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Dokumentenidentifikation DE19537945C2 20.07.2000
Titel Kettenfahrzeug
Anmelder MaK System Gesellschaft mbH, 24159 Kiel, DE
Erfinder Zonak, Armin, 24147 Kiel, DE;
Böttcher, Rolf, 24107 Kiel, DE;
Schneider, Wolf, 24159 Kiel, DE
Vertreter Patentanwälte HANSMANN-KLICKOW-HANSMANN, 22767 Hamburg
DE-Anmeldedatum 12.10.1995
DE-Aktenzeichen 19537945
Offenlegungstag 24.04.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2000
IPC-Hauptklasse B62D 55/00
IPC-Nebenklasse F41H 7/02   B60K 7/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein gepanzertes Kettenfahrzeug, mit einem Antriebsmotor als Verbrennungskraftmaschine im Fahrzeuginnenraum für einen Räderantrieb von beidseitig angeordneten Ketten über Kettenantriebsräder, wobei der Antriebsmotor mit einem elektrischen Generator zur Versorgung von Elektro- Motoren angeordnet ist.

Bei militärischen Kettenfahrzeugen ist es normalerweise üblich, einen mechanischen oder einen mechanisch/hydraulischen Antriebsstrang vorzusehen. Bei dieser Anordnung, die eine räumliche Nähe der Verbrennungskraftmaschine mit einem Getriebe zu den Kettenantriebsrädern erfordert, um ungünstige ausgedehnte mechanische Kraftübertragung zu vermeiden, sitzt der Antriebsblock, bestehend aus Motor, Getriebe und Endantrieben links und rechts an der Kette im vorderen oder hinteren Fahrzeuginnenraum. Da die Ketten links und rechts gleichermaßen für die benötigten Fahrbewegungen angetrieben werden müssen, verhindert der mechanische Antrieb zwischen dem Getriebe links und rechts zu den Kettenantriebsrädern, daß ein Durchgang für die Besatzung neben dem Antriebsstrang zum Bug oder Heck des Fahrzeugs für einen Ein- und Ausstieg realisierbar ist.

Ein Durchgang oder Freiraum zwischen Antriebsblock und Fahrzeugseitenwand ist bei den bekannten Kettenantrieben dadurch nicht möglich, da für die Lenkfunktion für Kettenfahrzeuge bei dem bekannten Antrieben eine mechanische Verbindung zwischen linkem und rechtem Kettenantrieb, die sogenannte Nullwelle im Getriebe, hergestellt werden muß, damit das Kettenfahrzeug mit einer angemessenen, nicht überhöhten Motorleistung überhaupt lenkbar ist. Dieses ist erforderlich, da beim Lenken die größte Antriebsleistung auftritt, die über die Nullwelle von der linken auf die rechte Seite oder umgekehrt übertragen wird, ohne daß der Motor zusätzliche Leistung aufbringt.

Aus der gattungsgemäßen DE 37 28 171 A1 ist es bereits bekannt, einen diesel-elektrischen Antrieb anzuordnen. Hierbei wird ein übliches Antriebsgetriebe für Panzerfahrzeuge und eine mechanische Verbindung beider Seiten durchgeführt, wobei ein zentraler Antrieb über einen Elektromotor vorgesehen ist.

Bei einem Lackierroboter gemäß GB 2 103 162 A ist es zusätzlich bereits bekannt, einen diesel-elektrischen Antrieb vorzusehen, wobei auf jeder Seite drei Einzelketten angeordnet sind und über Endlos-Magnetbänder eine Halterung an Metallwäden erfolgt. Ein bemannter Einsatz und Sicherheitsaspekte, wie bei einem Panzerfahrzeug, spielen hierbei keine Rolle. Auch eine Lenkung des Roboters ist hierbei nicht vorgesehen.

Ferner ist nach der nicht vorveröffentlichten EP 0 723 905 A1 ein Gleiskettenfahrzeug mit einer Türöffnung im Heckbereich bekannt. Ein elektrischer Antrieb für die Kettenantriebsräder ist hierbei nicht vorgesehen.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Ausbildung zu verbessern und eine Anordnung eines Einstiegs bzw. Ausstiegs für die Besatzung im Heckbereich zu ermöglichen sowie damit eine Erhöhung der Sicherheit zu gewährleisten.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß den vorderen und/oder hinteren Kettenantriebsrädern jeweils ein elektrischer Motor zugeordnet ist und der Antriebsmotor als Verbrennungskraftmaschine mit elektrischem Generator im hinteren Fahrzeuginnenraum einseitig zur Bildung eines Durchgangs zu einer Türöffnung im Heckbereich des Fahrzeugs angeordnet ist.

Hierdurch ist es möglich, eine entsprechend den Erfordernissen ausgebildete Anordnung des Motors vorzusehen, da die Energie mittels elektrischer Kabel zu den einzelnen Motoren der Kettenantriebsräder zuführbar ist und somit ein Durchgang neben dem Motor ohne Einschränkungen geschaffen wird.

Bei einer Leistungsaufteilung über vier Motore können somit auch die einzelnen elektrischen Motore in einer relativ kleinen Baugröße vorgesehen werden.

In der Zeichnung ist eine Draufsicht auf einen Fahrzeuginnenraum eines Panzerfahrzeuges mit außenliegenden Ketten schematisch dargestellt.

Es ist ein Innenraum bzw. Kampfraum 1 im vorderen und mittigen Fahrzeugbereich ausgebildet. Im Bereich einer Seitenwandung ist eine Verbrennungskraftmaschine 3 mit einem direkt angeflanschten Generator 8 für elektrische Energieerzeugung angeordnet.

Im vorderen und hinteren Fahrzeuginnenraum sind beiderseits Motore 6, 6a angeordnet und über nicht mehr dargestellte elektrische Kabel mit dem Generator 8 verbunden. Die Motore 6, 6a treiben zugeordnete Kettenantriebsräder 7, 7a und damit die außenliegenden Ketten 2 des Fahrzeugs in bekannter Weise an.

Durch diese Anordnung wird ein Durchgang 4 neben dem Motor als Verbrennungskraftmaschine 3 und Generator 8 für eine Besatzung gebildet und es ist eine Türöffnung 5 im Heck des Fahrzeugs zugänglich.


Anspruch[de]
  1. Gepanzertes Kettenfahrzeug, mit einem Antriebsmotor als Verbrennungskraftmaschine im Fahrzeuginnenraum für einen Räderantrieb von beidseitig angeordneten Ketten über Kettenantriebsräder, wobei der Antriebsmotor mit einem elektrischen Generator zur Versorgung von Elektro-Motoren angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß den vorderen und/oder hinteren Kettenantriebsrädern (7, 7a) jeweils ein elektrischer Motor (6, 6a) zugeordnet ist und der Antriebsmotor (3) als Verbrennungskraftmaschine mit elektrischem Generator (8) im hinteren Fahrzeuginnenraum einseitig zur Bildung eines Durchgangs (4) zu einer Türöffnung (5) im Heckbereich des Fahrzeugs angeordnet ist.






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