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Dokumentenidentifikation DE10009446A1 12.10.2000
Titel Fenster- oder Türsicherung
Anmelder Niemann, Hans Dieter, 50169 Kerpen, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Sturies Eichler Füssel, 42289 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 29.02.2000
DE-Aktenzeichen 10009446
Offenlegungstag 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse E05C 1/00
IPC-Nebenklasse E05C 9/18   E05B 15/00   
Zusammenfassung Fenster- oder Türsicherung, mit einem ersten, innen am Blendrahmen (10) angeschlagenen Sicherungsteil (11), insbesondere einem Riegelaufnahmeteil, mit einem zweiten, innen am Flügelrahmen (12) angeschlagenen Sicherungsteil (13), insbesondere einem Schloß- oder Schließkasten, mit einem betätigbaren, beide Sicherungsteile (11, 13) miteinander koppelnden oder ungekoppelt lassenden Riegelteil (14), das vorzugsweise Bestandteil des zweiten Sicherungsteils (13) ist, und mit einer Sicherungsplatte (15), auf der ein Sicherungsteil (13) befestigt ist und die auf einem Rahmenteil (16) aufliegend befestigt ist.
Um eine Sicherung mit den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß Einbruchsversuche wesentlich verringerte Aussichten auf Erfolg haben. Dabei sollen insbesondere die Befestigungen gegen gewaltsames Lösen verbessert werden. Es soll aber auch die Gefahr eines Abkippens eines Sicherungsteils verringert werden, also sein bei Auflage auf dem Flügelrahmen erfolgendes Verdrehen, welches ein Außereingriffkommen der beiden Sicherungsteile bzw. des Riegelteils begünstigen würde, wird vorgeschlagen, daß die Sicherungsplatte (15) auch außerhalb des Außenumfangs (17) eines Sicherungsteils (13) auf dem Rahmenteil aufliegt und daran befestigt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fenster- oder Türsicherung, mit einem ersten, innen am Blendrahmen angeschlagenen Sicherungsteil insbesondere einem Riegelaufnahmeteil, mit einem zweiten, innen am Flügelrahmen angeschlagenen Sicherungsteil, insbesondere einem Schloß- oder Schließkasten, mit einem betätigbaren, beide Sicherungsteile miteinander koppelnden oder ungekoppelt lassenden Riegelteil, das vorzugsweise Bestandteil des zweiten Sicherungsteils ist, und mit einer Sicherungsplatte, auf der ein Sicherungsteil befestigt ist und die auf einem Rahmenteil aufliegend befestigt ist.

Eine Sicherung mit den vorgenannten Merkmalen ist aus DE-U-296 21 099 bekannt. Die beiden bekannten Sicherungsteile sind schlank gearbeitet, nämlich schmal und hoch, um übereinander angeordnete und parallel wirkende Riegelteile einsetzen zu können. Die Sicherung ist insbesondere zum Nachrüsten an bereits vorhandenen Türen und Fenstern bestimmt. Das flügelseitige Sicherungsteil wird dabei am rauminnenseitigen Flügelüberschlag befestigt. Es hat sich erwiesen, daß die geringe Dicke des Flügelüberschlags und die kleine Auflagefläche des Sicherungsteil ein gewisses Sicherheitsrisiko bei Einbruchsversuchen darstellen. Die bekannte Sicherung ist insoweit noch verbesserungswürdig.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sicherung mit den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß Einbruchsversuche wesentlich verringerte Aussichten auf Erfolg haben. Dabei sollen insbesondere die Befestigungen gegen gewaltsames Lösen verbessert werden. Es soll aber auch die Gefahr eines Abkippens eines Sicherungsteils verringert werden, also sein bei Auflage auf dem Flügelrahmen erfolgendes Verdrehen, welches ein Außereingriffkommen der beiden Sicherungsteile bzw. des Riegelteils begünstigen würde.

Die vorgenannte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Sicherungsplatte auch außerhalb des Außenumfangs eines Sicherungsteils auf dem Rahmenteil aufliegt und daran befestigt ist.

Grundlage für die Verbesserung der Sicherung ist eine Vergrößerung der Sicherungsplatte über den Außenumfang desjenigen Sicherungsteils hinaus, das auf der Sicherungsplatte angeordnet ist. Dieser vergrößerte Bereich der Sicherungsplatte liegt auf dem Rahmenteil auf und kann dort befestigt werden, wo es für zweckmäßig erachtet wird. Dem Bedarf entsprechend können erhebliche Hebelarme geschaffen werden, die sich jedem Versuch widersetzen, das Sicherungsteil zum Abkippen zu bringen. Große Befestigungsflächen sichern darüberhinaus auch gegen ein gewaltsames Aufbrechen bzw. Absprengen des Sicherungsteils vom Rahmen.

Von besonderer Bedeutung ist es, die Sicherung so auszubilden, daß die Sicherungsplatte horizontal seitlich des Sicherungsteils über dessen Außenumfang vorsteht. Ein seitliches Vorstehen der Sicherungsplatte ermöglicht Befestigungen in Rahmenbereichen, die für eine sichere Befestigung der Sicherungsplatte besser geeignet sein können. Eine schlanke Ausbildung einer Türsicherung wird nicht noch schlanker, wie es bei einer vertikalen Erstreckung der Sicherungsplatte der Fall wäre, sondern es wird eine vergleichsweise kompakte Ausbildung der Sicherung erreicht.

Eine besonders wirksame Ausgestaltung der Sicherung ergibt sich dadurch, daß die Sicherungsplatte mit einer Armierung eines das Rahmenteil bildenden Hohlprofils verschraubt ist. Eine Verschraubung der Sicherungsplatte ist eine allgemein verbreitete Befestigungstechnik und führt zu vorhersehbaren Befestigungsergebnissen. Das Verschrauben mit der Armierung eines Hohlprofils ergibt besonders große Auszugswerte, so daß insbesondere bei mehrfacher Verschraubung allen Anforderungen an eine einbruchsichere Befestigung entsprochen werden kann.

Es ist zu bevorzugen, daß die Sicherungsplatte eine das Sicherungsteil in der Rahmenebene abstützende Anlageschulter aufweist. Eine solche Ausgestaltung der Sicherung wirkt insbesondere gegen ein Abkippen des von der Sicherungsplatte abgestützten Sicherungsteils. Die Anlageschulter widersetzt sich jeder Verdrehungstendenz, der das Sicherungsteil ausgesetzt ist, z. B. weil das Riegelteil bei einem Hochheben des Flügelrahmens versucht, das Sicherungsteil zu verdrehen.

Um einen großflächigen Formschluß zwischen der Anlageschulter und dem Sicherungsteil zu erreichen, wird die Sicherung so ausgebildet, daß die Anlageschulter vertikal von der Sicherungsplatte vorsteht und mit einer planen Anlagefläche ausgebildet ist.

Eine weitere Ausgestaltung der Sicherung kann dadurch erreicht werden, daß die Anlageschulter dem Außenumfang des Sicherungsteils formschlüssig angepaßt ist. Hiervon wird insbesondere Gebrauch gemacht, wenn das Sicherungsteil nicht oder nicht ausschließlich aus ebenen Außenflächen besteht. Beispielsweise kann die Anlageschulter horizontal übergreifende Endansätze aufweisen, wenn das Sicherungsteil abgerundete Kanten aufweist.

Es ist vorteilhaft, die Sicherung so auszubilden, daß eine außerhalb des Außenumfangs des Sicherungsteils vorhandene Befestigung mit einer Abdeckung abgedeckt ist. Die Abdeckung verhindert zum einen, daß die Befestigungsmittel unbeabsichtigterweise manipuliert werden können. Insbesondere werden Einbruchsversuche erschwert, die sich an Befestigungsschrauben zu schaffen machen wollen. Darüberhinaus ist es aber auch möglich, der Sicherung mit der Abdeckung ein ansehnliches Äußeres zu geben, das beispielsweise vorsprungfrei ist und leicht gepflegt werden kann.

Im vorstehenden Sinne kann die Sicherung dahingehend weitergebildet werden, daß die Sicherungsplatte von der Anschlagschulter zu einer sicherungsteilabgewendeten Plattenkante stetig abfallend ausgebildet ist. Eine abfallende Ausbildung der Sicherungsplatte bzw. ihres Bestandteils, der Abdeckung, vermag die Stabilität der Sicherung zu verbessern, indem die Anschlagschulter entsprechend abgestützt ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Türsicherung kann dadurch erreicht werden, daß das Sicherungsteil durch die Sicherungsplatte hindurch in einem Rahmenabschnitt befestigt ist, dessen Dicke geringer als die Maximaldicke des Rahmens ist, und daß die Sicherungsplatte außerhalb des Sicherungsteils an einem die Maximaldicke des Rahmens aufweisenden Rahmenabschnitt befestigt ist. Durch diese Ausgestaltung der Sicherung wird eine sichere Befestigung insbesondere auf einem Flügelüberschlag oder in einem Querschnittsbereich des Rahmens ermöglicht, der nur geringe Schraubbefestigungstiefen zuläßt. Die Sicherung ist damit auch bei für die Befestigungssicherheit kritischen Rahmenquerschnitten einzusetzen.

Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 einen Querschnitt durch eine vertikale, einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen aufweisende Türanordnung, und

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer Sicherungsplatte zur verbesserten Festlegung eines Sicherungsteils an einem Flügelrahmen.

In Fig. 1 ist ein Querschnitt eines Teils eines Blendrahmens 10 dargestellt, der sonst in herkömmlicherweise ausgebildet und angeordnet ist, beispielsweise eine feste Verbindung mit einer Gebäudewand aufweist. Desweiteren ist der Querschnitt eines Flügelrahmens 12 dargestellt, nämlich des Flügelrahmens einer Schiebetür, die in der zur Darstellungsebene vertikalen Rahmenebene 31 zu bewegen ist, wobei Fig. 1 die Schließstellung zeigt. Der Querschnitt des Flügelrahmens 12 stellt ein Hohlprofil 19 dar, das beispielsweise aus Kunststoff besteht. Ein Flügelüberschlag 12''' ist zur Anlage einer nicht dargestellten Verglasung ausgebildet, die von einer ebenfalls nicht dargestellten Glashalteleiste gegen unerwünschten Versatz gesichert ist, welche in der Glasleistenhaltenut 12IV verankert ist. Die Verglasung ist schwer, so daß der Flügelrahmen 12 entsprechend stabil ausgebildet sein muß. Er hat daher einen Rahmenabschnitt 12", der durch eine Armierung 18 verstärkt ist, nämlich eine U-förmige Stahlarmierung. Desweiteren hat der Flügelrahmen 12 einen Rahmenabschnitt 12', der einem Profilraum 12V benachbart ist, welcher zur Aufnahme von Beschlagteilen dient, die in nicht dargestellter Weise mit dem Blendrahmen 10 zusammenwirken, wenn der Flügelrahmen 12 in der dargestellten Schließstellung ist. Dieser Rahmenabschnitt 12' ist erheblich dünner, als es der Maximaldicke des Rahmens 12 im Bereich des Rahmenabschnitts 12" entspricht.

Es ist eine Türsicherung vorhanden, die dem gewaltsamen Aufbrechen entgegenwirken soll. Diese Türsicherung besteht aus zwei Sicherungsteilen 11, 13. Das Sicherungsteil 11 ist über ein Distanzstück 11' mit der dargestellten Befestigungsschraube 22 am Blendrahmen 10 befestigt. Das Sicherungsteil 11 wirkt mit einem Sicherungsteil 13 zusammen, das am Flügelrahmen 12 angeschlagen ist.

Die Sicherungsteile 11, 13 können durch ein Riegelteil 14 miteinander gekoppelt werden. Üblicherweise wird das Sicherungsteil 13 als Schloßkasten ausgebildet und ist mit einem Schlüssel derart betätigbar, daß das Riegelteil 14 verschoben wird. Dabei gelangt es aus dem Sicherungsteil 13 heraus, überbrückt den zwischen den Sicherungsteilen 11, 12 vorhandenen Abstand und greift in das Sicherungsteil 11 ein. Der Flügel ist dann entsprechend gegen Einbruchsversuche gesichert. Der Flügelrahmen kann weder senkrecht zur Darstellungsebene angehoben werden, noch kann er vertikal zur Rahmenebene 19 gewaltsam versetzt werden. Die Sicherung verhindert beides.

Voraussetzung für eine wirksame Sicherung ist eine gute Befestigung der Sicherungsteile an den Rahmen. Für das Sicherungsteil 11 ist solch eine Befestigung üblicherweise problemlos, weil die Befestigungschraube 22 in die an der Befestigungsstelle üblicherweise vorhandene Bewehrung 10' eingeschraubt werden kann. Die Befestigung des Sicherungsteils 13 ist häufig problematischer, weil an der nahe der Rahmenkante gelegenen Befestigungsstelle häufig nur ein dünnwandiger bzw. dünner Rahmenabschnitt 12' vorhanden ist. Fig. 1 zeigt im Bereich eines solchen dünnen Rahmenabschnitts 12' des Hohlprofils 19 lediglich eine kurze Befestigungsschraube 23, die vom Sicherungsteil 13 ausgehend in den Rahmenabschnitt 12' eingeschraubt ist und hierbei so kurz gehalten werden muß, daß sie nicht in den Raum 12V eingreift, wo sie stören würde, falls hier Beschlagteile anzuordnen sind. Außerdem ist das Sicherungsteil 13 schmal, übersteigt also nicht die Breite des Rahmenabschnitts 12', so daß die gebotene rahmenkantennahe Anordnung des Sicherungsteils 13 eine rahmenkanntenferne Befestigung im dicken Rahmenabschnitt 12" unmöglich macht.

Zur Vermeidung des durch das schmale Sicherungsteil 13 gegebenen Nachteils ist eine Sicherungsplatte 15 vorhanden, die auf einem Rahmenteil 16 aufliegt, nämlich auf dem die Innenwand bildenden Rahmenteil 16 des Flügelrahmens 12. Das Sicherungsteil 13 ist dabei nun nicht mehr direkt am Flügelrahmen 12 angeordnet und befestigt, sondern zwischen ihm und dem Rahmenteil 16 ist die Sicherungsplatte 15 vorhanden. Die Sicherungsplatte 15 hat eine aus Sicherheits- und Befestigungsgründen bestimmte Plattendicke 24. Die Plattendicke 24 ist so groß, daß in einem Befestigungsloch 25 auch der Kopf einer Befestigungsschraube untergebracht werden kann. Es sind drei Befestigungslöcher 25 über die Höhe der Befestigungsplatte 15 verteilt, wie Fig. 2 zeigt.

Das Sicherungsteil 13 ist an der Befestigungsplatte 15 verschraubt. Fig. 2 zeigt Befestigungsbohrungen 26, die mit metrischem Gewinde versehen sind, um entsprechende Gewindeschrauben eindrehen zu können, die das Sicherungsteil 13 fest an der Sicherungsplatte 15 halten.

Die Sicherungsplatte 15 ist so hoch ausgebildet, wie das Sicherungsteil 13 hoch ist. Sie steht oben und unten nicht über und springt blendrahmenseitig auch nicht über den Flügelrahmen 12 bzw. über das Sicherungsteil 13 vor. Sie steht allerdings horizontal seitlich vor, und zwar auf der vom Blendrahmen 10 abgewendeten Seite des Sicherungsteils 13. Der Vorstand ist etwa eben so groß, wie die Breite des Sicherungsteils 13. Mit diesem Vorstand ist eine zusätzliche Befestigungsfläche gebildet, die direkt auf dem Rahmenteil 16 aufliegt und daran befestigt ist. Die Befestigung erfolgt mit in Fig. 1 dargestellten Befestigungsschrauben 27. Gemäß Fig. 2 sind drei übereinanderliegende Schraubenlöcher 28 für Befestigungsschrauben 27 vorhanden. Jedes Schraubenloch 28 ist ebenso versenkt ausgebildet, wie die Befestigungslöcher 25, so daß also der Kopf der Befestigungsschrauben 27 versenkt angeordnet sein kann.

Um die Schraubenlöcher 28 abzudecken, ist eine Abdeckkung 21 vorhanden. Die Abdeckung 21 ist beispielsweise ein aus Kunststoff hergestelltes Klipsprofil, welches in Klipslöcher 29 eingesteckt wird. Die eingeklipste Abdeckung deckt die Schraubenlöcher 28 ab und bildet eine sich in die Außenfläche der Sicherungsplatte 15 einfügende Verkleidung.

Bei geringeren Anforderungen an die Einbruchsicherheit wird es ausreichen, wenn das Sicherungsteil 13 mit der Sicherungsplatte 15 verschraubt ist, beispielsweise an den Stellen der Befestigungslöcher 25. Es ist aber vorteilhaft, die Sicherungsplatte 15 mit einer Anlageschulter 20 auszubilden. Die Anlageschulter 20 steht senkrecht zu einer Auflagefläche 15" der Sicherungsplatte 15 vor. Infolgedessen kann das auf der Auflagefläche 15" aufliegende Sicherungsteil 13 mit seinem Außenumfang 17 an der Anlageschulter 20 anliegen. Die Anlageschulter 20 ist genügend hoch ausgebildet, springt also genügend weit über die Auflagefläche 15" vor, um zu verhindern, daß auf das Sicherungsteil 13 wirkende Verdrehkräfte zu einer tatsächlich stattfindenden Verdrehung führen könnten. Das Sicherungsteil 13 stützt sich mit seinem Außenumfang 17 an der planen Anlagefläche 20' der Anlageschulter 20 ab. Die Anlageschulter 20 ist gemäß Fig. 2 an den Außenumfang 17 des Sicherungsteils 13 formschlüssig angepaßt. Hierzu sind die dargestellten Abrundungen 30 vorhanden, die in Fig. 1 nicht ersichtlichen Abrundungen der oberen und der unteren Kante des Sicherungsteils 13 teilweise umschließen. Das verbessert die Abstützung des Sicherungsteils 13 durch die Anlageschulter 20, und zwar nicht nur in horizontaler Richtung, also senkrecht zur Anlageschulter 20, sondern auch in vertikaler Richtung, also senkrecht zur Darstellungsebene der Fig. 1. Die Schultern 30 verhindern jedes vertikale Verschieben des Sicherungsteils 13.

Die Höhe der vertikalen Schulter 20 ist auf die Anforderung abgestellt, das Sicherungsteil 13 formschlüssig oder sicher zu halten. Es ist die Sicherungsplatte 15 im Bereich zwischen der Anlageschulter 20 und einer Plattenkante 15' oder allen benachbarten Plattenkanten formenmäßig angepaßt. Fig. 1 zeigt diese Anpassung, wobei die Sicherungsplatte 15 unter Verwendung der Abdeckung 21 stetig abfallend ausgebildet ist, nämlich von der Schulter 20 zur Plattenkante 15' hin.

Die Ausgestaltung der Sicherungsplatte 15 mit einem vergleichsweise großen seitlichen Vorstand von dem Sicherungsteil 13 bzw. dem Blendrahmen 10 weg, hat den Vorteil, daß sich die Schraubenlöcher 28 in dem Bereich des Rahmenabschnitts 12" befinden, wo der Rahmen seine Maximaldicke aufweist. Es könnten also entsprechend lange Befestigungsschrauben eingesetzt werden, die dann in die innerhalb des Hohlprofils 19 vorhandenen Zwischenwände eingreifen. Fig. 1 zeigt, daß auch in Bezug auf die Maximaldicke des Rahmens 12 vergleichsweise kurze Befestigungsschrauben 27 eingesetzt werden können, weil diese unmittelbar in die Armierung 18 eingreifen, nämlich eine Stahlarmierung, mit der die erforderlichen hohen Auszugswerte ohne weiteres erreicht werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Fenster- oder Türsicherung, mit einem ersten, innen am Blendrahmen (10) angeschlagenen Sicherungsteil (11), insbesondere einem Riegelaufnahmeteil, mit einem zweiten, innen am Flügelrahmen (12) angeschlagenen Sicherungsteil (13), insbesondere einem Schloß- oder Schließkasten, mit einem betätigbaren, beide Sicherungsteile (11, 13) miteinander koppelnden oder ungekoppelt lassenden Riegelteil (14), das vorzugsweise Bestandteil des zweiten Sicherungsteils (13) ist, und mit einer Sicherungsplatte (15), auf der ein Sicherungsteil (13) befestigt ist und die auf einem Rahmenteil (16) aufliegend befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsplatte (15) auch außerhalb des Außenumfangs (17) eines Sicherungsteils (13) auf dem Rahmenteil (16) aufliegt und daran befestigt ist.
  2. 2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsplatte (15) horizontal seitlich des Sicherungsteils (13) über dessen Außenumfang (17) vorsteht.
  3. 3. Sicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsplatte (15) mit einer Armierung (18) eines das Rahmenteil (16) bildenden Hohlprofils (19) verschraubt ist.
  4. 4. Sicherung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsplatte (15) eine das Sicherungsteil (13) in der Rahmenebene (19) abstützende Anlageschulter (20) aufweist.
  5. 5. Sicherung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageschulter (20) vertikal von der Sicherungsplatte (15) vorsteht und mit einer planen Anlagefläche (20') ausgebildet ist.
  6. 6. Sicherung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageschulter (20) dem Außenumfang (17) des Sicherungsteils (13) formschlüssig angepaßt ist.
  7. 7. Sicherung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine außerhalb des Außenumfangs (17) des Sicherungsteils (13) vorhandene Befestigung mit einer Abdeckung (21) abgedeckt ist.
  8. 8. Sicherung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsplatte (15) von der Anschlagschulter (20) zu einer sicherungsteilabgewendeten Plattenkante (15') stetig abfallend ausgebildet ist.
  9. 9. Sicherung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsteil (13) durch die Sicherungsplatte (15) hindurch in einem Rahmenabschnitt (12) befestigt ist, dessen Dicke geringer als die Maximaldicke des Rahmens ist, und daß die Sicherungsplatte (15) außerhalb des Sicherungsteils (13) an einem die Maximaldicke des Rahmens (12) aufweisenden Rahmenabschnitt (12") befestigt ist.






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