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Dokumentenidentifikation DE69702225T2 26.10.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0798821
Titel Ein elektrischer Motor
Anmelder Xerox Corp., Rochester, N.Y., US
Erfinder Siegal, Robert P., Penfield, US;
Bujalski, Walter, Victor NY 14564, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69702225
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.03.1997
EP-Aktenzeichen 973019003
EP-Offenlegungsdatum 01.10.1997
EP date of grant 07.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2000
IPC-Hauptklasse H01R 39/58
IPC-Nebenklasse H02K 5/14   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Elektromotor.

Viele mechanische Geräte benutzen zum Übertragen eines Drehmoments einen Elektromotor. Viele dieser Motore benutzen zum Überführen des elektrischen Stromes von einem stationären Bestandteil oder Stator zu einem Drehelement oder Anker eine Bürste oder Bürsten. Diese Bürsten stehen mit dem Anker oder dem Spaltring (Kommutator) in Reibkontakt. Dieser Reibkontakt verursacht von sich aus ein Verschleißen der Bürste. Die Lebensdauer der Bürste ist typischerweise der häufigste Grund für eine Versagen und normalen Verschleiß des Elektromotors. Typischerweise verschlechtert sich beim Verschleiß der Bürsten das Verhalten des Motors bis zu dem Punkt, wo er nicht mehr richtig funktioniert. Zu diesem Zeitpunkt wird der fehlerhafte Motor durch einen neuen oder einen instandgesetzten Motor ersetzt.

Um die Kosten zu verringern und für die Rückgewinnung von knappen Ressourcen und der Herabsetzung der Umweltbelastung zu sorgen, werden viele hergestellte Produkte nun wieder aufgearbeitet (instandgesetzt). Elektromotoren stellen einen Anteil der Maschine dar, der sich wieder aufarbeiten lässt. Es ist wichtig, zu bestimmen, ob die Motoren einer sonst wiederaufgearbeiteten Maschine ersetzt oder wiederaufgearbeitet werden müssen, oder ob sie so, wie sie sind, weiter verwendet werden können. Strom, Spannung, Drehmoment und Drehzahl können bei einem laufenden Motor gemessen werden, um zu bestimmen, ob er richtig funktioniert. Der Motor kann jedoch richtig funktionieren und trotzdem der restlichen Lebensdauer ermangeln, die für die Anforderungen der Maschine notwendig ist. Eine Sichtprüfung des Motors wird durch die Tatsache behindert, dass moderne Motoren vollständig umschlossen (verkapselt) und abgedichtet sind, um den Eintritt von Verunreinigungen in den Motor zu verhindern. Eine Alternative zu diesem Problem ist, die Maschine mit neuen oder instandgesetzten Motoren zu versehen. Eine andere Alternative ist das Auseinanderbauen jedes Motors und Inspizieren aller Bestandteile in Bezug auf Verschleiß.

Um eine Maschineneinrichtung wieder instandzusetzen und insbesondere elektrofotografische Kopier- und Druckmaschinen wieder instandzusetzen, müssen viele Elektromotoren entweder ersetzt oder zerlegt und inspiziert werden.

Es wurde versucht, den Verschleiß der Bürsten bei Elektromotoren elektrisch zu überwachen. Diese Versuche wurden auf kritische Anwendungen begrenzt, z. B. auf Maschinen, die zur Stützung des Lebens eines kritisch erkrankten Patienten benötigt werden. Derartige Verschleiß-Anzeigesysteme sehen in den Motor eingebaute elektrische Komponenten vor, welche die Länge oder die entsprechende Lebensdauer der Bürste messen. Diese Systeme sind zwar für lebensstützende Einrichtungen einsetzbar, sie sind jedoch sehr teuer und für nicht so kriti sche Umgebungen unpraktisch, z. B. für die meisten mechanisch hergestellten Produkte, wie elektrofotografische Kopier- oder Druckmaschinen.

Die Merkmale der vorliegenden Erfindung sind für jede Industrie nützlich, wo hergestellte Komponenten, Vorrichtungen oder Maschinen von ausreichender Größe, Komplexheit und Kosten sind, um eine Instandsetzung oder eine Reparatur zu rechtfertigen, und die Bürstenmotoren einsetzen. Eine solche Industrie ist das Druckwesen. Beispielsweise werden elektrofotografische Druckmaschinen instandgesetzt oder umgebaut.

US-A-4 918 348 beschreibt eine Vorrichtung zum Erfassen des Verschleißes einer Motorbürste mit einer Feder, die die Bürste zu einer ausgefahrenen Position hin vorschiebt. Ein Abschnitt der Feder bewegt sich längs eines Weges zu der ausgefahrenen Position, wenn die Bürste verschleißt. Der Federabschnitt stellt einen mechanischen Kontakt mit einem Teil eines elektrische Signale erzeugenden Bauelementes her, das in dem Pfad eingesetzt ist, um eine Anzeige für den Bürstenverschleiß zu schaffen.

US-A-4 636 778 beschreibt ein Bürstenverschleiß-Überwachungssystem für dynamoelektrische Maschinen. Das System enthält einen in eine Bürste eingebetteten Sensor zum Schaffen eines eine vorgegebene Größe von Bürstenverschleiß anzeigenden Signals. Das Bürstenverschleißsignal wird durch ein Isolationsnetz zu einer Indikatorschaltung geführt.

US-A-4 528 557 beschreibt einen Motorbürstenverschleiß-Indikator. Der Indikator enthält eine in eine Bürste eingebettete Sonde, die an den Primärkreis eines Transformators angeschlossen ist, um den Sekundärkreis zu schließen, wenn die Bürste bis zu einem vorgegebenen Grad verschlissen ist. Ein Oszillator ist mit dem Sekundärkreis des Transformators gekoppelt, der wiederum an dem Gate eines SCR angeschlossen ist, um ein Gate-Signal zu schaffen, wenn der Primärkreis geschlossen ist.

US-A-4 333 095 beschreibt einen Indikator für einen Elektromotor, der eine Anzeige abgibt, wenn eine Bürste soweit verschlissen ist, dass sie ersetzt werden sollte. Ein Tonalarm erschallt oder ein Licht leuchtet auf, wenn die Bürste so weit verschlissen ist. Der Bürstenverschleiß-Indikator enthält einen Indikatorkontakt, der elektrisch mit dem Indikatormittel verbunden und davon isoliert, jedoch daran angebracht ist, um die Bürstenverschleiß-Bewegung entsprechend mitzumachen.

US-A-4 390 870 beschreibt eine Schnittstellenschaltung zur Verwendung zwischen einer Vielzahl von Bürstenverschleiß-Erfassungssensoren. Die Schnittstellenschaltung ist zum Übertragen eines Signals von einem der Sensoren betätigbar, um einen Alarm auszulösen und in seinem Betriebszustand zu halten, bis der Alarm durch eine Bedienungsperson abgeschaltet wird.

US-A-3 609 429 beschreibt einen Bürstenverschleiß-Indikator für einen Elektromotor. Der Indikator enthält einen Schalter, der in geöffnetem oder geschlossenem Zustand durch einen Stift gehalten wird, der an einer Seite einer Motorbürste anliegt und gegen sie vorgespannt ist. Der Schalter steuert jedesmal dann ein Warngerät zur Anzeige an, wenn die Bürste nahezu verschlissen ist und einen Stift über eine Kante der Bürste abfallen lässt.

US-A-2 089 676 beschreibt einen Positionsindikator für eine Kohlenbürste in einem Motor, wobei das nicht mit dem Kommutatorring in Berührung stehende Ende der Bürste in einem von dem Motorgehäuse vorstehenden Bürstengehäuse untergebracht ist. Das Bürstengehäuse enthält eine Öffnung, durch welche das vorstehende Ende der Bürste sichtbar ist und seine Position anhand einer Maßeinteilung an dem Gehäuse abgelesen werden kann.

Eines der Ziele der vorliegenden Erfindung ist das Schaffen eines kostengünstigen, weniger komplexen, aber zuverlässigen Verfahrens zum Überwachen des Verschleißes der Bürsten in Elektromotoren.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Elektromotor mit einem Anker und einer in einem Gehäuse angebrachten Bürste geschaffen, welche Bürste mit einem Ende gleitbar mit dem Anker in einer Kontaktzone verbunden ist, und wobei das Gehäuse im wesentlichen den Anker und die Bürste umschließt, gekennzeichnet durch eine in dem Gehäuse bestimmte Öffnung, welche Öffnung mit Bezug auf die Bürste so positioniert ist, dass mindestens ein dem Ende der Bürste benachbarter Abschnitt durch die Öffnung sichtbar wird, wodurch die restliche nutzbare Lebensdauer der Bürste durch Sichtprüfung bestimmt werden kann.

Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine elektrofotografische Druckmaschine der Art geschaffen, die einen Elektromotor wie den eben beschriebenen einsetzt.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Bestimmen der restlichen nutzbaren Lebensdauer eines Elektromotors mit einem Anker und einer Bürste geschaffen, die in einem Gehäuse untergebracht sind, wobei die Bürste mit einem Ende gleitbar mit dem Anker in einer Kontaktzone verbunden ist, mit den Schritten:

Einsetzen eines Sichtanzeige dem Ende der Bürste benachbart;

Ausbilden einer Öffnung in dem Gehäuse;

Anblicken der Sichtanzeige durch die Öffnung; und

Berechnen der restlichen nutzbaren Lebensdauer des Elektromotors aufgrund der Sichtanzeige.

Die vorliegende Erfindung wird weiter an Beispielen beschrieben, mit Bezug auf die nach folgenden Figuren, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente angeben und in denen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Elektromotor ist, der das Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmal gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält;

Fig. 1A eine Draufsicht auf einen Stopfen für das Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmal der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 1B eine Draufsicht auf ein Etikett für das Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmal der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 1C eine Draufsicht auf eine transparente Abdeckung für das Bürstenverschleiß- Sichtprüfungsmerkmal der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht einer Bürste in dem Elektromotor nach Fig. 1 ist;

Fig. 2A eine vergrößerte Ansicht einer Bürste einer alternativen Ausführungsform des Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmals der vorliegenden Erfindung mit Benutzung eines axialen Streifens ist;

Fig. 2B eine vergrößerte Ansicht einer Bürste mit einer alternativen Ausführungsform des Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmals der vorliegenden Erfindung ist, mit Benutzung eines diagonalen Streifens und

Fig. 3 eine Draufsicht auf eine alternative Ausführungsform eines Elektromotors ist, der das Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmal der vorliegenden Erfindung enthält.

In Fig. 1 ist ein Motor 20 gezeigt, der das Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmal 82 der vorliegenden Erfindung benutzt. Der Motor 20 ist verkapselt, wodurch das Anschauen der Bürste 110 ohne Verwendung des Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmals 82 verhindert wird.

Es sollte einzusehen sein, dass die vorliegende Erfindung an jedem Elektromotor 20 eingesetzt werden kann, der eine Bürste oder Bürsten besitzt, die Elektrizität von einem festen Bestandteil oder Stator zu einem rotierenden Bestandteil oder Anker überträgt/übertragen. Z. B. kann der Motor 20 bis auf die später beschriebene Modifizierung ein standardmäßiger handelsüblicher Elektromotor mit mindestens einer Bürste sein und kann beispielsweise ein Gleichstrom-Bürstenmotor sein. Der Motor 20 kann eine entsprechende Befestigungsanordnung, wie eine Flächenbefestigung, besitzen, oder er kann, wie in Fig. 1 gezeigt, ein Grundteil 84 enthalten, auf dem das Gehäuse 86 gehalten ist. Das Gehäuse 86 enthält allgemein einen zylindrisch geformten Umfangsabschnitt 90, an dem ein erster Endabschnitt 92 und ein zweiter Endabschnitt 94 angebracht ist. Der Umfangsabschnitt 90 ist ebenfalls am Grundteil 84 befestigt. Es sollte einzusehen sein, dass der Motor auch durch andere Mittel als durch Endkappen befestigt sein kann. Der Umfangsabschnitt, der erste Endabschnitt 92 und der zweite Endabschnitt 94 bestehen aus einem entsprechend beständigen Material, z. B. gestanztem Stahl.

Das Grundteil 84 besteht aus einem entsprechend beständigen Material, z. B. Gusseisen oder Stanzstahl. Der Umfangsabschnitt 90 ist an dem Grundteil 84 durch ein entsprechendes Verfahren, z. B. durch Befestigungsteile oder durch Schweißen angebracht. Der erste Endabschnitt 92 ist an dem Umfangsabschnitt 90 durch ein entsprechendes Verfahren, z. B. durch Befestigungsteile oder durch Schweißen angebracht. Der zweite Endabschnitt 94 ist an dem Umfangsabschnitt durch irgendein entsprechendes Verfahren, z. B. durch Befestigungsteile oder durch Schweißen angebracht. Vorzugsweise ist mindestens der erste Endabschnitt 92 oder der zweite Endabschnitt 94 entfernbar an dem Umfangsabschnitt angebracht, um die internen Arbeitsteile des Motors 20 installieren oder zur Wartung auseinandernehmen zu können.

In dem Motor 20 ist konzentrisch mit dessen Längsachse 96 zentral eine Welle 100 angebracht. Die Welle 100 reicht mindestens über den zweiten Endabschnitt 94 hinaus. Weitere mechanische Komponenten sind an der Welle 100 angebracht, z. B. (nicht dargestellte) Riemenscheiben oder Zahnräder. Die Welle 100 ist an dem Motor 20 über an dem ersten Endabschnitt 92 und dem zweiten Endabschnitt 94 angebrachte Lager 102 sicher befestigt. Ein Anker 104 ist an der Welle 100 sicher befestigt und dreht sich mit ihr. Statorwicklungen 106 sind an dem Umfangsabschnitt 90 des Motors 20 befestigt und bleiben mit dem zylindrisch geformten Umfangsabschnitt 90 des Motors 20 stationär.

Mindestens eine Bürste 110 wird benutzt, um die Statorwicklung 106 mit dem Anker 104 in Verbindung zu bringen. Typischerweise enthält der Motor 20 mehr als eine Bürste 110. Die Bürste 110 kann aus irgendeinem entsprechenden dauerhaften elektrisch leitenden Material hergestellt sein. Für kleine bis mittelgroße Gleichstrom-Bürstenmotoren haben sich leitende Kohlenstoffbürsten als zufriedenstellend erwiesen.

Wie in Fig. 1 gezeigt, besteht das Bürstenverschleiß-Sichtprüfungsmerkmal 82 in Form einer Öffnung 82, die in dem ersten Endabschnitt 92 des Motors 20 ausgebildet ist. Die Öffnung 82 bildet ein Sichtfenster für die Bürste 110. Die Öffnung 82 kann beliebig angeordnet sein, entweder im ersten Endabschnitt 92, im zweiten Endabschnitt 94 oder im Umfangsabschnitt 90 des Motors 20. Vorzugsweise ist jedoch die Öffnung 82 so dicht wie möglich an der Bürste 110 positioniert und so angeordnet, dass die Bürste 110 mit einer Blickrichtung senkrecht zur Oberfläche des Motors 20 angeschaut werden kann. Z. B. kann, wie in Fig. 1 gezeigt, für die in der Nähe des ersten Endabschnitts 92 des Motors 20 angebrachte Bürste 110 die Öffnung 82 beim ersten Endabschnitt 92 ausgebildet sein. Die Bürste 110 kann so durch die Öffnung 82 angesehen werden, wenn man in der Richtung parallel zur Achse 96 blickt. Die Öffnung 82 kann jede entsprechende Größe und Form besitzen, wie sie zur Sich tung der Bürste 110 notwendig ist, hat jedoch vorzugsweise eine Form ähnlich der der Bürste 110 z. B. einen länglichen Schlitz, wie in Fig. 1 gezeigt.

Um eine Verunreinigung der internen Arbeitsteile des Motors 20 zu verhindern, wird die Öffnung 82 vorzugsweise durch eine abnehmbare Abdeckung 112 in Form eines Stopfens geschützt, wie in Fig. 1A gezeigt. Der Stopfen 112 hat eine an die Öffnung 82 anpassbare Form und besteht aus einem anpassbaren Material, z. B. einem synthetischen Gummi.

Alternativ kann die Abdeckung in Form eines Etiketts 112 bestehen, wie in Fig. 1 B gezeigt. Das Etikett 112 kann einen mit Klebstoff versehenen Rücken enthalten, um das Etikett 112 sicher an dem Umfangsabschnitt 90 des Motors 20 zu befestigen.

Die Abdeckung kann auch in Form einer transparenten Abdeckung 112b vorgesehen sein, wie in Fig. 1 C gezeigt. Die transparente Abdeckung 112b kann einen transparenten Zentralabschnitt 115b wie auch eine Anbringfläche 113b zum Anbringen der Abdeckung 112 an dem Umfangsabschnitt 90 des Motors 20 enthalten. Der Anbringbereich 113 kann in Form eines Etiketts oder eines Stopfens bestehen, oder kann (nicht gezeigte) Fahnen oder Rastzähne enthalten.

Der Zustand der Bürste 110 kann durch die Öffnung 82 unter Entfernen der Abdeckung 112 oder des Etiketts 112a beobachtet werden. Nach der Besichtigung kann die Abdeckung 112 oder das Etikett 112a wieder in die Öffnung 82 eingesetzt werden, um das Eindringen von Verunreinigungen in den Motor 20 zu verhindern.

Die Bürste 110 ist mit mehr Einzelheiten in Fig. 2 gezeigt. Die Bürste 110 kann jede entsprechende dauerhafte Form besitzen, bevorzugt wird eine rechtwinklige Gestaltung. Die Bürste 110 enthält eine Kontaktzone 114, die mit dem Anker 104 (siehe Fig. 1) in Kontakt ist. Wieder nach Fig. 2 bringt es das Anliegen der Bürste 110 an dem Anker mit sich, dass die Kontaktzone 114 mit Hilfe eines Radius R beschrieben werden kann, der, grob gesehen, etwa gleich dem Radius des Ankers ist. Die Bürste 110 wird, wenn sie als ein etwas unnachgiebiges Bauteil ausgeführt ist, z. B. in Form einer Kohlenstoffbürste, durch ein Belastungsmittel, z. B. eine Blatt- oder Wendelfeder 105, gegen den Anker 104 angedrückt, das die Bürste 110 zu dem Anker hin belastet. Da die Bürste 110 während der Lebensdauer des Motors einem Verschleiß unterliegt, bewegt sich die Kontaktzone 114 stetig zu der der Kontaktzone 114 gegenüberliegenden Befestigungsfläche 116 der Bürste 110 hin.

Zwar kann die Erfindung einfach dadurch ausgeführt werden, dass man die Bürste 110 durch das Sichtfenster 82 nur ansieht, doch enthält die Bürste bevorzugt Sichtprüfungs-Indikatoren 120. Die Sichtprüfungs-Indikatoren 120 können in jeder geeigneten Form, z. B. als vorstehende Teile, Gruben, Fehlstellen oder irgendwelche andere entsprechende Sichtmerkmale an der Bürste 110 vorhanden sein. Vorzugsweise bestehen die Sichtindikatoren jedoch, um die Kosten zu minimieren und eine gleichmäßige Leitfähigkeit der Bürste 110 aufrecht zu erhalten, in Form von Markierungen.

Die Erfindung kann mit einer Einzelmarkierung ausgeführt werden, die an der Stelle der minimalen Bürstenlänge positioniert ist, die eine Neuverwendung des Motors in einer wieder instandgesetzten Maschine zulässt, oder sie kann eine Vielzahl von Markierungen 120 enthalten, wie in Fig. 2 gezeigt, wodurch die Markierungen verschiedene Zustände des Motors von einem fast neuen Zustand bis zu einem eben noch zulässigen Betriebszustand bezeichnen.

Die Markierungen 120 können an der Bürste in jeder geeigneten Form angebracht werden, z. B. durch Ätzen oder Gravieren der Markierungen an der Bürste. Die Markierungen 120 sind vorzugsweise etwa tangential zur Kontaktzone 114 oder Verschleißfläche der Bürste 110 angesetzt. Z. B. sind die Markierungen 120, wie in Fig. 2 gezeigt, senkrecht zur Längsachse 122 der Bürste 110 positioniert. Die Markierungen 120 können sich über jede bestimmte Länge erstrecken, so lange diese lang genug ist, um durch Einblick durch das Sichtfenster beobachtet werden zu können. Z. B. können die Markierungen bei einer Bürste mit einer Länge A von ca. 12,7 mm (0,50") und einer Dicke von etwa 2,54 mm (0,10") eine Länge L von ca. 1,52 mm (0,06") und eine Breite W von etwa 6,35 mm (0,25") besitzen. Die Markierungen sind vorzugsweise parallel zueinander und haben einen Abstand D von ca. 1,78 mm (0,07"). Vorzugsweise werden die Markierungen 120, wie in Fig. 2 gezeigt, durch Anbringen einer Beschichtung 124 auf mindestens einen Abschnitt der Bürste 110 gebildet, der von dem Anker 104 zum Verschleißen gebracht wird. Die Verwendung einer Beschichtung 124, z. B. eines weißen Lackes, ist besonders dann wichtig, wenn eine typischerweise schwarze Kohlenstoffbürste verwendet wird. Die Markierungen 120 werden mit Hilfe der weißen Beschichtung 124 ausgebildet, wodurch die Markierungen 120 die Farbe der Bürste 110, typischerweise schwarz, erhalten. Jede Markierung 120 repräsentiert bei Kontakt mit dem Anker eine Position, die eine gewisse Restlebenszeit für den Motor darstellt. Beispielsweise kann in Fig. 2 die dritte Markierung 126 von links die minimale Bürstenlänge für eine Motorlebensdauer darstellen, die für eine neu instandgesetzte Maschine geeignet ist.

In Fig. 2A ist eine alternative Gestaltung der Bürste als Bürste 310 gezeigt. Die Bürste 310 ist in Form und Größe und in den Materialien gleichartig zur Bürste 110. Die Bürste 310 enthält einen axialen Streifen 320, der mit einer Beschichtung, z. B. weißem Lack, hergestellt ist. Der Streifen 320 erstreckt sich über eine Länge L3 von der Kontaktzone 330 der Bürste 310 zu einem Punkt, der vom gegenüberliegenden Ende 340 der Bürste 310 Abstand hat. Die Länge L3 ist geringer als die Gesamtlänge L4 der Bürste. Der Abstand L4-L3 stellt die minimale zu lässige Länge der Bürste 310 für eine für annehmbare Zeit wiederverwendbare Motorbürste 310 dar.

Fig. 2B stellt eine weitere alternative Gestaltung der Bürste dar, als Bürste 410 gezeigt. Die Bürste 410 ist in Größe, Form und Materialien gleichartig zur Bürste 110. Die Bürste 410 enthält einen diagonalen Streifen 420, der mit einer Beschichtung, z. B. weißem Lack, hergestellt ist. Der Streifen 420 erstreckt sich diagonal über die Fläche 430 der Bürste 410. Der Abstand D2 vom Anker oder Kommutator 104 zu der Kante 440 zwischen dem Kommutator 420 und dem Rest der Fläche 430 ist ein Anzeichen für die restliche Lebensdauer der Bürste 410. Beispielsweise sollte die Größe D2 mindestens 2,54 mm (0,10 inch) betragen.

In Fig. 3 ist nun ein Motor 226 gezeigt. Der Motor 226 ist gleichartig dem Motor 20 bis auf das Sichtprüfungsmerkmal 282, das hier in Form eines Einblickfensters 282 gestaltet ist, das an dem Umfangsabschnitt 290 des Motors 226 sitzt. Die Bürste 210 wird durch die Feder 205 nach oben gedrängt. Eine Sichtprüfung der Bürste 210 wird durch das Sichtfenster 282 im Umfangsabschnitt 290 bewerkstelligt.

Durch Schaffen eines Elektromotors mit einem Sichtfenster, durch welches der Zustand der Bürste durch Sicht überprüft werden kann, kann ein Motor im zusammengebauten Zustand inspiziert und die restliche Lebensdauer des Motors bestimmt werden. Die restliche aus dem Zustand der Bürste bestimmte Lebensdauer erlaubt eine Wiederverwendung von Motoren in gutem Zustand und mit ausreichend Restlebenszeit, ohne dass ein Zerlegen der Motoren nötig ist, und erspart so Aufwand und Kosten.

Durch Schaffen eines Motors mit einem Sichtfenster zur Sichtprüfung des Zustands der Bürste des Motors können Xerografie-Kopiermaschinen unter Benutzung des vorhandenen Motors von der gebrauchten Maschine umgebaut werden, ohne der Notwendigkeit, die Motore zu ersetzen oder instandzusetzen.

Durch Schaffen eines Motors mit einem Sichtfenster und einer Bürste mit Sichtmarkierungen, welche die Größe der restlichen Lebensdauer an der Bürste anzeigen, kann eine xerografische Kopiermaschine mit Benutzung von vorhandenen Motoren umgebaut werden, ohne dass das Ersetzen der Motoren oder ein Instandsetzen der Motoren erforderlich ist.

Wenn eine xerografische Kopiermaschine von der Wartung zum Umbau eingeliefert wird, kann der Motor von der vorhandenen gebrauchten Maschine abgebaut werden. Der Stopfen wird dann von dem Sichtfenster entfernt und der Inspektor an der Wartungsstelle blickt durch das Sichtfenster und sieht den Zustand der Bürste. Die Anzahl von restlichen Markierungen an der Bürste wird von dem Inspektor gezählt und mit einer Umbau-Angabe verglichen, um zu sehen, ob eine ausreichende Anzahl von Markierungen vorhanden ist. Wenn beispielsweise drei Markierungen an der Maschine erforderlich sind und z. Bsp. noch vier Markierungen vorhanden sind, kann der Motor wieder in eine umgebaute Maschine eingebaut werden, ohne dass der Motor zerlegt und instandgesetzt bzw. weggeworfen und durch einen neuen Motor ersetzt werden muss.


Anspruch[de]

1. Elektromotor (20) mit einem Anker (104) und einer Bürste (110), die in einem Gehäuse (86) angebracht sind, wobei die Bürste (110) ein mit dem Anker (104) in einer Kontaktzone gleitbar verbundenes Ende besitzt und das Gehäuse (86) den Anker und die Bürste (110) im wesentlichen umschließt, gekennzeichnet durch eine in dem Gehäuse (86) bestimmte Öffnung (82), wobei die Öffnung (82) mit Bezug auf die Bürste (110) so positioniert ist, dass mindestens ein dem Ende der Bürste (110) benachbarter Abschnitt durch die Öffnung (82) sichtbar ist, wodurch die Restlebensdauer der Bürste (82) visuell bestimmt werden kann.

2. Elektromotor (20) nach Anspruch 1, bei dem die Bürste (110) eine Sichtanzeige (120) an sich enthält, die für die Restlebensdauer der Bürste (110) repräsentativ ist.

3. Elektromotor (20) nach Anspruch 2, bei dem die Sichtanzeige (120) eine oder mehrere Markierungen und wahlweise eine Vielzahl von Markierungen umfasst, die durch mit Abstand voneinander angebrachte parallele Linien enthalten, welche Linien parallel zu dem Anker (104) verlaufen.

4. Elektromotor nach Anspruch 3, bei dem die Markierungen geätzt oder bei dem die Markierungen graviert sind.

5. Elektromotor (20) nach Anspruch 2, bei dem:

die Bürste (110) weiter eine daran befindliche Beschichtung umfasst, und

die Sichtanzeige (120) eine Markierung (320) an der Beschichtung umfasst.

6. Elektromotor (20) nach Anspruch 2, der weiter eine an dem Gehäuse gesicherte Abdeckung umfasst, die mindestens teilweise die Öffnung überdeckt, und wobei die Abdeckung einen Stopfen (112) umfasst; oder die Abdeckung ein Etikett (112a) umfasst; oder bei dem mindestens ein Abschnitt (115b) der Abdeckung transparent ist.

7. Elektromotor nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei dem das Gehäuse (86) umfasst:

einen Umfangsabschnitt (90), der sich radial über den Anker (104) hinaus erstreckt;

einen an dem Umfangsabschnitt (90) gesicherten ersten Endabschnitt (92);

einen zweiten Endabschnitt (94) mit Abstand von dem ersten Endabschnitt (92); wobei die Öffnung (82) in dem Umfangsabschnitt (90) des Gehäuses (86) angebracht ist, oder bei dem die Öffnung (82) in mindestens einem der Abschnitte, erster Endabschnitt (92) und zweiter Endabschnitt (94) des Gehäuses (86), angeordnet ist.

8. Elektrofotografische Druckmaschine des Typs, der einen Elektromotor (20) zum Drehen mechanischer Komponenten besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (20) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 bestimmt ist.

9. Verfahren zum Bestimmen der restlichen Nutzlebensdauer eines Elektromotors (20), der einen, Anker (104) und eine Bürste (110), besitzt, die in einem Gehäuse angebracht sind,

wobei die Bürste (110) mit einem Ende gleitbar mit dem Anker (104) in einer Kontaktzone verbunden ist,

eine Sichtanzeige (120) benachbart dem Ende der Bürste (110) angesetzt ist;

eine Öffnung (82) in dem Gehäuse (86) ausgebildet ist;

mit den Schritten:

Anschauen der Sichtanzeige (120) durch die Öffnung (82); und

Errechnen der restlichen Nutzlebensdauer des Elektromotors (20) aufgrund der Sichtanzeige (120).







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