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Dokumentenidentifikation DE10012529A1 12.10.2000
Titel Monoazoverbindungen oder Gemische davon und Verfahren zum Färben oder Bedrucken unter deren Verwendung
Anmelder Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Inoue, Atsushi, Toyonaka, Osaka, JP;
Uchiyama, Minoru, Neyagawa, Osaka, JP;
Katsuda, Nobuyuki, Ashiya, Hyogo, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Anmeldedatum 15.03.2000
DE-Aktenzeichen 10012529
Offenlegungstag 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse C09B 62/04
IPC-Nebenklasse D06P 1/382   
Zusammenfassung Ein Monoazoverbindungsgemisch und als Bestandteile des Gemisches verwendbare Monoazoverbindungen und ein Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Fasermaterialien werden bereitgestellt, und die Monoazoverbindungen werden durch folgende allgemeine Formel wiedergegeben:
<formula>
in der m und n 0 oder 1 darstellen, R1 und R2 ein Wasserstoffatom oder einen C1-C4-Alkylrest darstellen, der gegebenenfalls mit einer Hydroxyl-, Cyanogruppe, einem Alkoxy-, Carboxy-, Carbamoyl-, Alkoxycarbonyl-, Alkylcarbonyloxyrest, einer Sulfo-, Sulfamoylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann, A eine Phenylengruppe, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten substituiert sein kann, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1-C4-Alkoxyrest substituierten C1-C4-Alkylrest, C1-C4-Alkoxyrest, einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, oder eine Naphthylengruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einer Sulfogruppe substituiert sein kann, Y eine Gruppe -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2Z darstellt, wobei Z eine durch die Wirkung von Alkali abspaltbare Gruppe ist, und
X ein Halogenatom oder eine Pyridinogruppe darstellt, die mit einer Carboxyl- oder Carbamoylgruppe substituiert sein kann.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft faserreaktive Monoazoverbindungen, die als Reaktivfarbstoffe geeignet sind, oder Gemische davon. Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Färben oder Drucken auf Fasermaterialien unter deren Verwendung.

Verschiedene Reaktivfarbstoffe mit oranger oder scharlachroter Farbe, die z. B. zum Färben der vorstehenden Fasermaterialien geeignet sind, sind bekannt. Zum Beispiel beschreibt JP-A-57-89679 Verbindungen für Reaktivfarbstoffe der folgenden Formel:





in der R einen Niederalkylrest mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen darstellt, X1 und X2 jeweils ein Wasserstoff-, Chloratom, eine Methyl-, Methoxy- oder Sulfonsäuregruppe darstellen und m 0 oder 1 darstellt.

Außerdem sind Farbstoffe mit einer faserreaktiven Pyridinotriazingruppe und einer faserreaktiven Vinylsulfongruppe im Molekül der folgenden Formel:





ebenfalls bekannt (JP-A-60-173060).

Wenn jedoch Fasermaterialien mit den vorstehenden bekannten Farbstoffen gefärbt werden, können zufriedenstellende Qualitäten nicht erhalten werden. Zum Beispiel sind die Färbequalität, wie Auszieheigenschaft, Fixierungsverhältnis, Aufbaueigenschaft, Farbwert, Leichtigkeit des Entfernens von unfixiertem Farbstoff von den Fasermaterialien z. B. durch Waschen; Konservierungsstabilität im getrockneten Zustand, nassen Zustand und gelösten Zustand; Färbereproduzierbarkeit; Löslichkeit im Färbebad; Verträglichkeit mit einem anderen Reaktivfarbstoff; Färbefinish bei Verbindungsfärben, Eignung für wirtschaftlichere Färbeformulierung und verschiedene Echtheiten, wie Chlorbeständigkeit, Lichtechtheit, Schweißechtheit, Schweiß- Sonnenlicht-Echtheit, Säurehydrolysebeständigkeit, Beständigkeit gegen Basen, Waschechtheit und Peroxidwaschbeständigkeit nicht zufriedenstellend. Daher war die Entwicklung faserreaktiver Monoazoverbindungen, die in verschiedenen Qualitäten, wie vorstehend beschrieben, ausgezeichnet sind, erwünscht.

Aufgabe der Erfindung war die Entwicklung von Reaktivfarbstoffen, die verglichen mit herkömmlichen Farbstoffen ausgezeichnet in Färbereproduzierbarkeit, Egalisierfärben, Abwaschen und anderen Färbeeigenschaften sind, zum Färben mit geringerer Salzkonzentration fähig und zum Erhalt gefärbter und bedruckter Produkte fähig sind, die ausgezeichnet in z. B. verschiedenen Echtheiten sind. Es wurde festgestellt, dass die Aufgabe mit Monoazoverbindungen mit spezieller Struktur und Gemischen davon gelöst werden kann.

Die vorliegende Erfindung stellt ein Monoazoverbindungsgemisch bereit, umfassend mindestens eine Monoazoverbindung der folgenden allgemeinen Formel (I-1):





in der m und n unabhängig voneinander 0 oder 1 darstellen, R1 und R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen C1-C4 Alkylrest darstellen, der gegebenenfalls mit einer Hydroxyl-, Cyanogruppe, einem Alkoxy-, Carboxy-, Carbamoyl-, Alkoxycarbonyl-, Alkylcarbonyloxyrest, einer Sulfo-, Sulfamoylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann,

A eine Phenylengruppe, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten substituiert sein kann, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1-C4 Alkoxyrest substituierten C1-C4 Alkylrest, C1-C4-Alkoxyrest, einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, oder eine Naphthylengruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einer Sulfogruppe substituiert sein kann,

Y eine Gruppe -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2Z darstellt, wobei Z eine durch die Wirkung von Alkali abspaltbare Gruppe ist und

X ein Halogenatom darstellt,

oder ein Salz davon; und

mindestens eine Monoazoverbindung der folgenden allgemeinen Formel (I-2):





in der m, n, R1, R2, A und Y die vorstehend angegebene Bedeutung haben und X' eine Pyridinogruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus einer Carboxylgruppe und Carbamoylgruppe, substituiert sein kann, oder ein Salz davon.

Die vorliegende Erfindung stellt auch eine Monoazoverbindung der Formel (I-1) bereit,

in der m 1 ist, R1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist, X ein Chlor- oder Fluoratom darstellt und n, R2, A und Y die vorstehend angegebene Bedeutung haben, mit der Maßgabe, dass:

wenn R2 ein Wasserstoffatom und A eine unsubstituierte m-Phenylengruppe ist oder wenn R2 eine Ethylgruppe und A eine unsubstituierte p-Phenylengruppe ist, dann X ein Fluoratom ist;

oder ein Salz davon.

Die vorliegende Erfindung stellt weiter eine Monoazoverbindung der Formel (I-2) bereit,

in der m 1 ist, n, R1, R2, A, X' und Y die vorstehend angegebene Bedeutung haben

oder ein Salz davon.

Die vorliegende Erfindung stellt noch weiter ein Verfahren zum Färben oder Bedrucken eines Fasermaterials mit dem vorstehenden Monoazoverbindungsgemisch oder der Monoazoverbindung oder einem Salz davon bereit.

In den Formeln (I-1) und (I-2) können m und n gleich oder voneinander verschieden sein. m stellt 0 oder 1 dar. Vorzugsweise ist m 0. n stellt 0 oder 1 dar. Vorzugsweise ist n 0.

In den allgemeinen Formeln (I-1) und (I-2) stellen R1 und R2 ein Wasserstoffatom oder einen C1-C4-Alkylrest dar, der gegebenenfalls mit einer Hydroxyl-, Cyanogruppe, einem Alkoxy-, Carboxyl-, Carbamoyl-, Alkoxycarbonyl-, Alkylcarbonyloxyrest, einer Sulfo-, Sulfamoylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann. R1 kann zu R2 gleich oder davon verschieden sein.

R1 in den allgemeinen Formeln (I-1) und (I-2) ist vorzugsweise ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, wobei ein Wasserstoffatom insbesondere bevorzugt wird.

Spezielle Beispiele des C1-C4-Alkylrests als R1 und R2 in den Formeln (I-1) und (I-2) schließen eine Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, sec-Butyl-, 2-Hydroxyethyl-, 2-Hydroxypropyl-, 3-Hydroxypropyl-, 2-Hydroxybutyl-, 3-Hydroxybutyl-, 4-Hydroxybutyl-, 2,3-Dihydroxypropyl-, 3,4-Dihydroxybutyl-, Cyanomethyl-, 2-Cyanoethyl-, 3-Cyanopropyl-, 4-Cyanobutyl-, Methoxymethyl-, Ethoxymethyl-, 2-Methoxyethyl-, 2-Ethoxyethyl-, 3-Methoxypropyl-, 3-Ethoxypropyl-, 2-Hydroxy-3- methoxypropyl-, Carboxymethyl-, 2-Carboxyethyl-, 3-Carboxypropyl-, 4-Carboxybutyl-, 1,2-Dicarboxyethyl-, Carbamoylmethyl-, 2-Carbamoylethyl-, 3-Carbamoylpropyl-, 4-Carbamoylbutyl-, Methoxycarbonylmethyl-, Ethoxycarbonylmethyl-, 2-Methoxycarbonylethyl-, 2-Ethoxycarbonylethyl-, 3-Methoxycarbonylpropyl-, 3-Ethoxycarbonylpropyl-, 4-Methoxycarbonylbutyl-, 4-Ethoxycarbonylbutyl-, Methylcarbonyloxymethyl-, Ethylcarbonyloxymethyl-, 2-Methylcarbonyloxyethyl-, 2-Ethylcarbonyloxyethyl-, 3- Methylcarbonyloxypropyl-, 3-Ethylcarbonyloxypropyl-, 4-Methylcarbonyloxybutyl-, 4- Ethylcarbonyloxybutyl-, Sulfomethyl-, 2-Sulfoethyl-, 3-Sulfopropyl-, 4-Sulfobutyl-, Sulfamoylmethyl-, 2-Sulfamoylethyl-, 3-Sulfamoylpropyl-, 4-Sulfamoylbutyl-, Chlormethyl-, Brommethyl-, 2-Chlorethyl-, 2-Bromethyl-, 3-Chlorpropyl-, 3-Brompropyl-, 4- Chlorbutyl- und 4-Brombutylgruppen ein.

R2 in den Formeln (I-1) und (I-2) ist vorzugsweise ein Wasserstoffatom, eine Methyl- oder Ethylgruppe, wobei eine Ethylgruppe insbesondere bevorzugt ist.

A in den Formeln (I-1) und (I-2) stellt eine Phenylengruppe, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1- C4-Alkoxyrest substituierten C1-C4-Alkylrest; einem C1-C4-Alkoxyrest, einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, substituiert sein kann; oder eine Naphthylengruppe dar, die gegebenenfalls mit einer Sulfogruppe substituiert sein kann.

Spezielle Beispiele des Substituenten schließen eine Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, sec-Butyl-, Methoxy-, Ethoxy-, n-Propoxy-, Isopropoxy-, n-Butoxy-, Methoxymethyl-, Ethoxymethyl-, 2-Methoxyethyl-, 2-Ethoxyethyl-, 3- Methoxypropyl-, 3-Ethoxypropyl-, 4-Methoxybutyl-, 4-Ethoxybutyl-, Sulfogruppe, ein Chlor- und Bromatom ein.

Bevorzugt ist A eine unsubstituierte Phenylen- oder eine Phenylengruppe, die mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1-C4- Alkoxyrest substituierten C1-C4 Alkylrest; einem C1-C4-Alkoxyrest; einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, substituiert ist.

Stärker bevorzugt ist A eine Phenylengruppe und eine Phenylengruppe, die mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus Methyl-, Methoxy- und Sulfogruppen, substituiert ist, wobei eine 1,4-Phenylengruppe insbesondere bevorzugt ist.

X in der Formel (I-1) stellt ein Halogenatom dar. Als X sind ein Chlor- und Fluoratom bevorzugt. X' in der Formel (I-2) stellt eine Pyridinogruppe dar, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus einer Carboxyl- und Carbamoylgruppe, substituiert sein kann.

Y in den Formeln (I-1) und (I-2) stellt eine Gruppe -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2Z dar, wobei Z eine durch die Wirkung von Alkali abspaltbare Gruppe ist.

Z schließt zum Beispiel eine Sulfatestergruppe, Thiosulfatestergruppe, Phosphatestergruppe, Acetatestergruppe, ein Halogenatom oder eine Pyridinogruppe ein, die gegebenenfalls mit einer oder zwei Gruppen, ausgewählt aus einer Carboxyl- und Carbamoylgruppe, substituiert sein kann.

In der Formel (I-2) ist Z vorzugsweise eine Sulfatestergruppe, und bevorzugte Beispiele von Y schließen -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2OSO3H ein, wobei -SO2CH2CH2OSO3H insbesondere bevorzugt ist.

In der Formel (I-1) ist Z vorzugsweise eine Sulfatestergrupe oder eine Pyridinogruppe, die gegebenenfalls mit einer oder zwei Gruppen, ausgewählt aus einer Carboxyl- und Carbamoylgruppe, substituiert sein kann. In der Formel (I-1) schließen bevorzugte Beispiele von Y -SO2CH=CH2, -SO2CH2CH2OSO3H, -SO2CH2CH2-X0 ein, wobei X0 eine Pyrodinogruppe ist, die gegebenenfalls mit einer oder zwei Gruppen, ausgewählt aus einer Carboxyl- und Carbamoylgruppe, substituiert sein kann, wobei -SO2CH2CH2OSO3H insbesondere bevorzugt ist.

Unter den Monoazoverbindungen der Formel (I-1) und den Monoazoverbindungen der Formel (I-2) zeigen jene mit speziellen Strukturen gute Wirkungen, auch wenn sie nicht in Kombination verwendet werden. Daher stellt die vorliegende Erfindung auch die Monoazoverbindung der Formel (I-1) mit spezieller Struktur und die Monoazoverbindung der Formel (I-2) mit spezieller Struktur bereit, wobei jede von ihnen einzeln verwendet werden kann und gute Wirkung zeigt.

Wenn die Monoazoverbindung der Formel (I-1) nicht in Kombination mit der Monoazoverbindung der Formel (I-2) verwendet wird, ist in der Formel (I-1) m 1, R1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, vorzugsweise ein Wasserstoffatom und X ein Chlor- oder Fluoratom.

Außerdem ist, wenn die Monoazoverbindung der Formel (I-1) nicht in Kombination mit der Monoazoverbindung der Formel (I-2) verwendet wird und wenn R2 ein Wasserstoffatom ist und A eine unsubstituierte m-Phenylengruppe ist oder wenn R2 eine Ethylgruppe ist und A eine unsubstituierte p-Phenylengruppe ist, dann X ein Fluoratom.

Wenn die Monoazoverbindung der Formel (I-2) nicht in Kombination mit der Monoazoverbindung der Formel (I-1) verwendet wird, ist m in der Formel (I-2) 1. In diesem Fall ist R1 in der Formel (I-2) vorzugsweise ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, wobei ein Wasserstoffatom insbesondere bevorzugt wird.

Unter den Monoazoverbindungen der Formel (I-1) oder Salzen davon sind Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel (II):





in der n, R1, X und Y die vorstehend angegebene Bedeutung haben und R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Methyl- oder Methoxygruppe darstellen, oder Salze davon stärker bevorzugt. Unter ihnen sind Verbindungen der Formel (II), in der n 0 ist, oder Salze davon insbesondere bevorzugt.

Vorzugsweise sind R3 und R4 Wasserstoffatome.

In dem erfindungsgemäßen Monoazoverbindungsgemisch beträgt die Menge der Monoazoverbindung der Formel (I-1) oder eines Salzes davon vorzugsweise 20 bis 80 Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Summe der Monoazoverbindung der Formel (I-1) oder eines Salzes davon und der Monoazoverbindung der Formel (I-2) oder eines Salzes davon.

Unter den erfindungsgemäßen Monoazoverbindungsgemischen ist das Gemisch, das eine Art der Monoazoverbindung der Formel (I-1) oder ein Salz davon und eine Art der Monoazoverbindung der Formel (I-2) umfasst, bevorzugt.

Obwohl die erfindungsgemäßen Monoazoverbindungen der Formeln (I-I) und (I- 2) oder Salze davon in Form der freien Säure oder eines Gemisches der Form der freien Säure und eines Salzes davon sein können, sind sie vorzugsweise in Form eines Alkalimetallsalzes, eines Erdalkalimetallsalzes und eines sie enthaltenden Gemisches. Ein Natriumsalz, Kaliumsalz, Lithiumsalz und ein sie enthaltendes Gemisch sind insbesondere bevorzugt.

Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Monoazoverbindungen der Formeln (I-1) und (I-2) oder Salzen davon ist nicht besonders beschränkt. Sie können zum Beispiel auf folgende Weise hergestellt werden.

Die Verbindung der Formel (I-1), in der X ein Chlor- oder Fluoratom ist, kann durch Kondensieren in jeder gewünschten Reihenfolge einer Verbindung der allgemeinen Formel (III):





in der n und R1 die vorstehend angegebene Bedeutung haben, und einer Verbindung der folgenden allgemeinen Formel (IV):





in der R2, A und Y die vorstehend angegebene Bedeutung haben, mit 2,4,6-Trichlor-s-triazin oder 2,4,6-Trifluor-s-triazin hergestellt werden.

Die Verbindung der Formel (I-2) kann durch Kondensieren in jeder gewünschten Reihenfolge einer Verbindung der Formel (III), einer Verbindung der Formel (IV) und einer Ausgangssubstanz zum Einführen einer Pyridinogruppe in den Triazinring, mit 2,4,6-Trichlor-s-triazin oder 2,4,6-Trifluor-s-triazin hergestellt werden.

Die Ausgangssubstanz zum Einführen einer Pyridinogruppe in den Triazinring schließt zum Beispiel Pyridinverbindungen, die gegebenenfalls mit einer oder zwei Gruppen, ausgewählt aus einer Carboxy- und Carbamoylgruppe, substituiert sein können, wie Pyridin, Picolinsäure, Nicotinsäure, Isonicotinsäure, Chinolinsäure, 2, 4-Pyridindicarbonsäure, Isocinchomeronsäure, Dipicolinsäure, Cinchomeronsäure, Dinicotinsäure, Nicotinamid, Isonicotinamid und Cinchomeronamid, ein. Unter ihnen sind Pyridin, Nicotinsäure, Isonicotinsäure, Nicotinamid und Isonicotinamid bevorzugt und Nicotinsäure und Isonicotinsäure insbesondere bevorzugt, da als X' in der Formel (I-2) eine Nicotin- oder Isonicotingruppe insbesondere bevorzugt ist.

Die Verbindungen der Formel (I-2) können leicht durch Kondensieren der auf vorstehende Weise hergestellten Verbindung der Formel (I-1), in der X ein Chlor- oder Fluoratom ist, mit einer Ausgangssubstanz zum Einführen der vorstehenden Pyridinogruppe in den Triazinring, in einem wässrigen Medium bei einer Temperatur von 30 bis 100°C unter Einstellen des pH-Werts zwischen 1 und 6 hergestellt werden.

In der Kondensationsreaktion mit 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4,6-Trifluortriazin sind die Reihenfolge der Kondensation und die Bedingungen für die jeweilige Kondensation nicht besonders beschränkt. Vorzugsweise wird die Kondensationsreaktion mit einem unsubstituierten Triazin bei einer Temperatur von -10 bis 40°C unter Einstellen des pH-Werts zwischen 1 und 9 durchgeführt. Die Reaktion mit einem monosubstituierten Triazin wird bei einer Temperatur von 0 bis 70°C unter Einstellen des pH-Werts zwischen 4 und 10 durchgeführt. Die Reaktion mit einem disubstituierten Triazin wird bei einer Temperatur von 10 bis 100°C unter Einstellen des pH-Werts zwischen 1 und 8 durchgeführt.

Das Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel (III) ist nicht besonders beschränkt. Sie können zum Beispiel durch Diazotieren einer Verbindung der allgemeinen Formel (V):





in der n die vorstehend angegebene Bedeutung hat, und Diazokupplungsreaktion der erhaltenen Diazoverbindung mit einer Verbindung der allgemeinen Formel (VI):





in der R1 die vorstehend angegebene Bedeutung hat, hergestellt werden, wobei die Verbindung der allgemeinen Formel (III) erhalten wird.

Das erfindungsgemäße Monoazoverbindungsgemisch kann durch Mischen der Bestandteile, d. h. der Verbindung der Formel (I-1) und der Verbindung der Formel (I- 2), hergestellt werden. Das Mischen kann gleichzeitig mit der Herstellung der Bestandteile durchgeführt werden. In einer anderen Ausführungsform kann es durch Mischen nach Beendigung der Herstellung der Bestandteile hergestellt werden. Zusätzlich ist es auch möglich, das Mischen bei Verwendung zum Färben durchführen. Der Zustand der zu mischenden Bestandteile kann fest, wie Pulver oder Granulate, wässrige Lösungen oder eine Kombination davon sein.

Die vorstehend erörterten Monoazoverbindungen oder ein Salz davon und das Monoazoverbindungsgemisch der vorliegenden Erfindung weisen im Molekül eine faserreaktive Gruppe des Vinylsulfontyps und Halogentriazintyps oder Pyridinotriazintyps auf. Daher können sie als Reaktivfarbstoffe zum Färben oder Drucken auf ein Fasermaterial verwendet werden. Das Fasermaterial ist nicht besonders beschränkt, sofern es eine Hydroxyl- und/oder Amidgruppe aufweist. Beispiele davon schließen natürliche oder regenerierte Cellulosefasern, natürliche oder synthetisierte Polyamidfasern, Polyurethanfasern, Leder und sie enthaltende gemischte Materialien ein.

Die natürlichen Cellulosefasern schließen insbesondere Baumwolle, Leinen, Flachs, Jute und Ramie ein. Bevorzugt ist Baumwolle.

Die regenerierten Cellulosefasern schließen insbesondere Rayon, Polynosic, Cupra und unter den Namen "Tencel", "Tufcel", "Modal" und "Celtima" im Handel vertriebene Produkte ein.

Die natürlichen oder synthetischen Polyamidfasern schließen insbesondere Wolle, Seide, Polyamid-6,6, Polyamid-6, Polyamid-11 und Polyamid-4 ein.

Die sie enthaltenden gemischten Materialien schließen ein Textilgemisch dieser Fasermaterialien und Textilgemisch des Fasermaterials mit einer synthetischen Faser, wie Polyester und Acrylfaser, ein.

Die Monoazoverbindung, ein Salz davon oder ein Monoazoverbindungsgemisch der vorliegenden Erfindung können zum Färben oder Drucken auf die vorstehend beschriebenen Materialien, insbesondere die vorstehend beschriebenen Fasermaterialien, mit einem Verfahren abhängig von ihren physikalischen oder chemischen Eigenschaften verwendet werden.

Ein solches Verfahren schließt insbesondere ein Verfahren zum Färben oder Drucken auf die vorstehend beschriebenen Fasern mit dem Ausziehfärbeverfahren, kalten Aufbatchverfahren, kontinuierlichen Färbeverfahren oder Druckverfahren ein.

Zum Beispiel schließt, wenn eine Cellulosefaser mit dem Ausziehfärbeverfahren gefärbt wird, das Verfahren ein Färben bei einer Temperatur von etwa 30 bis 100°C in Gegenwart eines säurebindenen Mittels, wie Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Trinatriumphosphat oder Natriumhydroxid, und falls erforderlich Zugabe eines Neutralsalzes, wie Natriumsulfat oder Natriumchlorid und falls weiter erforderlich unter Verwendung eines Mittels zum Löslichmachen, Durchdringungsmittels oder Egalisiermittels, ein. Die Zugabe des säurebindenden Mittels und Neutralsalzes kann auf einmal oder in aufgeteilten Portionen gemäß einem Routineverfahren durchgeführt werden.

Wenn eine Cellulosefaser mit dem kalten Aufbatchverfahren gefärbt wird, schließt das Verfahren Klotzen unter Verwendung eines Neutralsalzes, wie Natriumsulfat oder Natriumchlorid, und eines säurebindenden Mittels, wie Natriumhydroxid oder Natriumsilicat, und dann Stehenlassen in einem verschlossenen Verpackungsmaterial bei festgelegter Temperatur ein.

Wenn eine Cellulosefaser mit dem kontinuierlichen Färbeverfahren gefärbt wird, schließen Beispiele des Verfahrens ein Einphasenklotzverfahren ein, in dem die Faser gemäß einem bekannten Verfahren bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, wie Natriumcarbonat oder Natriumhydrogencarbonat, geklotzt und dann durch Dämpfen oder Trockenerhitzen behandelt wird. Ebenfalls eingeschlossen ist das Zweiphasenklotzverfahren, in dem die Faser in eine Klotzlösung getaucht wird, die eine erfindungsgemäße Verbindung darin gelöst enthält, mit einem Neutralsalz, wie Natriumsulfat oder Natriumchlorid, und einem säurebindenden Mittel, wie Natriumhydroxid oder Natriumsilicat, geklotzt und dann durch Dämpfen oder Trockenerhitzen behandelt wird.

Wenn eine Cellulosefaser bedruckt wird, schließen Beispiele des Verfahrens ein Verfahren ein, in dem die Faser in einem Einphasenverfahren mit einer ein säurebindendes Mittel, wie Natriumhydrogencarbonat, enthaltenden Druckpaste bedruckt und dann bei hoher Temperatur über 80°C gedämpft wird. Ebenfalls eingeschlossen ist ein Verfahren, in dem die Faser in einem Zweiphasenverfahren mit zum Beispiel einer neutralen oder schwach sauren Druckpaste bedruckt, durch ein alkalisches Bad, das einen Elektrolyten enthält, geleitet oder mit einer alkalischen Klotzlösung, die einen Elektrolyten enthält, überklotzt wird, und dann durch Dämpfen oder Trockenerhitzen behandelt wird. Die hier verwendete Druckpaste kann zum Beispiel ein Schlichtemittel und/oder einen Emulgator, wie Natriumalginat oder Stärkeether, und falls erforderlich weiter zum Beispiel ein Druckhilfsmittel und/oder Dispergiermittel, wie Harnstoff, enthalten.

Wenn eine Cellulosefaser mit der erfindungsgemäßen Verbindung gefärbt oder bedruckt wird, ist das zu verwendende säurebindende Mittel nicht besonders beschränkt. Beispiele schließen Alkalimetallhydroxide, wasserlösliche basische Salze, gebildet durch ein Alkalimetall oder Erdalkalimetall mit einer anorganischen oder organischen Säure, und Verbindungen, die im erwärmten Zustand Alkali freisetzen, ein. Insbesondere aufgeführt werden Alkalimetallhydroxide und Alkalimetallsalze mit einer anorganischen oder organischen Säure schwacher oder mittlerer Stärke. Unter ihnen sind Natrium- oder Kaliumhydroxid und Natrium- oder Kaliumsalze bevorzugt. Als säurebindendes Mittel können zusätzlich zu dem vorstehend beschriebenen Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Trinatriumphosphat, Natriumhydroxid und Natriumsilicat Kaliumhydroxid, Natriumformiat, Kaliumcarbonat, Mono- oder Dinatriumphosphat und Natriumtrichloracetat insbesondere verwendet werden.

Wenn eine synthetische oder natürliche Polyamidfaser oder Polyurethanfaser mit dem Erschöpfungsfärbeverfahren gefärbt wird, wird die erfindungsgemäße Verbindung in die Faser in einem sauren oder schwach sauren Färbebad unter Einstellen des pH- Werts erschöpft, der dann auf neutral oder alkalisch geändert wird. Falls erforderlich kann ein Egalisiermittel, wie ein Kondensationsprodukt von Cyanurylchlorid mit Aminobenzolsulfonsäure, ein Kondensationsprodukt von Cyanurylchlorid mit Aminonaphthalinsulfonsäure oder ein Additionsprodukt von Stearylamin mit Ethylenoxid oder ein anderes Mittel verwendet werden.

Die erfindungsgemäße Monoazoverbindung und das erfindungsgemäße Monoazoverbindungsgemisch können falls erforderlich, um den gewünschten Farbton zu erhalten, im Gemisch mit einem anderen Farbstoff insofern verwendet werden, als die Merkmale der Erfindung nicht nachteilig beeinträchtigt werden. Der im Gemisch verwendbare Farbstoff ist insofern nicht besonders beschränkt, als er ein Reaktivfarbstoff ist. Beispiele schließen Farbstoffe mit als Reaktivgruppe mindestens einer einzelnen Gruppe, ausgewählt aus einer Sulfatoethylsulfon-, Vinylsulfon-, Monochlortriazin-, Monofluortriazin-, Mononicotintetradin-, Dichlortriazin-, Difluormonochlorpyrimidin- und Trichlortriazingruppe, oder im Handel unter den Namen Sumifix, Sumifix Supra, Sumifix HF, Remazol, Levafix, Procion, Cibacron, Basilen, Drimarene, Kayacion und Kayacelon React erhältliche Farbstoffe, in JP-A-50-178, JP-A-56-9483, JP-A-56-15481, JP-A-56-118976, JP-A-56-128380, JP-A-57-2365, JP-A-57-89679, JP-A-57-143360, JP- A-59-15451, JP-A-58-191755, JP-A-59-96174, JP-A-59-161463, JP-A-60-6754, JP-A- 60-123559, JP-A-60-229957, JP-A-60-260654, JP-A-61-126175, JP-A-61-155469, JP- A-61-225256, JP-A-63-77974, JP-A-63-225664, JP-A-1-185370, JP-A-3-770, JP-A-5- 32907, JP-A-5-117538, JP-A-5-247366 und JP-A-6-287463 offenbarte Farbstoffe, die Farbstoffe C.I. Reactive Blue 19 und C.I. Reactive Black 5 ein.

Die erfindungsgemäße Monoazoverbindung oder ein Salz davon und das erfindungsgemäße Monoazoverbindungsgemisch sind dadurch gekennzeichnet, dass sie ausgezeichnete Qualität bei Färben und Drucken auf Fasermaterialien zeigen. Insbesondere sind sie zum Färben und Drucken auf Cellulosefasern geeignet. Das mit diesen Verbindungen erhaltene gefärbte Produkt oder bedruckte Produkt weist gute Lichtechtheit, Schweiß-Sonnenlicht-Echtheit, Chlorbeständigkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit, wie Waschechtheit, Peroxidwaschbeständigkeit, Schweißechtheit, Säurehydrolysebeständigkeit und Basenbeständigkeit, und weiter gute Abriebbeständigkeit und Bügelbeständigkeit auf.

Zusätzlich sind die erfindungsgemäße Monoazoverbindung oder ein Salz davon und das erfindungsgemäße Monoazoverbindungsgemisch ausgezeichnet in der Löslichkeit und Färbefähigkeit, wie Aufbaueigenschaft, Egalisierfärbeeigenschaft, Abwascheigenschaft, Auszieheigenschaft und Fixiereigenschaft, und insbesondere in der Färbefähigkeit mit tiefer Farbe und Färbefähigkeit bei geringerer Salzkonzentration. Zusätzlich werden sie nicht leicht durch Änderungen in der Temperatur, den Mengen des Färbehilfsmittels, wie Salz oder basisches Mittel und Badverhältnis, beeinflusst und ermöglichen den Erhalt gefärbter Produkte mit gleichbleibender Qualität.

Außerdem sind sie insofern ausgezeichnet, als die erhaltenen gefärbten Produkte nicht leicht die Farbe während der Fixierungsbehandlung oder Harzbearbeitung ändern, und sie neigen nicht zu einer Änderung durch Kontakt mit einer basischen Substanz während der Lagerung.

Beispiele

Die vorliegende Erfindung wird im einzelnen durch die Beispiele beschrieben, in denen "Teil(e)" Gew.-Teil(e) bedeutet.

Beispiel 1

Durch Kondensieren von 53,35 Teilen eines Monoazozwischenprodukts, das als freie Säure durch Formel (1) wiedergegeben wird,





das mit einem herkömmlichen Verfahren synthetisiert wurde, mit 18,44 Teilen 2,4,6- Trichlor-s-triazin bei einem pH-Wert von 3 bis 8 und einer Temperatur von 10 bis 40°C wurde eine Verbindung, die als freie Säure durch Formel (2) wiedergegeben wird





erhalten.

Diese Verbindung wurde mit 28,13 Teilen Anilin-4-β-sulfatoethylsulfon bei einem pH-Wert von 3 bis 8 und einer Temperatur von 10 bis 60°C in einem wässrigen Medium kondensiert, wobei eine Verbindung erhalten wurde, die als freie Säure durch Formel (3) wiedergeben wird. Wenn ein Baumwollprodukt mit dieser Verbindung (λmax in einer wässrigen Lösung: 504 nm) gefärbt wurde, wurde ein gefärbtes Produkt mit scharlachroter Farbe erhalten.



Beispiel 2

Wenn die Synthese in Beispiel 1 wiederholt wird, außer dass die Reihenfolge der Umsetzung des Monoazozwischenprodukts der Formel (1) und Anilin-4-β -sulfatoethylsulfon mit 2,4,6-Trichlor-s-triazin geändert wird, kann die Verbindung, die als freie Säure durch Formel (3) wiedergegeben wird, ebenfalls erhalten werden.

Beispiel 3

Unter Durchführen ähnlicher Synthesen wie in Beispiel 1 oder Beispiel 2 mit der Ausnahme, dass die in Spalte 2 der folgenden Tabelle aufgeführten Verbindungen, die in Spalte 3 aufgeführten Verbindungen und die in Spalte 4 aufgeführten Verbindungen statt des in Beispiel 1 bzw. Beispiel 2 verwendeten Monoazozwischenprodukts (1), Anilin-4- β-sulfatoethylsulfon und 2,4,6-Trichlor-s-triazin verwendet wurden, können die entsprechenden Monoazoverbindungen erhalten werden. Wenn ein Baumwollprodukt mit diesen Verbindungen gefärbt wird, werden gefärbte Produkte mit scharlachroter Farbe erhalten.











Beispiel 4

In 200 Teilen Wasser wurden 0,3 Teile der in Beispiel 1 erhaltenen Monoazoverbindungen gelöst und 20 Teile Natriumsulfat zu den jeweiligen Lösungen gegeben. Darm wurden 10 Teile Baumwolle zugegeben und die Temperatur auf 60°C erhöht. Nach 30 Minuten vom Zeitpunkt an, wenn die Temperatur 60°C erreicht hatte, wurden 4 Teile Natriumcarbonat zugegeben und das Färben 1 Stunde bei der gleichen Temperatur durchgeführt. Dann wurden ein Waschen mit Wasser und Seifen durchgeführt. Das Abwaschen während des Waschens mit Wasser und Seifens war gut und die Färbung des Abwassers aus dem Färben gering. Die erhaltenen gefärbten Produkte wiesen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Im Verlauf des Färbens zeigten die Verbindungen gute Löslichkeit, ausgezeichnetes Ausziehen, hohes Fixierungsverhältnis und hohen Farbwert. Die erhaltenen gefärbten Produkte waren gut in verschiedenen Echtheiten, einschließlich Lichtechtheit, Schweißechtheit, Schweiß-Sonnenlicht-Echtheit, Chlorbeständigkeit, Hydrolysebeständigkeit, Basenbeständigkeit, Waschechtheit und Peroxidwaschechtheit.

Beispiel 5

In 200 Teilen Wasser werden 0,3 Teile der in den Beispielen 2 und 3 erhaltenen jeweiligen Monoazoverbindungen gelöst und 20 Teile Natriumsulfat zu den jeweiligen Lösungen gegeben. Dann werden 10 Teile Baumwolle zugegeben und die Temperatur auf 60°C erhöht. Nach 30 Minuten vom Zeitpunkt, wenn die Temperatur 60°C erreicht hatte, werden 4 Teile Natriumcarbonat zugegeben und das Färben 1 Stunde bei der gleichen Temperatur durchgeführt. Dann werden ein Waschen mit Wasser und Seifen durchgeführt.

Während des Waschens mit Wasser und Seifens ist die Färbung des Abwassers aus dem Färben gering. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf und sind ausgezeichnet in verschiedenen Echtheiten, wie Waschechtheit.

Beispiel 6

Das Färben in den Beispielen 4 oder 5 wird wiederholt, außer dass die Menge an Natriumsulfat von 20 Teilen auf 10 Teile geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 4 oder 5 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 7

Das Färben in den Beispielen 4 oder 5 wird wiederholt, außer dass die Menge an Natriumsulfat von 20 Teilen auf 4 Teile geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 4 oder 5 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 8

Das Färben in den Beispielen 4 bis 7 wird wiederholt, außer dass die Temperatur von 60°C auf 70°C geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 4 bis 7 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 9

Das Färben in den Beispielen 4 bis 8 wird wiederholt, außer dass die Temperatur von 60°C auf 80°C geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 4 bis 8 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 10

Das Färben in den Beispielen 4 bis 8 wird wiederholt, außer dass 0,06 Teile Natriumsalz eines Kondensationsprodukts (Grad der Sulfonierung: 110%, mittlerer Polymerisationsgrad: 1,8) von Methylnaphthalinsulfonsäure und Formaldehyd zusätzlich zu 0,3 Teilen der Monazoverbindung verwendet wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 4 bis 8 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 11

Das Färben in den Beispielen 5 bis 10 wird wiederholt, außer dass die Menge der Monoazoverbindung von 0,3 Teilen auf 0,1 Teile oder 0,6 Teile geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte unter Verwendung von 0,6 Teilen weisen im wesentlichen tiefe Farbe, verglichen mit den Produkten in den Beispielen 5 bis 10 auf, in denen 0,3 Teile der Verbindungen verwendet werden, und die jeweiligen Monoazoverbindungen zeigen gute Aufbaueigenschaft.

Beispiel 12

Farbpasten mit folgenden Zusammensetzungen werden unter Verwendung der jeweiligen in den Beispielen 1 bis 3 erhaltenen Monoazoverbindungen hergestellt. Zusammensetzung der Farbpaste Monoazoverbindung 5 Teile Harnstoff 5 Teile Natriumalginat (5%ige)-Grundpaste 50 Teile Heißes Wasser 25 Teile Natriumhydrogencarbonat 2 Teile Rest (Wasser) 13 Teile Gesamt 100 Teile

Die Farbpasten werden auf starken Baumwollstoff gedruckt, der zur Mercerisierung behandelt wurde. Der bedruckte Stoff wird unmittelbar getrocknet, 5 Minuten bei 100°C gedämpft, mit heißem Wasser gewaschen, geseift, wieder mit heißem Wasser gewaschen und durch Trocknen fertiggestellt. Die jeweiligen erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf und sind gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 13

In heißem Wasser werden jeweils 30 Teile der in den Beispielen 1 bis 3 erhaltenen Monoazoverbindungen gelöst und die Lösungen auf 25°C abgekühlt. Zu diesen Farbstofflösungen werden 15 Teile 32,5%ige wässrige Natriumhydroxidlösung und 150 Teile Wasserglas mit 50° Baume gegeben. Dann wird Wasser bei 25°C zugegeben, um das Gesamtvolumen auf 1000 Teile einzustellen. Dann wird unmittelbar Baumwollstoff unter Verwendung der erhaltenen Lösungen als Klotzlösung geklotzt. Der Baumwollstoff nach Klotzen wird aufgerollt, mit einer Polyethylenfolie verschlossen und 20 Stunden bei Raumtempatur von 25°C stehengelassen. Dann wird der Stoff auf übliche Weise mit Wasser gewaschen und getrocknet, um fertiggestellte Produkte zu erhalten. Alle erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Zusätzlich sind die erhaltenen gefärbten Produkte gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 14

In heißem Wasser werden jeweils 20 Teile der in den Beispielen 1 bis 3 erhaltenen Monoazoverbindungen gelöst und die Lösungen auf 25°C abgekühlt. Zu diesen Farbstofflösungen werden 1 Teil Natriumalginat, 10 Teile Natrium-meta-nitrobenzolsulfonat und 20 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben. Dann wird Wasser bei 25°C zugegeben, um das Gesamtvolumen auf 1000 Teile einzustellen. Dann wird unmittelbar Baumwollstoff unter Verwendung der erhaltenen Lösung als Klotzlösung geklotzt. Die Baumwollstoffe nach Klotzen werden 2 Minuten bei 120°C getrocknet und 5 Minuten bei 100°C zum Fixieren der Farbstoffe gedämpft. Alle erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Zusätzlich sind alle erhaltenen gefärbten Produkte gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 15

Eine Verbindung, die als freie Säure durch Formel (3) wiedergegeben wird, die wie in Beispiel 1 erhalten wurde, wurde mit 12,31 Teilen Nicotinsäure bei einem pH- Wert von 1 bis 6 und einer Temperatur von 30 bis 100°C in einem wässrigen Medium kondensiert, wobei eine Verbindung erhalten wurde, die als freie Säure durch nachstehende Formel (4) wiedergegeben wird. Wenn ein Baumwollprodukt mit dieser Verbindung (λmax in einer wässrigen Lösung: 510 nm) gefärbt wurde, wurde ein gefärbtes Produkt mit scharlachrotem Farbton erhalten.



Beispiel 16

Wenn die Synthese in vorstehendem Beispiel 15 wiederholt wird, außer dass 2,4,6-Trifluor-s-triazin statt 2,4,6-Trichlor-s-triazin verwendet wird, kann die Verbindung, die als freie Säure durch Formel (4) wiedergegeben wird, erhalten werden.

Beispiel 17

Wenn die Synthesen im vorstehenden Beispiel 15 und Beispiel 16 wiederholt werden, außer dass die Reihenfolge der Umsetzung des Monoazozwischenprodukts (1), Anilin-4-β-sulfatoethylsulfon und Nicotinsäure mit 2,4,6-Trichlor-s-triazin geändert wird, kann die Verbindung, deren Form der freien Säure durch Formel (4) wiedergegeben wird, erhalten werden.

Beispiel 18

Unter Durchführen einer Synthese auf ähnliche Weise wie in Beispiel 15 und 16 mit der Ausnahme, dass die in Spalte 2 der folgenden Tabelle gezeigten Verbindungen, die in Spalte 3 gezeigten Verbindungen und die in Spalte 4 gezeigten Verbindungen statt des in Beispiel 15 bzw. Beispiel 16 verwendeten Monoazozwischenprodukts (1), Anilin- 4-β-sulfatoethylsulfon und Nicotinsäure verwendet wurden, können die entsprechenden Monoazoverbindungen erhalten werden. Wenn Baumwolle mit diesen Verbindungen gefärbt wird, werden gefärbte Produkte mit orangem oder scharlachrotem Farbton erhalten.











Beispiel 19

In 200 Teilen Wasser wurden 0,3 Teile der in Beispiel 15 erhaltenen Monoazoverbindungen (4) gelöst und 20 Teile Natriumsulfat zu den jeweiligen Lösungen gegeben. Dann wurden 10 Teile Baumwolle zugegeben und die Temperatur auf 60°C erhöht. Nach 30 Minuten von dem Zeitpunkt, wenn die Temperatur 60°C erreicht hatte, wurden 4 Teile Natriumcarbonat zugegeben und das Färben 1 Stunde bei der gleichen Temperatur durchgeführt. Dann wurden ein Waschen mit Wasser und Seifen durchgeführt. Das Abwaschen während des Waschens mit Wasser und Seifens war gut und die Färbung des Abwassers aus dem Färben gering. Die erhaltenen gefärbten Produkte wiesen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Im Verlauf des Färbens zeigten die Verbindungen gute Löslichkeit, ausgezeichnetes Ausziehen, hohes Fixierungsverhältnis und hohen Farbwert. Die erhaltenen gefärbten Produkte waren gut in verschiedenen Echtheiten, einschließlich Lichtechtheit, Schweißechtheit, Schweiß-Sonnenlicht-Echtheit, Chlorbeständigkeit, Hydrolysebeständigkeit, Basenhydrolysebeständigkeit, Waschechtheit und Peroxidwaschechtheit.

Beispiel 20

In 200 Teilen Wasser werden 0,3 Teile der in Beispiel 18 erhaltenen jeweiligen Monoazoverbindungen gelöst und 20 Teile Natriumsulfat zu den jeweiligen Lösungen gegeben. Dann werden 10 Teile Baumwolle zugegeben und die Temperatur auf 60°C erhöht. Nach 30 Minuten vom Zeitpunkt, wenn die Temperatur 60°C erreicht hatte, werden 4 Teile Natriumcarbonat zugegeben und das Färben 1 Stunde bei der gleichen Temperatur durchgeführt. Dann werden ein Waschen mit Wasser und Seifen durchgeführt. In jedem Fall der jeweiligen Verbindungen ist das Abwaschen während des Waschens mit Wasser und Seifens gut und die Färbung des Abwassers aus dem Färben gering. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Im Verlauf des Färbens zeigen die Verbindungen gute Löslichkeit, ausgezeichnete Erschöpfung, hohes Fixierungsverhältnis und hohen Farbwert. Die erhaltenen gefärbten Produkte sind gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 21

Das Färben in Beispiel 19 wird wiederholt, außer dass die Menge an Natriumsulfat von 20 Teilen auf 10 Teile geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte wiesen vergleichbare Qualität zu jenen der in Beispiel 19 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 22

Das Färben in Beispiel 19 wird wiederholt, außer dass die Menge an Natriumsulfat von 20 Teilen auf 4 Teile geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualtität zu jenen der in Beispiel 19 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 23

Das Färben in den Beispielen 19 bis 21 wird wiederholt, außer dass die Temperatur von 60°C auf 70°C geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte sind gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 24

Das Färben in den Beispielen 19 bis 21 wird wiederholt, außer dass die Temperatur von 60°C auf 80°C geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 19 bis 22 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 25

Das Färben in den Beispielen 19 bis 23 wird wiederholt, außer dass 0,06 Teile Natriumsalz eines Kondensationsprodukts (Grad der Sulfonierung: 110%, mittlerer Polymerisationsgrad: 1,8) von Methylnaphthalinsulfonsäure und Formaldehyd zusätzlich zu 0,3 Teilen der Monoazoverbindung verwendet werden. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 19 bis 23 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 26

Das Färben in den Beispielen 19 bis 24 wird wiederholt, außer dass die Menge der Monoazoverbindung von 0,3 Teilen auf 0,1 Teil oder 0,6 Teile geändert wird. Die unter Verwendung von 0,6 Teilen erhaltenen gefärbten Produkte weisen im wesentlichen tiefe Farbe, verglichen mit den Produkten in den Beispielen 19 bis 24 auf, in denen 0,3 Teile der Verbindungen verwendet werden, und die jeweiligen Monoazoverbindungen zeigen gute Aufbaueigenschaft.

Beispiel 27

Farbpasten mit folgenden Zusammensetzungen werden unter Verwendung der jeweiligen in den Beispielen 15 bis 18 erhaltenen Monoazoverbindungen hergestellt. Zusammensetzung der Farbpaste Monoazoverbindung 5 Teile Harnstoff 5 Teile Natriumalginat (5%ige)-Grundpaste 50 Teile Heißes Wasser 25 Teile Natriumhydrogencarbonat 2 Teile Rest (Wasser) 13 Teile Gesamt 100 Teile

Die Farbpasten werden auf starken Baumwollstoff gedruckt, der zur Mercerisierung behandelt wurde. Der bedruckte Stoff wird unmittelbar getrocknet, 5 Minuten bei 100°C gedämpft, mit heißem Wasser gewaschen, geseift, wieder mit heißem Wasser gewaschen und durch Trocknen fertiggestellt. Die jeweiligen erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf und sind gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 28

In heißem Wasser werden jeweils 30 Teile der in den Beispielen 15 bis 18 erhaltenen Monoazoverbindungen gelöst und die Lösungen auf 25°C abgekühlt. Zu diesen Farbstofflösungen werden 15 Teile 32,5%ige wässrige Natriumhydroxidlösung und 150 Teile Wasserglas mit 50° Baume gegeben. Dann wird Wasser bei 25°C zugegeben, um das Gesamtvolumen auf 1000 Teile einzustellen. Dann wird unmittelbar Baumwollstoff unter Verwendung der erhaltenen Lösungen als Klotzlösung geklotzt. Der Baumwollstoff nach Klotzen wird aufgerollt, mit einer Polyethylenfolie verschlossen und 20 Stunden bei Raumtempatur von 25°C stehengelassen. Dann wird der Stoff auf übliche Weise mit Wasser gewaschen und getrocknet, um fertiggestellte Produkte zu erhalten. Alle erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Zusätzlich sind alle erhaltenen gefärbten Produkte gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 29

In heißem Wasser werden jeweils 20 Teile der in den Beispielen 15 bis 18 erhaltenen Monoazoverbindungen gelöst und die Lösungen auf 25°C abgekühlt. Zu diesen Farbstofflösungen werden 1 Teil Natriumalginat, 10 Teile Natrium-meta-nitrobenzolsulfonat und 20 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben. Dann wird Wasser bei 25°C zugegeben, um das Gesamtvolumen auf 1000 Teile einzustellen. Dann wird unmittelbar Baumwollstoff unter Verwendung der erhaltenen Lösung als Klotzlösung geklotzt. Die Baumwollstoffe nach Klotzen werden 2 Minuten bei 120°C getrocknet und 5 Minuten bei 100°C zum Fixieren der Farbstoffe gedämpft. Alle erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Zusätzlich sind alle erhaltenen gefärbten Produkte gut in verschiedenen Echtheiten.

Beispiel 30

Ein Monoazoverbindungsgemisch wurde durch ausreichendes Mischen von 50 Teilen der Verbindung, die als freie Säure durch folgende Formel (5) wiedergegeben wird:





max in wässriger Lösung: 504 nm)

und der Verbindung, die als freie Säure durch folgende Formel (6) wiedergegeben wird:





max in wässriger Lösung: 512 nm) erhalten.

In 200 Teilen Wasser wurden jeweils 0,1, 0,3 und 0,6 Teile des Gemisches gelöst. Dann wurden 10 Teile Natriumsulfat und 10 Teile Baumwolle zugegeben und die Temperatur auf 60°C erhöht. Nach Zugabe von 4 Teilen Natriumcarbonat und 1 Stunde Färben, wurden ein Waschen mit Wasser, Seifen, Waschen mit Wasser und Trocknen hintereinander durchgeführt. Während des Waschens mit Wasser und Seifens war die Färbung des Abwassers aus der Färbung gering. Alle erhaltenen gefärbten Produkte wiesen gleichmäßige tiefe Farbe auf.

Das mit 0,6 Teilen des Monoazoverbindungsgemisches erhaltene gefärbte Produkt wies wesentlich tiefere Farbe als das mit 0,3 Teilen erhaltene gefärbte Produkt auf. Im wesentlichen wies das mit 0,3 Teilen des Monoazoverbindungsgemisches erhaltene gefärbte Produkt eine im wesentlichen tiefere Farbe als das mit 0,1 Teilen erhaltene gefärbte Produkt auf. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aufbaueigenschaft des Monoazoverbindungsgemisches gut ist.

Im Verlauf des Färbens zeigten die Gemische ausgezeichnete Auszieh-, Löslichkeits- und Egalisiereigenschaften und zeigten hohes Fixierungsverhältnis. Zusätzlich waren die erhaltenen gefärbten Produkte gut in verschiedenen Echtheiten (Lichtechtheit, Schweißechtheit, Schweiß-Sonnenlicht-Echtheit, Chlorbeständigkeit, Säurehydrolysebeständigkeit, Basenbeständigkeit, Waschechtheit und Peroxidwaschechtheit).

Beispiel 31

Das Färben in Beispiel 30 wird wiederholt, außer dass die Menge an Natriumsulfat von 10 Teilen auf 4 Teile geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualtität zu jenen der in Beispiel 30 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 32

Das Färben in den Beispielen 30 bis 31 wird wiederholt, außer dass die Temperatur von 60°C auf 70°C geändert wird. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualtität zu jenen der in den Beispielen 30 bis 31 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 33

Das Färben in den Beispielen 30 bis 32 wird wiederholt, außer dass 0,06 Teile Natriumsalz eines Kondensationsprodukts (Grad der Sulfonierung: 110%, mittlerer Polymerisationsgrad: 1,8) von Methylnaphthalinsulfonsäure und Formaldehyd zusätzlich zu 0,1, 0,3 oder 0,6 Teilen der Monoazoverbindung verwendet werden. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 30 bis 32 erhaltenen gefärbten Produkte auf.

Beispiel 34

Farbpasten mit folgenden Zusammensetzungen werden unter Verwendung des in Beispiel 30 erhaltenen Monoazoverbindungsgemisches hergestellt. Zusammensetzung der Farbpaste Monoazoverbindungsgemisch 5 Teile Harnstoff 5 Teile Natriumalginat (5%ige)-Grundpaste 50 Teile Heißes Wasser 25 Teile Natriumhydrogencarbonat 2 Teile Rest (Wasser) 13 Teile Gesamt 100 Teile

Die Farbpaste wird auf starken Baumwollstoff gedruckt, der zur Mercerisierung behandelt wurde. Der bedruckte Stoff wird unmittelbar getrocknet, 5 Minuten bei 100°C gedämpft, mit heißem Wasser gewaschen, geseift, wieder mit heißem Wasser gewaschen und durch Trocknen fertiggestellt. Das Monoazoverbindungsgemisch zeigt gute Aufbaueigenschaft. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf und sind gut in verschiedenen Echtheiten und Konservierungsstabilität.

Beispiel 35

In heißem Wasser werden 30 Teile des in Beispiel 30 erhaltenen Monoazoverbindungsgemisches gelöst und die Lösung auf 25°C abgekühlt. Zu dieser Farbstofflösung werden 15 Teile 32,5%ige wässrige Natriumhydroxidlösung und 150 Teile Wasserglas mit 50° Baume gegeben. Dann wird Wasser bei 25°C zugegeben, um das Gesamtvolumen auf 1000 Teile einzustellen. Dann wird unmittelbar Baumwollstoff unter Verwendung der erhaltenen Lösung als Klotzlösung geklotzt. Der Baumwollstoff nach Klotzen wird aufgerollt, mit einer Polyethylenfolie verschlossen und 20 Stunden bei Raumtempatur von 25°C stehengelassen. Dann wird der Stoff auf übliche Weise mit Wasser gewaschen und getrocknet, um fertiggestellte Produkte zu erhalten. Das Monoazoverbindungsgemisch zeigt gute Aufbaueigenschaft. Alle erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Zusätzlich sind alle erhaltenen gefärbten Produkte gut in verschiedenen Echtheiten und der Konserivierungsstabilität.

Beispiel 36

In heißem Wasser werden jeweils 20 Teile des in Beispielen 30 erhaltenen Monoazoverbindungsgemisches gelöst und die Lösung auf 25°C abgekühlt. Zu dieser Farbstofflösung werden 1 Teil Natriumalginat, 10 Teile Natrium-meta-nitrobenzolsulfonat und 20 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben. Dann wird Wasser bei 25°C zugegeben, um das Gesamtvolumen auf 1000 Teile einzustellen. Dann wird unmittelbar Baumwollstoff unter Verwendung der erhaltenen Lösung als Klotzlösung geklotzt. Die Baumwollstoffe nach Klotzen werden 2 Minuten bei 120°C getrocknet und 5 Minuten bei 100°C zum Fixieren der Farbstoffe gedämpft. Das Monoazoverbindungsgemisch zeigt gute Aufbaueigenschaft. Alle erhaltenen gefärbten Produkte weisen gleichmäßige tiefe Farbe auf. Zusätzlich sind die erhaltenen gefärbten Produkte gut in verschiedenen Echtheiten und der Konservierungsstabilität.

Beispiel 37

Das Färben in den Beispielen 30 bis 36 wird wiederholt, außer dass ein Gemisch der Verbindungen in Spalte 2 der folgenden Tabelle statt des Gemisches der Verbindung der Formel (5) und der Verbindung der Formel (6) verwendet wird und dass die Zusammensetzungen in die in Tabelle 3 gezeigten Verhältnisse geändert werden. Die erhaltenen gefärbten Produkte weisen vergleichbare Qualität zu jenen der in den Beispielen 30 bis 36 erhaltenen gefärbten Produkte auf. Tabelle 7



Tabelle 8



Tabelle 9



Tabelle 10



Tabelle 11




Anspruch[de]
  1. 1. Monoazoverbindungsgemisch, umfassend mindestens eine Monoazoverbindung der folgenden allgemeinen Formel (I-1):





    in der m und n unabhängig voneinander 0 oder 1 darstellen, R1 und R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen C1-C4 Alkylrest darstellen, der gegebenenfalls mit einer Hydroxyl-, Cyanogruppe, einem Alkoxy-, Carboxy-, Carbamoyl-, Alkoxycarbonyl-, Alkylcarbonyloxyrest, einer Sulfo-, Sulfamoylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann,

    A eine Phenylengruppe, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten substituiert sein kann, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1-C4- Alkoxyrest substituierten C1-C4-Alkylrest, C1-C4-Alkoxyrest, einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, oder eine Naphthylengruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einer Sulfogruppe substituiert sein kann,

    Y eine Gruppe -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2Z darstellt, wobei Z eine durch die Wirkung von Alkali abspaltbare Gruppe ist und

    X ein Halogenatom darstellt,

    oder ein Salz davon; und

    mindestens eine Monoazoverbindung der folgenden allgemeinen Formel (I-2):





    in der m, n, R1, R2, A und Y die vorstehend angegebene Bedeutung haben und X' eine Pyridinogruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus einer Carboxylgruppe und Carbamoylgruppe, substituiert sein kann,

    oder ein Salz davon.
  2. 2. Monoazoverbindungsgemisch nach Anspruch 1, in dem die Menge der Monoazoverbindung der Formel (I-1) oder eines Salzes davon 20 bis 80 Gew.-Teile, pro 100 Gew.-Teile der Summe der Monoazoverbindung der Formel (I-1) oder eines Salzes davon und der Monoazoverbindung der Formel (I-2) oder eines Salzes davon, beträgt.
  3. 3. Monoazoverbindungsgemisch nach Anspruch 1, in dem A eine Phenylengruppe oder eine mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus Methyl-, Methoxy- und Sulfogruppen, substituierte Phenylengruppe ist.
  4. 4. Monoazoverbindungsgemisch nach Anspruch 1, in dem n 0 ist.
  5. 5. Monoazoverbindungsgemisch nach Anspruch 1, in dem R1 ein Wasserstoffatom ist.
  6. 6. Monoazoverbindungsgemisch nach Anspruch 1, in dem R2 eine Ethylgruppe ist.
  7. 7. Monoazoverbindungsgemisch nach Anspruch 1, in dem X' eine Nicotin- oder Isonicotingruppe ist.
  8. 8. Monoazoverbindung der allgemeinen Formel (I-1):





    in der m 1 ist,

    n 0 oder 1 ist,

    R1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe darstellt,

    R2 ein Wasserstoffatom oder einen C1-C4 Alkylrest darstellt, der gegebenenfalls mit einer Hydroxyl-, Cyanogruppe, einem Alkoxy-, Carboxy-, Carbamoyl-, Alkoxycarbonyl-, Alkylcarbonyloxyrest, einer Sulfo-, Sulfamoylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann,

    A eine Phenylengruppe, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten substituiert sein kann, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1-C4- Alkoxyrest substituierten C1-C4 Alkylrest, C1-C4 Alkoxyrest, einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, oder eine Naphthylengruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einer Sulfogruppe substituiert sein kann,

    Y eine Gruppe -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2Z darstellt, wobei Z eine durch die Wirkung von Alkali abspaltbare Gruppe ist und

    X ein Chlor- oder Fluoratom darstellt,

    mit der Maßgabe, dass

    wenn R2 ein Wasserstoffatom ist und A eine unsubstituierte m-Phenylengruppe ist oder wenn R2 eine Ethylgruppe ist und A eine unsubstituierte p- Phenylengruppe ist, dann X ein Fluoratom ist;

    oder ein Salz davon.
  9. 9. Monoazoverbindung der allgemeinen Formel (II):





    in der n 0 oder 1 ist,

    R1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe darstellt,

    Y eine Gruppe -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2Z darstellt, wobei Z eine durch die Wirkung von Alkali abspaltbare Gruppe ist, und

    X ein Chlor- oder Fluoratom darstellt und

    R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Methyl- oder Methoxygruppe darstellen,

    oder ein Salz davon.
  10. 10. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 8, in der n 0 ist.
  11. 11. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 8, in der R1 ein Wasserstoffatom ist.
  12. 12. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 9, in der R3 und R4 ein Wasserstoffatom sind.
  13. 13. Monoazoverbindung der folgenden allgemeinen Formel (I-2):





    in der m 1 ist,

    n 0 oder 1 ist,

    R1 und R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen C1-C4 -Alkylrest darstellen, der gegebenenfalls mit einer Hydroxyl-, Cyanogruppe, einem Alkoxy-, Carboxy-, Carbamoyl-, Alkoxycarbonyl-, Alkylcarbonyloxyrest, einer Sulfo-, Sulfamoylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann,

    A eine Phenylengruppe, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten substituiert sein kann, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1-C4- Alkoxyrest substituierten C1-C4 Alkylrest, C1-C4-Alkoxyrest, einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, oder eine Naphthylengruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einer Sulfogruppe substituiert sein kann,

    Y eine Gruppe -SO2CH=CH2 oder -SO2CH2CH2Z darstellt, wobei Z eine durch die Wirkung von Alkali abspaltbare Gruppe ist, und

    X' eine Pyridinogruppe darstellt, die gegebenenfalls mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus einer Carboxyl- und Carbamoylgruppe, substituiert sein kann,

    oder ein Salz davon.
  14. 14. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 13, in der n 0 ist.
  15. 15. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 13, in der R1 ein Wasserstoffatom ist.
  16. 16. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 13, in der R2 ein Wasserstoffatom ist.
  17. 17. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 13, in der A eine Phenylengruppe oder eine mit einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus einem gegebenenfalls mit einem C1-C4 Alkoxyrest substituierten C1-C4-Alkylrest, C1-C4 Alkoxyrest, einer Sulfogruppe und einem Halogenatom, substituierte Phenylengruppe ist.
  18. 18. Monoazoverbindung oder ein Salz davon nach Anspruch 13, in der A eine 1,4- Phenylengruppe ist.
  19. 19. Verfahren zum Färben oder Bedrucken eines Fasermaterials mit dem Monoazoverbindungsgemisch nach Anspruch 1.
  20. 20. Verfahren zum Färben oder Bedrucken eines Fasermaterials mit der Monoazoverbindung oder einem Salz davon nach Anspruch 8.
  21. 21. Verfahren zum Färben oder Bedrucken eines Fasermaterials mit der Monoazoverbindung oder einem Salz davon nach Anspruch 9.
  22. 22. Verfahren zum Färben oder Bedrucken eines Fasermaterials mit der Monoazoverbindung oder einem Salz davon nach Anspruch 13.






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