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Dokumentenidentifikation DE19859733A1 29.06.2000
Titel Vorrichtung für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, die zum Schutz vor Abrasion zumindest einen auf zumindest einen Tragkörper aufgeklebten Schleißkörper aufweist
Anmelder Hüls Infracor GmbH, 45772 Marl, DE
Erfinder Hülsbusch, Franz-Josef, Dipl.-Ing., 59394 Nordkirchen, DE
DE-Anmeldedatum 23.12.1998
DE-Aktenzeichen 19859733
Offenlegungstag 29.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2000
IPC-Hauptklasse B01J 19/02
IPC-Nebenklasse B32B 15/00   
Zusammenfassung Die vorliegende Vorrichtung ist geeignet, Feststoffpartikel aufweisende Medien zu transportieren. Zur Verhinderung von Abrasion weist die Vorrichtung Schleißkörper, die z. B. aus Aluminiumoxid, Siliziumcarbid oder Siliziumnitrid bestehen können, auf. Diese Schleißkörper werden nicht wie heute üblich mit Klebern auf Epoxid-Basis auf Tragkörpern aufgeklebt, sondern es wird zum Kleben ein Silikonkleber verwendet. Durch die Verwendung des Silikonklebers ist es erfindungsgemäß gelungen, eine Vorrichtung zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien zur Verfügung zu stellen, die geeignet ist, auch Medien zu transportieren, die eine Temperatur von mehr als 300°C aufweisen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß erheblich höhere Standzeiten erreicht werden können.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Zu- und Abgasen, wie sie z. B. in Kraftwerken vorkommen, insbesondere zum Transport von Kohlenstaub und Flugstaub, verwendet werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, die zum Schutz vor Abrasion zumindest einen aufgeklebten Schleißkörper aufweist.

Ebenfalls betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Der Transport von Feststoffpartikel enthaltenden Medien gewinnt zunehmend an Bedeutung. Viele Feststoffe werden in Form von fließfähigen Pulvern oder Granulaten transportiert. Als Medium dienen Flüssigkeiten oder Gase. Besonders häufig wird als Transportmedium ein Gas wie z. B. Luft in Form von Preßluft verwendet. Oft werden die Feststoffpartikel durch mobile Behälter, wie z. B. Staubkesselwagen vom Hersteller zum Kunden geliefert. Beim Kunden selbst wird der Behälter z. B. mittels Preßluft entleert und über Rohrleitungen zum Einsatzort oder zu einem Zwischenbehälter transportiert. Dieser Transport mittels Preßluft als Medium erfordert verstärkte Transportvorrichtungen, da die Feststoffpartikel, insbesondere wenn die Transportvorrichtung das Medium in einem Bogen leitet, das Material der Transportvorrichtung durch Abrasion abnutzen. Beim Transport von Zu- und Abgasen in Kraftwerken kommt es oft vor, daß die Medien bzw. die Feststoffpartikel mit einer bestimmten Temperatur transportiert werden müssen. Je nach Zusammensetzung der Feststoffpartikel bzw. des Mediums kann es, z. B. beim Vorhandensein von aggressiven Gasen im Medium, wie z. B. SO2 oder SO3 außerdem vorkommen, daß die Transportvorrichtung auch durch Korrosion geschädigt werden kann, insbesondere wenn höhere Temperaturen hinzukommen.

Im Kraftwerksbereich kommen für den Transport von Kohlenstaub, insbesondere beim Transport im Bogen, verstärkte Vorrichtungen, z. B. an den Außenseiten verstärkt gegossene Bögen zum Einsatz. Bei dieser Methode wird die Abrasion nicht verhindert, sondern in Kauf genommen. Durch die Verstärkung des Bogens wird eine längere Standzeit des Bauteils erreicht. Trotzdem verschleißen die Vorrichtungen nach relativ kurzer Zeit.

DE 43 42 300 lehrt ein korrosions- und abrasionsbeständiges Bauteil; welches auf der Innenseite mit mehreren Schichten beschichtet wird. Bei den Schichten handelt es sich im wesentlichen um Kunststoff und Gummimaterialien, die auf den Tragkörper aufgeklebt bzw. aufvulkanisiert werden. Solche Bauteile zeigen eine hohe Beständigkeit gegen Korrosion. Die Beschichtung mit Kunststoffen bzw. Gummi hat aber den Nachteil, daß diese Vorrichtung bei höheren Temperaturen nicht eingesetzt werden kann.

In neuerer Zeit werden Transportvorrichtungen mit Schleißkörpern aus harten Materialien, wie z. B. Aluminiumoxid eingesetzt. Diese Körper werden auf die Innenseite der Transportvorrichtung mittels Klebern auf Epoxidbasis oder mittels keramischer Kleber oder Mörtel geklebt. Diese Transportvorrichtung zeichnet sich durch eine hohe Abrasionsbeständigkeit aus. Bei der Verwendung von Klebern auf Epoxid-Basis nehmen die Standzeiten der Transportvorrichtungen aber beim Überschreiten einer Temperatur von 200°C deutlich ab, da bei solchen Temperaturen der Kleber auf Epoxid-Basis brüchig wird und die Platten sich von der Innenseite der Transportvorrichtung lösen. Die keramischen Kleber bzw. Mörtel sind temperaturbeständig bis über 1000°C, haben aber den Nachteil, nicht elastisch zu sein. Daher werden unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten zwischen Tragkörper- und Auskleidung (Schleißkörper) nicht kompensiert, was bei häufigen Temperaturwechseln zum Ablösen der Schleißkörper führen kann. Außerdem werden aufgrund des unelastischen Verhaltens stoßartige, punktuelle Belastungen nicht abgefedert, so daß die aufgeklebten Schleißkörper abplatzen.

Ziel der vorliegenden Erfindung war deshalb eine Vorrichtung für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, die zum Schutz vor Abrasion zumindest einen aufgeklebten Schleißkörper aufweist, bereitzustellen, die längere Standzeiten auch bei höheren Temperaturen zuläßt.

Überraschenderweise wurde gefunden, daß eine Vorrichtung für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, die zum Schutz vor Abrasion zumindest einen auf zumindest einen Tragkörper aufgebrachten Schleißkörper aufweist, durch Einsatz eines flexiblen Klebers wesentlich längere Standzeiten aufweist.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist deshalb eine Vorrichtung für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, die zum Schutz vor Abrasion zumindest einen auf zumindest einen Tragkörper aufgebrachten Schleißkörper aufweist, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß zumindest ein Tragkörper zumindest einen mit einem flexiblen Kleber aufgeklebten Schleißkörper aufweist.

Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Vorrichtungen für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen Tragkörper mit einem flexiblen Kleber zumindest ein Schleißkörper aufgeklebt wird.

Außerdem ist Gegenstand der vorliegenden Verbindung die Verwendung einer Vorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien.

Vorrichtungen zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien können im Rahmen der vorliegenden Erfindung z. B. Behälter, Düsen, Transportbänder, Übergabestationen, Schütten oder Rohrleitungen und Kanäle sein. Feststoffpartikel aufweisende Medien im Sinne der vorliegenden Erfindung können gasförmige oder flüssige Medien sein, die Feststoffpartikel enthalten, wie z. B. Kohlenstaub, Steinstaub oder Flugstaub enthaltende Gase und Flüssigkeiten, die Feststoffe, wie z. B. Salze, Sand oder Kies, enthalten, oder aber auch nur aus Feststoffpartikeln bestehende Medien, wie z. B. Stein- oder Kunststoffpulver oder -Granulate, sein.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß in ihr Feststoffpartikel aufweisende Medien transportiert werden können, auch wenn die Feststoffpartikel oder die Medien eine Temperatur von über 200°C aufweisen. Vor diesem Hintergrund werden mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung deutlich längere Standzeiten als bei herkömmlich ausgestatteten Vorrichtungen erreicht und damit die Betriebskosten deutlich geringer. Dies gilt insbesondere für Rohrleitungen in denen Kohlenstaub oder Flugstäube in Kraftwerken transportiert werden. Während der Fahrweise eines solchen Kraftwerks kann es zu Temperaturspitzen bei den zu transportierenden, Feststoffpartikel aufweisenden Medien kommen, so daß die üblicherweise eingestellte Temperatur von 100°C bis 250°C überschritten wird und Temperaturen von 300°C bis 330°C auftreten. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß diese Temperaturen ohne Schäden an den Schleißkörpern bzw. an der Befestigung der Schleißkörper am Tragkörper vertragen werden.

Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines flexiblen Klebers ergibt sich ein weiterer Vorteil. Beim Erwärmen oder Abkühlen der erfindungsgemäßen Vorrichtung kommt es nicht zu Spannungen auf Grund von unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der verwendeten Materialien des Tragkörpers, des Klebers und/oder der Schleißkörper, die entstehen würden, wenn der Kleber nicht elastisch bzw. flexibel wäre.

Außerdem hat die erfindungsgemäße Vorrichtung den Vorteil, daß stoßartige, punktuelle Belastungen der Schleißkörper auf Grund der Elastizität des Klebers abgefedert werden können, so daß die aufgeklebten Schleißkörper nicht abplatzen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden beschrieben, ohne daß die Vorrichtung auf diese Ausführungsart beschränkt ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Transportieren von Feststoffpartikel aufweisenden Medien weist vorzugsweise einen Tragkörper auf, der z. B. zumindest ein Material, ausgewählt aus Metallen, Stahl, Edelstahl, Bronze, Eisen, Kupfer, Kunststoff, Kohle, Glas oder einer Legierung oder eine Kombination dieser Materialien aufweisen kann. Eine mögliche Kombination wäre z. B. mit Glasfaser verstärkter Kunststoff. Besonders bevorzugt weist der Tragkörper Metalle, insbesondere Edelstahl auf. Der Tragkörper kann hohl sein und kann einen runden, ovalen oder vieleckigen Querschnitt aufweisen. Erfindungsgemäß können Tragkörper z. B. handelsübliche Behälter, Rohre, Rohrbögen, Rohrverzweigungen aber auch Schieber oder andere Absperrapparaturen sein. Es können aber auch Tragkörper verwendet werden, die nicht hohl sind, wie z. B. Bänder oder Schütten.

Auf der den zu transportierenden Feststoffpartikel zugewandten Seite des Tragkörpers befindet sich erfindungsgemäß zumindest ein Schleißkörper. Die den zu transportierenden Feststoffpartikeln zugewandte Seite ist im Normalfall die Innenseite eines hohlen Tragkörpers, z. B. die Innenseite eines Behälters oder Rohres. Je nach Einsatzzweck kann es aber auch vorkommen, daß die Außenseite eines hohlen Tragkörpers die den Feststoffpartikeln zugewandte Seite ist. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn in einem Rohr, welches ein Feststoffpartikel aufweisendes Medium transportiert wird ein weiteres Rohr, z. B. in Form einer Heizschlange, vorhanden ist. Diese Heizschlange kann zum Schutz vor Abrasion an der Außenseite mit zumindest einem Schleißkörper versehen sein.

Die Schleißkörper weisen vorzugsweise zumindest ein Material, ausgewählt aus Oxiden, Siliziden, Carbiden, Nitriden, Silikaten oder einer Kombination dieser Materialien auf. Besonders bevorzugt weist der Schleißkörper zumindest ein hartes Material, wie z. B. Aluminiumoxid, Siliziumnitrid, Bornitrid, Siliziumcarbid, auf. Die Schleißkörper können so geformt sein, daß sie den Konturen der Oberfläche des Tragkörpers folgen, wie z. B. Schleißschutzhalbschalen, oder aber aus einer Vielzahl flacher Körper bestehen. Diese Körper können entweder einzeln direkt auf den Tragkörper aufgebracht werden oder aber in der Art, daß mehrere Schleißkörper auf einem Gewebe fixiert sind und Bahnen dieses Gewebes auf die Oberfläche des Tragkörpers aufgebracht werden. Vorzugsweise werden Schleißkörper, die eine quadratische, rechteckige oder vieleckige Grundfläche aufweisen, wobei zumindest eine Kante eine Kantenlänge von 0,5 bis 100 cm aufweist, verwendet. Es kann vorteilhaft sein, die Kantenlänge der Schleißkörper von der Oberflächenbeschaffenheit des Tragkörpers abhängig zu machen. Ist die Oberfläche des Tragkörpers gewölbt, so ist es vorteilhaft, wenn bei einem kleinen Wölbungsradius Schleißkörper mit kleiner Kantenlänge und bei einem großen Wölbungsradius bzw. einer glatten Tragkörperfläche Schleißkörper mit großer Kantenlänge zu verwenden.

Die Schleißkörper sind mit dem Tragkörper vorzugsweise verklebt. Vorzugsweise wird ein Kleber verwendet, der Temperaturen von -10°C bis 600°C, besonders bevorzugt Temperaturen von 0°C bis 350°C und ganz besonders bevorzugt Temperaturen von 0°C bis 330°C ohne Veränderung seiner Eigenschaften aushält. Erfindungsgemäß wird ein Kleber verwendet, der im genannten Temperaturbereich elastisch und/oder flexibel ist. Ganz besonders bevorzugt wird als Kleber ein hochtemperaturbeständiger Silikonkleber, wie z. B. DeloGum 3699, Firma Delo, Cenusil RTV 7110 oder 7310, Firma Hüls Silicone oder bei Temperaturen bis maximal 300°C der Kleber Weicon HT 300, Firma Weidling bzw. bei Temperaturen bis maximal ca. 345°C der Silikonkleber Duraseal 1531 Gold, Firma Cotronics, verwendet.

Vorzugsweise wird die Vorrichtung zum Transportieren von Feststoffpartikel aufweisenden Medien dadurch hergestellt, daß auf einen Tragkörper, der ein Behälter, ein Rohr, eine Rohrverzweigung, ein Rohrbogen oder ein Kanalstück sein kann, eine Schicht eines Klebers z. B. durch Streichen oder Sprühen aufgebracht wird. Auf diese Klebeschicht werden Schleißkörper aufgebracht. Diese Schleißkörper können so geformt sein, daß sie den Konturen der Oberfläche des Tragkörpers folgen wie z. B. Schleißschutzhalbschalen, oder aber aus einer Vielzahl flacher Körper bestehen. Diese Körper können entweder einzeln direkt auf die Klebeschicht aufgebracht werden oder aber in der Art, daß mehrere Schleißkörper auf einem Gewebe fixiert sind und Bahnen dieses Gewebes auf die Oberfläche des Tragkörpers aufgebracht werden. Vorzugsweise werden Schleißkörper, die eine quadratische, rechteckige oder vieleckige Grundfläche aufweisen, wobei zumindest eine Kante eine Kantenlänge von 0,5 bis 100 cm aufweist, verwendet. Es kann vorteilhaft sein, die Kantenlänge der Schleißkörper von der Oberflächenbeschaffenheit des Tragkörpers abhängig zu machen. Ist die Oberfläche des Tragkörpers gewölbt, so ist es vorteilhaft, wenn bei einem kleinen Wölbungsradius Schleißkörper mit kleiner Kantenlänge und bei einem großen Wölbungsradius bzw. einer glatten Tragkörperfläche Schleißkörper mit großer Kantenlänge zu verwenden.

Die Schleißkörper können in den noch weichen Kleber eingedrückt oder aber nur auf den Kleber aufgedrückt werden. Werden die Schleißkörper in den Kleber eingedrückt, so kann es vorteilhaft sein, daß der Kleber, der aus den Zwischenräumen der Schleißkörper hervortritt entfernt und/oder glattgestrichen wird, so daß eine glatte Oberfläche entsteht. Werden die Schleißkörper auf den Kleber aufgebracht, so kann es vorteilhaft sein, wenn die Zwischenräume zwischen den Schleißkörpern mit zusätzlichem Kleber aufgefüllt werden, so daß ebenfalls eine glatte Oberfläche entsteht.

Als Kleber wird vorzugsweise ein Kleber verwendet, der flach dem Aushärten bzw. Abbinden nicht porös oder brüchig wird. Vorzugsweise weist der Kleber auch nach dem Aushärten eine relativ hohe Flexibilität bzw. Elastizität auf und behält diese Eigenschaften bei Temperaturen von -10°C bis 600°C, vorzugsweise von 0°C bis 350°C und ganz besonders bevorzugt von 0°C bis 330°C. Als geeigneter Kleber kann z. B. ein Silikonkleber, wie z. B. DeloGum 3699, Firma Delo, Cenusil RTV 7110 oder 7310, Firma Hüls Silicone oder bei Temperaturen bis maximal 300°C der Kleber Weicon HT 300, Firma Weidling bzw. bei Temperaturen bis maximal ca. 345°C der Silikonkleber Duraseal 1531 Gold, Firma Cotronics, verwendet werden.

Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Transportieren von Feststoffpartikel aufweisenden Medien in technischen Anlagen, vorzugsweise in Anlagen, in denen Feststoffpartikel durch komprimierte Gase, wie z. B. Preßluft, oder komprimierte Inertgase, transportiert werden, wie z. B. Steinstäube in Betonwerken, Kunststoffpulver in chemischen Anlagen oder Kohlenstaub in Kraftwerken, angewendet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist aber auch zum Transportieren von Ab- und Zugasen in industriellen Anlagen, wie z. B. Kraftwerken geeignet, da diese Gase häufig Feststoffpartikel, wie z. B. Stäube, Asche oder Ruß aufweisen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann insbesondere zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien verwendet werden, die eine Temperatur von -10°C bis 600°C, vorzugsweise von 0°C bis 350°C und ganz besonders bevorzugt von 0°C bis 330°C aufweisen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist ebenfalls zum Transport von flüssigen Medien, die Feststoffpartikel aufweisen, geeignet.

In Fig. 1 ist ein Ausschnitt eines Längsschnittes durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt, ohne daß die Vorrichtung auf diese Ausführungsart beschränkt ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einem Tragkörper (a) und Schleißkörpern (c). Diese Schleißkörper sind auf dem Tragkörper mittels einer Klebstoffschicht (b) befestigt. Der Klebstoff füllt auch die Spalten zwischen den einzelnen Schleißkörpern aus, so daß auf der Seite der Vorrichtung, die dem Feststoffpartikel aufweisenden Medium zugewandt ist, eine glatte Oberfläche vorhanden ist.

Beispiel 1 Rohrbogen mit aufgeklebten Schleißkörpern

Ein Rohrbogen aus Edelstahl mit einer Nennweite von 400 mm und einem Krümmungswinkel von 90° und einem Bogenradius von 600 mm, wurde mit dem Silikonkleber DeloGum 3699, Firma Delo, auf der Innenseite bestrichen. Auf den aufgestrichenen Kleber wurden Schleißkörper als quadratische Kacheln aus Aluminiumoxid mit einer Dicke von 10 mm und einer Kantenlänge von 20 mm aufgesetzt. Die Kacheln wurden in den Kleber eingedrückt und der aus den Zwischenräumen zwischen den Kacheln hervorquellende Kleber wurde so verstrichen bzw. entfernt, daß eine glatte Oberfläche entstand. Nach mehrtägigem Trocknen des Klebers wurde der Rohrbogen in eine Kohlenstaub fördernde Leitung in einem Kraftwerk eingesetzt.

In dieser Leitung wurden pro Stunde 4200 kg Kohlenstaub mit einer Geschwindigkeit von 22 m/s mit Luft als Transportmedium transportiert. Die Temperatur des Mediums bzw. des Kohlenstaubes betrug durchschnittlich 130°C. Nach einer Nutzungsdauer von anderthalb Jahren wurde der Rohrbogen ausgebaut und mit einem an gleicher Stelle benutzten Rohrbogen, der nach dem Stand der Technik ausgerüstet wurde, verglichen. Es zeigte sich, daß im erfindungsgemäßen Rohrbogen keine Fehlstelle vorhanden war. Rohrbögen mit Schleißkörpern, die mit Kleber auf Epoxidbasis angebracht waren, haben vorher bei gleicher Standzeit Fehlstellen bis zu ca. 5% der Fläche (unter störungsfreien Betriebsbedingungen) aufgewiesen. Diese Fehlstellen zwangen regelmäßig zu Reparaturauskleidungsarbeiten während der Kraftwerksrevision.

Beispiel 2 Aufgeklebte Schleißschutzhalbschale

In einem Kraftwerk wurden im Bereich der Brennerrohre Schleißschutzhalbschalen aus Siliziumcarbid mit einer Länge von 1100 mm und einem Radius von 250 mm mittels des Silikonklebers Duraseal 1531 Gold, der Firma Cotronics, auf den Tragkörper aufgeklebt. Trotz der hier vorliegenden Temperaturen von bis zu maximal ca. 330°C wurden nach mehrjährigem Einsatz keine Schäden an den Schleißschutzhalbschalen, dem Kleber oder dem Tragkörper festgestellt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, die zum Schutz vor Abrasion zumindest einen auf zumindest einen Tragkörper aufgebrachten Schleißkörper aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Tragkörper zumindest einen mit einem flexiblen Kleber aufgeklebten Schleißkörper aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper zumindest ein Material, ausgewählt aus Metall, Stahl, Edelstahl, Bronze, Eisen, Kupfer, Kunststoff, Glas oder einer Legierung oder einer Kombination dieser Materialien aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleißkörper zumindest ein Material, ausgewählt aus Aluminiumoxid, Oxiden, Siliziden, Carbiden, Nitriden, Silikaten oder einer Kombination dieser Materialien aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Kleber in einem Temperaturbereich von -10°C bis 600°C temperaturstabil und flexibel ist.
  5. 5. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber ein Silikonkleber ist, der zumindest in einem Temperaturbereich von -10°C bis 350°C temperaturstabil und flexibel ist.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung von Vorrichtungen für den Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen Tragkörper mit einem flexiblen Kleber zumindest ein Schleißkörper aufgeklebt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen Tragkörper, der zumindest ein Material, ausgewählt aus Metall, Stahl, Edelstahl, Bronze, Eisen, Kupfer, Kunststoff, Glas oder einer Legierung oder einer Kombination dieser Materialien aufweist, zumindest ein Schleißkörper aufgeklebt wird.
  8. 8. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Schleißkörper, der zumindest ein Material, ausgewählt aus Aluminiumoxid, Oxiden, Siliziden, Carbiden, Nitriden, Silikaten oder einer Kombination dieser Materialien aufweist, auf den Tragkörper aufgeklebt wird.
  9. 9. Verwendung einer Vorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Medien.
  10. 10. Verwendung einer Vorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Zu- oder Abgasen in technischen Anlagen.
  11. 11. Verwendung einer Vorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Transport von Kohlenstaub in Kraftwerken.
  12. 12. Verwendung einer Vorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Transport von Feststoffpartikel aufweisenden Flüssigkeiten.
  13. 13. Verwendung einer Vorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Transport von Feststoffpulvern oder -granulaten.






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