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Dokumentenidentifikation DE19900081C1 26.10.2000
Titel Spulenkörper
Anmelder Rudolf Michael GmbH Spulenkörper u. Isolationsteile, 75031 Eppingen, DE
Vertreter Jeck . Fleck . Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 05.01.1999
DE-Aktenzeichen 19900081
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse H01F 27/30
IPC-Nebenklasse B65H 75/02   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Spulenkörper mit einem Kopfteil (2), einem Fußteil (4) und einem dazwischen angeordneten Wickelabschnitt (3) sowie mit Haltemitteln zum zumindest teilweisen Umklammern eines aus zwei Teilen bestehenden Kerns. Ein einfacher Aufbau und eine einfache Montage werden dadurch erzielt, daß die Haltemittel zum einen eine achsparallel zu dem Wickelabschnitt aufsetzbare U-förmige Spannklammer (5), die mit ihren beiden Schenkeln (5.1) an dem Kopfteil (2) und/oder Fußteil (4) zum Halten des einen Teils des Kerns festlegbar ist, und zum anderen eine an dem Fußteil (4) oder dem Kopfteil (2) ausgebildete Aufnahme (4.8) aufweisen, an der Rastmittel (4.6) zum Festlegen des anderen Teils des Kerns angeformt sind (Fig. 2A).

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Spulenkörper mit einem Kopfteil, einem Fußteil und einem dazwischen angeordneten Wickelabschnitt sowie mit Haltemitteln zum zumindest teilweisen Umklammern eines aus zwei Teilen bestehenden Kerns, wobei die Haltemittel zum einen eine achsparallel zu dem Wickelabschnitt aufsetzbare U-förmige Spannklammer aufweisen, die mit ihren beiden Schenkeln an dem Kopfteil und/oder dem Fußteil zum Halten des einen Teils des Kerns festlegbar ist.

Ein Spulenkörper dieser Art ist in der DE-GM 18 94 770 als bekannt ausgewiesen. Bei diesem bekannten Spulenkörper mit einem Kopfteil und einem Fußteil kann ein aus zwei Teilen, z. B. einem E-Teil und einem I-Teil zusammengesetzter Kern mittels zweier U-förmiger Klammern festgelegt werden, wobei die eine Klammer im Bereich eines Kopfteiles des Spulenkörpers und die andere Klammer im Bereich eines Fußteils des Spulenkörpers festgehakt wird. Zur Montage des Kerns sind demnach außer dem Spulenkörper zwei Klammern erforderlich.

In der DE-GM 72 01 290 ist ein Spulenkörper angegeben, bei dem ein Ferritmagnet-Kern aus zwei Teilen an dem Spulenkörper montiert wird. Der Spulenkörper selbst besitzt dabei mehrere Teil-Spulenkörper, die auf drei Armen des einen Kernteils aufgesetzt werden. Dabei sind die beiden äußeren Spulenkörper an ihrem einen Ende mit elastischen Haken versehen, mit denen sie an einem Sockel des Spulenkörpers befestigt werden. An ihrem anderen Ende sind die beiden seitlichen Spulenkörper mit nutförmigen Laschen versehen, in deren einander zugewandten Nuten eine Befestigungsfeder, z. B. in Form einer Klaviersaite, zum Halten des zugewandten Stegteils des Kerns eingespannt ist. Der gesamte Spulenkörper weist also relativ viele Einzelteile auf, wodurch auch die Montage des Ferritkerns relativ aufwendig wird.

In der US 5,745,021 A ist ein Mehrkammer-Spulenkörper mit einem daran angebrachten U-förmigen einteiligen Magnetkern gezeigt, dessen U-Steg parallel zur Achse des Spulenkörpers gerichtet und mit einem Bügel festgelegt ist. An dem mit dem Magnetkern versehenen Spulenkörper kann eine Kappe mittels Rastzungen aufweisenden Rastelementen festgelegt werden.

Die US 4,596,974 zeigt einen Spulenkörper, bei dem ein E-förmiger Kern mittels einer U-Klammer festgelegt wird. Ein zweiter Kernteil und dessen Festlegung am Spulenkörper ist nicht ersichtlich.

Ein weiterer Spulenkörper ist in der DE 25 00 293 A1 als bekannt ausgewiesen. Bei diesem bekannten Spulenkörper ist ein aus zwei Teilen bestehender E-förmiger Kern mit dem inneren Kernschenkel in einen axial verlaufenden Hohlraum eines Wickelabschnitts einsetzbar, während die beiden äußeren Kernschenkel außen an dem Spulenkörper bzw. einer aufgebrachten Wicklung angeordnet sind. Zum Festlegen des Kerns sind zwei ihn übergreifende Mantelteile vorgesehen, die von der Seite her senkrecht zur Achsrichtung des Wickelabschnitts auf den Kern aufgebracht werden. Die Montage und der Aufbau des aus diesen Teilen fertiggestellten Kleintransformators sind relativ aufwendig, wobei sich die Mantelteile auch hinsichtlich der Abmessungen des Kleintransformators wesentlich auswirken.

Ein weiterer Spulenkörper für einen Transformator ist in der EP 0 325 467 A1 angegeben, wobei ebenfalls ein E-förmiger Kern an dem Spulenkörper angebracht wird. Ein ähnlicher Spulenkörper ist auch in der WO 97/05632 gezeigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Spulenkörper bereit zu stellen, der bei vereinfachtem Aufbau eine leichtere, schnellere Montage eines zweiteiligen Kerns ermöglicht.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hiernach ist vorgesehen, dass die Haltemittel eine an dem Fußteil oder dem Kopfteil ausgebildete Aufnahme aufweisen, an der in achsparalleler Richtung wirkende Rastmittel mit nach innen gerichteten Rastvorsprüngen zum unmittelbaren Festlegen des anderen Teils des Kerns angeformt sind. Mit diesen Maßnahmen kann der z. B. E- oder U-förmige Eisenkern leicht montiert werden, indem zunächst der eine Teil in der Aufnahme des Spulenkörpers eingerastet wird und anschließend der andere Teil des Kerns mit der Spannklammer festgelegt und die beiden Teile in axialer Richtung gegeneinander verspannt werden. Damit sind nur wenige Einzelteile erforderlich, und zudem ist die Montage schnell und einfach.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung, die eine einfache, eindeutige Montage ergibt, besteht darin, dass die Aufnahme zumindest zwei seitliche, parallel zueinander verlaufende Wandteile aufweist, auf deren zueinandergekehrten Innenseiten die Rastvorsprünge mit nach außen gerichteten Abschrägungen und einem einen zum Wickelabschnitt hin liegenden Rastabsatz angeformt sind.

Für die Festlegung des Kerns und den stabilen Aufbau der fertig montierten Spule bzw. des Übertragers sind weiterhin die Maßnahmen günstig, dass der Fußteil zwei seitlich symmetrisch zum Wickelabschnitt angeordnete Durchbrüche für Seitenschenkel eines U- oder E-Kerns aufweist.

Für die einfache Anbringung des Kerns sind ferner die Maßnahmen vorteilhaft, dass die aus federelastischem Metall bestehende Spannklammer eine zum Innern des U gerichteten Einbiegung aufweist, mit der der mittels der Spannklammer gehaltene Teil des Kerns unter Federspannung gegen den in der Aufnahme festgelegten Teil der Spannklammer angedrückt festlegbar ist.

Die einfache, eindeutige Montage wird dadurch begünstigt, dass der Aufnahme bezüglich dem Wickelabschnitt gegenüberliegend auf der Außenseite des Kopfteils bzw. des Fußteils ein Lagerabschnitt ausgebildet ist, der seitlich von zwei angeformten Ansätzen begrenzt ist.

Die Spannklammer kann an dem Spulenkörper einfach und sicher dadurch festgelegt werden, dass an den freien Endbereichen der Schenkel der Spannklammer Aussparungen eingebracht sind, in die im festgelegten Zustand seitliche Vorsprünge im Fußteil bzw. Kopfteil eingreifen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1A bis 1D eine Darstellung eines Spulenkörpers in Draufsicht, zwei seitlichen Ansichten und in einem Schnitt entlang der Schnittlinie A-A,

Fig. 1E einen in Fig. 1D markierten Ausschnitt des Spulenkörpers,

Fig. 2A eine Ansicht des Spulenkörpers von der Unterseite,

Fig. 2B und 2C zwei Schnittdarstellungen entlang Schnittlinien B-B und C-C gemäß Fig. 2A und

Fig. 3 eine Spannklammer zum Festlegen eines Kerns an dem Spulenkörper in Draufsicht und in seitlicher Ansicht.

Insbesondere aus den Fig. 1B und 1D ist ein Spulenkörper 1 aus einem Kopfteil 2, einem Fußteil 4 und einem zwischen dem Kopfteil 2 und dem Fußteil 2 angeordneten Wickelabschnitt 3 ersichtlich. Der Kopfteil 2 ist in Fig. 1A in Draufsicht und der Fußteil 4 in der geschnittenen Darstellung gem. Fig. 1C ebenfalls in Draufsicht wiedergegeben.

Der Kopfteil 2 weist einen Lagerabschnitt 2.3 für einen Steg eines nicht gezeigten, z. B. U- oder E-förmigen Kerns auf. Der Lagerabschnitt 2.3 ist mittels seitlicher, wandartiger, parallel zueinander verlaufender Ansätze 2.2 begrenzt, so daß der darin aufgenommene Kern eindeutig positioniert ist. Mittels eines in Draufsicht im wesentlichen kreisförmigen Begrenzungsabschnitts 2.1 ist der Wickelabschnitt 3 auf seiner zu dem Kopfteil 2 hin gerichteten Seite begrenzt, während er zu dem Fußteil 4 hin von einer flachen Oberseite des Fußteils 4 begrenzt ist, von dem seitlich kammartige Abschnitte für eine Leiterführung abstehen.

Der Fußteil 4 ist in Draufsicht im wesentlichen rechteckförmig ausgebildet und trägt auf seiner Unterseite an beiden Längsseiten in Achsrichtung des Spulenkörpers 1 vorstehende Anschlüsse 4.3, wobei der Fußteil 4 einen Sockel 4.2 bildet. Auf den Schmalseiten sind jeweils Seitenwände 4.1 mit außen angeformten Befestigungsansätzen 4.4 vorgesehen, die Durchgangslöcher aufweisen, um den Spulenkörper 1 beispielsweise auf einer Platine zu befestigen. Auch die Längsseiten des Fußteils 4 weisen vorstehende Wandteile 4.9 auf, so daß zwischen den Seitenwänden 4.1 und den Wandteilen 4.9 eine rechteckförmige Aufnahme 4.8 gebildet wird, die in etwa auf den Steg eines Teils des Kerns abgestimmt ist. An den Enden der Schmalseiten der Aufnahme 4.8 befindet sich jeweils ein Durchbruch 4.5, durch die die Schenkel des entsprechenden Teils des Kerns geführt werden, wie aus den Fig. 1C und 2A ersichtlich ist. Fig. 1E zeigt ausschnittsweise einen seitlichen Abschnitt des Fußteils 4 gem. der in Fig. 1D markierten Einzelheit X.

In den Fig. 2A bis 2C sind von der unteren Außenseite des Sockels 4.2 schräg nach innen in die Aufnahme 4.8 verlaufende, an den Längsseitenwänden 4.9 angeformte Rastvorsprünge 4.6 angeordnet, die auf ihrer zu dem Lagerabschnitt 2.3 hin gewandten Seite einen Rastabsatz 4.62 aufweisen. Ferner sind auf der Innenseite der Wandteile 4.9 mehrere nach innen schräg zulaufende Rippen 4.7 angeformt. Über die Abschrägungen 4.61 der Rastvorsprünge 4.6 kann der entsprechende Teil des Kerns mit seinem Steg in die Aufnahme 4.8 eingedrückt werden, bis er auf der Grundfläche der Aufnahme 4.8 aufliegt und dabei von dem Rastabsatz 4.62 gehalten wird. Um die Rastwirkung zu erzielen sind die Wandteile 4.9 elastisch ausgebildet. Mit diesen Maßnahmen wird der in die Aufnahme 4.8 eingesetzte Teil des Kerns ohne weitere Elemente sicher gehalten, wobei die Rippen 4.7 zu einer Zentrierung beitragen.

Fig. 3 zeigt eine Spannklammer 5 zum Halten des anderen Teils des Kerns in Draufsicht und in seitlicher Ansicht. Die beiden Schenkel 5.1 der U-förmigen Spannklammer sind in der Nähe ihrer freien Enden mit Aussparungen 5.4 versehen, in die im aufgesetzten Haltezustand Vorsprünge 4.10 auf den schmalen Außenseiten des Fußteils 4 eingeschnappt sind. Die Vorsprünge 4.10 haben dabei der Spannklammer 5 zugewandte Schrägen und auf ihrer gegenüberliegenden Seite steile Halteabsätze. Die freien Enden der U-förmigen Spannklammer 5 sind dabei als nach außen abgesetzte Befestigungsabschnitte 5.3 ausgebildet. Der U-Steg ist nach innen eingeformt, so daß sich ein Federabschnitt der aus elastischem Metall bestehenden Spannklammer 5 ergibt, mit dem der zugeordnete Teil des Kerns gegen den in der Aufnahme 4.8 festgelegten Teil des Kerns mit Federkraft angedrückt wird.

Die beschriebenen Maßnahmen ergeben mit einfachen, wenigen Teilen eine einfache, sichere Festlegung des Kerns an dem vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Spulenkörper 1.


Anspruch[de]
  1. 1. Spulenkörper mit einem Kopfteil (2), einem Fußteil (4) und einem dazwischen angeordneten Wickelabschnitt (3) sowie mit Haltemitteln zum zumindest teilweisen Umklammern eines aus zwei Teilen bestehenden Kerns, wobei die Haltemittel zum einen eine achsparallel zu dem Wickelabschnitt aufsetzbare U-förmige Spannklammer (5) aufweisen, die mit ihren beiden Schenkeln (5.1) an dem Kopfteil (2) und/oder dem Fußteil (4) zum Halten des einen Teils des Kerns festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel zum anderen eine an dem Fußteil (4) oder dem Kopfteil (2) ausgebildete Aufnahme (4.8) aufweisen, an der in achsparalleler Richtung wirkende Rastmittel mit nach innen gerichteten Rastvorsprüngen (4.6) zum unmittelbaren Festlegen des anderen Teils des Kerns angeformt sind.
  2. 2. Spulenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4.8) zumindest zwei seitliche, parallel zueinander verlaufende Wandteile (4.9) aufweist, auf deren zueinandergekehrten Innenseiten die Rastvorsprünge (4.6) mit nach außen gerichteten Abschrägungen (4.61) und einem einen zum Wickelabschnitt hin liegenden Rastabsatz (4.62) angeformt sind.
  3. 3. Spulenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußteil (4) zwei seitlich symmetrisch zum Wickelabschnitt (3) angeordnete Durchbrüche (4.5) für Seitenschenkel eines U- oder E-Kerns aufweist.
  4. 4. Spulenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aus federelastischem Metall bestehende Spannklammer (5) eine zum Innern des U gerichtete Einbiegung aufweist, mit der der mittels der Spannklammer (5) gehaltene Teil des Kerns unter Federspannung gegen den in der Aufnahme (4.8) festgelegten Teil der Spannklammer (5) angedrückt festlegbar ist.
  5. 5. Spulenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahme (4.8) bezüglich dem Wickelabschnitt (3) gegenüberliegend auf der Außenseite des Kopfteils (2) bzw. des Fußteils (3) ein Lagerabschnitt (2.3) ausgebildet ist, der seitlich von zwei angeformten Ansätzen (2.2) begrenzt ist.
  6. 6. Spulenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Endbereichen der Schenkel (5.1) der Spannklammer (5) Aussparungen (5.4) eingebracht sind, in die im festgelegten Zustand seitliche Vorsprünge (4.10) des Fußteils (4) bzw. Kopfteils (2) rastend eingreifen.






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