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Dokumentenidentifikation DE69607469T2 12.10.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0836655
Titel POLYESTERFILAMENTE UND -KABEL
Anmelder E.I. du Pont de Nemours and Co., Wilmington, Del., US
Erfinder ANEJA, Pal, Arun, Greenville, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69607469
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.06.1996
EP-Aktenzeichen 969234590
WO-Anmeldetag 26.06.1996
PCT-Aktenzeichen US9610933
WO-Veröffentlichungsnummer 9702373
WO-Veröffentlichungsdatum 23.01.1997
EP-Offenlegungsdatum 22.04.1998
EP date of grant 29.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse D01D 5/253
IPC-Nebenklasse D01F 6/62   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Verbesserungen bei Polyesterelementarfäden und -kabeln und insbesondere neue Polyesterelementartbden mit einem einmaligen sechskanaligen Querschnitt, die so ausgeführt sind, daß sie besonders in einem neuen Polyesterkabel nützlich sind, das für eine Umwandlung in ein Faserband auf einer Kammgarn- oder Streichgarnanlage und eine nachfolgende Verarbeitung auf derartigen Anlagen geeignet ist, und sie betrifft Verfahren, die damit in Beziehung stehen, und Produkte, die sich daraus ergeben, und sie weist weitere Vorteile auf.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Alle Garne aus synthetischen Fasern, die die Garne aus Polyesterfasern umfassen, können in zwei Gruppen eingeteilt werden, nämlich (1) Elementarfadengarne und (2) Spinngarne, was Garne aus Fasern bedeutet, die diskontinuierlich sind, wobei man sich auf letztere Fasern oftmals als Stapelfasern oder Schnittfasern bezieht. Diese Erfindung bringt Verbesserungen, die hauptsächlich in Beziehung zu der letzteren Gruppe von Polyesterfasern entwickelt wurden, aber derartige Polyester(stapel)fasern wurden zuerst durch Extrudierung zu endlosen Polyesterelementarfäden gebildet, die in der Form eines Kabels aus endlosen Polyesterelementarfäden verarbeitet werden.

Die Begriffe "Faser" und "Elementarfaden" werden hierin oftmals umfassend verwendet, ohne daß beabsichtigt ist, daß die Verwendung des einen Begriffes den anderen ausschließen soll.

Diese Erfindung wurde hauptsächlich entwickelt, um Probleme zu lösen, denen man in Beziehung zu Kabeln aus endlosen Polyesterelementarfäden begegnet, da es wünschenswert ist, eine Fähigkeit einer besseren Verarbeitung nachfolgend auf der Kammgarnanlage bereitzustellen als sie für Polyesterkabel zu verzeichnen ist, die bisher kommerziell zur Verfügung standen. Wie hierin nachfolgend zu sehen ist, ist die Lösung, die für die Probleme bereitgestellt wird, denen man begegnete, ein neuer Polyesterelementarfaden mit einmaligem Querschnitt, worauf man sich zweckmäßigerweise hierin oftmals als "sechskanalig" oder "sechskanalig bogenförmig-oval" bezieht. Die neuen Polyesterelementarfäden haben bei anderen Anwendungen ebenfalls Vorteile gezeigt.

Meistens war es das Ziel der Hersteller von synthetischen Fasern, die vorteilhaften Eigenschaften der Naturfasern zu kopieren, von denen die üblichsten Baumwoll- und Wollfasern sind.

Die meisten der Polyesterschnittfasern zeigten einen runden Querschnitt und wurden mit Baumwolle gemischt. Ein typisches textiles Spinngarn zeigt eine metrische Nummer von 42,4 (Baumwollnummer 25) und einen Querschnitt, der etwa 140 Fasern von 1,7 dtex (1,5 dpf, Denier pro Elementarfaden) enthält, und eine Länge von 4 cm (1,5 in.). Es war üblich, den dpf pro Elementarfaden und die Länge abzustimmen. Der Denier ist das Gewicht in Gramm von 9000 Meter Faser und daher im wesentlichen ein Maß der Dicke der Faser. Wenn man sich auf den Denier bezieht, ist oftmals der Nenn- oder Durchschnittsdenier gemeint, da unvermeidlich eine Abweichung längs des Fadens und von Faden zu Faden vorhanden ist, d. h., längs der Länge eines Elementarfadens und bzw. zwischen verschiedenen Elementarfäden. Im allgemeinen war es das Ziel der Faserhersteller, in allen Verarbeitungsstufen längs des Fadens und von Faden zu Faden soviel Gleichmäßigkeit wie möglich zu erhalten, um eine Polyesterfaser mit rundem Querschnitt und einem einzigen dtex (Denier) und von gleichmäßigem dtex (Denier) in der Praxis zu erhalten. 1,5 dpf und eine Länge von 1,5 in. entsprechen 1,7 dtex und fast 4 cm.

Polyester/Kammgarne unterscheiden sich von Polyester/Baumwollgarnen, wobei typischerweise die metrische Nummer 25,8 (Kammgarnnummer 23) beträgt, und sie zeigen einen Querschnitt, der etwa 60 Fasern für ein einfaches Garn und etwa 42 Fasern für ein zweifaches Garn enthält, mit Fasern, die 4,4 dtex (4 dpi) und eine Länge von fast 9 cm (3,5 in.) aufwiesen. Die Garnnummer kann über 61,8 metrisch bis 11,2 metrisch (55 Kammgarnnummer bis 10 Kammgarnnummer) variieren, während der dtex (Denier) und die Länge bis zu etwa 5 dtex (4,5 Denier) und 11,5 cm bis zu etwa 3,3 dtex (3 Denier) und 7,5 cm variieren können. Es ist erst relativ kurz, daß die Vorteile der Verwendung von synthetischen Fasern mit einem dtex (dpf), der niedriger ist als der der entsprechenden Naturfasern (wie beispielsweise Wolle), als praktisch ermittelt und/oder erkannt wurden. Jüngste Versuche, eine Polyesterfaser mit niedrigem dtex (dpi) für ein Mischen mit Wolle auf der Kammgarnanlage bereitzustellen, waren jedoch nicht erfolgreich und erfordern eine Verbesserung. Da der Faser-dtex (Denier) verringert wurde, war es schwieriger geworden, die Fasern in der Fabrik zu verarbeiten (Kardieren, Strecken, Kardieren auf der Nadelstabstrecke, usw.). Tatsächlich waren unterhalb eines bestimmten Faser-dtex (Denier) die Polyesterfasern, die probiert wurden, praktisch unmöglich zu verarbeiten, und/oder sie lieferten Erzeugnisse mit schlechter Qualität. Daher ermittelten wir für die großtechnisch akzeptable Verarbeitung und das Mischen mit Wolle in der Praxis, daß der Faser-dtex (Denier) von derartigen Polyesterfasern ein Minimum von etwa 3,3 dtex (3 dpi) aufweisen mußte. Man glaubte, daß Elementarfadenkabel von einem dtex (dpi) (Nennwert) von weniger als 3,3 (3) nicht großtechnisch zu diesem Zeitpunkt verfügbar sind. Das war im Fachgebiet so weit die Lage. Bis jetzt schien der Versuch, einen Wunsch zur Reduzierung des dpf zu manipulieren, in Verbindung mit einer zufriedenstellenden Verarbeitbarkeit in der Fabrik unvereinbar oder widersprüchlich.

Die Verarbeitung auf der Kammgarnanlage ist von der Praxis vollständig abweichend, die meistens gegenwärtig auf der Baumwollanlage ausgeübt wird, die im allgemeinen die Baumwollfaser einsetzt, die in Ballen verkauft wird, und die mit der Polyesterfaser gemischt werden kann, die hauptsächlich eine Stapelfaser oder Schnittfaser ist, die ebenfalls in verdichteten Ballen verkauft wird. Im Gegensatz dazu wünschen die Arbeiter an der Kammgarnanlage für eine Verarbeitung auf ihrer Anlage den Kauf eines Kabels der Polyesterfaser (anstelle eines verdichteten Ballens der Schnittfaser), so daß sie das Kabel (das kontinuierlich ist) in ein kontinuierliches Faserband (ein kontinuierlicher Faden aus diskontinuierlichen Fasern, worauf man sich hierin nachfolgend kurz als "Schnittfaser" bezieht) durch Schneid-Quetschen oder Reißen umwandeln können. Dieses Faserband wird danach (als ein kontinuierlicher Faden) durch mehrere Stufen verarbeitet, d. h., Strecken, Färben, Lissieren, Kardieren auf der Nadelstabstrecke, Strecken auf dem Nadelrahmen und im allgemeinen schließlich Mischen mit Wolle. Wenn auf der Kammgarnanlage verarbeitet wird, ist es sehr wichtig, daß die Kontinuität des Faserbandes beibehalten wird. Es ist jedoch ebenfalls wichtig, daß man in der Lage ist, die Schnittfaser im Faserband in angemessener Weise zu behandeln, während eine vernünftig zufriedenstellende Verarbeitungsgeschwindigkeit für das kontinuierliche Faserband aufrechterhalten wird. Wie es gezeigt wird, führten jüngste Versuche, ein wünschenswertes Polyesterelementarfadenkabel, beispielsweise mit niedrigem dtex (dpi) zu verwenden, nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Beispielsweise wurden unzufriedenstellend niedrige Maschinenproduktivitätsziffern nach dem Färben gefordert; wir glauben, daß das der Fall sein konnte, weil derartige Polyesterfasern vorher zu dicht zusammengepackt wurden.

Entsprechend einem Aspekt der Erfindung wird ein Elementarfaden mit einem bogenförmig-ovalen peripheren Querschnitt bereitgestellt, der ein Längenverhältnis (A : B) von etwa 3 : 1 bis 1,1 : 1 aufweist, wobei B die maximale Breite ist und A längs der Hauptachse des bogenförmig-ovalen peripheren Querschnittes gemessen wird, und der 6 Rillen aufweist, die sich längs des Elementarfadens erstrecken, wobei 3 der 6 Rillen auf jeder Seite der Hauptachse angeordnet sind, wobei 4 der 6 Rillen in Richtung der Enden der Hauptachse angeordnet sind und worauf man sich hierin als äußere Rillen bezieht, bei dem ein Paar der äußeren Rillen, die am gleichen Ende der Hauptachse angeordnet sind, zwischen sich einen Lappen an jenem gleichen Ende der Hauptachse begrenzen und voneinander durch einen Mindestabstand zwischen dem Paar von d&sub1; getrennt sind, wobei die Breite des Querschnittes, gemessen im Lappen, b&sub1; ist, und wobei die restlichen 2 der 6 Rillen, die nicht äußere Rillen sind, zwischen äußeren Rillen auf einer Seite der Hauptachse angeordnet sind und worauf man sich hierin als innere Rillen bezieht, bei dem die inneren Rillen voneinander durch einen Mindestabstand zwischen sich von d&sub2; getrennt sind, bei dem Ausbauchungen in dem im allgemein ovalen peripheren Querschnitt dadurch begrenzt werden, daß sie zwischen einer der inneren Rillen und einer der äußeren Rillen vorhanden sind, wobei die Breite des Querschnittes, wenn sie in einer derartigen Ausbauchung gemessen wird, b&sub2; beträgt, und bei dem die zahlenmäßigen Beziehungen zwischen den Breiten b&sub1; und b&sub2; und den Abständen d&sub1; und d&sub2; die folgenden sind: d&sub1;/b&sub1; beträgt etwa 0,5 bis etwa 1; d&sub2;/b&sub2; beträgt etwa 0,5 bis etwa 0,9; und b&sub1;/b&sub2; beträgt etwa 0,25 bis etwa 0,9. Diese einmalige Querschnittskonfiguration mit 6 Rillen wird oftmals hierin als "sechskanalig" bezeichnet. Wie gezeigt wird, wird der Begriff "Elementarfaden" hierin umfassend verwendet. Der Begriff wird verwendet, um sowohl Elementarfäden als auch Schnittfasern zu umfassen.

Diese Erfindung ist hauptsächlich auf die Lösung von Problemen gerichtet, denen man beim Bereitstellen von Polyesterelementarfäden (die für die Elementarfadenkabelverarbeitung auf Kammgarn- oder Streichgarnanlagen geeignet sind) begegnet, wie es bereits aufgezeigt wird. Die Vorteile der einmaligen sechskanaligen Querschnittskonfiguration meiner neuen Elementarfäden können ebensogut auch für andere synthetische Elementarfäden angepaßt werden, beispielsweise Polyamide oder Polyolefine.

Entsprechend einem weiteren Aspekt der Erfindung stellen wir ein Polyesterelementarfadenkabel aus derartigen neuen Elementarfäden für eine Verarbeitung auf der Kammgarn- oder Streichgarnanlage bereit. Polyesterelementarfadenkabel wird meistens in großen Behältern für Elementarfadenkabel verkauft.

Die Vorteile der Erfindung werden hauptsächlich bei den nachfolgenden Erzeugnissen und bei der Verarbeitung auf der Kammgarnanlage demonstriert, wie es hierin nachfolgend veranschaulicht wird. Derartige Vorteile sind besonders für sechskanalige Fasererzeugnisse mit niedrigerem dtex (dpi) wichtig, aber Verbesserungen sind ebenfalls für normale dtex (dpi) möglich. Daher werden ebenfalls derartige nachfolgende sechskanalige Fasererzeugnisse entsprechend der Erfindung bereitgestellt, insbesondere kontinuierliche Kammgarnbänder aus sechskanaligen Polyester (schnitt)fasern und Garne, textile Flächengebilde und Bekleidungsstücke aus derartigen Faserbändern, die Mischungen aus Polyesterfasern und Wollfasern und/oder, wenn es gewünscht wird, anderen Fasern und Verfahren für deren Herstellung und/oder Verwendung umfassen.

Wie hierin nachfolgend beschrieben wird, wurden, obgleich die Erfindung von der Lösung eines Problems in Beziehung zum Polyesterkabel für eine Verarbeitung auf einer Kammgarnanlage ausging, Vorteile bei Elementarfadengarnen aus Elementarfäden mit meinem neuen sechskanaligen Querschnitt demonstriert. Entsprechend einem weiteren Aspekt der Erfindung werden derartige Elementarfadengarne wnd ihre nachfolgenden Erzeugnisse, wie beispielsweise textile Flächengebilde und Bekleidungsstücke, somit ebenfalls bereitgestellt.

Entsprechend weiteren Aspekten der Erfindung werden Verfahren für die Herstellung der neuen Elementarfäden und weiterer Erzeugnisse bereitgestellt. Insbesondere wird ein Verfahren zur Herstellung eines Elementarfadenkabels aus gestreckten, gekräuselten Polyesterelementarfäden filz eine Umwandlung in Polyesterkammgarne bereitgestellt, worin das Elementarfadenkabel aufweist oder im wesentlichen aus Polyesterelementarfäden mit meinem neuen sechskanaligen Querschnitt besteht, wobei ein derartiges Verfahren die folgenden Schritte aufweist: Bilden von Bündeln derartiger Elementarfäden aus dem Polyesterpolymer, vorzugsweise mit einem Kettenverzweigungsmittel hergestellt, und vorzugsweise bei Anwendung einer radial gerichteten Abschreckluft aus einem profilierten Abschrecksystem; Sammeln derartiger Bündel von Elementarfäden; und deren Kombinieren zu einem Elementarfadenkabel; und Strecken und Kräuseln der Elementarfäden in der Form eines derartigen Kabels.

Es zeigen:

Fig. 1 eine vergrößerte (1000-fach) Fotografie einer bevorzugten Ausführung der Elementarfäden der Erfindung, die geschnitten wurden, um ihre einmaligen sechskanaligen Querschnitte ebenso wie einen Teil ihrer Elementarfadenlänge zu zeigen, wie hierin nachfolgend detaillierter diskutiert wird;

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines derartigen Querschnittes, um die Berechnungen der Abmessungen zu veranschaulichen;

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Spinndüsenkapillaröffnung, die benutzt wird, um Elementarfäden der Erfindung zu erspinnen;

Fig. 4 schematische Darstellungen weiterer Spinndüsenkapillaröffnungen für das Erspinnen von Elementarfäden der Erfindung;

Fig. 5 schematische Darstellungen verschiedener sechskanaliger Querschnitte für Elementarfäden der Erfindung, wobei ein fünfkanaliger Querschnitt eingeschlossen ist;

Fig. 6 bis 8 verschiedene Kurven, die grafisch dargestellt wurden, um die Aspekte und Vorteile der Erfindung zu veranschaulichen, wie sie hierin nachfolgend erklärt werden.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Wie gezeigt wird, betrifft diese Erfindung hauptsächlich das Lösen von Problemen in Verbindung mit Polyesterelementarfadenkabeln, die für eine Verarbeitung auf Kammgarn- oder Streichgarnanlagen geeignet sind. Gegenwärtig vertraut man darauf, daß derartige Polyesterkabel für Kammgarnanlagen, wie sie kommerziell verfügbar sind, Bündel aus gekräuselten, gestreckten Elementarfäden mit rundem Elementarfadenquerschnitt und mit einem dtex von im allgemeinen etwa 1000000 (Denier von im allgemeinen etwa 900000) aufweisen, wobei jeder Elementarfaden etwa 3,3 dtex (3 Denier) aufweist. 1 dtex entspricht 0,9 Denier, wobei 1 Denier das Gewicht von 9000 Meter Faser in Gramm ist und daher ein Maß von im wesentlichen der Dicke der Faser. Wenn man sich auf dtex (Denier) bezieht, meint man oftmals den Nenn- oder Durchschnitts-dtex (-Denier), da unvermeidlich eine Abweichung längs des Fadens und von Faden zu Faden vorhanden ist, d. h., längs der Länge eines Elementarfadens und bzw. zwischen verschiedenen Elementarfäden. Im allgemeinen war es das Ziel der Faserhersteller, in allen Verarbeitungsstufen längs des Fadens und von Faden zu Faden so viel Gleichmäßigkeit wie möglich zu erhalten. Die meisten Polyesterfasern zeigen einen runden Querschnitt. Die meisten zeigen ebenfalls einen einzelnen dtex (Denier) und einen so gleichmäßigen dtex (Denier) wie es praktisch ist. Das ist die gegenwärtige großtechnische Praxis bei der Herstellung von Kabeln für die Verarbeitung auf der Kammgarnanlage. Das US-A-5591523, das unter USSN 08/497495 ausgestellt wurde, eingereicht am 30. Juni 1995, stellt Polyesterkabel von gemischtem dtex (dpf) bereit, indem Elementarfäden mit einem im allgemeinen ovalen, gerillten, nicht runden Querschnitt verwendet werden, und so wird seine Offenbarung dadurch hierin als Hinweis ausdrücklich eingeschlossen.

Die Querschnitte der Polyesterelementarfäden entsprechend unserer Erfindung dürfen nicht rund sein, sondern müssen bogenförmig-oval sein, d. h., im allgemeinen mit einer ovalen Form mit Bogen (d. h., mit Vertiefungen) in dem im allgemeinen ovalen Umfang, so daß Rillen (Kanäle) bereitgestellt werden, die entlang der Länge der Elementarfäden verlaufen. Vor 20 Jahren wurde ein Polyesterelementarfaden mit bogenförmig-ovalem Querschnitt mit 4 Rillen von Gorrafa im U.S. Patent Nr. 3914488 offenbart, dessen Offenbarung dadurch hierin als Hinweis ausdrücklich eingeschlossen ist. DuPont stellte Polyesterfasern mit einem derartigen 4-rilligem bogenförmig-ovalem Querschnitt (worauf man sich hierin manchmal als "4g" bezog) für eine Verwendung in Elementarfadengarnen und Stapeln für die Verarbeitung auf der Baumwollanlage her und verkaufte diese, aber vorher nicht für eine großtechnische Verwendung auf der Kammgarn- oder Streichgarnanlage. Nach unserem besten Wissen und Glauben verkaufte kein weiterer Faserhersteller bogenförmig-ovale Polyesterfasern für eine Verwendung auf der Kammgarn- oder Streichgarnanlage. Unser sechskanaliger Querschnitt weicht eindeutig von dem bogenförmig-ovalen Querschnitt ab, der von Gorrafa offenbart wird. Wie hierin nachfolgend offenbart wird, bietet unser sechskanaliger Querschnitt Vorteile gegenüber dem bogenförmig-ovalen Querschnitt von Gorrafa. Überraschenderweise bringt die Verwendung von Elementarfäden mit sechskanaligem Querschnitt Verbesserungen und löst die Probleme, die hierin vorangehend in Verbindung mit der Verarbeitung von Polyesterelementarfadenkabeln auf einer Kammgarnanlage erwähnt wurden.

Das Wesen der vorliegenden Erfindung ist die Querschnittsform oder Konfiguration unserer neuen Elementarfäden, die sich hauptsächlich aus der Auswahl der geeignet geformten Polymerextrudieröffnungen ergibt, wie von Gorrafa diskutiert wird, obgleich andere Faktoren, wie beispielsweise die Polymerviskosität und die Spinnbedingungen, ebenfalls die Form der Elementarfäden beeinflussen. Das wird jetzt mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen diskutiert. Die Querschnittskonfiguration der Elementarfäden entsprechend der Erfindung kann in Fig. 1 gesehen werden, die eine Mikrofotografie (1000-fach) ist, die die tatsächlichen Elementarfadenquerschnitte zeigt, wie sie im Beispiel 1 hergestellt werden.

Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines typischen sechskanaligen Querschnittes. Für eine einfache Diskussion bestimmter Abmessungen, die bedeutend sein können, wird gezeigt, daß sich die größte Abmessung A des Umfanges des Faserquerschnittes längs der Hauptachse (x) erstreckt. Die maximale Breite (B) des Faserquerschnittes erstreckt sich parallel zur Nebenachse (y). Auf das Verhältnis von A zu B bezieht man sich als das Längenverhältnis (A/B). Dieses Längenverhältnis muß im allgemeinen bis zu etwa 3 : 1 betragen und mindestens etwa 1,1 : 1 (entsprechend einem B/A-Verhältnis von etwa 0,35 bis etwa 0,9); ein bevorzugtes Längenverhältnis wurde bei etwa 2 : 1 vorgefunden. Wie gesehen werden kann, weist der Querschnitt einen im allgemeinen ovalen Umfang auf, der vertieft ist, und der in diesem Umfang etwas dem früheren (4 Rillen) bogenförmig-ovalen Querschnitt gleicht, der vor 20 Jahren von Gorrafa offenbart wurde. Anders als der bogenförmig-ovale mit 4 Rillen weist dieser Umfang jedoch sechs (6) Vertiefungen auf (die mit 6 Kanälen oder Rillen entsprechen, die sich längs der Länge des Elementarfadens erstrecken). Drei (3) Rillen (Vertiefungen) befinden sich auf beiden Seiten des Querschnittes, d. h., auf jeder Seite der Hauptachse (x). Auf vier (4) der sechs Rillen (Vertiefungen) bezieht man sich als "äußere" Rillen (Vertiefungen), da sie in Richtung der Enden der Hauptachse (x) angeordnet sind, so daß ein Paar dieser äußeren Rillen, eine auf beiden Seiten davon, in der Nähe eines jeden Endes angeordnet ist, und dieses Paar begrenzt einen Lappen an jedem Ende. Dieser Lappen zeigt eine Breite b&sub1;, gemessen im allgemeinen parallel zur Nebenachse (y). Ein derartiges Paar von äußeren Rillen am gleichen Ende der Hauptachse (x) ist voneinander um einen Abstand d&sub1; getrennt, ebenfalls in einer Richtung parallel zur Nebenachse (y) gezeigt, weil die Rillen symmetrisch angeordnet gezeigt werden. Es wird verstanden, daß, wenn die Vertiefungen nicht einander gegenüberliegen (wie bei einigen der in Fig. 5 gezeigten Querschnitte), der Trennabstand d&sub1; nicht genau parallel zur Nebenachse (y) verlaufen wird. Die restlichen Rillen auf beiden Seiten der Hauptachse sind zwischen diesen äußeren Rillen angeordnet, und man bezieht sich darauf entsprechend als "innere" Rillen (Vertiefungen). Derartige Rillen im allgemeinen ovalen (d. h., im allgemeinen konvex gekrümmten) Umfang begrenzen (zwischen benachbarten Rillen längs einer Seite des Querschnittes) das, worauf man sich hierin als "Ausbauchungen" bezieht; diese können als etwas dem gleich betrachtet werden, worauf sich Gorrafa als seine Lappen bezieht, die er an jedem äußersten Ende seiner Nebenachse anordnete, die aber wahrscheinlich richtiger mit Ausbauchungen anstelle von Lappen bezeichnet werden. Weil bevorzugte Elementarfäden der vorliegenden Erfindung sechskanalige Elementarfäden sind, deren Querschnitte sechs (6) Rillen aufweisen, im Gegensatz zu den vier (4) von Gorrafa, weisen unsere Querschnitte drei (3) Rillen auf beiden Seiten und zwei (2) Ausbauchungen auf beiden Seiten auf; es könnten mehr vorhanden sein, aber diese Anzahl wird in der Praxis bevorzugt. Die Breite einer Ausbauchung wird mit b&sub2; bezeichnet (entsprechend der Breite eines Lappens, nämlich b&sub1;), und ein Paar innere Rillen wird voneinander (über die Hauptachse) um d&sub2; getrennt (entsprechend der Trennung zwischen einem Paar äußeren Rillen um einen Abstand d&sub1;). Wie verstanden wird, ist die maximale Breite einer Ausbauchung B, nämlich die maximale Breite des Elementarfadenquerschnittes.

Die zahlenmäßigen Beziehungen der vorangegangenen Parameter müssen annähernd wie folgt sein:

Wie in Fig. 2 zu sehen ist, und wie von Gorrafa beschrieben wird, können einige Aspekte des peripheren Querschnittes des Elementarfadens durch Umkreise beschrieben werden, beispielsweise einen Kopfradius r&sub1; eines Lappens am äußersten Ende der Hauptachse (x); das ist der Fall, weil das Polymer zum Fließen neigt um gleichmäßige Biegungen im Umfang zu erzeugen. Die Länge A des Querschnittes kann als 2R beschrieben werden, worin R der Radius eines Umkreises ist, und die Stelle der äußeren Rillen kann als annähernd auf einem Kreisbogen mit dem Radius r&sub3; betrachtet werden, wie in Fig. 2 gezeigt wird. Gleichermaßen kann der Umfang einer Ausbauchung als ein Kreisbogen mit dem Radius r&sub2; beschrieben werden und die äußeren und inneren Rillen als konkave Bogen mit dem Radius r&sub4; und bzw. r&sub5;, wenn es gewünscht wird. Das Verhältnis des Radiusses r&sub3;/R beträgt vorzugsweise etwa 0,5, wobei die Werte, wie sie bei einigen der Beispiele gemessen werden, von etwa 0,45 bis etwa 0,67 betragen, und sie können beispielsweise von etwa 0,25 bis etwa 0,75 betragen.

Verschiedene alternative sechskanalige Querschnitte kann man sich für Elementarfäden dieser Erfindung vorstellen, und sie werden in Fig. 5 gezeigt. Wie aus einigen der Alternativen in Fig. 5 gesehen werden kann, müssen die Vertiefungen nicht symmetrisch einander gegenüberliegend auf beiden Seiten des Elementarfadens angeordnet sein. Tatsächlich, wie unten links gezeigt wird, kann man sich eine fünfkanalige Konfiguration mit drei Kanälen auf einer Seite und nur zwei auf der anderen vorstellen. Mehr als sechs Kanäle kann man sich ebenfalls vorstellen, aber sie könnten weniger bevorzugt werden.

Spinndüsenkapillaröffnungen, die für die Herstellung von Elementarfäden der Erfindung bevorzugt werden, werden in Fig. 3 und 4 gezeigt und hierin nachfolgend detaillierter in den Beispielen beschrieben, wie weitere Einzelheiten der Herstellungsverfahren.

Das Polyesterpolymer, das verwendet wird, um die Elementarfäden herzustellen, ist vorzugsweise kettenverzweigt, wie im Beispiel I gezeigt wird. Diese Technologie wurde in unterschiedlichen Techniken umfassend offenbart, die umfassen: Mead und Reese, U.S. Patent 3335211; MacLean und Mitarbeiter, U.S. Patente 4092299 und 4113704; Reese, U.S. Patent 4833032; EP 294912 und die darin offenbarte Technik mittels eines Beispiels. Tetraethylsilikat (TES) wird als Kettenverzweigungsmittel entsprechend der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Die Menge des Kettenverzweigungsmittels wird vom gewünschten Ergebnis abhängig sein, aber im allgemeinen werden 0,3 bis 0,7 mol-% des Polymers bevorzugt. Das Polyesterpolymer sollte wünschenswerterweise im wesentlichen 2G-T Homopolymer (das nicht einen Gehalt an Kettenverzweigungsmittel aufweist) sein, d. h., Poly(ethylenterephthalat), und es sollte vorzugsweise eine niedrige relative Viskosität aufweisen, und es wurde ermittelt, daß Polymere mit einer relativen Viskosität von etwa 8 bis etwa 12 sehr gute Ergebnisse liefern, wie hierin nachfolgend in den Beispielen gezeigt wird; die relative Viskosität (LRV) wird in Broaddus, U.S. Patent 4712988 definiert. Wie von Mead und Reese offenbart wird, ist ein Vorteil der Verwendung von TES der, daß es später hydrolysiert, um ein wünschenswertes Erzeugnis mit geringer Knötchenbildung zu liefern. Die Verwendung einer radial gerichteten Abschreckluft aus einer profilierten Abschreckanlage, wie sie von Anderson und Mitarbeitern im U.S. Patent 5219582 offenbart wird, wird jedoch bevorzugt, insbesondere, wenn ein derartiges Polymer mit niedriger Viskosität versponnen wird. Wie ebenfalls in den Beispielen gezeigt wird, können Copolymere (Polymere mit comonomeren Einheiten) des Ethylenterephthalates anstelle des 2G-T Homopolymers verwendet werden, wobei kationisch färbbare Copolyesterfasern mit wünschenswerten niedrigen Knötchenbildungseigenschaften eingesetzt wurden.

Veränderungen bei den Polymeren und Elementarfäden und ihrer Herstellung und Verarbeitung werden oftmals davon abhängig sein, was bei den nachfolgenden Erzeugnissen gewünscht wird, wie beispielsweise den textilen Flächengebilden und Bekleidungsstücken. Ästhetische Betrachtungen sind bei Bekleidung und anderen textilen Anwendungen sehr wichtig. Anwendungen im Bereich der Kammgarnbekleidung umfassen beispielsweise maßgeschneiderte Herren- und Damenanzüge, Einzelstücke, lange, weite Hosen, Blazer, Militär- und Berufsuniformen, Oberbekleidung und Maschenware.

Wie hierin nachfolgend und hierin vorangehend bei "Hintergrund" aufgezeigt wird, können Elementarfadenkabel der Erfindung (die ihre resultierenden Faserbänder umfassen) mit Vorteilen auf der Kammgarnanlage verarbeitet werden. Typische Verfahrensschritte bei der Herstellung werden hierin nachfolgend im Beispiel I beschrieben. Das Kräuseln und Strecken und die meisten anderen Erzeugnis- und Verarbeitungsbedingungen und Eigenschaften wurden im Fachgebiet beschrieben, worauf man sich beispielsweise bezogen hat.

Die Erfindung wird weiter in den folgenden Beispielen veranschaulicht, die sich aus Gründen der Zweckmäßigkeit auf die Verarbeitung auf der Kammgarnanlage beziehen, die im allgemeinen wichtiger ist, aber die Elementarfadenkabel der Erfindung könnten ebenfalls auf einer Streichgarnanlage verarbeitet werden. Alle Teile und Prozentangaben sind gewichtsbezogen, wenn es nicht anderweitig angegeben wird. Die meisten Prüfverfahren sind gut bekannt und/oder werden im Fachgebiet beschrieben. Die Werte wurden konventionell mit Bezugnahme auf den Denier gemessen und als solche in den Beispielen registriert, insbesondere den Tabellen (aber die SI-Werte wurden mit Bezugnahme auf dtex danach in runden Klammern angegeben).

Um einen Zweifel zu vermeiden, wird die Erklärung der Verfahren, die angewandt wurden, in den folgenden Paragraphen vorgelegt.

Die Faserreibungen werden bei Anwendung des folgenden Verfahrens erhalten. Ein Versuchsfaserflor, der 0,75 g wiegt, wird hergestellt, indem Fasern auf einem Klebeband mit einer Breite von 2,54 cm (1 in.) und einer Länge von 20,3 cm (8 in.) angeordnet werden. Für die Messungen der Reibung zwischen den Fasern werden 1,5 g Fasern auf einem Rohr mit einem Durchmesser von 5 cm (2 in.) angebracht, das auf einem sich drehenden Rohr auf der Spindel angeordnet wird. Ein Ende des Versuchsfaserflors wird an einem Dehnungsmeßstreifen befestigt und über die mit Fasern bedeckte Spindel drapiert. Ein Gewicht von 30 g wird am entgegengesetzten Ende befestigt, und es werden die Zugspannungen gemessen, während sich die Spindel mit verschiedenen Geschwindigkeiten über einen Bereich von 0,0016 bis 100 cm/sec, dreht. Wenn die Reibung zwischen Faser und Metall gemessen wird, wird ein glattes Metallrohr anstelle des Rohres verwendet, das mit 1,5 g Fasern bedeckt ist, aber das Verfahren ist anderweitig gleich. Die Reibungskoeffizienten werden aus den Zugspannungen berechnet, die gemessen werden. Fig. 6 und 7 stellen die Reibungskoeffizienten grafisch über der Geschwindigkeit (cm/sec.) für die Reibung zwischen den Fasern und bzw. die Reibung zwischen Faser und Metall für 3,3 dtex (3 dpf) Fasern dar, wie am Ende des Beispiels I erklärt wird.

Die Faserquerschnitte wurden bei Anwendung des folgenden Verfahrens erhalten. Ein Faserprüfling wird in einem Hardy Mikrotom (Hardy, U.S. Department of Agriculture circ. 378, 1933) montiert und entsprechend den Methoden in dünne Abschnitte unterteilt, im wesentlichen so, wie in "Fiber Microscopy Its Technique and Applications" von J.L. Sloves (von Northrand Co., Inc., New York, 1958, Nr. 180-182) offenbart wird. Die dünnen Schnitte werden danach auf einen Objekttisch eines Super Fiberquant-Videomikroskopes montiert (Vashaw Scientific Co., 3597 Parkway Lane, Suite 100, Norcross, Georgia, 30092) und auf der Super Fiberquant-Katodenstrahiröhre unter Vergrößerungen angezeigt, wie sie benötigt werden. Das Bild eines einzelnen dünnen Schnittes einer Faser wird ausgewählt, und es werden kritische Faserabmessungen gemessen. Bei Verwendung der Fiberquant-Ergebnisse werden das Längenverhältnis, das Lappenverhältnis und das Rillenverhältnis berechnet. Der Vorgang wird danach ihr jeden Elementarfaden im Gesichtsfeld wiederholt, um einen statistisch bedeutenden Probensatz zu erzeugen.

Die Dochtwirkungsgeschwindigkeit ist die Fähigkeit eines Materials, Wasser durch Kapillarwirkung aufzunehmen oder zu transportieren. Daher wird diese Messung als eine Hauptkomponente der charakteristischen Behaglichkeitsmerkmale (Schweißtransport) in textilen Flächengebilden betrachtet. Der Versuch besteht aus dem Aufhängen von 18 cm (7 in.) langen Proben vertikal in destilliertem Wasser, das 2,5 cm (1 in.) tief ist, und darin, daß die Entfernung, die das Wasser im Prüfling nach oben zurückgelegt hat, in vorgeschriebenen Zeitintervallen gemessen wird, und daß diese Entfernungen grafisch über der Zeit dargestellt werden, die über eine Zeitdauer von 30 Minuten verstrichen ist.

BEISPIEL I

Elementarfäden aus Poly(ethylenterephthalat) wurden bei 282ºC aus dem Polymer in der Schmelze ersponnen, das 0,40 mol-% Tetraethylorthosilikat enthielt (wie es von Mead und Mitarbeitern im U.S. Patent 3335211 beschrieben wird), und das eine relative Viskosität von 10,1 aufwies (ermittelt für eine Lösung von 80 mg des Polymers in 10 ml Hexafluorisopropanol-Lösungsmittel bei 25ºC). Das Polymer wurde mit einer Geschwindigkeit von 33,3 kg/h (73,4 lbs./br) durch eine Spinndüse mit 450 Kapillaren extrudiert. Eine Draufsicht der Kapillare wird in Fig. 3 gezeigt. Wie gezeigt wird, besteht die Kapillare aus vier Rhomben, die durch Kanäle verbunden sind, um eine gut definierte Elementarfadenform, eine gute Spinnleistung und eine geringe Faserfibrillierungsneigung zu erhalten. Die Höhe (β) einer jeden großen rhombentbrmigen Austrittsöffnung, gemessen längs der Oberfläche der Spinndüse und parallel zur y-Achse, betrug 536 u (21,1 mil), und die andere gezeigte Abmessung (I&sub2;, längs der x-Achse) betrug 231 u (9,1 mil). Die zwei kleinen rhombenförmigen Austrittsöffnungen, die sich auf beiden Seiten der großen befinden, waren jeweils 320 u (12,6 mil) hoch (y, parallel zur y-Achse) und 213 u (8,4 mil) (I&sub1;, längs der x-Achse). Die vier Rhomben in jeder Gruppe wurden durch drei Kanäle miteinander verbunden. Die Verbindungskanäle waren 50 u (2 mil) hoch (I&sub4;, parallel zur y-Richtung) und 121 u (4,76 mil) lang (I&sub3;, längs der x-Achse), wobei zu verstehen ist, daß die Längen (I&sub3;) der Kanäle längs der x-Achse bereits bei der Berechnung der Abmessungen (I&sub2; und I&sub1;) der vier Rhomben eingeschlossen sind, wie in Fig. 3 gezeigt wird. Alle vier Rhomben wurden in einer geradlinigen Reihe angeordnet, wobei die längsten Abmessungen (Höhe) parallel verliefen, wie in Fig. 3 gezeigt wird. Die Gesamtlänge (a) der Austrittsöffnung (längs der x-Achse) betrug etwa 890 u (35 mil). Elementarfäden, die aus der Spinndüse mit 450 Kapillaren hergestellt wurden, wurden mit 1460 m/min. (1600 yd/min.) aufgewickelt, nachdem sie bei Anwendung von radial gerichteter Luft aus einer profilierten Abschreckanlage abgeschreckt wurden, wie von Anderson und Mitarbeitern, U.S. Patent 5219582, beschrieben wird. Das Bündel der aufgewickelten Elementarfäden zeigte 3800 dtex (3420 Denier) mit 450 Elementarfäden (8,4 dtex (7,6 Denier) pro Elementarfaden). Die physikalischen Eigenschaften werden in der Tabelle A angegeben.

Etwa 37 Fäden wurden kombiniert, um ein Elementarfadenkabel herzustellen. Das Elementarfadenkabel wurde auf das 3-fache beim Sprühstrecken in Wasser von 95ºC gestreckt. Das Elementarfadenkabel wurde danach durch eine Stauchkammerkräuselungseinrichtung geführt, um etwa 3,1 Kräuselungen pro cm (etwa 8 Kräuselungen pro in.) zu bewirken, und um ein Elementarfadenkabel mit 53060 dtex, 3,2 dtex/Elementarfaden (47754 Denier, 2,9 dpf) zu erhalten. Die Eigenschaften des gestreckten Elementarfadenkabels werden in Tabelle B aufgezeigt. Die gestreckten Elementarfäden zeigten sechskanalige Querschnitte (wie in Fig. 1 gezeigt wird) mit den folgenden Parametern:

A/B = 2, d&sub1;/b&sub1; = 0,87, d&sub2;/b&sub2; = 0,61, b&sub1;/b&sub2; = 0,50

Die Eigenschaften der Elementarfadenkabel werden ebenfalls in beiden Tabellen für kommerziell verfügbare runde Elementarfäden (R) und für Elementarfäden mit einem 4-rilligen bogenförmig-ovalen Querschnitt (4 g) (wie von Gorrafa im U.S. Patent 3914488 beschrieben) für Vergleichszwecke angegeben und zeigen, daß diese Eigenschaften vergleichbar sind (so könnte man erwartet haben, daß ihre Fähigkeiten zur Verarbeitung auf einer Kammgamanlage vergleichbar sind).

TABELLE A
TABELLE B

Die Fasern in diesen Elementarfadenkabelbündeln wurden auf der Kammgamanlage in der Fabrik verarbeitet. Die Fasern mit runden Querschnitten (R) waren infolge der nicht akzeptabel hohen Niveaus der Reibung zwischen den Fasern und zwischen Fasern und Metall während verschiedener Stufen des Streckens auf dem Nadelrahmen, d. h. der Reibung, die erzeugt wird, wenn eine Faseroberfläche auf einer anderen Fläche gleitet, schwierig zu verarbeiten. Wenn Fasern mit sechskanaligem Querschnitt entsprechend Beispiel 1 verarbeitet wurden, war dieses Problem jedoch nicht anzutreffen. Die Fasern mit 4-rilligen bogenförmig-ovalen Querschnitten (4 g) ließen sich etwas besser verarbeiten als die runden Fasern, waren aber schlechter als jene der Erfindung.

Die Faserreibungseigenschaften jener Fasern werden in Fig. 6 und 7 für die Reibung zwischen den Fasern und bzw. die Reibung zwischen Faser und Metall verglichen. Die Werte für die sechskanaligen Fasern der Erfindung werden als Quadrate grafisch dargestellt, im Gegensatz zu jenen für runde Fasern (R) (als Kreise grafisch dargestellt) und für 4-rillige (4 g) Fasern (als Rhomben grafisch dargestellt).

BEISPIEL II

Ein kationisch färbbares Polyestergarn von 78 dtex (70 Denier) aus 34 Elementarfäden wurde aus der Schmelze bei 290ºC mit dem Polymer des 2GT mit 15,2 LRV, das mit 2% Ethylen 5- (natriumsulfoisophthalat) modifiziert wurde, in einem gekoppelten Spinn-Reckverfahren (der von Chantry und Mitarbeitern im U.S. Patent 3216187 beschriebenen Art) durch Spinnen mit 1960 m/min. (2143 ypm), Strecken auf das 1,4-fache und Aufwickeln mit 2743 m/min. (3000 ypm) versponnen. Die Austrittsöffnungskapillare gleicht im allgemeinen der, die im Beispiel I beschrieben wird, zeigt aber die folgenden Abmessungen. Die Höhe (β) einer jeden großen rhombenförmigen Austrittsöffnung, gemessen längs der Oberfläche der Spinndüse, betrug 513 u (20,2 mil), und die I&sub2;-Abmessung betrug 221 u (8,7 mil). Die zwei kleinen Austrittsöfthungen, die sich auf beiden Seiten der großen befinden, waren 290 u (11,4 mil) hoch, und I&sub1; betrug 198 u (7,8 mil). Die Verbindungskanäle waren 64 u (2,5 mil) hoch (I&sub4;) und 102 u (4,0 mil) lang (I&sub3;). Zwei Bündel von 78 dtex (70 Denier) wurden kombiniert, um ein Garn von 156 dtex (140 Denier) herzustellen, und auf eine Spule aufgewickelt. Die Garneigenschaften werden in der Tabelle C nach dem Beispiel III angegeben. Das Garn wurde zu einer einfachen Jersey-Maschenware gestrickt und gefärbt. Die resultierenden Eigenschaften des textilen Flächengebildes werden in der Tabelle D ebenfalls nach dem Beispiel III vorgelegt. Die Feuchtigkeitstransporteigenschaften (Dochtwirkungsgeschwindigkeit) wurden an den textilen Flächengebilden gemessen und in Fig. 8 verglichen, wo die Werte für sechskanalige Fasern der Erfindung grafisch als Quadrate dargestellt werden, im Gegensatz zu den Werten für 4-rillige (4 g) Fasern, die als Rhomben grafisch dargestellt werden, und die Höhen (in. = 2,54 cm) werden über der Zeit (in Minuten) grafisch dargestellt. Ein Vorteil der Erfindung ist die verbesserte Behaglichkeit, wie sie durch die Eigenschaft des starken Feuchtigkeitstransportes widergespiegelt wird, wobei das textile Flächengebilde aus einem Garn aus sechskanaligen Elementarfäden entsprechend der Erfindung einen in starkem Maß besseren Feuchtigkeitstransport zeigte, verglichen mit einem textilen Flächengebilde aus einem Garn aus 4-rilligen bogenförmig-ovalen (4 g) Elementarfäden, das als eine Kontrollprobe verwendet wurde.

BEISPIEL III UND VERGLEICHSBEISPIELE

Garne aus Elementarfäden nach dem gekoppelten Spinn-Reckverfahren wurden bei Verwendung von drei verschiedenen Ausführungen der Kapillarkonstruktion ersponnen, wurden aber anderweitig so hergestellt wie im Beispiel II. Wie zu sehen ist, obgleich alle diese drei Elementarfäden sechs Rillen in einem im allgemeinen ovalen peripheren Querschnitt zeigten, entsprach nur Beispiel III der Erfindung, wohingegen A und B Vergleichsbeispiele waren, weil ihre Querschnittsabmessungen unterschiedlich waren. Im Beispiel II zeigten die großen Rhomben der Kapillare einen Durchlaßquerschnitt von 71900 u² (111,5 mil²), und die kleinen Rhomben zeigten einen Durchlaßquerschnitt von 36100 u² (56 mil²), was zu einem Polymerstromteilungsverhältnis von 3,55 führte. Im Beispiel III betrug der Durchlaßquerschnitt der großen Rhomben nur 52000 u² (80,6 mil²), während der Durchlaßquerschnitt der kleinen Rhomben wiederum 36100 u² (56 mil²) betrug, wobei das resultierende Polymerteilungsverhältnis 2,13 betrug. Beim Vergleichsbeispiel A zeigten die großen Rhomben der Kapillare einen Durchlaßquerschnitt von 47500 u² (73,7 mil²), und der Durchlaßquerschnitt der kleinen Rhomben betrug 33900 u² (52,6 mil²), was zu einem Polymerstromteilungsverhältnis von 2,03 führte. Beim Vergleichsbeispiel B zeigten die großen Rhomben der Kapillare einen Durchlaßquerschnitt von 74800 u² (116 mil²), während die kleinen Rhomben einen Durchlaßquerschnitt von 17300 u² (26,8 mil²) zeigten, wobei das resultierende Polymerstromteilungsverhältnis 19,0 betrug. Die Spinndüsenaustrittsöffnungen bestanden aus 34 Gruppen mit vier Rhomben in jeder Gruppe. Bei jedem der Vergleichsbeispiele A und B, wie auf der linken Seite oben in Fig. 4 gezeigt wird, war kein Verbindungskanal zwischen den Rhomben zu verzeichnen, während in den Beispielen II und III alle Rhomben durch Kanäle miteinander verbunden waren. Weitere Kapillarkonfigurationen können aus einer Gruppe von Rhomben oder Kreisen bestehen, die nicht eben miteinander verbunden sind, sondern durch einen kleinen Abstand getrennt sind, wie in der nächsten Reihe in Fig. 4 gezeigt wird. Der untere Posten in Fig. 4 zeigt eine Kapillarkonfiguration für das Spinnen eines Querschnittes mit versetzten Kanälen.

Die physikalischen Eigenschaften werden in Tabelle C angegeben.

Einfache Jersey-Gestricke wurden hergestellt, und es wurden die Eigenschaften gemessen, wie beim Beispiel II, und sie werden in Tabelle D für die Vergleichsbeispiele A und B vorgelegt und für textile Flächengebilde, bei denen Elementarfäden mit 4-rilligem (4 g) bogenförmig-ovalem Querschnitt (wie es im U.S. Patent 3914488 gelehrt wird) eingesetzt werden, hergestellt als Kontrollprobe, und aus sechskanaligem Band (HR) als weiteren Vergleich. Alle fünf werden in Tabelle D aufgelistet. Wie aus Tabelle E zu sehen ist, zeigt ein sechskanaliger Bandquerschnitt (HR) sechs Rillen, ist aber eher bandartig als oval, d. h., die Lappen an den äußersten Enden der Hauptachse zeigen die gleiche Breite wie die Ausbauchungen, die den inneren Rillen näher sind (b&sub1; = b&sub2;). Ein Beispiel für einen derartigen HR-Querschnitt wurde im U.S. Patent 4316924 (Minemura und Mitarbeiter) unter dem Titel "Synthetischer Pelz und Herstellungsverfahren" in Fig. 1D und in den Beispielen 1 und 6 offenbart, die das Spinnen der Elementarfäden aus Austrittsöffnungen offenbaren, wie sie in Fig. 2D gezeigt werden; Fig. 1J und 1K zeigen ebenfalls sechskanalige Bandquerschnitte, die denen in Fig. 1D gleich sind, die aber innere Hohlräume aufweisen. Alle textilen Flächengebilde zeigten die folgenden Nennkonstruktionseigenschaften: Gewicht etwa 100 g/m² (3,0 oz./yd²), Maschenstäbchen x Maschenreihen etwa 156 · 125 pro dm (40 · 32 pro in.), Dicke etwa 300 u (12 mil). Die mit der Behaglichkeit des textilen Flächengebildes in Beziehung stehenden Eigenschaften werden in Tabelle D gezeigt. Das aus Beispiel II erhaltene textile Flächengebilde zeigte die beste Luftdurchlässigkeit von 557422/866592 cm³/s (1181/1836 cfm) trocken/naß und die beste Wasserdampfdurchlässigkeit von 5016 g/24 Stunden/m². Das aus dem Vergleichsbeispiel A erhaltene textile Flächengebilde zeigte eine geringere Luftdurchlässigkeit von 434240/485688 cm³/s (920/1029 cfm) trocken/naß und ebenfalls eine schlechtere Wasserdampfdurchlässigkeit von 3825 g/24 Stunden/m². Es wird bemerkt werden, daß die von den Vergleichsbeispielen A und B erhaltenen textilen Flächengebilde schlechtere Behaglichkeitseigenschaften im Vergleich zu jenen aus Beispiel II zeigten. Die bei den Vergleichsbeispielen A und B eingesetzten Fasern zeigten große äußere Rillenverhältnisse (d&sub1;/b&sub1;) von 1,11 und 1,30, wie es vorher erwähnt wurde. Das textile Flächengebilde des Vergleichs der Elementarfäden mit 4-rilligem bogenförmig-ovalem Querschnitt (4 g) zeigte die nächstbeste Luftdurchlässigkeit von 534304/613128 cm³/s (1132/1299 cfm) trocken/naß und Wasserdampfdurchlässigkeit von 4470 g/24 Stunden/m², besser als jene für das sechskanalige Band (HR) von 475304/543272 cm³/s (1007/1151 cfm) trocken/naß und bzw. 3993 g/24 Stunden/m².

TABELLE C
TABELLE D
TABELLE E


Anspruch[de]

1. Polyesterelementarfaden mit einem bogenförmig-ovalen peripheren Querschnitt, der ein Längenverhältnis (A : B) von etwa 3 : 1 bis 1,1 : 1 aufweist, wobei B die maximale Breite ist und A längs der Hauptachse des bogenförmig-ovalen peripheren Querschnittes gemessen wird, und der 6 Rillen aufweist, die sich längs des Elementarfadens erstrecken, wobei 3 der 6 Rillen auf jeder Seite der Hauptachse angeordnet sind, wobei 4 der 6 Rillen in Richtung der Enden der Hauptachse angeordnet sind und worauf man sich hierin als äußere Rillen bezieht, bei dem ein Paar der äußeren Rillen, die am gleichen Ende der Hauptachse angeordnet sind, zwischen sich einen Lappen an jenem gleichen Ende der Hauptachse begrenzen und voneinander durch einen Mindestabstand zwischen dem Paar von d&sub1; getrennt sind, wobei die Breite des Querschnittes, gemessen im Lappen, b&sub1; ist, und wobei die restlichen 2 der 6 Rillen, die nicht äußere Rillen sind, zwischen äußeren Rillen auf einer Seite der Hauptachse angeordnet sind und worauf man sich hierin als innere Rillen bezieht, bei dem die inneren Rillen voneinander durch einen Mindestabstand zwischen sich von d&sub2; getrennt sind, bei dem Ausbauchungen in dem im allgemein ovalen peripheren Querschnitt dadurch begrenzt werden, daß sie zwischen einer der inneren Rillen und einer der äußeren Rillen vorhanden sind, wobei die Breite des Querschnittes, wenn sie in einer derartigen Ausbauchung gemessen wird, b&sub2; beträgt, und bei dem die zahlenmäßigen Beziehungen zwischen den Breiten b&sub1; und b&sub2; und den Abständen d&sub1; und d&sub2; die folgenden sind: d&sub1;/b&sub1; beträgt etwa 0,5 bis etwa 1; d&sub2;/b&sub2; beträgt etwa 0,5 bis etwa 0,9; und b&sub1;/b&sub2; beträgt etwa 0,25 bis etwa 0,9.







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