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Dokumentenidentifikation DE19904026C1 10.08.2000
Titel Verbindungs- und Absperrvorrichtung für Rohrleitungen
Anmelder Hußner, Raik, 08393 Meerane, DE;
Messal, Andreas, 09350 Lichtenstein, DE
Erfinder Hußner, Raik, 08393 Meerane, DE;
Messal, Andreas, 09350 Lichtenstein, DE
Vertreter Patentanwälte Findeisen & Neumann, 09112 Chemnitz
DE-Anmeldedatum 02.02.1999
DE-Aktenzeichen 19904026
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.2000
IPC-Hauptklasse F16L 29/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Verbindungs- und Absperrvorrichtung für Rohrleitungen. Es wird die Aufgabe gelöst, eine in jeder Einbaulage betätigbare Vorrichtung zu schaffen, die eine lösbare Verbindung der miteinander zu verbindenden Leitungen ohne jegliche Änderungen des Abstandes zwischen den Leitungen ermöglicht. Das wird erreicht, indem die Vorrichtung aus einem Grundkörper (1), einen Zentralelement (2) und einem Stellelement (3) derart zusammengefügt wird, daß der zwischen den Rohranschlüssen vorhandene Kanal mittels des am Grundkörper (1) radial verdrehbar und über eine Gewindekontur axial verlagerbar abgestützten Stellelementes (3) regelbar ist - Fig. 5 -.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verbindungs- und Absperrvorrichtung für Rohrleitungen, die zwischen zwei Rohren und/oder Armaturen eingesetzt sowie mit den jeweils zugeordneten stirnseitigen Endbereichen der Rohre und/oder Armaturen verbunden wird und die zwischen den Anschlüssen einen durchgehenden Kanal aufweist, der mit einem Regelelement freigebbar bzw. verschließbar ist, wobei das Regelelement mit einem von außen zugänglichen Stellelement in Wirkverbindung steht, das an der Vorrichtung radial verdrehbar und über eine Gewindekontur axial verlagerbar abgestützt ist.

Rohrleitungen können unter Anwendung verschiedener Technologien miteinander verbunden werden, beispielsweise durch Kleben, Pressen oder Schrauben. Unabhängig von der gewählten Verbindungstechnologie ist es für zahlreiche Anwendungen notwendig, in den Rohrleitungen Absperrelemente vorzusehen. Sofern ausreichend freier Bauraum verfügbar ist, ergeben sich für die Installation der Verbindungs- und Absperrelemente kaum Einschränkungen. Probleme ergeben sich jedoch, falls die Verbindungs- und/oder Absperrelemente an schlecht zugänglichen oder beengten Standorten montiert bzw. instandgesetzt werden müssen. Derartige Bedingungen sind insbesondere beim Anschluß von Behältern gegeben, falls im Innenraum des Behälters Regelelemente angeordnet sind, die mit einer außerhalb des Behälters angeordneten und lagefixierten Zuleitung verbunden werden müssen. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Installation von WC-Spülkästen, bei denen im Behälter ein Schwimmerventil angeordnet ist, dessen Einlauföffnung vorzugsweise durch Schraubverbindung mit der Zuleitung verbunden wird. Damit notwendige Instandsetzungen, zum Beispiel Austausch defekter Schwimmerventile, bei ungefülltem Spülkasten durchgeführt werden können, ist üblicherweise unmittelbar im Bereich der Durchführung der Zuleitung in den Behälter ein Kugelhahn als Absperrorgan angeordnet. In solchen Anwendungsfällen ist jedoch eine Wartung der eigentlichen Absperrarmatur, zum Beispiel die Säuberung von Durchflüssen oder der Austausch von Dichtelementen, nicht möglich. Deshalb muß bei einer Störung der komplette Kugelhahn ausgetauscht werden.

Außerdem werden anstelle konventioneller Spülkästen zunehmend Spülkästen verwendet, die eine, auf die konkret vorliegenden Raumverhältnisse angepaßte Außenkontur aufweisen, um den verfügbaren Bauraum optimal zu nutzen. Eine entsprechende technische Lösung ist Gegenstand von DE 298 03 393 U1, wobei dieses Spülsystem einen rohrförmigen Behälter aufweist. Die Zuleitung für die im Behälter angeordneten Regelelemente wird durch einen Kugelhahn geöffnet oder verschlossen, der im Innenraum des Rohrbehälters angeordnet und von dessen Oberseite aus zugänglich ist. Bei Erstinstallation wird der Kugelhahn so positioniert, daß der Betätigungsgriff dieses Absperrelementes von oben erfaßt werden kann. Sofern jedoch bei einer späteren Instandsetzung, zum Beispiel dem Austausch des ebenfalls im Behälter angeordneten Schwimmerventils, die Verbindung von Absperrelement und nachgeordneter Baugruppe zunächst gelöst und nachfolgend wieder hergestellt werden soll, ist nicht gewährleistet, daß der Betätigungsgriff erneut in seiner ursprünglichen Stellung zugänglich ist. Die Ursache dieses Mangels liegt darin, daß für den Installateur nicht vorhersehbar ist, in welcher Endstellung die vollständige Dichtung der beiden miteinander zu verbindenden Bauteile erreicht sein wird. Demzufolge wird sich der Betätigungsgriff des Kugelhahns überwiegend in einer zur ursprünglichen Lage abweichenden Position befinden, eventuell zur Seitenwand oder zum Boden des Behälters gerichtet, so daß eine Betätigung nur mit erheblicher Mühe oder gar nicht mehr möglich sein wird. Die Anordnung von Kugelhähnen innerhalb solcher Behälter ist deshalb ausgesprochen nachteilig. Andererseits sollte das Absperrelement auch nicht außerhalb des Behälters angeordnet werden, weil dadurch auf die Vorteile verzichtet würde, die eine auf die konkret vorliegenden Raumverhältnisse angepaßte Behälterkontur gemäß DE 298 03 393 U1 bewirkt, so daß zum Beispiel kein vollständiger Einbau des Behälters in oder hinter einer Wand möglich wäre.

Die technische Lösung nach DE 29 29 458 A1 beschreibt eine am Kupplungsstück von Wasseranschlußgeräten anbringbare Vorrichtung mit der Funktion eines Absperrhahnes. Mit der Vorrichtung werden die Funktionen Verbinden und Absperren innerhalb einer gemeinsamen Baugruppe kombiniert. Diese kombinierte Verbindungs- und Absperrvorrichtung wird zwischen zwei Rohren oder Schläuchen eingesetzt und mit den jeweils zugeordneten stirnseitigen Endbereichen der Leitungen verbunden. Innerhalb der Vorrichtung ist ein durchgehender Kanal ausgestaltet, der durch ein Regelelement freigebbar bzw. verschließbar ist. Dieses Element ist eine rotationssymmetrische Scheibe mit mehreren Durchgangsöffnungen. In Abhängigkeit der relativen Lage zwischen Scheibe und Vorrichtung ist der Kanal entweder verschlossen oder geöffnet. Im geschlossenen Zustand liegt diese Scheibe flüssigkeitsdicht an einer inneren Stirnwandung der Vorrichtung an, so daß die Verbindung von Durchgangsöffnungen und weiterführendem Kanal unterbrochen ist. Im geöffneten Zustand ist die Scheibe soweit von der inneren Stirnwandung entfernt, daß die Durchgangsöffnungen mit dem weiterführenden Kanal in Wirkverbindung stehen. Die Lageveränderung der Scheibe wird erreicht, indem ein von außen zugänglicher und als Stellelement wirkender Abschnitt der Vorrichtung radial verdreht und über eine Gewindekontur axial verlagert wird, so daß auch das an der Vorrichtung abgestützte Regelelement (Scheibe) axial verlagert wird. Damit die Verbindung trotz dieser Lageänderung flüssigkeitsdicht bleibt, ist an der Innenkontur des Stellelementes ein umlaufender Dichtungsring vorgesehen. Mit dieser Lösung können die oben dargelegten Betätigungsprobleme bei Verwendung von Kugelhähnen vermieden werden, weil der radial zu verdrehende Abschnitt der Vorrichtung in jeder Stellung erfaßt werden kann. Allerdings weist die Verbindungs- und Absperrvorrichtung gemäß DE 29 29 458 A1 ebenfalls einige Nachteile auf:

Der Abstand zwischen den beiden miteinander zu verbindenden Leitungen wird bei jeder Betätigung des Stellelementes verändert. Dies kann vernachlässigt werden, sofern zumindest eine der Leitungen flexibel ist, wie zum Beispiel bei Verwendung eines Wasserschlauches. Falls jedoch beide Leitungen starr und fest montiert sind, wie zum Beispiel bei Anwendungen in modernen Spülkästensystemen, kann diese Vorrichtung nicht eingesetzt werden. Weiterhin ist keine Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes Lösen der Verbindung vorgesehen. Vielmehr kann das Stellelement infolge Unachtsamkeit so weit radial verdreht und somit axial verlagert werden, daß die einzelnen Bauteile der Vorrichtung voneinander gelöst werden. Folglich wird die flüssigkeitsdichte Verbindung der Leitungen unterbrochen und die austretenden Fluide können erhebliche Schäden verursachen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine in jeder Einbaulage betätigbare Verbindungs- und Absperrvorrichtung für Rohrleitungen zu schaffen, die eine lösbare Verbindung der miteinander zu verbindenden Leitungen ohne jegliche Änderungen des Abstandes zwischen den Leitungen ermöglicht und gleichzeitig eine zwangsläufig wirkende Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen aufweist.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 2 bis 15 beschrieben.

Diese Verbindungs- und Absperrvorrichtung ist insbesondere für den Anschluß von Rohrleitungen an Behältern geeignet, bei denen im Innenraum Regelelemente vorgesehen sind, die mit einer außerhalb des Behälters angeordneten und lagefixierten Zuleitung verbunden werden müssen und deren Zufluß bedarfsweise abgesperrt werden kann. Hierbei wird in vorteilhafter Weise mit lediglich einer Baugruppe eine Kombination der technischen Forderungen zur Verbindung, Abstützung und Absperrung der Rohrleitungen erreicht, wobei selbst bei extrem beengten Einbauverhältnissen eine gute Handhabung der Vorrichtung gegeben ist. Somit kann in jeder Einbaulage sowohl eine notwendige Absperrung der Leitungsverbindungen als auch ein Lösen der miteinander verbundenen Leitungen realisiert werden. Vorteilhaft ist ferner, daß diese Handhabungen keine Änderungen des Abstandes zwischen den Leitungen erfordern, so daß die Vorrichtung auch für festmontierte Anbauteile geeignet ist. Weiterhin wird eine zwangsläufig wirkende Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen gewährleistet, die mögliche Havarien infolge Fehlbedienung weitgehend ausschließt. Die vorgeschlagene Vorrichtung ermöglicht außerdem eine Demontage des Absperrelementes im eingebauten Zustand. Damit ist eine Wartung, beispielsweise die Säuberung von Durchflüssen oder der Austausch von Dichtelementen, möglich.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen in jeweils teilweise aufgebrochener Darstellung:

Fig. 1 einen Grundkörper in Vorder- und Seitenansicht

Fig. 2 ein Zentralelement in Seiten- und Vorderansicht

Fig. 3 ein Stellelement in Seitenansicht

Fig. 4 die Einzelteile der Vorrichtung in Anordnung vor dem Zusammenfügen

Fig. 5 die zusammengefügte Vorrichtung in Schließstellung

Fig. 6 die zusammengefügte Vorrichtung in Offenstellung

Die vorgeschlagene Verbindungs- und Absperrvorrichtung besteht aus einem Grundkörper 1, einem Zentralelement 2 und einem Stellelement 3. Der in Fig. 1 dargestellte Grundkörper 1 ist weitgehend rohrförmig ausgestaltet. Der Grundkörper 1 kann mit einem stirnseitigen Endbereich mit dem ersten der anzuschließenden Rohre verbunden werden. Dieser Bereich ist in Fig. 1 der linke Endbereich, wobei das anzuschließende Rohr in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist. Für den Anschluß des Rohres sind verschiedene Anschlußtechnologien möglich. Vorzugsweise wird eine Schraubverbindung verwendet. Hierfür weist der Grundkörper 1 im Bereich seines, mit dem ersten der anzuschließenden Rohre verbindbaren Abschnittes ein Gewinde 11 auf. Das Gewinde 11 kann je nach Anschlußbedingungen entweder ein Innengewinde oder, wie in Fig. 1 dargestellt, ein Außengewinde 11 sein.

Im Grundkörper 1 ist in axialer Richtung ein Kanal 12 ausgestaltet. Der Kanal 12 führt vom Rohranschluß zum entgegengesetzten stirnseitigen Endbereich. An dieser Stirnseite wird der Kanal 12 von einer radial angeordneten Wand 13 begrenzt. In der Trennwand 13 ist mindestens eine Durchgangsöffnung 14 vorgesehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier derartige Durchgangsöffnungen 14 vorhanden. Im Bereich der radial angeordneten Wand 13 kann der Grundkörper 1 mit dem Zentralelement 2 verbunden werden. Hierfür weist der Grundkörper 1 an der dem Zentralelement zugeordneten Stirnseite, also in der radial angeordneten Wand 13 eine hohlzylindrische Vertiefung 15 mit Innengewinde auf.

Im zum Rohranschluß entgegengesetzten Bereich ist an der Mantelfläche des Grundkörpers 1 ein weiteres Gewinde 16 ausgestaltet, dem das Stellelement 3 zugeordnet wird. Der Grundkörper 1 kann zumindest in einem Teilbereich seiner, vom Stellelement 3 nicht überdeckten äußeren Mantelfläche eine Mehrkant-Kontur 17 aufweisen. Die Mehrkant-Kontur 17 kann beispielsweise als Angriffsfläche für Werkzeuge benutzt werden oder auch zur formschlüssigen Arretierung des Grundkörpers 1 in der Wand eines Behälters.

Das in Fig. 2 gezeigte Zentralelement 2 ist in axialer Richtung zunächst als Vollzylinder 21 und nachfolgend als Hohlzylinder 22 ausgestaltet. Der Übergang vom Vollzylinder 21 zum Hohlzylinder 22 ist als Kegelsitz 23 ausgestaltet. Der stirnseitige Endbereich des Vollzylinders 21 ist mit dem Grundkörper 1 verbindbar. Hierfür hat das Zentralelement 2 zumindest in einem Teilbereich der Ausgestaltung als Vollzylinder 21 ein Außengewinde 24. Für die Verbindung von Grundkörper 1 und Zentralelement 2 ist wesentlich, daß das Innengewinde in der hohlzylindrischen Vertiefung 15 des Grundkörpers 1 und das Außengewinde 24 des Zentralelementes 2 zueinander kongruent sind.

Im hohlzylindrischen Abschnitt 22 des Zentralelementes 2 ist ein Kanal 25 angeordnet, der bis zum Anschlußquerschnitt für die zweite anzuschließende Rohrleitung führt. Diese Rohrleitung ist allerdings in der Zeichung nicht näher dargestellt. Der Kanal 25 hat zumindest auf einen Teil seiner axialen Länge eine Mehrkant-Innenkontur, die als Angriffsfläche für ein Werkzeug, z. B. einen Inbusschlüssel, geeignet ist. Im Bereich der dem Grundkörper 1 zugeordneten Mantelfläche hat das Zentralelement 2 mindestens eine Durchgangsöffnung 26, die in den Kanal 25 mündet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei Durchgangsöffnungen 26 vorhanden. Die Durchgangsöffnungen 26 sind vorzugsweise an der Mantelfläche des Kegelsitzes 23 angeordnet.

An der Mantelfläche des hohlzylindrischen Abschnittes 22 des Zentralelementes 2 ist eine umlaufende Nut 27 ausgestaltet, der ein Dichtungsring 28 zugeordnet ist. Der Dichtungsring 28 ist aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich. Am Hohlzylinder 22 ist ferner ein umlaufender Bund 29 ausgestaltet, der als Anschlag für das Stellelement 3 wirkt und somit dessen Verstellweg begrenzt. Neben dem Bund 29 kann ein weiterer umlaufender Bund 291 vorgesehen werden, an dem eine handelsübliche Überwurfmutter 4 abstützbar ist. Demzufolge wird eine Tülle geschaffen, die eine vorteilhafte Anschlußvariante für das zweite anzuschließende Rohr ergibt.

Das in Fig. 3 gezeigte Stellelement 3 ist weitgehend rohrförmig ausgestaltet und weist in seiner axialen Erstreckung einen stufenförmigen Absatz 31 auf. Durch diesen Absatz 31 wird das Stellelement in zwei Abschnitte mit jeweils unterschiedlichem Durchmesser unterteilt. Der stirnseitige Endbereich des in der Zeichnung links angeordneten Abschnittes ist mit Innengewinde 32 versehen und kann über diese Gewindekontur an der Mantelfläche des Grundkörpers 1 abgestützt und verlagert werden. Hierbei steht das Innengewinde 32 mit dem Außengewinde 16 des Grundkörpers 1 in Wirkverbindung. Neben der Gewindekontur 32 ist eine umlaufende Nut 33 ausgestaltet, der ein Dichtungsring 34 zugeordnet ist. Der Dichtungsring 34 ist aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich. Die Außenseite des in der Zeichnung links angeordneten Abschnittes des Stellelementes 3 weist eine profilierte Oberfläche 35 auf, die eine gute manuelle Handhabung gewährleistet. Sofern genügend freier Bauraum vorhanden ist, kann das Stellelement 3 auch mit einem, in der Zeichnung nicht näher dargestellten Bediengriff versehen werden.

Das Stellelement 3 weist im Bereich des stufenförmigen Absatzes 31 an der Innenseite dieses Absatzes 31 einen vollflächigen Kreisringabschnitt auf, in dessen Zentrum ein Durchgang zu dem in der Zeichnung rechts angeordneten Abschnitt verbleibt. In diesem Abschnitt, also in dem zum Grundkörper 1 entgegengesetzten stirnseitigen Endbereich, weist das Stellelement 3 eine Innenkontur auf, die der Außenkontur des hohlzylindrischen Abschnittes 22 des Zentralelementes 2 entspricht. Dem Kreisringabschnitt an der Innenseite des stufenförmigen Absatzes 31 ist eine Dichtscheibe 36 zugeordnet, die in Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Unmittelbar neben dieser Dichtscheibe 36 verbleibt an der Innenkontur des Kreisringabschnittes ein Steg 37, an dem sich die Kegelsitzfläche 23 des Zentralelementes 2 abstützen kann.

Die Verbindungs- und Absperrvorrichtung für Rohrleitungen wird aus den in Fig. 4 abgebildeten Einzelteilen folgendermaßen zusammengefügt: Nachdem Dichtscheibe 36 und Dichtungsring 34 montiert sind, wird das Stellelement 3 mittels der Gewindekombination 32/16 auf den Grundkörper 1 geschraubt. Nachfolgend wird das Zentralelement 2 montiert. Sofern ein Rohranschluß mit Tülle und Überwurfmutter 4 vorgesehen ist, wird das Zentralelement 2 zunächst durch die Überwurfmutter 4 geführt, bis der Bund 291 am Innensteg der Überwurfmutter 4 anliegt. Danach wird das Zentralelement 2 in die Innenkontur des Stellelementes 3 geführt. Mittels Inbusschlüssel wird das Zentralelement 2 mit dem Grundkörper 1 verbunden, wobei hier die Gewindekombination von hohlzylindrischer Vertiefung 15 und Vollzylinder-Außengewinde 24 wirksam wird. Nachdem die beiden anzuschließenden Rohre befestigt sind, ist die Vorrichtung funktionsfähig. Das Zentralelement 2 realisiert hierbei mehrere Funktionen und wirkt als Hubbegrenzung für das Stellelement 3, als Sicherungselement gegen unbeabsichtigtes Lösen des Stellelementes 3, sowie als Durchflußregelung.

Je nach Einsatzbedingungen wird die in Fig. 5 dargestellte Schließstellung oder die in Fig. 6 dargestellte Offenstellung als Betriebsstellung gewählt. Der Betrieb im geöffneten Zustand gemäß Fig. 6 ist zum Beispiel für WC-Spülkästen vorgesehen. Die Verbindung zwischen den beiden Rohranschlüssen wird durch die Elemente Kanal 12, Durchgangsöffung 14, Innenraum Stellelement 3, Durchgangsöffung 26 und Kanal 25 realisiert.

Im geöffneten Zustand besteht zwischen den Durchgangsöffnungen 14 in der radialen Trennwand 13 des Grundkörpers 1 und der Dichtscheibe 36 des Stellelementes 3 ein Freiraum, so daß das Fluid über die Durchgangsöffnungen 26 in den Kanal 25 des Zentralelementes 2 strömen kann. Diese Verbindung wird unterbrochen, wenn die Dichtscheibe 36 auf die Durchgangsöffnungen 14 gedrückt wird. Das Freigeben bzw. Verschließen wird bewirkt, indem das Stellelement 3 am Grundkörper 1 radial verdreht und demzufolge axial verlagert wird. Aufstellung der Bezugszeichen 1 Grundkörper

11 Gewinde

12 Kanal

13 radiale Trennwand

14 Durchgangsöffnung

15 hohlzylindrische Vertiefung

16 Gewinde

17 Mehrkant-Kontur

2 Zentralelement

21 Vollzylinder

22 Hohlzylinder

23 Kegelsitz

24 Außengewinde

25 Kanal

26 Durchgangsöffnung

27 umlaufende Nut

28 Dichtungsring

29 Bund für Stellelement

291 Bund für Überwurfmutter

3 Stellelement

31 stufenförmiger Absatz

32 Gewinde

33 umlaufende Nut

34 Dichtungsring

35 profilierte Oberfläche

36 Dichtscheibe

37 Steg

4 Überwurfmutter


Anspruch[de]
  1. 1. Verbindungs- und Absperrvorrichtung für Rohrleitungen, die zwischen zwei Rohren und/oder Armaturen eingesetzt sowie mit den jeweils zugeordneten stirnseitigen Endbereichen der Rohre und/ oder Armaturen verbunden wird und die zwischen den Anschlüssen einen durchgehenden Kanal aufweist, der mit einem Regelelement freigebbar bzw. verschließbar ist, wobei das Regelelement mit einem von außen zugänglichen Stellelement in Wirkverbindung steht, das an der Vorrichtung radial verdrehbar und über eine Gewindekontur axial verlagerbar abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Vorrichtung einen Grundkörper (1), ein Zentralelement (2) und ein Stellelement (3) aufweist, die lösbar miteinander verbunden sind,
    2. - daß der Grundkörper (1) weitgehend rohrförmig ausgestaltet ist, mit einem stirnseitigen Endbereich mit dem ersten der anzuschließenden Rohre verbindbar ist und mit dem entgegengesetzten stirnseitigen Endbereich mit dem Zentralelement (2) verbindbar ist, wobei ein in axialer Richtung im Grundkörper (1) ausgestalteter, vom Rohranschluß in Richtung des Zentralelementes (2) führender Kanal (12) im Bereich der dem Zentralelement (2) zugeordneten Stirnseite von einer radial angeordneten Wand (13) mit mindestens einer Durchgangsöffnung (14) begrenzt wird und wobei an der Mantelfläche des Grundkörpers (1) ein Gewinde (16) ausgestaltet ist, auf dem das Stellelement (3) verlagerbar abgestützt ist,
    3. - daß das Zentralelement (2) in axialer Richtung vom Grundkörper (1) ausgehend zunächst als Vollzylinder (21) und nachfolgend als Hohlzylinder (22) ausgestaltet ist, mit einem stirnseitigen Endbereich mit dem Grundkörper (1) verbindbar ist und mit dem entgegengesetzten stirnseitigen Endbereich mit dem zweiten der anzuschließenden Rohre verbindbar ist, wobei im Bereich der dem Grundkörper (1) zugeordneten Mantelfläche mindestens eine, mit der Durchgangsöffnung (14) des Grundkörpers (1) in Wirkverbindung bringbare Durchgangsöffnung (26) vorgesehen ist, die in den im hohlzylindrischen Abschnitt (22) liegenden Kanal (25) mündet, der bis zum Anschlußquerschnitt für die zweite anzuschließende Rohrleitung führt und wobei das Zentralelement (2) auf seiner Mantelfläche einen umlaufenden, den Verstellweg des Stellelementes (3) begrenzenden Bund (29) aufweist,
    4. - daß das Stellelement (3) weitgehend rohrförmig ausgestaltet ist, mit einem stirnseitigen Endbereich an der Mantelfläche des Grundkörpers (1) über eine Gewindekontur (32) verlagerbar abgestützt ist und am entgegengesetzten stirnseitigen Endbereich eine Innenkontur aufweist, die der Außenkontur des hohlzylindrischen Abschnittes (22) des Zentralelementes (2) entspricht, wobei das Stellelement (3) in seiner axialen Erstreckung einen stufenförmigen Absatz (31) aufweist, dessen vollflächiger Kreisringabschnitt mit der Durchgangsöffnung (14) des Grundkörpers (1) in Wirkverbindung bringbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1) im Bereich seines, mit dem ersten der anzuschließenden Rohre verbindbaren Abschnittes Gewinde (11) aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1) zumindest in einem Teilbereich seiner, vom Stellelement (3) nicht überdeckten äußeren Mantelfläche eine Mehrkant-Kontur (17) aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1) an seiner, dem Zentralelement (2) zugeordneten Stirnseite eine hohlzylindrische Vertiefung (15) mit Innengewinde aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentralelement (2) zumindest in einem Teilbereich der Ausgestaltung als Vollzylinder (21) Außengewinde (24) aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 4 und 5 dadurch gekennzeichnet, daß das Innengewinde in der hohlzylindrischen Vertiefung (15) der Stirnseite (13) des Grundkörpers (1) und das Außengewinde (24) im Bereich des Vollzylinders (21) am Zentralelement (2) zueinander kongruent sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang vom Vollzylinder (21) zum Hohlzylinder (22) am Zentralelement (2) als Kegelsitz (23) ausgestaltet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine, am Zentralelement (2) ausgestaltete Durchgangsöffnung (26), die in den im hohlzylindrischen Abschnitt (22) liegenden Kanal (25) mündet, an der Mantelfläche des Kegelsitzes (23) angeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Mantelfläche des hohlzylindrischen Abschnittes (22) des Zentralelementes (2) eine umlaufende Nut (27) ausgestaltet ist, der ein Dichtungsring zugeordnet (28) ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im hohlzylindrischen Abschnitt (22) des Zentralelementes (2) angeordnete Kanal (25) zumindest teilweise eine Mehrkant-Innenkontur aufweist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentralelement (2) auf seiner Mantelfläche neben dem, den Verstellweg des Stellelementes (3) begrenzenden Bund (29) einen weiteren umlaufenden Bund (291) aufweist, an dessen Kontur eine handelsübliche Überwurfmutter (4) abstützbar ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellelement (3) an der Innenseite seines an der Mantelfläche des Grundkörpers (1) abstützbaren Bereichs neben der Gewindekontur (32) eine umlaufende Nut (33) aufweist, der ein Dichtungsring (34) zugeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellelement (3) an der Außenseite seines an der Mantelfläche des Grundkörpers (1) abstützbaren Bereichs eine profilierte Oberfläche (35) aufweist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem vollflächigen Kreisringabschnitt an der Innenseite des stufenförmigen Absatzes (31) am Stellelement (3) eine Dichtscheibe (36) zugeordnet ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 1, 7 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar neben der am stufenförmigen Absatz (31) angeordneten Dichtscheibe (36) ein Steg (37) ausgestaltet ist, dem die Kegelsitzfläche (23) des Zentralelementes (2) zuordenbar ist.






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