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Dokumentenidentifikation DE19916800A1 26.10.2000
Titel Vorrichtung zum Zerkleinern von vorzugsweise plastischen Massen, insbesondere von feuchtem Ton, und von Hartstoffen
Anmelder Gerlach-Anlagenbau GmbH, 56249 Herschbach, DE
Erfinder Gerlach, Hans-Peter, 56422 Wirges, DE;
Tönges, Friedhelm, 57629 Norken, DE
Vertreter Pürckhauer, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 57234 Wilnsdorf
DE-Anmeldedatum 14.04.1999
DE-Aktenzeichen 19916800
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B02C 23/02
IPC-Nebenklasse B02C 18/28   B02C 4/30   
Zusammenfassung Es handelt sich um eine Vorrichtung (1) zum Zerkleinern von vorzugsweise plastischen Massen, insbesondere von feuchtem Ton, und von Hartstoffen, mit einem Einfülltrichter (3), einem darunter angeordneten Zerkleinerungsraum (4), einem am Zerkleinerungsraum (4) angeordneten, um eine horizontale Achse (9) drehantreibbaren Werkzeug in Form eines mit einzelnen Zerkleinerungswerkzeugen bestückten walzenartigen Rotors (5) und einem bis vor den Rotor (5) im Zerkleinerungsraum (4) hin und her bewegbaren Schieber (6). Um eine Vorrichtung (1) zu schaffen, bei der eine kontinuierliche Materialzuführung gewährleistet ist, ist der Schieber (6) über seine dem Rotor (5) im wesentlichen entsprechende Breite zeitweilig ausgebildet. Dabei führen beide Teile (10, 11) des Schiebers (6) wechselweise Vorschub- bzw. Rückhubbewegungen aus.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zerkleinern von vorzugsweise plastischen Massen, insbesondere von feuchtem Ton, und von Hartstoffen, mit einem Einfülltrichter, einem darunter angeordneten Zerkleinerungsraum, einem am Zerkleinerungsraum angeordneten, um eine horizontale Achse drehantreibbaren Werkzeug in Form eines mit einzelnen Zerkleinerungswerkzeugen bestückten walzenartigen Rotors und einem bis vor den Rotor im Zerkleinerungsraum hin und her bewegbaren Schieber.

Eine solche Vorrichtung ist bereits aus DE 297 08 328 U1 bekannt. Hierbei ist die Oberkante des Einfülltrichters in Höhe einer mit einem LKW befahrbaren Fläche oder Rampe angeordnet, wobei die Einfüllöffnung des Einfülltrichters eine der Breite des LKW angepaßte Abmessung aufweist und oberhalb des Schiebers ein weiterer, in den oberen Teil des Zerkleinerungsraumes hinein bewegbarer Schieber vorgesehen ist.

Diese Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, daß der obere Schieber nicht zum Zuführen von Material, sondern zum Lockern von Material vorgesehen ist. Somit entsteht beim Rückhub des unteren Schiebers, wie auch bei anderen bekannten Vorrichtungen ohne einen oberen Schieber, eine Leerlaufphase, in der kein Material zerkleinert wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der angegebenen Gattung zu schaffen, die eine kontinuierliche Materialzuführung gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kennzeichnungsmerkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist durch den geteilten und wechselweise arbeitenden Schieber eine kontinuierliche Materialzuführung gewährleistet. Der obere Schieber kann zum Auflockern des Material zusätzlich vorgesehen sein.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Dabei zeigt

Fig. 1 schematisch ein Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit geteiltem unterem Schieber und

Fig. 2 schematisch eine Seitenansicht der Vorrichtung mit oberem und unterem Schieber.

Die Vorrichtung 1 zum Zerkleinern von vorzugsweise plastischen Massen, insbesondere von feuchtem Ton, und von Hartstoffen sitzt auf einem Tragrahmen 2 und weist einen Einfülltrichter 3, einen darunter angeordneten Zerkleinerungsraum 4, ein am Zerkleinerungsraum 4 angeordnetes, um eine horizontale Achse drehantreibbares Werkzeug in Form eines mit einzelnen Zerkleinerungswerkzeugen bestückten walzenartigen Rotors 5 und einen bis vor den Rotor 5 im Zerkleinerungsraum 4 hin und her bewegbaren Schieber 6 auf, der das zu zerkleinernde Material 7 (Fig. 2) gegen den Rotor 5 drückt. Der Rotor 5 ist in der üblichen Weise mit auswechselbaren Zerkleinerungswerkzeugen (nicht dargestellt) bestückt und über einen Elektroantrieb 8 um eine waagerechte Achse 9 drehangetrieben.

Das zu zerkleinernde Material 7 (siehe Fig. 2) rutscht normalerweise bis in den Zerkleinerungsraum 4 und wird dort durch den Schieber 6 an den Rotor 5 herangeschoben. Um eine kontinuierliche Materialzuführung zu erreichen, ist der Schieber 6 über seine dem Rotor 5 im wesentlichen entsprechende Breite zweiteilig ausgebildet. Dabei führen beide Teile 10, 11 des Schiebers 6 wechselweise Vorschub- bzw. Rückhubbewegungen aus.

Bei feuchtem Ton kann es gelegentlich vorkommen, daß sich das Material 7 im Einfülltrichter 3 staucht. Um dies zu verhindern und das Material zu lockern, kann ein weiterer Schieber 12 unmittelbar über dem Schieber 6 angeordnet sein. Der weitere Schieber 12 ist im oberen Bereich des Zerkleinerungsraumes 4 hin und her verschiebbar.

Auch der obere Schieber 12 kann über seine dem Rotor 5 im wesentlichen entsprechende Breite zweiteilig ausgebildet sein. Dabei führen beide Teile (nicht dargestellt) des Schiebers 12 wechselweise Vorschub- bzw. Rückhubbewegungen zueinander und zu dem unteren Schieber 6 aus.

Beide Schieber 6 und 12 sind über Rollen (nicht dargestellt) linear geführt.

Das zerkleinerte Material kann über ein Förderband (nicht dargestellt) abgeführt werden, um weiter be- oder verarbeitet zu werden. Bezugszeichen 1 Vorrichtung

2 Tragrahmen von 1

3 Einfülltrichter von I

4 Zerkleinerungsraum von 1

5 Rotor in 1

6 Schieber in 1

7 zu zerkleinerndes Material

8 Elektroantrieb für 5

9 waagerechte Achse von 5

10 Teil von 6

11 Teil von 6

12 oberer Schieber in 1


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Zerkleinern von vorzugsweise plastischen Massen, insbesondere von feuchtem Ton, und von Hartstoffen, mit einem Einfülltrichter, einem darunter angeordneten Zerkleinerungsraum, einem am Zerkleinerungsraum angeordneten, um eine horizontale Achse drehantreibbaren Werkzeug in Form eines mit einzelnen Zerkleinerungswerkzeugen bestückten walzenartigen Rotors und einem bis vor den Rotor im Zerkleinerungsraum hin und her bewegbaren Schieber, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (6) über seine dem Rotor (5) im wesentlichen entsprechende Breite zweiteilig ausgebildet ist, wobei beide Teile (10, 11) des Schiebers (6) wechselweise Vorschub- bzw. Rückhubbewegungen ausführen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des zweiteiligen Schiebers (6) ein weiterer, in den oberen Teil des Zerkleinerungsraumes (4) hinein bewegbarer Schieber (12) vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schieber (12) über seine dem Rotor (5) im wesentlichen entsprechende Breite zweiteilig ausgebildet ist, wobei beide Teile des oberen Schiebers (12) wechselweise Vorschub- bzw. Rückhubbewegungen zueinander und zu dem unteren Schieber (6) ausführen.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (6, 12) in Ihren Bewegungsrichtungen mittels Rollen geführt sind.






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