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Dokumentenidentifikation DE19635270C2 12.10.2000
Titel Scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium
Anmelder Alps Electric Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP;
Nintendo Co., Ltd., Higashiyama, Kyoto, JP
Erfinder Fujita, Minoru, Toride, Ibaragi, JP
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Anmeldedatum 30.08.1996
DE-Aktenzeichen 19635270
Offenlegungstag 06.03.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse G11B 17/02
IPC-Nebenklasse G11B 17/03   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium mit den Merkmalen (a) bis (f) des Oberbegriffs des Patentanspruchs.

Ein derartiges scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium ist aus der US 4 743 994, insbesondere Fig. 1 und zugehörige Beschreibung, bekannt. Bei dem bekannten Aufzeichnungsmedium ist ein ringförmiger Bereich der Metallplatte der Nabe als Anlagefläche zum Anliegen an einer Aufnahmefläche des Laufwerks zum Rotieren des Aufzeichnungsmediums vorgesehen; als Aufnahmefläche ist die Stirnseite eines in Axialrichtung vorragenden Randbereichs des Plattentellers des Laufwerks vorgesehen. Radial weiter außen als der Anlagefläche- Ringbereich weist das bekannte Aufzeichnungsmedium ein auf der dem Plattenteller zugewandten Seite axial vorragendes Ringelement auf, das die Funktion eines Zentrierfortsatzes hat.

Aus der US 3 430 966 ist ein scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium bekannt, das mit Ausnahme von engbegrenzten Metallisierungsstellen als Informationsträger und mit Ausnahme einer im Nabenbereich vorgesehen magnetischen Metallpatte aus Stoff besteht. Die Metallplatte ist auf beiden Flachseiten und am Außenumfang vollflächig mit dem Kunststoff bedeckt. Eine Flachseite des Nabenbereichs ist insgesamt, nur mit Ausnahme der zentralen Öffnung des Aufzeichnungsmediums für die Laufwerksspindel, als Anlagefläche vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anlagefläche der Nabe in günstigerer Positionierung und in herstellungsgünstiger Verwirklichung zu schaffen.

Zur Lösung dieser Aufgabe weist das Aufzeichnungsmedium erfindungsgemäß die Merkmale des Patentanspruchs auf.

Bei der Nabe des erfindungsgemäßen scheibenförmigen Aufzeichnungsmediums ist radial weiter außen als die Anlagefläche nur noch die Befestigungsfläche der Aufzeichnungsscheibe vorhanden, so daß sich die ringförmige Anlagefläche des äußeren Ringelements auf optimal großem Durchmesser befindet. Dies ergibt besonders lagegenauen und lagestabilen Anlagekontakt mit der Aufnahmefläche des Laufwerks. Die herstellungsgünstige, formschlüssige Verankerung des inneren Ringelements und des äußeren Ringelements an der Metallplatte stellt sicher, daß die auftretenden Belastungen ohne Beschädigungsgefahr aufgenommen werden.

Im Vergleich zu scheibenförmigen Aufzeichnungsmedien, bei denen die zentrale Nabe von einer tiefgezogenen, sich radial außen in einer anderen Ebene als radial innen erstreckenden Metallplatte gebildet wird, sind die größere Präzision der Metallplatte und die Vermeidung der Möglichkeit der Schrägeinführung in das Laufwerk als Vorteile zu erwähnen.

Das erfindungsgemäße scheibenförmige Aufzeichnungsmedium ist insbesondere ein Aufzeichnungsmedium für Magnetaufzeichnungen, z. B. in Magnetscheibenkassetten bzw. Disketten, kann aber auch ein Aufzeichnungsmedium für andere Aufzeichnungen sein, z. B. für optische oder magnetoptische Aufzeichnungen. Die Aufzeichnungsscheibe ist vorzugsweise an die Metallplatte der Nabe angeklebt.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der zeichnerischen Darstellungen eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine vertikale Schnittansicht . unter Darstellung von Hauptbereichen einer Magnetscheibenkassette gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 eine Draufsicht unter Darstellung einer zentralen Nabe, die bei der in Fig. 1 gezeigten Magnet scheibenkassette verwendet wird; und

Fig. 3 eine vertikale Schnittansicht, in der ein Zustand in fragmentarischer Weise dargestellt ist, in dem die Magnetscheibenkassette in ein Laufwerk geladen ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen beschrieben.

Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umfaßt die Magnetscheibenkassette in erster Linie ein scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium 1, ein Kassettengehäuse 2, in dem das Medium 1 drehbar gehalten ist, ein Reinigungsflachmaterial 3, das an der Innenfläche des Kassettengehäuses 2 angeordnet ist, sowie einen nicht gezeigten Verschluß zum Öffnen oder Schließen einer Kopfeinführöffnung, die für das Kassettengehäuse 2 vorgesehen ist.

Das scheibenförmige Aufzeichnungsmedium 1 ist durch eine dünne, flexible, magnetische Scheibe 4 und eine zentrale Nabe 5 gebildet, die an der Mitte der Scheibe mittels eines Klebers befestigt ist. Die zentrale Nabe 5 ist gebildet aus einer flachen, kreisförmigen, magnetischen Metallplatte 6, die zum Beispiel aus magnetischem nichtrostendem Stahl hergestellt ist, sowie aus einem (durch "outsert molding") angeformten ringförmigen Element 7, das aus Kunstharzmaterial, wie zum Beispiel Polybutylenterephthalat, hergestellt ist.

Dieses ringförmige Element 7 besitzt ein inneres Ringelement 7a mit einer Spindeleinführöffnung 8 in der Mitte sowie ein äußeres Ringelement 7b, das in Radialrichtung außerhalb von dem inneren Ringelement 7a in einem vorbestimmten Abstand von diesem angeordnet ist. In der Innenumfangsfläche des inneren Ringelements 7a ist eine V-Nut-Positionierfläche 9 ausgebildet, die sich in etwa rechtwinklig zu der Scheibe erstreckt. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, ragt die Bodenfläche des äußeren Ringelements 7b von der Bodenfläche der magnetischen Metallplatte 6 über eine vorbestimmte Distanz nach unten, die geringfügig länger ist als die Höhe der im folgenden noch zu erwähnenden Dauermagneten 10, wobei diese Bodenfläche als ebene Anlagefläche 11 verwendet wird.

Wie in Fig. 2 gezeigt ist, ist an Positionen, die sowohl dem inneren Ringelement 7a als auch dem äußeren Ringelement 7b der magnetischen Metallplatte 6 gegenüberliegen, eine Anzahl von Durchgangslöchern 12 im wesentlichen in gleichen Abständen in Umfangsrichtung ausgebildet (bei dem inneren Ringelement 7a handelt es sich um einseitig offene Löcher 12 in der Metallplatte 6). Das innere Ringelement 7a und das äußere Ringelement 7b werden durch den Anformvorgang durch diese Durchgangslöcher hindurch gebildet, so daß sie sich nicht von der magnetischen Metallplatte 6 trennen.

Zwischen dem inneren Ringelement 7a und dem äußeren Ringelement 7b der magnetischen Metallplatte 6 ist in der Nähe der Positionierfläche 9 eine fächerförmige Antriebsstift-Einführöffnung 13 ausgebildet. Die obere oder die untere Oberfläche (bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die obere Oberfläche) des äußeren Umfangsbereichs, der von dem äußeren Ringelement 7b nach außen wegragt, wird als Fläche 14 verwendet, an die die Magnetscheibe 4 angeklebt wird.

Wie in Fig. 3 gezeigt ist, besitzt das Laufwerk eine ebene Fläche, die sich von der Außenseite einer Spindel 15 bis zu einer Stelle nach außen erstreckt, wo sie mit dem äußeren Ringelement 7b in Berührung tritt. Auf dieser ebenen Fläche sind eine Anzahl von Dauermagneten 10 vorgesehen, und ein Antriebsstift 17 ragt von der ebenen Fläche weg. Diese Dauermagneten sind derart angeordnet, daß sie einem zwischen dem inneren Ringelement 7a und dem äußeren Ringelement 7b freiliegenden Teil der magnetischen Metallplatte 6 gegenüberliegend sowie an diesen angrenzend angeordnet sind. Ein in Fig. 2 mit diagonalen Linien markierter Bereich stellt somit eine Anziehungsfläche 18 dar, die von den Dauermagneten 10 magnetisch angezogen wird.

In der ebenen Fläche wird ein außerhalb der Dauermagneten 10 liegender ringförmiger Bereich als Aufnahmebereich 16 verwendet, der der Anlagefläche 11 des äußeren Ringelements 7b gegenüberliegt. Selbst wenn das scheibenförmige Aufzeichnungsmedium 1 schräg in das Laufwerk geladen wird, wird es somit durch die breit ausgebildete Aufnahmefläche 16 horizontal aufgenommen und von den Dauermagneten 10 fest gehaltert. Das scheibenförmige Aufzeichnungsmedium 1 wird derart zentriert, daß die Umfangsfläche der Spindel 15 in Folge des Drehmoments des Antriebsstifts 17 an der Positionierfläche 9 anliegt.

Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium für Magnetaufzeichnungen beschrieben worden, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht darauf begrenzt. Die vorliegende Erfindung kann zum Beispiel auch bei scheibenförmigen Aufzeichnungsmedien für optische oder magnetooptische Aufzeichnungen verwendet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium (1), mit folgenden Merkmalen:
    1. a) es ist eine Aufzeichnungsscheibe (4) vorgesehen;
    2. b) eine zentrale Nabe (5) ist in der Mitte der Aufzeichnungsscheibe (4) an dieser befestigt;
    3. c) die zentrale Nabe (5) weist eine ebene, kreisförmige, magnetische Metallplatte (6);

      ein inneres Ringelement (7a) aus Kunstharz zur Aufnahme des Endes einer Spindel eines Laufwerks zum Rotieren des Aufzeichnungsmediums (1); und

      ein äußeres Ringelement (7b) aus Kunstharz auf;
    4. d) ein erster Bereich der magnetischen Metallplatte (6), der sich radial zwischen dem inneren Ringelement (7a) und dem äußeren Ringelement (7b) befindet, ist als Anziehungsfläche (18) für an dem genannten Laufwerk angeordnete Dauermagnete (10) zum Anziehen der zentralen Nabe (5) an das Laufwerk vorgesehen;
    5. e) ein zweiter Bereich der magnetischen Metallplatte (6), der sich radial weiter außen als das äußere Ringelement (7b) befindet, ist als Befestigungsfläche für die Aufzeichnungsscheibe (4) vorgesehen;
    6. f) und an der zentralen Nabe (5) ist eine Anlagefläche (11) zum Anliegen an einer Aufnahmefläche(16) des genannten Laufwerks vorgesehen,
    dadurch gekennzeichnet,
    1. a) daß die von der Anziehungsfläche (18) der Metallplatte (6) abgewandte Endfläche des äußeren Ringelements (7b) die Anlagefläche (11) der Nabe (5) ist;
    2. b) und daß sowohl das innere Ringelement (7a) als auch das äußere Ringelement (7b) unter Ausfüllung von Befestigungsöffnungen (12) in der Metallplatte (6) an die Metallplatte (6) angeformt sind.






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