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Dokumentenidentifikation DE4241930C2 21.06.2000
Titel Stützbein
Anmelder SGB Holdings Ltd., Mitcham, Surrey, GB
Erfinder Papadopoulos, Demetrios Georgiou, Hounslow, Middlesex, GB
Vertreter Kuhnen & Wacker Patentanwaltsgesellschaft mbH, 85354 Freising
DE-Anmeldedatum 11.12.1992
DE-Aktenzeichen 4241930
Offenlegungstag 24.06.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse E04G 25/02
IPC-Nebenklasse E04G 1/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Stützbein nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein solches Stützbein ist aus der DE-A-36 41 349 bekannt. Das hierzu verwendete Strangpreßprofil weist Polygonquerschnitt auf, wobei zwischen im rechten Winkel zueinander liegenden Flächen unter 45° angeordnete Zwischenflächen vorgesehen sind. In vier im rechten Winkel zueinander liegenden ebenen Flächen sind Längsschlitze eingebracht, die in einstückig angeformte, in Querschnitt rechteckförmige Nuten zur Aufnahme von Spannschrauben für Ergänzungsstreben münden.

Derartige Stützbeine sind durch die Ecken des polygonalen Querschnitts unbequem auf der Schulter zu tragen. Insbesondere können im Innenumfang dem Polygonquerschnitt des Strangpreßprofils angepaßte Außenklemmen nur in definierten Winkelstellungen angebracht werden, so daß Ergänzungsstreben oder ähnliche Komponenten nur in definierten Winkelstellungen montiert werden können. Darüber hinaus führt die Rechteckform der Nutenwände zu erheblichen Spannungsspitzen bei Einleitung von Torsionskräften, so daß das Stützbein zur Vermeidung von Brüchen an diesen Stellen relativ stark dimensioniert werden muß, was seine Herstellung verteuert und sein Gewicht erhöht.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Stützbein dieser bekannten Gattung zu schaffen, welches eine Befestigung von Außenklemmen in jeder beliebigen Winkellage ermöglicht und Spannungsspitzen bei Torsionsbelastung weitgehend vermeidet.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.

Dadurch, daß die Wand des Strangpreßprofils - mit Ausnahme des Bereichs der Lippen - kreisförmigen Außenumfang aufweist, können Außenklemmen mit entsprechendem Innenumfang in jeder beliebigen Winkelstellung festgelegt werden. Dies ist insbesondere für Schalungen an gekrümmten Flächen von besonderem Vorteil. Überdies ergibt sich durch den Wegfall von Ecken und Kanten ein verbesserter Tragekomfort auf der Schulter. Damit erhält sich ein erfindungsgemäßes Stützbein zusätzlich zunächst einmal diejenigen Vorteile, auf die der gattungsgemäße Stand der Technik im Vergleich zu der allgemein üblichen Verwendung von Rundrohren verzichten mußte.

Im Falle eines Rundrohres mit Längsschlitzen, wie sie aus dem gattungsgemäßen Stand der Technik bekannt sind, müssen sämtliche Spannungen aufgrund von Torsionsbelastungen über das Material aufgenommen werden, welches die beiden Seiten jedes Schlitzes miteinander verbindet. Hier ergeben sich erfindungsgemäß besondere zusätzliche Vorteile dadurch, daß diese Aussteifungen in einer im wesentlichen halbkreisförmigen Gestalt ausgebildet sind, also ebenfalls ohne Ecken und Kanten, die zu lokalen Spannungsspitzen führen könnten. Hierdurch wird das eingesetzte Material bestmöglich ausgenutzt und bei hoher Festigkeit eine dennoch leichte Bauweise erzielt.

Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.

Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, wobei

Fig. 1 einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Stützbeines darstellt,

Fig. 2 einen vergrößerten Teilschnitt eines Teils des Strangpreßprofils von Fig. 1 ist, und

Fig. 3 einen Querschnitt eines stranggepreßten bzw. durch eine Form gepreßten Beines zeigt, das eine modifizierte Ausgestaltung der Erfindung bildet.

Zunächst wird auf Fig. 1 und 2 der Zeichnungen Bezug genommen, die ein Stützbein eines Strangpreßprofils 1 aus Aluminium zeigen. Das Strangpreßprofil weist eine äußere Wand 2 auf, die eine kreisförmige äußere Oberfläche 3 und eine kreisförmige innere Oberfläche 4 besitzt, wodurch eine kreisförmige Wand mit gleichförmigen Querschnitt definiert wird, wobei das Rohr mit einer Vielzahl von im gleichen Winkel beabstandeten Schlitzanordnungen 5 versehen ist.

Fig. 2 veranschaulicht eine typische Schlitzanordnung 5 in einem vergrößerten Maßstab. Im Bereich jeder Schlitzanordnung 5 wird die äußere Wand 2 des Strangpreßprofils unterbrochen. Jede Schlitzanordnung 5 definiert einen offenen Schlitz 6, der sich zwischen zwei nach innen gerichteten Lippen 7, 8 befindet, wobei sich die Lippen von der kreisförmigen äußere Wand 2 weg erstrecken. Die Lippen 7, 8 weisen flache äußere Flächen 9, 10 auf, die miteinander fluchten, wobei die flachen Flächen eine Ebene definieren, die senkrecht auf dem Radius steht, der durch das Zentrum des Strangpreßprofils 1 zu dem Zentrum des Schlitzes 6 verläuft. Die flachen äußeren Flächen 9, 10 der Lippen 7, 8 bilden deshalb eine flache Anschlagsoberfläche, gegen die ein Element, das mit dem Strangpreßprofil verbunden werden soll, stößt. Die Lippen 9, 10 weisen ebenso flache miteinander fluchtende innere Flächen 11, 12 auf, die parallel zu den äußeren Flächen verlaufen. Diese inneren Flächen sind vorgesehen, um geeignete Klemm- bzw. Spannmittel aufzunehmen, damit Gegenstände ohne weiteres an das Bein geklemmt werden können.

Zwischen den Punkten auf jeder Seite des Schlitzes 6, wo die Lippen 7, 8 in die äußere Wand 2 übergehen, erstreckt sich eine im wesentlichen halbkreisförmige Aussteifung 13. Die Aussteifung ist derart nach innen gerichtet bzw. sie weist nach innen, so daß sie eher im Inneren des durch die Wand 2 definierten Rohres als an dessen Äußerem positioniert ist. Die innere Oberfläche 14 der Aussteifung 13 definiert somit zusammen mit den Lippen 7 und 8 einen Kanal 15, der mit den Schlitzen 6 in Verbindung steht, wobei der Kanal 15 einen im wesentlichen halbkreisförmigen Boden, der durch die Fläche 14 der Aussteifung 13 definiert ist, und ein im wesentlichen planes Oberteil aufweist, das durch die Oberflächen 11 und 12 der nach innen gerichteten Lippen 7 und 8 definiert ist.

Es wurde herausgefunden, daß ein Stützbein, das die in bezug auf Fig. 1 und 2 veranschaulichte Gestalt aufweist, verschiedene Vorteile gegenüber dem Stand der Technik besitzt.

Eine Ausgestaltung eines wie oben beschriebenen Beins ist bei gleicher Festigkeit 6% leichter als ein herkömmliches Bein, welches oben erwähnt wurde.

Das Bein besitzt jedoch dadurch einen weiteren Vorteil gegenüber dem Stand der Technik, daß das Bein acht im gleichen Winkel beabstandete Schlitze aufweist. Diese ermöglicht es, daß das Bein nicht nur mit Elementen, die sich orthogonal zueinander erstrecken, sondern ebenso mit Elementen, die sich um 45° zu der Orthogonalen erstrecken, verwendet werden kann. Dies verschafft der Konstruktion von Stützsystemen ein viel größeres Maß bzw. einen größeren Grad an Flexibilität. Die Verwendung eines oben beschriebenen Beines vereinfacht zum Beispiel die Herstellung einer achteckigen Gestalt, und sie vereinfacht die Unterstützung bzw. Abstützung einer Ecke einer horizontalen Verschalung, die vom Stützbein "auskragt".

Es soll hervorgehoben werden, daß die äußere Einhüllende des Strangpreßprofils von Fig. 1 und 2 ein Kreis ist. Dies führt zu dem Vorteil, daß das Profil relativ einfach zu tragen ist, und es ist festgestellt worden, daß es leichter auf einer Schulter ruht als die Beine gemäß dem Stand der Technik. Ebenso soll entsprechend gewürdigt werden, daß, obwohl das äußere Profil des Beines kreisförmig ist, es möglich ist, eine Klemm- bzw. eine Feststellvorrichtung mit dem Bein zu verwenden, die gegen die äußere Peripherie bzw. gegen den Außenumfang des Beines gespannt ist, wobei die Feststellvorrichtung somit in jedem ausgewählten Winkel positionierbar ist. Es ist natürlich unmöglich, eine Feststellvorrichtung zu schaffen, die mit einem Bein mit im wesentlichen quadratischen Querschnitt unter jedem ausgewählten Winkel in Eingriff steht. Solch eine Feststellvorrichtung kann mit dem Bein nur in orthogonalen Winkeln in Eingriff stehen.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Beines besteht darin, daß, falls das Bein mit einer Hebevorrichtung bzw. einem Einfahrzylinder, die bzw. der sich innerhalb des hohlen Inneren des Beins erstreckt, verwendet wird, der Einfahrzylinder durch die nach innen gerichtete Aussteifung 13 geführt wird, wobei acht solcher Versteifungen vorhanden sind, die die Bewegungen des Einfahrzylinders beschränken. Der Einfahrzylinder wird deshalb in einer verbesserten Weise geführt werden und die Stabilität des Einfahrzylinders innerhalb des Beines wird verbessert sein.

In Fig. 3 ist eine weitere, etwas vereinfachte Ausgestaltung der Erfindung veranschaulicht. Diese Ausgestaltung ist weitesgehend mit der Ausgestaltung der Fig. 1 ähnlich, wobei gleiche Bezugszeichen für gleiche Teile verwendet werden. Es soll hervorgehoben werden, daß in dieser Ausgestaltung nur vier Schlitzanordnungen in unter gleichem Winkel beabstandeten Positionen vorgesehen sind. Dieses Bein besitzt nicht all die Vorteile des oben beschriebenen Heines gemäß Fig. 1, aber nichtsdestotrotz erweist sich dieses Bein als sehr nützlich und vorteilhaft. Es ist sehr wichtig hervorzuheben, daß ein typisches Bein dieser Gestalt, welches die gleiche Leistung wie das oben diskutierte Bein des Standes der Technik liefert, zu einer Gewichtsersparnis von 15% führt. Das Bein wird ebenso neben den Vorteilen einer relativ einfachen Tragbarkeit, den weiteren Vorteil haben, daß es die Verwendung einer Feststellvorrichtung in der Gestalt eines das Bein umgebenden Ringes zuläßt, die zusätzliche Gegenstände oder Bauteile in jedem ausgewählten Winkel an das Bein klemmt.

Es soll hervorgehoben werden, daß die durch die erfindungsgemäßen Beine im Vergleich zu dem Stand der Technik erzielte Gewichtseinsparung bedeutet, daß weniger Rohmaterial bei der Herstellung der Beine verwendet wird, daß die Beine weniger teuer für den Hersteller werden, und daß das geringe Gewicht den Transport der Beine vereinfacht, wobei die Aufrichtung der Stütze, die die Beine verwenden, erleichtert wird. Insgesamt bedeutet dies, daß ein Stützsystem, das eine bestimmte Funktion aufweist, ein geringeres Gesamtgewicht haben wird.

Die Erfindung schafft somit ein Stützbein in Form eines Strangpreßprofils aus Aluminium oder dergleichen. Das Bein weist eine Vielzahl von axial verlaufenden Schlitzen in seinem Äußeren an im wesentlichen im gleichen Winkel beabstandeten Positionen auf. Die Wand des Beins definiert einen im wesentlichen kreisförmigen Außenumfang und ein hohles Inneres. Die Wand wird durch Schlitzanordnungen an im wesentlichen im gleichen Winkel beabstandeten Positionen unterbrochen, wobei jede Schlitzanordnung ein Paar von nach innen gerichteten Lippen aufweist, die einen Schlitz dazwischen definieren, und wobei sich eine nach innen gerichtete Aussteifung einer im wesentlichen halbkreisförmigen Gestalt zwischen den Punkten erstreckt, wo sich die Lippen auf jeder Seite des Schlitzes über die kreisförmige Wand erstrecken.


Anspruch[de]
  1. 1. Stützbein, welches

    ein Strangpreßprofil (1) aus Aluminium oder dergleichen aufweist, wobei

    das Bein eine Vielzahl von axial verlaufenden Schlitzen (6) in seinem Äußeren an im wesentlichen im gleichen Winkel zueinander beabstandeten Positionen ausbildet,

    das Bein eine Wand und ein hohles Inneres aufweist, wobei

    die Wand durch Schlitzanordnungen (5) an im wesentlichen in gleichem Winkel zueinander beabstandeten Positionen unterbrochen ist,

    jede Schlitzanordnung (5) ein Paar von nach innen gerichteten Lippen (7, 8) mit im wesentlichen miteinander fluchtenden flachen äußeren Flächen (9, 10) aufweist, die zwischen sich einen Schlitz (6) definieren, und wobei

    sich eine nach innen gerichtete Aussteifung (13) zwischen den Punkten erstreckt, wo sich die Lippen (7, 8) an jeder Seite des Schlitzes (6) von der Wand erstrecken,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    die Wand mit Ausnahme des Bereichs der Lippen (7, 8), einen kreisförmigen Außenumfang aufweist, und daß die Aussteifung (13) in einer im wesentlichen halbkreisförmigen Gestalt ausgebildet ist.
  2. 2. Stützbein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Flächen (9, 10) der Lippen (7, 8) eine Ebene definieren, die senkrecht auf einem Radius des Strangpreßprofils (1) steht, der durch das Zentrum des entsprechenden Schlitzes (6) verläuft.
  3. 3. Strangpreßprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Flächen (11, 12) der Lippen (7, 8) eine im wesentlichen ebene Oberfläche definieren, die sich senkrecht zu einem Radius des Strangpreßprofils (1) erstreckt, der durch das Zentrum des Schlitzes (6) verläuft.
  4. 4. Stützbein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß acht im gleichen Winkel beabstandete Schlitze (6) vorliegen.
  5. 5. Stützbein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vier im gleichen Winkel beabstandete Schlitze (6) vorliegen.






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