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Dokumentenidentifikation DE19903540C1 26.10.2000
Titel Stift
Anmelder A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co, 90547 Stein, DE
Erfinder Stukenkemper, Heinrich, 44575 Castrop-Rauxel, DE
Vertreter E. Tergau und Kollegen, 90482 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 29.01.1999
DE-Aktenzeichen 19903540
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B43K 19/16
Zusammenfassung Bei einem Stift mit wenigstens einer Minenummantelung, Stiftschaft, Stiftkappe o. dgl. dienenden Hülse (1) sind in deren Umfangsfläche (2) mehrere Vertiefungen vorhanden, die mit einem andersfarbigen Füllmaterial (5) gefüllt sind, wobei die Oberfläche (6) des Füllmaterials (5) mit der Umfangsfläche (2) der Hülse (1) fluchtet. Zur Herstellung werden zunächst Vertiefungen in die Hülse eingebracht und dann auf die Hülse eine die Vertiefungen füllende und die Umfangsfläche (2) der Hülse (1) bedeckende Schicht (7) aufgebracht. Die Schicht wird - gegebenenfalls nach Aushärtung - so weit abgetragen, bis die ursprüngliche Umfangsfläche wieder sichtbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Stift mit wenigstens einer als Minenummantelung, Stiftschaft, Stiftkappe o. dgl. dienenden Hülse. Solche Stifte sind beispielsweise Farbstifte mit einer Holz- oder Kunststoffummantelung oder Stifte mit axial verschiebbarer Mine, etwa Kosmetikstifte. Neben der Form solcher Stifte spielt deren Färbung und Oberflächenbeschaffung eine wichtige Rolle für deren Akzeptanz am Markt.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Stift mit optisch ansprechender Oberflächengestaltung und ein Verfahren zu seiner Herstellung vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird bei einem Stift durch Anspruch 1 und bei einem Verfahren zu seiner Herstellung durch Anspruch 6 gelöst. Bei dem Stift nach Anspruch 1 sind in der Umfangsfläche der Hülse mehrere Vertiefungen vorhanden, die mit einem - im Vergleich zum Material der Hülse - andersfarbigen am Hülsenmaterial haftenden Füllmaterial gefüllt sind, wobei die Oberfläche des Füllmaterials mit der Umfangsfläche fluchet. Die Vertiefungen sind somit so gefüllt, dass eine insgesamt glatte Oberfläche entsteht. Die mechanisch in die Umfangsfläche der Hülse eingebrachten Vertiefungen können beliebig gestaltet sein, beispielsweise nach Art einer Guilloche, so dass im Zusammenhang mit deren Füllung mit einem andersfarbigen Material optisch sehr ansprechende Oberflächengestaltungen der Stifte möglich sind. Das Auffüllen der Vertiefungen erfolgt gemäß Anspruch 6 auf technisch einfach zu realisierende Weise dadurch, dass auf die Hülse eine über den Hülsenumfang geschlossene Beschichtung aufgebracht wird, die die Hülsenumfangsfläche bedeckt und die Vertiefungen füllt. Die Schicht wird dann - gegebenenfalls nach Aushärten - wieder soweit abgetragen, bis die ursprüngliche Umfangsfläche sichtbar ist.

Eine geeignete Beschichtung kann mit einem Farblack auf Acrylatbasis erreicht werden (Anspruch 4). Ein solcher Lack haftet an sehr unterschiedlichen Hülsenmaterialien wie Holz, Metall oder Kunststoff. Er ist beispielsweise gut geeignet für Hülsen aus ABS.

Die Vertiefungen in der Umfangsfläche sind vorzugsweise Rillen, die Herstellung der Schicht erfolgt durch Aufsprühen oder Aufstreichen eines Lackes. Der Abtrag der Schicht erfolgt vorzugsweise durch Schleifen.

Die Erfindung wird nun anhand eines in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Abschnitt der Schafthülse eines Kosmetikstiftes und

Fig. 2 einen Ausschnitt aus der Hülsenwand gemäß der Linie II-II in Fig. 1.

In Fig. 1 ist eine aus Kunststoff, beispielsweise aus einem Acrylnnitril-Butadien- Styrol-Copolymer (ABS) bestehende Hülse 1 abschnittsweise dargestellt. In ihrer Umfangsfläche 2 sind im Wesentlichen in Längsrichtung 3 wellenförmige Rillen 4 eingebracht. Aus zeichnerischen Gründen sind nur drei dieser Rillen dargestellt. Die Rillen sind mit einem Füllmaterial 5 gefüllt, wobei die Oberfläche 6 des Füllmaterials mit der Umfangsfläche 2 der Hülse 1 fluchtet. Das Füllmaterial ist beispielsweise ein 1-Komponenten-Farblack auf Acrylatbasis.

Zur Herstellung der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Hülse wird so vorgegangen, dass zunächst die Umfangsfläche 2 der Hülse 1 guillochiert wird, d. h. es werden gegebenenfalls miteinander verschlungene Rillen eingraviert. Dann wird die Hülse 1 mit dem oben erwähnten Acrylatlack vorzugsweise durch Aufsprühen versehen. Die so entstandene Lackschicht bedeckt, wie der linken Hälfte der Fig. 2 zu entnehmen ist, die nach dem Guillochieren stehen gebliebene Umfangsfläche 2 der Hülse 1 sowie die Rillen 4. Die so erzeugte Schicht 7 wird in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt so weit abgetragen, dass die ursprüngliche Umfangsfläche 2 wieder zum Vorschein kommt und dabei eine im Wesentlichen glatte Hülsenoberfläche entsteht. Bezugszeichenliste 1 Hülse

2 Umfangsfläche

3 Längsrichtung

4 Rille

5 Füllmaterial

6 Oberfläche

7 Schicht


Anspruch[de]
  1. 1. Stift mit wenigstens einer als Minenummantelung, Stiftschaft, Stiftkappe o. dgl. dienenden Hülse (1), dadurch gekennzeichnet, dass in der Umfangsfläche (2) der Hülse mehrere Vertiefungen vorhanden sind, die mit einem andersfarbigen, am Hülsenmaterial haftenden Füllmaterial (5) gefüllt sind, wobei die Oberfläche (6) des Füllmaterials (5) mit der Umfangsfläche (2) der Hülse (1) fluchtet.
  2. 2. Stift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen Rillen (4) oder Nuten sind.
  3. 3. Stift nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen (4) wellenförmig sind und sich im Wesentlichen in Stiftlängsrichtung (3) erstrecken.
  4. 4. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (5) ein 1-Komponenten-Farblack auf Acrylatbasis ist.
  5. 5. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (1) aus einem Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer besteht.
  6. 6. Verfahren zum Herstellen eines Stiftes gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 mit folgenden Verfahrensschritten:
    1. a) In die Umfangsfläche (2) der Hülse (1) werden Vertiefungen eingebracht,
    2. b) auf die Hülse (1) wird eine die Vertiefungen füllende und deren Umfangsfläche (2) bedeckende und am Hülsenmaterial haftende Schicht (7) aufgebracht,
    3. c) die Schicht (7) wird danach so weit abgetragen, dass die ursprüngliche Umfangsfläche (2) wieder sichtbar wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Vertiefungen Rillen (4) in die Hülse eingraviert werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Schicht (7) auf die Hülse (1) ein Lack aufgesprüht oder aufgestrichen wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtragen der Schicht (7) durch Schleifen erfolgt.






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