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Dokumentenidentifikation DE19923040A1 26.10.2000
Titel Sicherung
Anmelder Sicherungen-Bau GmbH, 44534 Lünen, DE
Erfinder Kuchinke, Arthur, 45665 Recklinghausen, DE
Vertreter Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr & Eggert, 45128 Essen
DE-Anmeldedatum 20.05.1999
DE-Aktenzeichen 19923040
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse H01H 85/143
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Sicherung (1) mit einem Träger (2) aus einem elektrisch isolierenden Material, mit einem ersten Kontakt, mit einem zweiten Kontakt und mit wenigstens einem Schmelzleiter (5), wobei der erste und der zweite Kontakt an gegenüberliegenden Endbereichen des Trägers (2) vorgesehen sind und wobei sich der Schmelzleiter (5) zwischen den Kontakten erstreckt und mit jedem der Kontakte elektrisch leitend verbunden ist. Um die Kontakte in einfacher Weise mit dem Träger (2) verbinden zu können und dabei gleichzeitig eine Verbindung mit dem Schmelzleiter (5) zu realisieren, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß wenigstens ein Kontakt als sich von einer Seite des Trägers (2) bis auf die gegenüberliegende Seite des Trägers (2) umgebogenes Kontaktband (3, 4) ausgebildet ist und daß das Kontaktband (3, 4) auf dem Schmelzleiter (5) umgebogen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sicherung mit einem Träger aus einem elektrisch isolierendem Material, mit einem ersten Kontakt, mit einem zweiten Kontakt und mit wenigstens einem Schmelzleiter, wobei der erste und der zweite Kontakt an gegenüberliegenden Endbereichen des Trägers vorgesehen sind und wobei sich der Schmelzleiter zwischen den Kontakten erstreckt und mit jedem der Kontakte elektrisch leitend verbunden ist. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Sicherung der vorgenannten Art.

Eine Sicherung zum Schutz von Schaltungen der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der WO 97/47019 bekannt. Die bekannte Sicherung, bei der es sich um eine sogenannte Kleinstschmelzsicherung handelt, kann für den Gebrauch unmittelbar auf eine Leiterplatte aufgelötet werden. Die bekannte Sicherung weist einen Schichtaufbau mit einer unteren Trägerplatte auf, auf die über eine Klebschicht ein Schmelzleiter und zwei äußere mit dem Schmelzleiter verbundene Anschlußbereiche aufgebracht sind. Mit jedem der Anschlußbereiche ist ein Anschlußdrahtabschnitt verbunden.

Da bei der bekannten Sicherung die Anschlußbereiche lediglich auf der Oberseite der Sicherung vorgesehen sind, ist ein Anschluß der Sicherung nicht bei allen Anschlußsituationen möglich. Darüber hinaus kann über die Klebverbindung insbesondere bei höheren Temperaturen eine hinreichende Befestigung der Kontaktanschlüsse und des Schmelzleiters auf der Trägerplatte nicht sichergestellt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sicherung der eingangs genannten zur Verfügung zu stellen, die bei allen Einbausituationen in einfacher Weise angeschlossen und bei der eine sichere Befestigung einerseits des Schmelzleiters und andererseits der Kontakte am Träger sichergestellt werden kann.

Die zuvor hergeleitete und angegebene Aufgabe ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß wenigstens ein Kontakt als sich von einer Seite des Trägers bis auf die gegenüberliegende Seite des Trägers umgebogenes Kontaktband ausgebildet ist und daß das Kontaktband auf den Schmelzleiter quer zur Längsrichtung des Schmelzleiters umgebogen ist. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung bietet gegenüber dem Stand der Technik eine Reihe von wesentlichen Vorteilen. Dadurch, daß der Kontakt sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite des Trägers vorgesehen ist, läßt sich die Sicherung in einfacher Weise in vielerlei Einbausituationen ohne weiteres anschließen. Darüber hinaus ergibt sich durch das Umlegen bzw. Umbiegen des Kontaktbandes nicht nur eine verbesserte Anschlußmöglichkeit, sondern gleichzeitig eine sichere Befestigung und Halterung des Schmelzleiters über das auf den Schmelzleiter umgelegte Kontaktband. Der Schmelzleiter wird nämlich über das Kontaktband gehalten und von diesem fixiert.

Die Erfindung ermöglicht es im übrigen, ausgesprochen kleine und flache Sicherungen herzustellen. Hierzu ist der Träger bei einer bevorzugten Ausgestaltung plattenförmig mit einer oberen Flachseite, einer unteren Flachseite und zwei einander gegenüberliegenden Kurzseiten ausgebildet, wobei das Kontaktband von einer Flachseite auf die andere Flachseite umgebogen ist. Es versteht sich natürlich, daß es grundsätzlich auch möglich ist, statt der plattenartigen Ausbildung des Träges diesen in anderer Weise auszubilden, beispielsweise quaderförmig oder aber zylindrisch.

Eine sichere Halterung bzw. Befestigung des Kontaktbandes auf dem Träger ergibt sich dadurch, daß das Kontaktband von einer Flachseite um beide Kurzseiten herum auf die andere Flachseite umgebogen ist. Durch diese Ausgestaltung ist das Kontaktband jedenfalls um einen wesentlichen Bereich des Trägers herumgebogen, was gleichzeitig die Anschlußmöglichkeiten verbessert.

Von besonderem Vorteil ist es, daß sich die Enden des Kontaktbandes überlappen. Hierdurch wird einerseits sichergestellt, daß das Kontaktband den Träger vollständig umgibt, so daß ein sicherer Anschluß in jedem Falle gewährleistet ist. Andererseits ist es durch die Überlappung der Enden möglich, den Schmelzleiter zwischen den sich überlappenden Enden des Kontaktbandes anzuordnen, wodurch sich eine sichere mechanische und elektrische Verbindung des Schmelzleiters zum Kontaktband ergibt. Um dabei die gesamte Breite des Trägers zur Anordnung eines oder mehrerer Schmelzleiter ausnutzen zu können, erstrecken sich die beiden Enden des Kontaktbandes dementsprechend im wesentlichen über die gesamte Breite des Trägers. Die vorgenannte bevorzugte Ausgestaltung der Anordnung des Schmelzleiters zwischen den sich überlappenden Enden des Kontaktbandes bietet im übrigen die Möglichkeit, daß der Schmelzleiter derart an den Kontaktbändern gehalten ist, daß er den Träger nicht berührt bzw. über der zugeordneten Flachseite des Trägers "schwebt". Durch die fehlende Berührung des Schmelzleiters mit dem Träger ist sichergestellt, daß keinerlei Wärme vom Schmelzleiter über den Träger abgeführt wird. Diese Ausgestaltung verbessert damit letztlich die Ansprechgenauigkeit der Sicherung.

Grundsätzlich ist es möglich, durch ein entsprechend festes Anliegen nach dem Umbiegen des Kontaktes eine ausschließlich reibschlüssige Verbindung zwischen dem Kontaktband und dem Träger zu erzielen. Um im jeden Falle aber ein unbeabsichtigtes Verrutschen des Kontaktbandes auf dem Träger zu verhindern, ist vorgesehen, daß das Kontaktband formschlüssig an dem Träger gehalten ist, so daß ein Verschieben in Längsrichtung des Trägers ausgeschlossen ist. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung sind hierzu am Träger von den Kurzseiten ausgehende seitliche Ausnehmungen zur Aufnahme des Kontaktbandes vorgesehen. In diese Ausnehmungen ist das Kontaktband dann eingelegt, so daß das Kontaktband in jedem Falle auf dem Träger gesichert ist. Im übrigen versteht es sich, daß es grundsätzlich auch möglich ist, daß statt seitlicher Ausnehmungen auch Öffnungen im Träger vorgesehen sein können, in die zumindest ein Teil des Kontaktbandes dann eingreift.

Um nicht nur eine formschlüssige, sondern gleichzeitig auch eine reibschlüssige Verbindung des Kontaktbandes mit dem Träger zu erzielen, ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Breite der Ausnehmung geringer ist als die Breite des Kontaktbandes, so daß das Kontaktband im umgebogenen Zustand in den Ausnehmungen eingeklemmt ist. Bei einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung dieser Ausführungsform ist die Ausnehmung an wenigstens einem Ende abgeschrägt.

Zur weiteren Verbesserung der Anschlußmöglichkeiten ist im übrigen bei einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, daß das Kontaktband mit der Stirnseite des Trägers ausgefluchtet ist oder über die Stirnseite des Trägers übersteht. Diese Ausgestaltung ermöglicht ein einfaches Verbinden der erfindungsgemäßen Sicherung an jeder nur möglichen Einbausituation. Im Zusammenhang mit der vorgenannten Abschrägung bietet es sich dabei zur Realisierung der ausgefluchteten Anordnung des Kontaktbandes mit der Stirnseite des Trägers an, daß die Abschrägung unmittelbar in die Stirnseite übergeht.

Das Überstehen des Kontaktbandes über die Stirnseite des Trägers läßt sich in besonders einfacher Weise dadurch realisieren, daß am Kontaktband ein abstehender, vor die Stirnseite des Trägers gebogener Abschnitt vorgesehen ist, der zum Anschluß an der entsprechenden Anschlußstelle ohne weiteres verlötet werden kann.

Um die Abmaße der erfindungsgemäßen Sicherung so gering wie möglich zu halten, ist im übrigen erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Kontaktband im Bereich der Ausnehmungen im wesentlichen mit den Kurzseiten ausgefluchtet ist. Das Kontaktband steht also nicht oder allenfalls geringfügig über die Kurzseiten über.

Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist der Schmelzleiter unabhängig vom Kontaktband ausgebildet. Der Schmelzleiter kann daher den jeweiligen Anforderungen entsprechend ohne weiteres angepaßt werden. Bevorzugt ist der Schmelzleiter als glatter oder gewendelter Draht oder als entsprechendes Band ausgebildet. Die Form des Drahtes oder Bandes kann langgestreckt oder mäanderartig sein. Es versteht sich, daß grundsätzlich auch alle anderen möglichen Arten und Formen des Schmelzleiters möglich sind.

Grundsätzlich reicht es zur sicheren Halterung des Schmelzleiters an der Sicherung aus, wenn dieser über das umgebogene Kontaktband fixiert ist. Bevorzugt ist es allerdings, daß der Schmelzleiter mit dem wenigstens einen Kontakt verlötet ist. Dies läßt sich in einfacher Weise dadurch realisieren, daß der Schmelzleiter und/oder der wenigstens eine Kontakt verzinnt sind/ist und die Sicherung im Bereich der Kontakte nach den einzelnen Biegevorgängen einer entsprechenden Wärmebehandlung unterzogen wird. Bevorzugt ist es dabei, daß der Schmelzleiter und/oder wenigstens eines der Kontaktbänder aus einem elektrisch gut leitenden Material, wie Kupfer, und einer Zinnauflage größer 20 Gewichts-% bestehen. Durch diese Ausgestaltung ist gewährleistet, daß beim Verlöten kein zusätzliches Lot erforderlich ist. Nach den Biegevorgängen bedarf es nur noch der zuvor erwähnten Wärmebehandlung, die zum Verlöten erforderlich ist.

Zum Schutz der Sicherung und insbesondere des Schmelzleiters bietet es sich im übrigen besonders an, wenn oberhalb des Schmelzleiters ein Deckel an der Sicherung vorgesehen ist oder aber, wenn auf den Schmelzleiter eine Beschichtung aufgebracht ist.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Sicherung und

Fig. 2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Sicherung während des Herstellungsvorgangs.

In den Figuren ist eine Sicherung 1 dargestellt, bei der es sich um eine sogenannte SMD-Schmelzsicherung mit kleinsten Abmessungen handelt. Die Sicherung 1 weist einen Träger 2 auf, der aus einem elektrisch isolierenden Material wie Glas, Keramik oder Kunststoff besteht. Der Träger 2 weist vorliegend eine Länge 1 von 3,2 mm, eine Breite b von 1,6 mm und eine Dicke d von 0,3 mm auf. Des weiteren weist die Sicherung 1 einen ersten Kontakt und einen zweiten Kontakt auf. Die Kontakte bestehen aus elektrisch leitendem Material. Weiterhin ist die Sicherung 1 mit wenigstens einem Schmelzleiter 5 versehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind mehrere Schmelzleiter 5 vorgesehen. Wie sich aus Fig. 1 ergibt, sind der erste Kontakt und der zweite Kontakt an gegenüberliegenden Endbereichen des Trägers 2 angeordnet. Die einzelnen Schmelzleiter 5 erstrecken sich zwischen den Kontakten und sind mit jedem der Kontakte elektrisch leitend verbunden.

Wesentlich ist nun, daß es sich bei wenigstens einem der Kontakte, vorzugsweise natürlich bei beiden Kontakten, um langgestreckte Kontaktbänder 3, 4 mit einer Länge handelt, die größer ist als die Breite b des Trägers 2. Die Kontaktbänder 3, 4 sind um den Träger 2 herumgebogen und zwar von einer Seite 6 auf die andere Seite 7 des Trägers 2. Die beiden Kontaktbänder 3, 4 sind dabei in Querrichtung Q bzw. parallel dazu und somit quer zur Längsachse L des Trägers 2 ausgerichtet. Wesentlich ist weiterhin, daß jedes der Kontaktbänder 3, 4 auf die einzelnen Schmelzleiter 5 umgelegt ist und diese damit fixiert.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Träger 2 plattenförmig ausgebildet und weist eine obere Flachseite 6, oberhalb der die Schmelzleiter 5 angeordnet sind, eine gegenüberliegende untere Flachseite 7 und zwei einander gegenüberliegende Kurzseiten 8, 9 auf. Schließlich ist der Träger 2 noch mit zwei Stirnseiten 10, 11 versehen.

Wie sich insbesondere aus Fig. 2 ergibt, ist jedes der Kontaktbänder 3, 4 ausgehend von der unteren Flachseite 7 mit seinen Enden 12, 13 jeweils um eine der beiden Kurzseiten 8, 9 herum auf die obere Flachseite 6 umgebogen. Wie sich dabei weiter aus Fig. 2 ergibt, überlappen sich die beiden Enden 12, 13 jedes Kontaktbandes 3, 4, wobei die einzelnen Schmelzleiter 5 zwischen den überlappten Enden 12, 13 angeordnet sind. Durch die Überlappung erstreckt sich jedes der Kontaktbänder 3, 4 um den Träger 2 herum. Dabei ist die Länge jedes der Kontaktbänder 3, 4 daher größer als die Summe aus der zweifachen Breite b und der zweifachen Dicke d des Trägers 2. Bei der dargestellten Ausführungsform ist es so, daß das eine, untere Ende 12 sich fast über die gesamte Breite b des Trägers 2 erstreckt, während sich das andere Ende 13 im umgebogenen Zustand, der in Fig. 2 gestrichelt dargestellt ist, sich ebenfalls über die gesamte Breite b des Trägers 2 erstreckt. Im Montageendzustand ist der äußere Endabschnitt 14 des Endes 13 noch in Richtung auf das andere Ende 12 hin abgewinkelt.

Durch die Anordnung der Schmelzleiter 5 zwischen den Enden 12, 13 der Kontaktbänder 3, 4 ist sichergestellt, daß die Schmelzleiter 5 den Träger 2 nicht berühren. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, daß selbst bei der dargestellten Ausführungsform die Schmelzleiter 5 zumindest teilweise Kontakt mit der oberen Flachseite 6 des Trägers 2 haben können. Dies ist in jedem Falle dann gegeben, wenn, was nicht dargestellt ist, der oder die Schmelzleiter zwischen dem Kontaktband und dem Träger direkt eingeklemmt und gehalten sind. Bei einer derartigen Ausführungsform wäre eine Überlappung der Enden jedenfalls in dem in Fig. 2 dargestellten Umfang nicht erforderlich.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedes der Kontaktbänder 3, 4 formschlüssig am Träger 2 gehalten. Hierzu sind für jedes Kontaktband 3, 4 ausgehend von jeder der Kurzseiten 8, 9 Ausnehmungen 15, 16 zur Aufnahme des Kontaktbandes 3, 4vorgesehen. Dabei ist die Breite der Ausnehmungen 15, 16 jedenfalls in ihrem unteren Bereich geringer als die Breite jedes der Kontaktbänder 3, 4, so daß die Kontaktbänder 3, 4 in den jeweiligen Ausnehmungen 15, 16 eingeklemmt sind. Dieses Einklemmen läßt sich bei der Montage der Sicherung 1 in einfacher Weise dadurch realisieren, daß jede der Ausnehmungen 15, 16 jeweils an wenigstens einem Ende mit einer Abschrägung 17 versehen ist. Durch die Abschrägung 17 ergibt sich am Anfang der Ausnehmungen 15, 16 eine Breite, die etwa der Breite jedes der Kontaktbänder 3, 4 entspricht. Durch die Abschrägung 17 verringert sich die Breite der Ausnehmung 15, 16, so daß das Kontaktband bei der Montage in die jeweilige Ausnehmung 15, 16 hineingedrückt und darin reibschlüssig gehalten wird.

Wie sich weiterhin aus Fig. 1 ergibt, ist jedes der Kontaktbänder 3, 4 mit der jeweiligen Stirnseite 10, 11 des Trägers 2 ausgefluchtet. Grundsätzlich ist es auch möglich, daß die Kontaktbänder über die jeweilige Stirnseite 10, 11 des Trägers 2 überstehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel, bei der die formschlüssige Halterung der Kontaktbänder 3, 4 an dem Träger 2 realisiert ist, wird die Ausfluchtung der Kontaktbänder 3, 4 mit der jeweiligen Stirnseite 10, 11 dadurch erreicht, daß die Abschrägung 17 an den Ausnehmungen 1 S. 16 endseitig unmittelbar in die jeweilige Stirnseite 10, 11 übergeht.

Im übrigen ist die Tiefe jeder der Ausnehmungen 15, 16 so gewählt, daß jedes der Kontaktbänder 3, 4 mit der jeweiligen Kurzseite 8, 9 im wesentlichen ausgefluchtet ist, das Kontaktband 3, 4 seitlich also nicht oder nur geringfügig über den Träger 2 übersteht.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Schmelzleiter S vorgesehen. Die Anzahl der Schmelzleiter 5 kann selbstverständlich variieren. Als Schmelzleiter 5 könnten glatte oder gewendelte Drähte bzw. Bänder verwendet werden, was durch die Darstellung in Fig. 1 mit unterschiedlichen Schmelzleitern angedeutet ist.

Nicht dargestellt ist, daß der oder die Schmelzleiter 5 mit den Kontaktbändern 3, 4 endseitig verlötet ist. Hierzu sind sowohl die Schmelzleiter 5 als auch die Kontaktbänder 3, 4 verzinnt. Der Zinnanteil des Schmelzleiters 5 und der Kontaktbänder 3, 4 ist dabei so groß, daß zum Verlöten kein zusätzliches Lot benötigt wird. Weiterhin ist nicht dargestellt, daß der Sicherung 1 ein Deckel zugeordnet sein kann, der auf die obere Flachseite 6 aufsetzbar ist und dort lösbar oder unlösbar zu befestigen ist. Statt dessen oder zusätzlich zu dem Deckel kann auch eine Beschichtung auf die obere Flachseite 6 aufgebracht sein, die zum Schutz der Schmelzleiter 5 dient.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen Sicherung 1 erfolgt derart, daß der Träger 2 zunächst auf die beiden Kontaktbänder 3, 4 mit seiner unteren Flachseite 7 aufgelegt wird. Sodann werden die beiden Enden 12, 13 oder nur das Ende 12 um 90° abgebogen und beim Abbiegen gleichzeitig in die Ausnehmungen 15, 16 eingedrückt. In diesem Zustand hat jedes der Kontaktbänder 3, 4 etwa eine U-förmige oder eine L-förmige Ausbildung. Sodann wird das eine Ende 12 auf die obere Flachseite des Trägers 2 umgebogen, so daß die Schmelzleiter 5 auf das Ende 12 aufgelegt werden können und anschließend kann das andere Ende 13 auf die Schmelzleiter 5 umgebogen werden. Schließlich wird noch der Endabschnitt 14 von dem Ende 13 abgebogen. In diesem Zustand ist die Sicherung 1 an sich fertig montiert und wird anschließend einer Wärmebehandlung unterzogen, um die Schmelzleiter mit den Kontaktbändern 3, 4 zu verlöten, wobei aufgrund des relativ hohen Zinnanteils der Kontaktbänder 3, 4 und des Schmelzleiters 5 kein zusätzliches Lot erforderlich ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Sicherung (1) mit einem Träger (2) aus einem elektrisch isolierenden Material, mit einem ersten Kontakt, mit einem zweiten Kontakt und mit wenigstens einem Schmelzleiter (5), wobei der erste und der zweite Kontakt an gegenüberliegenden Endbereichen des Trägers (2) vorgesehen sind und wobei sich der Schmelzleiter (5) zwischen den Kontakten erstreckt und mit jedem der Kontakte elektrisch leitend verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Kontakt als sich von einer Seite des Trägers (2) bis auf die gegenüberliegende Seite des Trägers (2) umgebogenes Kontaktband (3, 4) ausgebildet ist und daß das Kontaktband (3, 4) auf den Schmelzleiter (5) umgebogen ist.
  2. 2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (2) plattenförmig mit einer oberen Flachseite (6), einer unteren Flachseite (7) und zwei einander gegenüberliegenden Kurzseiten (8, 9) ausgebildet ist und daß das Kontaktband (3, 4) von einer Flachseite (7) auf die andere Flachseite (6) umgebogen ist.
  3. 3. Sicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktband (3, 4) von einer Flachseite (7) um beide Kurzseiten (8, 9) herum auf die andere Flachseite (6) umgebogen ist.
  4. 4. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Enden (12, 13) des Kontaktbandes (3, 4) überlappen, daß, vorzugsweise, der Schmelzleiter (5) zwischen den überlappten Enden (12, 13) des Kontaktbandes (3, 4) angeordnet ist und daß, vorzugsweise, sich beide Enden (12, 13) des Kontaktbandes (3, 4) im wesentlichen über die gesamte Breite (b) des Trägers (2) erstrecken.
  5. 5. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter (5) derart von oder an den Kontaktbändern (3, 4) gehalten ist, daß der Schmelzleiter (5) den Träger (2) nicht berührt.
  6. 6. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktband (3, 4) formschlüssig an dem Träger (2) gehalten ist und daß, vorzugsweise, am Träger (2) seitliche Ausnehmungen (15, 16) zur Aufnahme des Kontaktbandes (3, 4) vorgesehen sind.
  7. 7. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Ausnehmungen (15, 16) geringer ist als die Breite des Kontaktbandes (3, 4), so daß das Kontaktband (3, 4) in die Ausnehmungen (15, 16) eingeklemmt ist, und daß, vorzugsweise, die Ausnehmung (15, 16) an wenigstens einem Ende abgeschrägt ist.
  8. 8. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktband (3, 4) mit einer Stirnseite (10, 11) des Trägers (2) ausgefluchtet ist oder über die Stirnseite (10, 11) des Trägers (2) übersteht und daß, vorzugsweise, die Abschrägung (17) unmittelbar in die Stirnseite (10, 11) übergeht.
  9. 9. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Kontaktband ein abstehender, vor die Stirnseite des Trägers gebogener Abschnitt vorgesehen ist.
  10. 10. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktband (3, 4) im Bereich der Ausnehmungen (15, 16) mit den Kurzseiten (8, 9) zumindest im wesentlichen ausgefluchtet ist.
  11. 11. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter (5) als glatter oder gewendelter Draht oder als entsprechendes Band ausgebildet ist und/oder daß der Schmelzleiter (5) in langgestreckter oder mäanderartiger Form ausgebildet ist.
  12. 12. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter (5) mit wenigstens einem Kontakt (3, 4) verlötet ist und daß, vorzugsweise, der Schmelzleiter (5) und/oder wenigstens eines der Kontaktbänder (3, 4) verzinnt sind.
  13. 13. Sicherung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter (5) und/oder wenigstens eines der Kontaktbänder (3, 4) aus einem elektrisch gut leitenden Material mit einem aufgebrachten Zinnanteil größer 20 Gewichts-% bestehen.
  14. 14. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Deckel zur Abdeckung des Schmelzleiters (5) vorgesehen ist und/oder daß auf den Schmelzleiter (5) eine Beschichtung aufgebracht ist.
  15. 15. Verfahren zur Herstellung einer Sicherung (1), wobei die Sicherung (1) versehen ist mit einem Träger (2) aus einem elektrisch isolierenden Material, mit einem ersten Kontakt, mit einem zweiten Kontakt und mit wenigstens einem Schmelzleiter (5), wobei der erste und der zweite Kontakt an gegenüberliegenden Endbereichen des Trägers (2) vorgesehen sind und wobei sich der Schmelzleiter (5) zwischen den Kontakten erstreckt und mit jedem der Kontakte elektrisch leitend verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein als Kontaktband (3, 4) ausgebildeter Kontakt von einer Seite des Trägers (2) bis auf die gegenüberliegende Seite des Trägers (2) umgebogen wird und daß ein Ende des Kontaktbandes (3, 4) auf den Schmelzleiter (5) umgebogen wird.
  16. 17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein Ende (12) des Kontaktbandes (3, 4) auf den Träger (2) umgebogen wird, daß auf das eine umgebogene Ende (12) der Schmelzleiter (5) aufgelegt wird und daß anschließend das andere Ende (13) auf den Schmelzleiter (5) umgebogen wird.
  17. 17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (12, 13) des Kontaktbandes (3, 4) beim Abbiegen jeweils in eine seitliche Ausnehmung (15, 16) im Träger (2) hineingedrückt werden.
  18. 18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktband (3, 4) und der Schmelzleiter (5) nach dem Umbiegen miteinander verlötet werden und daß das Kontaktband (3, 4) und der Schmelzleiter (5) einen solchen Anteil an Zinn aufweisen, daß zum Verlöten kein zusätzliches Lot benötigt wird.






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