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Dokumentenidentifikation DE19858272A1 21.06.2000
Titel Bogendruckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Jentzsch, Arndt, Dipl.-Ing., 01640 Coswig, DE
DE-Anmeldedatum 17.12.1998
DE-Aktenzeichen 19858272
Offenlegungstag 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse B41F 5/24
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise in kompakter Bauweise bei hoher Variabilität.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Druckzylinder (3) dreifachgroß oder größer dreifachgroß ist und diesem Druckzylinder (3) mindestens ein Klischeezylinder (7) mit einem Kammerrakeleinfärbsystem (6), eine weitere Zylindergruppe (5) bildend, zugeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise.

Im Druckmaschinenbau sind als wesentliche Bauformen Satellitendruckmaschinen, Tandemdruckmaschinen und Reihendruckmaschinen/Aggregatdruckmaschinen bekannt (Nalenski; Offsetdruck; Polygraph Verlag Frankfurt/M; 1991; Seite 64 ff.).

Bei den Satellitendruckmaschinen sind mehrere Zylindergruppen (Offsetzylinder/Druckformzylinder) einem mehrfachgroßen Druckzylinder, der mit einer Bogenzuführung und einer Bogenabführung zusammenwirkt, zugeordnet.

Bei der Tandembauweise von Druckmaschinen sind mindestens zwei Maschinen durch Übergabezylinder oder ein Kettensystem verbunden hintereinander angeordnet. Jede Maschine ist dabei in Fünfzylinderbauart - ein Druckzylinder, zwei Offsetzylinder und zwei Druckformzylinder - ausgebildet und die erste Maschine ist mit der Bogenzuführung und die zweite Maschine mit der Bogenabführung verbunden.

Bei der Aggregatbauweise sind mindestens zwei Dreizylinderdruckwerke - ein Druckzylinder, ein Offsetzylinder, ein Druckformzylinder - durch mindestens einen Übergabezylinder miteinander verbunden. Dem ersten Druckwerk ist dabei die Bogenzuführung und dem letzten Druckwerk die Bogenabführung zugeordnet.

Es ist auch ein Aggregat-Druckwerk bekannt (DE 197 14 807 A1), welches aus einem Druckzylinder, einem Übergabezylinder und einem Klischeezylinder mit einem Kammerrakeleinfärbsystem besteht.

Dem Nachteil der Unflexibilität der Satellitenmaschinen steht als Vorteil der hohe Kompaktheitsgrad gegenüber.

Nachteilig bei den Aggregatmaschinen ist die große Bauraum beanspruchende Bauweise, der allerdings eine hohe Variabilität und eine günstige Fertigungsmöglichkeit gegenübersteht.

Bei den Tandemmaschinen, deren Bauweise fast gänzlich vom Markt verschwunden ist, sind eine Vielzahl von Bogenübergaben erforderlich und diese Bauweise ist nicht variabel.

Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise in kompakter Bauweise bei hoher Variabilität.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch das Kennzeichen des ersten Patentanspruchs gelöst, zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen offenbart.

Nachfolgend wird die erfinderische Lösung an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.

Die Zeichnung zeigt eine Bogendruckmaschine.

Die dargestellte Flexobogendruckmaschine ist mit zwei Druckwerken 1 ausgestattet. Das erste Druckwerk 1.1 ist über ein Anlageaggregat 2 mit einem bekannten, nicht dargestellten Bogenanleger verbunden. Dem zweiten Druckwerk 1.2 ist entweder ein nicht dargestelltes drittes Druckwerk oder eine nicht dargestellte Bogenabführung zugeordnet.

Jedes Druckwerk 1 enthält zwei einem Druckzylinder 3 zugeordnete Zylindergruppen 4; 5 und einen Übergabezylinder 8.

Jede Zylindergruppe ist ausgestattet mit einem mit dem Druckzylinder 3 in Wirkverbindung stehenden Klischeezylinder 7 und einem Kammerrakeleinfärbsystem 6 mit einer Aniloxwalze und einem Kammerrakel.

Die beiden dem Druckzylinder zugeordneten Zylindergruppen 4; 5 sind spiegelbildlich bezüglich einer Spiegelebene 14 angeordnet; die Spiegelebene ist vertikal bzw. nahezu vertikal angeordnet.

Der Klischeezylinder 7 ist einfachgroß; relativ zum Klischeezylinder 7 ist der Druckzylinder dreifachgroß und der Übergabezylinder 8 doppeltgroß.

Der Übergabezylinder 8 kann auch als allgemein bekannter Wendezylinder 15 ausgebildet werden.

Die Verbindungslinie 10 der Mittelpunkte 11; 12 von Druckzylinder 3 und Übergabezylinder 8 schließt mit der Horizontalen 9 durch den Druckzylindermittelpunkt 11 einen Winkel α = 15° ein. Bezugszeichenaufstellung 1 Druckwerk

1.1 erstes Druckwerk

1.2 zweites Druckwerk

2 Anlageaggregat

3 Druckzylinder

4 erste Zylindergruppe

5 zweite Zylindergruppe

6 Kammerrakeleinfärbsystem

7 Klischeezylinder

8 Übergabezylinder

9 Horizontal

10 Verbindungslinie

11 Mittelpunkt Druckzylinder

12 Mittelpunkt Übergabezylinder

1314 Spiegelebene

15 Wendezylinder


Anspruch[de]
  1. 1. Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise mit mindestens einem Druckwerk, welches einen mit einem Druckzylinder zusammenwirkenden einfachgroßen Klischeezylinder einschließlich einem Kammerrakeleinfärbsystem und einen dem Druckzylinder nachgeordneten, die Verbindung zu dem nachfolgenden Druckwerk oder zur Auslage herstellenden doppeltgroßen Übergabezylinder enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckzylinder (3) dreifachgroß oder größer dreifachgroß ist und diesem Druckzylinder (3) mindestens ein Klischeezylinder (7) mit einem Kammerrakeleinfärbsystem (6) eine weitere Zylindergruppe (5) bildend, zugeordnet ist.
  2. 2. Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslinie (10) von Druckzylinder (3) und Übergabezylinder (8) gegenüber einer durch einen der Zylindermittelpunkte führenden Horizontalen (9) einen Winkel α von 15° einschließt.
  3. 3. Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden dem dreifachgroßem Druckzylinder (3) zugeordneten Zylindergruppen (4; 5) spiegelbildlich angeordnet sind.
  4. 4. Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergabezylinder (8) als Wendezylinder (15) ausgebildet ist.
  5. 5. Flexobogendruckmaschine in Aggregatbauweise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiegelebene (14) im Bereich einer Vertikalen angeordnet ist.






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