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Dokumentenidentifikation DE19749828C2 21.06.2000
Titel Artikelabrechnungssystem für Warenhäuser mit einem Scanner in Kombination mit einem Transportband
Anmelder Ebertsch, Stefan, 90489 Nürnberg, DE
Erfinder Ebertsch, Stefan, 90489 Nürnberg, DE
DE-Anmeldedatum 11.11.1997
DE-Aktenzeichen 19749828
Offenlegungstag 20.05.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse G07G 1/12
IPC-Nebenklasse G06K 7/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Artikelabrechnungssystem für Warenhäuser mit einem Scanner in Kombination mit einem Transportband nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein Artikelabrechnungssystem für Warenhäuser zeichnet sich in der Regel durch drei Komponenten aus: Ein Transportband, ein Scanner, der den Artikelcode identifiziert und die Registrierung und Abrechnung des Artikels (Kasse). Dabei kann der Scanner entweder mobil oder immobil sein.

Mobile Scanner in Form von Handlasern oder Laserpistolen werden in der Regel da eingesetzt, wo unhandliche und große Artikel erfaßt werden müssen. Die Artikel werden auf einem Transportband antransportiert, gescannt und können dann über das Transportband in einem Ablagebereich geparkt werden. In diesem Fall wird die fehlende Beweglichkeit der Artikel durch einen beweglichen Scanner kompensiert, und der Artikel kann gegebenenfalls berührungslos erfaßt werden.

Bei kleineren und handlicheren Artikel wie sie in der Regel in, Lebensmittelläden vorkommen, verläuft die Registrierung meistens so, daß der Artikel auf einem Transportband in die Nähe eines immobilen Scanners geführt wird, der sich auf der gedachten Fortsetzung des Transportbandes befindet. Dieser erfaßt meist mithilfe von Laserstrahlen den Artikelcode und gibt ihn direkt an die Verrechnungseinheit (= Kasse) weiter.

In diesem Fall ist der Scanner bzw. sein Ablesebereich räumlich von dem Transportband getrennt, sodaß der Artikel vom Transportband zu dem Ablesebereich geführt werden muß. Folglich muß er in die Hand genommen und angehoben werden, um über das Ablesefeld geführt werden zu können. Diese ständige und einseitige Bewegung fuhrt beim Kassierpersonal bekanntermaßen zu Schmerzen im Arm- und Schulterbereich.

Ein weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß der Artikel, nachdem er gescannt wurde, über einen eigenen Fördermechanismus abtransportiert werden muß. Hierfür wird in der Regel eine mit Rollen versehene und schräg nach unten führende Ablage verwendet, die sich in unmittelbarer Nähe zum Scanner befinden muß.

Eine automatisierte Erfassung von Artikeln in Warenhäusern nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs ist aus WO 90/13873 A1 bekannt. Dort wird ein Artikelabrechnungssystem für Warenhäuser vorgestellt, das einen Scanner auf dem Transportband aufweist, der vorbeiziehende Artikel automatisch erfasst. Dabei wird der Artikel so ausgerichtet, daß der Artikelcode hin zum Scanner zeigt. Nach WO 90/13873 A1 ist der Scanner oberhalb des Transportbandes angebracht, was einen erhöhten Konstruktionsaufwand bedeutet.

In DE 296 11 693 U1 wird ein System vorgestellt, das in erster Linie dazu dient, die Artikel gleich zu verpacken. Hier wird der Artikel auf eine für die Scannerstrahlen transparente Verpackungsfolie gelegt, die selbst wiederum über ein nichttransparentes Fliessband in einen Ablagebereich geführt wird. Der immobile Scanner befindet sich oberhalb des Transportbandes, aber unterhalb der Verpackungsfolie. Der Nachteil ist hier, daß die Verpackungsfolie über den Scanner geführt werden muß, was ohne Aufstauung der Verpackungsfolie nur möglich ist, wenn der Scanner speziell ausgeformt ist. Ferner trägt DE 296 11 693 U1 nicht zu einer Entlastung der kassierenden Person bei, so wie es die vorliegende Erfindung gewährleistet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile der gängigen Artikelabrechnungssysteme sowie die von WO 90/13873 A1 zu beseitigen. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Patentanspruchs und hat unter anderem den positiven Effekt zur Folge, daß das kassierende Personal bei der täglichen Arbeit entlastet wird.

Bei einem Artikelabrechnungssystem im Sinne des Erfinders wird der Artikel noch während er auf dem Transportband liegt, über den Scanner geführt, was möglich ist, weil der Scanner sich unterhalb des Transportbandes befindet. Der Artikelcode des Artikels wird dennoch von den Ablesestrahlen erfaßt, weil das Transportband aus einem für die Ablesestrahlen transparenten Material besteht.

Nach der Registrierung wird der Artikel von dem Transportband in einen Ablagebereich befördert. Daraus ergibt sich, daß wie bei einem mobilen Scanner ein Transportband sowohl den Hintransport als auch den Abtransport des Artikels erledigen kann.

Dadurch daß der Scanner unterhalb des Transportbandes angebracht ist, entfällt die aufwendige Konstruktion, die WO 90/13873 A1 erfordert. Der wesentliche Vorteil gegenüber einem herkömmlichen System mit immobilem Scanner wie es eingangs beschrieben wurde oder auch gegenüber DE 296 11 693 U1, besteht darin, daß die kassierende Person gegebenfalls den Artikel nur so drehen muß, daß der Artikelcode nach unten zeigt, aber den Artikel nicht über den Ablesebereich des Scanners heben muß. Außerdem entfällt das Problem des Abtransportes des Artikels, da ein Transportband sowohl den Hintransport als auch den Abtransport des Artikels übernimmt. Dies zusammengenommen führt zu einer Arbeitserleichterung für die kassierende Person und zu einer Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit.

Die Person an der Kasse muß infolgedessen nur darauf achten, daß die Artikelcodierung ablesbar ist und registriert wird. Darüberhinaus hat das vorgeschlagene System den möglichen Effekt, daß die Kunden die Artikel bereits vorab so auf das Transportband legen können, daß der Artikelcode bereits unten liegt. Das führt zu einer kürzeren Abrechnungszeit und zu einer nochmaligen Entlastung der kassierenden Person.

In Fig. 1 wird der Vorgang von der Seitenansicht her analysiert. Eine Artikel Art liegt auf einem Transportband F, das über einen Antriebsmechanismus An bewegt wird. Sobald der Artikel über das Ablesefeld AbF des Scanners kommt wird sein Artikelcode, der hier an seiner Unterseite angebracht sein soll, von den Ablesestrahlen AbS erfaßt und kann an eine Registriereinheit weitergegeben werden.

Die gleiche Situation wird von der Draufsicht in Fig. 2 dargestellt. Der Artikel mit einem Artikelcode C auf seiner Unterseite bewegt sich in diesem Fall zur Linken des Kassiereres K (hier als X dargestellt) und gelangt über das Ablesefeld AbF, das die Information an die Registrierkasse RegK weitergibt. Das Transportband führt weiter in einen Ablagebereich Abbildung


Anspruch[de]
  1. 1. Artikelabrechnungssystem für Warenhäuser mit einem Scanner in Kombination mit einem Transportband, wobei das Transportband sowohl den Hintransport der Artikel zum Scanner als auch den Abtransport der Artikel zum Ablagebereich erledigen kann und wobei die Artikel so gedreht werden müssen, daß ein darauf angebrachter Artikelcode zum Scanner hinzeigt, dadurch gekennzeichnet, daß der Scanner unterhalb des Transportbandes angebracht ist und daß das Transportband für die Lesestrahlen des Scanners transparent ist.






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