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Dokumentenidentifikation DE19800965C2 12.10.2000
Titel Waffenrohr mit einem Rauchabsauger
Anmelder Rheinmetall W & M GmbH, 29345 Unterlüß, DE
Erfinder Bartolles, Rolf, 41352 Korschenbroich, DE
DE-Anmeldedatum 14.01.1998
DE-Aktenzeichen 19800965
Offenlegungstag 15.07.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse F41A 13/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Waffenrohr mit einem Rauchabsauger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Um zu vermeiden, daß die nach einem Schuß in dem jeweiligen Waffenrohr noch befindlichen Pulvergase beim Öffnen des Verschlusses in den Kampfraum eines Panzers eindringen, ist es beispielsweise aus der US 5,404,789 bekannt, an dem entsprechenden Waffenrohr einen Rauchabsauger anzuordnen, der dafür sorgt, daß die Pulvergase zur Mündung des Waffenrohres hin abgesaugt werden. Hierzu befinden sich in dem Waffenrohr Kanäle, durch welche die Pulvergase zunächst in eine um das Rohr angeordnete Druckkammer gelangen, um dann - sobald das entsprechende Geschoß das Waffenrohr verlassen hat - durch den im Waffenrohr bestehenden Unterdruck in das Waffenrohr hinein- und dann aus diesem mündungsseitig herauszuströmen.

Die Druckkammer des Rauchabsaugers wird im wesentlichen durch die äußere Oberfläche des Waffenrohres und ein das Waffenrohr umgebendes rohrförmiges Gehäuseteil gebildet, welches mit seinen der Mündung und dem Patronenlager des Waffenrohres zugewandten, zylinderförmig ausgestalteten Endbereichen auf entsprechenden Oberflächenbereichen des Waffenrohres formschlüssig gelagert ist.

Nachteilig ist bei Verwendung derartiger bekannter Rauchabsauger unter anderem, daß aufgrund der zylinderförmigen Lagerung des Gehäuseteiles auf dem Waffenrohr die Demontage des Gehäuseteiles insbesondere dann außerordentlich zeitaufwendig ist, wenn sich zu entfernende Pulverrückstände im Bereich der Lagerung des Gehäuseteiles befinden. Außerdem besteht in diesem Fall die Gefahr, daß es bei den schwer zu demontierenden Gehäuseteilen leicht zu einer Beschädigung des Rauchabsaugers kommen kann und daher Spezialwerkzeuge für die Demontage und Montage des Rauchabsaugers erforderlich sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Waffenrohr der eingangs erwähnten Art anzugeben, bei dem das Gehäuseteil des Rauchabsaugers auf einfache Weise demontierbar ist, ohne daß es zur Beschädigung des Rauchabsaugers kommt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.

Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, zwischen den beiden Endbereichen des Gehäuseteiles des Rauchabsaugers und den entsprechenden Bereichen des Waffenrohres nicht zylindrisch, sondern kegelstumpfförmig ausgestaltete Lagerungen zu verwenden. Als vorteilhaft hat es sich ferner erwiesen, wenn die Kegelneigung der jeweiligen Lagerung etwa 1 : 10 (der Kegelwinkel beträgt hierbei 5° 43' 30") beträgt.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden anhand einer Figur erläuterten Ausführungsbeispiel. Die Figur zeigt einen Teillängsschnitt der oberen Hälfte eines Waffenrohres mit einem Rauchabsauger im Bereich des Rauchabsaugers.

In der Figur ist mit 1 das Waffenrohr einer großkalibrigen Panzerwaffe und mit 2 der Rauchabsauger bezeichnet. Der Rauchabsauger 2 umfaßt ein rohrförmiges Gehäuseteil 3 aus einer Aluminium-Knetlegierung, welches eine um das Waffenrohr 1 herum angeordnete Druckkammer 4 außenseitig begrenzt. Innenseitig wird die Druckkammer 4 durch das Waffenrohr 1 begrenzt, wobei die die Druckkammer 4 und den Innenraum des Waffenrohres 1 miteinander verbindenenden Kanäle in Fig. 1 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt sind (vgl. auch die eingangs erwähnte US 5,404,789).

Sowohl der der Mündung des Waffenrohres 1 zugewandte Endbereich 5 als auch der dem Patronenlager des Waffenrohres 1 zugewandte Endbereich 6 des Gehäuseteils 3 sind auf entsprechenden Oberflächenbereichen 7, 8 des Waffenrohres 1formschlüssig gelagert. Dabei ist die Lagerung erfindungsgemäß kegelstumpfförmig ausgebildet, derart, daß das Gehäuseteil 3 zur Demontage in Richtung auf die Mündung des Waffenrohres 1 hin abgezogen werden kann. Die Regelneigung der Endbereiche 5, 6 des Gehäuseteiles 3 sowie der entsprechenden Oberflächenbereiche 7, 8 des Waffenrohres 1 sollte bei etwa 1 : 10 liegen.

Die Befestigung des Gehäuseteiles 3 an dem Waffenrohr 1 erfolgt patronenlagerseitig über einen auf das Waffenrohr 1 aufgeschraubten ringförmigen Anschlag 9, der über seinen Umfang verteilt mehrere Fixierbolzen 10 enthält, die in den entsprechenden Endbereich 6 des Gehäuseteiles 3 eingreifen. Außerdem ist zwischen dem patronenlagerseitigen Endbereich 6 und dem Anschlag 9 eine Ringdichtung (O-Ring) 11 vorgesehen, damit die Pulvergase nicht aus der Druckkammer 4 nach außen entweichen können.

Mündungsseitig ist das Gehäuseteil 3 des Rauchabsaugers 2 über eine Gegenmutter 12 und einen Sicherungsring 13 befestigt, wobei zur Abdichtung gegen entweichende Pulvergase wiederum ein O- Ring 14 vorgesehen ist.

Um das Gehäuseteil 3 des Rauchabsaugers 2 besonders leicht demontieren zu können, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das Waffenrohr 1 in dem Bereich der Druckkammer 4 etwas zu vertiefen, so daß es in diesem Bereich zwar zylinderförmig ausgebildet ist, sein Außendurchmesser 15 aber kleiner ist als in den Bereichen der Oberflächenbereiche 7, 8. Außerdem ist der Außendurchmesser 16 des Waffenrohres 1 im Bereich des Oberflächenbereiches 8 auf der der Druckkammer 4 zugewandten Seite (z. B. 2 mm) größer als der Außendurchmesser 17 des Waffenrohres 1 im Bereich des Oberflächenbereiches 7 auf der der Druckkammer 4 zugewandten Seite.


Anspruch[de]
  1. 1. Waffenrohr (1) mit einem Rauchabsauger (2), der ein das Waffenrohr (1) umgebendes rohrförmiges Gehäuseteil (3) umfaßt, welches eine um das Waffenrohr (1) herum angeordnete Druckkammer (4) umschließt und mit seinen der Mündung und dem Patronenlager des Waffenrohres (1) zugewandten Endbereichen (5, 6) auf entsprechenden Oberflächenbereichen (7, 8) des Waffenrohres (1) formschlüssig gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Endbereiche (5, 6) des rohrförmigen Gehäuseteiles (3) und die entsprechenden Oberflächenbereiche (7, 8) des Waffenrohres (1) jeweils sich zur Mündung des Waffenrohres (1) hin kegelstumpfförmig verjüngen.
  2. 2. Waffenrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelneigung der Endbereiche (5, 6) des rohrförmigen Gehäuseteiles (3) jeweils 1 : 10 beträgt.
  3. 3. Waffenrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Waffenrohr (1) im Bereich der Druckkammer (4) zum überwiegenden Teil zylinderförmig ausgebildet ist, wobei der Außendurchmesser (15) des Waffenrohres (1) in dem zylinderförmigen Bereich kleiner ist als im Bereich der beiden Endbereiche (5, 6) des rohrförmigen Gehäuseteiles (3).
  4. 4. Waffenrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser (16) des Waffenrohres (1) im Bereich des patronenlagerseitigen Endbereiches (6) des rohrförmigen Gehäuseteiles (3) auf der der Druckkammer (4) zugewandten Seite größer ist als der Außendurchmesser (17) des Waffenrohres (1) im Bereich des mündungsseitigen Endbereiches (5) des rohrförmigen Gehäuseteiles (3) auf der der Druckkammer (4) zugewandten Seite.






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