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Dokumentenidentifikation DE69515817T2 12.10.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0717074
Titel Zusammensetzung aus Chloroprenkautschuk und Verwendung für Vibrationsdämpfungsmaterial
Anmelder Tosoh Corp., Shinnanyo, Yamaguchi, JP
Erfinder Matsumoto, Seiji, Shinnanyo-shi, Yamaguchi-ken, JP;
Sato, Tamotsu, Kudamatsu-shi, Yamaguchi-ken, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69515817
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.12.1995
EP-Aktenzeichen 951197177
EP-Offenlegungsdatum 19.06.1996
EP date of grant 22.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse C08L 11/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Chloroprenkautschukzusammensetzung. Sie betrifft insbesondere eine Chloroprenkautschukzusammensetzung mit ausgezeichneten vibrationsdämpfenden Eigenschaften und guter Verarbeitbarkeit und eine Chloroprenkautschukzusammensetzung als vibrationsdämpfendes Material.

Verschiedene Kautschukmaterialien, einschließlich Naturkautschuke, werden als Basismaterialien für vibrationsdämpfende Materialien breit verwendet. Die breit angewendeten billigen Naturkautschuke haben jedoch eine schlechte Wetterbeständigkeit. Andererseits haben Butylkautschuke und Siliciumkautschuke, die den Naturkautschuken in den vibrationsdämpfenden Eigenschaften überlegen sind, Probleme bei der Verarbeitbarkeit, den Kosten usw.

In jüngerer Zeit wurde zusammen mit den Entwicklungen auf dem Gebiet der antiseismischen Konstruktionen für Bauwerke die Aufmerksamkeit auf vibrationsdämpfende Materialien, für eine geringe Vibration und für wenig Geräusche auf dem Gebiet der Informationsgeräte und der Präzisionsverarbeitung und für eine ungestörte und ruhige Arbeitsweise von Transportsystemen, gelenkt, und eine weitere Verbesserung der vibrationsdämpfenden Eigenschaften ist erwünscht. Kein übliches Grundmaterial genügt jedoch vollständig diesen Anforderungen.

Die vibrationsdämpfenden Eigenschaften werden üblicherweise durch einen Verlustfaktor (tan δ) bewertet und die vibrationsdämpfenden Eigenschaften werden bei Erhöhung des Verlustfaktors als verbessert angesehen.

Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die vorstehenden Probleme durchgeführt und eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Chloroprenkautschukzusammensetzung mit ausgezeichneten vibrationsdämpfenden Eigenschaften und einer guten Verarbeitbarkeit und einer Chloroprenkautschukzusammensetzung als vibrationsdämpfendes Material.

Diese Aufgabe wurde durch das überraschende Ergebnis gelöst, daß eine Chloroprenkautschukzusammensetzung, umfassend ein Chloroprenpolymer mit einem niederen Molekulargewicht und ein Chloroprenpolymer, wobei bei einer 0,1 gew.%igen Tetrahy drofuranlösung des Polymers, die Gewichtsmenge an Polymer, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0,5 um hindurchging, weniger als das 0,90fache der Gewichtsmenge an Polymer ist, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um hindurchging, eine gute Verarbeitbarkeit hat, und wenn eine solche Zusammensetzung geformt und vulkanisiert wird, ein Kautschukvulkanisat mit ausgezeichneten vibrationsdämpfenden Eigenschaften erhalten werden kann.

Die vorliegende Erfindung stellt demgemäß eine Chloroprenkautschukzusammensetzung bereit, umfassend die folgenden Polymere A und B in solchen Anteilen, daß A von 20 bis 70 Gew.-% und B von 30 bis 80 Gew.-% ist:

A: ein Chloroprenpolymer, erhältlich durch Polymerisation von Chloropren, enthaltend von 0 bis 50 Gew.-% eines mit Chloropren copolymerisierbaren Comonomeren, wobei das Polymer ein Molekulargewichtszahlenmittel von 500 bis 20000 besitzt; und

B: ein Chloroprenpolymer, erhältlich durch Polymerisation von Chloropren, enthaltend von 0 bis 50 Gew.-% eines mit Chloropren copolymerisierbaren Comonomeren, wobei bei einer 0,1 gew.-%igen Tetrahydrofuranlösung des Polymeren die Gewichtsmenge an Polymer, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0,50 um hindurchging, weniger als das 0,90fache der Gewichtsmenge an Polymer ist, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um hindurchging. Die erfindungsgemäße Chloroprenkautschukzusammensetzung ist als vibrationsdämpfendes Material verwendbar.

Die vorliegende Erfindung wird nun ausführlich unter Berücksichtigung der bevorzugten Ausführungsformen beschrieben.

Das Comonomer für jedes der Chloroprenpolymere A und B ist nicht besonders eingeschränkt, sofern es ein mit Chloropren copolymerisierbares Monomer ist. Es können zum Beispiel Monovinylverbindungen, wie Acrylnitril, Methacrylnitril und Vinylidenchlorid, Acrylsäureester, Methacrylsäureester, aromatische Vinylverbindungen, wie Styrol und α-Methylstyrol, und konjugierte Diene, wie 1,3-Butadien, 1-Chlor-1,3-butadien und 2,3- Dichlor-1,3-butadien, erwähnt werden. Die Comonomere können allein oder in Kombination als Gemisch von zwei oder mehr davon verwendet werden. Von diesen Comonomeren werden Trimethylolpropantrimethacrylat und 2,3-Dichlor-1,3-butadien besonders bevorzugt. Der Anteil des Comonomers in jedem der Chloroprenpolymere A und B beträgt von 0 bis 50 Gew.-%. Wenn der Anteil 50 Gew.-% übersteigt, kann die Beschaffenheit des Chloroprenkautschuks verloren gehen.

Das Molekulargewichtszahlenmittel des Chloroprenpolymers A beträgt 500 bis 20000. Wenn es kleiner als 500 ist, wird die Verarbeitbarkeit der Chloroprenkautschukzusammensetzung für das durch die vorliegende Erfindung erhältliche vibrationsdämpfende Material beeinträchtigt. Wenn es andererseits 20000 übersteigt, können die vibrationsdämpfenden Eigenschaften beeinträchtigt werden. Innerhalb des vorstehenden Bereiches ist der Bereich von 1000 bis 15000 besonders bevorzugt. Der Anteil des Chloroprenpolymers A in der Chloroprenkautschukzusammensetzung beträgt 20 bis 70 Gew.-%. Wenn er kleiner als 20 Gew.-% ist, können die vibrationsdämpfenden Eigenschaften beeinträchtigt werden und wenn er 70 Gew.-% übersteigt kann die Verarbeitbarkeit beeinträchtigt werden. Innerhalb des vorstehenden Bereiches ist der Bereich von 25 bis 65 Gew.-% besonders bevorzugt.

Das vorstehende Chloroprenpolymer B ist ein Polymer, wobei bei einer 0,1 gew.- %igen Tetrahydrofuranlösung des Polymers die Gewichtsmenge an Polymer, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0,5 um hindurchging, weniger als das 0,90fache der Gewichtsmenge an Polymer ist, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um hindurchging. Wenn sie das 0,90fache oder größer ist, kann die Verarbeitbarkeit der Chloroprenkautschukzusammensetzung für das durch die vorliegende Erfindung erhältliche vibrationsdämpfende Material beeinträchtigt werden. Besonders bevorzugt ist eine Gewichtsmenge von kleiner als dem 0,85fachen. Der Anteil des Chloroprenpolymers B in der Chloroprenkautschukzusammensetzung ist 30 bis 80 Gew.-%. Wenn er kleiner als 30 Gew.-% ist, kann die Verarbeitbarkeit beeinträchtigt werden, und wenn er 80 Gew.-% übersteigt, können die vibrationsdämpfenden Eigenschaften beeinträchtigt werden. Innerhalb des vorstehenden Bereiches ist der Bereich von 35 bis 70 Gew.-% besonders bevorzugt.

Das erfindungsgemäße Chloroprenpolymer kann nach einem üblichen Verfahren, wie einer Emulsionspolymerisation, Lösungspolymerisation oder Blockpolymerisation, hergestellt werden. Durch Emulsionspolymerisation kann es, zum Beispiel, wie folgt hergestellt werden.

Ein Gemisch, umfassend die Monomerkomponenten für das vorstehende Polymer und eine wahlweise Menge eines Molekulargewichtsmodifizierungsmittels wird mit einer wäßrigen Emulgatorlösung gemischt und emulgiert. Zu der Emulsion wird ein Polymerisationsinitiator zugegeben, wobei die Polymerisation durchgeführt wird. Bei einem wahlweisen Grad der Umwandlung wird ein Mittel zur Beendigung der Polymerisation zugegeben. Das Molkulargewichtsmodifizierungsmittel ist nicht besonders eingeschränkt und es kann, zum Beispiel, ein Alkylmercaptan, wie n-Dodecylmercaptan, tert-Dodecylmercaptan oder Octylmercaptan, ein Xanthogensulfid, Benzyliodid oder Iodoform verwendet werden. Der Emulgator ist nicht besonders eingeschränkt, und es kann ein anionisches grenzflächenaktives Mittel, wie ein Alkalimetallsalz von Abietinsäure, ein Alkalimetallsalz von disproportionierter Abietinsäure, ein Alkalimetallalkylsulfat, ein Alkalimetallalkylbenzolsulfonat, ein Alkalimetallpolyoxyethylenalkylphenylethersulfat, ein Alkalimetallsalz einer höheren Fettsäure, ein Alkalimetallsalz eines Naphthalinsulfonsäure/Formalin-Kondensationsprodukts oder ein Alkalimetallsalz eines Sulfonats einer höheren Fettsäure, oder es kann, zum Bei spiel, ein nichtionisches grenzflächenaktives Mittel, wie ein Polyoxyethylenalkylether oder ein Polyoxyethylenalkylphenylether, verwendet werden. Der Polymerisationsinitiator ist nicht besonders eingeschränkt und es kann, zum Beispiel, ein anorganisches oder organisches Peroxid, wie Kaliumperoxid, Ammoniumperoxid, Paramethanhydroperoxid, Cumolhydroperoxid oder tert-Butylhydroperoxid, ein Mittel des Redoxtyps mit dem vorstehenden Peroxid kombiniert mit einem Reduktionsmittel, wie Eisen(11)-sulfat, Natriumhydrosulfit oder Natriumformaldehydsulfoxylat (Rongalit), verwendet werden. Das Mittel zur Beendigung der Polymerisation ist nicht besonders eingeschränkt und es kann, zum Beispiel, ein Radikalhemmer, wie Phenothiazin, 2,2-Methylenbis(4-methyl-6-tert-butylphenol), 2,2-Methylenbis(4-ethyl-6-tert-butylphenol), 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenol, Hydrochinon, 4-Methoxyhydrochinon oder N,N-Diethylhydroxylamin, verwendet werden.

Die Polymerisationstemperatur ist nicht besonders eingeschränkt, sie beträgt aber gewöhnlich vorzugsweise 0 bis 60ºC, stärker bevorzugt 5 bis 50ºC. Wenn es schwierig ist, die Temperatur wegen der starken Wärmeerzeugung während der Polymerisation zu regeln, kann die Polymerisation unter kontinuierlicher Zugabe einer kleinen Menge des Polymergemisches oder in aufgeteilter Weise zu der wäßrigen Emulgatorlösung durchgeführt werden.

Nach Beendigung der Polymerisation kann nicht umgesetztes Monomer in dem Latex nach einem Verfahren, wie Abziehen unter vermindertem Dampfdruck, anschließende Verfestigung durch Ausfrieren oder Aussalzen, entfernt werden, wobei das Polymer isoliert wird, das dann mit Wasser gewaschen und getrocknet wird, wobei das Polymer erhalten wird.

Um das Chloroprenpolymer A nach dem vorstehend beschriebenen Polymerisationsverfahren herzustellen, ist es möglich, ein Verfahren unter Verwendung einer großen Menge des Molekulargewichtsmodifizierungsmittels oder einer großen Menge des Polymerisationsinitiators anzuwenden. Andererseits kann zur Herstellung des Chloroprenpolymers B zum Beispiel ein polyfunktionelles Monomer als copolymerisierbares Monomer verwendet werden oder die Umwandlung zur Beendigung der Polymerisation kann, zum Beispiel, auf eine Menge von mindestens 85% eingestellt werden.

Die Chloroprenkautschukzusammensetzung oder die Chloroprenkautschukzusammensetzung für vibrationsdämpfendes Material der vorliegenden Erfindung wird durch Mischen der so polymerisierten vorstehenden Polymere A und B in Form von Latizes oder als isolierte Polymere erhalten.

Die Zusammensetzung hat eine gute Verarbeitbarkeit und sie kann auf die gleiche Weise wie üblicher Chloroprenkautschuk geformt und vulkanisiert werden. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann, zum Beispiel, mit einem Vulkanisationsmittel, einem Vulkanisationsbeschleuniger, einem Verstärkungsmittel, einem Füllstoff, einem Weichmacher, einem Antioxidans, einem Stabilisierungsmittel usw. mit einer Knetmaschine, wie einer Walzenmühle oder einem Banbary-Mischer gemischt werden, und das Gemisch wird zu der gewünschten Form geformt und dann vulkanisiert. Das erhaltene Kautschukvulkanisat für vibrationsdämpfendes Material hat ausgezeichnete vibrationsdämpfende Eigenschaften und es kann, zum Beispiel, für antiseismische Baukonstruktionen, Stützen für vibrationserzeugende Gegenstände, wie industrielle Produkte, Produktionseinrichtungen, oder Automotoren oder Federungsvorrichtungen für Fahrzeuge verwendet werden.

Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Beispiele ausführlich beschrieben. Es sollte jedoch selbstverständlich sein, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die typischen Beispiele eingeschränkt wird.

Das Molekulargewichtszahlenmittel eines Chloroprenpolymers wurde durch GPC (Gelpermeationschromatographie) bestimmt. Um die Gewichtsmenge der Filterdurchdringung einer 0,1 gew.-%igen Tetrahydrofuranlösung des Polymers zu bestimmen wurde die 0,1 gew.-%ige Tetrahydroftiranlösung durch ein Filter mit einem Porendurchmesser von 0,50 um beziehungsweise durch ein Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um filtriert und die jeweiligen Filtrate wurden den GPC-Analysen unterworfen, wobei die entsprechenden Peak-Bereiche erhalten wurden, wobei die Gewichtsmenge der Filterdurchdringung durch das Verhältnis (Peak-Bereich des 0,50 um Filterflltrats)/(Peak-Bereich des 1,0 um Filterfiltrats) dargestellt ist. Die Verarbeitbarkeit der Chloroprenkautschukzusammensetzung wurde durch die Walzentrenneigenschaft der Mischung während des Knetens durch eine 8 inch Walzenmühle ausgewertet. Außerdem wurden die mechanischen Eigenschaften des vulkanisierten Kautschuks gemäß JIS K6301 ausgewertet. Die vibrationsdämpfenden Eigenschaften wurden durch Bestimmung des Verlustfaktors (tan δ) durch einen Apparat zum Messen der Viskoelastizität (Spektrometer, hergestellt von Iwamoto Seisakusho) bei 23ºC unter einer anfänglichen Spannung von 5%, einer Verschiebung von ± 1% und einer Vibrationsfrequenz von 1 Hz ausgewertet.

Polymerisationsbeispiele 1 bis 3 (Polymere A1 bis A3)

4 Gew.-Teile eines Kaliumsalzes von disproportionierter Abietinsäure, 0,5 Gew.- Teil eines Natriumsalzes eines Naphthalinsulfonsäure/Formalin-Kondensationsprodukts, 0,2 Gew.-Teil Natriumhydroxid, 100 Gew.-Teile destilliertes Wasser und ein Gemisch von Monomeren und n-Dodecylmercaptan als Molekulargewichtsmodifiziermittel mit einer in Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzung wurden in einen 21 Autoklaven, der mit einem Rührer ausgerüstet war, eingebracht und der Autoklav wurde ausreichend mit Stickstoff durchgespült. Dann wurde, wobei die Temperatur bei 40ºC gehalten wurde, eine wäßrige Kaliumpersulfatlösung kontinuierlich tropfenweise zugegeben, wobei die Polymerisation durchgeführt wurde. Als die Umwandlung 70% erreichte, wurde 0,05 Gew.-Teil 2,2-Me thylenbis(4-methyl-6-tert-butylphenol) zugegeben, wobei die Polymerisation beendet wurde, und die verbleibenden nicht umgesetzten Monomere wurden durch Abziehen unter vermindertem Dampfdruck entfernt, wobei ein Latex erhalten wurde.

Ein Teil des Latex wurde zu Methanol zugegeben, wobei ausgefälltes Polymer gewonnen und getrocknet wurde, wobei ein Chloroprenpolymer erhalten wurde. Das Molekulargewichtszahlenmittel des Polymers wurde gemessen und es ist in Tabelle 1 angegeben.

Die so erhaltenen Polymere sind als A1 bis A3 bezeichnet.

Tabelle 1

Polymerisationsbeispiele 4 und 5 (Polymere B1 und B2)

Die in Tabelle 1 angegebenen Monomerengemische wurden auf die gleiche Weise wie in Polymerisationsbeispiel 1 polymerisiert und isoliert, außer daß die Umwandlung bei Beendigung auf 90 beziehungsweise 93% verändert wurde, wobei Chloroprenpolymere erhalten wurden. In Tabelle 1 ist die Gewichtsmenge einer 0,1 gew.%igen Tetrahydrofuranlösung eines jeden Polymers, das durch ein Filter mit einem Porendurchmesser von 0,50 um hindurchgegangen ist zu dem Gewicht des durch ein Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um durchgegangenen Polymers angegeben. Die so erhaltenen Polymere sind als B1 und B2 bezeichnet.

Polymerisationsbeispiel 6 (Polymer B3)

Das in Tabelle 1 angegebene Monomerengemisch wurde auf die gleiche Weise wie in Polymerisationsbeispiel 1 polymerisiert und isoliert, außer daß 0,5 Gew.-Teil Natriumoleat als Emulgator zugegeben wurde, wobei ein Chloroprenpolymer erhalten wurde. In Tabelle 1 ist die Gewichtsmenge einer 0,1 gew.-%igen Tetrahydrofuranlösung des Polymers, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0,50 um durchgegangen ist zu dem Gewicht des durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um durchgegangenen Polymers angegeben. Das erhaltene Polymer ist als B3 bezeichnet.

Polymerisationsbeispiel 7 (Polymer B4)

Das in Tabelle 1 angegebene Monomerengemisch wurde auf die gleiche Weise wie in Polymerisationsbeispiel 1 polymerisiert und isoliert, wobei ein Chloroprenpolymer erhalten wurde. In Tabelle 1 ist die Gewichtsmenge einer 0,1 gew.%igen Tetrahydrofuranlösung des Polymers, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0,50 um hindurchging zu dem Gewicht des Polymers, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um hindurchging angegeben. Das erhaltene Polymer ist als B4 bezeichnet.

Beispiel 1

Latizes, die in den vorstehenden Polymerisationsbeispielen erhalten wurden, wurden nach dem Entfernen von nicht umgesetzten Monomeren gemischt, wobei eine in Tabelle 2 angegebene Polymerzusammensetzung erhalten wurde, anschließend wurde zum Verfestigen gefroren, mit Wasser gewaschen und durch heiße Luft getrocknet, wobei die gewünschte Chloroprenkautschukzusammensetzung erhalten wurde.

Die Chloroprenkautschukzusammensetzung wurde in eine in Tabelle 3 angegebene Formulierung eingemischt und durch eine 8 inch Walzenmühle geknetet. Die dabei erhaltenen Walzentrenneigenschaften sind in Tabelle 2 angegeben. Die Mischung wurde außerdem bei 160ºC 30 Minuten lang der Preßvulkanisation unterworfen, wobei eine vulkanisierte Kautschukmasse erhalten wurde. Die physikalischen Eigenschaften und der Verlustfaktor (tan δ) des Vulkanisats sind in Tabelle 2 angegeben. Die Ergebnisse zeigen, daß die Walzentrenneigenschaften gut und der Verlustfaktor (tan δ) hoch ist, das zeigt, daß sowohl eine gute Verarbeitbarkeit als auch ausgezeichnete vibrationsdämpfende Eigenschaften erzielt wurden.

Tabelle 2

Tabelle 3 (Gew.-Teile)

Chloroprenkautschuk 100

Stearinsäure 1

Santite S 1) 3

Ruß 40

Nippuseal VN3 2) 10

Magnesiumoxid 4

Zinkoxid 5

Naphthenöl 10

Ethylenthioharnstoff 1,5

1) gereinigtes Spezialwachs (hergestellt von Siko Kagaku)

2) Kieselsäurefeinststeilchen nach dem Naßverfahren (hergestellt von Nippon Silica Kogyo)

Beispiel 2 bis 7

Wie in Beispiel 1 wurden Chloroprenkautschukzusammensetzungen mit den in Tabelle 2 angegebenen Zusammensetzungen hergestellt. Die Chloroprenkautschukzusammensetzungen wurden außerdem vulkanisiert und wie in Beispiel 1 bewertet. Die Walzentrenneigenschaften, die mechanischen Eigenschaften beziehungsweise die Verlustfaktoren (tan δ) sind in Tabelle 2 angegeben. Die Ergebnisse zeigen, daß die Walzentrenneigenschaften gut und die Verlustfaktoren (tan δ) hoch sind, das zeigt, daß sowohl eine gute Verarbeitbarkeit als auch ausgezeichnete vibrationsdämpfende Eigenschaften erzielt wurden.

Vergleichsbeispiele 1 bis 6

Wie in Beispiel 1 wurden Chloroprenkautschukzusammensetzungen mit den in Tabelle 4 angegebenen Zusammensetzungen hergestellt. Die Chloroprenkautschukzusammensetzungen wurden außerdem vulkanisiert und wie in Beispiel 1 bewertet. Die Verarbeitbarkeit, die mechanischen Eigenschaften beziehungsweise die Verlustfaktoren (tan 6) sind in Tabelle 4 angegeben. Die Ergebnisse zeigen, daß es nicht möglich ist eine Verbesserung der Verarbeitbarkeit und gleichzeitig eine Verbesserung der vibrationsdämpfenden Eigenschaften zu erzielen.

Tabelle 4

Aus den vorstehenden Ergebnissen ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Chloroprenkautschukzusammensetzungen eine gute Verarbeitbarkeit und ausgezeichnete vibrationsdämpfende Eigenschaften haben.


Anspruch[de]

1. Chloroprenkautschukzusammensetzung, umfassend die folgenden Polymere A und B in solchen Anteilen, daß A von 20 bis 70 Gew.-% und B von 30 bis 80 Gew.-% ist:

A: ein Chloroprenpolymer, erhältlich durch Polymerisation von Chloropren, enthaltend von 0 bis 50 Gew.-% eines mit Chloropren copolymerisierbaren Comonomeren, wobei das Polymer ein Molekulargewichtszahlenmittel von 500 bis 20.000 besitzt; und

B: ein Chloroprenpolymer, erhältlich durch Polymerisation von Chloropren, enthaltend von 0 bis 50 Gew.-% eines mit Chloropren copolymerisierbaren Comonomeren, wobei bei einer 0,1 gew.-%igen Tetrahydrofuranlösung des Polymeren die Gewichtsmenge an Polymer, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0,50 um hindurchging, weniger als das 0,90fache der Gewichtsmenge an Polymer ist, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um hindurchging.

2. Chloroprenkautschukzusammensetzung nach Anspruch 1, in der das Comonomer für A und B mindestens ein Vertreter ausgewählt aus Monovinylverbindungen, Acrylsäureestern, Methacrylsäureestern, aromatischen Vinylverbindungen und konjugierten Dienen ist.

3. Chloroprenkautschukzusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, in der das Comonomer für A und B Trimethylolpropantrimethacrylat, 2,3-Dichlor-1,3- butadien oder ein Gemisch davon ist.

4. Chloroprenkautschukzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in der das Molekulargewichtszahlenmittel des Chloroprenpolymeren A von 1.000 bis 15. 000 ist.

5. Chloroprenkautschukzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in der das Chloroprenpolymer A von 25 bis 65 Gew.-% und das Chloroprenpolymer B von 35 bis 75 Gew.-% ausmacht.

6. Chloroprenkautschukzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei bei einer 0,1 gew.-%igen Tetrahydrofuranlösung des Chloroprenpolymeren B die Gewichtsmenge an Polymer, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 0,5 um hindurchging, weniger als das 0,85fache der Gewichtsmenge an Polymer ist, das durch einen Filter mit einem Porendurchmesser von 1,0 um hindurchging.

7. Verwendung der Chloroprenkautschukzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 als vibrationsdämpfendes Material.







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