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Dokumentenidentifikation DE69210222T3 26.10.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0570556
Titel VORHANGBESCHICHTUNGSVORRICHTUNG
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder BAUMLIN, Jean-Marie, F-71102 Chalon-sur-Saone Cedex, FR;
SERVANT, Jeanne Danielle Mauricette, F-71102 Chalon-sur-Saone Cedex, FR
Vertreter Blickle, W., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 70327 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69210222
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.12.1992
EP-Aktenzeichen 929246601
WO-Anmeldetag 03.12.1992
PCT-Aktenzeichen EP9202801
WO-Veröffentlichungsnummer 9311879
WO-Veröffentlichungsdatum 24.06.1993
EP-Offenlegungsdatum 24.11.1993
EP date of grant 24.04.1996
EPO date of publication of amended patent 29.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse B05C 5/00
IPC-Nebenklasse B05D 1/30   G03C 1/74   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Beschichtungsverfahren mit einer Vorhangbeschichtungsvorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und findet insbesondere bei der Beschichtung von Trägern für fotografische Filme Anwendung.

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer herkömmlichen Vorhangbeschichtungsmaschine, wie sie beispielsweise in EP-A-107 818 beschrieben wird.

In der folgenden Beschreibung ist die Ebene des Vorhangs jeweils die Bezugsebene für die später noch ausführlicher erörterten Flächen des Lippenkörpers und die anderen Flächen der Beschichtungsvorrichtung. Es sei angenommen, dass sich die vordere Fläche der Beschichtungsvorrichtung, d. h. die Fläche der Lippe, über die das Beschichtungsprodukt fließt, bevor es sich von der Beschichtungsvorrichtung trennt, links vom Betrachter befindet.

Die Flächen der Beschichtungsvorrichtung sollen Teilabschnitte von Ebenen sein, die durch Drehung im Uhrzeigersinn oder in der entgegengesetzten Richtung in Bezug auf die Ebene des Vorhangs selbst bestimmt werden. Die positiven Winkel entsprechen Drehungen im Uhrzeigersinn, die negativen Winkel Drehungen im Gegenuhrzeigersinn. Die positiven Flächen sind Flächen, deren Drehwinkel positiv ist, die negativen Flächen Flächen, deren Drehwinkel negativ ist. Die oben erwähnte "vordere Fläche" bezeichnet hier verallgemeinernd die Flächen, über die das Beschichtungsprodukt fließt, bevor es sich von der Beschichtungsvorrichtung trennt, während "hintere Fläche" die Flächen bezeichnet, über die das Beschichtungsprodukt nicht fließen soll.

Gemäß der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform umfasst eine herkömmliche Vorhangbeschichtungsvorrichtung eine Zuführvorrichtung, mit der eine aus mindestens einer Schicht bestehende Beschichtungsmasse zuführbar ist.

Die in der Zeichnung dargestellte Zuführvorrichtung weist zwei Schlitze 2, 3 auf, aus denen zwei, eine leicht geneigte Fließfläche 4 überlagernde Schichten austreten. Die Vorrichtung weist ferner eine Lippe 5 auf, an der sich die Beschichtungsmasse entlang einer negativen vorderen Fläche 6 von der Vorrichtung trennt und dabei einen Vorhang bildet. Der Vorhang fließt dann auf einen sich bewegenden Träger (nicht dargestellt), der beispielsweise von einem geeigneten Zylinder angetrieben wird. Die Lippe weist außerdem eine hintere Fläche 7 auf, die mindestens in ihrem unteren Teil negativ verläuft, und eine Schrägfläche 8 zwischen den unteren Enden der vorderen und hinteren Fläche, wobei die Schrägfläche 8 ebenfalls eine negative Fläche definiert.

Fig. 2 zeigt eine detailliertere Darstellung der Lippe 5. In diesem Beispiel bildet die vordere Fläche der Lippe eine Krümmung mit dem Radius R = 48 mm. Der von dem unteren Teil der hinteren Fläche der Lippe mit der Vertikalen gebildete Winkel α beträgt 15º. Der von der Schrägfläche mit der Horizontalen gebildete Winkel β beträgt ebenfalls 15º. Der von der Tangente an der Schrägfläche der vorderen Fläche der Lippe mit der Vertikalen gebildete Winkel γ beträgt 40º. Alle diese Winkelangaben sind Absolutwerte. In Wirklichkeit definieren gemäß EP-A-107 818 die hintere Fläche der Lippe ebenso wie die vordere Fläche 9 und die Schrägfläche 8 negative Flächen, sodass die Winkel α, β, γ in Bezug auf die Ebene des Vorhangs negative Werte haben.

Die Hauptschwierigkeit bei einer solchen Ausführung besteht darin, dass sie für hohe Strömungsgeschwindigkeiten der Beschichtungsmasse nicht geeignet ist. Die in dem genannten Patent vorgeschlagenen Strömungsgeschwindigkeiten liegen zwischen 1 und 1,17 cm³/cm/s, was für manche Anwendungen möglicherweise nicht ausreicht. In Wirklichkeit verstärkt eine solche Ausführung bei höheren Strömungsgeschwindigkeiten den üblicherweise als "Vorhangauslenkung" bezeichneten Vorhangfehler, wenn der von der vorderen Fläche 9 mit der Vertikalen gebildete Winkel γ verhält nismäßig groß ist, d. h. größer als 10º (und umso mehr, wenn dieser Winkel größer als 40º ist, wie in EP-A-107 818 vorgeschlagen). Eine solche Erscheinung beschreibt den Umstand, dass der Vorhang im Allgemeinen an der Trennstelle zur Lippe nicht vertikal von der Trennlinie zur Schrägfläche herabfällt. In Wirklichkeit trennt sich der von der Beschichtungsmasse gebildete Vorhang auch dann, wenn das untere Ende des Lippenkörpers vertikal verläuft, unter einem bestimmten Winkel zur Vertikalen von der Lippe. Dieser Winkel wird als Vorhangauslenkwinkel bezeichnet. Auf dem Weg von der Lippe zu dem zu beschichtenden Träger beschreibt der Vorhang, wie jeder Gegenstand im freien Fall, eine Art Parabel.

Diese Erscheinung ist in Fig. 3 dargestellt. Im Folgenden wird die Vorhangauslenkung durch Angabe des Abstands zwischen dem Vorhang und der durch das Ende der Lippe verlaufenden vertikalen Ebene in einer Entfernung von 9 cm vom Ende der Lippe quantifiziert.

Tabelle I zeigt die Auslenkung oder Abweichung BB des Vorhangs für einen Winkel α von -15º als Funktion der Strömungsgeschwindigkeit für zwei verschiedene Viskositätswerte, wobei der von der Schrägfläche mit der Horizontalen gebildete Winkel β 30º beträgt. Die Länge der Schrägfläche beträgt 1,34 mm. Die Flüssigkeiten sind Gemische aus Wasser, Gelatine und Tensiden bei 40ºC. Die Oberflächenspannung beträgt 26 mN/m.

TABELLE I

Für die beiden angegebenen Viskositätswerte ist deutlich ersichtlich, dass die Vorhangauslenkung mit zunehmender Strömungsgeschwindigkeit erheblich zunimmt. Dies gilt insbesondere für niedrige Viskositätswerte. Eine solche Erscheinung wirkt sich auf die Qualität des Vorhangs und infolgedessen auf die Qualität der erzeugten Beschichtung in hohem Maße schädlich aus und erhöht die Komplexität des Beschichtungsvorgangs beträchtlich. Diese Vorhangauslenkung macht es schwierig, die Stelle, an der der Vorhang auf den zu beschichtenden Träger auftrifft genau vorherzusagen. Um diese Abweichung des Vorhangs zu berücksichtigen, müssen daher beim Positionieren der Beschichtungsvorrichtung trickreiche Justierungen vorgenommen werden. Ferner besteht bei dieser Auslenkung die Gefahr, dass der Vorhang in eine wesentlich größere Nähe zum Gestell der Beschichtungsvorrichtung gelangt. Es muss daher genügend Platz vorgesehen werden, damit der Vorhang mit dem Gestell der Beschichtungsvorrichtung nicht in Berührung gelangen kann. Zu diesem Zweck muss die leicht geneigte Fließfläche (4; Fig. 1) verlängert werden. Dies ist nicht wünschenswert, weil es zu Instabilitäten auf dieser Fläche führt, deren Ausmaß in Abhängigkeit von der Größe der Fließfläche zunimmt. Wenn die auf beiden Seite des Vorhangs in der Ebene des Vorhangs angeordneten Kantenstangen zur Führung der Vorhangskanten auf der Höhe der Lippe der Beschichtungsvorrichtung keine geeignete Formgebung aufweisen, entsteht darüber hinaus in dem Vorhang eine stehende Welle, die in der Beschichtung einen Streifen verursacht. Je größer die Vorhangsauslenkung, desto größer ist die stehende Welle.

JP-A-64-38166 betrifft eine Beschichtungsvorrichtung zum Beschichten eines sich bewegenden Bandes, dem aus einem Fließtrichter im freien Fall eine Beschichtungsflüssigkeit zugeführt wird. Der Neigungswinkel der vorderen Fließfläche der Trichterlippe beträgt mindestens 45º zur Vertikalen, um die Auslenkung des Vorhangs zu verringern.

Ein weiteres Problem, das mit der vorliegenden Erfindung gelöst werden soll, betrifft die Benetzung der hinteren Seite der Lippe. Wie in Fig. 3 gezeigt, klettert die Beschichtungsmasse über eine mit WL bezeichnete Strecke an der hinteren Fläche der Lippe nach oben.

Diese Benetzung der hinteren Fläche der Lippe kann eine ungleichmäßige, beispielsweise Streifen aufweisende Beschichtung verursachen. Aus diesen Gründen ist es notwendig, die Benetzungshöhe WL so gering wie möglich zu halten.

US-A-4 109 611 empfiehlt die Verwendung einer Schrägfläche mit einer relativ großen Breite bis zu 2,5 mm. Eine solche Lösung erzeugt ebenfalls eine große Auslenkung im Vorhang, wenn dieser sich von der Lippe trennt. Die im Verhältnis zur Dicke der Flüssigkeitsschicht große Breite der Schrägfläche führt dazu, dass die Flüssigkeit erheblich aus ihrer Bahn abgelenkt wird. Diese Abweichung wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Flüssigkeit sich mit einer horizontalen Geschwindigkeitskomponente in der Richtung der natürlichen Abweichung der Flüssigkeit von dem Ende der Lippe trennt. Je größer die Trägheitskräfte, desto größer ist diese Wirkung.

Der Erfindung liegt daher unter anderem die Aufgabe zugrunde, eine Vorhangbeschichtungsvorrichtung zu schaffen, bei der die Vorhangauslenkung im Vergleich zu den bekannten Vorrichtungen erheblich verringert wird.

Die Erfindung hat ferner die Aufgabe, eine Beschichtungsvorrichtung zu schaffen, welche die Benetzung der hinteren Fläche der Lippe erheblich verringert.

Weitere Aufgaben der Erfindung sind der folgenden ausführlichen Beschreibung zu entnehmen.

Gelöst werden die Aufgaben der vorliegenden Erfindung durch ein verbessertes Beschichtungsverfahren gemäß Anspruch 1. Vorteilhaft ist es, wenn das dort genannte Verhältnis einen Wert von mindestens 5 und vorzugsweise mindestens 10 hat. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung bildet die vordere Fläche der Lippe mit der Vertikalen einen größten Winkel von ± 10º.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bildet die hintere Fläche mit der vorderen Fläche der Lippe einen Winkel von nicht mehr als 45º. Vorzugsweise beträgt dieser Winkel etwa 30º.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Beschichtungsvorrichtung der in EP-A 107 818 beschriebenen Art.

Fig. 2 die Lippe der in Fig. 1 dargestellten Beschichtungsvorrichtung im Detail.

Fig. 3 die eingangs erörterten Erscheinungen der Vorhangauslenkung (oder Abweichung des Vorhangs) und der Benetzung der hinteren Fläche der Lippe in schematischer Darstellung.

Fig. 4 die Lippe der erfindungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung in schematischer Darstellung.

Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Lippe der erfindungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung in schematischer Darstellung. Die übrigen Teile der Beschichtungsvorrichtung sind den unter Hinweis auf EP-A-107 818 beschriebenen Teilen ähnlich und erfordern daher an dieser Stelle keine weitere ausführliche Beschreibung. Das Gleiche gilt für die Zuführvorrichtung, mit der eine aus mindestens einer Schicht bestehende Beschichtungsmasse zuführbar ist, und die Fließfläche.

Die erfindungsgemäße Lippe weist eine vordere Fläche 10 auf. Diese vordere Fläche definiert eine Fläche, die entweder im Wesentlichen vertikal oder positiv verläuft.

Mit "im Wesentlichen vertikal" ist hier eine Fläche gemeint, deren Winkel maximal ± 10º von der Vertikalen abweicht. In diesem Fall kann die Fläche tatsächlich vertikal verlaufen oder nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung einen Kreisbogen bilden, dessen Tangente zu dieser Fläche der im Folgenden ausführlicher erörterten Schrägfläche 12 selbst im Wesentlichen vertikal verläuft.

Die Ausführungsform, bei die vordere Fläche eine positive Fläche definiert, ist für höhere Strömungsgeschwindigkeiten, nämlich Strömungsgeschwindigkeiten größer als etwa 2,5 cm³/cm/s, besonders geeignet. Im letzteren Fall beträgt der Winkel, den die vordere Fläche mit der Vertikalen bildet, vorzugsweise maximal 45º. Gute Ergebnisse sind mit einem Winkel von etwa 15º erzielt worden. Die Lippe weist ferner auch eine positive hintere Fläche 11 auf, die mit der vorderen Fläche 10 einen Winkel von höchstens 90º bildet. Der Begriff "positiv" hat hier dieselbe Bedeutung wie im ersten Teil der Beschreibung. Bei einer bevorzugten Ausführungsform bildet die erwähnte hintere Fläche mit der vorderen Fläche der Lippe einen Winkel von höchstens 45º und vorzugsweise auch hier einen Winkel π von etwa 30º mit der erwähnten vorderen Fläche.

Die unteren Enden der erwähnten vorderen und hinteren Flächen der Lippe sind durch eine Schrägfläche 12 voneinander getrennt, deren Breite CW erfindungsgemäß so klein wie möglich gehalten wird, und auf dem Niveau der vorderen Fläche 10 der Lippe vorzugsweise höchstens der Dicke der Beschichtungsmasse entspricht. Vorteilhaft ist es, wenn das Verhältnis zwischen der Dicke der Beschichtungsmasse und der Breite der Schrägfläche einen Wert von mindestens 5 und vorzugsweise mindestens 10 hat.

Der Winkel CA zwischen der hinteren Fläche 11 der Lippe und der Schrägfläche 12 ist kein kritischer Parameter. Gute Ergebnisse sind mit einem zwischen 60º und 120º variierenden Winkel CA erzielt worden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt die Breite der Schrägfläche höchstens 0,5 mm und auch hier wieder vorzugsweise höchstens 0,2 mm. Solche Schrägflächen lassen sich mit einer herkömmlichen Schleifmaschine herstellen.

Ein Beispiel für die Verwendung der erfindungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung ist die Beschichtung eines Trägers mit einer fotografischen Masse, wobei die Dicke der fotografischen Beschichtung zwischen 0,3 mm und 4 mm liegt und die Dicke e der Beschichtung von der Viskosität u, der Strömungsgeschwindigkeit Q pro Breiteneinheit, dem Winkel δ der vorderen Fläche zur Vertikalen, der Dichte p und der Schwerkraft g abhängt. Alle diese Parameter werden durch folgende Gleichung miteinander verknüpft:

e = (3.Q.u/p.g.sinδ)1/3

Für diese spezielle Anwendung beträgt die Viskosität der fotografischen Beschichtungsmasse mindestens 3,10&supmin;³ Pa.s (0,03 P) und vorzugsweise mindestens 2,10&supmin;² Pa.s (0,2 P); die Strömungsgeschwindigkeit der Beschichtungsmasse variiert zwischen 0,7 und 7 cm³/cm/s; die Dichte beträgt etwa 1 g/cm³.

Für diese Werte beträgt die Breite der Schrägfläche vorzugsweise höchstens 0,5 mm und auch hier wieder vorzugsweise höchstens 0,2 mm. Gute wergebnisse sind auch mit einer Schrägflächenbreite von etwa 0,1 mm erzielt worden.

Die folgende Tabelle II zeigt die Vorhangauslenkung BB und die Benetzungslänge WL für verschiedene Breiten der Schrägfläche und folglich verschiedene Werte des Verhältnisses e/CW als Funktion der Strömungsgeschwindigkeit Q (wobei e die mit der oben angegebenen Formel rechnerisch ermittelte Schichtdicke und CW die Breite der Schrägfläche angibt). Bei diesem Beispiel hat der von der vorderen Fläche 10 der Lippe mit der Vertikalen gebildete Winkel b den Wert null; die Viskosität beträgt 3,10&supmin;³ Pa.s (0,03 P).

Die Flüssigkeit ist eine Mischung aus Wasser, Gelatine und Tensiden bei 40ºC. Die Oberflächenspannung beträgt 26 mN/m.

TABELLE II

Die folgende Tabelle III zeigt die Vorhangauslenkung BB und die Benetzungslänge WL für verschiedene Längen der Schrägfläche als Funktion der Strömungsgeschwindigkeit Q. Auch bei diesem Beispiel hat der Winkel δ, den die vordere Fläche der Lippe mit der Vertikalen bildet, den Wert null; die Viskosität beträgt 3,5 10&supmin;² Pa.s (0,35 P). Die Flüssigkeit ist eine Mischung aus Wasser, Gelatine und Tensiden bei 40ºC. Die Oberflächenspannung beträgt 26 mN/m.

TABELLE III

Die in diesen beiden Tabellen dargestellten Beispiele zeigen, dass sich die Vorhangauslenkung BB erheblich verringert, wenn der Wert des Verhältnisses e/CW zunimmt. Die Verbesserung wird bei zunehmender Strömungsgeschwindigkeit besonders deutlich. Das Gleiche gilt für die Benetzungslänge WL. Für eine niedrige Viskosität (Tabelle II) gilt: Je niedriger die Strömungsgeschwindigkeit, desto größer ist vergleichsweise der Einfluss des Verhältnisses e/CW auf die Benetzungslänge.

Die folgende Tabelle IV zeigt die gleichen Daten wie die Tabellen II und III für eine Viskosität von 3·10&supmin;³ Pa.s (0,03 P), wobei der Winkel δ, den die vordere Fläche mit der Vertikalen bildet, +15º beträgt. Auch hier wieder zeigt sich, dass die Abweichung BB des Vorhangs und die Benetzungslänge erheblich abnehmen, wenn der Wert des Verhältnisses e/CW größer wird. Bei den in diesem Beispiel verwendeten Strömungsgeschwindigkeiten ist die Vorhangabweichung BB bei demselben Verhältnis e/CW kleiner als in den Fällen, in denen der Winkel δ den Wert null hat (siehe Tabelle II und III). Dies läßt sich durch den Umstand erklären, dass bei einem positiven Winkel δ die Trägheitskräfte die Ist-Vorhangauslenkung minimieren.

TABELLE IV


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Beschichten eines sich bewegenden Trägers mit einer Beschichtungsmasse, wobei

a) eine aus mindestens einer Schicht bestehende Beschichtungsmasse mittels einer Zuführvorrichtung (2, 3) zuführbar ist,

b) die Beschichtungsmasse unter der Wirkung von Schwerkraft von der Zuführvorrichtung über eine Fließfläche (4) bis zu einer Lippe (5) fließt, die eine positive hintere Fläche (11) und eine Schrägfläche (12) zwischen den unteren Enden einer vorderen Fläche (10) und der hinteren Fläche (11) umfasst und an der die Beschichtungsmasse von der Zuführvorrichtung abtrennbar ist, um einen vertikalen, freifallenden Vorhang zu bilden, und wobei

c) eine Lippe verwendbar ist, deren positive hintere Fläche (11) mit der vorderen Fläche (10) einen Winkel φ von weniger als 90º bildet,

gekennzeichnet durch

- Positionieren der vorderen Fläche entweder im wesentlichen vertikal oder in einem positiven Winkel von weniger als 45º zur Vertikalen,

- Halten des Verhältnisses zwischen der Dicke (e) der Beschichtungsmasse auf dem Niveau der vorderen Fläche (10) der Lippe und der Breite der Schrägfläche (12) auf einem Wert von mindestens eins.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Fläche (10) mit der Vertikalen einen Winkel von höchstens + 10% bildet.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Fläche (10) einen Bogen bildet, dessen Tangente auf Höhe des unteren Endes der vorderen Fläche im wesentlichen vertikal verläuft.

4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Fläche mit der Vertikalen einen positiven Winkel bildet, der etwa 15º beträgt.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen der Dicke der Beschichtungsmasse und der Breite der Schrägfläche (12) auf einem Wert von mindestens fünf gehalten wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen der Dicke der Beschichtungsmasse und der Breite der Schrägfläche (12) auf einem Wert von mindestens zehn gehalten wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägfläche (12) eine Breite von 0,2 mm oder weniger hat.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Fläche (11) mit der vorderen Fläche (10) der Lippe einen Winkel von höchstens 45º bildet.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Fläche (11) mit der vorderen Fläche (10) der Lippe einen Winkel von 30º bildet.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Fläche (11) mit der Schrägfläche (12) einen Winkel von 60º bis 120º bildet.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsmasse eine fotografische Beschichtungsmasse ist.

12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsgeschwindigkeit der Beschichtungsmasse zwischen 0,7 und 7 cm³/cm/s liegt.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Viskosität der Beschichtungsmasse mindestens 3·10&supmin;³ Pa.s. beträgt.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Viskosität der Beschichtungsmasse mindestens 2·10&supmin;² Pa.s. beträgt.

15. Verfahren nach Anspruch 5 und 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsgeschwindigkeit der Beschichtungsmasse auf einem Wert von größer als 2,5 cm³/cm/s gehalten wird.







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