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Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein mit stumpfwinklig zackenförmigen Schneidzähnen ausgestattetes Obermesser für eine Vorrichtung zur Herstellung eines Streckmetallgitters, bei dem einige Knotenpunkte zwischen den Stegen des Streckmetallgitters durchgetrennt sind.

Die Druckschrift DE 36 42 063 C2 beschreibt ein plastisch verformbares Abdeckmaterial mit einer plastisch modulierbaren Metalleinlage innerhalb wenigstens einer Elastomerschicht. Ein solches Abdeckmaterial wird in erster Linie zu Abdeckungs- und Dichtungszwecken im Bauwesen verwendet, insbesondere dort, wo eine wasserdichte Abdichtung an einer unregelmäßig geformten Unterlage angestrebt wird. Als Metalleinlage wird die Verwendung eines Streckmetallgitters vorgeschlagen, das sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung eine bestimmte Dehnbarkeit aufweist, so daß es dreidimensionalen Formen plastisch angepaßt werden kann. Bei dem hier verwendeten Streckmetallgitter handelt es sich um rautenförmige Maschen, die über geschlossene Knotenpunkte untereinander verbunden sind, so daß sich praktisch eine Dehnbarkeit im wesentlichen nur in einer Richtung (Längsrichtung) ergibt.

Nach der WO 96/18468 A1 wird u. a. vorgeschlagen, zur Erhöhung der dreidimensionalen Verformbarkeit des Streckmetallgitters (Gittermatte) einzelne Knotenpunkte, d. h. einige der die Maschen untereinander verbindenden Gitterknoten durchzutrennen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung eines solchen Streckmetallgitters rationeller zu gestalten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Obermesser mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung ist dem Anspruch 2 zu entnehmen.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Obermessers für eine Vorrichtung zur Herstellung eines Streckmetallgitters ist es ohne gesonderten Arbeitsgang möglich, beim Schneiden der Maschen des Streckmetallgitters gleichzeitig z. B. jede zweite Reihe von Knotenpunkten durchzuschneiden oder soweit durchzuschneiden, daß nur noch eine dünne fadenförmige Verbindung des Metalls am jeweiligen Knotenpunkt bestehen bleibt, die bei plastischer Verformung des Streckmetallgitters abreißt. Es ist auch möglich, mehrere Reihen von nebeneinander liegenden Knotenpunkten durch- oder anzuschneiden und mehrere benachbarte Reihen von Knotenpunkten geschlossen zu lassen. Als Produkt ergibt sich in jedem Fall ein Streckmetallgitter, das eine gute Anformbarkeit an beliebig geformte Unterlagen bietet, auch wenn es als Einlage an oder zwischen Elastomerschichten verwendet wird. Ein solches Produkt kann, wie bereits in WO 96/18468 A1 erwähnt, nicht nur als Einlage in hochgradig anformbaren Dichtbahnen, wie in DE 36 42 063 C2 beschrieben, sondern auch bei der Formgebung von Fahrzeug-Karosserieteilen, bei Stukkatur- und Gewölbe-Bewehrungen, Sitzschalen, Bildhauerei- und Architekturprojekten, Verpackungen etc. verwendet werden.

Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Obermessers ist in der Zeichnung dargestellt. Dabei zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht des Obermessers,

Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1 und

Fig. 3 ein Stück Streckmetallgitter teils im ursprünglichen und teils im ausgedehnten Zustand.

Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Obermesser 1 für eine Vorrichtung zur Herstellung eines Streckmetallgitters, wie es beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist, weist stumpfwinklig zackenförmige Schneidzähne 2 auf, die mit einem mit gerader Schneidkante versehenen Untermesser (nicht dargestellt) einer Vorrichtung zum Schneiden des Streckmetallgitters 3 (Fig. 3) zusammenwirken.

Wie deutlicher aus dem vergrößerten Ausschnitt nach Fig. 2 hervorgeht, liegt der Scheitelpunkt 4 des größeren Winkels α zwischen einigen Schneidzähnen 2 (hier jeder zweite Scheitelpunkt 4) in Schneidbewegungsrichtung des Obermessers 1 um das Maß a tiefer als der Scheitelpunkt 5 der übrigen, kleineren Winkel β zwischen den anderen Schneidzähnen 2, so daß Knotenpunkte 6, die in Fig. 3 lediglich der Identifizierung wegen mit jeweils einem Kreis versehen sind, durchtrennt werden oder soweit angeschnitten werden, daß nur eine dünne fadenförmige Verbindung übrigbleibt, die bei Verformung, wie im oberen Teil der Fig. 3 dargestellt, abreißt. Die nicht durch- oder angeschnittenen Knotenpunkte 7 bleiben dabei erhalten und gewährleisten dabei die Integrität des Streckmetallgitters 3. In Fig. 3 sind die Maschen 8 des Streckmetallgitters 3 quadratisch dargestellt. In der Regel sind diese Maschen 8 rautenförmig ausgebildet, wie beispielsweise in den Fig. 5 und 6 von DE 36 42 063 C2 dargestellt. Als Werkstoff für das Streckmetallgitter 3 kann jedes geeignete Metall oder auch Kunststoffmaterial verwendet werden, das plastisch verformbar ist und eine möglichst geringe Rückfederungseigenschaft hat.


Anspruch[de]
  1. 1. Mit stumpfwinklig zackenförmigen Schneidzähnen (2) ausgestattetes Obermesser (1) für eine Vorrichtung zur Herstellung eines Streckmetallgitters (3), bei dem einige Knotenpunkte (7) zwischen den Stegen des Streckmetallgitters (3) durchgetrennt sind, wobei die Schneidzähne (2) größere Winkel (α) und kleine Winkel (β) zwischen sich einschließen und wobei der Scheitelpunkt (4) des größeren Winkels (α) zwischen einigen der Schneidzähne (2) in Schneidbewegungsrichtung tiefer liegt als der Scheitelpunkt (5) der übrigen, kleineren Winkel (β).
  2. 2. Obermesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere nebeneinander liegende Winkel (α) zwischen den Schneidzähnen (2) größer sind als die Winkel (β) zwischen mehreren benachbarten Schneidzähnen (2).






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