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Dokumentenidentifikation DE19857432A1 21.06.2000
Titel Schließvorrichtung für Gebäudetüren oder Gebäudefenster
Anmelder Klingsohr, Horst, Dipl.-Ing. (FH), 94505 Bernried, DE
Erfinder Klingsohr, Horst, Dipl.-Ing. (FH), 94505 Bernried, DE
Vertreter Pausch, T., Dipl.-Phys. Univ., Pat.-Anw., 84028 Landshut
DE-Anmeldedatum 12.12.1998
DE-Aktenzeichen 19857432
Offenlegungstag 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse E05B 9/02
IPC-Nebenklasse E05B 15/10   E05B 55/00   E05B 59/06   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Schließvorrichtung für Gebäudetüren oder Gebäudefenster mit einer an einem Flügel befestigbaren Falleneinrichtung mit wenigstens einer Falle, die in einem Gehäuse der Falleneinrichtung gelagert mit einem Fallenende aus einer nicht sperrenden Stellung in eine sperrende Stellung bewegbar ist und durch Vorspannmittel in die sperrende Stellung vorgespannt ist, mit einer Entriegelungseinrichtung zum Rückführen der Falle aus der sperrenden Stellung in die nicht sperrende Stellung entgegen der Wirkung der Vorspannmittel, mit einer an dem Fallenende gebildeten Schräge zum Zusammenwirken mit einer Schließblechfläche, die an einem am Stockrahmen befestigbaren Schließblech an einer Schließblechöffnung für den Eingriff des Fallenendes bei durch die Falle gesperrtem Türflügel vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schließeinrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.

Schließeinrichtungen, insbesondere Schlösser mit Fallen sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt und werden insbesondere bei Schlössern für Gebäude- oder Wohnungsaußentüren dafür verwendet, daß auch ohne einen Schlüssel die betreffende Tür bzw. deren Türflügel nach dem Schließen durch federndes Einrasten der Falle in dem am Stockrahmen vorgesehenen Schließblech zumindest durch diese Falle verriegelt ist.

Nachteilig ist bei diesen bekannten Konstruktionen u. a., daß insbesondere auch durch thermische und/oder hygroskopische Einflüsse bedingte Änderungen am Türflügel oder Stockrahmen ein dichtes Schließen des jeweiligen Türflügels allein durch die am Schließblech eingerastete Falle vielfach nicht erzielt wird und es darüberhinaus auch relativ einfach möglich ist, durch Manipulation von Außen die Falle gegen die Wirkung der Feder aus der sperrenden Stellung zumindest soweit zurückzudrücken, daß ein Öffnen der Tür möglich ist.

Um ein Einrasten der Falle beim Schließen der Tür im Schließblech bzw. in der Schließblechöffnung zu ermöglichen, weist die Falle bei bekannten Schlössern eine Schräge auf, und zwar an derjenigen Seite der Falle, die beim Schließen des Türflügels, d. h. beim Schwenken des Türflügels aus seiner geöffneten Stellung in die geschlossene Stellung vorauseilt, so daß die Fallenschräge am Ende der Schließbewegung gegen eine Fläche des Schließbleches zur Anlage kommt, die Falle mit ihrer Schräge an dieser Schließblechfläche gleitend soweit zurückgedrückt wird und schließlich in die Fallenöffnung einrastet.

Öffnungsseite einer Tür oder eines Fensters bedeutet im Sinne der Erfindung diejenige Seite, zu der der geschlossene Tür- oder Fensterflügel beim Öffnen geschwenkt wird. In der Regel ist dies bei Gebäudeaußentüren oder Wohnungstüren die Gebäudeinnenseite bzw. Wohnungsinnenseite und bei Gebäudefenstern die Gebäudeinnenseite.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schließeinrichtung aufzuzeigen, die die vorgenannten Nachteile vermeidet und ein dichtes Schließen sowie insbesondere auch ein sicheres Verschließen einer Tür oder eines Fenster bei einfacher Handhabung gewährleistet.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Schließeinrichtung entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.

Eine Besonderheit der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung besteht darin, daß die Fallenschräge abweichend von der üblichen Ausbildung an der beim Schließen des Flügels nacheilenden Seite der Falle vorgesehen ist, die (Seite) bei geschlossenem Flügel der Öffnungsseite der Tür bzw. des Fensters zugewandt ist.

Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung wird bei geschlossenem Flügel durch die Schräge der Falle und durch die Wirkung der Vorspannmittel (durch Keilwirkung) eine zusätzliche Schließkraft erzeugt, die den Flügel, sofern er noch nicht vollständig geschlossen ist, in die Schließstellung bewegt und im geschlossenem Zustand dann dicht gegen den Stockrahmen andrückt. Beim Öffnen des geschlossenen Flügels wird durch die Entriegelungseinrichtung die Verriegelung der Falle gelöst, so daß sich diese dann beim Öffnen des Flügels mit ihrer Schräge an der Schließblechfläche gleitend gegen die Vorspannmittel in die nicht sperrende Stellung bewegt und in dieser Stellung durch eine Rückhalteeinrichtung verriegelt wird, so daß sich die Falle während der gesamten Zeit des geöffneten Flügels in der nicht sperrenden Stellung befindet. Die Entriegelungseinrichtung kann auch so ausgeführt sein, daß diese beim Betätigen die Falle gegen die Vorspannmittel in die nicht sperrende Stellung bewegt. Erst beim Schließen des Flügels, d. h. kurz bevor der Flügel die Schließstellung erreicht, wird durch eine Auslöseeinrichtung die Rückhalteeinrichtung entriegelt, so daß die Falle dann durch die Vorspannmittel in Richtung der sperrenden Stellung bewegt wird und hierbei mit ihrer Schräge an der zugehörigen Fläche des Schließbleches zur Anlage kommt und den Flügel in die endgültige Schließlage drückt und dort festhält. Durch die Sperreinrichtung ist die Falle gegen ein Zurückbewegen aus der sperrenden Stellung solange gesperrt, bis für ein erneutes Öffnen des Flügels die Entriegelungseinrichtung betätigt wird. Letztere wirkt im einfachsten Fall mit einem am Flügel vorgesehenen Griff zusammen oder ist über einen Schloßzylinder oder einer anderen Schloßeinrichtung betätigbar.

Die Erfindung ist für eine Einzelverriegelung ebenso verwendbar wie für eine Mehrfachverriegelung, d. h. bei letzterer sind an dem Flügel mehrere Falleneinrichtungen mit jeweils wenigstens einer Falle vorgesehen, wobei diese Falleneinrichtungen dann über eine gemeinsame Entriegelungseinrichtung entriegelbar sind.

Die erfindungsgemäße Schließeinrichtung ist beispielsweise Bestandteil eines herkömmlichen Tür- oder Fensterschlosses, wobei insbesondere bei einem herkömmlichen Türschloß auch zusätzlich noch die bei Türschlössern übliche und bekannte Schloßfalle vorgesehen sein kann, und zwar zusätzlich zu der Falle der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung.

Die erfindungsgemäße Schließeinrichtung läßt sich weiterhin in besonders einfacher Weise mit einer elektrischen Türöffnerfunktion ergänzen. Hierfür ist dann an der Sperreinrichtung eine Entriegelungseinrichtung vorgesehen, die beim Aktivieren die Sperrwirkung der Sperreinrichtung aufhebt, so daß durch Ziehen oder Drücken an der geschlossenen Tür diese in die Öffnungsstellung geschwenkt werden kann, und zwar bei mit der Schräge an der Gegenfläche des Schließbleches gleitenden und sich dadurch in die nicht sperrende Stellung bewegende Falle. Die Entriegelung für die Sperreinrichtung wird für ein elektrisches Betätigungselement, beispielsweise eines Elektromagneten bewirkt, der dann beispielsweise in üblicher Weise im Stockrahmen angeordnet ist und über einen Noppen oder dergleichen Betätigungselement den Auslöser der Sperreinrichtung betätigt.

Auch andere Möglichkeiten sind denkbar. Grundsätzlich ist es auch möglich, an derjenigen Seite des Flügels, die den durch die Tür oder durch das Fenster abzusperrenden Bereich zugewandt ist, beispielsweise an der Innenseite einer Gebäudeaußentür eine mechanische Betätigungseinrichtung vorzusehen. Die Entriegelung der Sperreinrichtung kann auch anderweitig erfolgen, z. B. elektrisch (magnetisch, induktiv, motorisch usw.).

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 in vereinfachter Darstellung eine Gebäudetür mit einer Schließeinrichtung gemäß der Erfindung;

Fig. 2 in einer Darstellung ähnlich Fig. 1 die Schließeinrichtung bei einer spezielleren Ausführungsform;

Fig. 3 in Teildarstellung eine weitere mögliche Ausführungsform des Schließbleches zur Verwendung bei der Schließvorrichtung der Fig. 1 und 2.

In den Figuren ist 1 ein Türflügel einer Gebäudetür, beispielsweise einer Wohnungs- oder Haustür, der (Türflügel) in bekannter Weise um eine vertikale Achse schwenkbar an einem Türstockrahmen 2 angelenkt ist. Der einfacheren Darstellung wegen sind der Türflügel 1 und Stockrahmen 2 in der Fig. 1 nur jeweils teilweise dargestellt, und zwar an der Schloßseite. Am Türflügel 1 ist im Bereich des dortigen Flügelfalzes 3 eine Schließeinrichtung 4 vorgesehen, die beispielsweise Bestandteil eines nicht weiter dargestellten Türschlosses ist oder aber ein von dem eigentlichen Türschloß getrenntes Bauteil. Die Schließeinrichtung 4, die in ähnlicher Weise wie ein Türschloß in einer Ausnehmung des Türflügels 1 befestigt ist, weist u. a. eine in einem nicht dargestellten Gehäuse geführte Falle 5 auf, die parallel zur Türflügelebene und senkrecht zu der betreffenden vertikalen Seite des Türflügels 1 verschiebbar vorgesehen ist, wie dies in der Fig. 1 durch den Doppelpfeil A angedeutet ist und zwar zwischen einer nicht sperrenden Stellung, in der die Falle 5 mit ihrem Fallenende 5' nicht oder nur geringfügig über die Fläche des Flügelfalzes 3 vorsteht, und einer sperrenden Stellung, in der die Falle 5 mit ihrem Ende 5' soweit über die Fläche des Flügelfalzes 3 vorsteht, daß das Ende 5' in eine Ausnehmung 6 eines an dem Stockrahmen 2 befestigten Schließbleches 7 eingreifen kann. Wie die Fig. 1 auch zeigt, weist die Falle 5 an ihrem Ende 5' eine Schräge 5" auf, die bei montierter Schließeinrichtung 5 in einer vertikalen Ebene liegt, die mit der vertikalen Ebene des Türflügels 1 einen spitzen Winkel, d. h. einen Winkel kleiner als 90° einschließt. Abweichend von der üblichen Ausbildung von Schloßfallen ist die Schräge 5" bei der Schließeinrichtung 4 an derjenigen Seite der Falle 5 vorgesehen, die beim Schließen des Türflügels 1 nacheilt, bzw. beim Öffnen des Türflügels 1 voreilt.

Die Ausnehmung 6 des Schließbleches 7 ist mit einer der Schräge 5" entsprechenden Schräge 8 versehen, gegen die die Schräge 5" bei verriegeltem Türflügel 1 anliegt. Die Schräge 8 befindet sich dabei an der der Öffnungsseite der Tür benachbarten Seite der Schließblechöffnung 6.

Durch eine Feder 9 ist die Falle 5 in ihre sperrende Stellung vorgespannt. Zusätzlich zu der Feder 9 weist die Schließeinrichtung 4 eine Sperreinrichtung 10, eine Rückhalteeinrichtung 11 und eine Entriegelungseinrichtung 12 für die Falle 5 auf. Diese vorgenannten Elemente sind so ausgebildet, daß folgende Funktionen möglich sind:

Durch die Rückhalteeinrichtung 11 wird die Sperre 5 in ihrem nicht sperrenden Zustand gegen die Wirkung der Feder 9 gehalten. Wird der Türflügel 1 in diesem Zustand der Schließeinrichtung 4 in die geschlossene Stellung geschwenkt, so wird über einen am Stockrahmen 2 im Bereich des dortigen Falzes vorgesehenen Steuernocken 13 die Rückhalteeinrichtung gelöst, wodurch ein Bewegen der Falle 5 durch die Feder 9 in die Schließstellung erfolgt. Der Steuernocken 13 ist so angeordnet, daß dieses Lösen des Rückhalteelementes 11 erst bei vollständig oder nahezu vollständig geschlossenem Türflügel 1 erfolgt. Nach dem Lösen der Rückhalteeinrichtung 11 greift die Falle 5 mit ihrer Schräge 5" hinter die Schrägfläche 8 des Schließbleches. Gleichzeitig wird die Sperreinrichtung 10 aktiviert, die die Falle 5 gegen ein Verschieben in Richtung nicht sperrende Stellung sperrt, so daß der Türflügel 1 durch die Falle 5 am Stockrahmen 2 in der geschlossenen Stellung verriegelt ist. Durch die Schrägen 5" und 8 sowie durch die Feder 9 wird der Türflügel 1 zusätzlich in die geschlossene Stellung gedrückt.

Das Öffnungen des Türflügels 1 ist nur durch entsprechende Betätigung der Entriegelungseinrichtung 12 möglich, d. h. beim Betätigen der Entriegelungseinrichtung 12 wird die Sperreinrichtung 10 gelöst, so daß sich beim Öffnen des Türflügels die mit der Schräge 5" an der Schräge 8 gleitende Falle 5 aus der sperrenden Stellung in die nicht sperrende Stellung zurückbewegt, und zwar gegen die Wirkung der Feder 9, wobei gleichzeitig die Rückhalteeinrichtung 11 die Falle 5 gegen ein Zurückbewegen in die sperrende Stellung sichert. Die Entriegelungseinrichtung 12 ist beispielsweise ein Teil der Schließeinrichtung 4 oder des Türschlosses, welcher (Teil) durch einen Türgriff, durch einen Drehgriff, durch einen Schloßzylinder, motorisch usw. betätigt wird.

Wie in der Fig. 1 auch dargestellt ist, ist bei der gezeigten Ausführungsform das Schließblech 7 an der Öffnungsseite der Tür durch einen Stab 14 oder einen anderen geeigneten Einsatz verstärkt ausgebildet. Dieser Einsatz 14 ist dann beispielsweise aus gehärteten Stahl gefertigt, während das Schließblech 7 durch Biegen und Stanzen aus einem hierfür geeigneten Stahlblech hergestellt ist.

Die beschriebene Schließeinrichtung 4 hat weiterhin auch den Vorteil, daß ein elektrischer Türöffner besonders einfach realisiert werden kann, und zwar dadurch, daß am Stockrahmen 2 bzw. am dortigen Falz ein dem Steuernocken 13 entsprechender Steuernocken vorgesehen ist, der durch ein elektrisches Betätigungselement, beispielsweise einen Elektromagneten derart bewegbar ist, daß dieser Steuernocken im betätigten Zustand des Türöffners einen Auslöser 10' der Sperreinrichtung 10 betätigt, so daß die Sperreinrichtung 10 gelöst wird und damit ein Öffnen des Türflügels 1 durch Zurückschieben des mit der Schräge 5" an der Schräge 8 gleitenden Falle 5 möglich ist.

Die Fig. 2 zeigt mehr im Detail die Sperreinrichtung 10 und die Rückhalteeinrichtung 11. Die Sperreinrichtung 10 ist im wesentlichen von einer Sperrklinke 15 gebildet, die im sperrenden Zustand der Sperreinrichtung in eine sägezahnförmige Verzahnung 16 der Falle 5 eingreift. Die Rückhalteeinrichtung 11 ist von einer selbsthemmenden Einrichtung gebildet, die im wesentlichen aus einem mit der Falle 5 verbundenen Stab 17 und einer Hemm-Platte 18 besteht, die eine an den Außenquerschnitt des Stabes 17 angepaßte Öffnung 19 aufweist, durch die der Stab 17 hindurchgeführt ist und die bei 18' einseitig schwenkbar um eine Achse senkrecht zur Stabachse gehalten ist, so daß die Rückhalteeinrichtung 11 ein Bewegen der Falle 5 in die sperrende Stellung (Pfeil A") durch Verklemmen des Stabes 17 in der Öffnung 19 verhindert, eine Bewegung in die nicht sperrende Stellung (Pfeil A') aber zuläßt. Durch einen stabförmigen Auslöser 20 ist die Platte 18 in eine Stellung schwenkbar, in der diese Platte mit ihrer Ebene senkrecht oder im wesentlichen senkrecht zur Achse des Stabes 17 liegt, womit die sperrende bzw. hemmende Wirkung der Platte aufgehoben ist. Der Auslöser 20 wirkt beim Schließen des Türflügels 1 mit dem Steuernocken 13 zusammen. Wie die Fig. 2 auch zeigt, liegt die Platte 18 in einer Ebene, die mit der Achse des Stabes 17 einen Winkel α kleiner als 90° einschließt, und zwar derart, daß sich dieser Winkel αn dem Gelenkpunkt 18' zur Falle 5 hin öffnet, so daß die Falle 5 in Richtung des Pfeiles A' bewegt werden kann und hierbei eventuelle Reibungskräfte, die zwischen der Platte 18 und dem Stab 17 wirken, ein Schwenken der Platte 18 im Sinne einer Vergrößerung des Winkels α und damit im Sinne einer Reduzierung der Klemmwirkung zwischen dieser Platte und dem Stab 17 bewirken. Eine Bewegung des Stabes 17 in entgegengesetzter Richtung (Pfeil A") bewirkt ein Schwenken der Platte 17 im Sinne einer Verkleinerung des Winkels α, so daß hierdurch die Klemmwirkung zwischen dem Stab 17 und der Platte erhöht und der Stab 17 und mit diesem auch die Falle 5 durch Selbsthemmung gegen eine Bewegung in Richtung des Pfeiles A" gesperrt sind.

Die Fig. 3 zeigt schließlich eine Ausführungsform, bei der das Schließblech anstelle des Verstärkungselementes 14 eine Rolle 14' am Anfang der Schräge 8 aufweist.

Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben, es versteht sich, daß zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird. So ist es beispielsweise möglich, die Falle 5 nicht durch die Feder 9, sondern andersweitig in die sperrende Stellung vorzuspannen und/oder in der sperrenden Stellung bei geschlossenem Türflügel zu halten, beispielsweise durch eine Energiespeichervorrichtung, die beim Öffnen und Schließen des Türflügels 1 geladen wird und für die Energiespeicherung federartig wirkende Elemente, beispielsweise auch Gasfedern aufweist. Bezugszeichenliste 1 Türflügel

2 Stockrahmen

3 Flügelfalz

4 Schließeinrichtung

5 Falle

5' Fallenende

5" Fallenschräge

6 Schließblechöffnung

7 Schließblech

8 Schräge

9 Feder

10 Sperreinrichtung

11 Rückhalteeinrichtung

12 Entriegelungseinrichtung

13 Steuernocken

14 Verstärkung

14' Rolle

15 Sperrklinke

16 Verzahnung

17 Stab

18 Sperr- oder Hemmplatte

18' Schwenkpunkt

19 Öffnung

20 Auslöser


Anspruch[de]
  1. 1. Schließvorrichtung für Gebäudefenster und/oder Gebäudetüren mit einer an einem Flügel (1) befestigbaren Falleneinrichtung mit wenigstens einer Falle (5), die in einem Gehäuse der Falleneinrichtung gelagert mit einem Fallenende (5') aus einer nicht sperrenden Stellung in eine sperrende Stellung bewegbar ist und durch Vorspannmittel (9) in die sperrende Stellung vorgespannt ist, mit einer Entriegelungseinrichtung (12) zum Rückführen der Falle (5) aus der sperrenden Stellung in die nicht sperrende Stellung entgegen der Wirkung der Vorspannmittel (9), mit einer an dem Fallenende (5') gebildeten Schräge (5") zum Zusammenwirken mit einer Schließblechfläche, die an einem am Stockrahmen (2) befestigbaren Schließblech (7) an einer Schließblechöffnung (6) für den Eingriff des Fallenendes (5') bei durch die Falle (5) gesperrtem Türflügel (1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schräge (5") am Fallenende (5') an der beim Öffnen des Flügels (1) vorauseilenden Seite des Fallenendes (5') vorgesehen ist, daß die Schließblechfläche (8) an der der Öffnungsseite der Gebäudetür bzw. des Gebäudefensters benachbarten Seite der Fallenöffnung (6) gebildet ist, daß eine Sperreinrichtung (10) vorgesehen ist, die die Falle (5) in der sperrenden Stellung verriegelt und durch die Entriegelungseinrichtung (12) entriegelbar ist, und daß eine Rückhalteeinrichtung (11) vorgesehen ist, die die Falle (5) gegen die Wirkung der Vorspannmittel (9) in der nicht sperrenden Stellung verriegelt und bei in den Stockrahmen (2) eingeschwenktem, geschlossenem Flügel (1) durch eine Auslöseeinrichtung (20) entriegelt wird, um die Falle (5) für eine Bewegung durch die Vorspannmittel in die sperrende Stellung freizugeben.
  2. 2. Schließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falle (5) im Fallengehäuse verschiebbar geführt ist.
  3. 3. Schließeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel von wenigstens einer Feder (9) gebildet sind.
  4. 4. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Fallenschräge (5") zusammenwirkende Schließblechfläche eine Schrägfläche (8) ist.
  5. 5. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperreinrichtung von wenigstens einem mit der Falle (5) zusammenwirkende Sperrelement, beispielsweise von einer Sperrklinke (15) gebildet ist, die in eine Verzahnung (16) der Falle (5) eingreift.
  6. 6. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalteeinrichtung eine selbstverriegelnde oder selbsthemmende Einrichtung ist, und zwar derart, daß sie ein Bewegen der Falle (5) in Richtung der nicht sperrenden Stellung ermöglicht, für eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung aber selbsttätig sperrt, und daß die Wirkung dieser Selbsthemmeinrichtung durch die Auslöseeinrichtung (20) aufhebbar ist.
  7. 7. Schließvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Selbsthemmeinrichtung von einer Platte (18) gebildet ist, die einseitig schwenkbar gelagert oder angeordnet ist und eine Öffnung zum Durchführen eines mit der Falle (5) verbundenen Stabes (17) aufweist und derart gegenüber der Achse des Stabes geneigt ist, daß die senkrecht zur Achse der Öffnung (19) verlaufende Ebene dieser Öffnung mit der Achse des Stabes einen Winkel kleiner als 90° einschließt, so daß der Stab 17 in einer Richtung seiner Längsachse in der Öffnung (19) verschiebbar und sich in der entgegengesetzten Richtung in der Öffnung (19) verklemmt.
  8. 8. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungseinrichtung (12) mit einem Tür- oder Fenstergriff, mittels der Wechselfunktion und/oder des Drehmomentes eines Schloßzylinders betätigt wird.
  9. 9. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Falle (5) Bestandteil eines Tür- oder Fensterschlosses ist.
  10. 10. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Falleneinrichtung ein von einem Fenster- oder Türschloß zumindest räumlich getrenntes Funktionselement ist.
  11. 11. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein die Auslöseeinrichtung (20) beim Schließen des Flügels (1) betätigendes Betätigungs- oder Steuerelement, beispielsweise Steuernocken (13) am Stockrahmen, vorzugsweise im Stockrahmenfalz.
  12. 12. Schließeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Verstärkungselement (14) oder eine Rolle (14') am Schließblech (7) oder an der Schließblechöffnung (6).






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