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Dokumentenidentifikation DE4418582C2 26.10.2000
Titel Instrumententafel in einem Kraftwagen
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Ball, Johannes, 76751 Jockgrim, DE;
Henseler, Wolfgang, Dipl.-Ing., 71083 Herrenberg, DE;
Gerstenberg, Uwe, 76870 Kandel, DE;
Fischer, Thomas, Dipl.-Ing., 75365 Calw, DE
DE-Anmeldedatum 27.05.1994
DE-Aktenzeichen 4418582
Offenlegungstag 30.03.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B60R 21/045
IPC-Nebenklasse B60K 37/04   B60R 21/16   B60H 1/00   B32B 3/10   B32B 33/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Instrumententafel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der JP 51 85 894, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 berücksichtigt ist, ist eine Instrumententafel mit einer starren Versteifungstafel, einer darüberliegenden Kunststoffschaumschicht und einer diese überziehenden Außenhaut bekannt, in welche ein Deckel integriert ist, der im Crash-Fall aufschwenkbar ist und eine Öffnung für den Durchtritt eines Gassacks freigibt. Der Deckel ist durch eine Trennfuge, die die Versteifungstafel, die Kunststoffschaumschicht und die Rückseite der Außenhaut durchtrennt von der umgebenden Instrumententafel abgetrennt. Die Trennfuge ist dabei in ihrem Querschnitt in einem rechten Winkel zur Deckelerstreckung ausgerichtet, wodurch der Deckel auch bei Belastung vom Fahrzeuginnenraum aus leicht aus der Instrumententafelfläche herauszudrücken wäre. Um dies zu verhindern, sind hier zusätzlich ein Verbindungsscharnier und gegenüberliegend eine Stützplatte zwischen Deckel und Instrumententafel vorgesehen.

Aus der EP 0 465 869 A1 ist eine Instrumententafel in einem Kraftwagen bekannt, welche aus drei übereinanderliegenden Schichten aufgebaut ist. Innenliegend befindet sich eine starre Versteifungstafel, durch die die Form der Instrumententafel vorgegeben ist, auf der sich eine Kunststoffschaumschicht und darüber eine im Fahrzeuginnenraum sichtbare Außenhaut befindet. In die Instrumententafel ist ein Deckel integriert, der im Crash-Fall wegbewegt wird, indem ein sich entfaltender Gassack dagegendrückt. In abdeckender Position liegt der Deckel eben mit der umgebenden Instrumententafelfläche. Auch der Deckel weist unter der Hartschaumschicht eine plattenförmige Versteifung auf, welche als separates Teil ausgebildet in eine Öffnung der Versteifungstafel der umgebenden Instrumententafel eingefügt ist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine gattungsgemäße Instrumententafel im Deckelbereich kostengünstig stabiler auszuführen.

Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 und durch die Verfahrensansprüche gelöst.

Vorteilhaft ist eine Abtrennung des Versteifungsabschnitts 11 des Deckels 6 mit einer Schnittführung in einem Winkel abweichend von einer senkrechten Ausrichtung zur Deckelerstreckung, da hierdurch die Belastbarkeit der Instrumententafel 1 bei einer üblichen Abstützung eines Insassen an der Instrumententafelfläche im Vergleich zu einem senkrechten Schnitt erhöht wird.

Die Instrumententafel, bei der der Versteifungsabschnitt des Deckels für die Gassackeinheit aus der umgebenden Versteifungstafel herausgetrennt ist, führt zu einer einfachen Fertigung der Instrumententafel. So kann die Instrumententafel komplett mit Versteifungstafel, Kunststoffschaumschicht und abdeckender Außenhaut hergestellt werden, wonach erst der Versteifungsabschnitt des Deckels durch spanende Verfahren oder Laser partiell oder komplett herausgetrennt werden kann, ohne dabei die Kunststoffschaumschicht zu durchbrechen, weshalb der Deckel hierdurch dann zum Fahrzeuginnenraum in geschossener Position nicht sichtbar wäre. Die Herstellung der Instrumententafel für Fahrzeug mit und ohne Gassackeinbau bleibt damit bis zum letzten Bearbeitungsgang für die Variante mit Deckel gleich. Außerdem sind keine speziellen Formen für die Beschäumung einer Instrumententafel mit Deckel notwendig.

Bei einer Abtrennung des Versteifungsabschnitts des Deckels vor der Beschäumung ergibt sich gegenüber einem separat gefertigten und dann eingesetzten Teil der Vorteil, daß das für die Öffnung herausgearbeitete Material Verwendung findet, und dieser Deckel durch einen einfachen Fertigungsvorgang, wie z. B. Stanzen, im Normalfall gleichzeitig mit dem Randbeschnitt der ganzen Versteifungstafel, hergestellt werden kann.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen gehen aus der Beschreibung hervor.

Die Erfindung ist nachstehend anhand einer Zeichnung näher beschrieben.

Die Figur zeigt in einem Schnitt von der Seite eine Instrumententafel 1 in einem nicht näher dargestellten Kraftwagen im Bereich einer hinter der Instrumententafel 1 liegenden Gassack- Einheit 2, deren eingefalteter Gassack 3 im Crash-Fall durch einen hier nur skizzierten Gasgenerator 4 befüllt und in Richtung eines Fahrzeuginsassen entfaltet wird. Hierzu drückt der Gassack 3 bei seiner Entfaltung in Richtung des Fahrzeuginnenraums 5 von hinten gegen die Instrumententafel 1. Diese weist deshalb einen Deckel 6 auf, der dabei weggedrückt wird und eine Öffnung für den sich entfaltenden Gassack 3 freigibt. Der Deckel 6 ist in die umgebende Fläche der Instrumententafel 1 integriert und weist gegen den Fahrzeuginnenraum 5 eine mit der umgebenden Instrumententafelfäche einteilige Außenhaut 7 auf. Unter dieser Außenhaut 7 liegt in der gesamten Instrumententafel 1 eine Kunststoffschaumschicht 8, die an der vorgesehenen Bruchstelle des Deckels 6 durch partielle oder umlaufende Einschnitte 9 geschwächt ist. In der gewünschten Form gestützt werden die stoßenergieabsorbierende Kunststoffschaumschicht 8 und ihre Außenhaut 7 durch eine Versteifungstafel 10. Diese Versteifungstafel 10 ist einteilig geformt, wonach entweder vor oder auch nach der Beschäumung mit der Kunststoffschaumschicht 8 der Versteifungsabschnitt 11 des Deckels 6 von der umgebenden Versteifungstafelfläche 10 abgetrennt wurde. Ein Abtrennen des Versteifungsabschnitts 11 nach der Beschäumung, z. B. durch spanende Bearbeitung oder durch Laser, bietet den Vorteil, daß die Instrumententafel 1 bis zu diesem Abtrennvorgang für Fahrzeuge mit oder ohne Gassack- Einheit 2 gleich gefertigt und damit auch in der selben Form beschäumt wird. Eine Abtrennung des Versteifungsabschnitts 11 vor der Beschäumung kann in einfacher Weise, z. B. durch Herausstanzen, erlangt werden. Damit der Schaum nicht in die entstandene Versteifungstafelöffnung eintritt, wird dieser vorab abgetrennte Verteifungsabschnitt 11 dann zur Beschäumung lösbar durch Clipse o. ä. an der umgebenden Versteifungstafelfläche 10 festgelegt.


Anspruch[de]
  1. 1. Instrumententafel in einem Kraftwagen, mit einer innenliegenden, starren Versteifungstafel, einer darüberliegenden Kunststoffschaumschicht und einer diese überziehenden Außenhaut, wobei in die Instrumententafel ein ebenfalls diesen Aufbau aufweisender Deckel über einer Gassackeinheit integriert ist, der im Crash-Fall wegbewegbar ist und eine Öffnung freigibt, durch die hindurch die Entfaltung eines Gassacks aus der Aufnahme hinter der Instrumententafel ermöglicht ist, und als Versteifungsabschnitt des Deckels das entlang der Kontur des Deckels von der Versteifungstafel abgetrennte Teil verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlauf der Trennfuge des Versteifungsabschnittes (11) des Deckels (6) im Querschnitt von einem rechten Winkel zur Deckelerstreckung abweicht, und hierdurch eine Überlappung der gegenüberliegenden Trennfugenseiten vorliegt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung einer Instrumententafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsabschnitt (11) des Deckels (6) nach der Beschäumung der Versteifungstafel (10) abgetrennt wird.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung einer Instrumententafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsabschnitt (11) des Deckels (6) vor der Beschäumung der Versteifungstafel (10) abgetrennt wird und zur Beschäumung mit dieser durch lösbare Verbindungselemente verbunden wird.






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