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Dokumentenidentifikation DE19955276A1 26.10.2000
Titel Werkzeuggriff für Zangen und Scheren
Anmelder NWS Germany Produktion W. Nöthen e.K., 42719 Solingen, DE
Erfinder Küll, Thomas, 42719 Solingen, DE
DE-Anmeldedatum 17.11.1999
DE-Aktenzeichen 19955276
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B25G 1/12
IPC-Nebenklasse B25G 1/10   B25G 3/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen für Zangen und Scheren gebräuchlichen Griff, welcher in unterschiedliche Bereiche mit Schutzmerkmalen gegliedert ist.
Ausgehend von der Erfahrung, daß bei Handwerkzeugen mit Griffüberzügen in verschiedenen Arten und Formen ein erheblicher Vorteil der Sicherheit durch Abrutschen oder Übergreifen der Hand gegeben ist, sieht die Erfindung eine Griffformgestaltungsvariante vor, die ein Beschädigen des Griffes im Falle eines Niederwurfs durch das Schutzpolster erreichen läßt.

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft einen Werkzeuggriff, insbesondere für Zangen und Scheren, vor allem für isolierte Werkzeuge, der aus elastischem, isolierendem Werkstoff hergestellt und als sogenannte Sliphülle auf die Griffschenkel von Handwerkzeugen, insbesondere Handzangen und Handscheren, haltbar, z. B. durch Aufschieben und Verkleben, aufzogen ist.

Die Verwendung von Sliphüllen der vorstehend bezeichneten Art, sowohl als handgefälliger Formgriff als auch für die Zwecke der elektrischen Isolation von Werkzeugen, um im Bedarfsfall gegen den elektrischen Funkenüberschlag geschützt zu sein, ist hinreichend bekannt.

Die für den letztgenannten Zweck zur Verwendung kommenden Griffhüllen werden dabei nach ihrem Aufziehen auf die Griffschenkel der Zangen einer strengen Prüfung und Qualitätskontrolle hinsichtlich der jeweils geforderten elektrischen Durchschlagsfestigkeit unterzogen, bevor sie für den praktischen Gebrauch freigegeben werden.

Obgleich mit dieser schutzbestimmenden Maßnahme eine sehr wichtige Voraussetzung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Bereich spannungsführender elektrischer Leiter, etwa bis 1000 V, geschaffen wurde, ist es erfahrungsgemäß so, daß späterhin, d. h. im Laufe der gewöhnlich längerzeitlichen Gebrauchsdauer solcher spannungsgeschützten Handwerkzeuge keinerlei Funktions- und Sicherheitsüberwachungen solcher Griffhüllen mehr durchgeführt werden bzw. auch aus verschiedenen Gründen nicht mehr durchgeführt werden können.

Dieser Umstand bringt naturgemäß die Gefahr mit sich, daß eine etwaige, sich von Zeit zu Zeit einstellende oder akute, Beschädigung der Werkzeuggriffisolation nicht mehr, bzw. nicht rechtzeitig bemerkt wird und dadurch zu erheblichen Verletzungen und/oder gesundheitlichen Schädigungen führen kann.

Aus dieser Unzulänglichkeit resultiert die Aufgabe der vorliegenden Neuerung. Sie besteht vornehmlich darin, an solcherart Handgriffen wirksame Vorkehrungen zu treffen, um etwaigen Verschleiß oder Beschädigungen der als isolierender Schutzmantel dienenden Sliphülle dem Benutzer des Werkzeugs rechtzeitig zu signalisieren bzw. eine Beschädigung durch den üblichen Gebrauch zu verhindern.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht neuerungsgemäß darin, daß der Isolationsüberzug in Form von auf die Zangengriffe aufgebrachten Sliphüllen zumindest im Bereich der Greifzonen des Anwenders, den erfahrungsgemäß am meistert strapazierten und gefahrenbetonten Zonen dieser Griffe, aus einen mehrlagig, besonders in Form einer netzartigen Umhüllung aufgebrachten Werkstoff gebildet ist, wobei die Farbgebung zweckmäßig in auffälligen Signalfarben vorgenommen ist. In einer zweckdienlichen Aufmachung sollte beispielsweise die Deckschicht in üblicher Weise rotem Farbton ausgeführt sein, während die darüberliegende Netzschicht in signalisierendem gelben Farbton gehalten sein sollte.

Bei einer beispielsweise durch Risse oder Aufplatzen geschädigten Gummi- und/oder Plastisolation wird bei sorgfältiger Arbeit mit isolierten Werkzeugen mit hoher Wahrscheinlichkeit die gebrauchsbeeinträchtigte Isololationsumhüllung festgestellt. Das Werkzeug kann daraufhin sofort ausgesondert werden und die Gefahr ist gebannt.

Die zugehörige Zeichnung veranschaulicht in stilisierter Darstellung einen als Sliphülle gestalteten Werkzeuggriff, bei dem nach der Neuerung die Isolationsumhüllung als Schichtverbund mit netzartiger Konzeption in unterschiedlicher Farbgebung z. B. rotgelb, ausgeführt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Werkzeuggriff, insbesondere für Zangen und Scheren an unter Spannung stehenden Teilen, der aus elastischen, isolierend wirkendem Werkstoff hergestellt und als Sliphülle auf die Griffschenkel von Handwerkzeugen aufgezogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der als Sliphülle gestaltete Isolationsüberzug (1) netzartig, in der Art eines Schichtverbundes ausgeführt ist.
  2. 2. Werkzeuggriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Griffende der Sliphülle ein Stoßpunkt (2) erhaben ausgebildet ist, welcher aus einem weicheren (etwa 40 Shore) elastischem Material besteht.
  3. 3. Werkzeuggriff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßpunkt kreisförmig oder elliptisch geformt, eingebettet in den Isolationsüberzug, ist.
  4. 4. Werkzeuggriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Sicherheitspunkt (3) in einem Abstandsmaß ab der oberen Hülleninnenseite von 24 mm beginnend angeordnet ist und als Prüfpunkt dienen soll.
  5. 5. Werkzeuggriff nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Netzüberzug leicht der Kernisolierung erhaben ist und als Stoßschutz zum einen und Griffsicherung zum anderen dienen soll.
  6. 6. Werkzeuggriff nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßpunkt (2) leicht der Kernisolierung erhaben gestaltet ist und als Stoßschutz bei Aufschlägen dienen soll.
  7. 7. Werkzeuggriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Vernetzung (Rippen) mehrfach zum unteren Griffende ausgebildet sein kann.
  8. 8. Werkzeuggriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Griffende zwischen Stoßpunkt (1) und Greiffläche (4) eine Verjüngung der Kernisolierung (1) besteht und die weichere Zonen des Stoßpunktes (1) stabilisiert.
  9. 9. Werkzeuggriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am inneren Bereich des Abgleitschutzes (5) die Kanten rund ausgebildet sind, so daß eine Verletzung durch Klemmung verhindert wird.






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