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Breitbandverstärker für Videosignalübertragung über Kabel sowie Verfahren zur Einstellung eines Breitbandverstärkers - Dokument DE19830193C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19830193C2 26.10.2000
Titel Breitbandverstärker für Videosignalübertragung über Kabel sowie Verfahren zur Einstellung eines Breitbandverstärkers
Anmelder MHM Electronic GmbH, 31698 Lindhorst, DE
Erfinder Haubrich, Reinhard, 30926 Seelze, DE;
Lambrette, Thomas, 31737 Rinteln, DE
Vertreter Thömen und Kollegen, 30175 Hannover
DE-Anmeldedatum 06.07.1998
DE-Aktenzeichen 19830193
Offenlegungstag 20.01.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse H03F 1/42
IPC-Nebenklasse H03F 3/189   H04N 7/10   H04B 3/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Breitbandverstärker für Videosignalübertragung über Kabel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Einstellung eines Breitbandverstärkers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.

Bei der Übertragung von Videosignalen über eine größere Entfernung ist bei der drahtgebundenen Übertragung mit umweltbedingten niederfrequenten Potentialdifferenzen auf dem Kabel und mit frequenzabhängigen Dämpfungsverlusten des übertragenen Videosignals zu rechnen. Zur Vermeidung von Potentialausgleichsströmen werden Potentialtrenner eingesetzt und zur Kompensation der frequenzabhängigen Dämpfungsverluste sind Verstärker erforderlich. Darüberhinaus kann noch eine Anpassung an bestehende Kabel im Hinblick auf deren Wellenwiderstand sowie deren symmetrischen oder asymmetrischen Aufbau nötig sein.

Bisher werden für jede örtliche Ausgangssituation spezielle Geräte eingesetzt und kombiniert, um die erforderlichen Anpassungen zwischen den Videokomponenten und der Übertragungsstrecke vorzunehmen. So werden bisher gesonderte Geräte zur Potentialtrennung und Verstärkung sowie zur Anpassung an unterschiedliche Kabeltypen verwendet. Gerade für unterschiedliche Kabeltypen und Kabellängen müssen Verstärker einen großen Pegelbereich abdecken und frequenzabhängige Dämpfungsverluste individuell kompensieren können. Bei Verwendung mehrerer Verstärker ist dann die Einstellung der einzelnen Filter zur Kompensation der Dämpfungsverluste sehr schwierig, da diese sich gegenseitig beeinflussen. Eine Kombination aller bisher verwendeten Module in einem Gerät, das dazu noch alle Einstellvarianten und Einstellbereiche beherrscht, war bisher nicht möglich.

Aus der US 5 742 205 ist ein Breitbandverstärker für Videosignalübertragung über Kabel mit seriell hintereinander geschalteten Verstärkern bekannt. Jeder Verstärker trägt einen in etwa gleichen Verstärkungsanteil an der Gesamtverstärkung bei. Die Verstärker umfassen ferner Mittel zur Beeinflussung des Frequenzgangs eines breitbandigen Signals.

Aus der US 4 061 970 ist ein ähnlicher Breitbandverstärker für Videosignalübertragung über Kabel bekannt, wobei allerdings die einzelnen Verstärkerstufen in Abständen über die Länge des Kabels verteilt sind.

Aus der US 3 663 898 ist eine Anspaßschaltung für einen Frequenzgang bekannt, die einen Hauptpfad mit einem Verstärker und einem Summierer und mehrere Rückkoppelpfade mit Verstärkern und Mitteln umfaßt, die Teile des Frequenzbereichs formen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Breitbandverstärker zu schaffen, der mit minimalen Einstellmitteln für unterschiedliche Leitungsarten sowie Leitungslängen eingesetzt werden kann, sowie ein Verfahren zur Einstellung eines Breitbandverstärkers anzugeben, welches mit minimalen Einstellmitteln eine Einstellung für unterschiedliche Leitungsarten sowie Leitungslängen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei einem Breitbandverstärker nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die in diesem Anspruch angegebenen Merkmale gelöst sowie bei einem Verfahren zur Einstellung eines Breitbandverstärkers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11 durch die in jenem Anspruch angegebenen Merkmale gelöst.

Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.

Der erfindungsgemäße Breitbandverstärker weist zur Erzielung der benötigten Verstärkungsreserve mehrere seriell hintereinander geschaltete Verstärker auf. Dabei trägt jeder Verstärker einen in etwa gleichen Verstärkungsanteil an der Gesamtverstärkung bei. Im Rückkopplungsweg der Verstärker sind den Frequenzgang eines breitbandigen Signals beeinflussende Mittel angeordnet, wobei eine erste Anzahl der Verstärker den gesamten Frequenzbereich und eine zweite Anzahl der Verstärker nur den mittleren und den hohen Frequenzbereich beeinflussen.

Die Frequenzbereiche können aufgeteilt werden in einen unteren Frequenzbereich bis z. B. 150 kHz, einen mittleren Frequenzbereich von z. B. 150 kHz bis 1 MHz und einen oberen Frequenzbereich von z. B. 1 MHz bis 5 MHz. Durch die Verwendung mehrerer Verstärker wird vorteilhaft erreicht, daß eine hohe Gesamtverstärkung erreicht wird, die einzelnen Verstärker jedoch dazu nur einen verhältnismäßig geringen Anteil von z. B. einem Drittel der Gesamtverstärkung beitragen. Dadurch wird eine hohe Stabilität der jeweils eingestellten Verstärkungsgrade des Breitbandverstärkers erreicht.

Die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel sind jeweils Bestandteile eines Rückkoppelnetzwerks aus Widerständen und kapazitiven Bauelementen, die zwischen dem Ausgang und dem invertierenden Eingang des Verstärkers sowie Bezugspotential angeordnet sind. Die Kapazität eines der kapazitiven Bauelemente ist zwischen einer oberen und einer unteren Grenze veränderbar. Ein weiteres kapazitives Bauelement zur Kompensation ermöglicht es, daß bei einer bestimmten Kapazitätseinstellung des veränderbaren kapazitiven Bauelementes die Frequenzgangbeeinflussung des Rückkoppelnetzwerks vollständig aufgehoben werden kann. Dadurch ist der Frequenzgang der einzelnen Filter nicht mehr nur zwischen einer oberen und einer von Null abweichenden unteren Grenze beeinflußbar, sondern zwischen einer oberen Grenze und exakt Null als unterer Grenze entsprechend keiner Beeinflussung des Frequenzganges.

Um den Breitbandverstärker mit einem Meßsignal anfangs zu kalibrieren, sind Mittel vorgesehen, die die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel abschalten.

Gemäß einer Weiterbildung umfaßt das Rückkoppelnetzwerk einen zwischen dem Ausgang und dem invertierenden Eingang des Verstärkers liegenden ohmschen Widerstand und einen zwischen dem invertierenden Eingang und Bezugspotential liegenden komplexen Widerstand aus der Serienschaltung eines an den invertierenden Eingang angeschlossenen ohmschen Widerstandes und einer an Bezugspotential angeschlossenen veränderlichen Kapazität. Eine zur Kompensation dienende Kapazität liegt zwischen dem Ausgang des Verstärkers und dem gemeinsamen Verbindungspunkt des ohmschen Widerstandes und seriell dazu liegenden veränderlichen Kapazität, die gemeinsam den komplexen Widerstand bilden.

Als veränderliche Kapazitäten werden vorzugsweise Kapazitätsdioden verwendet. Diese lassen sich mittels Steuerspannungseinsteller in ihrer Kapazität verändern.

Erfindungsgemäß werden für jeden Frequenzbereich je ein Steuerspannungseinsteller den Kapazitätsdioden zugeordnet.

Um eine Beeinträchtigung des Signals durch die Verstärkung des Eigenrauschens der Verstärker zu minimieren sind Mittel vorgesehen, die den Frequenzbereich des ersten und des zweiten Verstärkers nach oben begrenzen.

Am Eingang des Breitbandverstärkers sind ein linearer Verstärker zur Einstellung des Signalpegels sowie vor dem Ausgang Anzeigemittel vorgesehen. Dadurch kann auf einfache Weise der Anpassungsvorgang des Breitbandverstärkers kontrolliert werden.

Da die Übertragungsverluste und Störeinflüsse bei der drahtgebundenen Übertragung auch den im Nutzsignal enthaltenen Synchronimpuls beeinflussen und dies bei einem Wiedergabegerät zu Störungen führen kann, ist eine Synchronregenerierungsstufe vorgesehen, die den Synchronimpuls abtrennt und nach Durchlauf durch die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel dem Breitbandsignal in genormter Größe und Lage hinzufügt.

Zur optimierten Anpassung des Breitbandverstärkers an unterschiedliche Leitungsarten und Wellenwiderstände sind am Eingang und/oder am Ausgang des Breitbandverstärkers Leitungsanpassungsmittel vorgesehen.

Zur Verstärkungseinstellung des erfindungsgemäßen Breitbandverstärkers werden folgende Verfahrensschritte durchgeführt:

  • - die Steuerspannungseinsteller werden auf Null gestellt,
  • - die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel sind abgeschaltet,
  • - am Eingang wird ein Kalibriersignal angelegt,
  • - der Pegelverstärker wird derart verändert, daß die Anzeigemittel ein Signal anzeigen,
  • - der Pegelverstärker wird zurückgesetzt, derart, daß die Anzeigemittel gerade das Signal nicht mehr anzeigen,
  • - die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel werden zugeschaltet,
  • - der Steuerspannungseinsteller des tiefen Frequenzbereichs wird verändert, bis die Anzeigemittel ein Signal anzeigen,
  • - der zuvor eingestellte Steuerspannungseinsteller wird zurückgesetzt, derart, daß die Anzeigemittel gerade das Signal nicht mehr anzeigen,
  • - anschließend wird der Steuerspannungseinsteller des mittleren Frequenzbereichs in gleicher Weise eingestellt und schließlich der Steuerspannungseinsteller des hohen Frequenzbereichs.

Nach Abschluß der Verfahrensschritte ist der Breitbandverstärker optimal eingestellt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen Breitbandverstärker;

Fig. 2 eine Beschaltung eines Entzerrerverstärkers.

Fig. 1 zeigt einen Breitbandverstärker mit einem Eingang IN, der sowohl an eine Zweidrahtleitung als auch an ein Koaxialkabel angeschlossen werden kann. Der Eingang IN führt auf eine Leitungsanpassung 101, die gleichzeitig auch der Potentialtrennung dient. Daran schließt sich ein linearer Verstärker 102 an, dessen Ausgang auf einen linearen Verstärker 106 und einen Entzerrerverstärker 103 führt. Der Ausgang des Entzerrerverstärkers 103 führt auf einen Eingang eines Entzerrerverstärkers 104 und auf eine gesteuerte frequenzabhängige Gegenkopplung 118. Der Ausgang des Entzerrerverstärkers 104 führt über einen Tiefpass 105 zu einem Umschalter 107 und auf die Gegenkopplung 119. Der Ausgang des Verstärkers 106 ist ebenfalls mit dem Umschalter 107 verbunden. Am Ausgang des Umschalters 107 schließt sich ein weiterer Entzerrerverstärker 108 mit einer gesteuerten frequenzabhängigen Gegenkopplung 120 sowie einem Umschalter 117 an.

Vorzugsweise wird das Ausgangssignal des Umschalters 107 an dieser Stelle einer Synchronregenerierungsstufe 109 zugeführt, die zusätzlich einen Tiefpass, ein Amplitudensieb, einen Klemmimpulserzeuger sowie eine Halbbilderkennungsschaltung enthalten kann. An einem Ausgang der Synchronregenerierungsstufe 109 befindet sich eine Schaltung zur Halbbild- Prüfung 111 mit anschließender Anzeige 112.

Zwei weitere Ausgänge der Synchronregenerierungsstufe 109 führen auf eine Synchronimpulseintastung 110, die zusätzlich einen D/A-Wandler aufweist sowie eine Schwarzschulterklemmung. Das Ausgangssignal der Synchronimpulseintastung 110 wird über einen Tiefpass 113 einem Ausgangsverstärker 114 zugeführt der außerdem einen Videoverteiler, eine Symmetrierung und Leitungsanpassungsmittel umfassen kann. Am Ausgang OUT des Breitbandverstärkers können sowohl wenigstens eine Zweidrahtleitung als auch wenigstens ein Koaxialkabel angeschlossen werden.

Ein weiterer Ausgang des Ausgangsverstärkers 114 führt auf einen Abgleichindikator 115, der z. B. aus einem Komparator mit Impulsverlängerung bestehen kann, um Signalzustände auf einer nachgeschalteten Anzeige 116 sichtbar zu machen.

Die gesteuerte frequenzabhängige Gegenkopplung 118 weist Mittel 121 zur Beeinflussung der tiefen Frequenzen, Mittel 122 zur Beeinflussung der mittleren Frequenzen und Mittel 123 zur Beeinflussung der hohen Frequenzen auf. Die gesteuerte frequenzabhängige Gegenkopplung 119 weist Mittel 124 zur Beeinflussung der tiefen Frequenzen, Mittel 125 zur Beeinflussung der mittleren Frequenzen und Mittel 126 zur Beeinflussung der hohen Frequenzen auf. Die gesteuerte frequenzabhängige Gegenkopplung 120 weist Mittel 127 zur Beeinflussung der mittleren Frequenzen und Mittel 128 zur Beeinflussung der hohen Frequenzen auf. Diese Mittel zur Beeinflussung der Frequenzen sind mit je einem Steuerspannungseinsteller 129 verbunden und zwar derart, daß mit einem Einsteller nur die tiefen Frequenzen der Entzerrerverstärker 103, 104, mit einem weiteren Einsteller nur die mittleren Frequenzen der Entzerrerverstärker 103, 104, 108 und mit einem dritten Einsteller nur die hohen Frequenzen der Entzerrerverstärker 103, 104, 108 beeinflußt werden.

Nachfolgend wird die Funktionsweise des Universalverstärkers beschrieben. In einer Stellung der Umschalter 107, 117 sind die Entzerrerverstärker 103, 104 abgeschaltet und es wirken nur der lineare Verstärker 106 sowie die Entzerrerverstärker 108, deren gesteuerte frequenzabhängige Gegenkopplung 120 jedoch ebenfalls ohne Funktion ist. Die Grundeinstellung des Universalverstärkers wird mit Hilfe eines von einem Signalgenerator gelieferten Kalibriersignals durchgeführt. Dabei werden die Steuerspannungseinsteller 129 auf Null gestellt und der lineare Verstärker 102 in seinem Verstärkungsgrad soweit variiert, bis die Anzeige 116, z. B. eine einfache Leuchtdiode, gerade aufleuchtet. Danach wird der Verstärker 102 in seiner Verstärkung soweit zurückgenommen, bis die Anzeige 116 gerade erlischt. Der lineare Verstärkungsgrad ist damit eingestellt.

Für die weiteren Schritte werden die Umschalter 107, 117 in die Ausgangsstellung zurückgeschaltet, so daß die gesteuerten frequenzabhängigen Gegenkopplungen der Entzerrerverstärker 103, 104, 108 in Funktion treten können. Nacheinander werden die Steuerspannungseinsteller 129 von Null soweit aufgeregelt, bis die Anzeige 116 aufleuchtet und dann wieder etwas zugeregelt, bis die Anzeige erlischt.

Insgesamt sind somit nur vier Regler erforderlich für die lineare Grundverstärkung und für die Beeinflussung der einzelnen Frequenzbereiche. Ein kompliziertes Einstellen entfällt wegen fehlender wechselseitiger Beeinflussung der einzelnen Einsteller.

In diesem Ausführungsbeispiel wird die Information über den Synchronimpuls nach dem Umschalter 107 der Synchronregenerierungsstufe 109 zugeführt. Die Synchronregenerierungsstufe 109 erzeugt einen eigenen Synchronimpuls genormter Größe und Lage und fügt ihn der Synchronimpulseintastung 110 zu. Dort wird der ursprüngliche Synchronimpuls durch den von der Synchronregenerierungsstufe 109 erzeugten Synchronimpuls ersetzt.

Vorteilhaft wird durch die serielle Anordnung mehrerer Entzerrerverstärker eine Verstärkungsreserve von z. B. 60 dB erzielt, die nicht nur von einer einzigen Stufe erzeugt werden muß. Dadurch wird z. B. die Schwingneigung einer solchen Anordnung vermindert bzw. vermieden. Auch ist durch die Anordnung mit zusätzlichen Tiefpassfiltern der Einfluß des Verstärkerrauschens auf die Signalqualität vermindert. Auch sind Temperatureinflüsse besser beherrschbar. Durch die Aufteilung der Gesamtverstärkung auf mehrere Entzerrerverstärker werden die linearen Eigenschaften der einzelnen Entzerrerverstärker besser ausgenutzt.

Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Beschaltung eines Entzerrerverstärkers 201, die in dieser Form auch auf die anderen Entzerrerverstärker angewendet werden kann. Im Rückkopplungszweig ist ein Widerstand 202 angeordnet. Der invertierende Eingang des Entzerrerverstärkers 201 ist über einen Widerstand 203 und einer Kapazitätsdiode 205 gegen Bezugspotential geschaltet. Zwischen dem Widerstand 203 und der Kapazitätsdiode 205 ist eine feste Kapazität 204 mit dem Ausgang des Entzerrerverstärkers 201 verbunden.

Dieses Netzwerk arbeitet wie folgt: Ohne die feste Kapazität 204 wird der Verstärkungsgrad des Entzerrerverstärkers 201 durch das Verhältnis der Summe der Widerstandwerte von 202, 203 und 205 zu der Summe der Widerstandwerte von 203 und 205 vorgegeben. Da die Widerstände ohmsche und kapazitive Anteile haben ist, ist der Verstärkungsgrad frequenzabhängig. Durch Veränderung der Kapazität der Kapazitätsdiode 205 kann dieser Frequenzgang beeinflußt werden. Allerdings ist bei jedem einstellbaren Wert der Kapazitätsdiode 205 zwingend eine Frequenzabhängigkeit gegeben, denn ihre Kapazität kann nur zwischen einem endlichen unteren und einem endlichen oberen Wert verändert werden.

Durch die Kompensationskapazität 204 wird nun ein Teil des Ausgangssignals rückgekoppelt und dies führt bei einer entsprechenden Einstellung der Kapazitätsdiode 205 zu einer frequenzneutralen Kompensation des Spannungspotentials am Fußpunkt des Widerstandes 203. Es sind dann nur die ohmschen Anteile des Rückkoppelnetzwerkes wirksam. Dadurch läßt sich die Beeinflussung des Frequenzganges vollständig auf Null reduzieren, z. B. wenn nur eine lineare Verstärkung gewünscht wird, ohne daß die Kapazitätsdiode 205 durch einen Schalter abgeschaltet werden müßte. Außerdem lassen sich dann auch von Null ausgehend noch sehr kleine Veränderungen des Frequenzganges einstellen. Mit zunehmender Entzerrung wird die dann unerwünschte Kompensation des kapazitiven Spannungsteilers automatisch aufgehoben.


Anspruch[de]
  1. 1. Breitbandverstärker für Videosignalübertragung über Kabel mit seriell hintereinander geschalteten Verstärkern (103, 104, 108), wobei jeder Verstärker (103, 104, 108) einen in etwa gleichen Verstärkungsanteil an der Gesamtverstärkung beiträgt, und mit den Frequenzgang eines breitbandigen Signals beeinflussenden Mitteln (118, 119, 120), dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Anzahl von Verstärkern (103, 104) den gesamten Frequenzbereich und ein zweite Anzahl von Verstärkern (108) nur den mittleren und den hohen Frequenzbereich beeinflußt und daß Mittel (107, 117) vorgesehen sind, die die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel (118, 119, 120) abschalten.
  2. 2. Breitbandverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel (118, 119, 120) jeweils im Rückkopplungsweg der Verstärker (103, 104, 108) angeordnet sind.
  3. 3. Breitbandverstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel (118, 119, 120) Bestandteile eines Rückkoppelnetzwerks aus Widerständen und kapazitiven Bauelementen, die zwischen dem Ausgang und dem invertierenden Eingang des jeweiligen Verstärkers (103, 104, 108) sowie Bezugspotential angeordnet sind, wobei die Kapazität eines der kapazitiven Bauelemente zwischen einer oberen und einer unteren Grenze veränderbar ist und daß ein weiteres kapazitives Bauelement zwischen dem Ausgang des jeweiligen Verstärkers (103, 104, 108) und dem veränderbaren kapazitiven Bauelement angeordnet ist.
  4. 4. Breitbandverstärker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Kapazitätsdioden als veränderbare kapazitive Bauelemente verwendet werden.
  5. 5. Breitbandverstärker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel (118, 119, 120) mittels Steuerspannungseinsteller (129) in ihrer Charakteristik verändert werden.
  6. 6. Breitbandverstärker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß den den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mitteln (118, 119, 120) je ein Steuerspannungseinsteller (129) zugeordnet ist.
  7. 7. Breitbandverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (105) den Frequenzbereich des breitbandigen Signals des ersten und des zweiten Verstärkers (103, 104) begrenzen und Mittel (113) den Frequenzbereich des breitbandigen Signals des dritten Verstärkers (108).
  8. 8. Breitbandverstärker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein linearer Verstärker (102) am Eingang des Breitbandverstärkers sowie Anzeigemittel (116) vor dem Ausgang des Breitbandverstärkers vorgesehen sind.
  9. 9. Breitbandverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Synchronregenerierungsstufe (109) vorgesehen ist, die einen Synchronimpuls genormter Größe und Lage dem Breitbandsignal nach Durchlauf durch die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel (118, 119, 120) dem Signal hinzufügt.
  10. 10. Breitbandverstärker nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Leitungsanpassungsmittel (101, 114) am Eingang und/oder am Ausgang des Breitbandverstärkers vorgesehen sind.
  11. 11. Verfahren zur Einstellung eines Breitbandverstärkers nach einem der Ansprüche 8 oder 10, und einem der Ansprüche 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Steuerspannungseinsteller (129) auf Null gestellt werden,
    2. - die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel (118, 119, 120) abgeschaltet sind, am Eingang (IN) ein genormtes Signal angelegt wird,
    3. - der Pegelverstärker (102) derart verändert wird, daß die Anzeigemittel (116) ein Signal anzeigen,
    4. - der Pegelverstärker (102) zurückgesetzt wird, derart, daß die Anzeigemittel (116) gerade das Signal nicht mehr anzeigen,
    5. - die den Frequenzgang des breitbandigen Signals beeinflussenden Mittel (118, 119, 120) zugeschaltet werden,
    6. - der Steuerspannungseinsteller (129) des tiefen Frequenzbereichs verändert wird, bis die Anzeigemittel (116) ein Signal anzeigen,
    7. - der zuvor eingestellte Steuerspannungseinsteller (129) zurückgesetzt wird, derart, daß die Anzeigemittel (116) gerade das Signal nicht mehr anzeigen,
    8. - anschließend wird der Steuerspannungseinsteller (129) des mittleren Frequenzbereichs in gleicher Weise eingestellt und schließlich der Steuerspannungseinsteller (129) des hohen Frequenzbereichs.






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