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Dokumentenidentifikation DE19909141C1 26.10.2000
Titel Dachaufbau zur Aufnahme einer Dachleiter für einen Kraftwagen
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Janner, Hans, 71573 Allmersbach, DE;
Mack, Gerhard, 71364 Winnenden, DE
DE-Anmeldedatum 03.03.1999
DE-Aktenzeichen 19909141
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse E06C 5/00
IPC-Nebenklasse B60R 9/04   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Dachaufbau für einen Kraftwagen mit mindestens zwei Dachholmen, die über Befestigungsmittel am Fahrzeugdach angebracht sind, und mit annähernd parallel zueinander angeordneten Führungsschienen, entlang denen eine Leiter aus einer Ausgangsstellung in eine Transportstellung auf dem Fahrzeugdach verschiebbar und in ihrer Endlage festlegbar ist, wobei zur Schiebeführung wenigstens an einem Ende der Leiter seitlich abstehende Führungsmittel angeordnet sind, und wobei die Leiter nach Aufheben der Festlegung wieder in die Ausgangsstellung zurückverschiebbar ist.
Erfindungsgemäß verlaufen die Führungsschienen nahe den Befestigungsstellen der Dachholme, wobei die Führungsmittel von seitlich auskragenden Auslegerarmen der Leiter gehalten sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dachaufbau zur Aufnahme einer Dachleiter für einen Kraftwagen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Ein solcher Dachaufbau für einen Kraftwagen ist aus der US-PS 2 922 557 bekannt. Dort ist ein Dachträger entnehmbar, dessen horizontal verlaufender rechteckiger Rahmen über vier Befestigungsmittel am Fahrzeugdach angebracht ist. An der Unterseite des Rahmens sind zwei annähernd parallel zueinander angeordnete und in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Führungsschienen befestigt, entlang denen eine Leiter aus einer sich mit dem oberen Ende an den Führungsschienen und mit dem unteren Ende am Boden abstützenden Ausgangsstellung in eine horizontale Transportstellung auf dem Fahrzeugdach verschiebbar und dort in ihrer Endlage festlegbar ist. Zur Schiebeführung der Leiter sind an ihrem oberen Ende seitlich abstehende Führungsmittel angeordnet. Nach Aufheben der Festlegung in der Transportstellung ist die Leiter wieder in die angelehnte Ausgangsstellung zurückverschiebbar.

Ein Nachteil des Dachträgers ist es, daß die als Winkelprofile ausgebildeten Führungsschienen einen erheblichen seitlichen Abstand zu den Stützbefestigungspunkten des Dachträgers aufweisen. Durch diese Anordnung der Leiter kann es im Fahrbetrieb zu einem starken Schwingen des gesamten Dachaufbaus kommen.

Ein weiterer gattungsgemäßer Dachaufbau ist aus der JP 08-158768 bekannt, wobei auch dort die Führungsschienen in erheblichem seitlichen Abstand zu den Stützbefestigungspunkten des Dachträgers verlaufen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Dachaufbau der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art mit einem verbesserten Schwingungsverhalten beim Transport einer Leiter zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Dachaufbau mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Durch die seitlich auskragenden und die Führungsmittel haltenden Auslegerarme können die Führungsschienen nahe der Befestigungsstellen der Dachholme angeordnet und eine Festlegung der Führungsschienen an den Dachholmen geschaffen werden, mit der das Schwingen der Leiter beim Transport bedeutend vermindert werden kann. Wird die Leiter in einer an den Führungsschienen festgelegten Ausgangsstellung zum Be- und Entladen eines Dachträgers verwendet, kann darüber hinaus das unerwünschte Durchbiegen der Dachholme ebenfalls bedeutend vermindert werden. Die Führungsschienen der Leiter und die Dachholme können sowohl nebeneinander, vorzugsweise etwa parallel zueinander verlaufen oder quer und etwa senkrecht. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung der Führungsmittel an den Auslegerarmen ist es zudem möglich, die Leiter an einer ohnehin vorhandenen Dachreling beispielsweise eines Kombinationskraftwagens anzuordnen, wobei an den vorzugsweise in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Dachholmen der Dachreling die Führungsschienen vorzusehen wären. Dabei wäre es auch denkbar, den erfindungsgemäßen Dachaufbau als sichere Transportmöglichkeit für eine Leiter zu nutzen, die in ihrer Ausgangsstellung z. B. für Handwerker auf Baustellen oder im Haushalt einzusetzen ist.

Vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Dachaufbaus mit zweckmäßigen und nicht trivialen Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

In der Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Dachträgers nach Anspruch 2 wird eine Verbindung zwischen der jeweiligen Führungsschiene und dem zugeordneten Dachholm geschaffen, die besonders stabil gegen Durchbiegung und Schwingung ausgebildet ist.

Eine einteilige Ausbildung des Dachholms und der jeweiligen Führungsschiene ist besonders einfach herstellbar, wobei die Führungsschiene beispielsweise in ihrer Länge und Form besonders gut auf den Dachholm abgestimmt werden kann.

In der Ausgestaltung nach Anspruch 4 ist der erfindungsgemäße Dachaufbau besonders einfach mit Führungsschienen zur Anordnung der Leiter nachrüstbar.

Eine mit ihrem oberen Ende leicht lösbar an den Führungsschienen befestigte und mit ihrem unteren Ende am Boden abgestützte Leiter ermöglicht ein sicheres und einfaches Beladen eines Dachträgers oder einer Dachbox und kann zudem auf einfache Weise abgenommen werden, wenn sie nicht benötigt wird.

Sind neben dem einen Ende auch am anderen Ende der Leiter seitlich auskragende Auslegerarme und Führungsmittel angeordnet, so kann die Leiter oberhalb des Daches durch die Führungsmittel innerhalb der Führungsschienen gehalten werden und muß lediglich gegen ein Herausgleiten aus den Führungsschienen gesichert werden. Zudem läßt sich die Leiter von entgegengesetzten Enden aus in die Führungsschienen einschieben und aus diesen herausziehen, so daß der Dachaufbau beidseitig beladen werden kann.

In der Ausgestaltung des Dachträgers nach Anspruch 8 weisen die ohnehin vorhandenen Führungsmittel jeweils ein Sperrmittel auf, die ein einfaches Festlegen der Leiter ermöglichen.

Die Ausgestaltung des Dachträgers nach Anspruch 9 ermöglicht eine Anpassung an den Abstand der Führungsschienen, der beispielsweise bei unterschiedlichen Fahrzeugmodellen differiert.

Als Führungsmittel innerhalb der Führungsschienen haben sich insbesondere Gleitschuhe wegen ihres einfachen und wartungsfreien Aufbaus als vorteilhaft gezeigt.

Eine zwei- oder mehrteilig ausgebildete Leiter kann auf einfache Weise an die entsprechende Fahrzeugbreite angepaßt werden, wobei eine teleskopartig zusammenschiebbare Leiter zudem einen geringen Windwiderstand in der Transportstellung aufweist.

Die durch ein durchgehendes Rohr gebildeten Auslegerarme sind nicht nur relativ einfach und stabil aufgebaut, sondern zum einfacheren Beladen des Dachträgers kann die Leiter auch entlang des Rohres verschoben werden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnungen; diese zeigen in

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Kraftwagens mit einem Dachaufbau nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2 eine vergrößerte schematische Schnittansicht des erfindungsgemäßen Dachaufbaus durch ein endseitig einer Leiter angeordnetes Rohr mit in Führungsschienen geführten Führungsmittel;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht des Kraftwagens mit dem erfindungsgemäßen Dachaufbau, wobei die Leiter in der Transportstellung dargestellt ist;

Fig. 4 eine schematische Draufsicht des Kraftwagens mit dem erfindungsgemäßen Dachaufbau, wobei die Leiter in ihren beiden Ausgangsstellungen dargestellt ist.

Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen Kraftwagen mit einem als Dachträger 10 ausgebildeten Dachaufbau, der zwei in Fahrzeugquerrichtung und etwa parallel zueinander verlaufende Dachholme 11 umfaßt, die über vier seitlich vorne bzw. hinten angeordnete Befestigungsmittel 12 an Befestigungsstellen 13 am Fahrzeugdach 14 abgestützt und befestigt sind. Die Dachholme 11weisen hier im wesentlichen einen etwa quadratischen Querschnitt auf und sind vorzugsweise aus einem Metallwerkstoff oder einem Kunststoff hergestellt. Die Befestigungsmittel 12 umfassen dazu nicht dargestellte Stützen, die sich beispielsweise seitlich auf dem Fahrzeugdach 14 oder in einer ebenfalls nicht dargestellten Dachrinne zwischen Fahrzeugdach und einer der Fahrzeugseiten 15 abstützen. Zusätzlich ist jedem Befestigungsmittel 12 eine nicht gezeigte Spannpratze zugeordnet, die das Fahrzeugdach 14 seitlich umgreift und damit für die Festlegung des Dachträgers 10 sorgt. Gleichfalls wäre es auch denkbar, andere bekannte Befestigungsmittel 12 wie Saugnäpfe oder dgl. zu verwenden, mit denen eine sichere Festlegung der Dachholme 11 an dem Fahrzeugdach 14 zu ermöglichen ist. Ebenso kann der Dachträger 10 auch an jeweils einer seitlich am Fahrzeugdach 14 angeordneten Dachreling befestigt werden. Oberhalb einer durch die Oberseiten der beiden Dachholme 11 gebildeten Beladungsebene BE ist eine Dachbox 16 angeordnet, die in oberen Führungen 17 der Dachholme 11 in Fahrzeugquerrichtung verschiebbar und an diesen festlegbar angeordnet ist. Die oberen Führungen 17 sind einteilig mit ihrem zugeordneten Dachholm 11 ausgebildet und weisen ein etwa kastenförmiges Profil mit einer in die jeweilige Oberseite des Dachholms 11 eingebrachten Nut 18 auf, die parallel zu dem Dachholm 11 verläuft.

An den einander zugewandten Innenseiten 19 der beiden Dachholme 11 ist jeweils eine Führungsschiene 20 vorgesehen, die ebenfalls ein etwa kastenförmiges Profil mit einer an der Innenseite des jeweiligen Dachholms 11 bzw. der jeweiligen Führungsschiene 20 verlaufenden Nut 18 umfaßt. Dabei sind die nahe den Befestigungsstellen 13 der Dachholme 11 verlaufenden Führungsschienen 20 einteilig mit dem jeweils zugeordneten Dachholm 11 ausgebildet und verlaufen annähernd parallel zueinander. Anstatt der einteiligen Ausgestaltung der Führungsschienen 20 mit dem jeweiligen Dachholm 11 können diese auch separat ausgebildet und lösbar z. B. durch Schraubverbindungen an ihrem zugeordneten Dachholm 11 befestigt sein. Entlang der Führungsschienen 20 ist eine Leiter 21 aus einer in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel angelehnten Ausgangsstellung in eine etwa horizontale Transportstellung oberhalb des Fahrzeugdaches 14 verschiebbar und dort festlegbar, wobei die Leiter 21 nach dem Aufheben der Festlegung wieder in die angelehnte Ausgangsstellung zurück verlagerbar ist und dort dem einfacheren Beladen der Dachbox 16 dient. Wie die Führungsschienen 20 ist auch die in ihrer Transportstellung gehaltene Leiter 21 im Freiraum zwischen dem Fahrzeugdach 14 und der Beladungsebene BE des Dachträgers 10 angeordnet und verläuft in ihrer Längserstreckung etwa in Fahrzeugquerrichtung.

Die Leiter 21 weist sowohl an ihrem in Ausgangsstellung oberen als auch unteren Ende 22, 23 jeweils zwei seitlich nach außen abstehende Führungsmittel 24 auf, die von seitlich auskragenden Auslegerarmen 25 der Leiter 21 gehalten sind. Die beiden Auslegerarme 25 sind von einem durchgehenden Rohr 29 gebildet, an dessen Enden jeweils eines der als Gleitschuhe ausgebildeten Führungsmittel 24 angeordnet ist. Die Leiter 21 weist an ihrem oberen und unteren Ende 22, 23 zudem eine als Rohr ausgebildete obere und untere, das jeweilige Rohr 29 mit Spiel umgebende Sprosse 30, 31 auf, mit denen die Leiter 21 um das zugeordnete Rohr 29 verschwenkbar und entlang dieses Rohres 29 in Fahrzeuglängsrichtung verschiebegeführt angeordnet ist. Zur Festlegung der Sprossen 30, 31 an dem jeweiligen Rohr 29 bzw. zur Festlegung der Leiter 21 relativ zu den Führungsschienen 20 kann eine nicht dargestellte Klemmschraube oder dgl. Klemmvorrichtung vorgesehen werden.

Um eine Anpassung der Länge der Leiter 21 in der Ausgangsstellung, bei der diese mit ihrem oberen Ende 22 an den Führungsschienen 20 befestigt ist und sich mit ihrem unteren Ende 23 am Boden abstützt, an die Länge der Leiter 21 in der Transportstellung zu schaffen, ist die Leiter 21 zweiteilig mit einem oberen und einem unteren Leiterteil 32, 33 ausgebildet. Dabei sind beide Holme 34 des oberen Leiterteiles 32 teleskopartig gegenüber den Holmen 35 des unteren Leiterteiles 33 verschiebbar. In der hier gezeigten Ausführungsform sind die oberen und die unteren Holme 34, 35 und damit die beiden Leiterteile 32, 33 durch jeweils eine seitlich der Holme 34, 35 angeordnete Handhabe 60 miteinander zu verspannen. In der angelehnten Ausgangsstellung der Leiter 21 sind die beiden Leiterteile 32, 33 jedoch vorzugsweise nicht miteinander verspannt, sondern teleskopartig gegeneinander verschiebbar, wodurch es beim Beladen des Dachträgers 10 und dem damit gegebenenfalls verbundenen Einfedern des Kraftwagens zu keinem Verspannen der Leiter 21 zwischen ihrer Festlegung an den Führungsschienen 20 und dem Boden kommen kann.

Wie insbesondere in Zusammenschau mit der in Fig. 2 dargestellten Schnittansicht durch das Rohr 29 und die Gleitschuhe 24 am oberen Ende 22 der Leiter 21 ersichtlich ist, sind die Führungsmittel 24 als etwa T-förmige Gleitschuhe aus Kunststoff ausgebildet, deren jeweiliger Kopfabschnitt 36 - bei in Fahrzeugquerrichtung verlaufender Querschnittsebene - einen etwa rechteckigen Querschnitt und dessen Sockelabschnitt 37 einen etwa kreisrunden Querschnitt aufweist. Gleichfalls wäre es auch denkbar, den Kopfabschnitt 36 mit einem etwa kreisrunden Querschnitt auszugestalten oder diesen mit einem innerhalb der Führungsschienen 20 geführten Laufrad zu versehen. Auch wäre es denkbar, den Sockelabschnitt 37 mit einem etwa kreisrunden Querschnitt auszugestalten. An seinem freien, dem Kopfabschnitt 36 abgewandten Ende ist der zylinderförmige Sockelabschnitt 37 mit einem Gewinde 38 versehen, mit dem der Gleitschuh 24 in das zugehörige Ende des Rohrs 29 eingeschraubt ist. Zur Anpassung an den Abstand der beiden Führungsschienen 20 können die beiden Gleitschuhe 24 mehr oder weniger tief am jeweiligen Ende in das Rohr 29 eingeschraubt werden. Anstelle einer geschraubten Verbindung der Gleitschuhe 24 und des Rohrs 29 wäre es auch möglich, den Gleitschuh z. B. gegen eine Federkraft verschiebbar innerhalb des Rohres 29 aufzunehmen. Auch wäre es denkbar, den Gleitschuh 24 fest mit dem Rohr 29 zu verbinden oder mit diesem einteilig auszubilden.

Axial innerhalb des jeweiligen Rohres 29 und zentral der Gleitschuhe 24 sind jeweils zwei Stangen 39, 40 vorgesehen, die in dazu angepaßten Vertiefungen 41, 42 in den Führungsschienen 20 verrasten und damit das Rohr 29 und das zugeordnete Ende 22, 23 der Leiter 21 an den Führungsschienen 20 festlegen. Die Vertiefungen 41, 42 sind hierzu im Bereich der entgegengesetzten Enden 56, 57 (Fig. 3) der jeweiligen Führungsschiene 20 angeordnet. An den den Führungsschienen 20 abgewandten Stangenenden 43, 44 ist ein zentrales Bedienelement 45 vorgesehen, mit dem die Stangen 39, 40 wieder aus den Vertiefungen 41, 42 ausrastbar und damit die Gleitschuhe 24 wieder innerhalb der Führungsschienen 20 verschiebbar sind, wobei die Stangenenden 43, 44 bei diesem Verschieben entlang den Führungsschienen 20 gleiten. Das zentrale Bedienelement 45 ist im wesentlichen nahe an einem Ende innerhalb des Rohres 29 angeordnet und umfaßt zwei das Rohr 29 durch Langlöcher 49, 50 durchgreifende Griffe 46 die mit dem jeweiligen Stangenende 43, 44 verbunden und vorzugsweise mit einer Hand zu bedienen sind. Dabei ist es denkbar, die beiden Bedienelemente 45 am jeweiligen Ende 22, 23 der Leiter 21 durch Bowdenzüge oder dgl. miteinander zu koppeln. Mit Hilfe der Griffe 46 sind die beiden Stangen 39, 40, deren Stangenenden 43, 44 mit Hilfe einer Führungsstange 51 geführt sind, gegen die Federkraft einer sich an Krägen 53, 54 an den Stangenenden 43, 44 abstützenden Feder 52 gegeneinander bewegbar und damit aus den Vertiefungen 41, 42 in den Führungsschienen 20 ausrastbar. Damit die Leiter 21 nicht unbeabsichtigt mit beiden Rohren 29 vollständig aus den Führungsschienen 20 ausgezogen werden kann, sind an deren Enden 56, 57 (Fig. 3, 4) jeweils entnehmbare Sicherungsstifte 61 (Fig. 2) vorgesehen. Entsprechend der unterschiedlich an den Führungsschienen 20 angeordneten Sicherungsstifte 61 sind in die Gleitschuhe 24 Ausnehmungen 62 eingeformt, so daß jeweils nur das passende Rohr 29 am einen Ende 22, 23 der Leiter 21 ausziehbar ist. Durch Entnahme der Sicherungsstifte 61 kann die Leiter 21 vollständig entfernt werden.

In Fig. 3 ist die Leiter 21 schematisch in ihrer Transportstellung auf dem Fahrzeugdach dargestellt, wobei die beiden Leiterteile 32, 33 zusammengeschoben und deren Holme 34, 35 miteinander verspannt sind. Das in der Ausgangsstellung gemäß Fig. 1 am unteren Ende 23 der Leiter 21 angeordnete Rohre 29 ist durch die gestrichelt dargestellte Stangen 39, 40 in den Vertiefungen 41, 42 an den zugeordneten Enden 56 der Führungsschienen 20 festgelegt. Die Länge der Leiter 21 ist dabei so gewählt, daß das am anderen Ende 22 der Leiter 21 angeordnete Rohr 29 nicht an den Vertiefungen 41, 42 am zugeordneten Ende 57 der Führungsschienen 20 festgelegt ist. Es wäre jedoch auch denkbar, beide Rohre 29 in den Vertiefungen 41, 42 am zugeordneten Ende 56, 47 der Führungsschienen 20 festzulegen, allerdings müßte dann vor dem Verlagern der Leiter 21 in die angelehnte Ausgangsstellung die Handhabe 60 gelöst werden. Beim Verlagern der Leiter 21 in die Ausgangsstellung wird zunächst die Verrastung am einen Ende 23 gelöst und die Leiter 21 soweit ausgezogen, bis das an ihrem anderen Ende 22 angeordnete Rohr 29 in den Vertiefungen 41, 42 mittels der Stangen 39, 40 festgelegt ist. Ein unbeabsichtigtes, vollständiges Ausziehen der Leiter 21 wird zusätzlich durch die Sicherungsstifte 61 (Fig. 2) gewährleistet.

Die an ihrem oberen Ende 22 an den Führungsschienen 20 festgelegte Leiter 21 kann nun um die obere Sprosse 30 aus der Horizontalen nach unten verschwenkt und durch Öffnen der Handhabe 60 soweit verlängert werden, bis sie sich mit ihrem unteren Ende 23 am Boden abstützt. Beim Zurückverschieben aus der Ausgangsstellung in die Transportstellung wird zunächst die Leiter 21 wieder verkürzt und in der verkürzten Anordnung mit der Handhabe 60 gesichert. Danach kann die Leiter 21 wieder in die Horizontale verschwenkt und durch Lösen der Verrastung am oberen Ende 22 soweit eingeschoben werden, bis sie mit ihrem unteren Ende 23 durch die verrastenden Stangen 39, 40 wieder lösbar festgelegt ist.

Wie in Fig. 4 schematisch dargestellt, kann die Leiter 21 beidseitig des Kraftwagens in die Ausgangsstellung verlagert werden. Darüber hinaus ist es bei Kraftwägen mit Einvolumenform, z. B. Transportern, Großraumlimousinen oder dgl. auch möglich, die Führungsschienen 20 und die Leiter 21 in Fahrzeuglängsrichtung auf dem Fahrzeugdach anzuordnen und entsprechen nach vorne oder hinten auszuziehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Dachaufbau zur Aufnahme einer Dachleiter für einen Kraftwagen mit mindestens zwei Dachholmen (11), die über Befestigungsmittel (12) am Fahrzeugdach (14) angebracht sind, und mit annähernd parallel zueinander angeordneten Führungsschienen (20), entlang denen die Leiter (21) aus einer Ausgangsstellung in eine Transportstellung auf dem Fahrzeugdach (14) verschiebbar und in ihrer Endlage festlegbar ist, wobei zur Schiebeführung wenigstens an einem Ende (22; 23) der Leiter (21) seitlich abstehende Führungsmittel (24) angeordnet sind, und wobei die Leiter (21) nach Aufheben der Festlegung wieder in die Ausgangsstellung zurückverschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (20) nahe den Befestigungsstellen (13) der Dachholme (11) verlaufen, wobei die Führungsmittel (24) von seitlich auskragenden Auslegerarmen (25) der Leiter (21) gehalten sind.
  2. 2. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (20) jeweils an einem zugeordneten Dachholm (11) angeordnet sind.
  3. 3. Dachaufbau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (20) einteilig mit ihrem zugeordneten Dachholm (11) ausgebildet sind.
  4. 4. Dachaufbau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (20) separat ausgebildet und lösbar an ihrem zugeordneten Dachholm (11) befestigt sind.
  5. 5. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiter (21) in der Ausgangsstellung mit ihrem einen Ende (22) leicht lösbar an den Führungsschienen (20) befestigt und mit ihrem anderen Ende (23) am Boden abgestützt ist.
  6. 6. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am anderen Ende (23) der Leiter (21) seitlich auskragende Auslegerarme (25) angeordnet sind, von denen die Führungsmittel (24) seitlich abstehen.
  7. 7. Dachaufbau nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiter (21) wahlweise von entgegengesetzten Enden (56, 57) der Führungsschienen (20) aus in diese einschiebbar und aus diesen herausziehbar ist.
  8. 8. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Führungsmittel (24) an den Auslegerarmen (25) am Ende (22, 23) der Leiter (21) jeweils ein in den Führungsschienen (20) verrastendes Sperrmittel (39, 40) aufweisen, wobei die Sperrmittel (39, 40) durch ein zentrales Bedienelement (45) ausrastbar sind.
  9. 9. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anpassung an den Abstand der Führungsschienen (20) wenigstens eines der beiden Führungsmittel (24) einstellbar an dem zugehörigen Auslegerarm (25) angeordnet ist.
  10. 10. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (24) als innerhalb der Führungsschienen (20) geführte Gleitschuhe ausgebildet sind.
  11. 11. Dachaufbau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (20) in Fahrzeugquerrichtung angeordnet sind, wobei die Leiter (21) zwei- oder mehrteilig ausgebildet und zur Anpassung an die Länge der Führungsschienen (20) zusammenschiebbar ist.
  12. 12. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlich auskragenden Auslegerarme (25) von einem durchgehenden Rohr (29) gebildet sind, wobei die Leiter (21) entlang dem Rohr (29) seitlich verschiebbar geführt ist.
  13. 13. Dachaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (20) und die in ihrer Transportstellung gehaltene Leiter (21) im Freiraum zwischen dem Fahrzeugdach (14) und einer Beladungsebene (BE) eines Dachträgers (10) angeordnet sind.






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