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Dokumentenidentifikation DE19917002A1 26.10.2000
Titel Verfahren zur Identifizierung eines Produktes
Anmelder Lohe, Martin, 79206 Breisach, DE;
Heese, Werner F., 79206 Breisach, DE
Erfinder Lohe, Martin, 79206 Breisach, DE;
Heese, Werner F., 79206 Breisach, DE
DE-Anmeldedatum 15.04.1999
DE-Aktenzeichen 19917002
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse G06K 19/08
IPC-Nebenklasse G06K 1/12   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifizierung der Urheberschaft des Herstellers eines Produktes, insbesondere eines Markenartikels. Dies ist besonders wichtigt, um Nachahmungen feststellen zu können. Erfindungsgemäß wird das Produkt und/oder seine Verpackung mit einer besonderen unsichtbaren Markierung versehen, welche mit einer entsprechenden Sonde nachweisbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifizierung der Urheberschaft des Herstellers eines Produktes, insbesondere eines Markenartikels.

Insbesondere in der Markenartikelindustrie besteht das Interesse Nachahmungen ihrer Markenartikel auf einfache Weise festzustellen, um gegen sog. Produktpiraten und deren Helfern in geeigneter Weise vorzugehen.

Es gibt eine Vielzahl vorbekannter Methoden zur Identifizierung von Produkten. Die daraus resultierenden Markierungen sind aber so eingearbeitet, z. B. durch Seriennummern, Barcodes, Magnetstreifen, Stempel, reflektierende Folien oder Fäden, Holographien etc., dass sie visuell erkennbar sind und somit das Risiko der unauthorisierten Nachahmung besteht.

Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß das Produkt selbst, seine Verpackung und/oder Schutzverpackung mit einer vorzugsweise visuell nicht feststellbaren Markierung versehen wird, welche nur mit einer der Art der Markierung angepassten Sonde o. dgl. nachweisbar ist.

Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist praktisch unbegrenzt auf alle Produkte, z. B. Zigaretten, Uhren, Schmuck, Kunstgegenstände, Disignererzeugnisse, Geldscheine, Getränke usw.

Insbesondere in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie ist eine unmittelbare Markierung der Produkte nicht immer möglich, sondern nur über ihre Verpackung, insbesondere auch über ihre Schutzverpackung (z. B. Pillen, Dragees o. dgl.).

Vorzugsweise ist die Markierung flächenhaft ausgebildet und wird im Zuge der Herstellung des Produktes oder dessen Verpackung aufgebracht.

Besonders einfach und rationell kann das Verfahren dadurch durchgeführt werden, daß die Markierung auf chemischer Basis durchgeführt wird, derart, daß eine organische und/oder anorganische Substanz (Additiv) verwendet wird, die insbesondere durch Absorption und/oder Adsorption aufgebracht wird, und daß diese Substanz (Additiv) mit Hilfe einer der üblichen Nachweismethoden der analytischen Chemie identifiziert wird.

Vorzugsweise werden zur Identifizierung die typischen Farbreaktionen der analytischen Chemie benutzt. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß in manchen Anwendungsfällen die Markierung toxikologisch unbedenklich sein muß.

Als vorteilhafte Additive kommen zur Anwendung:

Anorganische Säuren und Laugen und deren Salze

Organische Säuren und deren Salze (z. B. Ascorbinsäure, Fettsäuren und deren Derivate)

Metalle, Nichtmetalle und deren Verbindungen

Proteine, Peptide und deren Derivate

Fette, Seifen und deren Derivate

Zucker und Polysaccharide, Stärke, Cellulose und deren Derivate

Mischverbindungen wie z. B. Lipopolysaccharide

Reduzierende und oxydierende Substanzen

Indikatoren wie z. B. Phenolphthalein, Thymolphthalein etc.

Diese Additive werden mit den üblichen Nachweisreaktionen der analytischen Chemie ermittelt.

Das Aufbringen der Additive kann beispielsweise im Rahmen des Herstellungsprozesses (Herstellung der Verpackungen, Etikettherstellung und Konfektionierung) durchgeführt werden.

Das Aufbringen der Additive kann beispielsweise durch Tränken, Besprühen, Tupfen, Stempel, Drucken u. dgl. mit einer z. B. wässrigen Lösung, gelöst in einem organischen Lösungsmittel, Suspension, Lacke, Fette, Öle u.dgl. erfolgen.

Das oder die bei der Markierung verwendeten Additive können in einfacher Weise z. B. mit einer saugförmigen Sonde o. dgl. abgenommen und einer den Nachweis erbringenden Reaktion zugeführt werden. Die beispielsweise mit einem Wattebäuschchen versehene Sonde wird vor der Abnahme der Markierung mit einer entsprechenden Reaktionsflüssigkeit getränkt oder benetzt oder die Sonde wird mit einer neutralen Lösung versehen und nach der Abnahme einer den Nachweis erbringenden Reaktion zugeführt.

Der Nachweis der Additive kann aber auch unmittelbar durch Besprühen des Produktes oder dgl. mit einer entsprechenden Reaktionsflüssigkeit erfolgen, um z. B. eine typische Farbreaktion herbeizuführen oder einen nicht sichtbaren Schriftzug (z. B. Logo, Ziffern etc.) sichtbar zu machen.

Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil, daß die Markierung nicht sichtbar aufgebracht werden kann, um die Nachahmung des Produktes noch mehr zu erschweren.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Identifizierung der Urheberschaft des Herstellers eines Produktes, insbesondere eines Markenartikels, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt, seine Verpackung und/oder Schutzverpackung mit einer vorzugsweise visuell nicht feststellbaren Markierung versehen wird, welche nur mit einer der Art der Markierung angepassten Sonde o. dgl. nachweisbar ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung vorzugsweise flächenhaft ausgebildet ist und im Zuge der Herstellung und/oder Verpackung des Produktes aufgebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Markierung eine organische oder anorganischen Substanz (Additiv) verwendet wird, die insbesondere durch Absorption und/oder Adsorption aufgebracht wird, und daß diese Substanz (Additiv) mit Hilfe einer der üblichen Nachweismethoden der analytischen Chemie identifiziert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Identifizierung der Markierung die typischen Farbreaktionen der analytischen Chemie benutzt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Markierung verwendete Additiv vorzugsweise mit Hilfe einer saugfähigen Sonde abgenommen und einer den Nachweis erbringenden Reaktion zugeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde vor der Abnahme mit einer entsprechenden Reaktionsflüssigkeit getränkt oder benetzt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde zur Abnahme der Markierung mit einer neutralen Lösung versehen und nach der Abnahme einer den Nachweis erbringenden Reaktion zugeführt wird.
  8. 8. Verfahren nach Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das bei der Markierung verwendete Additiv durch Besprühen mit einer entsprechenden Reaktionsflüssigkeit identifizierbar (sichtbar) gemacht wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die von einer Sonde durch Trockenreibung aufgenommenen Partikel einer den Nachweis erbringenden Reaktion zugeführt werden






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