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Dokumentenidentifikation DE69131727T2 29.06.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0515543
Titel STRICKGEWEBE MIT STRECK- UND ISOLIERENDEN EIGENSCHAFTEN UND VERWANDTE KLEIDUNGSARTIKEL
Anmelder Howe, Philip M., Boston, Mass., US;
Howe, Eleanor J, Arlington, Mass., US
Erfinder Howe, Philip M., Boston, Mass., US;
Howe, Eleanor J, Arlington, Mass., US
Vertreter P. Meissner und Kollegen, 14199 Berlin
DE-Aktenzeichen 69131727
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.02.1991
EP-Aktenzeichen 919051466
WO-Anmeldetag 04.02.1991
PCT-Aktenzeichen US9100744
WO-Veröffentlichungsnummer 9112129
WO-Veröffentlichungsdatum 22.08.1991
EP-Offenlegungsdatum 02.12.1992
EP date of grant 20.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2000
IPC-Hauptklasse B32B 5/04
IPC-Nebenklasse A41D 31/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Strickgewebe und daraus hergestellte Kleidungsartikel.

Strickgewebe werden durch Verflechten von Fäden oder Garnen in einer Reihe verbundener Schlaufen hergestellt. Strickgewebe werden aus Wolle, Baumwolle, Acryl und aus sonstigen künstlichen Geweben sowie aus unterschiedlichen Kombinationen dieser Materialien hergestellt. Strickgewebe sind weich und geschmeidig, können Wärme halten, haben eine angenehme Beschaffenheit, fühlen sich gut an und haben ein gutes ästhetisches Aussehen. Strickgewebe können in buchstäblich allen Farben, Farbtönen und Mischungen in allen Preisklassen hergestellt werden. Strickgewebe sind aber durchlässig und bieten nur geringen Schutz gegen Wind, der durch das - selbst eng gestrickte - Strickgewebe tritt und für den Träger spürbar ist.

In EP-A-0313261 wird ein wetter- und windfest gefüttertes Kleidungsstück mit einer Außenschicht beschrieben, bestehend aus einem streckbaren Strick- oder Webstoff, und einer streckbaren Innenschicht, bestehend aus einer durchlässigen wasserabweisenden Polymerschicht mit einer hydrophilen Polymerschicht darauf, die wiederum mit einer Elastormerschicht versehen ist.

Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen ein Strickgewebematerial mit zwei Außenschichten aus Strickgewebe und einer Zwischenschicht aus einem Spandexmaterial zwischen den Schichten aus Strickgewebe, wobei das Spandexmaterial ein gewebtes Material mit ausreichend dichten Fäden und einer ausreichend hohen Anzahl von Fäden pro Flächeneinheit ist, um den Luftstrom durch das Material in einem solchen Ausmaß wirksam zu sperren, daß der Luftstrom für den Träger des Materials nicht signifikant spürbar ist, wobei die Fäden ein dehnbares Garn sind, das einen dehnbaren Kern und Stapelfasern um den Kern aufweist. Die äußeren Strickgewebeschichten sorgen für Wärme, fühlen sich gut an und sehen gut aus. Die Mittelschicht sorgt für die windfesten Eigenschaften. Da das Material der Mittelschicht geschmeidig ist, paßt es sich dem Strickgewebe an. Da sie nicht sichtbar ist, sehen das Material und die daraus hergestellten Artikel wie herkömmliche Strickwaren aus.

In den bevorzugten Ausführungsformen ist die Zwischenschicht auf eine oder beide Außenschichten mit Kreuzstichen über die Bereiche der Schichten aufgenäht, wobei das äußere Strickgewebe aus Wolle, Acryl, Baumwolle oder aus Mischungen dieser Fasern besteht.

Das Material wird vorzugsweise für Strickhüte, Jacken, Pullover, Handschuhe, Schals und für viele andere Kleidungsartikel verwendet. Folglich bilden Kleidungsartikel, die das o.a. Strickgewebe aufweisen, einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung.

Weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und den Ansprüchen ersichtlich.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Hutes und eines abnehmbaren Kopfbandes gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 ist eine Draufsicht mit teilweise abgelösten Schichten des in Fig. 1 dargestellten abnehmbaren Kopfbandes.

Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht einer alternativen, äußerst bevorzugten Form des Kopfbandaufbaus.

Fig. 4 ist eine Draufsicht eines Materials gemäß der vorliegenden Erfindung mit zusätzlichen Stichen.

Das verbesserte Strickgewebe mit Streck- und isolierenden Eigenschaften kann für zahlreiche Kleidungsartikel, wie Hüte, Jacken, Pullover, etc. verwendet werden. Die Verwendung in dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten Kopfband dient lediglich als Beispiel.

In Fig. 1, 2 und 3 hat der Hut 10 ein abnehmbares Kopfband 12, das mit Hakenklettverschlußbändern 14 in der Nähe des oberen Randes des Kopfbandes 12 und passenden Schleifenklettverschlußbändern 16 in der Nähe des unteren Randes des Innenseite des Hutes 10 befestigt ist.

Das Kopfband 12 wird an dem Hut durch Andrücken der an dem Kopfband befindlichen Klettverschlußbänder an die im Hutinneren befindlichen Klettverschlußbänder befestigt. Wenn das Kopfband nicht benutzt wird, kann es entweder von dem Hut abgenommen oder nach oben in den Hut geklappt werden. Die Vorteile des Kopfbandes 12 sind zahlreich. Es verwandelt jeden Hut, sowohl einen Frauen- als auch einen Männerhut, in einen warmen Winterhut. Es kann bei Verwendung von mehr als einem Kopfband an einem besonderen Hut oder bei Verwendung verschiedener Kopfbänder an verschiedenen Hüten ausgetauscht werden. Schließlich kann das Kopfband, wenn es nicht benutzt wird, leicht abgenommen werden.

In Fig. 3 ist ein alternatives Hutband 32 dargestellt, das aus einem durchgehenden Band mit einem schmalen Stimbereich 34 und einem breiten Ohren- und Nackenbereich 36 gebildet ist, um die der Witterung ausgesetzten Bereiche des Trägers wirksam zu schützen.

Das in Fig. 2 dargestellte Kopfband 12 besteht aus äußeren Strickgewebeschichten 18, 20 und einer Zwischenschicht 22 aus einem Spandexmaterial. Die Schichten 18, 20 und 22 sind entlang ihrer unteren Ränder an den zusammengefalteten Bereichen 24, 26 und 28 mit Stichen zusammengenäht, die in dem fertigen Kopfband 12 versteckt sind. Die äußeren Strickgewebeschichten 18, 20 werden an den oberen Rändern gefaltet und durch Stiche 30 miteinander sowie mit der Zwischenschicht 22 zusammengenäht. Die Zwischenschicht 22 erstreckt sich über die Stiche 30 hinaus und ist mit den Befestigungsstreifen 14 an dem erweiterten Bereich 32 versehen. Da lediglich die relativ dünne Zwischenschicht (und nicht die Außenschichten) den Hut während des Tragens überdeckt, ist die zusätzliche Dicke in dem Hut vorzugsweise gering zu halten.

Die Strickgewebeschichten 18, 20 können aus buchstäblich jeder Garnstärke oder -art, wie Wolle, Acryl, Baumwolle oder Mischungen dieser Fasern, hergestellt werden. Die Zwischenschicht 22 besteht aus einem Spandexmaterial (z. B. aus einem Material, das unter der Handelsmarke Lycra von DuPont erhältlich ist). Spandexgarne können fünf bis sieben mal die Länge ihres entspannten Zustands gestreckt werden, ohne dabei zu reißen. Die Garne haben einen Spandexkern (der 5 bis 15 Prozent kleiner sein kann als das gesamte Garn) mit einer Schicht aus Stapelfasern, die bei einem vorgegebenen Spannungsausmaß um den Kern gesponnen werden. Wenn die Faser nach dem Spinnen entspannt, kehrt der Spandexkern wieder zu seiner normalen Länge zurück, wodurch die Außenschicht der gesponnenen Faser in ein kompakteres Format gezogen wird. Da der Kern in der Schicht aus Stapelfasern eingeschlossen ist, fühlt sich das Garn an wie Stapelfasern und sieht auch so aus. Solche Garne werden beschrieben in Potter, M. David, and Corbman, Bernard P., Textile: Fiber to Fabric, 4. Auflage (McGraw-Hill Book Company 1967), Seiten 12-13, 56 und 399 bis 410. Spandex ist auch von anderen Quellen erhältlich, z. B. unter der Bezeichnung Blue C der Chemstrand Division of Monsanto, unter dem Warenzeichen Glospan der Globe Manufacturing Company of Fall River, MA, unter dem Warenzeichen Numa der American Cyanamid Company und unter den Warenzeichen Vyrene und Lastex der U.S. Rubber Company. Spandexmaterialien sind im Handel in verschiedenen Stärken erhältlich. Je nach dem besonderen Verwendungszweck des Materials kann passendes Spandex verwendet werden, um mehr oder weniger Geschmeidigkeit und die gewünschte Windfestigkeit zu erhalten. Dieses Spandexmaterial ist gewebtes Material mit ausreichend dichten Fäden und einer ausreichend hohen Anzahl von Fäden pro Flächeneinheit, um den Strom von Luft durch das Material in einem solchen Ausmaß wirksam zu sperren, daß der Luftstrom für den Träger nicht signifikant spürbar ist. Das Material ist ausreichend geschmeidig, um ein Biegen der Strickgewebeschichten nicht zu behindern. Es biegt sich mit den Schichten. Ferner ist das Material dünn, leicht und waschbar. Es könnte ebenfalls nichtgewebtes Plattenmaterial für die Schicht 22 benutzt werden, wenn dieses Material wie oben beschrieben wirksam den Luftstrom sperrt und ausreichend geschmeidig ist.

Das sich ergebende Kompositmaterial der Schicht 22 sieht aus wie Strickgewebe, biegt sich wie Strickgewebe, verfügt über die besondere Weichheit von Strickgewebe, hat die Wärmeeigenschaften von Strickgewebe und hält darüber hinaus den Wind wirksam ab, was bei Strickgeweben nicht der Fall ist. Somit erhält ein Strickgewebe durch dieses Strickgewebematerial eine Windfestigkeit ohne Änderung oder Verlust der wünschenswerten Eigenschaften eines Strickgewebes. Ferner weist das Spandexmaterial stark isolierende Eigenschaften auf und es entstehen nur geringe Mehrkosten gegenüber den Materialkosten. Wird es beispielsweise mit. Acrylstrickgewebe verwendet, wird das Material sehr viel wärmer als das teurere Wollmaterial, daß normalerweise benutzt wird, um einen hohen Wärmegrad zu erzielen. Die Verwendung von Stichen zur Befestigung der Schichten des Strickgewebematerials untereinander führt zu einem äußerst kleinen Bereich der Befestigung eines Gewebes an einem anderen, wodurch die Kosten niedrig gehalten werden, die Schichten eine Isolierung bilden können und der Herstellungsprozeß einfach ist. Dies fördert sowohl das weiche Aussehen als auch die Qualität des Staus der Körperwärme in den Luftschichten zwischen den Gewebeschichten. Kleidungsartikel, die aus dem Strickgewebematerial gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt sind, verfügen über eine bessere Isolierung als herkömmliche Strickgewebe und können beispielsweise das Festkleben von Schnee an Strickhüten aufgrund des anfänglichen Schmelzens und darauffolgenden Gefrierens einschränken. Die Verwendung eines geschmeidigen Materials für die windfeste Schicht verhindert ein Zerreißen, das eintreten würde, wenn eine nicht geschmeidige Schicht an einer geschmeidigen Außenschicht befestigt wird.

Bei der Verwendung in Kleidungsstücken werden die oberen und unteren Schichten des Strickgewebes zusammengefügt, wenn das Gewebe in ein Kleidungsstück an den Nähten desselben eingenäht wird. Es können zusätzliche Stiche über die Oberflächenbereiche des Materials hinzugefügt werden. Beispielsweise wird ein Strickgewebematerial 40 (s. Fig. 4) mit Kreuzstichen über alle drei Materialschichten anstelle von nur Randstichen versehen. Dies sollte vorzugsweise angewendet werden bei Kleidungsstücken mit großen Gewebeoberflächenbereichen wie bei Pullovern, Jacken oder Gewebedecken aus diesem Material.

Weitere Ausführungsformen fallen unter die nachstehenden Ansprüche. Das Strickgewebe der vorliegenden Erfindung kann für buchstäblich alle Kleidungsstücke verwendet werden, die nicht nur wie Strickgewebe aussehen sollen, warm sein und sich gut anfühlen sollen sondern auch windfeste Eigenschaften aufweisen sollen, z. B. Strickhüte, Handschuhe, Jacken, Pullover, Jackenkragen und -aufschläge, Schals, Kinderbekleidung, Socken, Decken, Kleider, Kostüme und Röcke.

Bei einigen Anwendungen kann es wünschenswert sein, die Zwischenschicht nur an eine Strickgewebeschicht nicht aber an die andere Strickgewebeschicht anzunähen. Die beiden


Anspruch[de]

1. Maschenwarenmaterial, umfassend zwei äußere Schichten aus Maschenware und eine Zwischenschicht aus einem Elastomermaterial zwischen den genannten Schichten aus Maschenware, wobei das genannte Elastomermaterial ein gewebtes Material mit ausreichend dichten Fäden und einer ausreichend höhen Anzahl von Fäden pro Flächeneinheit hat, um den Strom von Luft durch das Material in einem solchen Ausmaß wirksam zu sperren, daß Luftstrom für den Träger des Materials nicht signifikant spürbar ist, wobei die genannten Fäden ein dehnbares Garn sind, das einen dehnbaren Kern und Stapelfasern um den Kern hat.

2. Material nach Anspruch 1, bei dem die genannte Zwischenschicht auf die genannten beiden äußeren Schichten aufgenäht ist.

3. Material nach Anspruch 2, bei dem das genannte Zwischenmaterial mit Stichen über Oberflächenbereiche der Schichten auf eine der genannten Außenschichten aufgenäht ist.

4. Material nach Anspruch 3, bei dem das genannte Zwischenmaterial mit Stichen über die genannten Oberflächenbereiche der Schichten auf beide genannten äußeren Schichten aufgenäht ist.

5. Material nach Anspruch 4, bei dem die genannte Zwischenschicht mit Kreuzstichen aufgenäht ist.

6. Material nach Anspruch 1, bei dem die Maschenware aus Wolle oder Baumwolle besteht.

7. Bekleidungsartikel, umfassend ein Stück Maschenwarenmaterial nach einem der vorherigen Ansprüche.

8. Artikel nach Anspruch 7, wobei der genannte Artikel ein Kopfband mit Befestigungsmitteln in der Nähe seines oberen Randes ist, so ausgestaltet, daß Befestigungsmittel an einem Hut angebracht werden können.

9. Artikel nach Anspruch 8, bei dem die genannten Befestigungsmittel Klettverschlüsse sind.

10. Artikel nach Anspruch 7, wobei der genannte Artikel ein Pullover oder eine Jacke, ein Strickhut, ein Handschuh oder ein Fausthandschuh oder ein Schal ist.







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