PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19505370C2 02.11.2000
Titel Vakuumschalter
Anmelder ABB Patent GmbH, 68309 Mannheim, DE
Erfinder Dullni, Edgar, Dr.rer.nat., 40880 Ratingen, DE;
Gul, Aleksander, Warschau, PL
DE-Anmeldedatum 17.02.1995
DE-Aktenzeichen 19505370
Offenlegungstag 22.08.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.2000
IPC-Hauptklasse H01H 33/666
IPC-Nebenklasse H01H 1/58   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen in einem Isolierrohr untergebrachten Vakuumschalter nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Ein Vakuumschalter umfaßt eine Vakuumschaltkammer oder Vakuumröhre, die eine beweglichen und einen festen Kontaktstengel besitzt, die an ihrem im Inneren der Vakuumröhre befindlichen Ende ein festes und ein bewegliches Kontaktstück aufweisen. Der feste Kontaktstengel ist in einem im Isolierrohr festgelegten Klemmteil befestigt; die elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Anschlußkontakt und dem beweglichen Kontaktstengel muß die Bewegbarkeit des Kontaktstengels zulassen. Sie muß also gestatten, daß der bewegliche Kontaktstengel ohne Behinderung seine Schalthandlungen ausführen kann.

Bei einer Ausführung sind zur elektrisch leitenden Verbindung zwischen dem Anschlußkontakt und dem beweglichen Kontaktstengel ein flexibles Stromband verwendet worden, das mit einem Ende am Anschlußkontakt und mit dem anderen Ende am beweglichen Kontaktstengel angeschlossen ist, siehe DE 90 17 054 U1.

Aufgabe der Erfindung ist es, einem Vakuumschalter der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die elektrisch leitende Verbindung verbessert ist. Insbesondere soll die elektrisch leitende Verbindung ohne größere Kraft- und Reibungseinwirkung auf die Beweglichkeit des beweglichen Kontaktstengels einfach hergestellt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1.

Erfindungsgemäß also dient als elektrisch leitende Verbindung wenigstens ein in mehreren Lagen zu einem geschlossenen Ring gewickeltes Stromband, wobei ein Umfangsabschnitt des Strombandes an dem beweglichen Kontaktstengel und ein diametral gegenüberliegender Umfangsabschnitt am Anschlußkontakt befestigt sind.

In bevorzugter Weise ist das Stromband aus einem Cu-Band hergestellt, welches gemäß einer weiteren Ausführungsform versilbert ist.

Wenn das Stromband nicht versilbert ist, besteht die Gefahr, daß zwischen den einzelnen Lagen ein erhöhter Widerstand aufgrund von Korrosion auftritt; dadurch kann es sein, daß der Strom innerhalb jeweils einer Lage zirkuliert, was nachteilig ist. Aufgrund der Versilberung kann der Strom im wesentlichen in radialer Richtung das Stromband durchfließen, weil das versilberte Cu-Band einen niedrigen Widerstand aufweist.

Das Cu-Band ist in bevorzugter Weise in einer Dicke von 50 µm bis 100 µm ausgeführt; zur Vermeidung von Auffächerung können das innere und äußere Ende des Cu-Bandes am Ring nach der Wicklung verklebt sein.

Die radiale Dicke des Ringes beträgt, abhängig von der zu führenden Strommenge, etwa 4 mm.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen.

Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie I-I der Fig. 2,

Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie II-II der Fig. 1, und

Fig. 3 eine teilweise Seitenansicht eines elektrisch leitenden Verbindungselementes.

Es sei Bezug genommen auf die Fig. 2.

Innerhalb eines rohrförmigen Gehäuses 10 ist eine Vakuumschaltkammer oder -röhre 11 angeordnet und in an sich bekannter Weise darin befestigt, aus der ein beweglicher Kontaktstengel 12 heraus geführt ist, der mit einer Antriebsstange 13 mittels einer Kupplung 14 verbunden ist. An dem beweglichen Kontaktstengel ist ein geteiltes Klemmstück 15 mit zwei Klemmteilen 16 und 17 angebracht, die den beweglichen Kontaktstengel 12 zwischen sich nehmen und mittels einer Schraubenverrichtung 18 miteinander verbunden und am beweglichen Kontaktstengel fest geklemmt sind.

Die Klemmteile 16 und 17 sitzen auf entgegengesetzt liegenden, parallel zur Mittelachse des beweglichen Kontaktstengels 12 verlaufenden Seitenflächen 19 und 20, die ebenfalls parallel zueinander verlaufen.

An der Innenseite des Isolierrohres 10 ist ein Anschlußkontakt 21, der den Innenraum des Isolierrohres teilweise ausfüllt und eine U-förmige Ausnehmung 22 aufweist, die durch zwei Schenkel 23 und 24 begrenzt ist, deren Innenfläche 25 und 26 parallel zueinander und zur Mittelachse des Kontaktstengels 12 verlaufen, wobei die Innenfläche 25 und 26 so angeordnet sind, daß sie im montierten Zustand, siehe weiter unten, parallel zu den Seitenflächen 19 und 20 angeordnet sind.

Zwischen der Seitenfläche 19 und der der Seitenfläche 19 direkt gegenüberliegenden Innenfläche 25 und der Seitenfläche 20 und der Innenfläche 26 sind elektrisch leitende Verbindungselemente 28, 27 vorgesehen, die, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, aus in mehreren Lagen 29, 30, 31 zu einem geschlossenen Ring gewickelten Kupferband hergestellt sind; das Ende 32 und das Ende 33 der zu dem Ring gewickelten Lagen 29, 30, 31 sind an der benachbarten Lage 29 festgeklebt, um ein Aufspreizen der Enden 32 und 33 zu vermeiden. Das Kupferband ist ein ca. 50 µm bis 100 µm dünnes Band, welches zu einer Dicke d = 4 mm gewickelt ist und dabei als versilbertes Kupferband ausgebildet ist.

Die ringförmigen, elektrisch leitenden Verbindungselemente 27 und 28 sind an sich diametral gegenüberliegenden Umfangsabschnitten mittels Schrauben 34 an der Innenfläche 26 bzw. Schrauben 35 an der Seitenfläche 20 und das Verbindungselement 28 mittels Schrauben 36 an der Innenfläche 25 bzw. Schrauben 37 an der Seitenfläche 19 festgeschraubt. Die Schrauben 34, 35 oder 36, 37 können dabei in dem Bereich vorgesehen sein, in dem sich die beiden Enden 32 und 33 überdecken; dort wäre für jede Schraube jeweils ein Loch vorgesehen, welches in radialer Richtung verläuft.

Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Schrauben 34, 35; 36, 37 jeweils zwei nebeneinanderliegende Schrauben sind; diese besitzen dann die Bezugsziffern 34a, 34b, 35a, 35b, 36a, 36b sowie 37a und 37b.

Der Anschlußkontakt 21 ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich, aus dem Isolierrohr 10 herausgeführt; mittels einer mit dem Anschlußelement 21 verbundenen Klemmverbindung 38 ist ein Flanschelement 39 verbunden, an dem mittels einer Schraubenverbindung 40 ein Zuführungsleiter 41 angeschlossen ist, wobei der Zuführungsleiter 41 am Isoliergehäuse festgeschraubt ist; diese Ausführung ist an sich Stand der Technik.

Die Vakuumröhre 11 besitzt an ihrem entgegengesetzten Ende einen feststehenden Kontaktstengel, mit dem die Vakuumröhre 11 innerhalb des Isoliergehäuses 10 befestigt ist. Dort schließt auch die Zuführungs- oder Abführungsleitung an, die der Zu- bzw. Abführungsleitung 41 am anderen Ende entspricht.


Anspruch[de]
  1. 1. In einem Isolierrohr (10) untergebrachter Vakuumschalter, mit einem aus der Vakuumschaltkammer (11) des Vakuumschalters heraus geführten beweglichen Kontaktstengel (12), mit einem an der Innenseite des Isolierrohres (10) angeordneten, feststehenden Anschlußkontakt (21), an dem eine Stromzu- oder -abführungsleitung angeschlossen ist, und mit einer elektrisch leitenden Verbindung (27, 28) zwischen dem beweglichen Kontaktstengel (12) und dem Anschlußkontakt (21), der die Bewegung des beweglichen Kontaktstengels (12) relativ zu dem Anschlußkontakt (21) gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Verbindung (27, 28) als wenigstens ein in mehreren Lagen (29, 30, 31, 32, 33) geschlossenen Ring gewickeltes Stromband ausgebildet ist, von dem ein Umfangsabschnitt am Kontaktstengel (12) und ein diametral gegenüberliegender Umfangsabschnitt am Anschlußkontakt (21) befestigt ist.
  2. 2. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromband ein Cu-Band ist.
  3. 3. Vakuumschalter nach Anspruch 2, danach gekennzeichnet, daß das Cu-Band versilbert ist.
  4. 4. Vakuumschalter nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Cu-Band eine Dicke von 50 µm bis 100 µm aufweist.
  5. 5. Vakuumschalter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das innere und äußere Ende des Cu-Bandes nach dem Wickeln am Ring verklebt sind.
  6. 6. Vakuumschalter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Dicke des geschlossenen Ringes ca. 4 mm beträgt.
  7. 7. Vakuumschalter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am beweglichen Kontaktstengel (12) ein erstes Klemmteil (35, 37) befestigt ist, an dem das Cu-Band festgeschraubt ist.
  8. 8. Vakuumschalter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Anschlußkontakt (21; 34, 36) das Cu-Band festgeschraubt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com