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Dokumentenidentifikation DE69002177T3 26.10.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0390299
Titel Maltitol enthaltende Nahrungsmittel als Süssmittel oder Fettersatz.
Anmelder Towa Chemical Industry Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Bakal, Abraham I., Parsippany, New Jersey 07054, US;
Nanbu, Shoichi, Yokohama-shi, Kanagawa 221, JP;
Muraoka, Toshiaki, Yokohama-shi, Nanagawa 230, JP
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69002177
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.03.1990
EP-Aktenzeichen 902500677
EP-Offenlegungsdatum 03.10.1990
EP date of grant 14.07.1993
EPO date of publication of amended patent 12.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse A23L 1/236
IPC-Nebenklasse A23L 1/314   A23L 1/30   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft Maltitol enthaltende Nahrungsmittel. Genauer gesagt betrifft diese Erfindung Nahrungsmittel, die eine wirksame Menge von Maltitol als einen Fettersatz enthalten.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Maltitol ist ein Zuckeralkohol, der zur Verwendung in vielen europäischen Ländern und Japan zugelassen ist. Maltitol ist erhältlich in Sirup- oder Pulverform und wird typischerweise als ein Ersatz für Zucker in zuckerfreien Produkten verwendet. Solche zuckerfreien Produkte besitzen aus den folgenden Gründen Anreiz für den Verbraucher:

(1) der Maltitolstoffwechsel benötigt kein Insulin, was ihn zu einem akzeptablen Zuckerersatzstoff für Diabetiker macht;

(2) da Maltitol nicht von der oralen Mikroflora fermentiert wird, trägt er nicht zu Zahnkaries bei; und

(3) Maltitol hat im Vergleich zu Sorbitol, dem führenden Zuckeralkohol, überlegene Geschmacksqualität. Zusätzlich ist die Süßkraft von Maltitol höher als diejenige von Sorbitol.

In Japan wird Maltitol umfangreich als ein Vollersatz für Zucker in einer Vielzahl von Nahrungsmitteln verwendet, einschließlich Süßigkeiten, Schokolade, Tafelsüßstoff, Salatdressings, etc.. In vielen dieser Anwendungsfälle wird es wegen seines süßen Geschmacks Sorbitol vorgezogen.

Auch die wissenschaftliche Literatur weist deutlich darauf hin, daß eine starke Beziehung zwischen Nahrung und Gesundheit besteht. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Surgeon General über Ernährung und Gesundheit identifizierte mehrere Diätkomponenten, die eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Erkrankungen spielen. Hervorstechend unter den vom Surgeon General abgegebenen Empfehlungen war die Verringerung des Fettverbrauchs, insbesondere des Verbrauchs von gesättigtem Fett. Hoher Verbrauch von Fett ist mit hohem Blutcholesterin und erhöhtem Risiko koronarer Herzerkrankung in Verbindung gebracht worden. Zusätzlich enthält jedes Gramm Fett 9 Kalorien gegenüber 4 Kalorien für 1 Gramm Protein oder Kohlehydrat. Somit ist der Kalorienbeitrag von Fett zu Nahrungsprodukten signifikant höher als von anderen Nahrungsbestandteilen.

Fett spielt zusätzlich zu seiner Rolle als ein Mittel für das Braten und andere Verarbeitung eine wichtige Rolle bei der Akzeptanz von Nahrungsmitteln. Fett enthaltende Nahrungsmittel sind akzeptabler als diejenigen, die fettarm sind, weil Fett ein cremiges, reiches Mundgefühl und verwandte organoleptische Eigenschaften zur Verfügung stellt, die sich in höchstem Maße auf die Nahrungsmittelakzeptanz der Verbraucher auswirken.

Alles obige weist deutlich darauf hin, daß ein Bedürfnis nach Bestandteilen besteht, die Fette in Nahrungsmittelformulierungen beibesetzen können, während die organoleptischen Eigenschaften erhalten werden, d. h. das cremige Mundgefühl dieser Produkte.

ZIELE DER ERFINDUNG

Es ist ein Ziel der Erfindung, verbesserte Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen.

Es ist auch ein Ziel der Erfindung, ein Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen, das eine wirksame Menge Maltitol als ein Fettersatz enthält.

Es ist ein noch weiteres Ziel der Erfindung, ein verbessertes Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen, wobei die Verbesserung den Teil- oder Vollersatz des Fettes durch eine wirksame Menge einer Maltitolzusammensetzung umfaßt, die von 75 bis 99 Gew.-% Maltitol enthält, wobei die Maltitolzusammensetzung das cremige Mundgefühl von Fett verleiht.

Diese und andere Ziele der Erfindung werden in der Diskussion unten deutlicher werden.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Es ist unerwarteterweise festgestellt worden, daß Maltitol als ein Süßmittel oder Süßmittelersatz sowie als ein Fettersatz in Nahrungsmitteln brauchbar ist. Genauer gesagt ist die vorliegende Erfindung auf verbesserte gesüßte Nahrungsmittel gerichtet, wobei die Verbesserung eine wirksame Menge einer Maltitolzusammensetzung umfaßt, die von 75 bis 99 Gew.-% trockenes Maltitol enthält.

Maltitol, auch bekannt als Maltitolpulver oder hydriertes Glucosesiruppulver, ist der allgemeine Name für 4-O-α-D- Glucopyranosyl-D-sorbitol. Die chemische Struktur von Maltitol ist wie folgt:

Diese Struktur ist durch kernmagnetische Resonanz- und Infrarotabsorptions-Studien bestätigt worden, die insbesondere zeigten, daß die 1,4-Glucosidbindungen definitiv vom Alpha-Typ ist. Kristallographische Studien haben bewiesen, daß die molekulare Struktur von Maltitol diejenige einer vollständig ausgestreckten Konformation ohne intramolekulare Wasserstoffbindungen ist. Alle neun Hydroxylgruppen sind in intermolekulare Wasserstoffbindungen und in verzweigte, endliche Ketten einbezogen. Die D- Glucopyranosyl-Einheit hat die 4C1-Konformation und die Konformation um die C-5/C-6-Bindung ist gauche-gauche. Der D-Sorbitolrest hat die gebogene Konformation.

Es gibt mehrere bekannte Verfahren zur Herstellung von Maltitol. Zum Beispiel kann Maltitol durch die katalytische Hydrierung mit Übergangsmetall eines Stärkehydrolysats mit hohem Maltosegehalt hergestellt werden, was im wesentlichen dasselbe grundlegende Verfahren ist, das verwendet wird, um Sorbitol aus Sirupen mit hohem Glukosegehalt herzustellen. Der hydrierte Sirup wird gereinigt, indem der Katalysator aus der Reaktionsflüssigkeit entfernt wird, gefolgt von Entfärbung mit Aktivkohle und Entionisierung mit einem geeigneten Ionenaustauschharz. Die Flüssigkeit wird vor Kristallisation zu einem höheren Feststoffgehalt konzentriert. Die Kristalle aus der Kristallisation werden pulverisiert und dann auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 1,5% oder weniger getrocknet. Das getrocknete Pulver wird vor Verpackung durch Sieben klassiert. Siehe auch die Verfahren zur Herstellung von Maltitol, die in den US-Patenten Nr. 3,918,986, 3,975,976 und 4,409,041 offenbart sind.

Maltitol wird vorzugsweise in einer Zusammensetzung verwendet, die von 75 bis 99 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, hydriertes Disaccharid, von 0 bis 4 Gew.-% hydriertes Monosaccharid, von 1 bis 11 Gew.-% hydriertes Trisaccharid und von 0 bis 10 Gew.-% hydriertes Tetrasaccharid und/oder höhere Polysaccharide umfaßt. Maltitolzusammensetzungen sind kommerziell erhältlich unter den Waren amen Amalty® (USA; JP)-Sirup, Amalty® (USA; JP) und Amalty® (USA; JP) MR von Towa Chemical Industry Co., Ltd., Tokyo, Japan.

Die Maltitolzusammensetzung kann entweder allein oder in Kombination mit einem oder mehreren Zuckeralkoholen, Zuckern, Intensivsüßmitteln oder anderen Materialien verwendet werden. Beispiele brauchbarer Zuckeralkohole schließen z. B. Xylitol, Sorbitol, Mannitol, hydrierten Glucosesirup (HGS), hydriertes Stärkehydrolysat (HSH), Palatinit und Lactitol ein. Die Zuckeralkoholkomponente liegt vorzugsweise in einer wirksamen Menge von 0,5 bis 25 Gew.-% vor, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels. Brauchbare Zucker schließen z. B. Xylose, Fructose, Glucose, Saccharose, Maltose, Lactose, Isomaltose, Isomalto-Oligosaccharid, Isomaltulose (Palatinose), Isosirup, Maissirup (Maltodextrin), Maissirupfeststoffe, Kopplungszucker, Fructo-Oligosaccharid, Galacto- Oligosaccharid und Invertzucker ein. Die Zuckerkomponente liegt vorzugsweise in einer wirksamen Menge von 0,5 bis 30 Gew.-% vor, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels. Brauchbare Intensivsüßmittel schließen z. B. Aspartame, Alitame, Acesulfam-K, Trichlorsaccharose (Sucralose), Steviosid, Rebaudiosid-A und Saccharin ein. Die Intensivsüßmittelkomponente liegt vorzugsweise in einer wirksamen Menge von 0,1 bis 20 Gew.-% vor, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels. Polydextrose, erhältlich von Pfizer, Inc., ist repräsentativ für die anderen Materialien. Die Komponente "anderes Material" liegt vorzugsweise in einer wirksamen Menge von 0,1 bis 25 Gew.-% vor, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels.

Die hierin beschriebene Maltitolzusammensetzung wird vorzugsweise als ein Teil- oder Vollersatz für Fett in Fett enthaltenden Nahrungsmitteln verwendet. Die Fettkomponente könnte z. B. Schweinefett, Lipide von Kühen, Fischen oder Pflanzen, Milchfett, Butter, Käse, Backfett, Margarine oder Kochöl oder -fett umfassen. Die Nahrungsmittel, die von dieser Erfindung abgedeckt werden sollen, schließen praktisch jedes Fett enthaltende Nahrungsmittel ein, das den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt ist. Besondere Nahrungsmittel schließen Brownies, Pastetenfüllung, gefrorene Desserts, Salatdressings, Brotaufstriche, Kuchen, Kekse und pulverförmige Trinkmischungen ein. Zusätzlich kann Maltitol als ein Süßmittel in Bonbons und Hustentropfen, Zuckerersatzstoffen, weichen Süßigkeiten, Kaugummi, nicht- standardisierte Marmeladen und Gelees, Kekse und Biscuitkuchen verwendet werden.

Die Maltitolzusammensetzung würde in einer ausreichenden oder wirksamen Menge verwendet werden, um die Fettkomponente eines Fettenthaltenden Nahrungsmittels teilweise oder vollständig zu ersetzen, in dem Umfang, daß das Nahrungsmittel noch im wesentlichen die gleichen organoleptischen Eigenschaften besitzt, verglichen mit dem unsubstituierten, Fett enthaltenden Nahrungsmittel. Ein Maß für die Wirksamkeit des Fettersatzes ist das "Mundgefühl" des resultierenden Produktes. Es ist eine besondere Absicht der Erfindung der Anmelderin, daß das Mundgefühl des resultierenden Nahrungsmittels im wesentlichen dasselbe, wenn nicht ein besseres Mundgefühl hat als das ursprüngliche, Fett enthaltende Nahrungsmittel.

Die folgenden Beispiele sind dazu gedacht, die Erfindung zu veranschaulichen, und sollten nicht als die Erfindung beschränkend angesehen werden. In besagten Beispielen ist die Menge jeder Komponente in Gew.-% ausgedrückt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung oder des Nahrungsmittels. Auch steht "DE" für Dextrose-Äquivalenz.

BEISPIELE Beispiel 1

Eiskrem-Proben wurden aus den folgenden Inhaltsstoffen hergestellt:

Tabelle 1

Der Zucker (Zuckeralkohole), die Milchtrockenmasse und der Stabilisator wurden unter Verwendung eines Lightning- Mischers kombiniert und dann wurden die restlichen Bestandteile zugegeben. Die Mischung wurde auf 82ºC (180ºF) erhitzt, homogenisiert und bei 10ºC (50ºF) gekühlt. Dann wurde das gekühlte Gemisch in einem Eiskrem-Tiefkühlgerät gefroren.

Die Eiskrem-Proben wurden von einem geschulten Testgremium auf Mundgefühl bewertet. Sowohl die Kontrollprobe als auch Probe #2 worden als etwas chremig beurteilt; Probe #1 wurde jedoch als sehr cremig beurteilt, besser als die Kontrollprobe und Probe #2.

Das Gremium bestand aus sieben Richtern, die wegen ihrer Geschmacksschärfe ausgewählt worden waren, und die in Geschmacks- und Texturprofilierverfahren ausgebildet worden waren. Im allgemeinen waren die verwendeten sensorischen Vorgehensweisen in Übereinstimmung mit dem ASTM-Handbuch für sensorische Tests (Manual on Sensory Testing Methods, STP 434 und Basic Principles of Sensory Evaluation, STP 433; American Society for Testing and Materials).

Beispiel 2

Eiskrem-Proben wurden gemäß der Standard-Methodologie, die in Beispiel 1 beschrieben ist, hergestellt. Die Komponenten der Formulierung waren wie folgt:

Tabelle II

* Bei Annahme einer Kaloriendichte von 2 Kalorien/Gramm.

Wie man sehen kann, wurde das in der Kontrollprobe vorhandene Fett in Probe #1 durch Maltitol und in Probe #2 durch Sorbitol ersetzt.

Die Proben wurden unter Verwendung bekannter Techniken im Hinblick auf Dichte und sensorische Wahrnehmungen bewertet. Die Ergebnisse dieser Bewertung waren wie folgt:

Tabelle III

* Mittel von acht Beobachtungen

** Signifikant verschieden von Kontrolle auf 95%- Vertrauensniveau.

Die Daten in Tabelle III zeigen deutlich, daß Probe #1, die Maltitol enthaltende Probe, vom Geschmacksgremium als diejenige bewertet wurde, die die Cremigkeit der Fett enthaltenden Kontrollprobe besaß, wohingegen Probe #2, die Sorbitol enthaltende Probe, als weniger cremig und gummiartiger beurteilt wurde.

Es ist wichtig anzumerken, daß Probe #1 fettfrei ist und 36% weniger Kalorien hat als die Kontrollprobe (unter der Annahme, daß die Kaloriendichte von Maltitol 2 Kalorien/Gramm ist).

Beispiel 3

Unter Verwendung von Standardtechniken wurden Eismilch- Proben hergestellt, in denen der Zucker durch entweder Maltitol oder Sorbitol ersetzt wurde. Probe #1 enthielt gewichtsbezogen 4% Fett und 12% Maltitol und Probe #2 enthielt gewichtsbezogen 4% Fett und 12% Sorbitol. Die Formulierungen waren wie folgt:

Tabelle IV

Die Eismilch-Proben wurden im Hinblick auf Dichte und sensorische Wahrnehmungen bewertet. Die Ergebnisse waren wie folgt:

Tabelle V

* Mittel von acht Beobachtungen

** Signifikant verschieden von Kontrolle auf 95%- Vertrauensniveau.

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß das Testgremium Probe #1, die Maltitol enthaltende Probe, als cremiger als die Kontrollprobe einstufte, wohingegen Probe #2, die Sorbitol enthaltende Probe, weniger cremig als die Kontrollprobe beurteilt wurde.

Beispiel 4

Salatdressing-Proben wurden durch Vermischen der folgenden Komponenten hergestellt:

Tabelle IV

In Probe #1 wurden 50% des Öls durch Maltitol ersetzt und in Probe #2 wurden 50% des Öls durch Sorbitol ersetzt.

Die Salatdressing-Proben wurden im Hinblick auf Viskosität und sensorische Wahrnehmungen bewertet. Die Ergebnisse waren wie folgt:

Tabelle VII

* Brookfield-Viskometer - LVF, Spindel 3, Geschwindigkeit 30, Produkttemperatur - 4,5ºC (40ºF)

** Signifikant verschieden von Kontrolle auf 95%- Vertrauensniveau.

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß das Gremium Probe #1, d. h. die Maltitol enthaltende Probe, als die cremigste der drei bewerteten Proben beurteilte.

Beispiel 5

Proben von ölfreiem italienischen Salatdressing wurden mit den folgenden Formulierungen hergestellt:

Tabelle VIII

Diese Proben wurden dann im Hinblick auf Viskosität und Cremigkeit bewertet und die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle angegeben:

Tabelle IX

* Brookfield-Viskometer - LVF, Spindel 3, Geschwindigkeit 30, Produkttemperatur - 4,5ºC (40ºF)

** Signifikant verschieden von Kontrolle auf 95%- Vertrauensniveau.

Diese Ergebnisse zeigen, daß das Gremium die Maltitol enthaltende Probe, Probe #1, als cremiger als sowohl die Kontrollprobe als auch die Sorbitol enthaltende Probe, Probe #2, beurteilte.

Beispiel 6

Yellow-Cake-Proben wurden mit den folgenden Bestandteilen hergestellt:

Tabelle X

Jede Probe wurde unter Verwendung von Standardtechnik hergestellt. Zum Beispiel wurden zunächst die Bestandteile von Teil A, mit Ausnahme von Wasser, in einer Standardschale vermischt. Nach dem Vermischen wurde das Wasser von Teil A zugegeben und diese Mischung wurde für 6 bis 7 Minuten mit einem Hobart-Mischer, Geschwindigkeit 2, vermischt. Die Mischung wurde von den Seiten der Schale abgeschabt, das Wasser von Teil B wurde zugegeben und diese Mischung wurde 3 Minuten bei Geschwindigkeit 2 vermischt. Alle Bestandteile von Teil C wurden zugegeben, die Mischung wurde für 4 Minuten bei Geschwindigkeit 2 vermischt und dann wurde die Mischung von den Seiten der Schale abgeschabt. Eine Menge von 450 g der resultierenden Mischung wurde in einer Pfanne 8 · 8 in. bei 177ºC (350ºC) für 30 Minuten gebacken.

Die Kuchenproben wurden bewertet, mit den folgenden Ergebnissen:

Tabelle XI

A -- Feuchte Krume, feines Korn

B -- Sehr feucht, leicht gummiartig und mundfüllend

C -- Feuchte Krume, feines Korn

D -- Leicht gummiartig, feuchte Krume

Beispiel 7

Yellow-Cakes wurden nach den in der folgenden Tabelle dargestellten Formulierungen hergestellt:

Tabelle XII

Die Kuchenproben wurden im Hinblick auf Gewichtsverlust und Höhe beurteilt und die sensorische Gesamtakzeptanz wurde bestimmt. Die Ergebnisse waren wie folgt:

Tabelle XIII

* Mittel von vier Seiten

** Signifikant unterschiedlich auf 95% Vertrauensniveau

Die Ergebnisse zeigen, daß Probe #1, der Maltitol enthaltende Kuchen, etwas mehr Gewicht während des Trocknens verlor, aber grundsätzlich von der Kontrollprobe nicht unterscheidbar war. Probe #2, das Sorbitol enthaltende Produkt, war am dichtesten, wie angezeigt durch die Höhenmessungen, und am trockensten, wie angezeigt durch die Gesamtakzeptanzbewertungen.

Beispiel 8

Schokoladenstreuselkekse wurden mit den folgenden Bestandteilen hergestellt:

Tabelle XIV

In einem Hobart-Mischer, Geschwindigkeit 2, wurden Cremezucker (Maltitol), Creamtex, Salz und Soda vermischt. Dann wurden Eier dazugegeben und die Mischung wurde gut gemischt. Die restlichen Bestandteile wurden hineingemischt. Nachdem die geschlagene Masse mit einem Eßlöffel auf ein nicht-gefettetes Backpapier getropft worden war, wurden die Kekse bei 190ºC (374ºF) für 10 Minuten gebacken.

Die oben hergestellten Schokoladenstreuselkekse wurde im Hinblick auf Gewichtsverlust, Ausdehnung und Geschmack bewertet. Die Ergebnisse ware wie folgt:

Tabelle XV

* Mittel von 10 Keksen

** Ein Eßlöffel (etwa 20 ± 1 g) geschlagene Masse, gerollt zu einem Ball und abgeflacht, um 4 cm im Durchmesser zu messen. Aufgezeichneter Wert der Erhöhung oder Ausdehnung von 4 cm.

Die vorstehenden spezifischen Ausführungsformen sind für die Praxis der Erfindung veranschaulichend. Es soll jedoch verstanden werden, daß andere Hilfsmittel, die den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt oder hierin offenbart sind, verwendet werden können, ohne den kann der Erfindung oder den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung eines verbesserten, kalorienarmen, fettarmen Nahrungsmittels, welches den Schritt des Teil- oder Vollersatzes von Fett im Nahrungsmittel durch eine geschmackswirksame Menge Maltitol umfaßt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Nahrungsmittel bis 80 Gew.-% Fett enthält und ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Brownies, Pastetenfüllung, gefrorenen Desserts, Salatdressings, Brotaufstrichen, Kuchen, Keksen, pulverförmigen Trinkmischungen und anderen Nahrungsmitteln, die üblicherweise Fett enthalten, besteht.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Fett ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Schweinefett, Lipiden von Kühen, Fischen oder Pflanzen, Milchfett, Butter, Käse, Backfett, Margarine, Kochöl und Kochfett besteht.

4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Maltitol eine Zusammensetzung ist, die von 75 bis 99 Gew.-% hydriertes Disaccharid, von 0 bis 4 Gew.-% hydriertes Monosaccharid, von 1 bis 11 Gew.-% hydriertes Trisaccharid und von 0 bis 10 Gew.-% hydriertes Tetrasaccharid und/oder höhere Polysaccharide umfaßt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.

5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Maltitol zusammen mit von 0,5 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels, einer Zuckeralkoholkomponente vorliegt.

6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Zuckeralkoholkomponente einen oder mehrere Zuckeralkohole umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Xylitol, Sorbitol, Mannitol, hydriertem Glucosesirup (HGS), hydriertem Stärkehydrolysat (HSH), Palatinit und Lactitol besteht.

7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Maltitol zusammen mit von 0,5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels, einer Zuckerkomponente vorliegt.

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Zuckerkomponente einen oder mehrere Zucker umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Xylose, Fructose, Glucose, Saccharose, Maltose, Lactose, Isomaltose, Isomalto-Oligosaccharid, Isomaltulose (Palatinose), Maissirup mit hohem Fructosegehalt, Maissirup (Maltodextrin), Maissiruptrockenmasse, Kopplungszucker, Fructo-Oligosaccharid, Galacto- Oligosaccharid und Invertzucker besteht.

9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Maltitol zusammen mit von 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels, einer Intensivsüßmittelkomponente vorliegt.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Intensivsüßmittelkomponente ein oder mehrere Intensivsüßmittel umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Aspartame, Alitame, Acesulfam-K, Trichlorsaccharose (Sucralose), Steviosid, Rebaudiosid-A und Saccharin besteht.

11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Maltitol zusammen mit von 0,1 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels, Polydextrose vorliegt.

12. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Maltitol in einer Menge von 1 bis 35 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels, vorliegt.

13. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Maltitol in einer Menge von 5 bis 27 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nahrungsmittels, vorliegt.







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