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Dokumentenidentifikation DE19804973A1 12.10.2000
Titel Vielschuß-Trommelrevolver zur Selbstverteidigung
Anmelder Tunger, Henry, 95028 Hof, DE
Erfinder Tunger, Henry, 95028 Hof, DE
Vertreter Dreykorn-Lindner, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 90571 Schwaig
DE-Anmeldedatum 07.02.1998
DE-Aktenzeichen 19804973
Offenlegungstag 12.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse F41C 3/14
Zusammenfassung Vielschuss-Trommelrevolver zur Selbstverteidigung, welcher über eine gegenüber konventionellen Waffen dieser Gattung spezifisch gesteigerte Trommelmagazin-Patronenkapazität verfügt und darüber hinaus - via einer speziellen Federkugel - Rastmechanik, einen nachladebezüglichen Schnellwechselmodus der mit Munition fest verpressten, recycelbaren Trommelmagazine ermöglicht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen lediglich mit Knall-/Gaspatronen zu Selbstverteidigungszwecken prädestinierten Trommelrevolver, dessen Trommelmagazinkapazität als auch Nachlademodus gegenüber konventionellen Waffen dieser Gattung spezifisch optimiert wurde. Trommelrevolver definieren seit der Erfindung durch Samuel Colt im Jahre "1842" eine sehr funktionssichere Lade - Repetiermechanik, welche auch noch bei fehlgezündete(n) Patrone(n) zum Nachschuss befähigt.

Jedoch gewähren konventionelle Trommelmagazine eine maximale Munitionskapazität von höchstenfalls acht Patronen, auch erfordert das Nachladen - sowohl bei Schwenktrommel, - als auch Knicklaufrevolvern einen nicht mehr ganz zeitgemäßen Modus.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Waffe dieser Art zu konzipieren, welche in diesen genannten Spezifitäten zureichend konstruktiv reformiert ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale im Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Dieser erfindungsgemäße Trommelrevolver verfügt über eine gegenüber konventionellen Waffen dieser Gattung spezifisch gesteigerte Trommelmagazin - Patronenkapazität und ermöglicht darüber hinaus - via einer speziellen Federkugel - Rastmechanik einen nachladebezüglichen Schnellwechselmodus der mit Munition fest verpressten, recycelbaren Trommelmagazine.

Das aufmunitionierte Trommelmagazin ist diesbezüglich aus vier spezifischen Elementar - Bestandteilen zu einer rüttelfesten, recycelbaren Baueinheit kombiniert/maschinell verpresst, welche da lauten: Trommelaussenring mit den radial - aneinandergrenzenden, patronenhülsenkonformen Patronenführungsfächeraussparungen sowie der radialen (Einschwenk-) Trommelführungsnut; vorderes (laufseitiges) Trommelinnenringsegment, welches konzentrisch auf dem ausschwenkbaren - oder bei Knicklaufrevolvern dem statischen Trommelführungsachssegment drehbar gelagert, - bzw. mittels hierfür speziell vorgesehener Federkugel - Rastmechanikelemente darauf abziehbar arretiert ist; hinteres (hahnseitiges) Trommelinnenringsegment, welches koachsial mit definiertem Abstand zum gegenseitigen Trommelringsegment distanziert auf dem hierfür spezifisch prädestinierten Trommelführungssegment drehbar gelagert ist und an der rückwärtigen Stirnseite die konventionellen Trommeltransport - Nockensegmente aufweist.

Alle diversen Trommelsegmente sind aus spezifischen - den Explosionsgasdrücken bruchstabil resistierenden (glasfaserverstärktem GFK-) Kunststoff gefertigt.

Die Patronen (Knall-/Gaspatronen) werden bei der Fertigung in die von den Trommelaussenring-/Trommelinnenringsegmenten gebildeten, - dierekt aneinandergrenzenden, patronenhülsenkonformen Patronenintegrationsaussparungen mit definierter Haftreibungskonstante rüttelfest eingepresst, sodass beim Lademodus - mit wenigen manuellen Bedienungsschritten - die Trommelmagazine pauschal konvertiert werden.

Die zündkapselseitigen Stirnseiten der Patronen sind hierzu - aufgrund dieser die Patronenkapazität optimierenden dierekten Hülsenflächen - Presskontaktierung spezifisch ellipsenförmig konformiert/gestirnt, sodass diese Arretierungsstirnungen mit ihren externen Diametern - nach Patronenmontage - hierbei jeweils zur Trommeldrehachse ausgerichtet sind.

Das ausschwenkbare, - bzw. bei Knicklaufrevolvern das "statische" Trommelführungsachssegment weist zum Zwecke einer kurzzeitigen Konvertierbarkeit dieser spezifischen Trommelmagazine - eine spezifisch positionierte, radial - umlaufende Kugelführungsrille auf, binnen welcher bei darauf aufgeschobenem Trommelmagazin die federbeaufschlagte Rastkugel des vorderen (laufseitigen) Trommelinnenringsegmentes kreisförmig geführt wird.

Variationsgemäß kann auch die Kugelführungsrille im vorderen Trommelringsegment eingearbeitet - u. demzufolge auch die rastkomponentäre Federkugel im Trommelführungachssegment des Revolvers integriert sein.

Die detaillierte Erläuterung über Aufbau und Funktion der dargestellten Erfindung erfolgt im Anschluss anhand der Zeichenfelder in Fig. 1.

Es zeigt Fig. 1 elementare/funktionale Darstellung aller mechanischen Bauelemente u. der dafür prädestinierten Munition des Revolvers.

In der Fig. 1 ist die elementare/funktionale Darstellung aller mechanischen Bauelemente u. der dafür prädestinierten Munition des Revolvers binnen bezüglicher Zeichenfelder abgebildet, deren Erläuterung sich nun - mit dem Zeichenfeld "A" beginnend - anschließt.

Zeichenfeld "A" Hier ist der Trommelausenring - von vorn betrachtet dargestellt, wobei der Blick in die radial - aneinandergrenzenden, patronenhülsenkonformen Patronenführungsaussparungen der Anzahl "10" (Zehn - Patronen - Trommel) fällt.

Dieser komponentäre Trommelausenring ist dabei aus spezifischen - den munitionsrelevanten Explosionsgasdrücken bruchstabil resistierendem (glasfaserverstärktem GFK-) Kunststoff gefertigt.

Zeichenfeld "B" Hier ist das vordere (laufseitige) Trommelinnenringsegment, welches konzentrisch auf dem ausschwenkbaren- bzw. bei Knicklaufrevolvern dem "statischen" Trommelführungsachssegment drehbar gelagert ist, links von vorn, - in der Mitte "von der Seite" sowie rechts im dazu perspektivenkongruenten Querschnitt - den integrierten Federkugel - Rastelementen entledigt - dargestellt.

Die zum Trommelausenring kongruent - radial - aneinandergrenzenden, patronenhülsenkonformen Patronenführungsaussparungen sind analog Zeichenfeld: "D/E" derart spezifisch bemessen, sodass bei Aufmunitionierung die dafür prädestinierten Patronen in diese aus diesen beiden konzentrischen Trommelringsegmenten gebildeten (hier beispielhaft zehn) laufmündungsparallelen Trommelmagazinkammern - mit definierter Vorspannung - eingepresst werden müssen, damit die Patronen in dieser spezifischen Trommel hiernach mit zureichender (Rüttel)festigkeitskonstante arretiert sind und nach Verschuss auch wieder maschinell mit neuwertigen Patronen umgepresst - und somit recycelt werden können.

Dieses diametrisch - interne Trommelringsegment ist daher analog zum externen Trommelringsegment ausreichend bruchresistent materialisiert.

Wie aus der Vorderansichtdarstellung - links, - sowie dem achsialen Querschnitt - rechts ersichtlich, sind die federraten Rastkugelelemente für die dadurch manuelle Auf-/Entrastung der pauschalen Trommel in der hierfür prädestinierten, radialen Kugelführungsrille des ausschwenkbaren/statischen (bei Knicklaufrevolvern) Trommelführungsachssegmentes achsial-konzentrisch angeordnet.

Zeichenfeld "C" Hier ist das hintere (hahnseitige) Trommelinnenringsegment, welches koachsial mit definiertem Abstand zum laufseitigen Trommelinnenringsegment distanziert ist, links von vorn, - daneben "von der Seite" sowie rechts im dazu perspektivenkongrenten Querschnitt dargestellt.

Dieses diametrisch - interne Trommelführungs u. -transportsegment weist - wie hier und in den Zeichenfeldern "D/E" ersichtlich - an der rückwärtigen Stirnseite die der Patronenvielzahl entsprechenden, spezifisch positionierten Trommeltransport - Nockensegmente auf, ist jedoch von seiner externen achsial diametrischen Konformierung analog zum gegenseitigen Trommelinnenringsegment bemessen.

Zur maßgenauen Distanzierung beider Trommelinnenringsegmente ist hierbei der Material-/gewichtsersparnis wegen eine der präsenten Trommel-/patronenlänge entsprechende Distanzbüchse vorgesehen, welche hier oberhalb in der Seiten-/schnittperspektive veranschaulicht ist.

Die Materialisierung dieses Trommelsegmentes ist dabei analog zu den beiden anderen Trommelmagazinsegmenten definiert.

Zeichenfeld "D" Hier ist oben das diametrisch - interne Trommelinnenringsegment, sowie das diametrisch - externe Trommelaußenringsegment ohne Patronen, - konzentrisch - positioniert, von hinten (Hahnseite) her betrachtet dargestellt.

Dabei markieren die radialen Kreuzmarkierungen die dazu jeweilig konzentrischen, hypothetischen Längsachsen der prädestinierten, patronierten Munition, welche in diese durch die konzentrische Trommelsegment - Kombination gebildeten (hier zehn) Patronenkammern integriert/eingepresst werden.

Das externe Trommelringsegment weist desweiteren noch die obligate Trommeleinschwenk - Arretierungs - Radialnut auf, welche zur radialen Trommelführung durch den betätigbaren Sperrriegelstift des Revolvers - analog der Revolver - Seitenansicht in Zeichenfeld "E" bei Revolvern mit ausschwenkbarer Trommel komponentär dient.

Darunter ist eine der hierzu spezifisch konzipierten Patronen links in der Seitenansicht, - rechts unten in der Vorderansicht - sowie darüber aus der zündkapselseitigen Perspektive betrachtet dargestellt.

Da diese Patronen mit ihren achsialen Hülsenflächen nach Montage an jeweils zwei Punkten miteinander unter spezifischer Vorspannungskonstante kontaktieren, sind sie - analog der Darstellung - zündkapselseitig mit ellipsenförmigen Arretierungsstirnungen versehen, sodass dieselben lediglich um 180° zueinander versetzt gegenüber der radialen Hülsenwandung - jedoch dafür im Vergleich zu konventioneller Munition spezifisch stärker - elliptisch expandiert ausgebildet sind.

Zeichenfeld "E" Hier ist links oben eine dieses spezifische Vielschuss - Trommelmagazin aus der gleichen Perspektive, jedoch aufmunitioniert dargestellt, woraus hervorgeht, dass diese elliptischen Patronenhülsen - Arretierungsstirnungen nach erfolgter Aufmunitionierung dieses Trommelmagazins mit ihren expandierten Diametern jeweils zum Mittelpunkt der Trommel- Drehachse ausgerichtet sind.

Die obere Strich/Strich - Transmissionslinie, welche zur Kugelführungsrille des (ausschwenkbaren) Trommelführungsachssegmentes der lateralen Revolver - Seitenansicht führt, deutet bei dieser Darstellung auf die darin bei Trommelaufnahme einrastende, federratenbeaufschlagte Rastkugel des diametrisch - internen, vorderen (laufseitigen) Trommelinnenringsegmentes von Zeichenfeld "B". Die darunterliegende Strich/Strich - Transmissionslinie deutet wiederum von der Trommeleinschwenk - Radialnut der Trommel zu den (bei Revolvern mit ausschwenkbarer Trommel) in den Pfeilrichtungen betätigungsrelevanten darin einrastbaren Sperrriegelstift dieser Revolver - Seitenansicht.

Darunter ist diese aufmunitionierte - u. somit detailkombinierte Trommel fragmentarisch in der Vorderansicht dargestellt, womit diese spezifisch - zwischenraumlose, radiale Aneinanderreihung der Knall-/Gaspatronen; zu dessen Verschluss dieser Revolver ausschließlich konzipiert ist; nochmals unmissverständlich dargestellt wird.

Anhand der lateralen Revolver - Seitenansicht wird der Schnelllademodus mittels pauschaler Konvertierung der bereits abgefeuerten Trommel ("leer") mit der neu aufmunitionierten Trommel ("aufmunitioniert") via den spezifischen Ent-/Aufrastvorgängen - in den bezüglichen Pfeilrichtungen, - anhand eines Revolvers mit ausschwenkbarem Trommelführungsachssegment, visuell dokumentiert.

Daraus geht hervor, dass die abgefeuerte Trommel nach dem Herausschwenken derselben, - bzw. nach knicken des Laufes (bei Knicklaufrevolvern) einfach von diesem federkugelgerasteten Trommelführungsachssegment durch ein manuelles Zugmoment entrastet/abgezogen - und das neu aufmunitionierte Trommelmagazin in umgekehrter Weise achsial aufgerastet sowie definitiv in Verschlussanschlagstellung (ein)gerastet wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Vielschuss-Trommelrevolver zur Selbstverteidigung dadurch gekennzeichnet, dass dieser Trommelrevolver über eine gegenüber konventionellen Waffen dieser Gattung spezifisch gesteigerte Trommelmagazin - Patronenkapazität verfügt und darüber hinaus via einer speziellen Federkugel - Rastmechanik einen Schnellwechselvorgang der mit der Munition fest verpressten, recycelbaren Trommelmagazine ermöglicht.
  2. 2. Vielschuss-Trommelrevolver zur Selbstverteidigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aufmunitionierte Trommelmagazin aus vier spezifischen Elementar - Bestandtielen zu einer rüttelfesten, recycelbaren Baueinheit kombiniert/maschinell verpresst ist, welche da lauten: Trommelausenring mit den radial - aneinandergrenzenden patronenhülsenkonformen Patronenführungsfächernuten sowie der Einschwenk - Arretierungsnut (Zeichenfeld: "A/D/E"); vorderes (laufseitiges) Trommelinnenringsegment, (Zeichenfeld: "B") welches konzentrisch auf dem ausschwenkbaren - oder bei Knicklaufrevolvern dem statischen Trommelfürungsachssegment drehbar gelagert, - bzw. mitells hierfür speziell vorgesehener Federkugel - Rastmechanikelemente darauf abziehbar arretiert ist; hinteres (hahnseitiges) Trommelinnenringsegment (Zeichenfeld: C/D/E), welches zu einem von der Patronenlänge spezifisch definiertem Abstand zum gegenseitigen Trommelinnenringsegment distanziert gleichfalls konzentrisch auf dem hierfür spezifisch prädestinierten Trommelführungsachssegment achsial - drehbar gelagert ist und an der rückwärtigen Stirnseite die konventionellen Trommeltransport - Nockensegmente aufweist.
  3. 3. Vielschuss-Trommelrevolver nach den Ansprüchen 1/2, dadurch gekennzeichnet, dass alle diversen Trommelsegmente aus spezifischem - den Explosionsgasdrücken bruchstabil resistierendem (glasfaserverstärktem GFK-) Kunstoff gefertigt sind und dass die Patronen (Knall-/Gaspatronen) bei der Fertigung in die von den Trommelausenring-/Trommelinnenringsegmenten gebildeten, - dierekt aneinandergrenzenden, patronenhülsenkonformen Patronenintegrationsaussparungen mit definierter Haftreibungskonstante rüttelfest eingepresst werden, sodass beim Lademodus stets die Trommelmagazine im Ganzen mit wenigen manuellen Bedienungsschritten konvertiert werden.
  4. 4. Vielschuss-Trommelrevolver zur Selbstverteidigung nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die zündkapselseitigen Stirnseiten der Patronen - analog Zeichenfeld "D/E" - aufgrund dieser die Patronenkapazität optimierenden dierekten Hülsenflächen - Presskontaktierung spezifisch ellipsenförmig konformiert/gestirnt sind, sodass diese Arretierungsstirnungen mit ihren externen Diametern - analog Zeichenfeld "E" hierbei jeweils bei/nach Aufmunitionierung stets zur Trommelldrehachse ausgerichtet werden/sind.
  5. 5. Vielschuss-Trommelrevolver zur Selbstverteidigung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das ausschwenkbare - oder bei Knicklaufrevolvern "statische" Trommelführungsachssegment - analog der dargestellten Revolver- Seitenansicht eine spezifisch positionierte, radial - umlaufende Kugelführungsrille aufweist binnen welcher bei darauf aufgeschobenem Trommelmagazin die federbeaufschlagte Rastkugel des vorderen (laufseitigen) Trommelinnenringsegmentes kreisförmig geführt wird, weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelführungsrille auch im vorderen Trommelinnenringsegment eingearbeitet und demzufolge die rastkomponentäre Federkugel auch im Trommelführungsachssegment des Revolvers - variationsgemäß - integriert sein kann.






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