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Dokumentenidentifikation DE19648593C2 12.10.2000
Titel Vibrationswalze
Anmelder Wacker-Werke GmbH & Co KG, 85084 Reichertshofen, DE
Vertreter Patentanwälte MÜLLER & HOFFMANN, 81667 München
DE-Anmeldedatum 23.11.1996
DE-Aktenzeichen 19648593
Offenlegungstag 04.06.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse E02D 3/026

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine ein- oder zweiachsige Vibrationswalze mit jeweils in die Bandage(n) oder in den gegen den Walzenhauptrahmen, nicht aber gegen die Bandage abgefederten Unterrahmen eingebautem Schwingungserreger.

Der Bodenverdichtung dienende Vibrationswalzen mit zylindrischer Walze liegen im Bereich eines schmalen Streifens auf dem Boden auf, der von ihrer Eindringtiefe abhängig ist, die ihrerseits mit zunehmender Verdichtung abnimmt. Die Abstützung des Walzengewichts auf eine relativ kleine Fläche führt zu einem hohen Verdichtungsdruck. Andererseits wird die zur Unterstützung der Verdichtungswirkung vorgesehene Vibration jeweils nur im Bereich dieser relativ kleinen Fläche auf den Boden übertragen. Auf geneigten, insbesondere glatten Flächen kann von selbstfahrenden Walzen nur ein relativ geringer Steigungswinkel befahren werden, weil Rutschgefahr besteht.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe, eine Vibrationswalze zu schaffen, die geeignet ist, einerseits einen hohen Bodendruck auszuüben und andererseits die Vibration im Bereich einer relativ großen Auflagefläche auf den Boden zu übertragen, wobei außerdem die Vortriebskraft selbstfahrender Walzen möglichst wirkungsvoll und mit möglichst geringem Schlupf auf den Boden übertragen werden soll, um bei glatten Flächen und/oder im Bereich geneigter Flächen die Einsatzmöglichkeit der Walze zu erweitern.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Bandage(n) einen von der Kreiszylinderform abweichenden Außenumriß aufweist/aufweisen, der sich aus in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinanderfolgenden, kontinuierlich ineinander übergehenden, bandagenauswärts konvexen Bogenabschnitten zweier unterschiedlicher Krümmungen zusammensetzt, wobei die eine Krümmung stärker und die andere Krümmung schwächer ist als diejenige des den Außenumriß umschreibenden Zylinders.

Diese Ausgestaltung hat zur Folge, daß jede Bandage im Bereich der schwächeren Krümmung ähnlich einer Rüttelplatte mit ihrer bekannt guten Tiefenwirkung mit einer großen Auflagefläche auf dem Boden aufliegt, während sie im Bereich der größeren Krümmung tiefer in den Boden eindringen und somit die Vortriebskraft wirksamer auf den Boden übertragen kann.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform besteht bei Vibrationswalzen mit zwei Achsen darin, daß die Bandage(n) der einen Achse und die Bandage(n) der anderen Achse für von Achse zu Achse gegenphasigen Lauf miteinander gekoppelt sind, wobei also im Bereich der einen Achse eine breitflächige Auflage der Bandage(n) stattfindet, während im Bereich der anderen Achse der Bandagenabschnitt mit der stärkeren Krümmung mit dem Boden zusammenwirkt, so daß einerseits eine gute Verdichtungswirkung und andererseits eine gute Übertragung der Vortriebskraft gewährleistet ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Anhand der nun folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung wird diese näher erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vibrationswalze und

Fig. 2 eine schematische, perspektivische Ansicht dieser Vibrationswalze.

Die schematisch dargestellte Vibrationswalze besteht im wesentlichen aus zwei parallele, quer zur Achsrichtung voneinander einen Abstand aufweisende Achsen 10 und 12, die jeweils mit Bandagen 14 bzw. 16 versehen sind, und einem von diesen Achsen 10 und 12 getragenen, einen Walzenhauptrahmen umfassenden Aufbau 18, der die nicht näher dargestellten Antriebs- und Steuermittel trägt. Den beiden Achsen 10 und 12 sind Schwingungserzeuger zugeordnet, die auf die Bandagen 14 bzw. 16 jeweils eine Vibrationsbewegung übertragen können.

Die Bandagen 14 und 16 weisen jeweils einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt auf, der sich aus zwei Gruppen von Bogen- oder Umfangsabschnitten 20 und 22 zusammensetzt, die alle in Bezug auf die Bandagenachse 10 bzw. 12 konvex gekrümmt sind, wobei die Krümmungsradien der Bogenabschnitte jeder Gruppe gleich groß sind und der Krümmungsradius der Bogenabschnitte 20 größer und der Krümmungsradius der Bogenabschnitte 22 kleiner ist als der Radius eines die Bandagen 14 bzw. 16 einhüllenden Kreiszylinders. Zwischen den beiden genannten Bogenabschnitten 20 und 22 befinden sich Übergangsbögen, so daß die Außenflächen der Bandagen 14 und 16 kontinuierlich gekrümmt sind.

Vorzugsweise sind die Bogenabschnitte 20 und 22 zu der sich durch ihre Mitte erstreckenden Radialebene symmetrisch.

Die Bogenabschnitte 20 und 22 gleicher Krümmung sind untereinander gleich lang.

Wie die Fig. 2 zeigt, können jeder Achse mehr als eine Bandage 14 bzw. 16 zugeordnet sein. In Fig. 2 sind es pro Achse zwei Bandagen 14a und 14b bzw. 16a und 16b. Dabei sind die Bandagen 14a und 14b bzw. 16a und 16b jeder Achse 10 oder 12 untereinander vorzugsweise für phasengleichen Lauf starr gekoppelt, d. h. in Achsrichtung gesehen deckungsgleich angeordnet.

Die auf den Achsen 10 und 12 angeordneten Bandagen 14 bzw. 16 sind jedoch gegenphasig angeordnet, d. h. wenn die Radialebene die die Mitte eines einen auf dem Boden aufliegenden Bogenabschnitts 20 der Bandage 14 durchquert vertikal verläuft, verläuft die Radialebene, die die Mitte eines auf dem Boden aufliegenden Bogenabschnitts 22 der Bandage 16 durchquert, ebenfalls vertikal.

Wie die Zeichnung zeigt, weist beim Ausführungsbeispiel jede Bandage 14 oder 16 jeweils drei Bogenabschnitte 22 stärkerer und drei Bogenabschnitte 20 schwächerer Krümmung auf.


Anspruch[de]
  1. 1. Ein- oder zweiachsige Vibrationswalze mit jeweils in die Bandage(n) (14, 16) oder in den gegen den Walzenhauptrahmen, nicht aber gegen die Bandage abgefederten Unterrahmen eingebautem Schwingungserreger, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandage(n) (14, 16) einen von der Kreiszylinderform abweichenden Außenumriß aufweist/aufweisen, der sich aus in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinanderfolgenden, kontinuierlich ineinander übergehenden, bandagenauswärts konvexen Bogenabschnitten (20, 22) zweier unterschiedlicher Krümmungen zusammensetzt, wobei die eine Krümmung stärker und die andere Krümmung schwächer ist als diejenige des den Außenumriß umschreibenden Zylinders.
  2. 2. Vibrationswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenabschnitte (20, 22) zu den sich durch ihre Mitte erstreckenden Radialebene symmetrisch sind.
  3. 3. Vibrationswalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenabschnitte (20, 22) gleicher Krümmung untereinander gleich lang sind.
  4. 4. Vibrationswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mehreren, auf einer selben Achse nebeneinander angeordneten Bandagen (14, 16), dadurch gekennzeichnet, daß die auf einer gleichen Achse (10, 12) nebeneinander befindlichen Bandagen (14a, 14b; 16a, 16b) untereinander für phasengleichen Lauf starr gekoppelt sind.
  5. 5. Vibrationswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit zwei Achsen (10, 12), dadurch gekennzeichnet, daß die Bandage(n) (14) der einen Achse (10) und die Bandage(n) (16) der anderen Achse (12) für von Achse zu Achse gegenphasigen Lauf miteinander gekoppelt sind.
  6. 6. Vibrationswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils drei Bogenabschnitte (20, 22) schwächerer bzw. stärkerer Krümmung vorgesehen sind.






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