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Dokumentenidentifikation DE19647336C2 12.10.2000
Titel Energieversorgungssystem für eine in ein Fließband integrierte Montage- bzw. Teststrecke
Anmelder Paul Vahle GmbH & Co KG, 59174 Kamen, DE
Erfinder Runte, Werner, Dipl.-Ing., 59174 Kamen, DE;
Richter, Günter, 58239 Schwerte, DE;
Progscha, Werner, 72218 Wildberg, DE
Vertreter Henfling, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 44137 Dortmund
DE-Anmeldedatum 15.11.1996
DE-Aktenzeichen 19647336
Offenlegungstag 20.05.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse H02G 5/04
IPC-Nebenklasse H01R 41/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Energieversorgungssystem für eine in ein Fließband integrierte Montage- und/oder Teststrecke mit einer parallel zum Fließband verlaufend abgehängten, die Montage- bzw. Teststrecke abdeckenden mehradrigen Schleifleitung und mehreren in einem entlang der Schleifleitung von Hand verfahrbaren Stromabnehmerwagen zusammengefaßten Stromabnehmern, deren Gleitstücke unter Federdruck gegen die jeweilige, Bestandteil der Schleifleitung bildende Stromschiene zur Anlage kommen, und mit einem parallel zum Arbeitsstrang verlaufenden Rückführstrang für den Stromabnehmerwagen, der beidends über das Ausfädeln bzw. Einfädeln des Stromabnehmerwagens ermöglichende Weichen mit dem Arbeitsstrang zusammengefaßt ist.

Nach dem Stand der Technik werden in Zusammenhang mit solchen Energieversorgungssystemen sogenannte Kastenschleifleitungen eingesetzt, in denen dann auch der Stromabnehmerwagen verfährt. Hierbei bereitet die Ausbildung der Übergänge für die Stromabnehmerwagen vom Arbeitsstrang in den Rückführstrang sowie vom Rückführstrang zurück in den Arbeitsstrang einen erheblichen konstruktiven Aufwand. Es bedarf dann auch der Führung des Stromabnehmerwagens im Rückführstrang.

Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung das Bedürfnis nach einem solchen unkomplizierteren und dann auch leichter zu handhabenden Energieversorgungssystem zugrunde.

Dem Bedürfnis wird mit einem gattungsgemäßen Energieversorgungssystem Rechnung getragen, was durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:

die nur entlang des Arbeitsstranges verlaufende Schleifleitung besteht aus der erforderlichen Anzahl von im Abstand voneinander übereinander angeordneten, von der vom Fließband abgekehrten Seite her zugänglichen Stromschienen,

der mit einer entsprechenden Anzahl von Stromabnehmern bestückte Stromabnehmerwagen ist an einer parallel zur Schleifleitung verlaufenden Laufschiene abgehängt, die an ihren Enden über Weichen mit einer den Rückführstrang bildenden Laufschiene zusammengefaßt ist,

vom bodenseitigen Überstand des Stromabnehmerwagens gehen im Abstand voneinander zwei in Richtung auf die Schleifleitung orientierte Kragarme aus, auf deren freien Ende jeweils eine um eine vertikale Achse drehbewegliche Rolle gelagert ist,

mit denen sich der Stromabnehmerwagen in einer in entsprechendem Abstand unterhalb der Schleifleitung verlaufenden, von der Bodenseite her zugänglichen U-Profilschiene den elektrischen Kontakt zwischen den Stromschienen und den Stromabnehmern sicherstellend führt.

Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 4.

Bei dem erfindungsgemäßen Energieversorgungssystem handelt es sich nicht nur um eine gegenüber dem Stand der Technik konstruktive einfachere Lösung, sie ist auch wartungs- und reparaturfreundlicher, da die Verschleißteile ohne weiteres zugänglich sind. Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird dann auch die Möglichkeit eröffnet, den Rückführstrang mit dem Arbeitsstrang über selbsttätige Weichen zusammenzufassen, woraus eine Arbeitserleichterung für das an der Montage- bzw. Teststrecke eingesetzte Personal resultiert.

In Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Energieversorgungssystem zum Einsatz kommende Schleifleitungssysteme sind bekannt. Eine solche Schleifleitung mit einem entlang der Schleifleitung abgehängt an einer Laufschiene verfahrbaren Stromabnehmerwagen ist dem Vahle-Katalog 4b/D 91 aus 1991 zu entnehmen. Ein Stromabnehmerwagen mit bodenseitigen, voneinander beabstandeten Tragarmen, an deren Enden jeweils eine um eine vertikale Achse drehbare Rolle gelagert ist, welche in einer von der Bodenseite zugänglichen U-Profilschiene geführt sind, ist der DE-39 03 949 A1 zu entnehmen, die darin offenbarte Konzeption läßt das Ausscheren des Stromabnehmerwagens aus der Scheifleitung nicht zu.

In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels weitergehend . erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 das neue Energieversorgungssystem im, Querschnitt,

Fig. 2 der aktive Bereich des Systems in Fig. 1 in größerem Maßstab,

Fig. 3 eine Ausführungsform der auslaufseitig zum Einsatz kommenden Weiche in Draufsicht.

Das neue Energieversorgungssystem besteht aus dem Arbeitsstrang 11 und dem sogenannten Rückführstrang 12 für den Stromabnehmerwagen 21. Der Stromabnehmerwagen verfährt im einen wie im anderen Fall in einer abgehängten Laufschiene 111 bzw. 111'. Im definierten Abstand zur Laufschiene 111 ist zwischen dem nicht dargestellten Fließband und der Laufschiene 111 eine die Test- bzw. Montagestrecke abdeckende mehradrige Schleifleitung 31 installiert, und zwar die von der vom Fließband abgekehrten Seite her zugänglichen Stromschienen 311 im Abstand voneinander übereinander, die bei in der Laufschiene 111 verfahrendem Stromabnehmerwagen 21 vom Gleitstück 212 des jeweiligen im Stromabnehmerwagen gelagerten Stromabnehmers 211 kontaktiert werden (Fig. 2). Zur Sicherstellung des elektrischen Kontaktes zwischen Stromschienen und Gleitstücken ist hierbei eine Zwangsführung des Stromabnehmerwagens 21 wie im folgenden beschrieben, vorgesehen. Unterhalb der Schleifleitung 21 erstreckt sich eine von der Bodenseite her zugängliche U-Profilschiene 42. In diese U- Profilschiene 42 fügen sich am freien Ende von vom Stromabnehmerwagen 21 ausgehenden Kragarmen 216 aufsitzende, um eine vertikale Achse drehbare Führungsrollen 41 ein.

Der in der Bestandteil des Arbeitsstrangs 11 bildenden Laufschiene 111 befindliche Stromabnehmerwagen 21 wird entlang des Fließbandes über den Bereich der Montage- bzw. Teststrecke von Hand verfahren, wobei sich die Gleitstücke 212 der Stromabnehmer 211 in elektrischem Kontakt mit den Stromschienen 311 befinden und der eindeutige elektrische Kontakt zwischen den Gleitstücken 212 und den Stromschienen 311 durch die Zwangsführung 41/42 sichergestellt wird.

Beidends der Montage- bzw. Teststrecke ist in die Bestandteil des Arbeitsstrangs 11 bildende Laufschiene 111 eine Weiche eingebaut - dargestellt in Fig. 3 ist die auslaufseitige Weiche 112 - die die Überführung des Stromabnehmerwagens 21 nach dem Durchlaufen des Montage- bzw. Teststreckenbereichs aus der Bestandteil des Arbeitsstrangs 11 bildenden Laufschiene 111 in die im Abstand davon parallel dazu verlaufende, den Rückführstrang 12 bildende Laufschiene 111' und anderen Ends die Rücküberführung des im Rückführstrang 12 zurückverfahrenen Stromabnehmerwagens 21 in die Bestandteil des Arbeitsstrangs 11 bildende Laufschiene 111 ermöglichen. Der aus dem Rückführstrang 12 in den Arbeitsstrang 11 zurücküberführte Stromabnehmerwagen 21 steht sodann für durchzuführende Montage- bzw. Testzwecke erneut zur Verfügung.


Anspruch[de]
  1. 1. Energieversorgungssystem für eine in ein Fließband integrierte Montage- bzw. Teststrecke mit einer parallel zum Fließband verlaufend abgehängten, die Montage- bzw. Teststrecke abdeckenden mehradrigen Schleifleitung und mehreren in einem entlang der Schleifleitung von Hand verfahrbaren Stromabnehmerwagen zusammengefaßten Stromabnehmern, deren Gleitstücke unter Federdruck gegen die jeweilige, Bestandteil der Schleifleitung bildende Stromschiene zur Anlage kommen, und mit einem parallel zum Arbeitsstrang verlaufenden Rückführstrang für den Stromabnehmerwagen, der beidends über das Ausfädeln bzw. das Einfädeln des Stromabnehmerwagens ermöglichende Weichen mit dem Arbeitsstrang zusammengefaßt ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    die nur entlang des Arbeitsstranges (11) verlaufende Schleifleitung (31) besteht aus der erforderlichen Anzahl von im Abstand voneinander übereinander angeordneten, von der vom Fließband abgekehrten Seite her zugänglichen Stromschienen (311),

    der mit einer entsprechenden Anzahl von Stromabnehmern (211) bestückte Stromabnehmerwagen (21) ist an einer parallel zur Schleifleitung (31) verlaufenden Laufschiene (111) abgehängt, die an ihren Enden über Weichen (112) mit einer den Rückführstrang (12) bildenden Laufschiene (111') zusammengefaßt ist,

    vom bodenseitigen Überstand des Stromabnehmerwagens (21) gehen im Abstand voneinander zwei in Richtung auf die Schleifleitung (31) orientierte Kragarme (216) aus, auf deren freien Ende jeweils eine um eine vertikale Achse drehbewegliche Rolle (41) gelagert ist,

    mit denen sich der Stromabnehmerwagen (21) in einer in entsprechendem Abstand unterhalb der Schleifleitung (31) verlaufenden, von der Bodenseite her zugänglichen U-Profilschiene (42) den elektrischen Kontakt zwischen den Stromschienen (311) und den Stromabnehmern (211) sicherstellend führt.
  2. 2. Energieversorgungssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die entlang des Arbeitsstrangs (11) verlaufende Laufschiene (111) mit der den Rückführstrang (12) bildenden Laufschiene (111') auslaufseitig verbindende, nach dem Überfahren durch den Stromabnehmerwagen (21) den Übergang des Stromabnehmerwagens (21) in den Rückführstrang (12) selbsttätig herbeiführende Weiche (112) und eine die den Rückführstrang (12) bildende Laufschiene (111') auslaufseitig mit der entlang des Arbeitsstrangs (11) verlaufende Laufschiene (111) verbindende, nach dem Auslaufen des Stromabnehmerwagens (21) in die Laufschiene (111) die erneute Verfahrbarkeit des Stromabnehmerwagens (21) entlang des Arbeitsstrangs (11) selbsttätig eröffnende Weiche.
  3. 3. Energieversorgungssystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Schleifleitung (31) zugeordnete Führungsschiene (111) an der Tragkonstruktion für die Schleifleitung abgehängt ist.
  4. 4. Energieversorgungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt des Stromabnehmerwagens (21) im wesentlichen in der die Halbierenden des Stromabnehmerwagens (21) durchsetzenden Lotrechten liegt.






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