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Dokumentenidentifikation DE4210360C2 26.10.2000
Titel Gelochtes Siebblech für eine Tropfmulde einer Schanktischabdeckung
Anmelder Hakemann, Fritz, 49424 Goldenstedt, DE
Erfinder Hakemann, Fritz, 49424 Goldenstedt, DE
Vertreter Jabbusch und Kollegen, 26135 Oldenburg
DE-Anmeldedatum 30.03.1992
DE-Aktenzeichen 4210360
Offenlegungstag 07.10.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B67D 1/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein gelochtes Siebblech für eine Tropfmulde einer Schanktischabdeckung.

Ein gelochtes Siebblech als Abdeckung für eine Tropfmulde ist aus dem DE 81 37 438 U1 bekannt. Bei den bekannten Siebblechen wird als Nachteil empfunden, daß zwischen den Löchern ebene Flächen bestehen, auf denen Leckflüssigkeit stehen bleibt. Als nachteilig wird auch eine Adhäsion zwischen einem auf dem Siebblech stehenden Glas und den ebenen Oberflächen des Siebbleches angesehen, die besonders dann verstärkt auftritt, wenn am Schanktisch zuckerhaltige und damit klebrige Flüssigkeiten gehandhabt werden.

Nach der DE-PS 526 363 ist eine zum Beispiel in Spülbecken einlegbare Unterlagsmatte bekannt. Die Unterlagsmatte hat eingeformte Vertiefungen mit je einem einzigen Loch an deren tiefsten Stelle. Jede Vertiefung hat allseitig abfallende Flanken, und benachbarte Vertiefungen haben gemeinsame Ränder. Die Formgebung der bekannten Unterlagsmatte ist jedoch für das Siebblech einer Schanktischabdeckung nicht geeignet, da Gläser auf den nicht in einer Ebene befindlichen gemeinsamen Rändern keinen sicheren Stand hätten.

Die GB 714 850 beschreibt einen Glasuntersetzer aus Kunststoff. Dieser hat zum Zwecke des Abtropfens quadratische Löcher. Zwischen einander benachbarten Löchern sind flächige und dabei relativ breite Stege vorhanden, auf denen Gläser zwar sicher stehen würden, auf denen jedoch auch wieder Leckflüssigkeiten und Tropfen haften bleiben können. Gemäß der DE 37 13 971 A1 ist ein Abdeckrost aus Blech für eine Sammelrinne für Oberflächenwasser bekannt. Statt eines siebartigen Lochbildes sind im bekannten Abdeckrost gestanzte und mit Kragendurchzug versehene Schlitze vorhanden. Zwischen einander benachbarten Schlitzen bestehen relativ breite ebene Trittflächen, wodurch ein solches Lochbild eines Abdeckrostes ebenfalls nicht für ein Siebblech einer Schanktischabdeckung geeignet ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gelochtes Siebblech für die Tropfmulde einer Schanktischabdeckung zu schaffen, bei dem zwischen den Löchern keinerlei ebene Flächen bestehen, auf denen Leckflüssigkeiten stehen bleiben könnten.

Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 9.

Bedingt durch geringe Abstände zwischen den Löchern können gerade Ränder der den Löchern zugeordneten Vertiefungen unmittelbar aneinanderliegen, so daß zwischen den einzelnen Vertiefungen keinerlei ebene Flächen vorhanden sind. Auf dem in der Oberfläche des Siebbleches liegenden Bereich, der die Form eines Grates hat, kann Spritz- und Leckflüssigkeit nicht liegen bleiben. Gläser stehen auf den gratförmigen Rändern jedoch eben und Adhäsion zwischen Glas und Siebblech kann nicht auftreten. Außerdem kann ein bei herkömmlichen Siebblechen als nachteilig angesehenes Verkratzen der zumeist polierten ebenen Flächen nicht mehr auftreten.

Der Grat kann mehr oder weniger scharfkantig aber auch gerundet ausgebildet sein.

Die Ränder, die jede Vertiefung in der Oberfläche des Siebbleches begrenzen, können ein Vieleck, z. B. ein Sechseck oder Rechteck, begrenzen, wobei dann die Vertiefung auch entsprechende gerade Flankenflächen hat.

Zweckmäßigerweise ist das Vieleck für jede Vertiefung ein Quadrat. Mit Quadraten lassen sich regelmäßige Rasterungen in den Lochbildern eines Siebbleches erreichen. Insbesondere ermöglichen quadratische Vertiefungen auch eine geradlinige Ausbildung der Außenkanten des Siebbleches, so daß sich ein derartiges Siebblech leichter in eine z. B. rechteckige Tropfmulde einpassen bzw. einlegen läßt.

Die Löcher am Grund der Vertiefungen sind vorzugsweise kreisförmig. Es sind jedoch auch von einer Kreisform abweichende Löcher, z. B. oval oder vieleckig, möglich. Kreisförmige Löcher haben jedoch den Vorteil, daß die Lochränder, bedingt durch die Übergänge in die geradflächigen Flanken der Vertiefungen, bereichsweise gegenüber der Siebblechebene vorspringenden Verlauf aufweisen, woraus sich eine vorteilhafte Abtropfhilfe ergibt.

Damit ein einwandfreier Wasserablauf durch das Siebblech in die Tropfmulde hinein gewährleistet ist, jedoch auch gleichzeitig eine problemlose Reinigung des Siebbleches erfolgen kann, ist vorgesehen, daß die vom Rand in der Siebblechoberfläche bis zum Loch sich erstreckenden Flanken jeder Vertiefung in einem Winkel von 20 bis 40° zur Siebblechoberfläche stehen. Besonders zweckmäßig ist dabei ein Winkel von 30°.

Ein günstiger Wasserablauf sowie eine problemlose Reinigung kann noch dadurch verbessert sein, daß die Flanken jeder Vertiefung poliert sind. Durch das Polieren erhält das erfindungsgemäße Siebblech auch ein ansprechendes optisches Äußeres, zumal bei einer Quadratform der Vertiefungen jede Vertiefung eine pyramidenähnliche Form aufweist, was die Optik des Siebbleches vorteilhaft beeinflussende Lichtreflektionen erzeugt.

Mit dem erfindungsgemäßen Siebblech kann auch eine relativ großflächige Tropfmulde problemlos abgedeckt werden, da die eingedrückten Vertiefungen das Siebblech in vorteilhafter Weise versteifen und verstärken. Besondere Maßnahmen zur Versteifung, wie z. B. eine Unterlegung mit Trägerfunktionen erfüllenden Stegen, Rippen oder dergleichen Versteifungselementen, können entfallen. Auch besondere eingeprägte Randversteifungen, wie Sicken, Bördelungen und dergleichen Elemente sind nicht notwendig. Das erfindungsgemäße Siebblech kann einfach zugeschnitten werden, um eine Anpassung an eine Tropfmulde zu erreichen. Bei üblichen Keilrillentropfflächen und geraden Siebblechen tritt häufig ein Festkleben in der Tropfmulde auf, was als hinderlich empfunden wird, wenn das Siebblech beim Reinigen eines Schanktisches aus der Tropfmulde herauszunehmen ist. In Spalten zwischen dem Rand einer Tropfmulde und den Kanten eines Siebbleches können sich auch Schmutzreste ablagern, die das Verkleben noch fördern.

Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Siebblech wird ein Festkleben in der Tropfmulde dadurch vermieden, daß das Siebblech so zugeschnitten ist, daß Ränder durch eine Reihe von Löchern verlaufen und daß Ränder des zugeschnittenen Siebbleches um etwa 90° abgekantet sind. Mit den abgekanteten Rändern steht das Siebblech abgestützt auf Schultern in der Tropfmulde. Eine gegenseitige Anlagefläche zwischen Wandbereichen der Tropfmulde und Rändern des Siebbleches ist dabei verkleinert, da die Vertiefungen gegenüber einer benachbarten Fläche der Tropfmulde zurückspringen, und somit im Bereich einer Vertiefung eine Anlage nicht mehr gegeben ist. Darüber hinaus bewirken die Löcher, daß sich in den zurückspringenden Vertiefungen und in einem Spalt zwischen dem abgebogenen Rand und einer gegenüber liegenden Fläche der Tropfmulde gebildetes Leck- und Tropfwasser sammeln und durch die Teillöcher am Grund jeder Vertiefung bzw. im abgekanteten Rand in die Tropfmulde abfließen kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht eines Schanktisches mit Schanktischabdeckung, deren Tropfmulde durch ein gelochtes Siebblech abgedeckt ist,

Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Teilbereich eines erfindungsgemäß gestalteten Siebbleches,

Fig. 3 eine Ansicht eines Teils eines Siebbleches im Schnitt in gegenüber Fig. 2 vergrößertem Maßstab und

Fig. 4 eine Schnittansicht durch einen Teil einer Schanktischabdeckung mit Tropfmulde und Siebblech in einem Schnitt etwa in der Ebene IV-IV in Fig. 1.

Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Schanktisches von der Personalseite aus gesehen. Der Korpus 1 des Schanktisches weist mit Türen 2 und 3 versehene Staufächer zur Aufnahme von Ware (Staufächer mit Türen 2) und Abfall sowie Leergut (beispielsweise Staufächer mit Türen 3) auf. Die Oberseite des Schanktisches 1 ist mit einer Schanktischabdeckung 4, z. B. aus Metall, abgedeckt, in die zwei Spülbecken 5 eingeformt sind. Mit 6 ist eine Zapfsäule bezeichnet, vor der sich eine hier lediglich durch die Umrißlinie 7 erkennbare Tropfmulde 15 (vgl. Fig. 4) erstreckt, die, ebenso wie die Spülbecken 5, in die Schanktischabdeckung 4 vertieft eingeformt ist. Die Tropfmulde 15 ist mit einem gelochten Siebblech 8 abgedeckt. Durch die Lochungen des Siebbleches 8 kann beim Schankbetrieb anfallende Leckflüssigkeit in die Tropfmulde 15 abtropfen.

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Teil eines Siebbleches 6. Wie hier erkennbar, ist das Siebblech 8 mit einer Vielzahl von nebeneinander liegenden Löchern 9 versehen, die am Grunde von in das Siebblech 8 gedrückten Vertiefungen 10 angeordnet sind. Die Vertiefungen 10 zeichnen sich dadurch aus, daß sie durch in der Oberfläche des Siebbleches 8 liegende, geradlinige Ränder 11 begrenzt sind und (im dargestellten Beispiel) quadratische Form aufweisen, so daß zwei zueinander benachbarte Vertiefungen 10 einen Rand 11 gemeinsam haben, der dann als Grat 12 ausgebildet ist.

Die quadratische Form der geradlinigen Ränder 11 bedingt auch geradflächige Flanken 13 jeder Vertiefung 10, so daß jede Vertiefung 10 letztlich etwa Pyramidenform aufweist.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Teil eines Siebbleches gemäß Fig. 2, in einem gegenüber Fig. 2 vergrößerten Maßstab. Fig. 3 verdeutlicht, daß die Flanken 13 der als pyramidenförmige Trichter ausgebildeten Vertiefungen 10 etwa in einem Winkel von 30° zur Ebene des Siebbleches 8 verlaufen. Fig. 3 verdeutlicht ebenfalls, wie die zwei zueinander benachbarten Vertiefungen 10 gemeinsamen Ränder 11 den Grat 12 ausbilden, auf dem ein Glas stehen kann, wobei aufgrund des Grates 12 lediglich eine punkt- oder linienförmige Berührung zwischen Siebblech 8 und Glas erfolgt.

Tropfwasser, das auf einen Grat 12 tropft, wird nicht abprallen, sondern abgeleitet, so daß Verspritzen von Tropfwasser nicht auftritt. Über die Flanken 13 jeder Vertiefung 10 läuft Topfwasser zum Grund der Vertiefung 10 und kann aus dem Loch 9 in die darunter befindliche Tropfmulde 15 tropfen. Bevorzugt wird ein Abtropfen an den vorstehenden Eckkanten 14 eines Loches 9 erfolgen. Diese vorstehenden Eckkanten 14 sind dort ausgebildet, wo zwei zueinander benachbarte Flanken 13 im Lochrand des (kreisförmigen) Loches 9 zusammenlaufen (s. Fig. 2).

In Fig. 4 ist eine schematische Ansicht eines Schnittes etwa in der Ebene IV-IV in Fig. 1 durch eine Schanktischabdeckung dargestellt. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet. Fig. 4 verdeutlicht insbesondere die Anordnung der Tropfmulde 15, die in der Ebene der Schanktischabdeckung 4 durch ihre Umrißkante 7 auch in Fig. 1 angedeutet ist. Das Siebblech 8, bei dem sich die Löcher 9 am Grund der Vertiefungen 10 befinden, ist so zugeschnitten, daß sein Rand 16 durch eine Reihe von Vertiefungen 10 mit Löchern 9 verläuft. Die Flanke 13 der in der Abbiegung vorhandenen Vertiefung 10 steht dabei zurück versetzt in die Tropfmulde 15 hinein, wodurch die Anlagefläche zwischen der Abbiegung und einer Schulterfläche 17 der Tropfmulde 15 verkleinert ist. Dadurch werden Verklebungen zwischen Siebblech 8 und Schanktischabdeckung 4 vermieden. Das Siebblech 8 kann stets problemlos aus der Tropfmulde 15 der Schanktischabdeckung 4 herausgenommen werden. Dies wird zusätzlich noch dadurch erleichtert, daß der abgebogene Rand 16 des Siebbleches 8 in einem anderen Winkel verläuft als die Anlagefläche 17 der Schanktischabdeckung 4, wodurch sich ein keilförmiger Spalt ergibt, in den zwar Flüssigkeit eindringen kann, dann jedoch rasch in die Vertiefungen 10' eintritt und durch die Teillöcher 9' am Grund der Vertiefungen 10' in die Tropfmulde 15 abfließt. Der Boden der Tropfmulde 15 ist zu einem Abfluß hin geneigt.


Anspruch[de]
  1. 1. Gelochtes Siebblech für eine Tropfmulde einer Schanktischabdeckung, dadurch gekennzeichnet,

    daß es eingedrückte Vertiefungen (10) aufweist,

    daß jede Vertiefung (10) ein trichterähnliches Gebilde mit zum Grund abfallenden geradflächigen Flanken (13) ist,

    daß am Grund jeder Vertiefung (10) ein Loch (9) angeordnet ist und

    daß jeder in der Siebblechoberfläche liegende Bereich, in welchem ein oberer gerader Rand (11) einer Flanke (13) in den jeweils benachbarten oberen Rand (11) einer Flanke (13) einer jeweils daneben liegenden Vertiefung (10) übergeht, die Form eines Grates (12) aufweist und an der Bildung einer gitterartigen Stellfläche beteiligt ist.
  2. 2. Siebblech nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß obere Ränder (11) der Flanken (13) jeder Vertiefung (10) als Vieleck ausgebildet sind.
  3. 3. Siebblech nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vieleck ein Quadrat ist.
  4. 4. Siebblech nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Loch (9) kreisförmig ist.
  5. 5. Siebblech nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Loch (9) vieleckig ist.
  6. 6. Siebblech nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Rand (11) in der Siebblechoberfläche bis zum Loch (9) sich erstreckenden Flanken (13) jeder Vertiefung (10) in einem Winkel von 20 bis 40° zur Siebblechebene stehen.
  7. 7. Siebblech nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken (13) in einem Winkel von 30° stehen.
  8. 8. Siebblech nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken (13) jeder Vertiefung (10) poliert sind.
  9. 9. Siebblech nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es so zugeschnitten ist, daß wenigstens einer seiner Außenränder (16) durch eine Reihe von Teillöchern (9') verläuft und um etwa 90° abgekantet ist.






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