PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69423498T2 14.09.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0715561
Titel RASIERANORDNUNG
Anmelder The Gillette Co., Boston, Mass., US
Erfinder ROGERS, Brian A., Boston, US;
BADIN, Frank E., Scituate, US;
RUDOLPH, James A., Stoneham, US;
TSENG, Mingchih M., Hingham, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69423498
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.08.1994
EP-Aktenzeichen 949279681
WO-Anmeldetag 30.08.1994
PCT-Aktenzeichen US9409749
WO-Veröffentlichungsnummer 9507803
WO-Veröffentlichungsdatum 23.03.1995
EP-Offenlegungsdatum 12.06.1996
EP date of grant 15.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2000
IPC-Hauptklasse B26B 19/40
IPC-Nebenklasse B26B 21/44   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Rasiersysteme, wie diese etwa in dem U. S. Patent US-A-5.113.585 offenbart werden.

Bei Rasiersystemen für die Naßrasur können bestimmte Faktoren, wie zum Beispiel der Reibungswiderstand des Rasierers auf der Haut, die zum Abschneiden der Haare erforderliche Kraft und die Reizung durch bereits bestehende Hautverletzungen ein gewisses Ausmaß des Unbehagens bei der Rasur erzeugen. Das Unbehagen und andere Probleme, die bei Rasiersystemen für die Naßrasur auftreten, können durch das Auftragen von die Rasur unterstützenden Mitteln auf die Haut abgeschwächt werden. Die Rasur unterstützende Mittel können vor, während und nach der Rasur angewandt werden.

Der Einsatz von die Rasur unterstützenden Mitteln, die vor oder nach der Rasur angewandt werden, ist mit einer Reihe von Problemen verbunden. Vor der Rasur angewandte die Rasur unterstützende Mittel können evaporieren oder durch wiederholte Züge des Rasierers von dem Ort der Anwendung weg befördert werden. Nach der Rasur angewandte die Rasur unterstützende Mittel sind während der Rasur nicht auf der Haut vorhanden, und somit kann deren Anwendung unter Umständen zu spät erfolgen, um unerwünschte Effekte bzw. Auswirkungen zu verhindern. Darüber hinaus fügen die Anwendung von die Rasur unterstützenden Mitteln vor oder nach der Rasur dem Vorgang der Rasur zusätzliche Schritte hinzu.

Es ist bekannt, ein die Rasur unterstützendes Mittel in einen Rasierer zu integrieren, indem ein Verbundstoff in bzw. an dem Rasierer angebracht wird, der das die Rasur unterstützende Mittel aufweist. In dem U. S. Patent US-A-5.113.585 an Rogers et al wird zum Beispiel ein Verbundstoff beschrieben, der einen wasserunlöslichen Einlagerungsverbundwerkstoff, ein wasserlösliches, die Rasur unterstützendes Mittel und ein die Freisetzung förderndes Mittel mit geringem Molekulargewicht aufweist. Bei Kontakt mit Wasser während der Rasur wird das wasserlösliche, die Rasur unterstützende Mittel aus dem Verbundstoff auf die Haut ausgelaugt. Das die Freisetzung fördernde Mittel löst sich ebenfalls in dem Wasser auf und verbessert die Freisetzung des wasserlöslichen, die Rasur unterstützenden Mittels aus dem Verbundstoff.

Die in dem gegenständlichen Anspruch 1 definierte Erfindung umfaßt eine Rasiereinheit mit einer Klinge und einem Verbundstoff mit einer Oberfläche für einen Eingriff mit der Haut eines Anwenders, wobei der Eingriff angrenzend an die Schneidkante der Klinge stattfindet. Bei der Rasiereinheit kann es sich um einen Wegwerfrasiererkopf handeln, der mit einem Rasierergriff verbunden und wieder von diesem getrennt werden kann, wobei es sich auch um einen Rasiererkopf handeln kann, der integral mit dem Griff ausgebildet ist, so daß der ganze Rasierer als eine Einheit entsorgt wird, wenn die Klinge stumpf geworden ist. Die Schneidkante arbeitet mit den Hauteingriffsoberflächen zusammen, so daß eine Rasiergeometrie definiert wird. Der Verbundstoff umfaßt ein wasserunlösliches Polymer, ein die Rasur unterstützendes Mittel und ein wasserquellfähiges Polymer. Wenn der Verbundstoff während der Rasur das Wasser berührt, absorbiert das wasserquellfähige Polymer das Wasser und quillt auf. Die Quellwirkung bewirkt die Bildung von Kanälen in dem Verbundstoff, wodurch es ermöglicht wird, daß das die Rasur unterstützende Mittel besser aus dem Verbundstoff und auf die Haut freigesetzt wird.

Bei einem wasserquellfähigen Polymer handelt es sich um ein in Wasser verhältnismäßig unlösliches Polymer (unter 1000 ppm bei 22ºC), wobei das Polymer jedoch mindestens das Fünffache des eigenen Gewichts in Wasser absorbieren kann. Bevorzugte wasserquellfähige Polymere können bei 22º mindestens das 100- fache des eigenen Gewichts in Wasser absorbieren. Die bevorzugten wasserquellfähigen Polymere weisen vernetzte Acryl- und Methacrylsäurepolymere, vernetzte Stärkenatriumpolyacrylatcopolymere, vernetztes Polyethylenoxid, vernetztes Polyacrylamid und vernetzte Natriumcarboxymethylcellulosen auf.

Im Handel erhältliche Polymere weisen manchmal geringe Anteile an Unreinheiten auf, wie etwa die für die Synthetisierung verwendeten Ausgangsstoffe oder unvernetzte Polymere. Die vernetzten Polymere sollten eine Reinheit von mindestens 99,9% aufweisen, wenn festgestellt wird, ob ein bestimmtes Polymer eine ausreichende Wassermenge absorbiert und in Wasser ausreichend unlöslich ist, um sich als wasserquellfähiges Polymer zu qualifizieren.

Ein die Rasur unterstützendes Mittel ist eine Substanz, die die Rasur unterstützt. Bei dem die Rasur unterstützenden Mittel kann es sich zum Beispiel um ein Gleitmittel handeln, wie etwa um Polyethylenoxid, Polyvinylpyrrolidon, Polyacrylamid, Hydroxypropylcellulose, Polyvinylimidazolin, Polyhydroxyethylmethacrylat und Silikon; um einen Weichmacher für die Barthaare; um eine Substanz, die die Heilung fördert oder die Blutungen der Haut stoppt; um ein Öl, das die Beschaffenheit der Haut verbessert, wie etwa Menthol, Eugenol, Eukalyptol, Safrol und Methylsalicylat; oder um ein die Spülung unterstützendes Mittel. Bei einem bevorzugten die Rasur unterstützenden Mittel handelt es sich um ein wasserlösliches Polymer, wie etwa um Polyethylenoxid, das als Gleitmittel wirkt.

Das wasserunlösliche Polymer erhält die allgemeine Struktur des Verbundstoffs bei, wenn das die Rasur unterstützende Mittel auf die Haut übertragen wird. Bei einem bevorzugten wasserunlöslichen Polymer handelt es sich um Polystyrol.

Die bevorzugten Verbundstoffe können auch ein oder mehrere wasserlösliche, die Freisetzung fördernde Substanzen aufweisen (z. B. Polyethylenglykol), wie dies in dem U. S. Patent US-A- 5.113.585 beschrieben wird.

Andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie aus den Ansprüchen deutlich.

Die in den Abbildungen aus den Fig. 1 und 2 dargestellte Rasiereinheit 10 umfaßt ein Basis- oder Plattformelement 12, das aus einem hochfesten Polystyrol geformt wird, wobei das Element eine integrale Kopplungsrillenstruktur 14 aufweist, die zur Anbringung an einem Rasierergriff dient, und mit einer Schutzstruktur 16, die eine sich transversal erstreckende vordere Hauteingriffsoberfläche 18 definiert. Auf der oberen Oberfläche der Plattform 12 befinden sich eine führende Stahlklinge 20 mit einer scharfen Kante 22, eine folgende Stahlklinge 24 mit einer scharfen Schneide bzw. Kante 26 und ein Abstandselement 28 aus Aluminium, das die Klingen 20 und 24 mit Zwischenabstand zueinander hält. Ein Kappenelement 30 wird aus hochfestem Polystyrol geformt und weist ein Körperteilstück 32 auf, das eine Hauteingriffsoberfläche 34 definiert, die sich transversal zwischen nach vorne vorstehenden Endwänden 36 erstreckt und eine Vorderkante 38 aufweist, die hinter der Klingenschneide 26 angeordnet ist. Integrale Nietenteilstücke 40 erstrecken sich von dem sich transversal erstreckenden Körperteilstück 32 nach unten und verlaufen durch Öffnungen in den Klingen 20 und 24, dem Abstandselement 28 und der Plattform 12, um die Kappe 30, die Klingen 20, 24 und das Abstandselement 28 an der Plattform 12 zu sichern. Der Verbundstoff 42 weist eine haftende Verbindung mit der Hauteingriffsoberfläche 34 auf.

Bei der in der Abbildung aus Fig. 3 dargestellten Rasiereinheit 50 handelt es sich um eine Einheit der Art, wie sie in dem U. S. Patent US-A-4.586.255 an Jacobson veranschaulicht wird, und wobei diese Einheit einen Körper 52 aufweist, mit einem vorderen Teilstück 54 und einem hinteren Teilstück 56. In dem Körper 52 sind ein Schutzelement 58, eine führende bzw. vordere Klingeneinheit 60 und eine hintere Klingeneinheit 62 federnd angebracht. Ein Verbundstoff in Form eines elongierten Einsatzelements 64 ist reibschlüssig in der Öffnung 66 des hinteren Teilstücks 56 verriegelt.

Die bevorzugten Verbundstoffe weisen ein wasserunlösliches Harz, ein wasserlösliches Gleitmittel als die Rasur unterstützendes Mittel, ein wasserlösliches, die Freisetzung förderndes Mittel mit geringem Molekulargewicht, ein wasserquellfähiges Polymer und optional geringe Mengen eines Farbstoffs und eines Antioxidationsmittels auf.

Geeignete wasserunlösliche Polymere umfassen Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol und Polyacetal. Bei dem am meisten bevorzugten wasserunlöslichen Polymer handelt es sich um Polystyrol, das von der BASF Corporation und der Dow Chemical Company erhältlich ist. Der Verbundstoff sollte eine ausreichende Menge Polymer aufweisen, so daß der Verbundstoff eine ausreichende mechanische Festigkeit aufweist, sowohl bei anfänglicher Herstellung sowie auch nachdem eine ausreichende Menge an wasserlöslichen Verbundstoffkomponenten ausgelaugt worden sind. Der Verbundstoff weist vorzugsweise 10 bis 60 Gewichtsprozent des wasserunlöslichen Polymers auf, wobei ein Wert zwischen 20 und 40 Gewichtsprozent darüber hinaus bevorzugt wird.

Bei den bevorzugten wasserlöslichen Gleitmitteln handelt es sich um Polyethylenoxide mit hohem Molekulargewicht, die allgemein als "Polyox" (erhältlich von der Union Carbide Corporation) oder als "Alkox" (erhältlich von Meisei Chemical Works, Kyoto, Japan) bekannt sind. Die bevorzugten Polyethylenoxide mit hohem Molekulargewicht weisen ein Molekulargewicht von 100.000 bis 6.000.000 auf; darüber hinaus bevorzugt wird ein Molekulargewicht zwischen 300.000 und 4.000.000. In dem Verbundstoff sollte eine ausreichende Menge Gleitmittel vorhanden sein, um die Rasur über die wirksame Lebensdauer der Klinge wirksam zu unterstützen. Der Verbundstoff weist vorzugsweise 20 bis 90 Gewichtsprozent wasserlösliches Gleitmittel auf, wobei 50 bis 80 Gewichtsprozent darüber hinaus bevorzugt werden.

Bei den bevorzugten wasserlöslichen, die Freisetzung fördernden Mitteln mit geringem Molekulargewicht handelt es sich um Polyethylenglykole. Das Molekulargewicht des die Freisetzung fördernden Mittels ist vorzugsweise deutlich geringer als das Molekulargewicht des wasserlöslichen Gleitmittels; als Folge dessen löst sich das die Freisetzung fördernde Mittel allgemein deutlich schneller auf als das Gleitmittel. Der Verbundstoff weist vorzugsweise 0 bis 20 Gewichtsprozent des die Freisetzung fördernden Mittels auf, wobei ein Wert zwischen 5 und 10 Gewichtsprozent noch mehr bevorzugt wird.

Beispiele für wasserquellfähige Polymere sind wasserabsorbierende Acryle, wie etwa Salsorb 84, Salsorb 88 und Salsorb 90, die alle von der Allied Colloids Corporation erhältlich sind; vernetzte Stärke- /Natriumpolyacrylatcopolymere, wie etwa SanWet COS-960, SanWet COS-915 und SanWet COS-930, die alle von der Hoechst Celanese Corporation erhältlich sind; und Water lock A-180, das von der Grain Processing Corporation erhältlich ist; Hydroxypropylmethylcellulosen, wie etwa Methocel, das von der Dow Chemical Corporation erhältlich ist; Polyacrylsäuren, wie etwa Carbopol 940, das von der B. F. Goodrich Company erhältlich ist; Mikrokristallincellulosen, wie etwa Avicel, das von der FMC Corporation erhältlich ist; Chitosanpyrrolidoncarboxylsäuren, wie etwa Kytamer PC, das von der Amerchol Corporation erhältlich ist; Arcylsäure- /Acrylostickstoffcopolymere, wie etwa Hypan-SA-100H, das von der Kingston Hydrogels Corporation erhältlich ist; vernetzte Kaliumacrylate, wie etwa Liqua-Gel, das von der Miller Chem. & Fertilizer Corporation erhältlich ist; Carboxymethylcellulosen, wie etwa Aquasorb B-315 (Na-Salz) und AQU-D3236 (Al/Na-Salz), die beide von der Aqualen Corporation erhältlich sind; und vernetzte Polyacrylsäurepolyalkoholpfropfcopolymere, wie etwa FAVOR SAB 800, das von der Stockhausen Company erhältlich ist. Zwei weitere Beispiele für wasserquellfähige Polymere sind Ultrasponge (erhältlich von MicroVesicular Systems Inc.) und Costech (erhältlich von Costech Corporation). Bei den am meisten bevorzugten wasserquellfähigen Polymeren handelt es sich um die SanWets und Salsorbs.

In dem Verbundstoff sollte eine ausreichende Menge des wasserquellfähigen Polymers vorhanden sein, so daß bei einer Berührung des Verbundstoffs mit Wasser die Quellwirkung des Polymers eine Erhöhung der Freisetzung des die Rasur unterstützenden Mittels aus dem Verbundstoff bewirkt. Der Verbundstoff weist vorzugsweise 0,2 bis 50 Gewichtsprozent des wasserquellfähigen Polymers auf, wobei ein Wert von 3 bis 15 Gewichtsprozent darüber hinaus bevorzugt und ein Wert von 4 bis 8 Gewichtsprozent am meisten bevorzugt wird.

Der Verbundstoff kann durch Extrusion, Spritzguß oder in-Situ- Formen an einer Rasiererkappe gebildet werden. Die Extrusion ist das einfachste und deshalb bevorzugte Verfahren. Dies erfolgt in einer Umgebung, in der die Feuchtigkeit so geregelt wird, daß die Feuchtigkeitsabsorption in der Mischung so gering wie möglich gehalten wird.

Beispiel 1

Einsatzelemente werden aus einer Mischung aus 38 Gewichtsprozent Polyox Coagulant Polyethylenoxid (Polyethylenoxid mit einem Molekulargewicht von 5.000.000) und 25 Gewichtsprozent Polyox WSR-N750 (Polyethylenoxid mit einem Molekulargewicht von 300.000), 24 Gewichtsprozent wasserunslöslichem Polystyrol, 5 Gewichtsprozent wasserlöslichem Polyethylenglykol (mit einem Molekulargewicht von 4500) und 5 Gewichtsprozent getrocknetem Salsorb 88 hergestellt. Das Salsorb weist eine Partikelgröße im Bereich von 44 bis 74 Mikron auf. Die Mischung weist ferner 2,7 Gewichtsprozent eines Farbkonzentrats und 0,3 Gewichtsprozent eines Antioxidationsmittels auf. Die Mischung wird durch einen Extruder mit einem Trommeldruck von etwa 2500 psi und einer Temperatur von etwa 185ºC sowie einem Düsendruck von etwa 1200 psi und einer Temperatur von etwa 190ºC extrudiert, so daß ein extrudiertes Streifenelement gebildet wird, das die in der Abbildung aus der Fig. 3 dargestellte Querschnittsform aufweist. Die Elemente 64 werden aus dem extrudierten Streifen geschnitten und in Öffnungen 66 der Rasiereinheiten 50 gesichert. Ein Streifen mit einer in der Abbildung aus Fig. 2 dargestellten Querschnittsform wird in ähnlicher Weise extrudiert und in die Elemente 42 zerschnitten, die durch Haftung in einer Vertiefung in dem Kappenelement 30 gesichert werden. Die resultierenden extrudierten Elemente sind robust und sehen ansprechend aus, und die entstehenden Einheiten weisen insgesamt gute Eigenschaften für die Rasur auf.

Beispiel 2

Einsatzelemente 64 werden aus einer Mischung aus 40 Gewichtsprozent Polyox Coagulant und 27 Gewichtsprozent Polyox WSR-N750, 24 Gewichtsprozent wasserunlöslichem Polystyrol, 2 Gewichtsprozent Glycerin und 5 Gewichtsprozent getrocknetem Salsorb 84 (mit einer Partikelgröße von 44 bis 74 Mikron) hergestellt. Die Mischung weist ferner 1,7 Gewichtsprozent eines Farbkonzentrats und 0,3 Gewichtsprozent eines Antioxidationsmittels auf. Die Mischung wird durch einen Extruder mit einem Trommeldruck von etwa 2500 psi und einer Temperatur von etwa 185ºC sowie einem Düsendruck von etwa 1200 psi und bei einer Temperatur von 190ºC extrudiert, so daß ein extrudiertes Streifenelement mit der in der Abbildung aus Fig. 3 dargestellten Querschnittsform gebildet wird. Die Elemente 64 werden aus dem extrudierten Streifen geschnitten und in den Öffnungen 66 der Rasiereinheiten 50 gesichert. Die resultierenden Elemente sind robust und sehen ansprechend aus, und die entstehenden Einheiten weisen insgesamt gute Eigenschaften für die Rasur auf.

Beispiel 3

Einsatzelemente werden aus einer Mischung aus 38 Gewichtsprozent Polyox Coagulant und 25 Gewichtsprozent Polyox WSR-N750, 25 Gewichtsprozent wasserunlöslichem Polystyrol, 5 Gewichtsprozent wasserlöslichem Polyethylenglykol (mit einem Molekulargewicht von 4.500) und 5 Gewichtsprozent getrocknetem SanWet 915 hergestellt. Das SanWet weist eine Partikelgröße im Bereich von 44 bis 74 Mikron auf. Die Mischung weist 1,7 Gewichtsprozent Farbkonzentrat und 0,3 Gewichtsprozent Antioxidationsmittel auf. Die Mischung wird durch einen Extruder mit einem Trommeldruck von etwa 2500 psi und einer Temperatur von etwa 185ºC sowie einem Düsendruck von etwa 1200 psi und bei einer Temperatur von 190ºC extrudiert, so daß ein extrudiertes Streifenelement mit der in der Abbildung aus Fig. 3 dargestellten Querschnittsform gebildet wird. Aus dem extrudierten Streifen werden Steifen geschnitten und in den Öffnungen 66 der Rasiereinheiten 50 gesichert. Die resultierenden Elemente sind robust und sehen ansprechend aus, und die entstehenden Einheiten weisen insgesamt gute Eigenschaften für die Rasur auf.

Beispiel 4

Einsatzelemente werden aus einer Mischung aus 38 Gewichtsprozent Polyox Coagulant und 16 Gewichtsprozent Polyox WSR-N750, 30 Gewichtsprozent wasserunlöslichem Polystyrol, 10 Gewichtsprozent wasserlöslichem Polyethylenglykol (mit einem Molekulargewicht von 4.500) und 3 Gewichtsprozent Salsorb 90 hergestellt. Das Salsorb weist eine Partikelgröße im Bereich von 44 bis 74 Mikron auf. Die Mischung weist 2,8 Gewichtsprozent Farbkonzentrat und 0,2 Gewichtsprozent Antioxidationsmittel auf.

Beispiel 5

Einsatzelemente werden aus einer Mischung aus 42 Gewichtsprozent Polyox Coagulant und 28 Gewichtsprozent Polyox WSR-N750, 22 Gewichtsprozent wasserunlöslichem Polystyrol und 6 Gewichtsprozent getrocknetem SanWet 960 hergestellt. Das SanWet weist eine Partikelgröße im Bereich von 44 bis 74 Mikron auf. Die Mischung weist 1,8 Gewichtsprozent Farbkonzentrat und 0,2 Gewichtsprozent Antioxidationsmittel auf.

Beispiel 6

Einsatzelemente werden aus einer Mischung aus 35 Gewichtsprozent Polyox Coagulant und 24 Gewichtsprozent Polyox WSR-N750, 24 Gewichtsprozent wasserunlöslichem Polystyrol, 5 Gewichtsprozent wasserlöslichem Polyethylenglykol (mit einem Molekulargewicht von 4.500) und 10 Gewichtsprozent getrocknetem Salsorb 88 hergestellt. Das Salsorb weist eine Partikelgröße im Bereich von 44 bis 74 Mikron auf. Die Mischung weist 1,8 Gewichtsprozent Farbkonzentrat und 0,2 Gewichtsprozent Antioxidationsmittel auf.

Andere Ausführungsbeispiele sind gemäß dem Umfang der Ansprüche möglich. Zum Beispiel können die Verbundstoffe der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit anderen Rasierern verwendet werden, wie etwa in Verbindung mit den in den U. S. Patenten US-A-5.056.222 und US-A-4.624.051 beschriebenen Rasierern.


Anspruch[de]

1. Rasiersystem für die Naßrasur, wobei das System ein Klingenelement und eine Konstruktion umfaßt, die einen externen Hauteingriffsabschnitt angrenzend an das genannte Klingenelement definiert, wobei der genannte Hauteingriffsabschnitt einen Verbundstoff aufweist, der ein wasserunlösliches Polymer und ein wasserlösliches, die Rasur unterstützendes Mittel umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundstoff ferner ein wasserquellfähiges Polymer umfaßt, das mindestens das Fünffache des eigenen Gewichts in Wasser absorbieren kann, und wobei es eine Löslichkeit in Wasser von mindestens 1000 ppm bei 22ºC in ausreichender Quellmenge aufweist, wenn es bei der Rasur zu einem Kontakt mit Wasser kommt, so daß in dem Verbundstoff Kanäle gebildet werden, die die Freisetzungsfähigkeit des die Rasur unterstützenden Mittels erhöhen.

2. Rasiersystem nach Anspruch 1, wobei das genannte die Rasur unterstützende Mittel ein Schmiermittel umfaßt.

3. Rasiersystem nach Anspruch 2, wobei es sich bei dem genannten Schmiermittel um ein wasserlösliches Polymer handelt.

4. Rasiersystem nach Anspruch 3, wobei es sich bei dem genannten wasserlöslichen Polymer um Polyethylenoxid handelt.

5. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 4, wobei das genannte wasserunlösliche Polymer Polystyrol umfaßt.

6. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 5, wobei das genannte wasserquellfähige Polymer ein vernetztes Acrylsäurepolymer oder -copolymer umfaßt.

7. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 5, wobei das genannte wasserquellfähige Polymer ein vernetztes Stärke-Polyacrylat- Copolymer umfaßt.

8. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 5, wobei es sich bei dem genannten wasserquellfähigen Polymer um ein vernetztes Polyethylenoxid handelt.

9. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 5, wobei es sich bei dem genannten wasserquellfähigen Polymer um ein vernetztes Polyacrylamid handelt.

10. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 5, wobei das genannte wasserquellfähige Polymer mindestens das 100fache seines Gewichts in Wasser bei 22ºC absorbieren kann.

11. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 5, wobei der genannte Verbundstoff 0,2 bis 50 Gewichtsprozent des genannten wasserquellfähigen Polymers aufweist.

12. Rasiersystem nach Anspruch 1 oder 5, wobei der genannte Verbundstoff 3 bis 15 Gewichtsprozent des genannten wasserquellfähigen Polymers aufweist.

13. Rasiersystem nach Anspruch 1, wobei der genannte Verbundstoff in Gewichtsprozent 10 bis 60% wasserunlösliches Polymer, 20 bis 90% wasserlösliches die Rasur unterstützendes Mittel und 0,2 bis 50% wasserquellfähiges Polymer aufweist.

14. Rasiersystem nach Anspruch 1, wobei der genannte Verbundstoff in Gewichtsprozent 20 bis 40% wasserunlösliches Polymer, 50 bis 80% wasserlösliches die Rasur unterstützendes Mittel und 3 bis 15% wasserquellfähiges Polymer aufweist.

15. Rasiersystem nach Anspruch 14, wobei das genannte wasserunlösliche Polymer Polystyrol umfaßt, und wobei das genannte wasserlösliche die Rasur unterstützende Mittel Polyethylenoxid umfaßt.

16. Rasiersystem nach Anspruch 15, wobei das genannte Polyethylenoxid eine Mischung aus Polyethylenoxid mit einem Molekulargewicht von 300.000 und Polyethylenoxid mit einem Molekulargewicht von 5.000.000 umfaßt.

17. Rasiersystem nach Anspruch 14, 15 oder 16, wobei es sich bei dem genannten wasserquellfähigen Polymer um ein vernetztes Acryl- oder Methacrylsäurepolymer oder um ein vernetztes Stärke-Polyacrylat-Copolymer handelt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com