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Dokumentenidentifikation DE19916449A1 26.10.2000
Titel Fräsvorrichtung, insbesondere für Anwendungen im Dental-Bereich
Anmelder Georg Schick Dental GmbH, 88433 Schemmerhofen, DE
Erfinder Birk, Hubert, 88487 Mietingen, DE;
Hochdorfer, Joachim, 88480 Achstetten, DE;
Schick, Wolfgang, 88433 Schemmerhofen, DE
Vertreter Fay und Kollegen, 89073 Ulm
DE-Anmeldedatum 12.04.1999
DE-Aktenzeichen 19916449
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B23C 1/06
IPC-Nebenklasse A61C 3/02   
Zusammenfassung Die Fräsvorrichtung ist insbesondere für Anwendungen im Dental-Bereich vorgesehen und besteht aus einem Vorrichtungsfuß (1) mit einer Werkzeugsäule (2), ferner aus einem Fräskopf (3), der über einen Auslegerarm (4) an der Werkzeugsäule (2) angeschlossen ist, sowie einem als Auflage für das Werkstück dienenden Frästeller (5). Der Fräskopf (3) ist in fester Höhe an der Werkzeugsäule (2) angeschlossen, während der Frästeller (5) höhenverstellbar an der Werkzeugsäule (2) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fräsvorrichtung, insbesondere für Anwendungen im Dental-Bereich, bestehend aus einem Vorrichtungsfuß mit einer Werkzeugsäule, ferner aus einem Fräskopf, der über einen Auslegerarm an der Werkzeugsäule angeschlossen ist, sowie einem als Auflage für das Werkstück dienenden Frästeller.

Derartige Fräsvorrichtungen sind in vielfältigen Ausführungen in der Praxis bekannt und dienen dazu, zahntechnische Modelle mittels Fräser, Bohrer oder dergleichen rotierender Werkzeuge zu bearbeiten.

Im Hinblick auf die vor allem unterschiedliche Höhe der zu bearbeitenden Modelle, durch die ständig auch der Fräskopf in seiner Höhe nachgestellt werden muß, und angesichts der geforderten Genauigkeit bei der Bearbeitung der Modelle muß wegen der sich entsprechend ändernden Blickrichtung bei den bekannten Fräsvorrichtungen auch die jeweilige Sitz- bzw. Arbeitshaltung permanent verändert und angepaßt werden, was nicht nur zeitaufwendig, sondern auch aus ergonomischen Gesichtspunkten nachteilig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fräsvorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Bedienung und Handhabung, auch bei dem jeweiligen Wechsel des Modells, vereinfacht wird und Anpassungen schnell und ohne weiteres vorgenommen werden können. Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Fräskopf in fester Höhe an der Werkzeugsäule angeschlossen und daß der Frästeller höhenverstellbar an der Werkzeugsäule angeordnet ist.

Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht im wesentlichen darin, daß durch den bezüglich seiner Höhe feststehenden Fräskopf, womit auch das Fräswerkzeug und damit der Bearbeitungsort auf gleicher Höhe bleibt, eine unveränderte Arbeitshaltung gewährleistet ist und eine Anpassung an unterschiedlich hohe Modelle bzw. Unterbauten für das Modell durch die Höhenverstellbarkeit des Frästellers ausgeglichen werden.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist am Vorrichtungsfuß eine Haltesäule vorgesehen, die achsparallel zur Werkzeugsäule verläuft und wenigstens einen Auslegerarm mit einer Arm-/Handauflage trägt.

Dadurch kann die zahntechnische Arbeit weiter erleichtert und inbesondere ein ermüdungsfreies Arbeiten sichergestellt werden.

Zweckmäßigerweise ist dabei jede Arm-/Handauflage über ein Gelenk mit senkrechter Gelenkachse an dem Auslegerarm gelagert, wodurch sich der Abstand der Arm-/Handauflage vom Frästisch leicht - den Bedürfnissen entsprechend - einstellen läßt.

Hierbei ist es von Vorteil, wenn das Gelenk mit mehreren Raststellungen versehen ist, da dann eine Verstellung möglich ist, ohne daß Feststellmittel zunächst gelöst und anschließend wieder fixiert werden müssen.

Um noch weitere Anpassungsmöglichkeiten zu haben, sieht die Erfindung vor, daß jede Arm-/Handauflage auf einer horizontalen Gelenkwelle angeordnet ist, deren eines Ende an dem Gelenk angeschlossen ist. Dadurch ist auch die Neigung der Arm-/Handauflage zum Frästeller hin individuell anpaßbar. Hierzu ist es dann erforderlich, daß die Arm-/Handauflage mittels einer Feststellschraube drehfest auf der Gelenkwelle arretierbar ist.

Schließlich - um eine volle dreidimensionale Anpaßbarkeit zu ermöglichen - kann der Auslegerarm bzw.. können die Auslegerarme höhenverstellbar und/oder drehbar auf der Haltesäule angeordnet und durch eine Arretierschraube feststellbar sein.

Die Haltesäule erstreckt sich dabei vorteilhafterweise durch eine Bohrung im Frästeller.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Bedienelement zur Steuerung der wichtigsten Funktionen während des Fräsvorganges vorgesehen ist, wobei das Bedienelement in seiner Position frei verstellbar ist. Dies hat den Vorteil, daß während des Fräsvorganges die Bedienfunktionen ausgeführt werden können, ohne daß die gewählte Blickrichtung geändert werden muß, was beim handgeführten Fräsen enorm wichtig ist. Insbesondere werden hierdurch optimale Fräsergebnisse erreicht.

Als vorteilhaft hat es sich hierbei erwiesen, wenn das Bedienelement an einem flexiblen Arm angeordnet ist, der am Vorrichtungsfuß angeschlossen ist. Dann kann das Bedienelement in jede erforderliche Position, also links, rechts, oben, unten, vorne oder hinten gebracht werden und ist auch gleichermaßen von Links- oder Rechtshändern bedienbar. Dadurch hat der Zahntechniker volle Bewegungs- und Bedienfreiheit bei der Verwendung dieser Fräsvorrichtung.

Des weiteren ist es günstig, wenn am Fräskopf ein Lichtaufsatz angeordnet ist, der die Frässpindel konzentrisch umschließt und an seiner dem Fräser zugewandten Stirnseite mit mehreren Leuchtelementen versehen ist. Dadurch wird eine optimale Ausleuchtung des Arbeitsfeldes ohne Schattenbildung erreicht. Außerdem stört oder behindert der Lichtaufsatz so nicht die Arbeit.

Zweckmäßigerweise sind die Leuchtelemente gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet und von LEDs gebildet, wodurch keine Erwärmung auftritt.

Um störende Kabelverbindungen zu vermeiden, erfolgt die Stromversorgung des Lichtaufsatzes mittels einer integrierten Steckverbindung über den Fräskopf.

Im folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1 die Fräsvorrichtung in perspektivischer Darstellung,

Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in geänderter Ansicht,

Fig. 3 eine weitere Ansicht des Gegenstands nach Fig. 1,

Fig. 4 eine Detailansicht des Lichtaufsatzes.

Die in der Zeichnung dargestellte Fräsvorrichtung ist insbesondere für Anwendungen im Dental-Bereich vorgesehen und besteht aus einem Vorrichtungsfuß 1 mit einer Werkzeugsäule 2, ferner aus einem Fräskopf 3, der über einen Auslegerarm 4 an der Werkzeugsäule 2 angeschlossen ist, sowie aus einem als Auflage für das Werkstück dienenden Frästeller 5.

Um bei unterschiedlicher Höhe der zu bearbeitenden Modelle eine einfache Handhabung zu erlauben, ist der Fräskopf 3 in fester Höhe an der Werkzeugsäule 2 angeschlossen. Dadurch bleibt die Bearbeitungshöhe stets gleich. Dafür ist der Frästeller 5 höhenverstellbar an der Werkzeugsäule 2 angeordnet.

Am Vorrichtungsfuß 1 ist eine Haltesäule 6 vorgesehen, die achsparallel zur Werkzeugsäule 2 verläuft und zwei Auslegerarme 7 mit jeweils einer Arm-/Handauflage 8 trägt. Dabei ist jede Arm-/Handauflage 8 über ein Gelenk 9 mit senkrechter Gelenkachse an dem Auslegerarm 7 gelagert. Das Gelenk 9 ist in nicht näher dargestellter Weise mit mehreren Raststellungen versehen. Ferner ist jede der beiden Arm-/Handauflagen 8 auf einer horizontalen Gelenkwelle 10 angeordnet, deren eines Ende an dem Gelenk 9 angeschlossen ist. Dadurch ist es möglich, eine dreidimensionale Verstellung der Arm-/Handauflagen 8 vorzunehmen und somit eine Anpassung an jede Art der Bearbeitung zu erreichen.

Zur Fixierung in der gewünschten Stellung ist die Arm-/Handauflage 8 mittels einer Feststellschraube 11 drehfest auf der Gelenkwelle 10 arretierbar. Zudem sind die beiden Auslegerarme 7 höhenverstellbar und/oder drehbar auf der Haltesäule 6 angeordnet und durch eine weitere Arretierschraube 12 feststellbar.

Die Haltesäule 6 selbst erstreckt sich durch eine Bohrung 13 im Frästeller 5, so daß dessen Höhenverstellung unbeeinträchtigt möglich ist.

Um während des Fräsvorganges die Bedienfunktionen ausführen zu können, ohne daß die gewählte Blickrichtung geändert werden muß, was beim handgeführten Fräsen enorm wichtig ist, ist ein Bedienelement 14 zur Steuerung der wichtigsten Funktionen während des Fräsvorganges vorgesehen. Das Bedienelement 14 ist dabei in seiner Position frei verstellbar.

Das Bedienelement 14 ist an einem flexiblen Arm 15, insbesondere einem Schwanenhals angeordnet, der am Vorrichtungsfuß 1 angeschlossen ist. Dadurch kann das Bedienelement 14 in jede erforderliche Position, also links, rechts, oben, unten, vorne oder hinten gebracht werden und ist auch gleichermaßen von Links- oder Rechtshändern bedienbar. Der Zahntechniker hat somit volle Bewegungs- und Bedienfreiheit bei der Verwendung dieser Fräsvorrichtung.

Schließlich ist am Fräskopf 3 ein Lichtaufsatz 16 angeordnet, der die Frässpindel konzentrisch umschließt und an seiner dem Fräser zugewandten Stirnseite mit mehreren Leuchtelementen 17 versehen ist. Dadurch wird eine optimale Ausleuchtung des Arbeitsfeldes ohne Schattenbildung erreicht. Außerdem stört oder behindert der Lichtaufsatz 16 so die Arbeit nicht.

Die Leuchtelemente 17 sind gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet und von LEDs gebildet, wodurch keine Erwärmung auftritt.

Die Stromversorgung des Lichtaufsatzes 16 erfolgt mittels einer integrierten Steckverbindung 18 über den Fräskopf 3, wie dies in Fig. 4 angedeutet ist, wodurch störende Kabelverbindungen vermieden werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Fräsvorrichtung, insbesondere für Anwendungen im Dental-Bereich, bestehend aus einem Vorrichtungsfuß (1) mit einer Werkzeugsäule (2), ferner aus einem Fräskopf (3), der über einen Auslegerarm (4) an der Werkzeugsäule (2) angeschlossen ist, sowie einem als Auflage für das Werkstück dienenden Frästeller (5), dadurch gekennzeichnet, daß der Fräskopf (3) in fester Höhe an der Werkzeugsäule (2) angeschlossen und daß der Frästeller (5) höhenverstellbar an der Werkzeugsäule (2) angeordnet ist.
  2. 2. Fräsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Vorrichtungsfuß (1) eine Haltesäule (6) vorgesehen ist, die achsparallel zur Werkzeugsäule (2) verläuft und wenigstens einen Auslegerarm (7) mit einer Arm-/Handauflage (8) trägt.
  3. 3. Fräsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Arm-/Handauflage (8) über ein Gelenk (9) mit senkrechter Gelenkachse an dem Auslegerarm (7) gelagert ist.
  4. 4. Fräsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk (9) mit mehreren Raststellungen versehen ist.
  5. 5. Fräsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Arm-/Handauflage (8) auf einer horizontalen Gelenkwelle (10) angeordnet ist, deren eines Ende an dem Gelenk (9) angeschlossen ist.
  6. 6. Fräsvorrichtung nach 5, dadurch gekennzeichnet, c3aß die Arm-/Handauflage (8) mittels einer Feststellschraube (11) drehfest auf der Gelenkwelle (10) arretierbar ist.
  7. 7. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslegerarm (7) bzw. die Auslegerarme höhenverstellbar und/oder drehbar auf der Haltesäule (6) angeordnet und durch eine Arretierschraube (12) feststellbar ist.
  8. 8. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltesäule (6) sich durch eine Bohrung (13) im Frästeller (5) erstreckt.
  9. 9. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bedienelement (14) zur Steuerung der wichtigsten Funktionen während des Fräsvorganges vorgesehen ist, wobei das Bedienelement (14) in seiner Position frei verstellbar ist.
  10. 10. Fräsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedienelement -(14) an einem flexiblen Arm (15) angeordnet ist, der am Vorrichtungsfuß (1) angeschlossen ist.
  11. 11. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Fräskopf (3) ein Lichtaufsatz (16) angeordnet ist, der die Frässpindel konzentrisch umschließt und an seiner dem Fräser zugewandten Stirnseite mit mehreren Leuchtelementen (17) versehen ist.
  12. 12. Fräsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtelemente (17) gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet und von LEDs gebildet sind.
  13. 13. Fräsvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromversorgung des Lichtaufsatzes (16) mittels einer integrierten Steckverbindung (18) über den Fräskopf erfolgt.






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