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Befestigung einer Sitzschienenaufnahme an einem Fahrzeuglängsträger - Dokument DE19827538C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19827538C2 27.07.2000
Titel Befestigung einer Sitzschienenaufnahme an einem Fahrzeuglängsträger
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Holl, Werner, Dipl.-Ing. (FH), 74196 Neuenstadt, DE;
Kuznik, Horst, 74246 Eberstadt, DE;
Beste, Andreas, Dipl.-Ing. (FH), 71364 Winnenden, DE;
Wagner, Max, Dipl.-Ing. (FH), 74172 Neckarsulm, DE
DE-Anmeldedatum 20.06.1998
DE-Aktenzeichen 19827538
Offenlegungstag 03.12.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2000
IPC-Hauptklasse B60N 2/50
IPC-Nebenklasse B62D 23/00   B62D 25/00   B62D 21/02   B62D 65/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigung einer Sitzschienenaufnahme an einem Fahrzeuglängsträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Fahrzeugsitze werden in einer allgemein bekannten Anordnung längsverschiebbar an Sitzschienen montiert, welche über Sitzschienenaufnahmen an parallel dazu verlaufenden Fahrzeuglängsträgern befestigt sind. Dazu ist es bekannt, die Sitzschienenaufnahmen als Konsolen zu beiden Seiten eines Tunnelträgers und an Türschwellern mit Schweiß- und/oder Schraubverbindungen zu befestigen.

Weiter sind Fahrzeugkarosserien für Personenwagen bekannt (EP 0 146 716 B1) mit einer Tragstruktur aus Leichtmetall-Strangprofilen, die direkt miteinander verschweißt oder über Knotenelemente als Leichtmetallgußteile verbunden sind. Mit einer solchen Tragstruktur werden geringe Karosseriegewichte und Verbesserungen beim Korrosionsschutz erreicht.

Weiter sind Fahrzeugsitze bekannt, bei denen Gurtschlösser für Sicherheitsgurte direkt mit Sitzrahmenteilen verbunden sind, so daß crashbedingte Zugbelastungen über die Sitzschienen und Sitzschienenaufnahmen in angrenzende Längsträger eingeleitet werden. Damit ergeben sich insbesondere bei einem Frontaufprall große, nach oben gerichtete Zugkräfte auf die rückwärtig angeordneten Sitzschienenaufnahmen. Bei üblichen, stumpfen Schweißverbindungen zwischen Sitzschienenaufnahmen und Trägern müßten die Schweißstellen und auch die Aufnahmeteile aufwendig für diese hohen Kräfte dimensioniert werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Befestigung einer Sitzschienenaufnahme an einem Fahrzeuglängsträger so weiterzubilden, daß mit einfachen und kostengünstigen Mitteln hohe Belastungen, insbesondere nach oben gerichtete Zugkräfte aufnehmbar sind.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Gemäß Anspruch 1 weist der Fahrzeuglängsträger als Hohlträger wenigstens an einer seitlichen Trägerwand eine Einstecköffnung auf. Ein Abstützrohr ist formschlüssig mit einem trägerinneren Rohrabschnitt in die Einstecköffnung eingesteckt und ragt mit einem trägeräußeren Rohrabschnitt aus der Einstecköffnung heraus. Ein Aufnahmeteil als Sitzschienenaufnahmeteil umgreift zumindest teilweise den trägeräußeren Rohrabschnitt, wobei das Aufnahmeteil, der äußere Rohrabschnitt und angrenzende Trägerwandbereiche miteinander verbunden sind. Zur Verbindung können grundsätzlich eine Mehrzahl bekannter Verbindungstechniken, wie Schweißen, Kleben oder Nieten einzeln oder in Kombination verwendet werden.

Damit können vorteilhaft Kräfte auf das Aufnahmeteil größtenteils durch eine stabile Formschlußverbindung auf den Fahrzeuglängsträger übertragen werden, wobei die Einzelteile insgesamt einfach und gewichtsgünstig dimensionierbar sind.

Eine besonders stabile Anbindung wird nach Anspruch 2 erreicht, indem das Aufnahmeteil zumindest teilweise im Bereich der Einstecköffnung von außen her an der Trägerwand des Längsträgers anliegt und das Aufnahmeteil, der äußere Rohrabschnitt und die angrenzende Trägerwand miteinander verschweißt sind.

Eine weitere Verstärkung der Verbindung wird dadurch erreicht, daß gemäß Anspruch 3 am Fahrzeuglängsträger zwei gleiche, gegenüberliegende Einstecköffnungen vorgesehen sind, durch die das Abstützrohr einteilig durchgesteckt ist. Dabei werden Kräfte auf die Sitzschienenaufnahme über das Abstützrohr vorteilhaft auf die zwei gegenüberliegenden Trägerwände verteilt. Zudem ist das Abstützrohr in den gegenüberliegenden Einstecköffnungen mit einer großen Basis lagerichtig gehalten und abgestützt.

Eine solche Abstützung an gegenüberliegenden Trägerwänden kann vorteilhaft bei einem Türschweller und/oder einem Tunnelträger durchgeführt werden. Nach Anspruch 4 ist eine solche Anordnung insbesondere bei einem Tunnelträger vorteilhaft, wobei dann an einem jeweils linksseitig und rechtsseitig vom Tunnelträger abstehenden, trägeräußeren Rohrabschnitt an nur einem Abstützrohr jeweils ein linkes und ein rechtes Aufnahmeteil für einen linken und einen rechten Fahrzeugsitz gehalten sein kann. Damit ergibt sich eine kompakte, gewichts- und kostengünstige Lösung.

Nach Anspruch 5 kann das Aufnahmeteil schalenförmig ausgebildet sein, wobei der zugeordnete Rohrabschnitt vom Schalenbereich zumindest teilweise von unten her formschlüssig umgriffen ist. Eine solche Ausbildung ist insbesondere dann vorteilhaft anzuwenden, wenn gemäß Anspruch 6 die an den Sitzschienen befestigten Fahrzeugsitze Gurtschlösser aufweisen und insbesondere bei einem Frontaufprall die Sitzschienenaufnahmen durch hohe, nach oben gerichtete Zugkräfte belastet und in der Schalenstruktur abgestützt werden. Eine solche hohe Belastung durch nach oben gerichtete Zugkräfte tritt vorwiegend an den rückwärtigen Sitzschienenaufnahmen eines Fahrzeugsitzes auf, so daß gerade dort mit einem Abstützrohr ausgeführte Sitzschienenaufnahmen vorteilhaft einsetzbar sind.

Die aufgezeigte Verbindungstechnik ist nach Anspruch 7 besonders vorteilhaft bei Fahrzeugtragstrukturen aus Leichtmetall einsetzbar, wobei der Fahrzeuglängsträger und das Abstützrohr als Strangprofil und das Aufnahmeteil als Gußteil herstellbar sind. Das Abstützrohr kann nach Anspruch 8 einen kreisrunden Durchmesser aufweisen, so daß die entsprechenden Einstecköffnungen einfach als kreisrunde Bohrungen ausgeführt sein können. Der Fahrzeuglängsträger hat für einen einfachen Aufbau nach Anspruch 9 einen rechteckigen Profilquerschnitt.

Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Sitzschienenaufnahmenbefestigung 1. Diese Befestigung 1 umfaßt einen als Fahrzeuglängsträger in der Art eines Hohlträgers ausgebildeten Tunnelträger 2, der einen rechteckigen Profilquerschnitt aufweist.

An gegenüberliegenden seitlichen Trägerwänden 3, 4 des Tunnelträgers 2 sind zwei einander gegenüberliegende, gleiche Einstecköffnungen 5, 6 als kreisrunde Bohrungen ausgebildet. Durch diese Einstecköffnungen 5, 6 ist, wie dies aus der einzigen Figur zu entnehmen ist, ein, einen kreisrunden Durchmesser aufweisendes Abstützrohr 7 formschlüssig eingesteckt. Dieses Abstützrohr 7 ist dabei so durch den Tunnelträger 2 gesteckt, daß sich ein trägerinnerer Rohrabschnitt 8 im inneren des Tunnelträgers 2 befindet, während ein linker trägeräußerer Rohrabschnitt 9 aus der seitlichen Trägerwand 3 und ein rechter trägeräußerer Rohrabschnitt 10 aus der seitlichen Trägerwand 4 herausragen.

An dem linken trägeräußeren Rohrabschnitt 9 und dem rechten trägeräußeren Rohrabschnitt 10 ist jeweils ein Sitzschienenaufnahmeteil 11 gehalten, von denen in der einzigen Figur lediglich das Sitzschienenaufnahmeteil 11 des linken trägeräußeren Rohrabschnitts 9 dargestellt ist. Dieses Sitzschienenaufnahmeteil 11 ist schalenförmig ausgebildet und umgreift den linken trägeräußeren Rohrabschnitt 9 von unten her formschlüssig.

Das Sitzschienenaufnahmeteil 11 weist zusätzliche Verstärkungsrippen 12, 13 auf und liegt im Bereich der Einstecköffnung 5 von außen her an der seitlichen Trägerwand 3 an, wo das Sitzschienenaufnahmeteil 11, das Abstützrohr 7 und der Tunnelträger 2 verschweißt sind.

An einem dem Tunnelträger 2 abgewandten Ende des Sitzschienenaufnahmeteils 11 ist strichliert eine parallel zum Tunnelträger 2 verlaufende Sitzschiene 14 schematisch eingezeichnet. Diese Sitzschiene 14 ist an im Sitzschienenaufnahmeteil 11 ausgebildeten Aufnahmen 15 festlegbar.

Vorzugsweise weisen die an den Sitzschienen 14 befestigten Fahrzeugsitze, die hier nicht dargestellt sind, Gurtschlösser auf und sind die Sitzschienenaufnahmen als rückwärtige Sitzschienenaufnahmen ausgebildet. Dadurch können im Falle eines Frontaufpralls auftretende hohe, nach oben gerichtete Zugkräfte in der Schalenstruktur vorteilhaft abgestützt werden, wobei die Kräfte auf die zwei seitlichen Trägerwände 3, 4 des Tunnelträgers 2 verteilt werden. Da die schalenförmige Aufnahme von unten her das Rohr umgreift und die Zugkräfte nach oben wirken, können die Kräfte größtenteils durch Formschluß übertragen werden.

Der Tunnelträger 2 und das Abstützrohr 7 sind hierbei als Strangprofil und das Sitzschienenaufnahmeteil 11 als Gußteil aus Leichtmetall herstellbar.

In einer alternativen Ausführungsform, die hier nicht dargestellt ist, kann ein quer zur Fahrzeuglängsrichtung verlaufendes Abstützrohr beispielsweise auch formschlüssig in den Türschweller eingesteckt und mit diesem verschweißt sein. Ein aus dem Türschweller herausragender, trägeräußerer Rohrabschnitt kann hier dann ebenso von einem Sitzschienenaufnahmeteil formschlüssig umgriffen sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme an einem Fahrzeuglängsträger als Hohlträger für parallel zum Fahrzeuglängsträger verlaufende Sitzschienen, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Fahrzeuglängsträger (2) an wenigstens einer seitlichen Trägerwand (3, 4) eine Einstecköffnung (5, 6) aufweist,

    daß ein Abstützrohr (7) formschlüssig mit einem trägerinneren Rohrabschnitt (8) in die Einstecköffnung (5, 6) eingesteckt ist und mit einem trägeräußeren Rohrabschnitt (9, 10) aus der Einstecköffnung (5, 6) herausragt,

    daß ein Aufnahmeteil (11) als Sitzschienenaufnahmeteil vorgesehen ist, das den trägeräußeren Rohrabschnitt (9, 10) zumindest teilweise formschlüssig umgreift, und

    daß das Aufnahmeteil (11), der äußere Rohrabschnitt (9, 10) und angrenzende Trägerwandbereiche miteinander verbunden sind.
  2. 2. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (11) zumindest teilweise im Bereich der Einstecköffnung (5, 6) von außen her an der Trägerwand (3, 4) anliegt und das Aufnahmeteil (11), der äußere Rohrabschnitt (9, 10) und die angrenzende Trägerwand (3, 4) miteinander verschweißt sind.
  3. 3. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Fahrzeuglängsträger (2) zwei gleiche, gegenüberliegende Einstecköffnungen (5, 6) vorgesehen sind, durch die das Abstützrohr (7) einteilig durchgesteckt ist.
  4. 4. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrzeuglängsträger (2) ein Tunnelträger ist und an einem jeweils linksseitig und rechtsseitig abstehenden, trägeräußeren Rohrabschnitt (9, 10) ein Aufnahmeteil (11) gehalten ist.
  5. 5. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (11) schalenförmig ausgebildet ist und der zugeordnete Rohrabschnitt (9, 10) vom Schalenbereich zumindest teilweise von unten her formschlüssig umgriffen ist.
  6. 6. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Sitzschienen (14) befestigten Fahrzeugsitze Gurtschlösser aufweisen und die mit einem Abstützrohr (7) ausgeführten Sitzschienenaufnahmen rückwärtige Sitzschienenaufnahmen sind.
  7. 7. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrzeuglängsträger (2) und/oder das Abstützrohr (7) ein Strangprofil und/oder das Aufnahmeteil (11) ein Gußteil jeweils aus Leichtmetall sind.
  8. 8. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützrohr (7) einen kreisrunden Durchmesser aufweist und entsprechend die Einstecköffnung (5, 6) eine kreisrunde Bohrung ist.
  9. 9. Befestigung einer Sitzschienenaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrzeuglängsträger (2) vorzugsweise als Tunnelträger oder Türschweller einen rechteckigen Profilquerschnitt aufweist.






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