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Dokumentenidentifikation DE19707743C2 12.10.2000
Titel Vorrichtung zum Kühlen eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters
Anmelder Stafoggia, Milena, 50859 Köln, DE
Erfinder Stafoggia, Milena, 50859 Köln, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 27.02.1997
DE-Aktenzeichen 19707743
Offenlegungstag 10.09.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse F25D 25/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen mindestens eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters, an dem ein Ventil zum Entnehmen der Flüssigkeit angeordnet ist, die ein Gehäuse sowie ein ein Kühlmittel abkühlendes Kühlaggregat aufweist. Für den Transport und für das Aufbewahren und für das Portionieren von Flüssigkeiten sind im Stand der Technik vor allem Glasflaschen bekannt. Beispielsweise werden Getränke wie Wein, Mineralwasser oder Tee in Flaschen mit einem Fassungsvermögen bis zu 2 Liter abgefüllt. Das Verpackungsmaterial Glas weist dabei die bekannten Nachteile auf, wie beispielsweise hohe Verpackungskosten, hohes Transportgewicht sowie Entsorgungsprobleme. Letzterer Nachteil trifft insbesondere den Endverbraucher, der die Flaschen, häufig sogar farblich sortiert, separat vom sonstigen Abfall entsorgen muß.

Aus dem Stand der Technik ist eine weitere Verpackungsform für Flüssigkeiten bekannt, die zunächst aus einem Kunststoffsack oder -ballon besteht, dessen Hülle aus einer flexiblen Kunststoffolie gebildet wird. Dieser flexible Flüssigkeitsbehälter weist weiterhin ein Ventil zum Entnehmen der Flüssigkeit auf, ist aber ansonsten vollständig verschlossen. Da dieser flexible Flüssigkeitsbehälter keine feste Form aufweist und je nach Entleerungszustand ein unterschiedliches Volumen einnimmt, besteht das Problem einer geeigneten Aufbewahrung und Stapelung dieser flexiblen Flüssigkeitsbehälter. Daher ist ein in der Regel aus Pappe bestehender Karton zur Aufnahme des flexiblen Flüssigkeitsbehälters vorgesehen.

Die im Markt eingeführten gängigen Größen dieser neuen Art von Flüssigkeitsverpackung weisen ein Volumen von 5 bzw. 10 Litern auf. Besteht nun die Notwendigkeit, das in dem Flüssigkeitsbehälter aufbewahrte Getränk zu kühlen, so ergibt sich das Problem, das der den flexiblen Flüssigkeitsbehälter aufnehmende Karton nicht in Kühlschränken üblicher Größe gelagert und gekühlt werden kann. Sollen darüber hinaus mehrere dieser Flüssigkeitsbehälter gleichzeitig gekühlt werden, so verstärkt sich diese Problematik.

Selbst wenn ein Kühlschrank geeigneter Größe vorhanden ist und mehrere Kartons mit flexiblen Flüssigkeitsbehältern im Kühlschrank aufbewahrt werden können, so ist - beispielsweise in Gaststätten - die Handhabung umständlich, da für jede Entnahme die Tür des Kühlschrankes geöffnet und geschlossen werden muß. Zudem erfolgt die Entnahme der Flüssigkeit bei geöffneter Kühlschranktür, so daß ein Wärmeaustausch und somit ein Kälteverlust auftritt, der zu gesteigertem Energieverbrauch führt.

Das DE-U 88 12 756 offenbart einen Zapfschrank zur Aufnahme mehrerer, in einer jeweiligen Umverpackung aufgenommener flexibler Flüssigkeitsbehälter. Der aus dieser Druckschrift bekannte Zapfschrank umfaßt ein Gehäuse mit mehreren Wänden. Ein Kühlaggregat ist am Boden angeordnet, wobei zur konvektiven Kühlung der in dem Zapfschrank enthaltenen Luft im oberen Bereich des Zapfschrankes ein Wärmetauscher angeordnet ist. Die in dem Zapfschrank zirkulierende Luft wird somit auf eine gewünschte Temperatur gebracht, um die Flüssigkeitsbehälter zu kühlen. Dadurch ergibt sich der Nachteil eines übermäßigen Stromverbrauchs zur Kühlung der Flüssigkeitsbehälter und einer langen Kühldauer bis zum Erreichen der gewünschten Temperatur. Dieser Nachteil wird dadurch verstärkt, daß die Umverpackung als Isolation wirkt und somit eine zügige Temperaturanpassung zwischen Kühlschrankluft und Flüssigkeitsbehälter behindert.

Aus der DE-U-19 72 948 ist eine Transportvorrichtung bestehend aus einem Außenbehälter, der ein Kühlaggregat aufweist, und einem Innenbehälter zur Aufnahme der zu kühlenden Flüssigkeit bekannt. Bei der auf dieser Druckschrift bekannten Transportversicherung ist ein Ventil an dem Außenbehälter befestigt. Zur Entnahme der Flüssigkeit wird das Ventil mit dem Innenbehälter über einen flexiblen Schlauch verbunden, der über eine Schelle an dem Innenbehälter befestigt und gegenüber diesem abgedichtet ist. Diese Schlauchverbindung ist schwer zugänglich, so daß sich der Innenbehälter nur mit Mühen von dem Außenbehälter entfernen läßt. Darüber hinaus besteht ein Luftspalt zwischen dem Kühlschlangen aufweisenden Außenbehälter und dem Innenbehälter, was zu einer schlechten Wärmeleitung führt.

Der vorliegenden Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung zum Kühlen mindestens eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters anzugeben, mit der eine einfachere und platzsparende Aufbewahrung und Kühlung eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters ermöglicht wird.

Das zuvor aufgezeigte technische Problem wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Durch das Anbringen einer Öffnung in einer der Wände des Gehäuses kann ein flexibler Flüssigkeitsbehälter derart eingesetzt werden, daß das Ventil zum Entnehmen der Flüssigkeit, das mit dem flexiblen Flüssigkeitsbehälter fest verbunden ist, durch diese Öffnung hindurch geführt und in dieser Öffnung fixiert werden kann. Darüber hinaus weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Klemmvorrichtung für die Befestigung des sich durch die Öffnung erstreckenden Ventils auf, so daß das Ventil einerseits bei Betätigung sicher an dem Gehäuse gehalten ist, andererseits aber durch einfaches Lösen der Klemmvorrichtung ein Austausch eines entleerten Flüssigkeitsbehälters ohne weiteres möglich ist.

Daher ist der oben beschriebene Karton zur Aufbewahrung des flexiblen Flüssigkeitsbehälters während der Kühlung und während des Entnehmens der Flüssigkeit nicht mehr erforderlich. Dadurch entsteht zusätzlich eine Platzeinsparung.

Die Öffnung ist vorzugsweise im wesentlichen auf der Höhe des Bodens des Gehäuses angeordnet, so daß die im flexiblen Flüssigkeitsbehälter enthaltene Flüssigkeit nahezu vollständig durch das Ventil entnommen werden kann. In bevorzugter Weise weist der Boden des Gehäuses zusätzlich eine nach vorne fallende Neigung auf, so daß sich gegen Ende des Entleerens des flexiblen Flüssigkeitsbehälters die restliche Flüssigkeit im Bereich des Ventils ansammelt. Bis auf eine geringe Restmenge kann somit die Flüssigkeit nahezu vollständig entnommen werden.

Die inneren Abmaße des Gehäuses sind vorzugsweise an das Volumen des üblicherweise mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu kühlenden flexiblen Flüssigkeitsbehälters angepaßt. Dabei erweist sich die flexible Form des Flüssigkeitsbehälters als Vorteil, da unabhängig vom Entleerungszustand sich der flexible Flüssigkeitsbehälter an den Boden und an die Seitenwände des Gehäuses anlegt. Somit wird aufgrund des mechanischen Kontaktes die von den Kühlmittelleitungen, die in zumindest einer der Wände des Gehäuses angeordnet sind, erzeugte Kälte über Wärmeleitung durch die Wand direkt an den Flüssigkeitsbehälter abgegeben.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Gehäuse einen verschiebbaren Deckel auf, der seitlich oder nach vorne vom Gehäuse abgenommen werden kann. Wird nun ein neuer, gefüllter flexibler Flüssigkeitsbehälter wird anschließend in die Vorrichtung zum Kühlen von oben in das Gehäuse eingesetzt und das Ventil durch die in der Vorderwand des Gehäuses angeordnete Öffnung hindurchgesteckt. Dabei ist in weiter bevorzugter Weise der Deckel im Bereich der vorderen Kante abgeschrägt, so daß der Innenraum des Gehäuses leichter zugänglich ist.

Bei dieser bevorzugten Ausgestaltung des Gehäuses sind nun die Kühlmittelleitungen sowohl im Boden als auch in den Außenwänden des Gehäuses angeordnet. Dadurch erfolgt von 5 Seiten her eine Kühlung des flexiblen Flüssigkeitsbehälters, der an den Innenseiten des Bodens und der Seitenwände anliegt.

Das sich durch die in der Vorderwand angeordnete Öffnung erstreckende Ventil des Flüssigkeitsbehälters wird erfindungsgemäß mit Hilfe einer Klemmvorrichtung in seiner Position arretiert. Für eine einfache Handhabung ist dabei in bevorzugter Weise die Klemmvorrichtung als Klemmbügel ausgebildet, der seitlich über den aus der Öffnung herausragenden, bspw. zylindrischen Teil des Ventils geschoben wird. Dabei ist der Klemmbügel vorzugsweise U-förmig ausgebildet. Somit ist das Ventil des flexiblen Flüssigkeitsbehälters in seiner Position fixiert, ein Öffnen und Schließen des Ventils ist problemlos möglich.

Wenn das Ventil ausreichend weit durch die Öffnung hindurchgeschoben ist, wird das Kunststoffmaterial des flexiblen Flüssigkeitsbehälters, das den Ventilansatz umgibt, an den inneren Rand der Öffnung gedrückt. Somit wird zusätzlich im arretierten Zustand des Ventils die Öffnung des kühlenden Gehäuses abgedichtet. Dadurch wird ein konvektiver Wärmeaustausch zwischen dem Inneren und Äußeren des kühlenden Gehäuses verhindert.

Die Vorrichtung zum Kühlen kann für die Aufnahme eines oder mehrerer flexibler Flüssigkeitsbehälter ausgebildet sein. Dabei ist notwendiger Weise für jeden flexiblen Flüssigkeitsbehälter eine Öffnung in einer der Seitenwände des Gehäuses angeordnet. Weiterhin sind in bevorzugter Weise Trennwände vorgesehen, die jeweils zwischen zwei innerhalb des Gehäuses angeordneter Flüssigkeitsbehälter angeordnet sind. Somit ist jedem flexiblen Flüssigkeitsbehälter ein eigener Teilraum des Innenraumes des Gehäuses zugeordnet.

Sind darüber hinaus für jeden dieser Teilräume ein getrennter Kühlmittelkreislauf und ein Thermostat zugeordnet, so ist es möglich, die verschiedenen flexiblen Flüssigkeitsbehälter auf unterschiedliche Temperaturen zu kühlen. Dabei ist in weiter bevorzugter Weise die Trennwand thermisch isolierend ausgestaltet. In dieser Weise können verschiedene Getränke, wie beispielsweise verschiedene Weinsorten, unter unterschiedlichen Temperaturen aufbewahrt werden. Daher ist die Anwendung der beschriebenen Vorrichtung zum Kühlen von flexiblen Flüssigkeitsbehältern insbesondere in der Gastronomie gegeben.

Die Erfindung wird im Folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 im Längsschnitt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Kühlen eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters,

Fig. 2 im Querschnitt die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung,

Fig. 3 im Querschnitt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Kühlen von zwei flexiblen Flüssigkeitsbehältern und

Fig. 4 eine Vorderansicht der in den Fig. 3 dargestellten Vorrichtung.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Kühlen eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters 1, der ein Ventil 2 zum Entnehmen der Flüssigkeit aufweist. Die dargestellte Vorrichtung weist ein Gehäuse 3 auf, das von einem Untergestell 4 getragen wird. Unterhalb des Gehäuses 3 ist innerhalb des Untergestells 4 ein nicht dargestelltes Kühlaggregat angeordnet, das ein Kühlmittel kühlt. Dieses Kühlmittel wird durch Kühlmittelleitungen geführt, die zumindest in einer der Wände 5, 6, 7 oder 8 des Gehäuses 3 angeordnet sind.

Erfindungsgemäß ist nun in der Vorderwand 6 des Gehäuses 3 eine Öffnung 9 angeordnet, durch die sich das Ventil 2 des flexiblen Flüssigkeitsbehälters 1 im Betriebszustand erstreckt. Somit wird die Möglichkeit geschaffen, den flexiblen Flüssigkeitsbehälter 1 im kühlenden Gehäuse 3 der Vorrichtung anzuordnen, während eine Entnahme von Flüssigkeit aus dem flexiblen Flüssigkeitsbehälter 1 durch das Ventil 2 möglich ist, ohne daß das kühlende Gehäuse 3 geöffnet werden muß. Weist der flexible Flüssigkeitsbehälter 1 beispielsweise ein Volumen von 10 Litern auf, so ist die portionsweise Entnahme der Flüssigkeit über einen längeren Zeitraum zu stets gleichbleibender abgekühlter Temperatur möglich.

Wie in Fig. 1 dargestellt ist, ist die Öffnung 9 im wesentlichen auf der Höhe des Bodens 5 des Gehäuses 3 angeordnet. Dadurch ist das Ventil 2 im wesentlichen an der niedrigsten Stelle des Innenraumes des Gehäuses 3 angeordnet, so daß eine nahezu vollständige Entleerung des flexiblen Flüssigkeitsbehälters 1 über das Ventil 2 möglich ist. Dabei ist zusätzlich in besonders vorteilhafter Weise der Boden 5 des Gehäuses 3 nach vorne abfallend geneigt, so daß sich zum Ende des Entleerens des flexiblen Flüssigkeitsbehälters 1 die restliche Flüssigkeit im Bereich des Ventils 2 ansammelt.

Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, liegt der flexible Flüssigkeitsbehälter 1 aufgrund seiner flexiblen Form und aufgrund des Gewichtes der im Flüssigkeitsbehälter 1 enthaltenen Flüssigkeit nicht nur am Boden, sondern auch an den Wänden 6 und 7 des Gehäuses 3 an. Da im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Wände 6 und 7 auch die nicht dargestellten Kühlleitungen aufweisen, wird eine effektive Kühlung der Flüssigkeit im Flüssigkeitsbehälter 1 erreicht.

Wie in Fig. 1 weiterhin dargestellt ist, weist die Vorrichtung zum Kühlen eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters 1 einen oben angeordneten, verschiebbaren Deckel 8 auf. Der Deckel 8 kann somit seitlich oder nach vorne geschoben werden, um das Gehäuse 3 an seiner Oberseite zu öffnen. Der Deckel 8 ist dabei vorzugsweise dabei weiterhin an der vorderen Kante abgeschrägt ausgestaltet, so daß die obere Kante der Vorderwand 6 niedriger als die Oberkante der hinteren Seitenwand 7 ist. In vorteilhafter Weise wird daher eine leichtere Zugänglichkeit des Innenraumes des Gehäuses 3 erzielt. Somit ist die Vorrichtung zum Kühlen des flexiblen Flüssigkeitsbehälters 1 auch für eine Aufbewahrung in einem Schrank oder einem Regal geeignet, so daß die Vorrichtung in vorteilhafter Weise für den Betrieb in der Gastronomie im Thekenbereich geeignet ist, in dem jede Platzeinsparung üblicherweise ausgenutzt wird.

Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausgestaltung, der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Deckel nach oben klappbar an der Rückwand oder an einer Seitenwand angelenkt. Dabei ist jedoch ein erhöhter Platzbedarf oberhalb der Vorrichtung erforderlich.

Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung sind die Kühlmittelleitungen, die in der Zeichnung nicht gesondert dargestellt sind, im Boden 5, in der Vorderwand 6 und in den Seitenwänden 7 angeordnet, so daß der flexible Flüssigkeitsbehälter 1 von insgesamt fünf Seiten von kühlenden Oberflächen umgeben ist, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist.

Eine weitere Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung, die nicht in der Zeichnung dargestellt ist, weist eine schwenkbar am Gehäuse befestigte Vorderwand auf. Somit kann die gut zugängliche Vorderwand zum Öffnen des Gehäuses verwendet werden, die Handhabung der Vorrichtung wird somit weiter vereinfacht. Zum Befüllen der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird also die Vorderwand geöffnet und ein neuer flexibler Flüssigkeitsbehälter mit seinem Ventil in der ebenfalls in der Vorderwand angeordneten Öffnung angeordnet. Schließlich wird die Vorderwand zugeklappt und der flexible Flüssigkeitsbehälter wird in den Innenraum des Gehäuses geschoben.

Das dabei auftretende Problem, daß der Flüssigkeitsbehälter zwischen der Vorderwand und dem Gehäuse eingeklemmt wird, kann durch geeignete Führungselemente behoben werden.

Zur Kühlung des Gehäuses sind bei diesem Ausführungsbeispiel die Kühlmittelleitungen vorzugsweise im Boden, im Deckel und in weiteren Außenwänden des Gehäuses angeordnet.

Für einen stabilen Gebrauch des Ventils 2 des Flüssigkeitsbehälters 1 ist es notwendig, das Ventil 2 gegenüber der Öffnung 9 zu fixieren. Dazu wird vorgeschlagen, daß eine Klemmvorrichtung für eine Befestigung des sich durch die Öffnung 9 erstreckenden Ventils 2 des Flüssigkeitsbehälters 1 verwendet wird. Eine solche Klemmvorrichtung ist vorzugsweise als Klemmbügel ausgebildet, der in bevorzugter Weise U- förmig ausgestaltet ist. In dieser Weise ist eine Fixierung des Ventils 2 gegenüber der Öffnung 9 ohne Lösen und Anziehen von Schrauben oder Schraubverbindungen möglich. Die Klemmvorrichtung wird über den sich aus der Öffnung 9 hervorstreckenden zylindrischen Teil des Ventils 2 geschoben, so daß das herausgezogene Ventil 2 in dieser Position fixiert wird. Anschließend kann der Auslaß des Ventils 2 in die gewünschte Position gedreht werden, so daß die Flüssigkeit aus dem flexiblen Flüssigkeitsbehälter portionsweise entnommen werden kann.

Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird durch die Fixierung des Ventils 2 gegenüber der Öffnung 9 erreicht, daß das im Bereich des Ventils 2 angeordnete Material des Flüssigkeitsbehälters 1 an den inneren Rand der Öffnung 9 gedrückt wird, wodurch die Öffnung 9 abgedichtet wird. Dadurch wird ein konvektiver Wärmeaustausch mit der Umgebung verhindert. Eine Beeinflussung der Temperatur im Innenraum des Gehäuses 3 findet also nicht statt.

In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt, bei dem das Gehäuse 3 zwei Flüssigkeitsbehälter 1 aufnimmt. Für beide Flüssigkeitsbehälter 1 ist jeweils eine Öffnung 9 im Gehäuse 3 vorgesehen. Weiterhin ist in bevorzugter Weise eine Trennwand 10 vorgesehen, die den Innenraum des Gehäuses 3 in zwei Teilbereiche aufteilt. Die Trennwand 10 verhindert somit ein Aneinanderliegen der verschiedenen Flüssigkeitsbehälter 1. Weiterhin ist es aufgrund der Trennwand 10 möglich, lediglich einen der beiden Teilräume des Gehäuses 3 mit einem Flüssigkeitsbehälter 1 zu bestücken.

Fig. 4 zeigt nun eine Vorderansicht der zuvor beschriebenen Vorrichtung zum Kühlen von zwei flexiblen Flüssigkeitsbehältern. Das ansonsten allseitig geschlossene Gehäuse 3 weist an der Vorderwand 6 die beiden Öffnungen 9 auf, durch die sich die Ventile 2 der sich im Gehäuse 3 befindende Flüssigkeitsbehälter 1 erstrecken. Die Öffnungen 9 und somit die Ventile 2 sind aufgrund des unterhalb des Gehäuses 3 angeordneten Untergestells 4 zudem in einer geeigneten Höhe angeordnet, so daß das portionsweise Entnehmen der Flüssigkeit unproblematisch möglich ist, auch wenn die dargestellte Vorrichtung in einem Schrank oder einem Regal angeordnet ist.

Wie bei Kühlvorrichtungen üblich ist auch bei den dargestellten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Vorrichtung mindestens ein Thermostat für die Steuerung der Kühlmitteltemperatur vorgesehen. In bevorzugter Weise sind nun bei dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel für jeden der durch die Trennwand 10 abgetrennten Teilräume des Innenraumes des Gehäuses 3 separate Kühlmittelkreisläufe und jeweils ein zugeordneter Thermostat vorgesehen. Damit ist in vorteilhafter Weise eine separate Steuerung der Kühltemperatur der beiden Flüssigkeitsbehälter 1 innerhalb des zweigeteilten Gehäuses 3 möglich. Dabei ist in weiter bevorzugter Weise die Trennwand thermisch isolierend ausgestaltet.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Kühlen mindestens eines flexiblen Flüssigkeitsbehälters (1), an dem ein Ventil (2) zum Entnehmen der Flüssigkeit angeordnet ist, die ein Gehäuse (3) sowie ein ein Kühlmittel abkühlendes Kühlaggregat aufweist, dadurch gekennzeichnet,

    daß mindestens in einer der Wände (5, 6, 7) des Gehäuses (3) eine Kühlmittelleitung angeordnet ist, wobei der flexible Flüssigkeitsbehälter (1) an die mindestens eine Wand (5, 6, 7) anlegbar ist,

    daß an einer Seitenwand (6, 7) des Gehäuses (3) eine Öffnung (9) angeordnet ist, durch die das Ventil (2) hindurchsteckbar ist und

    daß eine Klemmvorrichtung für die Befestigung des sich durch die Öffnung (9) erstreckenden Ventils (2) des Flüssigkeitsbehälters (1) vorgesehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (9) im wesentlichen auf der Höhe des Bodens (5) des Gehäuses (3) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (5) des Gehäuses (3) eine nach vorne fallende Neigung aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Wände (6, 8) des Gehäuses (3), beweglich am Gehäuse (3) angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Wand (8) als oben angeordneter, verschiebbarer oder verschwenkbarer Deckel (8) ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (8) im Bereich der vorderen Kante abgeschrägt ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitungen im Boden (5) und in den Seitenwänden (6, 7) des Gehäuses (3) angeordnet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (6) des Gehäuses (3) schwenkbar am Gehäuse befestigt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitungen im Boden (5), in der Wand (8) und in den weiteren Seitenwänden (7) des Gehäuses (3) angeordnet sind.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung als abnehmbarer, vorzugsweise U-förmiger Klemmbügel ausgebildet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das im Bereich des Ventils (2) angeordnete Material des Flüssigkeitsbehälters (1) bei befestigter Klemmvorrichtung die Öffnung (9) abdichtet.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) für die Aufnahme von mindestens zwei Flüssigkeitsbehältern (1) geeignet ist und für jeden Flüssigkeitsbehälter (1) eine Öffnung (9) aufweist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Trennwand (10) zwischen jeweils zwei innerhalb des Gehäuses (3) angeordneten Flüssigkeitsbehältern (1) vorgesehen ist, die vorzugsweise thermisch isolierend ausgebildet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Thermostat für eine Steuerung der Kühlmitteltemperatur vorgesehen ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die durch jeweils eine Trennwand (11) voneinander getrennten Bereiche des Innenraumes des Gehäuse (3) jeweils einen gesonderten Kühlmittelkreislauf und einen Thermostat aufweisen und daß die Kühlmitteltemperaturen der beiden Kühlmittelkreisläufe separat voneinander regelbar sind.






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