PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19858219A1 21.06.2000
Titel Mauermaschine zum Erstellen von Wandelementen aus Bausteinen
Anmelder Veit Dennert KG Baustoffbetriebe, 96132 Schlüsselfeld, DE
Erfinder Dennert, Heinz, 96120 Bischberg, DE;
Dennert, Frank, 96120 Bischberg, DE;
Dennert, Veit, Dr., 96047 Bamberg, DE
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 17.12.1998
DE-Aktenzeichen 19858219
Offenlegungstag 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse E04G 21/22
Zusammenfassung Eine Mauermaschine (1) zum Erstellen von Wandelementen aus Bausteinen (2) ist mit einer Aufsetzstation (3), einer Mörtelauftragsstation (20), einer Übernahmestation (24) und einer Mauerstation (26) versehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Mauermaschine zum Erstellen von Wandelementen aus Bausteinen.

Seit geraumer Zeit werden aufgrund steigender Baupreise verschiedene Möglichkeiten gesucht, das herkömmliche Erstellen von Gebäuden durch Stein-auf-Stein-mauern von Gebäuden vor Ort durch rationellere Bauverfahren zu ersetzen. Neben dem seit Jahren praktizierten üblichen Fertighausbau ist eine Zielrichtung zur Rationalisierung die industrielle Vorfertigung von Gebäudeteilen aus Beton. Solchermaßen erstellte, oftmals als "Plattenbauten" bezeichnete Gebäude sind jedoch hinsichtlich Wärmedämmung und Wohnklima problematisch.

Um die Vorteile der traditionellen Massivziegelbauweise mit denen einer rationellen Vorfertigung von Wandelementen zu verbinden, ist es nun bekannt, solche Wandelemente oder Wandscheiben aus Bausteinen mittels Mauermaschinen in einer Fabrik vorzufertigen. Die durchaus individuell gestaltbaren Wandelemente werden nach ihrer Anfertigung zur Baustelle transportiert und per Kran zu dem jeweiligen Gebäude zusammengesetzt. Eine Mauermaschine zur Herstellung solcher Wandscheiben ist nun beispielsweise aus der EP 0 225 893 B 1 bekannt. Hierbei wird eine Lage von Bausteinen gemeinsam an einem Träger befestigt, der um eine relativ zu einem Portalgerüst höhenverfahrbaren Welle schwenkbar gelagert ist. Die Bausteine werden durch Schwenken des Trägers gewendet und mit der Oberseite nach unten in ihre Endposition in der Wandscheibe verbracht, wobei durch ein Absenken des Trägers die Lage von Bausteinen auf eine vorbestimmte Höhe in ein vorbereitetes Mörtelbett versetzt wird. Diese Handhabung der Bausteine und insbesondere das Wenden bedarf relativ aufwendiger konstruktiver Maßnahmen, da die Fixierung und Überführung der Bausteine während des Wendevorgangs hoher Kräfte bedürfen. Auch sind bei der vorbekannten Mauermaschine keine Maßnahmen vorgesehen, Längstoleranzen der Bausteine auszugleichen, um einerseits die Maßgenauigkeit des herzustellenden Wandelements und andererseits eine möglichst genau fluchtende Positionierung von vertikal durch das Wandelement verlaufenden Installationskanälen zu gewährleisten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Mauermaschine zu schaffen, die konstruktiv weniger aufwendig ist, dabei jedoch eine rationale und hinsichtlich ihrer Arbeitsschritte durchdachte Abfolge mit präziser Steinpositionierung gewährleistet. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Mauermaschine mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen vorgesehen. Demnach weist die Mauermaschine eine Aufsetzstation mit einer Steinauflageleiste auf, auf die jeweils eine Lage von Bausteinen von Hand oder mittels einer Beschickungseinrichtung auflegbar ist. Die aufgelegte Lage wird mittels einer Transporteinrichtung in eine Mörtelauftragsstation weitergeschoben. Darin wird mittels einer Bemörtelungseinrichtung eine Mörtelschicht auf die umgesetzte Lage der Bausteine von oben aufgebracht. Anschließend wird die bemörtelte Lage von einem Stapelgreifer übernommen und zu einer Mauerstation verbracht wird, in der sukzessive Lage auf Lage von Bausteinen zur Bildung eines oder mehrere Wandelemente aufgesetzt wird. Das Wandelement sitzt dabei auf einer Tragschiene, die nach komplettem Aufbau des Wandelements mittels einer Abtransporteinrichtung ausgefahren wird.

Um eine möglichst exakte Positionierung der einzelnen Bausteine in einer Lage des Wandelementes zu erreichen, ist an der erfindungsgemäßen Mauerschiene ferner eine Reihe von Arretierbolzen an der Aufsetzstation vorgesehen, die zum Eingriff in die Vertikallöcher der Bausteine dienen. Der Längsabstand der Arretierbolzen entspricht dabei dem Rastermaß dieser Vertikallöcher der vorzugsweise mit Fuge aneinandergereihten Bausteine.

Wie aus der vorstehenden Darstellung des Anmeldungsgegenstandes deutlich wird, ist die erfindungsgemäße Mauermaschine sauber in einzelne Stationen getrennt, so daß Positionierung, Durchlauf und Verarbeitung von Bausteinen besonders exakt und rationell erfolgen können. Dabei werden komplexe Handling-Schritte an den Bausteinen vermieden, da diese lediglich von Station zu Station geschoben bzw. im letzten Schritt gestapelt werden. Hierzu ist keinerlei Wendevorrichtung notwendig.

Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen des Anmeldungsgegenstandes, insbesondere im Hinblick auf eine optimierte Handhabung der einzelnen Bausteine in einer Lage des Wandelementes und auf eine Umfallsicherung für das fertiggestellte Wandelement. Nähere Ausführungen hierzu sind der nachfolgenden Beschreibung entnehmbar, in der eine Mauermaschine anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert wird. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Mauermaschine,

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die Anlage gemäß Fig. 1, sowie

Fig. 3 und 4 Stirnseitenansichten von Tragschienen mit unterschiedlich dicken Wandelementen und Umfallsicherung.

Wie aus Fig. 1 und 2 deutlich wird, ist eine Mauermaschine 1 in mehrere noch näher zu erläuternde Stationen eingeteilt, die hintereinander geschaltet sind. Auf der Beschickungsseite für die einzelnen Bausteine 2 ist als erstes eine Aufsetzstation 3 vorgesehen, die mit einer Steinauflageleiste 4 versehen ist. Die Zuführung der einzelnen Bausteine zur Aufsetzstation 3 erfolgt über quer dazu angeordnete und nahe heranreichende Plattenbänder 5, auf die Bausteine 2 in mehreren Lagen gestapelt sind. Zum Übersetzen der Bausteine 2 auf die Auflageleiste 4 ist eine in Fig. 1 näher dargestellte Hängebahn 6 vorgesehen, die einerseits eine in der deckenseitigen Kranbahn 7 verschiebbare Laufkatze 8 aufweist. Daran ist wiederum eine quer dazu verschiebbare Laufkatze 9 gelagert, die mittels einer Seilwinde 10 einen Steingreifer 11 trägt. Mit Hilfe dieser Hängebahn 6 können ein oder mehrere Arbeiter 12 jeweils eine Lage 13 von Bausteinen in der Aufsetzstation 3 auflegen.

Um eine genaue Positionierung der einzelnen Bausteine 2 zu erreichen, ist die Aufsetzstation 3 mit einer Ausrichteinrichtung 14 ausgerüstet, die im wesentlichen aus einem unterhalb der Auflageleiste 4 verlaufenden, anheb- und absenkbaren Grundträger 15 und daran angeordneten Arretierbolzen 16 besteht. Letztere sind jeweils zum Eingriff in die gemäß einschlägiger Normen positionierten Vertikallöcher 17 der Bausteine 2 bestimmt. Da die Arretierbolzen 16 in dem damit vorgegebenen Rastermaß angeordnet sind, werden die Bausteine 2 exakt positioniert. Dabei werden insbesondere Längentoleranzen ausgeglichen, die sich bei einer lückenlosen Aneinanderreihung von Bausteinen bei Untermaß aller Steine zu einer sehr hohen Maßabweichung bei der Gesamtlänge des herzustellenden Wandelementes summieren würden. Solche Längentoleranzen der Steine sind im übrigen die Regel und z. B. bei Bindemittel-gebundenen Steinen, wie Kalksandsteinen, Betonsteinen etc. vom Formenverschleiß abhängig. Bei gebrannten Steinen, z. B. Ziegelsteinen tritt ein Trocken- und Brandschwund auf, der ebenfalls zu einem erheblichen Untermaß der Ziegel führen kann.

Ein Hauptvorteil der exakten Positionierung der Bausteine 2 mit Hilfe der Ausrichteinrichtung 14 liegt darin, daß beim sukzessiven Aufbauen des Wandelementes die Vertikallöcher von Steinlage zu Steinlage exakt übereinander sitzen und somit sauber von oben nach unten durchlaufende Installationskanäle in den Wandelementen gebildet werden.

Die Arretierbolzen 16 sind am Grundträger 15 auswechselbar angeordnet, um beispielsweise an unterschiedliche Durchmesser der Vertikallöcher 17 oder an verschiedene Rastermaße angepaßt werden zu können. Ferner können bei gleichzeitigem Aufbau mehrerer kürzerer Wandelemente 18.1, 18.2, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist, in der Lücke 19 befindliche Arretierbolzen 16 weggelassen werden, um nicht zu stören.

Als Alternative zu der lösbaren Anordnung der Arretierbolzen kann eine längsaxial gefederte, versenkbare Lagerung der Bolzen vorgesehen sein. In diesem Falle können andere Bauelemente, wie beispielsweise Fensterstürze auf die Auflageleiste plaziert werden, deren Gewicht die Bolzen nach unten drückt.

In einer nicht näher dargestellten Ausführungsvariante kann die Ausrichteinrichtung 14 in der Aufsetzstation auch aus einem Platten- oder Gliederband nach Art eines Förderbandes bestehen, das mindestens die doppelte Länge gegenüber der Auflageleiste 4 verfügt. Dieses Band steht auf einer Seite der Anlage über, wie dies in Fig. 2 strichpunktiert bei Position 50 angedeutet ist. Das Gliederband 50 trägt wiederum Arretierbolzen 16', die in dem vorgegebenen Raster angeordnet sind. Ggf. können sie ausgewechselt werden, um eine Anpassung an ein anderes Rastermaß zu erlauben.

Die Beschickung der Mauermaschine erfolgt bei der Platten- bzw. Gliederband-Variante in dem seitlich auskragenden Bereich. Nach Komplettierung einer Lage wird der Vorschub des Gliederbandes aktiviert und die Steine in ihre Position in der Mauermaschine eingeschoben, wo sie - wie im folgenden noch näher erörtert wird - gehandhabt werden. Falls das Gliederband 50 mit der gezeigten Länge umlaufend ausgebildet ist, kann mit dem Aufsetzen einer neuen Mauersteinlage im seitlich auskragenden Bereich bereits wieder begonnen werden, während sich die komplettierte Steinlage noch in der Aufsetzstation 3 befindet. Insoweit ist eine Art Zwischenspeicher realisiert.

Zum weiteren Aufbau der Mauermaschine wird wiederum auf Fig. 1 und 2 verwiesen. Nach der Aufsetzstation 3 schließt sich eine parallel dazu angeordnete Mörtelauftragsstation an, in die die Lage 13 mittels einer balkenförmigen Verschiebeeinrichtung (Schieber 39) überführbar ist. In der Mörtelauftragsstation 20 ist eine Schienenbahn 21 vorgesehen, in der sich ein Mörtelaufgabegerät 22 oberhalb der sich jeweils in der Station 20 befindlichen Lage 13 fluchtend mit deren Längsrichtung verschieben läßt. Der Mörtel tritt über nicht näher dargestellte Breitschlitzdüsen am Mörtelaufgabegerät 22 aus und legt sich in Strängen auf der Oberseite der Lage 13 ab. Wird eine Lücke 19 in einer Lage 13 überfahren, kann die Mörtelzufuhr durch entsprechende Steuerung unterbrochen werden. Seitlich neben der Mauermaschine 1 ist im übrigen ein Mörtelmisch- und -pumpgerät 23 angeordnet, mit dem das Mörtelaufgabegerät 22 mit Material versorgt wird.

An dieser Stelle ist darauf aufmerksam zu machen, daß die nacheinander in den einzelnen Stationen 3, 20 aufgesetzten Bausteine 2 genau mit versetzten Stoßfugen zueinander angeordnet sind.

Auf die Mörtelauftragsstation 20 folgt eine Übernahmestation 24, in die die Lage mittels des Schiebers 39 weitergeschoben und in der die jeweilige Lage 13 bereitgestellt wird, um von einem Stapelgreifer 25 als Ganzes übernommen und in eine eigentliche Mauerstation 26 umgesetzt zu werden. Der Stapelgreifer 25 weist eine Laufkatze 27 auf, die in der Kranbahn 7 quer zur Lagenrichtung verschiebbar geführt ist. An höhenverstellbaren Vertikalauslegern 28 ist unten eine Greiferbalkenanordnung 29 montiert, die die gesamte Lage 13 in der Übernahmestation 24 mit quer zur Lagenrichtung aufeinander zuverfahrbaren Balkenarmen 13 ergreift, die Lage 13 anhebt (Pfeil 31), durch Bewegung der Laufkatze 27 zur Mauerstation 26 verbringt (Pfeil 32) und dort vertikal nach unten absetzt (Pfeil 33). Die jeweils erste Lage 13 eines Mauerelementes 18 wird dabei auf eine Tragschiene 34 gesetzt, die mechanisch so stabil ausgelegt und gelagert ist, daß sie die jeweiligen Wandelemente 18 während ihres Aufbaus und weiteren Transportes in der Mauermaschine 1 aufnehmen und halten kann. Dieser Abtransport wird im übrigen durch einen angedeuteten Kettenförderer 35 bewerkstelligt, der nach Komplettierung eines Wandelementes 18 die gesamte Tragschiene 34 aus der Mauerstation 26 wegfährt. In einem Zwischenlager 36 verbleiben die Wandelemente 18 während einer bestimmten Erhärtungszeit auf den Tragschienen 34, wonach sie mittels eines nicht näher dargestellten Kranes abgenommen und bis zur Verladung zur Baustelle zwischengelagert werden können. Die entleerten Tragschienen 34 werden in den Umlaufprozeß in der Mauermaschine 1 dann wieder eingeschleift, indem sie neben der Fertigungslinie zurücklaufen und über eine in Fig. 2 strichliert angedeutete Bahn 37 wieder in Arbeitsposition gebracht werden.

Wie insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, sind die Aufsetzstation 3, die Mörtelauftragsstation 20 und die Übernahmestation 24 durch einen gemeinsamen Auflagetisch 38 gebildet, auf dem die jeweilige Bausteinlage 13 quer zu sich selbst verschiebbar ist. Dies wird erreicht, indem der Auflagetisch 38 mit quer zu den Lagen 13 verlaufenden Tragstangen 40 versehen ist.

Es ist darauf hinzuweisen, daß die vorstehend erwähnte Übernahmestation 24 nicht unbedingt zwingend beim Erfindungsgegenstand vorhanden sein muß. Eine Mauersteinlage 13 kann auch direkt aus der Mörtelauftragsstation 20 vom Stapelgreifer 25 übernommen werden. Die Laufschienen der Schienenbahn 21, auf denen der Mörtelschlitten des Mörtelaufgabegerätes 22 läuft, haben dann lediglich eine genügend große lichte Weite zu haben, damit der Stapelgreifer in seiner Vertikalbewegung dazwischen hindurch paßt.

Schließlich ist als weitere Variante zu ergänzen, daß die Mörtelauftragsstation 20 auch in die Mauerstation 26 integriert werden kann. Dann wird nach dem Aufsetzen der unbemörtelten untersten Lage 13 auf die Tragschiene 34 diese Lage mit einem Mörtelaufgabegerät 22 bemörtelt, wonach sukzessive eine in der Aufsetzstation 3 gebildete Lage positioniert und bemörtelt wird. Bei dieser Ausführungsform ist das Niveau der Mörtelauftragsmaschine entsprechend dem Wachstum der Mauerelemente 18 in Höhenrichtung anzupassen.

Wie ferner aus Fig. 2 als Variante hervorgeht, können die fertiggestellten Wandelemente 18 gemäß Pfeilrichtung 51 auch seitlich aus der Mauerstation 26 ausgefahren werden. Der Transport der Wandelemente 18 erfolgt also parallel zu deren Längsrichtung bzw. Hauptebene, was einen schonernden Abtransport erlaubt.

Zum Arbeitsablauf insbesondere im Bereich des Auflagetisches 38 ist noch festzuhalten, daß nach Fertigstellung einer Lage 13 in der Aufsetzstation 3 der Grundträger 15 der Ausrichteinrichtung 14 nach unten weggezogen wird, wodurch die Arretierbolzen 16 außer Eingriff mit den Steinen 2 gelangen. Der Schieber 39 kann die gesamte Lage 13 als Reihe quer zu sich selbst in die Mörtelauftragsstation 20 verschieben. Danach kann sofort die Ausrichteinrichtung 14 wieder aktiviert werden. Während der Mörtelauftrag auf die eine Reihe 13 erfolgt, kann die neue Lage von den Arbeitern 12 bereits wieder gesetzt werden. Währenddessen wird die sich bereits in der Übernahmestation 24 befindliche Lage in die Mörtelstation 26 umgesetzt usw. Erkennbar sind also die einzelnen Schritte durch Einteilung der Mauermaschine 1 in verschiedene Stationen vereinzelt, greifen jedoch so ineinander, daß ein rationeller Fertigungsfluß erzielbar ist.

Anhand der Fig. 3 und 4 ist noch eine sogenannte Umfallsicherung 42 zu erläutern, die bevorzugt, aber nicht zwingend in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Mauermaschine anwendbar ist. Diese Umfallsicherung 42 weist jeweils an den Längsenden 43 der Tragschienen 34 in entsprechenden Einstecköffnungen 44 verankerte vertikale Stützen 45 auf, die an ihrem oberen Ende mit einer sich nach oben aufweitenden Aufnahme 46 versehen sind. Die dementsprechend nach schräg oben weisenden Arme 47 der Aufnahme 46 stehen seitlich über die Wandelemente 18 hinaus. So können von oben Haltestreben 48 in die Aufnahmen 46 zweier endseitig angebrachter Stützen 45 eingelegt werden, die das Wandelement 18 beiderseits seiner Längsseiten 49 flankieren und somit gegen ein Umfallen sichern.

Die sich nach oben aufweitende Form der Aufnahmen 46 hat den Vorteil, daß ohne besondere Maßnahmen Wandelemente unterschiedlichster Dicke zuverlässig abgestützt werden können. So gleiten bei einem dickeren Wandelement 18.1 (s. Fig. 3) die Haltestreben 48 weniger tief in die Aufnahme 46, wie bei einem dünneren Wandelement 18.2 (s. Fig. 4).

Die Haltestreben 48 selbst können aus Rohren bestehen, die aus dünnwandigem Stahlblech oder Aluminium hergestellt sind. Auch eine Strebenfertigung aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Holz ist denkbar.

Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß Einstecköffnungen 44 auch in bestimmten Abständen über die gesamte Länge der Tragschienen 34 verteilt sein können, so daß zwischen zwei kürzeren Wandelementen noch eine zusätzliche Stütze 45 aufgestellt werden kann. Dann braucht das Widerstandsmoment der Haltestreben 48 weniger groß sein als für den Fall, daß diese lediglich an ihren Enden unterstützt sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Mauermaschine zum Erstellen von Wandelementen aus Bausteinen mit

    1. - einer Aufsetzstation (3) mit einer Steinauflageleiste (4), auf die jeweils eine Lage (13) von Bausteinen (2) mittels einer Beschickungseinrichtung (6) auflegbar ist,
    2. - einer Transporteinrichtung (39), mittels der die aufgelegte Lage (13) in eine Mörtelauftragsstation (20) weitertransportiert ist,
    3. - einer Bemörtelungseinrichtung (22) in der Mörtelauftragsstation (20), mittels der eine Mörtelschicht auf die weitertransportierte Lage (13) von Bausteinen (2) aufbringbar ist,
    4. - einem Stapelgreifer (25) zur Übernahme der bemörtelten Lage (13) und zu deren Positionierung in
    5. - einer Mauerstation (26), in der sukzessive Lage (13) auf Lage (13) der Bausteine (2) auf einer Tragschiene (34) zur Bildung eines oder mehrere Wandelemente (18) aufgesetzt wird,
    6. - einer Abtransporteinrichtung (35) zum Ausfahren der jeweiligen Tragschiene (34) mit dem darauf aufgebauten Wandelement (18), und
    7. - einer an der Aufsetzstation (3) vorgesehenen Ausrichteinrichtung (14) für die Bausteine (2), die eine Reihe von Arretierbolzen (16) jeweils zum Eingriff in die Vertikallöcher (17) der Bausteine (2) aufweist, deren Längsabstand dem Rastermaß der Vertikallöcher (17) der aneinandergereihten Bausteine (2) entspricht.
  2. 2. Mauermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierbolzen (16) an einem unterhalb der Steinauflageleiste (4) verlaufenden, anheb- und absenkbaren Grundträger (15) vorzugsweise versenkbar angeordnet sind.
  3. 3. Mauermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steinauflageleiste als mit den Arretierbolzen (16) versehenes Transportband, insbesondere Platten- oder Gliederband (50), ausgebildet ist.
  4. 4. Mauermaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierbolzen (16) auswechselbar am Grundträger (15) bzw. Transportband (50) angebracht sind.
  5. 5. Mauermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mörtelauftragsstation in die Mauerstation integriert ist.
  6. 6. Mauermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Mörtelauftragsstation (20) und Mauerstation (26) eine Übernahmestation (24) vorgesehen ist, in die die bemörtelte Lage (13) von der Mörtelauftragsstation (20) aus weiterschiebbar ist und in der die Lage (13) vom Stapelgreifer (25) übernehmbar ist.
  7. 7. Mauermaschine nach Anspruch 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsetzstation (3) mit Steinauflageleiste (4), die Mörtelauftragsstation (20) und die Übernahmestation (24) einen gemeinsamen Auflagetisch (38) aufweisen, auf dem die jeweilige Bausteinlage (13) quer zu sich selbst verschiebbar ist.
  8. 8. Mauermaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagetisch (38) quer zu der Bausteinlage (13) verlaufende Tragstangen (40) aufweist.
  9. 9. Mauermaschine insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils zur Aufnahme und zum Transport der Wandelemente (18) vorgesehenen Tragschienen (34) mit einer Umfallsicherung (42) für das jeweilige Wandelement (18) versehen ist.
  10. 10. Mauermaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfallsicherung (42) zwei an jeweils einem Längsende (43) der Tragschiene (34) angebrachten, vertikalen Stützen (45) und darauf gelagerten, das Wandelement (18) beiderseits seiner Längsseiten (49) flankierenden Haltestreben (48) aufweist.
  11. 11. Mauermaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager der Haltestreben (48) an den Stützen (45) jeweils durch eine sich nach oben aufweitende Aufnahme (46) gebildet ist, in die die Haltestreben (48) einlegbar sind.
  12. 12. Mauermaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (45) jeweils in eine Aufnahmeöffnung (44) in der Tragschiene (34) einsteckbar sind.
  13. 13. Mauermaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß über die Länge der Tragschiene (34) weitere Aufnahmeöffnungen zum Einstecken von Zwischenstützen (45) verteilt sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com