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Dokumentenidentifikation DE19858185A1 21.06.2000
Titel Bahneinzugsvorrichtung an bahnverarbeitenden Maschinen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Seillan, Georges Michel, St. Just en chée, FR
DE-Anmeldedatum 17.12.1998
DE-Aktenzeichen 19858185
Offenlegungstag 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse B65H 20/00
IPC-Nebenklasse B41F 13/02   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen in bahnverarbeitenden Maschinen mit einem entlang eines Bahneinzugspfades verlaufenden Förderelement. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß zwei parallel zueinander angeordnete, angetriebene Förderelemente (15) miteinander gegenüberliegenden Aufnahmeöffnungen (20) zur Montage bzw. Demontage eines Zugelementes (22) für die Materialbahn (4) versehen sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Zugelement für Materialbahneinzugsvorrichtungen an bahnverarbeitenden Maschinen, insbesondere für Materialbahneinzug an Rollenrotationsdruckmaschinen.

Aus EP 0 507 198 A1 ist eine Rollenkette für eine Papierbahneinzugsvorrichtung einer Rollenrotationsdruckmaschine bekannt geworden. Ausgehend von der Aufgabe, eine räumlich bewegbare Rollenkette zu schaffen, die insbesondere Rollenkräfte auf die Rollenführung gut überträgt, bestehen die einzelnen Kettenglieder aus gabelförmigen Laschen. Die Laschen sind an der Basisseite der Gabel in Richtung Kettenlängsachse durch ein Gelenk miteinander verbunden, so daß die Laschen an den Enden der Gabeln quer zur Kettenlängsachse gelenkig miteinander verbunden sind. Durch diese drehgelenkig untereinander verbundenen Laschen werden die auftretenden Druckkräfte über die Rollen auf die Kettenführung übertragen. Seitenkräfte, die ein Verklemmen der Rollenkette bewirken können, werden weitestgehend vermieden.

EP 0 633 409 A1 bezieht sich auf eine Rollenkette zum Einführen von Materialbahnen. Dieser Veröffentlichung liegt die Aufgabe zugrunde, eine leichte Rollenkette zum Einziehen einer Materialbahn zu schaffen, die trotz der Verwendung von Laschen eine gute räumliche Bewegbarkeit aufweist. Hierzu ist zwischen den Laufrollen eines jeweils auf einem Bolzen angeordneten Laufrollenpaares eine die Bolzen in einem bestimmten Abstand zueinander haltende, blattfederartige Lasche vorgesehen.

Um eine Materialbahn unter über die Breite der Bahn gleichmäßig verlaufende Spannung in eine Rotation einzuziehen, können auch auf beiden Seiten des Bahnpfades durch die Rotation Einzugselemente vorhanden sein, zwischen denen ein Zugelement aufgenommen werden kann. Bei bisherigen Ausführungsformen unter Verwendung sich über die Bahnbreite erstreckender, starrer Zugelemente ist zur Vermeidung von Beschädigungen an den Befestigungselemente des Zugelementes an den Rollenketten eine exakte Synchronisation zwischen der bedienseitig sowie der antriebsseitig vorgesehenen Rollenkette notwendig. Ist die Synchronisation nicht gewährleistet, so kann es zu Beschädigungen an den Verbindungselemente zwischen antriebs- und bedienseitiger Rollenkette kommen.

Ausgehend vom skizzierten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bahneinzugselement zu schaffen, welches in jeder Position der Bahneinzugsmittel einfach befestigbar ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Mit der erfindungsgemäßen Lösung geht eine Anzahl von Vorteilen einher. Mittels der erfindungsgemäßen Lösung kann das Bahneinzugselement schnell und einfach aus den Positionen an den Förderelementen entfernt und in neue Positionen wieder eingehangen werden. Die Fixierung des Bahneinzugselementes relativ zu den Förderelementen kann Phasenunterschiede zwischen den beiden parallel laufenden Förderelementen auf beiden Seiten einer Rotation kompensieren und erlaubt auch ein leichtes Schrägstellen des Bahneinzugselementes zwischen den Förderelementen, ohne daß die Befestigungselemente des Bahneinzugselementes übermäßig beansprucht würden. Falls doch eine Beschädigung auftreten sollte, lassen sich die Befestigungselemente sehr leicht auswechseln, so daß keine zeitliche Beeinträchtigung in bezug auf die Wiederaufnahme der Produktion der Rotation auftreten kann.

In weiterer Ausgestaltung des der Erfindung zugrundeliegenden Gedankens sind die Förderelemente - meist in Form von Rollenketten - mit Befestigungsvorrichtungen versehen. Diese lassen sich bevorzugt an Kettengliedern ausbilden, was deren Festigkeit nicht beeinträchtigt. Die Befestigungseinrichtungen können beispielsweise als Bohrungen ausgeführt sein, die in den Laschen der Kettenglieder eingebracht sein können. Diese Bohrungen können beispielsweise auch die Rollenelemente durchsetzen, in deren Achsen beispielsweise hülsenförmige Bauteile aufgenommen sein können. In diesen Bohrungen oder hülsenförmige Bauteilen können dann bolzenförmige Stifte, die an beiden Enden der Zugstange eingelassen sind, eingreifen und fixieren auf diese Weise die Zugstange in der entsprechenden Position zwischen den beiden Förderelementen. An der Zugstange wird die Materialbahn befestigt, die mittels der Bahneinzugsvorrichtung entlang eines vorgegebenen Förderpfades in eine Rotation eingefädelt werden kann. In vorteilhafter Ausgestaltung sind die bolzenförmigen Stifte federbelastet und rasten somit von selbst in die entsprechenden Bohrungen oder Öffnungen in den Stegen von Kettengliedern oder in die die Rollkörper durchsetzenden Hülsen ein. Die bolzenförmigen Elemente können einerseits als Bolzen ausgeführt sein, sie können aber auch bei entsprechender Konfiguration der korrespondierenden Öffnungen in den Förderelementen ein anderes Querschnittsprofil als das Kreisförmige aufweisen. Mittels der federbelasteten Bolzen und dem damit erzielbaren sicheren Positionieren der Zugstange relativ zu den Förderelementen, läßt sich die Zugstange sehr einfach und sicher positionieren und kann dank der variablen Ausfahrbewegung der beiden endseitig befestigten oder endseitig vorgesehenen Bolzen auch ein Schrägstellen der Zugstange relativ zur Bahneinfädelrichtung kompensieren.

Das Zugelement vermag neben einem Bahneinfädelpfad auch ein Rücktransportpfad zu passieren, entlang dem ein beispielsweise im Wendestangenüberbau oder im Kühlwalzenstand verbliebener Bahnrest befestigt werden kann. Dieser verbliebene Bahnrest wird dann entlang eines separaten, um Trockner und andere Komponenten einer Rotation herumgeführten Rücktransportpfades durch das Zugelement wieder an eine Bahnfangvorrichtung herangeführt und kann dort mit einem weiteren verbliebenen Teil der Materialbahn verbunden werden. Dadurch läßt sich die Wiederaufnahme des Betriebes einer Rotation nach dem Auftreten eines Bahnrisses nicht nur erheblich schneller erzielen, auch kann das Einzugselement schnell in eine neue Förderposition umgehangen werden, ohne daß langwierige Arbeiten erforderlich wären.

Anhand einer Zeichnung, welche besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung darstellt, sei die Erfindung nachstehend detaillierter erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht von Bahnfangvorrichtung, Trockner und Kühlwalzenstand samt Bahneinzugs- und Rücktransportpfad für das Zugelement,

Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Zugelement, welches mit beiden Enden in die jeweiligen Förderelemente eingehangen ist.

In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Bahnfangeinrichtung mit nachgeordnetem Trocknern sowie einer Kühlwalzengruppe dargestellt.

Gemäß Fig. 1 ist eine nur schematisch wiedergegebene Bahnfangvorrichtung 1 vor einem Trockner 7 angeordnet. Die Bahnfangvorrichtung 1 umfaßt zwei miteinander zusammenarbeitende Zylinder 2 und 3, welche im Falle eines Bahnrisses aktiviert werden und die ein weiteres Einlaufen von Papier in die Rotationskomponenten Trockner 7 und Kühlwalzenstand 10 sowie nachgeordneter Einheiten verhindern. Damit wird ein Ende der gerissenen Materialbahn 4 in der Bahnfangvorrichtung 1 gehalten. Der Einfädelpfad für die Bahn 4 erstreckt sich durch die Komponenten Trockner 7 und Kühlwalzenstand 10, die anderen Komponenten, wie beispielsweise der Bahnfangvorrichtung 1 vorgeschalteten Druckwerke, der Rollenwechsler oder das Einzugswerk sind in Fig. 1 nicht dargestellt. Die Materialbahn 4 wird durch einen Trocknereinlaß 8 sowie einen Trocknerauslaß 9 in der Bahnförderebene 6 durch den Trockner 7 geführt und läuft aus diesem in den Kühlwalzenstand 10 auf die dort vorgesehene erste Kühlwalze 11 auf. Die schraffiert dargestellten Walzen sind allesamt Kühlwalzen und der Einfachheit halber sämtlich mit Bezugszeichen 11 bezeichnet.

Entlang eines Bahnpfades 12 verläuft die Materialbahn 4 durch den Kühlwalzenstand 10 und verläßt nach Passage von Umlenkwalzen 13 den Kühlwalzenstand 10 in Richtung Wendestangendeck, welches bei einer materialbahnverarbeitenden Rotation in der Regel einem Falzapparat vorgeschaltet ist. Oberhalb des beschriebenen Bahnpfades, der den Weg der Materialbahn 4 durch die Bahnfangvorrichtung 1, den Trockner 7 und den Kühlwalzenstand 10 im Produktionszustand beschreibt, ist ein Rücktransportpfad 5 für das Zugelement 22 vorgesehen. Der-Rückstransportpfad 5 für das Zugelement 22 verläuft im oberen Bereich durch den Kühlwalzenstand 10 über Führungswalzen 14, über den Trockner 7 auf die Seite der Bahnfangvorrichtung 1, von welcher aus die Materialbahn 4 in die Bahnfangvorrichtung 1 einläuft. Entlang des hier grob skizzierten Rücktransportpfades 5 kann eine im Wendestangenüberbau oder im Falzapparat noch verbliebene, noch nicht in Signaturen vereinzelte Materialbahn 4 dazu benutzt werden, mittels des erfindungsgemäßen Bahneinzugselementes 22 über einen mit dem Einfädelpfad für die Materialbahn 4 nicht identischen Rücktransportpfad 5 wieder an die Stelle der Rotation transportiert zu werden, an der sich noch ein entlang des ursprünglichen Bahnförderpfades 5 geförderter Materialbahnabschnitt befindet. Werden die beiden Enden wieder miteinander verbunden, also der in der Bahnfangvorrichtung 1 verbliebene Rest der Bahn 4 mit dem durch Einzugelement 22 entlang des Rücktransportpfades 5 rücktransportierten Ende, so läßt sich die nunmehr wieder ununterbrochene Materialbahn 4 komplett durch die Rotation führen und erlaubt ein schnelleres Anlaufen der Rotation.

Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Bahneinzugselement mit beidseitig angeordneten hülsenförmigen Spannköpfen.

In der Draufsicht gemäß Fig. 2 sind die Förderelemente 15 als Rollenketten ausgebildet, aus einzelnen Kettengliedern 16 bestehend. Die einzelnen Kettenglieder 16 umfassen seitliche Stege 19, in welchen Öffnungen 21 vorgesehen sein können. An den Enden der Stege 19 befinden sich Rollenkörper 17 und 18, die jeweils mit einer Bohrung versehen sein können, in welche eine Hülse eingelassen ist. In diese Hülsen rasten die bolzenförmigen Stifte 24 des Zugelementes 22 jeweils ein und fixieren auf diese Weise das Zugelement 22 zwischen zwei Förderketten 15 an einer vom Maschinenbediener frei vorwählbaren Position. Die bolzenförmigen Stifte 24 können beispielsweise federbelastet in Lagerköpfen 26, 27 aufgenommen sein. Will der Bediener das Bahneinzugselement 22 aus einer ersten Position in eine andere Position umhängen, so stellt er beide bolzenförmigen Stifte 24 in das Innere des Zugelementes 22 zurück und entnimmt das Zugelement 22 aus seiner Position zwischen den Förderketten 15 und setzt es in einer frei beliebig wählbaren anderen Position wieder ein. Die an den Spannköpfen 26 bzw. 27 vorgesehenen bolzenförmigen Stifte 24 können durch Bajonettverschlüsse beispielsweise leicht manuell auswechselbar ausgeführt werden, so daß beschädigte oder verbogene Stifte 24 schnell ersetzt werden können. Zur Erleichterung des Einführens der Stifte 24 in die korrespondierenden Bohrungen 21 können die Stifte 24 mit abgerundeten Köpfen ausgeführt sein. Bei der geschilderten Ausführungsvariante mit den von Hülsen durchsetzten Rollelementen 17 und 18 der Kettenglieder 16 sind die Hülsen mit Übermaß ausgeführt, so daß die bolzenförmigen Stifte 24 einfach in die Hülsen einrasten können, wenn Hülse und Mittellinie der bolzenförmigen Stifte 24 miteinander fluchten.

Die Ausfahrlänge der bolzenförmigen Stifte 24 aus den beiden Spannköpfen 26 bzw. 27 der Zugstange 22 ist so bemessen, daß wohl beide einander gegenüberliegenden Stege 19 eines Kettengliedes 16 als auch eine in einem Rollelement 17, 18 eingelassene Hülse von aus dem Spannkopf 26 bzw. 27 ausfahrenden Ende des bolzenförmigen Stiftes 24 komplett durchsetzt sind. Dadurch ist gewährleistet, daß eine optimale, die Zugkräfte übertragende Fläche bereitgestellt ist, so daß eine lange Standzeit der Zugstange 22 wie auch der bolzenförmigen Stifte 24 gewährleistet ist. Im zwischen zwei Förderketten 15 eingespannten Zustand sind zwischen den Kettengliedern 16 und den Spannköpfen 26 bzw. 27 Ringe 23 vorgesehen, die mit einem geringeren Durchmesser als die Spannköpfe 26, 27 ausgeführt sein können. Anstelle von Ringen 23, wie hier gezeigt, können auch Abschnitte der Spannköpfe 26, 27 mit verringertem Durchmesser ausgeführt sein, die als Anschlagfläche für die Stege 19 der Kettenglieder 16 der Förderkette 15 fungieren können.

Wie aus Fig. 2 weiter erkennbar ist, umfaßt die Zugstange 22 einen Zugstangenkörper 28, auf dessen beiden Enden jeweils ein Spannkopf 26, 27 aufgenommen ist. Die beiden Spannköpfe 26, 27, in welchen die bolzenförmigen Elemente 24 federbelastet gelagert aufgenommen werden, können ebensogut auf den Zugstangenkörper 28 federnd gelagert sein. Der Zugstangenkörper 28 seinerseits kann ebenfalls ein federndes Element umfassen, mit dem seine Enden auseinandergehalten werden, um eine Anlage an den seitlichen Stegen 19 der Kettenglieder 16 der Förderketten 15 zu erzielen.

Anstelle federnd gelagerter Spannköpfe 26, 27 können diese am Zugstangenkörper 28 auch starr aufgenommen werden. Der Zugstangenkörper 28 kann ferner eine Druckmediumquelle umfassen, durch welche die Bolzenvorspannung 25 beaufschlagt werden kann, angedeutet durch den gestrichelt wiedergegebenen Kanal innerhalb des Zugstangenkörpers 28. Als Druckmedium kommt ein komprimiertes Gas in Frage.

Der Durchmesser der Zugstange 22 ist derart bemessen, daß das Zugstangenelement 21 von der Bahnfangvorrichtung 1 ausgehend den Trockner 7 in dessen Bahnlaufebene passieren kann. Aus diesem Grunde ist eine extrem flache Bauform des Zugelementes 21 anzustreben, um Trocknereinlaß 8 und Trocknerauslaß 9 nicht modifizieren zu müssen. Eine Vergrößerung dieser Öffnungen am Trockner 7 würde dessen Energieverbrauch steigern, sowie unkontrollierten Fehllufteinzug begünstigen, was hingegen höchst unerwünscht ist.

Die Förderketten 15 verlaufen vom Trockner 7 ausgehend in den Kühlwalzenstand 10 ein und seitlich über Kettenräder um und entlang der Kühlwalzenumfangsflächen. Beim Auftreten eines Bahnrisses wird die Zugstange 22, nachdem ein im Wendestangendeck verbliebener Materialbahnrest mit dem Zugelement 22 verbunden wurde, in die Förderketten 15 beispielsweise im oberen Bereich des Kühlwalzenstandes 10 eingehangen. Das mit den Zugelement 22 verbundene Bahnende wird in Richtung Bahnfangvorrichtung 1 am Trockner 7 vorbei gefördert und in die Bahnfangvorrichtung 1 eingeführt. Mittels der beiden dort gelagerten relativ zueinander positionierbaren Zylinder 2 und 3 kann eine provisorische Verbindung zwischen den Bahnenden, nämlich dem in der Bahnfangvorrichtung 1 verbliebenen Bahnrest und dem durch das Zugelement 21 zurücktransportierten entlang des Rücktransportweges 5 beförderten Bahnendes hergestellt werden. Das Zugelement 22, nun dem ursprünglichen Bahnförderpfad folgend, fördert die derart provisorisch verbundene Materialbahn 4 wieder entlang des ursprünglichen Bahnlaufpfades durch die Komponenten der Rotation ein. In Fig. 1 sind nur die Komponenten Bahnfangvorrichtung 1, Trockner 6 sowie die Kühlwalzengruppe 10 dargestellt. Es ist jedoch ohne weiters möglich, den Einfädelpfad oder den Rücktransportpfad 5 für das Zugelement 21 durch das Wendestangendeck bis an den Falzapparat heran zu führen, um getrennte Materialbahnen 4 von dort bis an die Bahnfangvorrichtung 1 zurück zu befördern und sie dort mit dem in der Maschine, also den der Bahnfangvorrichtung 1 vorgelagerten Druckwerken verbliebenen Bahnabschnitt, zu verbinden. Auf diese Weise kann Makulatur dazu benutzt werden, das Einfädeln von Materialbahnen 4 zu erleichtern, Stillstandzeiten einzusparen und somit die Produktivität zu erhöhen.

Der in Fig. 1 nur schematisch dargestellte Rücktransportpfad 5 für die Materialbahn 4 kann auch unterhalb der Rotation verlaufen - allein, es muß sichergestellt sein, daß die Bahn 4 wieder bis an die Bahnfangvorrichtung 1 zurücktransportiert werden kann. Anstelle der Förderketten 15, die die Kühlwalzengruppe 10 passieren, kann im sich anschließenden Wendestangenüberbau auch ein anderes Bahnfördersystem verwendet werden, welches Einstecköffnungen 20, 21 für das Zugelement 22 umfaßt, beispielsweise ein flaches flexibles Band - sei es aus Kunststoff oder aus Metall - welches entlang seines gesamten Bahnförderweges und auch entlang des Rücktransportweges für das Zugelement 21 mit mehreren voneinander beabstandeten Antriebsstationen ausgestattet sein kann, welche unabhängig voneinander betätigt sind als Alternative zur Förderkette 15. TEILELISTE 1 Bahnfangvorrichtung

2 oberer Zylinder

3 unterer Zylinder

4 Transportpfad Bahn

5 Rücktransportpfad

6 Bahnförderebene

7 Trockner

8 Trocknereinlaß

9 Trocknerauslaß

10 Kühlwalzengruppe

11 Kühlwalzen

12 Bahnpfad Kühlwalzengruppe

13 Umlenkwalzen

14 Führungselemente für Rücktransport

15 Förderkette

16 Kettenglied

17 Rolle

18 Rolle

19 Steg

20 Öffnung

21 Bohrung

22 Zugstange

23 Ring

24 Bolzen

25 Bolzenvorspannung

26 antriebsseitiges Spannelement

27 bedienseitiges Spannelement

28 Zugstangenkörper


Anspruch[de]
  1. 1. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen in bahnverarbeitenden Maschinen mit einem entlang eines Bahneinzugspfades verlaufenden Förderelement, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel zueinander angeordnete, angetriebene Förderelemente (15) miteinander gegenüberliegenden Aufnahmeöffnungen (20) zur Montage bzw. Demontage eines Zugelementes (22) für die Materialbahn (4) versehen sind.
  2. 2. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderelemente (15) mit Aufnahmeeinrichtungen (21) zur Aufnahme des Zugelementes (22) versehen sind.
  3. 3. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtungen (21) sich an Kettengliedern (16) der Förderelemente (15) befinden.
  4. 4. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtungen (21) Stege (19) der Kettenglieder (16) durchsetzen.
  5. 5. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtungen (21) Rollenelemente (17, 18) von Kettengliedern (16) durchsetzen.
  6. 6. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (22) an beiden Enden (26, 27) mit Einhängeelementen (24) versehen ist.
  7. 7. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhängeelemente (24) federbelastet sind.
  8. 8. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhängeelemente (24) als federbelastete Bolzen ausgeführt sind.
  9. 9. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die federbelasteten Bolzen (24) während des Einziehens der Materialbahn (4) durch die Komponenten einer Rotationsdruckmaschine in die Aufnahmevorrichtungen (21) der Förderelemente (5) eingreifen.
  10. 10. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zugelement (22) neben dem Einzugspfad für eine Materialbahn (4) auch ein Rücktransportpfad (5) zugeordnet ist.
  11. 11. Bahneinzugsvorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende der Materialbahn (4) entlang des Rücktransportpfades (5) einer vorgelagerten Bahnfangvorrichtung (1) zuführbar ist.
  12. 12. Rotationsdruckmaschine zur Verarbeitung von Materialbahnen mit einem Rollenwechsler, Einzugswerk, mindestens einem Druckwerk, einer Bahnfangvorrichtung sowie einem Trockner, ferner einer Kühleinheit sowie einem Falzapparat mit vorgeschalteten Bahnwende- und Längsfalzeinheiten, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel zueinander angeordnete, angetriebene Förderelemente (15) miteinander gegenüberliegenden Aufnahmeöffnungen (20) zur Montage bzw. Demontage eines Zugelementes (22) für die Materialbahn (4) versehen sind.






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