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Dokumentenidentifikation DE19914380A1 26.10.2000
Titel Kommunikations- und Such-System für Taucher
Anmelder Apel, Peter, 59394 Nordkirchen, DE
DE-Anmeldedatum 30.03.1999
DE-Aktenzeichen 19914380
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse G01S 1/66
IPC-Nebenklasse G01S 1/08   H04B 1/38   G01S 5/04   B63C 11/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse für Unterwasseranwendung für Taucher.

Geräte zur Unterwasserkommunikation sind aus der Literatur bei Tauchern bekannt. Diese Geräte bestehen aus einer Gegensprechanlage bzw. Telefonanlage, die in einen mit Luft gefüllten Raum, einen Helm bzw. in eine Vollgesichtsmaske integriert ist. Zur Gesprächsübermittlung ist das Übertragungsmedium Gas notwendig.

Zur Ortung von Unfallanzeigegeräten (z. B. eine Blackbox bei Flugzeugen) wird vielfach ein Funkortungsgerät eingesetzt, um im Wasser oder undurchsichtigen Medien die genannten Geräte über einen an der "Blackbox" befestigten Sender mit Hilfe eines Empfängersuchsystems zu orten.

Weiterhin ist eine Navigationsanlage für den Tauchereinsatz bekannt, das eine Navigationsanlage zur Orientierung, insbesondere zur Orientierung zurück zum Ausgangspunkt oder zur Stelle von der aus mit dem Tauchen begonnen wurde, dient. Eine ähnliche Orientierungshilfe wird von der Firma Seemann Suh vertrieben. Eine weitere Variante mit GPS-Unterstützung wird in der DE 198 03 253 A1 beschrieben. Ebenso ist ein Ortungsgerät DE 197 21 307 A1 beschrieben, das eine Mehrzahl von Basisstationen benutzt und sich dort einbucht, wo bestimmte Kriterien erfüllt werden. Hier ist die Sprache als Kommunikation bzw. aufwendige ortsfeste Stationen zur Peilpositionierung erforderlich. Ebenfalls sind sogenannte Lawinensuchgeräte bekannt, die ein Empfänger- und Suchsystem aufweisen, um Lawinenopfer zu orten. Diese beschriebenen Geräte erfüllen in ihren vorbestimmten Bereichen gut ihren angedachten Zweck.

Bei Sporttauchern, die vielfach nur Tauchmasken verwenden, ist eine Kommunikation nicht möglich, da die Maske nur den Augen- und Nasenbereich abdeckt und der Mund allein zur Atmung durch einen sogenannten Lungenautomaten verwendet wird. Aus anatomischen Gründen wie auch aus Kostengründen ist ein Einbau einer Sprechvorrichtung in einen solchen Lungenautomaten nicht angebracht.

In Notsituationen bei Tauchgängen ist es nun notwendig, nicht nur Informationen auszutauschen, sondern auch auf Grund fehlender Richtungserkennung z. B. in trübem Wasser, die Richtung der sich in Bewegung findenden Kommunikationspartner zu orten. Bei akustischen Signalen wird hier der Stereoeffekt des Ohres ausgenutzt, der unter Wasser aus physikalischen Gegebenheiten nicht zum Tragen kommt. Bei den vorgenannten Lösungen wird ebenfalls nicht berücksichtigt, daß ein oder mehrere Partner sich laufend in Bewegung befinden und somit ständig ihren Bewegungsort verändern. Ebenso werden einzelne Partner nicht durch ihre speziellen Zuordnungen z. B. mit einem auf eine bestimmte Sendefrequenz aufmodulierte Datenwort, die wiederum bei mehreren Partnern matrixmäßig festgelegt bzw. gespeichert werden kann, festgelegt.

Ebenfalls gibt es nicht die Möglichkeit, eine Bereichswarnung, d. h., daß beim Fortbewegen aus einem bestimmten Bereich ein Warnsignal abgegeben werden kann.

Dieses hat den Nachteil, daß bei mehreren Partnern, die alle die gleiche Frequenz benutzen, es nicht möglich ist, den einzelnen sich in einer Notsituation befindlichen Taucher zu orten.

Es stellt sich demnach die Aufgabe, ein Kommunikations- und Such-System mit einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät für Taucher mit einem druckfesten wasserdichten Gehäuse zu gestalten, das diese Anforderungen bei schlechter Sicht und fehlender akustischer Möglichkeit bietet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, indem ein Kommunikations- und Suchgerät in einem druckwasserfestem Gehäuse mit einem Sichtmonitor, optischen Warnlichtern LCD und/oder LED und/oder alphanummerischen Anzeigen und/oder einer Matrixanzeige und/oder Kombination der vorgenannten Komponenten in Verbindung mit einer Auswahlelektronik und/oder einem Prozessor zur Funktionsauswahl und Matrixauswertung und Gerätesteuerung einer Stromversorgung verwendet wird erfüllt. Dieses Gerät hat zur Richtungserkennung ein Ortungssystem, das einerseits einen Sender und andererseits einen Empfänger aufweist. Zur Kommunikation sind selbstverständlich mindestens zwei Kommunikations- und Suchgeräte notwendig. In einer normalen Situation werden beide Kommunikations- und Suchgeräte auf Senden geschaltet. In diesem Zustand zeigt das Kommunikations- und Suchgerät auf einer Anzeigeneinheit oder einen Monitor durch ein optisches Symbol und/oder alphanummerisch an, daß Signale empfangen werden. Es ist somit zu erkennen, daß beide Geräte funktionstüchtig sind. Selbstverständlich ist es möglich, die Kommunikations- und Suchgeräte im Simplex-, Duplex- oder Multiplexverfahren einzusehen.

Um ein Kommunikations- und Suchgerät universell einzusetzen, ist es nun erforderlich auf mindestens eine Grundträgerfrequenz von mindestens zwei Tauchern oder einer oder mehrerer Gruppen von Tauchern der benutzten Grundträgerfrequenz eine zweite Frequenz oder ein digitales Datenwort aufzumodulieren, um alle Teilnehmer separat zu kennzeichnen. Dieses geschieht sinnvoller Weise mit einer Matrixschaltung, die es ermöglicht, einzelne Taucher in einem Matrixpunkt festzulegen und abzurufen. Diese Matrix sollte auf dem Monitor zu erkennen und auch sequenziell abfragbar sein. Durch diese Maßnahme ist es möglich,

  • a) zugeordnet zu kommunizieren;
  • b) zugeordnet einen Sender zu orten;
  • c) zugeordnet das Entfernen eines Senders aus einem zuvor festgelegten Bereich festzustellen.
  • d) Nun kann es vorkommen, daß sich eine Tauchgruppe mit mehreren Tauchern bewegt oder sogar mehrere Tauchgruppen mit mehreren Tauchern unterwegs sind. Aus diesem Grunde wird der Sendefrequenz ein Datenwort aufmoduliert, daß den Namen des Tauchers und/oder der Tauchgruppe markiert.

Das von mindestens einem weiteren Kommunikations- und Suchgerät empfangene Signal wird umgewandelt und erscheint als Symbol einer Sequenzanzeige und/oder Matrixanzeige erscheint auf der Anzeige als Sequenz im Normalfall und als Daueranzeige durch Umschaltung auf das entsprechend zu suchende Gerät, welches dem Datenwort des zu suchenden Gerätes in z. B. alphanummerischer Anzeige entspricht.

Dieses verhindert die Peilung nach ungewollten Sendern. Um das Kommunikations- und Suchgerät möglichst breit in der Verwendung zu gestalten, kann man einerseits das Kommunikations- und Suchgerät über Tasten und Menüschalterkombinationen oder über einen Adapter mit z. B. einem Computer auf die gewünschten Namen und Gruppen programmieren. Für diesen Zweck beinhaltet das Gerät einen elektrischen Empfänger, Sender, Programmierschaltung, Anzeige und Auswahlschaltung und entsprechenden Funktionen.

Eine flächenauswertbare Antenne ermöglicht es, in einem Notfall über Wasser den Notfall zu suchen und unter Wasser ist eine Richtungserkennung angebracht, um mit einer 360°- Drehung des Empfangsgerätes die stärkste richtungsabhängige Feldstärke festzustellen. Die Auswertung wird sichtbar über einen Richtungspfeil und/oder einer Feldstärkenanzeige dargestellt.

Die Sendeleistung kann über einen Menüschalter eingestellt und/oder über Software von außen programmiert werden bzw. ist von vornherein auf eine max. Entfernung begrenzt. So kann über eine Auswahlelektronik in den Empfangsgeräten dem Partner mit einer entsprechenden Matrixanzeige angezeigt werden, daß ein Partner, z. B. Matrixanzeige B3, aus dem max. Entfernungskreis gekommen ist. Dies ist wichtig, da Taucher nur einen begrenzten Sichtradius haben und insbesondere bei schlechter Sicht eine zuverlässige Beobachtung des Partners unmöglich ist. Dies wird durch ein akustisches und/oder optisches Signal angezeigt. Zusätzlich ist auf der Matrixanzeige zu erkennen, um welchen Taucher es sich handelt. Durch entsprechende Positionierung von Menüschaltern und/oder Kombinationen von Drucktasten kann eine Position oder Matrixanzeige ausgewählt werden und auf einer alphanummerischen Anzeige in nicht kodierter Form gezeigt werden.

In einer Gefahrensituation kann z. B. ein Menü- oder Tastschalter in eine Position gebracht werden, die auf bestimmte Gefahren oder Informationen hinweist, z. B.,

  • a) ich habe keine Luft mehr;
  • b) ich sehe dich nicht mehr;
  • c) ich klemme fest;
  • d) mir ist schlecht;
  • e) auftauchen, mir ist kalt u. v. a.

Diese Information wird beim Empfangsgerät angezeigt in z. B. alphanummerischer Darstellung. Diese Information kann z. B. vor dem Tauchgang entsprechend über Tastaturkombinationen und/oder entsprechender Software, Computer und induktiven Sensoren zur Übertragung einprogrammiert werden. Dies kann auch direkt über Berührungskontakte oder Stecker geschehen. Als zusätzlichen Informationshinweis kann ein Blitzlicht oder ein Sirenenton eingeschaltet werden, der auch unter Wasser oder bei schlechter Sicht erkennbar bzw. hörbar ist.

Bei visuellen Problemen durch Dunkelheit, Sedimentbildung oder einfach nicht möglichem Sichtkontakt soll das Gerät eine Peilsuchung aufweisen, die es dem Taucher ermöglicht, durch eine Richtpeilung unter Wasser oder eine Flächenpeilung über Wasser den Gesuchten bzw. den Informanten zu suchen, da das Gerät das Signal erkennt und nun auf Peilung umgeschaltet werden kann, sofern der Gesuchte nicht mehr sichtbar ist.

Über mindestens einen Menüschalter kann das Kommunikations- und Suchgerät so justiert werden, daß es lediglich die Sendefrequenz des Gesuchten berücksichtigt, z. B. die Matrixanzeige B3.

Aus Dichtigkeitsgründen wird zur Anzeigenvorwahl ein oder mehrere wasserdichte Menüschalter, die eine Vielzahl von Rast- und Schaltpositionen aufweisen können, verwendet. Das Schaltelement kann über eine Magnetraststellung verfügen, wie sie in der DE 196 51 315 A1 beschrieben ist. Da das Gehäuse druckwasserdicht aufgebaut ist, sollte es von außen programmierbar sein und dieses anhand eines Computers oder Programmiergerätes von außen durch Induktion oder Datenträgerfrequenz und/oder durch entsprechende Kontaktierung in das Geräteinnere übertragen werden.

Ebenfalls sollte ein Akkumulator vorgesehen werden, der von außen über Induktion geladen werden kann (Transformationsprinzip). Für Notfälle existiert ein zweiter Akkumulator, der separat geschaltet werden kann.

Ein Vorteil ist es, wenn das Sende- und/oder Empfangsgerät auch auf Frequenzen umschaltbar ist, die von Suchflugzeugen oder Militär zur Suchortung eingesetzt werden (Notfrequenzen).

Zur Erkennung bei Dunkelheit sollte der Monitor im Bedarfsfall beleuchtbar mit der Akkumulatorspannung sein. Vorteilhaft wird das Gerät mit einer Distanziervorrichtung in ständiger Augenposition gebracht bzw. als Armhandgerät benutzt.

Sinnvoller Weise weist das Kommunikations- und Suchgerät eine einzelne sperrbare SOS- Taste auf.

Weiterhin sollte das Kommunikations- und Suchgerät Auftrieb besitzen, damit es im Notfall mit einer Schnur als Signalboje mit besseren Sendeeigenschaften nach oben gelassen werden kann. Eine Blitzanzeige ermöglicht eine schnelle optische Wahrnehmung.

Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1a ein Kommunikations- und Suchgerät für ein Kommunikations- und Suchsystem in einer schematisch dargestellten Seitenansicht,

Fig. 1b eine Vorderansicht eines Kommunikations- und Suchgerätes gem. Fig. 1a,

Fig. 2 ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a und Fig. 1b bei dem eine Sequenzanzeige als Feldstärkenanzeige verwendet wird,

Fig. 3 ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a und Fig. 1b bei dem eine Sequenzanzeige als Matrixanzeige für beteiligte Taucher verwendet wird,

Fig. 4 ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a und Fig. 1b mit einer Richtantenne,

Fig. 5 ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a und Fig. 1b mit einer Richtungsanzeige,

Fig. 6 einen Schnitt durch das Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a entlang der Linie VI-VI mit einer internen Elektronik, Funktionselement und Akku,

Fig. 7 ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a-6, das mit einem Personalcomputer über eine induktive Schnittstelle verbunden ist,

Fig. 8 ein Blockschaltbild eines Kommunikations- und Suchgerätes gemäß Fig. 1a-6,

Fig. 9 ein Kommunikations- und Suchsystem mit einem Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a-8 als Sender für Notfrequenz,

Fig. 10 ein Kommunikations- und Suchsystem, bei dem ein Taucher ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a-9 als Richtungsfindungsgerät für eine Richtungsfindung über und unter Wasser einsetzt.

Fig. 11 ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a entlang der Linie XI-XI mit verschiedenen Schaltfunktionen gemäß induktiver Schnittstelle gemäß Fig. 6.

Fig. 12 ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a-11 mit einer Befestigungseinheit am Tauchjacket.

Ein Kommunikations- und Suchgerät gemäß Fig. 1a und 1b weist ein druckwasserdichtes Gehäuse 1 auf, dessen Frontseite eine Anzeigeeinheit 7 ist. Die Anzeigeeinheit 7 zeigt ein Alarmfeld 8, eine Sequenzanzeige 9 und eine alphanummerische Anzeige 10. Ein Menüschalter 11 ist drehbar am Gehäuse angebracht und ermöglicht eine Auswahl von verschiedenen Funktionen über einen Magnetring und Hallschalterfunktion.

Zwei weitere Schalter 12 und 13 sind ebenfalls auf der Anzeigeeinheitsseite angeordnet und können mit verschiedenen Funktionen belegt werden, wie z. B. Umschalten von Senden auf Empfangen oder Notfrequenz. LED's 14 bis 14.3 dienen dem Erkennen von unterschiedlichen Funktionen bei der Betätigung nach einer Menüauswahl bzw. einer Tastenbestätigung. Sie werden gemeinschaftlich eingeschaltet, bei der Bestätigung eines Notschalters 4. Ein Schalter 3 dient zum Ein- und Ausschalten und durch codemäßiges Betätigen bzw. bei Interwallbetätigung der Programmierung des Kommunikations- und Suchgerät. In Verbindung mit dem Schalter 4 kann ein Menü durchblättert werden, welches auf einer alphanummerischen Anzeige 10 dargestellt wird.

Eine Blitzlampe 5 ist am druckwasserdichtem Gehäuse befestigt und dient im Notfall der optischen Auffindung bei eingeschränkter Sicht.

In der Fig. 2 ist ein Kommunikations- und Suchgerät dargestellt, bei dem die Sequenzanzeige der Anzeigeneinheit 7 als Feldstärkenanzeige 15 verwendet wird. Durch Einfärbung der einzelnen Felder in Pfeilrichtung wird eine Erhöhung der Feldstärke und somit eine Annäherung an den zu suchenden Tauchpartner dargestellt. Der entsprechende Tauchpartner ist zuvor mit dem Menüschalter 11 vorgewählt worden. Der Tauchpartner kann anhand der alphanummerischen Anzeige 10 namentlich und codemäßig beschrieben werden und wird elektronisch anhand eines der Sendeträgerfrequenz aufmodulierten Datenwortes erkannt.

In der Fig. 3 ist die Abfragesequenz der beteiligten Tauchpartner dargestellt deren Kommunikations- und Suchgerät in Sendestellung über den Menüschalter 11 geschaltet ist. Es ist auf einen Blick zu erkennen, ob alle Kommunikations- und Suchgerät empfangen werden oder sich Partner außer Reichweite befinden. Sinnvollerweise werden natürlich feste Gruppen gebildet, die immer im Empfangsbereich sein sollten. Die alphanummerische Anzeige 10 kann den Zusand senden/anzeigen oder die Teilnehmer entsprechend der Matrixanzeige 16 scrollen.

Ein außer Reichweite kommender Taucher wird alphanummerisch auf der Anzeige 10 dargestellt. Die LED's 14 bis 14.3 und der Alarm blinken in diesem Fall.

Bei Betätigung des Notschalters 3 wird ein der Trägerfrequenz überlagertes Codewort ausgesendet und setzt die anderen beteiligten Kommunikations- und Suchgerät in Alarmfunktion. Das bewirkt, das bei allen Empfangsgeräten das Alarmfeld 8 blinkt, die LED's 14 bis 14.3 blinken und ein Tonsignal ertönt. Wird eine Kommunikation gewünscht wird der Menüschalter 11 so lange betätigt, bis das zuvor programmierte Wort auf der alphanummerischen Anzeige 10 erscheint. Durch Betätigen des Tasters 12 und anschließender Auswahl des Tauchpartners anhand des Menüschalters 11 kann diese Information gezielt einem Tauchpartner zugesendet werden wenn z. B. die Taste 12 erneut gedrückt wird.

Die Fig. 4 zeigt das Kommunikations- und Suchgerät mit einer Richtungsantenne 16, die am Gehäuse innen oder außen direkt angeordnet ist. Diese Richtungsantenne 16 dient der Suchfunktion des Tauchpartners in einer nicht bekannten Richtung, da dieser sich irgendwo im 360°-Bereich befinden kann.

Fig. 5 zeigt die Anzeigeeinheit 7 mit einer Richtungsanzeige 17, wo eine grobe Richtung des Senders zu erkennen ist.

In der Fig. 6 erkennt man das Kommunikations- und Suchgerät, dargestellt mit der Trägerelektronikplatte 18, dem Monitor 7, den Akkus 11.4' und 11.4", dem Menüschalter 11 mit dem Magnetrastwerk und dem Hallschalter 19 sowie der Programmier- und Codespule 11.4 und der Blitzleuchte 5 sowie die SOS-Taste 4 und die Taster 12 und 13. Vergleiche auch Fig. 1a und 1b.

Fig. 7 zeigt das Kommunikations- und Suchgerät, wie es über eine entsprechende Software vom Computer aus programmiert wird (z. B. Anzahl der Tauchpartner, Name des Tauchpartners, Kommunikationsdialoge etc.). Die berührungslose Schnittstelle ist als induktive Übertragungseinheit dargestellt.

Fig. 8 zeigt ein Blockschaltbild des Kommunikations- und Suchgeräts für Taucher. Das Sendesystem besteht aus einem abgestimmten Schwingkreis 34, 35, welches mit der Antenne 37 (vergleiche auch Fig. 4) verbunden ist, ferner aus einem Modulator 32, welcher wiederum über ein Leistungsteil 33 mit der Antenne verbunden ist. Als Antenne 37 dient ein Ferrit- Stab hoher Güte. Der Modulator 32 ist mit einem Oszillator 23f verbunden und wird durch diesen und einen Ein-/Ausgang 23d (Port Bit) eines Steuerchips 23 (Micro Controller, Recheneinheit) angesteuert. Es können verschiedene Modulationsarten (AM, FM, FSU) verwendet werden. Durch den Steuerchip 23 können dem Sendesignal verschiedene Informationen (Kennungen usw.) aufgeprägt werden. Der Empfangs- und Sendeteil kann über Schalter 36, die vom Steuerchips 23 gesteuert werden, selektiv aktiviert werden. Im Empfangszweig befindet sich ein Vorverstärker 31, welcher sowohl mit der Antenne 37 als auch mit einem Mischer 30 verbunden ist. Der Mischer 30 wird vorzugsweise durch denselben Oszillator 23f des Steuerchips 23 gespeist, wie ein Modulator 32. Das vorverstärkte Empfangssignal wird über einen A/D Wandler 3c der Recheneinheit 23 zugeführt und ermöglicht somit die Auswertung der Feldstärke. Der Verstärker kann zur Optimierung dieser Funktion auch durch den Steuerchip 23 und einen Abschwächer (nicht dargestellt) gesteuert werden. Weiterhin befindet sich im Empfangszweig ein Demodulator 29, welcher ebenfalls mit der zentralen Recheneinheit 23 verbunden ist und dieser die demodulierten Informationen zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung stellt. Eine CPU 23a des Steuerchips 23 verarbeitet dann die empfangenen Nachrichten und die Kennungen der Sender.

Die Anzeige der angemeldeten Sendegeräte, der gesendeten Nachrichten und der Feldstärke eines über das Eingabeelement ausgewählten Sendegerätes erfolgt auf dem Display 7. Dieses kann ein LCD-, TFT- oder LED-Display sein. Die Darstellung der angemeldeten Sender kann in Form einer Matrix erfolgen, wobei hier alle erkannten Geräte oder nur ein selektiertes Gerät angezeigt werden kann. Die Bearbeitung der Nachrichten und die Anmeldung der Sendegeräte kann an einem Personal Computer 46 durchgeführt werden. Nach der Bearbeitung werden die Daten durch einen Transponder der durch eine an den PC 46 angeschlossene Einheit 17 und eine im Kommunikations- und Suchgerät befindliche Einheit 11.4 (z. B. induktiv) berührungslos übertragen und in einem nicht flüchtigen Speicher 23e (EE-PROM) abgelegt. Hierbei werden die Daten über einen digitalen I/O Port 23d des Steuerchips 23, welcher mit einer Programmier- und Codespule 11.4 verbunden ist, eingelesen. Die Bedienung der Menüs und die Auswahl der geladenen Nachrichten und erfolgt durch Eingabeelemente 25, welche ebenfalls über einen digitalen I/O Port 23d des Steuerchips 23 eingelesen werden. Diese Eingabeelemente 25 können als Taster, Schalter oder Drehschalter ausgeführt werden, wobei jeweils ein Auswahlmenü zur Verfügung stehen kann. Das Laden der Akkumulatoren 11.4' und 11.4" kann ebenfalls durch eine induktive Kopplung der Einheiten 21 und 22a erfolgen. Hierbei stellt die Einheit 21 ein Netzteil mit Primärspule und 22a die Sekundärspule dar.

Eine zentrale Spannungsversorgung 22b, welche sowohl mit der Sekundärspule 22a als auch mit den Akkumulatoren 11.4'/11.4" verbunden ist, speist alle im System befindlichen Komponenten. Die Zentrale Spannungsversorgung 22b kann somit sowohl den Ladestrom für die Akkumulatoren 11.4'/11.4" zur Verfügung stellen als auch die Spannungsversorgung der Einheit leisten.

In der Fig. 9 erkennt man das Kommunikations- und Suchgerät, welches in SOS- Notsignalfunktion geschaltet wurde und auf der internationalen Notfrequenz sendet, um Suchflugzeuge bzw. Schiffe anhand von Richtungspeilung das Auffinden des Senders zu ermöglichen (die Luftfahrt und Schiffahrt hält ständig diesen Kanal eingeschaltet, um ggf. Notsignale aufzunehmen).

Die Fig. 10 zeigt eine Suchfunktion unter Wasser. Ein Taucher 10.1 dreht sich mit dem Kommunikations- und Suchgerät um 360° und sucht die Richtung, die auf seinem Empfangsgerät und der Feldstärkenanzeige 15 die stärkste Feldstärke anzeigt. Die Suche in diese Richtung beginnt und endet mit dem vollen Ausschlag der vollen Feldstärke, wenn ein Tauchpartner 10.2 gefunden wurde. Sofern ein Tauchpartner vermißt wird, kann ein Suchender Taucher 10.3 an der Wasseroberfläche sich zunächst bis zum stärksten Feldstärkenausschlag der Feldstärkenanzeige 15 orientieren und dann entsprechend abtauchen.

In der Fig. 11 ist der Menüschalter 11 im Schnitt dargestellt und zeigt ein Magnetrastwerk in Prinzipdarstellung und einen entsprechenden Hallschalter 11.1.

In der Fig. 12 zeigt das Kommunikations- und Suchgerät wie es mit einer Aufhängeeinrichtung am Jacket des Tauchers befestigt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse für Unterwasseranwendungen für Taucher,
    1. - das wenigstens einen Sender und einen Empfänger aufweist, die in Verbindung mit einem Sender und einer Anzeigeeinheit zur Richtungsfindung eines schlecht erkennbaren Partners einzusetzen ist,
    2. - wobei die entfernungsmäßige Annäherung durch eine Feldstärkenanzeige und Richtungsanzeige dargestellt ist,
    3. - wobei eine oder mehrere Trägerfrequenzen zu senden und zu empfangen sind,
    4. - wobei der Trägerfrequenz ein Datenwort und/oder eine Erkennungsfrequenz aufmoduliert sind,
    5. - wobei jeweils ein Datenwort oder jeweils eine Erkennungsfrequenz durch eine elektronische Matrix jeweils einem Kommunikations- und Suchgerät zugeordnet ist,
    6. - wobei beim empfangenden Kommunikations- und Suchgerät die auf die Anzahl der Teilnehmer programmierte Matrix sequenziell auf die Trägerfrequenz mit dem jeweiligen Datenwort oder der jeweiligen aufmodulierten Erkennungsfrequenz und diese auf der Anzeigeeinheit mit einer Matrixanzeige sequentiell abzubilden ist,
    7. - wobei beim empfangenden Kommunikations- und Suchgerät die zur Richtungsfindung eingesetzten empfangenen Kommunikations- und Suchgeräte anhand eines Menüschalters einen in der Matrix und in der Matrixanzeige darzustellende Teilnehmer aus der Sequenz vereinzelt und als zu Suchenden zu markieren und zu orten sind,
  2. 2. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Frequenzen in Kombination als Erkennungsfrequenz dargestellt sind.
  3. 3. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Anzeigeeinheit die Matrix dargestellt wird und daß ein sendendes Kommunikations- und Suchgerät bei zumindest einem empfangenden Kommunikations- und Suchgerät über mindestens einen Menüschalter separiert und anhand der in der Anzeigeeinheit sichtbaren Matrixanzeige ausgewählt werden kann und/oder diese in einer entschlüsselten alphanummerischen Darstellung zeigt.
  4. 4. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach einem Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeneinheit ein LCD- oder LED- Bildschirm ist.
  5. 5. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach einem Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bildschirm beleuchtet ist.
  6. 6. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach einem Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeleistung oder Empfangsleistung über mindestens einen Menüschalter begrenzbar einstellbar ist.
  7. 7. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach einem Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein schwächer werdendes oder ausfallendes Sendesignal, das außerhalb eines voreingestellten Bereiches oder durch die sequenzielle Abfrage nicht erfaßt wird, durch eine Warnfunktion in Form eines optischen oder akustischen Signals darzustellen ist.
  8. 8. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach einem Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die entfernungsmäßige Annäherung eines auf Suchfunktion eingestellten Gerätes zusätzlich durch unterschiedlich steigende oder fallende Signalfrequenzen optisch oder akustisch darzustellen ist.
  9. 9. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach einem Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse Hall-, magnetoresistive oder Reed- Schaltelemente aufweist.
  10. 10. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät mit einem druckfesten Gehäuse nach einem Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Kommunikations- und Suchgerät von außen auf Informationsinhalte und Funktion zu programmieren sind.
  11. 11. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Matrix mit einer Dateneinheit zu programmieren ist.
  12. 12. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem empfangenden Kommunikations- und Suchgerät mindestens ein weiterer Code zu erkennen und auszulesen ist.
  13. 13. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmierung berührungslos von außen vorgesehen ist.
  14. 14. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Akkumulator vorgesehen ist, der durch Induktion von außen zu laden ist.
  15. 15. Kommunikations- und Süch-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender einen Notsender umfaßt, mit dem auf einer Militärnotfrequenz und/oder Zivilnotfrequenz Peilsignale auszusenden sind.
  16. 16. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Gehäuse eine Aufhängevorrichtung verbunden ist.
  17. 17. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Gehäuse ein SOS-Schalter angeordnet ist.
  18. 18. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät einen Signalgeber umfaßt, mit dem mindestens ein Signalton mit einer Frequenz zu erzeugen ist, der unter Wasser wahrzunehmen ist.
  19. 19. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein Notakkumulator vorgesehen ist, der mit dem SOS-Schalter verbunden ist.
  20. 20. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tauchcomputer und/oder eine Kompaßfunktion und/oder eine Uhr und/oder eine Zeitfunktion integriert ist.
  21. 21. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bojenschnur vorgesehen ist, die mit dem schwimmfähigen Gehäuse verbunden ist.
  22. 22. Kommunikations- und Such-System mit wenigstens einem druckwasserdichten Kommunikations- und Suchgerät nach einem Anspruch 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Sende- und/oder Empfangsgerät eine SOS-Blitzfunktion aufweist.






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