführungsrohr 1.1 der Durchführung 1provisorisch im rechten Winkel zu und im vorbestimmten richtigen Abstand zur Durchführung 1 verbunden.

Nachdem die Kontaktplatte 5 somit in der richtigen Lage zur Durchführung fixiert ist, werden zwei weitere C-förmige Isolierplatten 6.1, 6.2 an den ersten Isolierplatten 3.1, 3.2 - die Kontaktplatte 5 in ihrer durch die Schräge der Durchführung 1 bestimmten Stellung haltend - befestigt. Dieses genaue Halten der Kontaktplatte 5 wird dadurch möglich, weil die Ausschnitte der Isolierplatten 6.1, 6.2 genau der Abmessung der Kontaktplatte entsprechen. Nachdem die Kontaktplatte 5 nun in ihrer erforderlichen Lage fixiert ist, werden der Deckel 4 und die Durchführung 1 wieder entfernt und somit das erforderliche Transportprofil 8 wieder erreicht, worauf abschließend an an der Kontaktplatte 5 die entsprechenden Ableitungsdrähte 7 mit ihren Anschlüssen 7.1 befestigt werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines Ableitungsdrahtanschlusses für und an Hochstromdurchführungen von Transformatoren und Drosselspulen, umfassend eine Kontaktplatte für die Ableitungsdrähte sowie ein mit der Kontaktplatte elektrisch leitend verbundenes Anschlußelement, dadurch gekennzeichnet,

    daß zunächst im Bereich der Hochstromdurchführung (1) am zugehörigen oberen Preßeisen (2) nebeneinander in einem bestimmten Abstand zwei etwa C- förmige Isolierstoffplatten (3.1; 3.2) mit ihren Ausschnitten in Richtung Deckel (4) oder Haube des Kessels weisend montiert werden,

    worauf in diese Ausschnitte der Isolierstoffplatten (3.1; 3.2) eine Kontaktplatte (5) lose eingelegt und der Deckel (4), die Haube oder eine detailgetreue Schablone derselben aufgesetzt wird, wobei das Anschlußelement als Durchführungsrohr (1.1) ausgebildet ist,

    wonach die Kontaktplatte (5) mit dem Durchführungsrohr (1.1) der Hochstromdurchführung (1) provisorisch im rechten Winkel zu und im vorbestimmten richtigen Abstand zu der Durchführung (1) verbunden wird,

    daß danach zwei weitere etwa C-förmige Isolierstoffplatten (6.1; 6.2), deren jeweiliger Ausschnitt genau der Kontaktplatte (5) entspricht, an den ersten Isolierstoffplatten (3.1; 3.2) - die Kontaktplatte (5) in ihrer durch die Stellung der Hochstromdurchführung (1) auf dem Deckel (4) bestimmten Stellung haltend - befestigt werden, worauf der Deckel (4), die Haube oder die Schablone sowie die Hochstromdurchführung (1) wieder entfernt werden und abschließend an die Kontaktplatte (5) die entsprechenden Ableitungsdrähte (7) mit ihren Anschlüssen (7.1) angeschlossen werden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com