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Dokumentenidentifikation DE10001215A1 26.10.2000
Titel Dachdeckerkran mit Funksender am Kranausleger
Anmelder Theodor Klaas GmbH & Co KG, 59387 Ascheberg, DE
Erfinder Klaas, Ludger, 59387 Ascheberg, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Anmeldedatum 14.01.2000
DE-Aktenzeichen 10001215
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B66C 13/44
IPC-Nebenklasse B66C 13/12   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Dachdeckerkran mit einem Kranausleger, der mehrere teleskopierbare Abschnitte aufweist und mit einem Funksender im Bereich des Kopfstückes des Kranauslegers ausgebildet ist, wobei ein wideraufladbarer elektronischer Energiespeicher des Funksenders sowie einem Generator, der durch Bewegung des Dachdeckerkrans antreibbar ist und der zum Aufladen des Energiespeichers wirksam mit dem verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dachdeckerkran nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Derartige Dachdeckerkrane sind aus der Praxis bekannt. Sie weisen den Vorteil auf, daß sie keine kabelgebundene Signalübertragung zwischen dem Kopfstück des Kranauslegers und der eigentlichen Kransteuerung benötigen, so daß einerseits Kabeltrommeln und ähnliche Bauteile entfallen können und andererseits Funktionsstörungen durch Kabelschäden ausgeschlossen werden können.

Nachteilig bei den gattungsgemäßen Dachdeckerkranen ist jedoch, daß die Betriebsbereitschaft des Funksenders regelmäßig überprüft bzw. sichergestellt werden muß. Der beispielsweise als Batterie verwendbare Energiespeicher erfordert ein regelmäßiges Auswechseln. Sind beispielsweise wiederaufladbare Energiespeicher in Form von Akkumulatoren od. dgl. vorgesehen, so müssen diese regelmäßig nachgeladen werden und hierzu beispielsweise an ein Ladegerät angeschlossen werden. Ist eine Aufladung des Energiespeichers über ein Solarmodul vorgesehen, so ist die Effektivität des Ladevorganges durch Verschmutzung oder Beschädigung des Solarmoduls erheblich beeinträchtigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Dachdeckerkran dahingehend zu verbessern, daß dieser mit geringstmöglichem Wartungs- bzw. Handhabungsaufwand die möglichst ständige Funktionsbereitschaft des Funksenders ermöglicht.

Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch einen Dachdeckerkran mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, einen Generator zu verwenden, der durch Bewegungen des Dachdeckerkranes betätigt wird. So kann beispielsweise ein bewährter und mechanisch antreibbarer Generator vorgesehen sein, der zuverlässig arbeitet und wartungsfrei ist.

Vorteilhaft kann dieser Generator als handelsüblicher Dynamo ausgestaltet sein, wie er beispielsweise für Fahrräder preisgünstig handelsüblich ist.

Vorteilhaft ist der Generator ebenfalls wie der Funksender im Kopfbereich des Kranauslegers angeordnet. Auf diese Weise wird eine Kabelführung zwischen Generator und Funksender weitestgehend vermieden bzw. weitestgehend minimiert, um die Vorteile des Entfalls eines Verbindungskabels zwischen dem Kopfstück und der Basis des Kranauslegers beizubehalten. Im Bereich des Kopfstückes eignet sich insbesondere die Umlenkrolle für das Hubseil als bewegliches Bauteil, um mit diesem Bauteil den Generator anzutreiben.

Ohne Änderungen an der Umlenkrolle einerseits und dem handelsüblichen Generator andererseits kann ein sogenannter "Walzendynamo" Verwendung finden, der als Radialläufer zur Anlage auf der Lauffläche eines Fahrradreifens vorgesehen ist. Dieser Radialläufer kann dem äußeren Umfang der Umlenkrolle anliegend montiert sein, wobei üblicherweise Umlenkrollen aus Kunststoff Verwendung finden, so daß aufgrund der verwendeten Materialpaarung, der Oberflächenbeschaffenheit des Generators und des Anpreßdruckes, mit dem der Generator an der Umlenkrolle anliegt, ein zuverlässiger Antrieb des Generators sichergestellt ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird anhand der Zeichnung im folgenden näher erläutert.

Dabei ist mit 1 rein schematisch und ausschnittsweise ein Kranausleger angedeutet, der aus mehreren Teleskopschüssen 2 besteht, wobei in der Zeichnung lediglich die Teleskopschüsse 2 einer sogenannten Klappspitze 3 dargestellt sind. In der Klappspitze 3 ist eine Umlenkrolle 4 für das Hubseil des Dachdeckerkranes gelagert. Radial liegt der Umlenkrolle 4 ein Generator 5 an, der als sogenannter Walzendynamo für Fahrräder handelsüblich ist.

Während des täglichen Betriebs wird der Dachdeckerkran zunächst aufgebaut, anschließend wird der Kranausleger 1 vollständig ausgefahren. Auch bei diesen Bewegungen oder bei einer anschließenden Drehbewegung des Kranauslegers könnte der Antrieb des Generators vorgesehen sein. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorteilhaft, daß im Vergleich zu den genannten Bewegungen die Bewegungen des Hubseils erheblich häufiger erfolgen, so daß ein erheblich intensiverer Antrieb des Generators 5 erfolgt und somit besonders zuverlässig die stete Funktionsbereitschaft des Funksenders sichergestellt sein kann, dessen Energiespeicher durch den Generator 5 aufgeladen wird.

Insbesondere ist vorteilhaft der Funksender an dem letzten Element der Klappspitze 3 vorgesehen, da dieses stets aus den übrigen Teleskopschüssen 2 herausragt, auch bei vollständig eingefahrenem Kranausleger 1, so daß der Funksender vor Beschädigungen beim Ein- oder Ausfahren des Kranauslegers 1 geschützt ist. Zudem kann der Funksender auf diese Weise in unmittelbarer Nähe der Umlenkrolle 4 angeordnet sein, so daß eine minimal kurze Kabelverbindung zwischen dem Generator 5 und dem Funksender ermöglicht ist.

Ein sicherer Betrieb des Dachdeckerkrans kann dadurch sichergestellt werden, daß innerhalb bestimmter Zeitabstände ein Bestätigungssignal vom Funksender ausgesandt wird. Gegebenenfalls kann auf die Aussendung eines derartigen Bestätigungssignales verzichtet werden, wenn ohnehin mit Hilfe des Funksenders Steuerungsbefehle gesendet werden.

Bleiben die Bestätigungssignale aus, so geht die Kransteuerung automatisch auf die Betriebsart "Störung", wobei ggf. die gesamte Kransteuerung blockiert wird, so daß zuverlässig gefährliche Betriebszustände vermieden werden können. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Generator oder der Energiespeicher im Bereich der Arbeitsbühne defekt sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Dachdeckerkran mit einem Kranausleger, der mehrere teleskopierbare Abschnitte aufweist und mit einem Funksender im Bereich des Kopfstückes des Kranauslegers, gekennzeichnet durch einen wiederaufladbaren elektronischen Energiespeicher des Funksenders sowie durch einen Generator (5), der durch Bewegung des Dachdeckerkrans antreibbar ist und der zum Aufladen des Energiespeichers wirksam mit diesem verbunden ist.
  2. 2. Dachdeckerkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (5) als handelsüblicher Dynamo ausgestaltet ist.
  3. 3. Dachdeckerkran nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (5) durch eine Umlenkrolle (4) für das Hubseil angetrieben ist.






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