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Dokumentenidentifikation DE69606970T2 29.06.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0785089
Titel Selbsttätiges System zur Nachpositionierung der Elemente zum Ausrichten der Stapelkante von Bögen mit Positioniereinrichtung für die Seitenanschläge
Anmelder Xerox Corp., Rochester, N.Y., US
Erfinder Mandel, Barry P., Fairport NY 14450, US;
Ferrara, Joseph J., Webster NY 14580, US;
Green, Frederick A., Fairport NY 14450, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69606970
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.11.1996
EP-Aktenzeichen 963086053
EP-Offenlegungsdatum 23.07.1997
EP date of grant 08.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.2000
IPC-Hauptklasse B42C 1/12
IPC-Nebenklasse B65H 31/34   

Beschreibung[de]

Es wird ein verbessertes System für nachpositionierbare Justierelemente bzw. Elemente zum Ausrichten für Stapelkanten von Blättern, die ein störungsfreies Binden dieser Kanten zulassen und automatisch durch ein orthogonales Kantenanschlagsystem nachpositioniert werden, bereitgestellt.

Die Patentschrift der Xerox Corporation US 5,398,918 beschreibt ein System zum Erstellen/Fertigstellen von Blattstapeln mit einem Hefter mit variabler Position, wobei das System in der Lage ist, eine oder mehrere Klammern in verschiedenen Positionen entlang einer Kante einer Blätteransammlung bzw. eines Satzes von Blättern, die bzw. der von der Staplereinheit erstellt wird, anzuordnen; dabei werden ein paar von U-förmigen Kantenjustierelementen direkt oder über Federn an den Seiten des bewegbaren Hefterkopfs befestigt, so daß diese Kantenjustierelemente immer außerhalb des Bereichs des Hefters gehalten werden und daher die Bewegung des Hefters oder das Heften nicht stören. Die Patentschrift 5,398,918 veranschaulicht und beschreibt ebenfalls ein separates, nicht verbundenes Kantenanschlagsystem als seitlicher Anschlag für sich gegenüberliegende Kanten der Blätter, die im rechten Winkel der zu heftenden Stapelkante angeordnet sind. Weitere Offenbarungen von bewegbaren Kantenjustiersystemen, die bewegbar mit dem Heftermechanismus verbunden sind, sind in der US-Patentschrift von Xerox Corporation 5,443,249 enthalten.

Weitere Einzelheiten eines beispielhaften eines Stapelsystems mit Anschlag in einer Stapler/Fertigsteller-Einheit sind ebenfalls in der US-Patentschrift 5,513,839 von Xerox offenbart. Dort ist das Anschlagsystem so beschrieben, daß sich dieses an eine äußerste, nicht anschlagende bzw. begrenzende Position bewegt, um Ausgaberollen zum Blatttransport seitlich zu verschieben.

Zum Zwecke des weiteren technischen Hintergrunds seien einige weitere Beispiele von Patenten, die sich auf Kantenanschlagsysteme beziehen, mit eingeschlossen; diese zitierten Schriften sind: 5,044,625; 5,288,062; 5,188,353; 5,044,625; 3,860,127;

4,134,672; 4,477,218; 4,480,825; 4,616,821; 4,925,172; 4,925,171; 5,098,074 und 5,044,625. Wie in einigen dieser Patente für Anschlagsysteme ausgeführt ist, kann in gehäuseinternen Sortierheftersystemen der Anschlag ebenso für eine Richtungsvorgabe in der Anschlagsrichtung zu einem seitlichen Hefter vorgesehen sein.

Wie im Stand der Technik gezeigt ist, enthält ein Kantenanschlagsystem typischerweise ein beabstandetes Paar von nach oben stehenden Blattkantenanschlägen, zwischen denen die Blätter erfaßt werden können, und ein Anschlagsantriebssystem, mit dem zumindest einer der Anschläge auf den anderen Anschlag hin bewegt wird bis die Stapelkanten ineinandergreifen, und die Kantenanschläge werden vom Antriebssystem hin und her bewegt, um den Satz an Druckblättern in einen rechteckigen Stapel in einer definierten Stapel- und Anschlagsposition in der Stapeleinheit oder im Stapelfach anzuordnen. Das Anschlagsantriebssystem kann beispielsweise ein Schrittmotor oder ein Servomotor sein, die mit einem zentralen Getrieberad verbunden sind, das gegenläufige Zahnstangen, die mit den entsprechenden Kantenanschlägen verbunden sind, antreiben. Bevor die Blätter zusammengefaßt werden, kann der Abstand zwischen den Kantenanschlägen entsprechend den Abmessungen der zu stapelnden Blätter festgelegt werden. Der festgelegte Abstand kann entsprechend den Papierabmessungen plus der Länge des gewünschten Anschlagfederwegs, beispielsweise ungefähr 18 mm pro Seite, festgelegt werden. Dieser vorbestimmte Abstand zwischen den Anschlagselementen mit einer etwas größeren Abmessung als die entsprechende Blattabmessung erlaubt es ebenfalls, daß die Blätter sich leicht zwischen den Anschlägen während des Stapelungsvorgangs anordnen.

Obwohl die genaue Art und Weise der Ausgabe eines gehefteten Blättersatzes aus der entsprechenden Bearbeitungseinheit nach dem Zusammenheften (in das benachbarte Fach oder Behälter) für die vorliegende Offenbarung nicht notwendig ist, gibt es, neben diversen anderen Beschreibungen in den zuvor zitierten Referenzen, zusätzliche Erläuterungen in den US-Patentschriften von Xerox Corporation 5,462,265 und 5,342,034.

Die offenbarte Ausführungsform repräsentiert eine wesentliche Verbesserung in einigen Aspekten im Vergleich zu den zuvor erwähnten Patenten und Anwendungen. Eines der offenbarten Merkmale und Vorteile ist das Bereitstellen eines einfachen, kompakten und preiswerten Systems, das kleinere Abmessungen aufweist und dennoch optimierte Kantenjustierpositionen bereitstellt, und eine vollkommen ungehinderte Bewegung des Hefters oder einer anderen Blattbefestigungsvorrichtung relativ zu den Justierelementen, die den gestapelten Satz an Blättern an der Justierposition der Bindekante des Hefters vor und während des Heftens oder einer anderen Befestigungsoperation hält, bereitstellt.

Neben weiteren vorteilhaften Merkmalen, die in der Ausführungsform im weiteren offenbart werden, sind die Kantenjustierelemente zu nennen, die eine vertikale Höhe oder eine Gesamtdicke aufweisen, die geringer ist als die Backen- oder Engstellenabmessung des beweglichen Hefters in der offenen Stellung des Hefters, wobei es einem Justierkantenelement ermöglicht wird, direkt durch die Hefterengstelle (oder es wird dem Hefter ermöglicht, das Justierelement zu passieren) zu durchqueren, wenn der Hefter entlang der Bindekante des Papierstapels bewegt wird. Im Gegensatz zu den oben erwähnten US-Patenten 5,398,918 oder 5,443,249 sind in dem vorliegenden System die Justierelemente für die Bindekante nicht am Hefter befestigt oder werden durch diesen oder das Hefterbewegungssystem bewegt. Ebenso müssen die Justierkantenelemente nicht aus dem Bewegungsbereich des Hefters bzw. der Hefter bewegt werden, wenn der bzw. diese sich voran bewegen.

Es werden im Gegenteil die Kantenjustierelemente in der vorliegenden Erfindung, die für die Stapelausrichtung entlang der Hefterkante des Stapels sorgen, durch das Anschlagssystem bewegt, und die Elemente bewegen sich mit den Anschlägen und können tatsächlich direkt an den Kantenanschlägen befestigt sein, obwohl diese Kantenanschläge ebenfalls den Anschlag im rechten Winkel für die Blätter des zusammenzufassenden Blättersatzes bereitstellen. Das heißt, die Anschläge begrenzen verschiedene Kanten der Blätter, die senkrecht zur Bindekante sind, die von den Kantenjustierunterelementen definiert und kontrolliert wird. Dennoch wird eine wünschenswerte im allgemeinen U-förmige Anordnung mit Öffnung der Justierelemente für die Bindekante im vorliegenden System (wie im erwähnten US-Patent 5,398,918) bereitgestellt.

Zu den weiteren Vorteilen und Merkmalen der vorliegenden Erfindung gehört die Tatsache, daß lediglich zwei Justierelemente für die Bindekante benötigt werden und diese dennoch für eine optimale Justierung eines weiten Bereichs an Blattgrößen aufgrund ihrer automatischen Bewegung mit den Anschlägen, die somit selbsttätig diese Justierelemente auf eine optimale Position einstellen, sorgen.

Anders ausgedrückt, da die Justierkanten in dem erfindungsgemäßen System der Bewegung der Anschläge folgen, und da sich die Anschläge auf die seitlichen Abmessungen von verschiedenen Blattgrößen einstellen und diese selbsttätig begrenzen, stellen die Justierkanten ebenso automatisch ihre Position auf verschiedene Blattgrößen ein.

Ferner ist kein aus dem System hervorstehendes Element außer dem Hefter selbst notwendig, da keine Justierelemente am Hefter befestigt sind und kein Justierelement außerhalb des Hefters sein muß, wenn der Hefter sich in seinen maximalen oder am weitesten ausgefahrenen Positionen an beiden Seiten der Einheit befindet; weiterhin kann sich das Justierelement durch die Hefterengstelle zu dessen Innenseite oder dessen Außenseite bewegen, wenn sich der Hefter bewegt. Dies ermöglicht ein kompakteres Gesamtsystem. Anders ausgedrückt, der Hefter kann sich an dem Justierelement vorbei bewegen, um entweder außerhalb oder innerhalb des Justierkantenelementes zu heften. Die Justierkantenelemente können in ihrer gleichen gewünschten Anordnung und Oberflächenbeschaffenheit beibehalten werden und es ist nicht notwendig, die Anordnung zu drehen oder zu ändern.

Wie in dem nachfolgenden Beispiel gezeigt ist, kann die relative Position der Justierkantenelemente zu den Anschlägen, die die Kantenführungsposition begrenzen, und der ausgewählten Heftposition nach Wunsch so gewählt werden, daß der Heftermechanismus nicht betätigt werden muß, wenn eine Justierkante in der Engstelle, Öffnung oder Backe des Heftermechanismus ist. Somit kann die relative geometrische Anordnung so gewählt werden, daß für einzelnes Heften, d. h. Heften an der Ecke oder im Querformat, die Justierkanten unabhängig von der Größe des Blattes nicht in der Heftposition sind. Entsprechend erlaubt ihre Positionierung ebenfalls dreifaches Heften (ein Heften in drei Positionen in Abständen entlang der Bindekante) ohne Störung zwischen dem Hefter und den Justierkanten. (vergleiche Fig. 3). Optional können beispielsweise für zweifaches Heften in diesem Ausführungsbeispiel, die Justierkanten automatisch um einen geringen Abstand aus dem Bereich des Hefters bewegt werden, indem automatisch die Anschläge geringfügig von den Kanten des Stapels, der sich am Anschlag befindet, weg bewegt wird, um die Justierkanten entsprechend vor der Betätigung des Hefters (vergleiche Fig. 4) herauszubewegen.

Es wird ein System zum Zusammenfassen und Befestigen von Blättern (10) bereitgestellt mit einem Stapler (12), in dem mehrere gedruckte Blätter (14) gestapelt werden können, einem Kantenanschlagsystem (20) zum mechanischen Fixieren gegenüberliegender seitlicher Kanten der Blätter, die zu stapeln sind, wobei das Kantenanschlagsystem (20) bewegbar ist, um sich auf verschiedene Blattabmessungen von verschiedenen im Stapler (12) zu stapelnden Blättern einzustellen; weiterhin werden nachpositionierbare Kantenjustierelemente (32, 34) bereitgestellt, die entsprechend gekoppelt sind, sich mit dem Kantenanschlagsystem (20) zu bewegen, um eine Kante der Blätter im rechten Winkel der sich im Anschlag befindlichen, seitlichen Kanten entlang einer Bindejustierkante auszurichten; weiterhin wird ein bewegbares System zum Festmachen von Blättern (40) bereitgestellt, das im allgemeinen parallel zur Bindejustierkante bewegbar ist, um wählbar die gestapelten Blätter in beabstandeten Befestigungspositionen zusammenzufügen.

Zu den speziellen Eigenschaften, die von dem erfindungsgemäßen System einzeln oder in Kombination bereitgestellt werden, gehören jene, in denen zwei der besagten Kantenjustierelemente vorgesehen sind und das Kantenanschlagsystem zwei sich gegenüberliegende Kantenanschläge umfaßt, und jedes Kantenjustierelement unabhängig mit einem der Kantenanschläge verbunden aber seitlich davon abgesetzt ist; und/oder jene, wobei die Kantenjustierelemente durch das Kantenanschlagsystem durch das bewegbare System zur Blätterbefestigung bewegbar ist; und/oder jene, wobei das System zur Blätterbefestigung einen linear bewegbaren Hefter mit einer Öffnungsklaue mit einer definierten Öffnung aufweist, und wobei die Kantenjustierelemente geringere Abmessungen als die definierte geöffnete Klauenöffnung des Hefters aufweisen und durch die geöffnete Klauenöffnung des Hefters durch Bewegen des Kantenanschlagsystems bewegbar sind; und/oder jene, wobei zwei Kantenjustierelemente vorgesehen sind, die im allgemeinen U-förmig sind, und wobei das Kantenanschlagsystem zwei sich gegenüberliegende Kantenanschläge umfaßt, und jedes Kantenanschlagelement unabhängig mit einem der Kantenanschläge verbunden aber seitlich davon abgesetzt ist; und/oder jene, wobei das System zur Blätterbefestigung einen linear bewegbaren Hefter mit einer offenen Klaue mit einer definierten Öffnung aufweist, und wobei die Kantenjustierelemente kleinere Abmessungen aufweisen als die definierte Öffnungsklauenöffnung des Hefters und durch die Öffnungsklauenöffnung des Hefters mittels Bewegen des Kantenanschlagsystems bewegbar sind, und wobei es zwei Kantenjustierelemente gibt, und das Kantenanschlagsystem zwei sich gegenüberliegende Kantenanschläge umfaßt, und jedes Kantenjustierelement unabhängig mit einem der Kantenanschläge verbunden aber seitlich dazu abgesetzt ist.

Es ist gemeinhin bekannt und üblich, abbildungs-, druck- und papierbearbeitende Steuerfunktionen und Logikoperationen mittels Softwarebefehlen für konventionelle oder allgemein verwendbare Mikroprozessoren zu programmieren und auszuführen. Dies wird durch diverse bekannte Patente und kommerziell erwerbbare Produkte vermittelt. Diese Progammabläufe oder Softwarepakete können abhängig von den speziellen Funktionen, der Softwareart und des Mikroprozessors oder anderer verwendeter Computersysteme selbstverständlich variieren, sind aber zugänglich oder ohne großen Aufwand aus funktionalen Beschreibungen, die in dieser Schrift bereitgestellt werden oder aus bekannten konventionellen Funktionen zusammen mit einer allgemeinen Kenntnis in der Softwareprogrammierung und der Computertechnologie leicht programmierbar. Alternativ kann das erfindungsgemäße System oder Verfahren teilweise oder vollständig in Hardwarekomponenten implementiert werden, wobei standardmäßige Logikschaltungen oder ein einzelner Halbleiterbaustein unter Verwendung von VLSI-Design verwendet werden.

In der Beschreibung bezeichnet der Begriff "Blatt" ein im allgemeinen dünnes physikalisches Blatt aus Papier, Plastik oder einem anderen geeigneten physikalischen Substrat für Bilder sowohl in vorgeformter als auch in Rollenformat. Ein "Druckauftrag" ist für gewöhnlich ein Satz zusammengehörender Blätter, im allgemeinen ein sortierter Satz an Kopien, die von einem Satz von originalen Vorlageblättern oder von Bildseiten von elektronischen Dokumenten von einem speziellen Anwender kopiert wurden oder anderweitig zueinander in Beziehung stehen.

Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen integralen Anschlags- und Justiersystem, das in einem Beispiel eines Stapler-JHeftersystems gezeigt ist, das Teil eines beispielhaften Systems mit sortierter Druckverarbeitung ist;

Fig. 2 ist eine Draufsicht des Systems aus Fig. 1 entlang der Linie "Fig. 2-Fig. 3" aus Fig. 1, das das Zusammenheften an der Ecke eines im Stapler gestapelten Satzes von gedruckten Blättern zeigt;

Fig. 3 ist die gleiche Ansicht wie in Fig. 2, die allerdings den Hefter in einer anderen Heftposition zeigt, in der zwei Klammern entlang der Bindekante der Kopien anzubringen sind; ebenso sind der Anschaulichkeit halber alle weiteren möglichen Heftpositionen in dem Satz der Kopien dargestellt;

Fig. 4 ist die gleiche Ansicht wie Fig. 3, wobei allerdings dargestellt wird, daß die Justierelemente aus dem Bereich des Hefters durch Wegbewegen der Anschläge von den Führungskanten des Stapels bewegt werden kann; und

Fig. 5 ist eine Perspektive einer einzelnen beispielhaften Komponente des beispielhaften erfindungsgemäßen Systems, und zwar die erfindungsgemäße integrale Kantenanschlagskomponente oder das Justierelement.

In der beispielhaften in den Figuren dargestellte Ausführungsform ist ein beispielhaftes Blattstapel- und Befestigungssystem 10 gezeigt, in welchem Blätter in einem Stapelfach 12 angeordnet werden. Das Fach 12 kann ein anderweitig bekanntes Teilstapelfach sein (wie gezeigt), in dem Blätter 14 angesammelt, mittels Anschlag rechteckig angeordnet und dann geheftet und ausgegeben werden.

Das System 10 umfaßt ein sonst konventionelles Kantenanschlagsystem 20 mit Kantenanschlägen 22 und 24, die vertikale Kantenanschlagsoberflächen an gegenüberliegenden Seiten des Stapels bereitstellen. Ein konventioneller oder bekannter Anschlagsantrieb 26 bewegt die Anschläge 22 und 24 auf den ungefähren Abstand für die im Staplerfach 12 anzuhäufenden Blätter, so daß die Anschläge mit den gegenüberliegen den Kanten jener Blätter in Berührung kommen, die mittels Anschlag auszurichten sind. Anschließend bewegt der Anschlagsantrieb 26 die Anschläge um einen kleinen Abstand hin und her, um das gewünschte Ausrichten der Blätter, insbesondere des ankommenden obersten Blattes, auszuführen und einen rechteckigen Stapel zu bilden, wie dies ausführlich in den zuvor zitierten und auch anderen Kantenanschlagsystemen, die dem erfindungsgemäßen System ähnlich oder auch dazu verschieden sein können, beschrieben wird.

Unterdessen wird eine orthogonale (im rechten Winkel dazu) Kante der gleichen Blätter mittels eines Kantenjustiersystems 30 ausgerichtet. Dies ist die Kante des Stapels, die gebunden wird; in diesem Falle die Innenseite oder das in Verarbeitungsrichtung hintere Ende des nach unten geneigten Staplerfaches 12. In diesem Falle werden die ankommenden Blätter mittels eines Antriebsriemensystems 35, das entsprechend der Beschreibung in den oben zitierten Patentschriften und anderen Patenten betrieben bzw. angetrieben wird, zur Bindekantenjustierung gebracht. In dieser Ausführungsform wird die Bindekantenjustierung durch zwei, im wesentlichen beabstandete Kantenjustierelemente 32 und 34 gebildet, und (wie beschrieben) geeigneterweise selbsttätig für verschiedene Blattgrößen nachpositioniert. Diese Justierelemente 32 und 34 sind vorzugsweise aus einer bekannten U-förmigen Anordnung mit einer geringfügig größeren Öffnung gebildet, um darin Blätter aufzunehmen. Die untere Innenseite dieser U-förmigen Justierelemente oder Kanäle 32 und 34 ist im wesentlichen eine vertikale Oberfläche, die eine Bindekanten-Justierlinie 39 definiert. Jedes der Elemente 32 und 34 ist separat an einem entsprechenden Befestigungsarm 36 und 38 montiert. Diese L-förmigen Befestigungsarme 36 und 38 sind in dieser Ausführungsform jeweils mit den Anschlägen 22, 24 (oder deren Verbindung zum Antriebssystem 26) an einem Ende der Arme 36 und 38 verbunden. Das andere Ende der Arme 36 und 38 trägt und hält jeweils die Justierelemente 32 und 34.

Das Stapel- und Fixier- bzw. Befestigungssystem umfaßt weiterhin ein Blätterfixiersystem 40, das im vorliegenden Falle durch einen einzelnen Hefter 42 gebildet ist, der leicht innerhalb und parallel zur Bindekanten-Justierlinie 39 bewegbar ist. Dies ermöglicht es, den Hefter 42 mittels eines linearen Hefterantriebs 43 in jeder gewünschten Hefterposition entlang einer Kante der Blätter anzuordnen.

Der Hefter 42 besitzt in seiner geöffneten oder nicht betätigten Position eine Hefterklaue oder Engstellenöffnung 44. Es ist zu erkennen, daß diese Klauenöffnung 44 größer als die maximale äußere vertikale Abmessung der Kantenjustierelemente 32 und 34 ist.

Das heißt, die Kantenjustierelemente 32, 34 sind in diesem Falle klein genug, um durch die Engstelle oder Öffnung 44 des Hefters 42 zu passen, und/oder der Hefter kann diese Justierelemente 32 oder 34 ohne gegenseitige Beeinflussung passieren.

Da in dem vorliegenden Falle lediglich zwei Kantenjustierelemente 32, 34 vorgesehen sind und diese relativ eng sind, kann der Hefter 42 nahezu überall entlang der Bindekante der Blätter 14 ungehindert heften. Ferner bewegen sich aufgrund der Verbindung der Justierelemente 32 und 34 mit dem Kantenanschlagssystem 20, wie dies zuvor beschrieben wurde, die Justierelemente selbsttätig zu den gewünschten Justierpositionen, die für gewöhnlich für fast alle Heftpositionen außerhalb der Hefterklaue 44 liegen, wie dies zuvor beschrieben wurde. Ebenso wurde zuvor beschrieben, daß der Anschlagsantrieb 43 ebenfalls vor dem Heften, wenn ein Element 32 oder 34 sich andernfalls in einer gewünschten Hefterposition befinden würde, aktiviert wird, um die Elemente 32 Oder 34 geringfügig zu bewegen, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist. Einige der möglichen Hefterpositionen sind in den Draufsichten in Fig. 3 und 4 schemenhaft dargestellt. Wie dort zu erkennen ist, sind mögliche Hefterpositionen: eine einzelne Klammer in der Ecke (sowohl im Längs- als auch im Querformat) 45, zwei konventionell beabstandete Kantenklammern 46, 47, oder drei konventionell beabstandete Klammern 48, 49 und 50.

Wie dies üblicherweise der Fall ist, kann das gesamte Stapel- und Fixiersystem 10 mittels eines softwareprogrammierbaren Kontrollers 100 gesteuert werden, der so geschaltet ist, um die diversen Blätterantriebe, den Anschlagsantrieb 26, den Hefterbewegungsantrieb 43 und die Spule oder einen anderen Antrieb des Hefters 42, der die Hefterklaue schließt, heftet und die Klammern in bekannter Weise verquetscht, zu betätigen und zu steuern.

Obwohl im vorliegenden Falle ein Hefter 42 beschrieben wird, soll betont werden, daß andere Kantenbinde- oder Fixiersysteme, wie etwa Heftdrahthefter oder eine Plastiknietpresse verwendet werden können; dafür kann gleichfalls das vorliegende System zur selbsttätigen Nachpositionierung der Kantenjustierelemente durch das Kantenanschlagsystem benutzt werden und es läßt sich ebenso die Fähigkeit der Kantenjustierelmente einsetzen, die Schlußbearbeitungseinheit von einer Seite zur anderen für ein flexibles und kompaktes Gesamtsystem zu durchlaufen.


Anspruch[de]

1. Blattstapel- und Fixiersystem (10) mit einem Stapler (12), in dem mehrere gedruckte Blätter (14) gestapelt werden können, einem Kantenanschlagsystem (20) zum mechanischen Anlegen sich gegenüberliegender seitlicher Kanten der zu stapelnden Blätter, wobei das Kantenanschlagsystem (20) bewegbar ist, um sich auf verschiedene Blattabmessungen verschiedener im Stapler (12) zu stapelnder Blätter einzustellen, wobei nachpositionierbare Kantenjustierelemente (32, 34) vorgesehen sind, die so gekoppelt sind, um sich mit dem Kantenanschlagsystem (20) zu bewegen, um eine Kante der Blätter orthogonal zu dem sich im Anschlag befindlichen seitlichen Kanten entlang einer Bindejustierkante auszurichten, und es ist weiterhin ein bewegbares Blätterfixiersystem (40) vorgesehen, das im allgemeinen parallel zur Bindejustierkante bewegbar ist, um die gestapelten Blätter in beabstandeten Fixierpositionen wählbar zu fixieren.

2. Das Blattstapel- und Fixiersystem nach Anspruch 1, wobei zwei Kantenjustierelemente (32, 34) vorgesehen sind, und das Kantenanschlagsystem (20) zwei sich gegenüberliegende Kantenanschläge (22, 24) umfaßt, und wobei jedes Kantenjustierelement (32, 34) unabhängig mit einem der Kantenanschläge (22, 24) verbunden aber seitlich dazu abgesetzt ist.

3. Das Blattstapel- und Fixiersystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kantenjustierelemente (32, 34) mittels des Kantenanschlagsystems (20) durch das bewegbare Blätterfixiersystem (40) bewegbar sind.

4. Das Blattstapel- und Fixiersystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Blätterfixiersystem (40) einen linear bewegbaren Hefter (42) mit einer Öffnungsklaue (49) mit einer definierten Öffnung umfaßt, und wobei die Kantenjustierelemente (32, 34) eine kleinere Abmessung aufweisen als die definierte Öffnungs klaueöffnung (44) des Hefter (42) und mittels des Kantenanschlagsystems (20) durch die Öffnungsklauenöffnung (44) des Hefter (42) bewegbar sind.







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