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Dokumentenidentifikation DE69701784T2 17.08.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0827829
Titel Bildabtastgerät
Anmelder Fujifilm Electronic Imaging Ltd., London, GB
Erfinder Blevings, George, New Barnet, Herts EN5 1LZ, GB
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69701784
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.09.1997
EP-Aktenzeichen 973066988
EP-Offenlegungsdatum 11.03.1998
EP date of grant 26.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.2000
IPC-Hauptklasse B41B 19/00
IPC-Nebenklasse B41B 21/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Bildabtastgerät und insbesondere solch ein Gerät, das einen länglichen Bildträger mit einem gekrümmten Querschnitt und ein Abtastsystem einschließt, das radial einwärts liegend von dem Träger zum Abtasten mit Strahlung entlang einer Umfangsrichtung über ein Aufnahmemedium auf dem Träger positioniert ist.

Bei einem solchen Bildabtastgerät, welches häufig in Form eines internen Trommelbildsetzers ausgeführt ist, wird Licht, das von dem Schreibpunkt durch das Aufnahmemedium, wie beispielsweise einen Film, reflektiert wurde, zurück in die Trommelstrahlen und der Belichtung des Films auf der anderen Seite der Trommel hinzugefügt. Die gesamte Wirkung von dieser Belichtung auf niedrigem Niveau kann einen Vorab-Schleier (pre-fog) auf dem Film bewirken und sich als eine sichtbare Verdunklung von Halbtönen zeigen.

Herkömmliche Lösungen verwenden Anordnungen von schwarzen Leitwänden, die aus Blech oder ähnlichem Material hergestellt sind, die sich bis kurz vor der Trommeloberfläche erstrecken und zur Abdeckung des Films dienen, außer in einem Schlitz, entlang welchem sich der Schreibpunkt bewegt, womit folglich eine Vorbelichtung außer in der Nähe des Belichtungspunkts verhindert wird. Alternativ wurden feste fächerartige Abdeckflügel verwendet, die sich radial von dem Schlitten erstrecken, um den Abtastlichtstrahl effektiv innerhalb eines dünnen scheibenartigen Volumens entlang der Achse der zylindrischen Trommel einzuschließen. Solche Leitwände sind ebenfalls besonders effektiv, wenn sie sich bis nahe zur Oberfläche der Trommel erstrecken.

Die obigen Leitwandanordnungen kollidieren mit der Verwendung eines Filmladeschlittens in großen inneren Trommelkonfigurationen. Der Filmladeschlitten bewegt sich um die Innenseite der Trommel, die den Film trägt, wie er auf die Trommel aufgebracht ist, wobei der Filmladeschlitten sicherstellt, das der Film sich nicht verzieht und unkontrolliert zurück in die Trommel fällt. Wenn die Lichtleitwände an ihren Enden bis zu der Trommeloberfläche reichen, um es dem Leitungsschlitten zu ermöglichen, sich unter diesen zu bewegen, dann kann ein direkter Weg über die Trommel zu dem Film auf der anderen Seite bestehen und die Leitwände sind weniger wirkungsvoll. Anordnungen sind bekannt, bei denen sich der Abtastschlitten zu einem entfernten Ende seiner Bewegung bewegt, um die Leitwände aus dem Weg des Filmladearms zu bringen, bevor der Filmladevorgang beginnt, jedoch vermindert diese Extralängsbewegung die Produktivität des Bildsetzers.

In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung weist das Bildabtastgerät einen länglichen Bildträger auf, der einen gekrümmten Querschnitt besitzt, ein Abtastsystem, das radial einwärts liegend von dem Träger zum Abtasten eines Strahlungsstrahls in einer Umfangsrichtung über das Aufnahmemedium auf dem Träger positioniert ist, Einrichtungen zur relativen Bewegung zwischen dem Träger und dem Abtastsystem parallel zu einer Achse des Trägers und mindestens ein Paar von axial sich erstreckenden elastischen Leitwänden, die an axial gegenüberliegenden Seiten des Abtastsystems befestigt sind und sich bis nahe zu dem Träger erstrecken, so daß Strahlung, die von einem Aufnahmemedium auf den Träger reflektiert wird, daran gehindert wird, auf einen anderen Teil des Aufnahmemediums einzuwirken.

Im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen stellen wir ein Paar von Leitwänden bereit, das sich in axialer Richtung statt orthogonal zu der axialen Richtung erstrecken, wobei die Leitwände hinreichend elastisch sind, um sich zu biegen, damit es einem Filmladeschlitten möglich ist, sich um den Aufnahmemediumträger zu bewegen, jedoch anschließend in ihre normalen Orientierung zurückzukehren.

Wir haben herausgefunden, daß ein einfaches Paar von Leitwänden zu einer signifikanten Verbesserung führt, aber herkömmlich mehr als ein Paar von Leitwänden entlang dem Umfang beabstandet um die Achse des Trägers vorgesehen ist. In der bevorzugtesten Anordnung werden drei Paare von Leitwänden verwendet. Jedes Paar von Leitwänden kann physikalisch getrennt oder kann einheitlich durch ein einzelnes Element geformt sein.

Bevorzugt weisen die Leitwände strahlungsabsorbierende Oberflächen auf und im Fall von sichtbarer Lichtstrahlung sind die Oberflächen schwarz gefärbt.

Die Leitwände sollten sich so nah wie möglich zu der Oberfläche des Trägers erstrecken. In der Praxis ist ein Abstand zwischen dem Träger und der angrenzenden Kante der Leitwand in einem Bereich von 10-20 mm, bevorzugt 15 mm, ausreichend.

Üblicherweise sind die Leitwände aus Bögen, die aus einem geeigneten elastischen Material wie beispielsweise Polyester hergestellt sind. Herkömmlich sind die Leitwände an einem Schlitten befestigt, der ebenfalls das Abtastsystem trägt, und der relativ zu dem Träger entlang der Achse des Trägers beweglich ist.

Ein Beispiel für einen internen Trommelbildsetzer nach der vorliegenden Erfindung wird nun mit Bezug auf die beiliegenden Figuren beschrieben werden, von denen Fig. 1 eine schematische Endansicht eines Bildsetzers und

Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch den in Fig. 1 gezeigten Bildsetzer zeigt.

Die optischen Komponenten des Bildsetzers wurden allgemein in den Zeichnungen ausgelassen außer in den schematisch in Fig. 2 gezeigten. Die optischen Komponenten sind üblich und den Durchschnittsfachleuten gut bekannt.

Fig. 1 zeigt eine halbzylindrische Trommel 1 an deren Innenseite ein Film 2 (vgl. Fig. 2) zur Belichtung in herkömmlicher Weise befestigt ist. Koaxial zu der Achse 3 der Trommel 1 ist ein Schlitten 4 befestigt, der mit einer Leitspindel 5, welche anschließend mit dem Motor 6 verbunden ist, verbunden ist. An der Unterseite des Schlittens 4 ist ein Motor 7 befestigt, der eine Spindel 8 dreht, die in einem Träger 9 gelagert ist und einen gewinkelten Spiegel 10 trägt. Während der Verwendung veranlaßt der Motor 7 den Spiegel 10 zur Drehung mit einer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit, wodurch ein auftreffender Laserstrahl 11 von einer Quelle (nicht dargestellt) in einer Umfangsrichtung über den Film 2, der belichtet wird, auftrifft und diesen überstreicht. Der Strahl 11 wird mit Bildinformationen in herkömmlicher Weise moduliert.

Soweit beschrieben wurde, liegt ein herkömmlicher Bildsetzer vor.

Wie oben erklärt, liegt eines der Probleme mit den herkömmlichen Bildsetzern darin, daß der Strahl 11, der auf den Film 2 einwirkt, teilweise zu einem anderen Teil des Films reflektiert werden kann, wodurch der Film teilweise belichtet wird. Um dieses Problem zu vermindern, sind eine Anzahl von Leitwänden an dem Schlitten 4 aufgehängt. In dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel sind fünf Paare von ebenen Leitwänden 12 bis 16 vorgesehen. Jedes Element eines Paares ist axial beabstandet auf einer Seite des Reflektors 10 angeordnet, während die Paare im wesentlichen gleichwinklig in Umfangsrichtung beabstandet sind. Die Leitwände 14 sind in Fig. 2 näher gezeigt und weisen axial beabstandet linke und rechte Leitwände 14a, 14b auf. Wie ersichtlich sind die Leitwände 14a, 14b derart von dem Spiegel 10 beabstandet, daß sie nicht den Durchgang des Lichtstrahls 11 auf den Film 2 behindern. Die Leitwände 14a, 14b verlaufen in einer Ebene, die im wesentlichen den Belichtungswinkel des Schreibstrahls 11 zweiteilt. In der Praxis wird der Strahl 11 ausgerichtet, um auf den Film 2 nicht orthogonal aufzutreffen, so daß jegliche Reflektionen auf eine der Leitwände 14a, 14b treffen. Diese Leitwände sind an ihrer Oberfläche schwarz gefärbt, so daß sie jegliches einfallendes Licht absorbieren.

Die Leitwände 12-16 bestehen aus einem elastischem Material wie beispielsweise Polyester, so daß sie gewöhnlich ihre flache Form wie in Fig. 1 dargestellt beibehalten. Die Leitwände sind jedoch hinreichend elastisch, so daß während des Durchgangs eines Filmladeschlittens 17 (Fig. 1) während des Filmladens sie sich aus ihrer entspannten Position fortbiegen, wie es für die Leitwand 13 in Fig. 1 dargestellt ist, um einen Durchgang des Schlittens zu gestatten. Ist der Schlitten passiert, wird die Leitwand in ihre Ruheposition wie für Leitwand 12 gezeigt zurückspringen.

Obwohl die Leitwände idealerweise in Kontakt mit der Trommel 1 stehen sollten, haben wir herausgefunden, daß ein Abstand von 15 mm von der Trommel 1 ausreichend ist, um wesentliche Probleme von reflektiertem Licht zu verhindern.

Obwohl Fig. 1 die Verwendung von fünf Paaren von Leitwänden 12-16 zeigt, haben wir herausgefunden, daß drei Paare von Leitwänden ausreichend ist und in einigen Fällen sogar eine einzelne Leitwand (oder ein Paar von Leitwänden) genügt, voraus gesetzt sie reichen weit genug in Richtung der Trommelachse, um das reflektierte Licht außer in den sehr großen Winkeln zu der Filmnormalen abfangen.

Die Erfindung ist weiterhin ebenfalls bei externen Trommelbildsetzern anwendbar, in welchen der Film 2 an der Außenseite der Trommel 1, die transparent ist, befestigt ist.

Obwohl ein Motor und eine Leitspindelanordnung zur Bewegung des Abtastsystems 7-10 gezeigt ist, können in anderen Anordnungen die Trommel 1 oder beide bewegt werden. Ebenfalls können alternative Antriebsanordnungen verwendet werden wie sie Durchschnittsfachleuten wohl bekannt sind.


Anspruch[de]

1. Bildabtastgerät mit einem länglichen Bildträger (1), der einen gekrümmten Querschnitt besitzt, mit einem Abtastsystem (7-10), das radial innen liegend von dem Träger zum Abtasten mit einem Strahlungsstrahl (11) entlang einer Umfangsrichtung über ein Aufnahmemedium (2) auf dem Träger angeordnet ist, mit Einrichtungen (6) zur relativen Bewegung zwischen dem Träger und dem Abtastsystem parallel zu einer Achse des Trägers, und mit mindestens einem Paar von sich axial erstreckenden elastischen Leitwänden (12-16), die an axial gegenüberliegenden Seiten des Abtastsystems befestigt sind und sich bis nahe zu dem Träger erstrecken, um von einem Aufnahmemedium auf dem Träger reflektierte Strahlung daran zu hindern, auf einen anderen Teil des Aufnahmemedium einzuwirken.

2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als ein Paar von Leitwänden (12-16) entlang dem Umfang beabstandet um die Achse des Trägers vorgesehen sind.

3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß drei Paar Leitwände (12- 16) vorgesehen sind.

4. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitwände (12-16) strahlungsabsorbierende Oberflächen aufweisen.

5. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitwände (12-16) von dem Träger in einem Bereich von 10-20 mm, bevorzugt 15 mm, beabstandet sind.

6. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitwände (12-16) aus Polyester hergestellt sind.

7. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitwände (12-16) an einem Schlitten (4) befestigt sind, der ebenfalls das Abtastsystem (7-10) trägt und der relativ zu dem Träger entlang der Achse des Trägers beweglich ist.

8. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich ein Ladeschlitten (17) vorgesehen ist, der entlang dem Umfang über die Oberfläche des Trägers (1) beweglich ist, um ein Aufnahmemedium auf der Oberfläche aufzuladen, wobei die Leitwände ausreichend elastisch sind, um sich zu biegen, wenn der Ladeschlitten sich unter diesen bewegt, jedoch anschließend in ihre Ausgangsbedingung zurückkehren.

9. Bildabtastgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es in Form eines internen Trommelbildsetzers ausgeführt ist.







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