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Dokumentenidentifikation DE19919308A1 26.10.2000
Titel Mittel zur therapeutischen Anwendung bei Psoriasis
Anmelder Nenno, Horst, 66111 Saarbrücken, DE
DE-Anmeldedatum 28.04.1999
DE-Aktenzeichen 19919308
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse A61K 38/43
IPC-Nebenklasse A61K 38/54   A61K 9/00   

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, daß Psoriasis eine Krankheit darstellt, die sich in erster Linie an der Haut manifestiert, mit entzündlicher Rötung dieser, einhergehend mit einer locker sitzenden silbrigen Schuppung.

Die Wanderung der Zelle von der Basalschicht bis zur Hornschicht dauert statt 28-35 Tage nur 1-4 Tage.

Die Psoriasis kann in jedem Lebensalter auftreten, im Kindesalter seltener, nach dem ersten Anfall folgend in weiteren Schüben, bis in wenigen Fällen den ganzen Körper bedeckend.

Bis Heute gab es keine spezielle Therapie gegen die Krankheit, da ihre Ursache noch nicht gefunden war.

Ferner ist bekannt, daß die Antioxidantien Vitamin A Retinol, Vitamin C, Vitamin E, sowie das Spurenelement Selen die Zellen und die Zellflüssigkeit vor der Oxydation durch freie Radikale schützen und die B Vitamine Cholin und Inositol Cholesterin flüssig halten, eine wichtige Voraussetzung bei der Erneuerung der Zellen.

Der in den Patentansprüchen 1, 2 und 3 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, den Zustrom von Nährstoffen zur Zelle und den Abstrom von übermäßig vorhandenen Stoffwechselzwischenprodukten sicherzustellen.

Dieses Problem wird durch die in den Patentansprüchen 1, 2 und 3 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Überreichlich zugeführte Nahrung, insbesondere Nahrungseiweiße tragen dazu bei, neben eines gestörten Stoffwechsels sich entwickelnden, durch bakterielle Zersetzung unverdauter Nahrungsstoffe gebildeten schädlichen Zersetzungsstoffe, welche Schaden an den zelluären Strukturen hinterlassen, daß sich in zu großer Menge Stoffwechsel-Zwischenprodukte bilden, nicht weitergeschleust und aus dem Körper eleminiert werden und es somit zu Verstopfungen der Basalmembranen der Kapillaren und der Interstitialräume kommt.

Die Zellen werden zunehmend nicht mehr mit den essentiell notwendigen Nährstoffen versorgt.

Nährstoffrezeptoren sterben ab und die Anzahl der Trägerproteine, die Nährstoffe in das Zellinnere schaffen, schrumpfen, da das ölig-feuchte Milieu der Zellschalmembranen, in dem die Rezeptoren, Enzyme, Trägerproteine usw. sitzen, welche zumehr als ein Drittel aus Cholesterin bestehen, verklebt.

Die veränderten Zellen werden zu einem früheren Zeitpunkt abgebaut und durch jüngere Zellen ersetzt.

Der Zyklus des normalen Alterns und Erneuerns ist gestört.

Der Erneuerungsprozeß der Zellen ist beschleunigt, so daß die Zellen zur Zellwanderung von der untersten Schicht der Epidermis, in der die Zellvermehrung stattfindet, bis zur Hornschicht nur noch 1-4 Tage benötigt.

Die Schuppen lassen sich wie dünne Stearintropfen abheben.

Nimmt man das darunterliegende Psoriasishäutchen ab, werden die Kapilaren frei und bluten punktartig.

Der Wirkstoff Bromelain löst bei der Psoriasis Verstopfungen der Basalmembran der Kapillaren und des Interstitialraumes auf, so daß der Zellstoffwechsel und damit die Lebenserwartung der Zellen sich normalisieren und der Zyklus des normalen Alterns und Erneuerns der Zellen zu einem normalen Aufbau der Haut mit 10-20 Lagen verhornter Schichten der Oberhaut führen, mit normaler Abschilferung.


Anspruch[de]
  1. 1. Mittel zur therapeutischen Anwendung bei Psoriasis dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff ein oder mehrere eiweißspaltende Enzyme darstellt.
  2. 2. Wirkstoff nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein hochkonzentriertes Enzymgemisch, Bromelain, aus dem Stamm und den Früchten der Ananaspflanze gewonnen, dem Körper zugeführt wird.
  3. 3. Wirkstoff nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieser durch einen Überzug, magensaftresistent geschützt, den Magen unzerstört passierend, erst im Dünndarm freigesetzt wird und die Darmwand passieren kann.






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