PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69421041T2 20.07.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0653912
Titel KEIMHEMMUNGSMITTEL FÜR KARTOFFELN
Anmelder Bestfoods, Englewood Cliffs, N.J., US
Erfinder WINKELMANN, Hans-Heinrich, D-81677 München, DE;
ROBL, Gottfried, D-85630 Grasbrunn, DE;
HENNING, Diethart, D-39579 Schinne, DE
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 69421041
Vertragsstaaten BE, DE, DK, FR, GB, IE, IT, LU, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.06.1994
EP-Aktenzeichen 949183875
WO-Anmeldetag 03.06.1994
PCT-Aktenzeichen EP9401821
WO-Veröffentlichungsnummer 9428716
WO-Veröffentlichungsdatum 22.12.1994
EP-Offenlegungsdatum 24.05.1995
EP date of grant 06.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2000
IPC-Hauptklasse A01N 37/02
IPC-Nebenklasse A01N 37/06   A01N 31/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Keimhemmungsmittel für Kartoffeln, welches im wesentlichen aus Rapsöl-Methylester, gemischt mit mittel- und/oder langkettigen Alkoholen, besteht.

Oft wird erwartet, daß die im Herbst geernteten Kartoffeln den ganzen Winter hindurch und weit in den nächsten Frühling hinein gelagert werden, zumindest bis wieder Frühkartoffeln erhältlich sind.

Auch bei der in der kartoffelverarbeitenden Industrie üblicherweise angewandten kühlen Lagerung der Kartoffeln beginnen die Kartoffeln nach einigen Wochen zu keimen, auch wenn sie bei 6 bis 8ºC gelagert werden, und nach drei bis vier Monaten sind sie beträchtlich ausgekeimt.

Die Verwendung von keimhemmenden Mitteln ist seit langem bekannt. Sehr alte Keimhemmungsmittel sind gewisse etherische Öle, insbesondere von den Pfefferminzen und auch von der mit den Pfefferminzen verwandten "Muna"-Pflanze. Pfefferminz- und "Muna"- Öle sind natürlich relativ kostspielig, so daß jegliche industrielle Anwendung bloß auf Basis dieser etherischen Öle kaum möglich ist.

Die jüngst zur Keimhemmung in Verbindung mit Kartoffeln verwendeten chemischen Mittel umfassen Propham, d. h. Isopropylphenylcarbamat, auch in Verbindung mit Chloropropham; die Verbindung besitzt jedoch eine Herbizidwirkung, so daß ihre Verwendung nicht absolut sicher ist.

Ebenso sind mittelkettige und höherkettige Alkohole bekannt, insbesondere C&sub1;&sub7;-C&sub2;&sub4;- Alkohole, welche in der Industrie angesammelt werden, wobei diese Alkohole häufig mit Propham und/oder Chloropropham kombiniert werden.

Als Stand der Technik wird zum Beispiel auf die DD-Patente 209 378, 205 600, 147 039, 146 237 und 138 731 sowie auf die WO/PCT 93/00008 Bezug genommen, welche die Verwendung von langkettigen Alkoholen, nötigenfalls in Kombination mit Propham und/oder Chloropropham, zeigen, wobei die DD-PS 209 378 auch mittelkettige Alkohole von C&sub8;-C&sub1;&sub4;; die DD-PS 205 600 die Zugabe von m-Chlornaphthalin, die DD-PS 138 731 eine Kombination von höheren Alkoholen mit den Hauptbestandteilen Nonanol und Decanol und die WO 93/00008 aromatische Aldehyde oder Alkohole oder Thymol oder Gemische davon zeigt. Die EP 0 287 946 A2 beschreibt die Verwendung eines etherischen Öls einer Mentha- Art, insbesondere von Ölen der Mentha piperita L, sowie wiederum von Pfefferminzöl und Ölen von verschiedenen Minzearten.

Der Nachteil all dieser Keimhemmungsmittel besteht darin, daß sie trotz der Verwendung von relativ großen Mengen nur sehr mäßige Ergebnisse liefern und daß mit Ausnahme der etherischen Öle ihre Verwendung bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln eigentlich nicht wünschenswert ist, da sie nicht von Naturprodukten stammen.

Wie oben erwähnt, verbietet sich die ausschließliche Verwendung von etherischen Ölen aus praktischen Gründen, da sich die erforderlichen Mengen auch bei Lagerung unter Ausschluß von Luft im allgemeinen auf 10 bis 20 ml Öl pro 50 kg Kartoffeln bei einer Lagerdauer von 50 Tagen belaufen, und auf ungefähr die doppelte Menge bei einer Lagerdauer von 100 Tagen und länger, vorausgesetzt, daß die Lagerbedingungen nur zu einem geringen Verlust des Öls führen und daß die Kartoffeln bei +3 bis +8ºC gelagert werden.

Bei den Alkoholen und den anderen oben spezifizierten Mitteln tritt das Problem der Verteilung auf, und bei einem Gemisch, welches beispielsweise aus C&sub2;&sub1;-C&sub2;&sub3;-Alkoholen mit einem Bestandteil von 0,25 bis 0,50 Massen% Isopropylphenylcarbamat besteht, das mit einer Konzentration von 200 g aktiver Substanz pro Tonne zu behandelnder Kartoffeln verwendet wird, wurde bei erschwerter Lagerung bei 21ºC über drei Wochen ein ziemlich gutes Resultat erzielt, wobei mit einer Zugabe von 0,5% Isopropylphenylcarbamat begonnen wurde; wie jedoch zuvor erwähnt, ist die Verwendung dieser Herbizidsubstanz extrem unerwünscht, da niemals sichergestellt werden kann, daß nichts von dieser Substanz durch die Kartoffelschale in die Kartoffel selbst dringt.

Nunmehr wurde herausgefunden, daß die Verwendung von Rapsöl-Methylester als Träger für Alkohole, nämlich für alle aus dem Stand der Technik bekannte und zu diesem Zweck verwendete Alkohole, und auch mit den aus dem Stand der Technik bekannten etherischen Ölen oder mit Gemischen von Alkoholen mit den etherischen Ölen sehr gute Resultate bezüglich Keimhemmung und Hemmung des Fäulnisbeginns bei den Kartoffeln liefert, und daß Rapsöl-Methylester selbst ohne Zugabe zu sehr guten Ergebnissen bezüglich Keimhemmung und zu außerordentlich guten Ergebnissen bezüglich Fäulnishemmung führt.

Dies ist natürlich auch anwendbar, wenn Rapsöl-Methylester als Träger für Propham oder Chloropropham, folglich Isopropylphenylcarbamat oder dessen Derivate, verwendet wird, gibt jedoch Anlaß zu gewisser Besorgnis bezüglich der Lebensmitteltechnologie, wie einige Male erwähnt.

Demgemäß besteht die Erfindung in der Verwendung von Rapsöl-Methylester als Keimhemmungsmittel, nötigenfalls gemischt mit den bekannten mittel- und langkettigen Alkoholen und/oder etherischen Ölen und/oder den bekannten chemischen keimhemmenden Mitteln, wobei Kombinationen von Rapsöl-Methylester, Alkohol und nötigenfalls einem der zuvor erwähnten etherischen Öle, insbesondere Pfefferminzöl, zur Erzielung der besten Resultate bevorzugt sind. Rapsöl-Methylester selbst genügt jedoch für Zwecke der technischen Lagerung über nicht zu lange Zeitperioden bei einer Kühlung auf 6 bis 8ºC.

Der Begriff "mittel- und langkettige Alkohole" bedeutet C&sub8;- bis > C&sub3;&sub6;-Alkohole, insbesondere C&sub8;- bis C&sub1;&sub4;- und C&sub1;&sub7;- bis C&sub2;&sub4;-Alkohole sowie C&sub1;&sub3;- bis C&sub3;&sub6;-Alkohole mit einem Bestandteil von > C&sub3;&sub6;-Alkoholen, wie sie als Espum EGA 162, nun Dehysan®, handelsüblich sind. Espum (Dehysan) ist noch nicht zur Keimhemmung verwendet worden, so daß seine Verwendung in den beanspruchten Gemischen ebenso das Ziel der vorliegenden Erfindung ist. Vor allem bei Verwendung als überwiegender Teil der Zusammensetzung wird es vorzugsweise als wässerige Emulsion verwendet, welche z. B. 15-40 Gew.-%, vorzugsweise 20-30 Gew.-% Espum (Dehysan), enthält. Gut bekannte handelsübliche Emulsionsmittel können in geeigneter Menge verwendet werden.

Der Begriff "Rapsöl-Methylester" betrifft die veresterten Fettsäuren des Rapsöls, welche sich bei Verseifung des letzteren ansammeln. Dies ist ein relativ preisgünstiges und in guter Qualität erhältliches gewerbliches Produkt.

Der Begriff "Rapsöl" betrifft nicht nur das frühere Rapsöl mit dem ziemlich hohen Anteil an Erucasäure, sondern umfaßt insbesondere auch das Öl der derzeit angebauten Rapssorten, welche anstelle von ungefähr 48% Erucasäure nur ungefähr 0,5% aufweisen und ungefähr 63% Oleinsäure anstelle der früheren 15% und ungefähr 20% Linolsäure anstelle von 13,5% bei ungefähr denselben Anteilen an Linolensäure, Eicosensäure, Palmitinsäure, Hexadecensäure und Docosadiensäure, und somit das Öl der sogenannten Doppelnull- Rapssorten, worin sich sowohl der Gehalt an Erucasäure als auch an Glycosinolat jeweils auf < 1% beläuft.

Rapsöl-Methylester, insbesondere somit jene aus dem Öl der derzeit angebauten Doppel-Null-Sorten, sind in gesundheitlicher Hinsicht sicher und schädigen bei Gebrauch als Keimhemmungsmittel oder als Grundbestandteil der Keimhemmungsmittel nicht die Kartoffeln; es kommt auch zu keiner nennenswerten Änderung, z. B. im Stickstoffgehalt, im Gehalt an reduziertem Zucker und Disaccariden und bei anderen für die Kartoffeln relevanten Eigenschaften, und die damit gelagerten Kartoffeln wiesen beim sensorischen Test nach 19 Wochen der Lagerung noch immer den typischen Kartoffelgeschmack ohne fremdartigen Geschmack oder Geruch bei guter fester Erscheinung und ohne festellbare Farbänderungen auf.

Rapsöl-Methylester kann zur Flüssigkeitszerstäubung (insbesondere mit Schwingnebel) mit oder ohne Zugabe der bekannten keimhemmenden Mittel einschließlich der chemischen leicht versprüht werden. Der Sprühnebel lagert sich gut auf und zwischen den Kartoffeln ab, sogar bei größerer Dicke der Lagen, und zeigt noch immer eine ausreichende Wirkung bei der Masse an gelagerten Kartoffeln. Er kann jedoch auch in Form einer wässerigen Emulsion verwendet werden, wobei gut bekannte handelsübliche Emulsionsmittel in geeigneter Menge eingesetzt werden.

Die angewandte Menge an Rapsöl-Methylester allein oder mit langekettigem Alkohol oder zusammen mit den anderen erwähnten aktiven Bestandteilen beläuft sich auf ungefähr 50 ml bis 100 ml/t, was sehr wenig ist, wenn man bedenkt, daß die aus höheren Alkoholen und Propham mit Kieselsäurefüllstoff, Dinitrosopentamethylentetramin, PVC-Pulver und Kaolin bestehenden handelsüblichen Formeln in einer Menge von ungefähr 220 g/t verwendet werden und ungefähr 40 g/t bei alleinigem Gebrauch von Chloropropham verwendet wird, während etherische Öle in einer Menge von ungefähr 50 ml/50 kg bei einer Lagerdauer von 100 Tagen und mehr verwendet werden müssen, was in der Praxis immer notwendig erscheint.

Die Erfindung ist anhand folgender Beispiele erläutert:

Beispiel 1

Das Rapsöl oder das auf Rapsöl basierende Präparat wurde immer mittels Flüssigkeitszerstäubung (Schwingnebels) über die und auf den gelagerten Kartoffeln verteilt.

Die folgenden vier Keimhemmungstests waren für den ersten Versuch vorgesehen:

Vier (4) Mengen von jeweils 40 kg Kartoffeln der Sorte Christa wurden mit Zusammensetzungen, welche auf Rapsöl-Methylester mit einem Stockpunkt von -5ºC und höheren Alkoholen (Espum EGA 162), im wesentlichen bestehend aus 70% C&sub1;&sub8;-C&sub3;&sub6; und 30 % > C&sub3;&sub6; mit einem Stockpunkt von +5ºC, beruhen, und in einem Fall mit einem Pfefferminzölbestandteil behandelt. Zur selben Zeit wurde ein Blindtest ohne irgendeine Zugabe durchgeführt.

Die Zusammensetzung des in der spezifischen Menge verwendeten Keimhemmungsmittels war wie folgt:

Tabelle 1

Im vorliegenden Fall bedeutet der Begriff "aktive Substanz" Alkohol + Pfefferminz und somit den zusätzlich zum Rapsöl-Methylester verwendeten Bestandteil.

Die Kartoffeln wurden 19 Wochen bei 6 bis 8ºC gelagert und anschließend untersucht. Die Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen 2 und 3 zusammengefaßt.

Tabelle 2

AUSWERTUNG DES KEIMHEMMUNGSTESTS DES BEISPIELS

Kartoffelsorte: Christa Lagerdauer: 19 Wochen

Das sensorische Testen dieser frischen Kartoffeln im Keimhemmungstest flirte zu folgendem Ergebnis. Die Kartoffeln der Sorte Christa wurden nach einer Lagerzeit von 19 Wochen gekostet.

Zum Zweck der Keimhemmung wurden die Proben mit folgenden Substanzen behandelt:

Probe 1: Raps-Methylester, gemischt mit langkettigen Alkoholen in einem Verhältnis von 70 : 30

Probe 2: Raps-Methylester, gemischt mit langkettigen Alkoholen in einem Verhältnis von 60 : 40

Probe 3: Raps-Methylester, gemischt mit langkettigen Alkoholen und Pfefferminzöl in einem Verhältnis von 70 : 25 : 5

Probe 4: ohne irgendein keimhemmendes Mittel = Standard

Tabelle 3 Auswertung

Die Proben der Tests 1, 2 und 3 zeigten keinerlei signifikanten sensorischen Unterschiede im Vergleich zu den unbehandelten frischen Kartoffeln. Die Kartoffeln des Tests 4 wiesen keinerlei fremdartigen Geschmack auf; sie wurden jedoch während der Lagerung runzlig und waren unmittelbar nach dem Schälen etwas wässeriger.

Beispiel 2

Dieses Beispiel veranschaulicht die Verwendung von Rapsöl-Methylester allein und in Kombination mit Alkohol und Pfefferminzöl.

Die Kartoffeln, welche in jedem der Tests 1 bis 5 in einer Menge von 40 kg und im Vergleichstest 6 in einer Menge von 20 kg verwendet wurden, wurden 9 Wochen lang bei 6 bis 8ºC gelagert.

In Test 1 wurde nur Rapsöl-Methylester verwendet, und in Test 2 und 3 sowie 5 wurde die Behandlung mit einem Gemisch aus Rapsöl-Methylester mit einem Stockpunkt von -5ºC und höheren Alkoholen (Espum EGA 162), im wesentlichen bestehend aus 70% C&sub1;&sub8;-C&sub3;&sub6; und 30% > C&sub3;&sub6; mit einem Stockpunkt von +5ºC, und in Test 4 mit einem Pfefferminzölbestandteil durchgeführt. Im "Kontroll"-Test 6 wurde keine Behandlung durchgeführt. Folglich waren die Bedingungen im wesentlichen dieselben wie im Vergleichstest gemäß Beispiel 1.

Die Zusammensetzung des Keimhemmungsmittels und die verwendeten Mengen waren wie in Tabelle 4 gezeigt.

Tabelle 4 KEIMHEMMUNGSTEST

Umfang der Probe: 4 · 20 kg

verwendete Menge: 4 ml

Luftzirkulationszeit: 20 min

Nachlagerung: 48 h

Lagerung: Keller, jede Testmenge auf eigener Palette gelagert

Auch bei diesem Test bedeutet der Begriff "aktive Substanz" Alkohol + Pfefferminzöl, und daher ist der zusätzlich zu Rapsöl verwendete Bestandteil Methylester.

Die Kartoffeln wurden 66 Tage bei 6 bis 8ºC gelagert und dann untersucht. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 5 zusammengefaßt:

Tabelle 5 AUSWERTUNG DES KEIMHEMMUNGSTESTS

Tage der Lagerung: 66

n = Naßfäule

t = Trockenfäule

Der Fäulnisanteil in Test 4 und auch im Vergleichstest 6 (unbehandelte Kontrolle) war praktisch null. Die Keimhemmung war jedoch in Test 4 sehr gut und in Kontrolltest 6 sehr schlecht.

Beispiel 3

In einem weiteren Test wurde der nun als Dehysan vermarktete langkettige Alkohol Espum EGA 162 allein verwendet und mit Rapsöl-Methylester allein und Pfefferminzöl verglichen. Die Wirksamkeit des Alkohols (Espum, nun Dehysan) ist ungefähr dieselbe wie jene des Rapsöl-Methylesters allein. Eine Zugabe von 5 Gew.-% Pfefferminzöl in beiden Fällen, das heißt 95 Gew.-% Alkohol oder Rapsöl-Methylester plus 5 Gew.-% Pfefferminzöl, ergibt deutlich ein noch besseres Ergebnis.

Die verwendete Menge betrug in jedem der Fälle 50 ml/t.

Wegen der hohen Viskosität des langkettigen Alkohols war es schwierig, diesen genügend zu zerstäuben. Somit wurde bei einem anderen Versuch der Alkohol als wässerige Emulsion, welche 25 Gew.-% Alkohol mit einem handelsüblichen Fettalkoholpolyglycolethersulfat als Emulsionsmittel in einer Menge von ungefähr 1 g/l Emulsion enthält, verwendet.

Die Ergebnisse waren etwas besser als bei der Verwendung des nicht-emulgierten Alkohols als solchem.


Anspruch[de]

1. Keimhemmungsmittel für Kartoffeln, dadurch gekennzeichnet, daß es als Hauptbestandteil Rapsöl-Methylester, gemischt mit mittel- und/oder langkettigen Alkoholen mit C&sub8; bis > C&sub3;&sub6; und/oder etherischem Öl und/oder dem (den) bekannten chemischen keimhemmenden Mittel(n) Propham und/oder Chloropropham, enthält.

2. Keimhemmungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mehr als 50 Gew.-% Rapsöl-Methylester und weniger als 50 Gew.-% der bekannten keimhemmenden Mittel enthält.

3. Keimhemmungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es zumindest 60 Gew.-% Rapsöl-Methylester und bis zu 40 Gew.-% mittel- und/oder langkettige Alkohole enthält.

4. Keimhemmungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 10 Gew.-% etherisches Öl und/oder 0,1 bis 1 Gew.-% der bekannten chemischen keimhemmenden Mittel enthält.

5. Keimhemmungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das etherische Öl Pfefferminzöl ist.

6. Keimhemmungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es mehr als 70 Gew.-% Rapsöl-Methylester enthält.

7. Keimhemmungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es 90 bis 99 Gew.-% Rapsöl-Methylester enthält.

8. Keimhemmungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es langkettige Alkohole enthält, welche im wesentlichen aus 70 Gew.-% C&sub1;&sub8;-C&sub3;&sub6; und 30 Gew.-% > C&sub3;&sub6; bestehen.

9. Keimhemmungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in Form einer wässerigen Emulsion.

10. Keimhemmungsmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion 15 bis 40 Gew.-% Alkohol enthält.

11. Keimhemmungsmittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Alkohol 5 Gew.-% etherisches Öl, bezogen auf den Alkohol, enthält.

12. Verwendung des Rapsöl-Methylesters allein oder gemischt mit mittel- und/oder langekettigen Alkoholen mit C&sub8; bis > C&sub3;&sub6; und/oder etherischem Öl und/oder dem (den) bekannten chemischen keimhemmenden Mittel(n) Propham und/oder Chloropropham als Keimhemmungsmittel bei der Lagerung von Kartoffeln.

13. Verwendung nach Anspruch 12 mittels Flüssigkeitszerstäubung.

14. Verwendung nach Anspruch 13 mittels Schwingnebels.

15. Verwendung nach einem der Ansprüche 12 bis 14 in Mengen von 50 bis 100 ml Keimhemmungsmittel pro Tonne Kartoffeln.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com