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Dokumentenidentifikation DE19916816A1 26.10.2000
Titel Pedalbetätigter Stellantrieb für einen Drehtisch
Anmelder Kühl, Karsten H.F., 24539 Neumünster, DE;
Schkolnik, Dmitrij, 21502 Geesthacht, DE;
Schkolnik, Jefim, 21502 Geesthacht, DE
Erfinder Kühl, Karsten H.F., 24539 Neumünster, DE;
Schkolnik, Dmitrij, 21502 Geesthacht, DE;
Schkolnik, Jefim, 21502 Geesthacht, DE
Vertreter Jaeschke, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 22851 Norderstedt
DE-Anmeldedatum 14.04.1999
DE-Aktenzeichen 19916816
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B65G 47/80
IPC-Nebenklasse B65B 43/50   B65H 49/28   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Stellantrieb für einen Drehtisch für Konfektionierzwecke oder dergleichen. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Stellantrieb ein Übertragungsrad aufweist, das mit einer Antriebskurve zusammenwirkt, die durch das Pedal um eine Achse verschwenkbar ist, so daß ein Betätigen des Pedals eine Drehung des Übertragungsrades erzeugt, daß ein Stellrad vorgesehen ist, das drehfest mit dem Drehtisch verbunden ist und wenigstens mit einem Rastmittel zusammenwirkt, um den Drehtisch in wenigstens einer definierten Winkelposition zu arretieren, wobei das Stellrad und das Übertragungsrad über einen Freilauf nur in einer Drehrichtung drehfest miteinander verbunden sind und das Rastmittel beim Betätigen des Pedals für einen vorbestimmbaren Hubweg außer Eingriff mit dem Stellrad bringbar ist, so daß das Betätigen des Pedals eine Drehung des Drehtisches um einen vorbestimmten Winkel bewirkt und beim Freigeben des Pedals der Drehtisch in dieser Winkelposition arretiert ist. Mit einer solchen Anordnung ist es möglich, einen Stellantrieb für einen Drehtisch ohne elektrische Hilfsmittel vorzusehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Stellantrieb für einen Drehtisch für Konfektionierzwecke oder dergleichen.

Solche Drehtische werden beispielsweise für den Zusammenbau, das Ausrüsten oder Zusammenstellen von Geräten, Verpackungen, Paketsendungen oder dergleichen eingesetzt. Der Drehtisch liefert entweder aufeinanderfolgend die entsprechenden Stücke, oder die auszustattenden Gegenstände sind auf dem Drehtisch angeordnet.

In jedem Fall ist ein Stellantrieb erforderlich, der nach Betätigung den Drehtisch in die nächste Winkelposition verdreht. Es ist grundsätzlich möglich, einen elektrischen Antrieb und entsprechende Schalter für einen derartigen Stellantrieb vorzusehen. Insbesondere für den Einsatz in Behindertenwerkstätten oder dergleichen hat sich jedoch die Verwendung von elektrischen Antriebs- und Schaltmitteln als nicht günstig erwiesen. Es muß daher auf rein mechanische Mittel zurückgegriffen werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Drehtisch der eingangs geschilderten Art so auszubilden, daß eine Verdrehung um einen definierten Winkel ohne elektrische Schalt- und Antriebsmittel möglich ist.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Stellantrieb ein Übertragungsrad aufweist, das mit einer Antriebskurve zusammenwirkt, die durch das Pedal um eine Achse verschwenkbar ist, so daß ein Betätigen des Pedals eine Drehung des Übertragungsrades erzeugt, daß ein Stellrad vorgesehen ist, das drehfest mit dem Drehtisch verbunden ist und wenigstens mit einem Rastmittel zusammenwirkt, um den Drehtisch in wenigstens einer definierten Winkelposition zu arretieren, wobei das Stellrad und das Übertragungsrad über einen Freilauf nur in einer Drehrichtung drehfest miteinander verbunden sind und das Rastmittel beim Betätigen des Pedals für einen vorbestimmbaren Hubweg außer Eingriff mit dem Stellrad bringbar ist, so daß das Betätigen des Pedals eine Drehung des Drehtisches um einen vorbestimmten Winkel bewirkt und beim Freigeben des Pedals der Drehtisch in dieser Winkelposition arretiert ist. Mit einer solchen Anordnung ist es möglich, einen Stellantrieb für einen Drehtisch ohne elektrische Hilfsmittel vorzusehen. Das Rastmittel bewirkt dabei einen festen Halt des Drehtisches in der jeweiligen Position. Durch eine entsprechende Bemessung des Hubweges und insbesondere der Abmessung der Antriebskurve in bezug auf den Durchmesser des Übertragungsrades kann bewirkt werden, daß ein vollständiger Hub des Pedals genau der gewünschten Verdrehung des Drehtisches entspricht.

Es kann vorgesehen werden, daß das Rastmittel mit einer Führungskurve des Pedals zusammenwirkt, um beim Betätigen des Pedals gleichzeitig das Stellrad freizugeben. Dies hat den Vorteil, daß zum Verdrehen des Tisches lediglich das Pedal zu betätigen ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das Rastmittel federnd in der Rastposition gehalten ist und über einen Hebel mit der Führungskurve in Verbindung steht, der ein in eine Richtung frei verschwenkbaren Führungskopf aufweist derart, daß bei der Betätigung des Pedals der Kopf formschlüssig mit dem Hebel verbunden ist und den Hebel zum Lösen des Rastmittels entgegen der Federkraft bewegt, und daß bei Freigeben des Pedals der Kopf verschwenkt und den Hebel freigibt, so daß das Rastmittel durch die Federkraft in die Rastposition bewegt wird. Hiermit wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß der Drehtisch bereits beim Zurücknehmen des Pedals in der arretierten Stellung gehalten wird.

Hier kann es weiterhin zweckmäßig sein, wenn die Führungskurve am Ende des Hubes außer Eingriff mit dem Führungskopf des Hebels gelangt, so daß das Rastmittel mit dem Stellrad in Eingriff ist. Dies hat den Vorteil, daß das Rastmittel unmittelbar am Ende des Pedalhubes das Stellrad arretiert, so daß ein sicherer Halt des Drehtisches auch dann gegeben ist, wenn das Pedal niedergedrückt bleibt.

Es kann zweckmäßig sein, wenn der Führungskopf über eine Feder in der formschlüssigen Lage gehalten ist. Damit wird sichergestellt, daß beim nächsten Hub des Pedals der Führungskopf sicher von der Führungskurve erfaßt wird und der Hebel das Rastmittel freigibt, so daß Verklemmungen vermieden werden. Weiterhin kann der Führungskopf eine drehbare Führungsrolle aufweisen, die auf der Führungskurve abrollt. Dadurch wird die Betätigung des Pedals leichter.

Gemäß einer möglichen Ausführungsform der Erfindung sind das Stellrad und das Übertragungsrad koaxial angeordnet und über wenigstens einen federnden axialen Bolzen verbunden, der in ein Kurvengetriebe mit axialen Kurven eingreift, das in einer Drehrichtung wenigstens einen formschlüssigen Anschlag und in der anderen Drehrichtung eine Freilaufkurve für den Bolzen aufweist. Durch diese Anordnung kann in einfacher Weise der gewünschte Antrieb beim Betätigen des Pedals in die eine Richtung und das Freilaufen des Übertragungsrades beim Freigeben des Pedals erreicht werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Freilauf ein Spiel auf derart, daß beim Betätigen des Pedals das Rastmittel außer Eingriff mit dem Stellrad bringbar ist, bevor es mit dem Übertragungsrad zusammenwirkt. Auch kann vorgesehen werden, daß die Antriebskurve erst nach Freigabe des Stellrades in Eingriff mit dem Übertragungsrad gelangt. Durch diese Maßnahmen werden Verklemmungen des Stellantriebs vermieden, da sichergestellt ist, daß zunächst das Rastmittel außer Eingriff mit dem Stellrad gelangt, bevor das Übertragungsrad das Stellrad über den Freilauf antreibt.

Grundsätzlich kann das Übertragungsrad über eine Reibverbindung mit der Antriebskurve in Verbindung stehen. Auch ist es möglich, daß das Übertragungsrad über einen Verzahnung mit der Antriebskurve in Verbindung steht. Insbesondere durch letztere Ausführungsform wird ein sicher Eingriff des Übertragungsrades mit der Antriebskurve gewährleistet.

Es kann vorgesehen werden, daß die Anzahl der Rastpositionen der Anzahl der Winkelpositionen des Drehtisches entspricht. Grundsätzlich wird es aber ausreichend sein, wenn eine definierte Winkelposition des Drehtisches wenigstens einer definierten Rastposition entspricht. Auf jeden Fall ist es aber günstig, wenn eine Verdrehung des Drehtisches in die nächste Winkelposition dem Abstand zweier Rastpositionen oder einem ganzzahligen Vielfachen davon auf dem Stellrad entspricht. Durch diese Maßnahmen zusammen mit der entsprechenden Wahl des Durchmessers des Stellrades in bezug auf die Länge der Antriebskurve wird erreicht, daß nach einem Pedalhub das Rastmittel unmittelbar eingreift und der Drehtisch ein eindeutigem definierte Position einnimmt. Es kann hierbei vorgesehen werden, daß die Winkelpositionen gleich groß sind und einer ganzzahligen Teilung von 360° entsprechen. So können beispielsweise 6 bis 10, insbesondere 8, Rastpositionen des Drehtisches pro Umdrehung zweckmäßig sein.

Gemäß einer möglichen Ausführungsform der Erfindung verlaufen die Drehachsen des Stellrades und des Übertragungsrades sowie die Verschwenkachse des Pedals sowie der Antriebs- und Führungskurve im wesentlichen horizontal, und die Achse des Drehtisches verläuft vertikal und ist über ein Kegelradgetriebe mit dem Stellrad verbunden. Grundsätzlich sind aber auch anders angestellte und geneigte Achsen möglich, wenn dies ergonomisch günstiger ist.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Drehtisches mit einem Stellantrieb gemäß der Erfindung,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Drehtisch,

Fig. 3a-d eine Ansicht auf den Stellantrieb bei verschiedenen Pedalpositionen,

Fig. 4a-c den Freilauf im Längsschnitt, in der Ansicht b-b und im Teilschnitt c-c, und

Fig. 5a-b den Führungskopf des Rastmittelhebels gemäß der Einzelheit "X" der Fig. 3 in vergrößerter Darstellungsform bei verschiedenen Pedalpositionen.

Der in der Zeichnung dargestellte Drehtisch 11 ist über eine Welle 12 drehbar an einem nicht dargestellten Rahmen gelagert. Die Welle 12 steht über ein Kegelradgetriebe 13 in Verbindung mit dem Stellantrieb 10 für den Drehtisch. Unterhalb des Drehtisches kann beispielsweise noch eine feste Tischplatte angeordnet sein. Auch können alle Teile des Kegelradgetriebes und des Stellantriebes in einem Gehäuse angeordnet sein. Dies ist der Übersichtlichkeit halber in der Zeichnung jedoch nicht dargestellt.

Der Stellantrieb 10 weist ein Pedal 14 auf, das über eine Achse 15 verschwenkbar am Rahmen des Drehtisches angelenkt ist. An dem Pedal 14 ist eine Antriebskurve 16 angeordnet, die entlang einem Kreisbogenabschnitt um die Achse 15 verläuft. Diese Antriebskurve steht über eine Verzahnung 17 in Verbindung mit einem Übertragungsrad 18 derart, daß beim Niedertreten und Betätigen des Pedals 14 das Übertragungsrad angetrieben wird. Das Übertragungsrad ist drehbar um eine Achse 19 am Rahmen des Drehtisches gelagert.

Es ist koaxial zum Übertragungsrad 18 ein Stellrad 20 vorgesehen, daß drehfest über eine Welle 21 mit dem Kegelradgetriebe 13 und dem Drehtisch 11 in Verbindung steht. Vorzugsweise werden der Drehtisch und die Welle 21 horizontal und die Welle 12 vertikal ausgerichtet sein. Es sind aber auch andere Ausrichtungen und die Verwendung eines anderen Getriebes als das Kegelradgetriebe 13 möglich.

Das Übertragungsrad 18 ist über einen Freilauf 22 mit dem Stellrad 20 verbunden. Dadurch wird bewirkt, daß das Stellrad beim Betätigen des Pedals von dem Übertragungsrad angetrieben wird. Beim Freigeben des Pedals, also bei dessen Aufwärtsbewegung, erfolgt hingegen keine Drehmomentübertragung. Im einzelnen ist die Anordnung so getroffen, daß auf der dem jeweils anderen Rad zugewandten Flachseite 23, hier des Übertragungsrades 18, ein axial federnd gelagerter axial ausgerichteter Mitnehmerbolzen 24 vorgesehen ist, der in ein Kurvengetriebe 25 mit axial verlaufenden Kurven auf der Flachseite des anderen Rades, hier des Stellrades 20, eingreift. Das Kurvengetriebe weist in der einen Drehrichtung einen Anschlag 26 für den Mitnehmerbolzen 24 auf. In der anderen Drehrichtung wird der Bolzen durch den geneigten Kurvenverlauf 27 entgegen der Federkraft eingedrückt und gleitet ohne Drehmomentübertragung über das Stellrad 20 hinweg.

Es ist weiterhin ein Rastmittel 28 vorgesehen, daß mit dem Stellrad 20 zusammenwirkt. Hier ist die Anordnung so getroffen, daß das Rastmittel einen federnd gelagerten Hebel 29 aufweist, der mit einem Vorsprung 30 versehen ist, der in der Ruhelage in entsprechende Aussparungen 31 des Stellrades 20 eingreift. Hierdurch kann der Drehtisch in bestimmten Winkelpositionen arretiert werden, die den durch die Aussparungen 31 gebildeten Rastpositionen entsprechen.

Zum Verdrehen des Stelltisches 11 ist es erforderlich, den Hebel 29 entgegen der Feder 32 zu bewegen, damit der Vorsprung außer Eingriff mit dem Stellrad 20 gelangt. Hierfür ist der Hebel 29 mit einem Fortsatz 33 versehen, der mit einer Führungskurve 34 zusammenwirkt, die an dem Pedal befestigt ist. Im einzelnen ist die Anordnung so getroffen, daß die Führungskurve 34 entlang einem Kreisbogenabschnitt um die Schwenkachse 15 des Pedals verläuft. Beim Niederdrücken des Pedals kommt der Fortsatz 33 in Eingriff mit der Führungskurve 34 und bewegt somit den Hebel 29 mit dessen Vorsprung 30 vom Stellrad 20 weg. Das Stellrad läßt sich dann drehen.

Um ein Verklemmen des Stellantriebes zu vermeiden, daß heißt, um zu vermeiden, daß das Übertragungsrad 18 das Stellrad 20 antreibt bevor das Rastmittel außer Eingriff ist, weist der Freilauf 22 ein Spiel 35 derart auf, daß der Mitnehmerbolzen 24 erst dann an den Anschlag 26 gelangt, wenn das Rastmittel das Stellrad freigegeben hat. Alternativ kann auch vorgesehen werden, daß die Führungskurve 34 mit dem Fortsatz 33 des Hebels 29 in Eingriff kommt, bevor das Übertragungsrad 18 in Eingriff mit der Antriebskurve 16 kommt.

Der Fortsatz 33 des Hebels 29 ist mit einem Führungskopf 36 versehen, der gelenkig an dem Fortsatz angelenkt ist und mit der Führungskurve 34 in Verbindung steht. Der Führungskopf weit eine Führungsrolle 37 auf, die auf der Führungskurve 34 abrollen kann. Die Anlenkung des Führungskopfes ist so ausgebildet, daß bei einer Abwärtsbewegung der Führungskurve, also bei einem Betätigen des Pedals, der Führungskopf formschlüssig mit dem Fortsatz 33 in Verbindung ist und diesen mitnimmt (Fig. 5a). Bei einer Bewegung der Führungskurve 34 in die andere Richtung, also beim Freigeben des Pedals, klappt der Führungskopf nach oben, so daß der Hebel 29 durch die Feder 32 wieder in die Rastposition gelangt Fig. 5b). Hierdurch wird das Stellrad 20 und somit der Drehtisch 11 bereits bei der Aufwärtsbewegung des Pedals festgelegt.

Der Führungskopf kann über eine Feder 38 federnd in der formschlüssigen Lage gehalten werden. Weiterhin kann vorgesehen werden, daß die Führungskurve 34 am Ende des Hubes endet, so daß der Führungskopf dort in einem Bereich 40 außer Eingriff mit der Führungskurve gelangt. Hierdurch wird der Hebel 29 in der Endlage des Pedals 14 bereits in seine Rastposition bewegt. Ein fester Halt des Drehtisches ist demnach bereits am Ende des Hubes gegeben und besteht auch weiterhin, wenn das Pedal niedergedrückt bleibt.

In den Fig. 3a-d sind die einzelnen Bewegungsabläufe beim Betätigen des Pedals dargestellt. In der Ruhelage gemäß Fig. 3a befindet sich das Pedal 14 in der oberen Position, in der es durch eine Feder 39 gehalten werden kann. Der Hebel 29 wird durch die Feder 32 in der Rastposition gehalten, und der Drehtisch 11 ist arretiert. Der Führungskopf 36 befindet sich in der formschlüssigen Lage mit dem Fortsatz 33.

Beim Niederdrücken des Pedals gelangt die Führungskurve 34 in Eingriff mit dem Führungskopf 36, so daß das Rastmittel außer Eingriff mit dem Stellrad kommt. Im Zuge der weiteren Bewegung des Pedals schlägt der Mitnehmerbolzen 24 des Freilaufs 22 an den Anschlag 26 an, so daß eine Drehung des Stellrades 20 über das Übertragungsrad 18 erfolgt (Fig. 3b). Beim Erreichen der Endposition in Fig. 3c gelangt der Führungskopf außer Eingriff mit der Führungskurve, so daß der Hebel 29 freigegeben wird. Der Vorsprung 30 rastet in eine Aussparung 31 des Stellrades ein, und der Drehtisch ist in der nächsten Winkelposition arretiert.

Bei einer Aufwärtsbewegung des Pedals 14 in die Ruhelage wird der Führungskopf 36 durch die Führungskurve entgegen der Federkraft abgeklappt, so daß der Hebel 29 in der Ruhestellung bleibt (Fig. 3d). Der Drehtisch bleibt arretiert.

Die Abmessungen der Antriebskurve und der Führungskurve in bezug auf den Durchmesser des Übertragungsrades sind so bemessen, daß jeder Hub genau eine vorbestimmte Verdrehung des Drehtisches in die nächste Winkelposition bewirkt. Dabei kann vorgesehen werden, daß der Hub des Pedals durch vorzugsweise einstellbare Anschläge begrenzt wird. Die Rastpositionen auf dem Stellrad sind ebenfalls entsprechend gewählt, so daß eine sichere Arretierung nach Erreichen der gewünschten vorbestimmten Position gewährleistet wird.

Es ist offensichtlich, daß ein solcher Drehtisch leicht und präzis zu bedienen ist. Insbesondere wird mit einem Hub nur eine vorbestimmte Verdrehung bewirkt. Ein ungewolltes Verdrehen über die Winkelposition hinaus oder ein Zurückdrehen des Tisches wird somit verhindert.


Anspruch[de]
  1. 1. Stellantrieb für einen Drehtisch für Konfektionierzwecke oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb ein Übertragungsrad (18) aufweist, das mit einer Antriebskurve (16) zusammenwirkt, die durch ein Pedal (14) um eine Achse verschwenkbar ist, so daß ein Betätigen des Pedals eine Drehung des Übertragungsrades erzeugt; daß ein Stellrad (20) vorgesehen ist, das drehfest mit dem Drehtisch verbunden ist und wenigstens mit einem Rastmittel (28) zusammenwirkt, um den Drehtisch in wenigstens einer definierten Winkelposition zu arretieren, wobei das Stellrad und das Übertragungsrad über einen Freilauf (22) nur in einer Drehrichtung drehfest miteinander verbunden sind und das Rastmittel beim Betätigen des Pedals für einen vorbestimmbaren Hubweg außer Eingriff mit dem Stellrad bringbar ist, so daß das Betätigen des Pedals eine Drehung des Drehtisches um einen vorbestimmten Winkel bewirkt und beim Freigeben des Pedals der Drehtisch in dieser Winkelposition arretiert ist.
  2. 2. Stellantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastmittel (28) mit einer Führungskurve (34) des Pedals zusammenwirkt, um beim Betätigen des Pedals gleichzeitig das Stellrad (20) freizugeben.
  3. 3. Stellantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastmittel federnd in der Rastposition gehalten ist und über einen Hebel (29) mit der Führungskurve (34) in Verbindung steht, der ein in eine Richtung frei verschwenkbaren Führungskopf (36) aufweist derart, daß bei der Betätigung des Pedals der Führungskopf (36) formschlüssig mit dem Hebel verbunden ist und den Hebel entgegen der Federkraft bewegt, und daß bei Freigeben des Pedals (14) der Führungskopf (36) verschwenkt und den Hebel freigibt, so daß das Rastmittel (28) durch die Federkraft in die Rastposition bewegt wird.
  4. 4. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungskurve am Ende des Hubes außer Eingriff mit dem Führungskopf (36) des Hebels (29) für das Rastmittel gelangt, so daß am Ende des Hubes das Rastmittel (28) mit dem Stellrad (20) in Eingriff kommt.
  5. 5. Stellantrieb nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskopf über eine Feder (38) in der formschlüssigen Lage gehalten ist.
  6. 6. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskopf eine drehbare Führungsrolle (37) aufweist, die auf der Führungskurve (34) abrollt.
  7. 7. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Pedal (14) federnd gelagert ist und nach Betätigung selbsttätig wieder in die Ausgangslage zurückkehrt.
  8. 8. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellrad (20) und das Übertragungsrad (18) koaxial angeordnet sind und über wenigstens einen federnden axialen Bolzen (24) verbunden sind, der in ein Kurvengetriebe (26) eingreift, das in einer Drehrichtung wenigstens einen formschlüssigen Anschlag (26) und in der anderen Drehrichtung eine Freilaufkurve (27) für den Bolzen (24) aufweist.
  9. 9. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Freilauf (22) ein Spiel (35) aufweist derart, daß beim Betätigen des Pedals das Rastmittel (28) außer Eingriff mit dem Stellrad (20) bringbar ist, bevor es von dem Übertragungsrad (18) angetrieben wird.
  10. 10. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebskurve erst nach Freigabe des Stellrades in Eingriff mit dem Übertragungsrad gelangt.
  11. 11. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsrad über eine Reibverbindung mit der Antriebskurve in Verbindung steht.
  12. 12. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsrad (18) über einen Verzahnung (17) mit der Antriebskurve (16) in Verbindung steht.
  13. 13. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Rastpositionen (31) auf dem Stellrad (20) der Anzahl der Winkelpositionen des Drehtisches (11) entspricht.
  14. 14. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine definierte Winkelposition des Drehtisches wenigstens einer definierten Rastposition entspricht.
  15. 15. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verdrehung des Drehtisches in die nächste Winkelposition dem Abstand zweier Rastpositionen oder einem ganzzahligen Vielfachen davon auf dem Stellrad entspricht.
  16. 16. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelpositionen gleich groß sind und einer ganzzahligen Teilung von 360° entsprechen.
  17. 17. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubweg und die Länge der Antriebskurve in bezug auf den Durchmesser des Übertragungsrades so bemessen sind, daß ein vollständiger Hub des Pedals der gewünschten Verdrehung des Drehtisches entspricht.
  18. 18. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub des Pedals durch vorzugsweise einstellbare Anschläge begrenzt wird.
  19. 19. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen des Stellrades und des Übertragungsrades sowie die Verschwenkachse des Pedals sowie der Antriebs- und Führungskurve im wesentlichen horizontal verlaufen und die Achse des Drehtisches vertikal verläuft und über ein Kegelradgetriebe (13) mit dem Stellrad verbunden ist.






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