PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10013681A1 16.11.2000
Titel Fluorcyclohexen-Derivate und flüssigkristallines Medium
Anmelder Merck Patent GmbH, 64293 Darmstadt, DE
Erfinder Bremer, Matthias, Dr., 64295 Darmstadt, DE;
Pauluth, Detlef, Dr., 64372 Ober-Ramstadt, DE;
Krause, Joachim, Dr., 64807 Dieburg, DE;
Heckmeier, Michael, Dr., 64625 Bensheim, DE;
Kirsch, Peer, Dr., 64293 Darmstadt, DE
DE-Anmeldedatum 20.03.2000
DE-Aktenzeichen 10013681
Offenlegungstag 16.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2000
IPC-Hauptklasse C07C 23/18
IPC-Nebenklasse C07C 25/18   C07C 25/24   C07C 43/225   C07C 69/00   C09K 19/06   G02F 1/137   G09F 9/35  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft Fluorcyclohexen-Derivate der Formel I
R1-(A1-Z1)n-A-(Z2-A2)m-Z3-B-(Z4-A3)p-R2
worin n, m, p, R1, R2, Z1, Z2, Z3, Z4, A1, A2, A3, A und B die angegebene Bedeutung aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Fluorcyclohexen-Derivate der Formel I



R1-(A1-Z1)n-A-(Z2-A2)m-Z3-B-(Z4-A3)p-R2 I



worin

R1, R2 unabhängig voneinander H einen unsubstituierten, einen mindestens einfach durch Halogen oder CN substituierten Alkylrest mit 1-12 C-Atomen, worin auch eine oder mehrere CH2-Gruppen jeweils unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -CO-, ≙ -CO-O, -O-CO-, -O-CO-O- oder -CH=CH- so ersetzt sein können, dass Heteroatome nicht direkt verbunden sind,

A





A1, A2, A3 auch bei mehrfachem Auftreten unabhängig voneinander einen

  • a) trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch -O- und/oder -S- ersetzt sein können,
  • b) 1,4-Phenylenrest, worin auch eine oder zwei CH-Gruppen durch N ersetzt sein können.
  • c) Rest aus der Gruppe 1,4-Bicyclo(2,2,2)-octylen, Piperidin-1,4-diyl, Naphthalin-2,6-diyl, Decahydronaphthalin- 2,6-diyl und 1,2,3,4-Tetrahydronaphthalin-2,6-diyl,
  • d) 1,4-Cyclohexenylen,





wobei der Rest b) ein- oder mehrfach durch CN, Cl oder F substituiert sein kann,

B einen trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Grupen durch -O- und/oder -S- ersetzt sein können,





X1, X2 unabhängig voneinander H, F, Cl, CN, CF3, CHF2,

Z1, Z2, Z3, Z4 jeweils unabhängig voneinander -CO-O-, -O-CO-, -CH2O-, -O-, -O-CH2-, -CH2CH2-, -CH=CH-, -C~C-, -CF2CF2-, -OCF2, -CF2O-, -CH=CF-, -CF=CH- oder eine Einfachbindung

und

n, m, p unabhängig voneinander 0, 1, 2 oder 3,

wobei

m + n + p 0, 1, 2 oder 3

bedeutet.

Die Erfindung betrifft außerdem die Verwendung der Verbindungen der Formel I als Komponenten flüssigkristalliner Medien sowie Flüssigkristall- und elektrooptische Anzeigeelemente, die die erfindungsgemäßen flüssigkristallinen Medien enthalten.

Die Verbindungen der Formel I weisen häufig einen stark negativen Wert der dielektrischen Anisotropie auf und können als Komponenten flüssigkristalliner Medien verwendet werden, insbesondere für Displays, die auf dem Prinzip der verdrillten Zelle, dem Guest-Host-Effekt, dem Effekt der Deformation aufgerichteter Phasen DAP oder ECB (Electrically controlled birefringence) oder dem Effekt der dynamischen Streuung beruhen.

Aus DE 42 27 772 A1 sind Verbindungen bekannt, die Fluorcyclohexen- Ringe enthalten. Dieses Dokument beschreibt jedoch lediglich Verbindungen, die einen terminalen Fluorcyclohexen-Ring in Verbindung mit einem daran gebundenen Perfluoralkylrest aufweisen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden außerdem vom sehr breiten generischen Anspruch der DE 44 27 266 A1 umfasst, der auf Verbindungen mit positiver dielektrischer Anisotropie gerichtet ist, die einen entständigen gegebenenfalls fluorierten Phenylrest in Verbindung mit einem Fluorcyclohexen-Ring aufweisen. Die Verbindungen der vorliegenden Anmeldung werden darin aber nicht explizit genannt.

Die bisher für diesen Zweck eingesetzten Substanzen haben stets gewisse Nachteile, beispielsweise zu geringe Stabilität gegenüber der Einwirkung von Wärme, Licht oder elektrischen Feldern, ungünstige elastische und/oder dielektrische Eigenschaften.

Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, neue stabile flüssigkristalline oder mesogene Verbindungen mit breiten nematischen Phasenbereich und negativer dielektrischer Anisotropie aufzufinden, die als Komponenten flüssigkristalliner Medien, insbesondere für TFT- und STN-Displays, geeignet sind.

Es wurde nun gefunden, dass die Verbindungen der Formel I vorzüglich als Komponenten flüssigkristalliner Medien geeignet sind. Mit ihrer Hilfe lassen sich stabile flüssigkristalline Medien, insbesondere geeignet für TFT- oder STN-Displays, erhalten. Die neuen Verbindungen zeichnen sich vor allem durch eine hohe thermische Stabilität aus, die für eine hohe "holding ratio" vorteilhaft ist und zeigen günstige Werte der Klärpunkte.

Mit der Bereitstellung von Verbindungen der Formel I wird ganz allgemein die Palette der flüssigkristallinen Substanzen, die sich unter verschiedenen anwendungstechnischen Gesichtspunkten zur Herstellung flüssigkristalliner Gemische eignen, erheblich verbreitert.

Die Verbindungen der Formel I besitzen einen breiten Anwendungsbereich. In Abhängigkeit von der Auswahl der Substituenten können diese Verbindungen als Basismaterialien dienen, aus denen flüssigkristalline Medien zum überwiegenden Teil zusammengesetzt sind; es können aber auch Verbindungen der Formel I flüssigkristalline Basismaterialien aus anderen Verbindungsklassen zugesetzt werden, um beispielsweise die dielektrische und/oder optische Anisotropie eines solchen Dielektrikums zu beeinflussen und/oder um dessen Schwellenspannung und/oder dessen Viskosität zu optimieren. Durch Zusatz der Verbindungen der Formel I zu flüssigkristallinen Dielektrika lassen sich Δε-Werte solcher Medien deutlich reduzieren.

Die Bedeutung der Formel I schließt alle Isotope der in den Verbindungen der Formel I gebundenen chemischen Elemente ein. In enantiomerenreiner oder -angereicherter Form eignen sich die Verbindungen der Formel I auch als chirale Dotierstoffe und generell zur Erzielung chiraler Mesophasen.

Die Verbindungen der Formel I sind in reinem Zustand farblos und bilden flüssigkristalline Mesophasen in einem für die elektrooptische Verwendung günstig gelegenen Temperaturbereich. Chemisch, thermisch und gegen Licht sind sie stabil.

Gegenstand der Erfindung sind somit die Verbindungen der Formel I sowie die Verwendung dieser Verbindungen als Komponenten flüssigkristalliner Medien. Gegenstand der Erfindung sind ferner flüssigkristalline Medien mit einem Gehalt an mindestens einer Verbindung der Formel I sowie Flüssigkristallanzeigeelemente, insbesondere elektrooptische Anzeigeelemente, die derartige Medien enthalten.

Vor- und nachstehend haben n, m, p, R1, R2, A, Z1, Z2, Z3, Z4, A1, A2, A3 und B die angegebene Bedeutung, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vermerkt ist. Kommt der Rest A1 mehrfach vor, so kann er gleiche oder verschiedene Bedeutungen annehmen. Dasselbe gilt für alle anderen mehrfach auftretenden Gruppen.

Der Einfachheit halber bedeuten im folgenden Cyc einen Cyclohexan- 1,4-diylrest, Dio einen 1,3-Dioxan-2,5-diylrest, Phe einen 1,4-Phenylenrest, Dit einen 1,3-Dithian-2,5-diylrest, einen Bicyclo-(2,2,2)-octylenrest, wobei Cyc und Phe unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Halogen oder CN, bevorzugt durch F oder CN substituiert sein kann.

PheXX bedeutet im folgenden





worin X1 und X2 unabhängig voneinander H, F, Cl, CN, CF3 oder CHF2, bevorzugt jedoch mindestens eine von X1 und X2 F und der andere H oder F bedeuten.

CheF bedeutet im folgenden





Formel I umfasst die bevorzugten Verbindungen der Teilformeln Ia1 bis Ia2:

R1-CheF-PheXX-R2 Ia1

R1-CheF-CH2CH2-PheXX-R2 Ia2 Formel I umfasst die bevorzugten Verbindungen der Teilformeln Ib1 bis Ib27, die neben der Gruppe CheF und PheXX einen weiteren sechsgliedrigen Ring enthalten:



R1-CheF-Cyc-PheXX-R2 Ib1

R1-Cyc-CH2CH2-Cyc-PheXX-R2 Ib2

R1-Cyc-CheF-PheXX-R2 Ib3

R1-Dio-CheF-PheXX-R2 Ib4

R1-CheF-CH2CH2-Cyc-PheXX-R2 Ib5

R1-CheF-Phe-PheXX-R2 Ib6

R1-CheF-CH2CH2-Phe-PheXX-R2 Ib7

R1-Dio-CH2CH2-Dio-CheF-PheXX-R2 Ib8

R1-Phe-CheF-PheXX-R2 Ib9

R1-CheF-CH2CH2-Phe-PheXX-R2 Ib10

R1-CheF-PheXX-Phe-R2 Ib11

R1-CheF-CH2CH2-PheXX-Phe-R2 Ib12

R1-CheF-PheXX-CH2CH2-Phe-R2 Ib13

R1-CheF-PheXX-CH=CH-Phe-R2 Ib14

R1-CheF-PheXX-C~C-Phe-R2 Ib15

R1-CheF-CH2CH2-PheXX-CH2CH2-Phe-R2 Ib16

R1-CheF-PheXX-Cyc-R2 Ib17

R1-CheF-CH2CH2-PheXX-Cyc-R2 Ib18

R1-CheF-PheXX-CH2CH2-Cyc-R2 Ib19

R1-CheF-CH2CH2-PheXX-CH2CH2-Cyc-R2 Ib20

R1-CheF-PheXX-Dio-R2 Ib21

R1-CheF-CH2CH2-PheXX-Dio-R2 Ib22

R1-CheF-PheXX-CheF-R2 Ib23

R1-CheF-CH2CH2-PheXX-CheF-R2 Ib24

R1-CheF-CheF-PheXX-R2 Ib25

R1-CheF-CH2CH2-CheF-PheXX-R2 Ib26

R1-CheF-CheF-CH2CH2-PheXX-R2 Ib27



ferner die ebenfalls bevorzugten Verbindungen der Teilformeln Ic1 bis Ic5 die zusätzlich zur Gruppe CheF und PheXX zwei sechsgliedrige Ringe enthalten:



R1-Cyc-Cyc-CheF-PheXX-R2 Ic1

R1-Cyc-CheF-Phe-PheXX-R2 Ic2

R1-Dio-CheF-Phe-PheXX-R2 Ic3

R1-Cyc-CheF-Cyc-PheXX-R2 Ic4

R1-CheF-Cyc-Cyc-PheXX-R2 Ic5



worin R1, Cyc, Dio, CheF, PheXX und R2 die oben angegebene Bedeutung aufweisen.

Vorzugsweise bedeutet PheXX in den vorgenannten Formeln:







R1 und R2 bedeuten bevorzugt unabhängig voneinander geradkettiges Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 10 C-Atomen, Alkenyl oder Alkenyloxy mit 2 bis 10 C-Atomen, insbesondere Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen oder Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen.

In besonders bevorzugten Verbindungen der Formel I bedeutet ein Rest R1 oder R2, der nicht an einen aromatischen Ring, sondern an einen gesättigten Ring, wie Cyc oder Dio gebunden ist, vorzugsweise Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen oder Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen, während ein an einen aromatischen Ring gebundener Rest R1 oder R2 bevorzugt Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen, insbesondere Alkoxy bedeutet.

R2 bedeutet insbesondere bevorzugt Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen.

Besonders bevorzugt sind ferner Verbindungen der Formel I, worin A1, A2 und/oder A3 eine der folgenden Bedeutungen aufweisen:





B nimmt vorzugsweise die folgende Bedeutung an:





m und n sind vorzugsweise 0 oder 1. m + n ist bevorzugt 0 oder 1, insbesondere 1. p bedeutet vorzugsweise 0.

Z1, Z2, Z3 und Z4 bedeuten unabhängig voneinander bevorzugt -CH2CH2-, -COO-, -OOC- oder eine Einfachbindung, insbesondere bevorzugt eine Einfachbindung oder -CH2-CH2-.

X1 und X2 bedeuten bevorzugt gleichzeitig F oder CN insbesondere F.

Insbesondere sind Verbindungen der Formel IA bevorzugt:





Verbindungen der Formel I, die nicht mehr als einen Dioxanring enthalten, stellen ebenfalls eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar.

Insbesondere sind ferner die Verbindungen der Formeln I1 bis I16 der folgenden Gruppe bevorzugt:













worin R1, R2, X1, X2, Z1, Z2 und Z3 die oben angegebene Bedeutung aufweisen und L1, L2 und L3 unabhängig voneinander H oder F bedeuten.

Einige ganz besonders bevorzugte kleinere Gruppen von Verbindungen der Formel I sind diejenigen der Teilformeln I17 bis I23:









Die Verbindungen der Formel I werden nach an sich bekannten Methoden dargestellt, wie sie in der Literatur (z. B. in den Standardwerken wie Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart) beschrieben sind und zwar unter Reaktionsbedingungen, die für die genannten Umsetzungen bekannt und geeignet sind.

Dabei kann man von an sich bekannten, hier nicht näher erwähnten Varianten Gebrauch machen.

Die Ausgangsstoffe können gewünschtenfalls auch in situ gebildet werden, derart, dass man sie aus dem Reaktionsgemisch nicht isoliert, sondern sofort weiter zu den Verbindungen der Formel I umsetzt.

Die Verbindungen der Formel I sind vorzugsweise erhältlich durch Dehydrofluorierung von Verbindungen der Formel II mittels Basen:



R1-(A4-Z5)n-A*-(Z6-A5)m-Z7-B*-(Z8-A6)p-R2 II



worin





und

A4, A5, A6 auch bei mehrfachem Auftreten unabhängig voneinander einen

  • a) trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch -O- und/oder -S- ersetzt sein können,
  • b) 1,4-Phenylenrest, worin auch eine oder zwei CH-Gruppen durch N ersetzt sein können.
  • c) Rest aus der Gruppe 1,4-Bicyclo(2,2,2)-octylen, Piperidin-1,4-diyl, Naphthalin-2,6-diyl, Decahydronaphthalin- 2,6-diyl und 1,2,3,4-Tetrahydronaphthalin-2,6-diyl,
  • d) 1,4-Cyclohexenylen,





    wobei der Rest b) ein- oder mehrfach durch CN, Cl oder F substituiert sein kann, und der Rest a) einfach durch Cl oder F substituiert sein kann,

    Z5, Z6, Z7, Z8 jeweils unabhängig voneinander -CO-O-, -O-CO-, -CH2O-, -O-, -O-CH2-, -CH2CH2-, -CH=CH-, -C~C-, -CF2CF2-, -OCF2-, -CF2O-, -CH2CF2-, -CF2CH2- oder eine Einfachbindung,

    B* bei mehrfachem Auftreten unabhängig voneinander einen trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch -O- und/oder -S- ersetzt ein können,





bedeuten

und

R1, R, X1, X2, n, m und p die oben genannte Bedeutung aufweisen.

Von den Verbindungen der Formel II sind insbesondere die neuen Difluorcyclohexane der Teilformel III



R3-A*-(Z6-A7)m-Z7-Qr-R4 III



bevorzugt,

worin

R3, R4 unabhängig voneinander H oder einen Alkylrest mit 1- 12 C-Atomen, worin auch eine oder mehrere CH2-Gruppen jeweils unabhängig voneinander durch -O- oder -CH=CH- so ersetzt sein können, dass Heteroatome nicht direkt verbunden sind,

A*





A7 bei mehrfachem Auftreten unabhängig voneinander einen trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch -O- und/oder -S- ersetzt sein können,

wobei dieser Rest einfach durch Cl oder F substituiert sein kann,





Q





m 0, 1, 2 oder 3,

r 0 oder 1, und

Z6 und Z7 die oben angegebene Bedeutung aufweisen,

wobei

m + r 1, 2 oder 3

bedeutet,

mit der Maßgabe, dass Verbindungen der Formel I

worin

m 1,

r 0,

Z6 eine Einfachbindung

A7 Cyclohexan-1,4-diyl

und

R3, R4 eine Alkylgruppe bedeutet, worin auch eine CH2-Gruppe durch -O- ersetzt sein kann,

ausgenommen sind.

Die Verbindungen der Formel III können zur Herstellung der Verbindungen der Formel I dienen oder vorzugsweise selbst als Komponenten flüssigkristalliner Medien eingesetzt werden.

Mit Hilfe der Verbindungen der Formel III lassen sich stabile flüssigkristalline Medien, insbesondere geeignet für TFT- oder STN-Displays, erhalten. Die neuen Verbindungen zeichnen sich vor allem durch eine hohe thermische Stabilität aus, die für eine hohe "holding ratio" vorteilhaft ist und zeigen günstige Werte der Klärpunkte. Weiterhin weisen sie eine besonders kleine optische Anisotropie Δn und eine negative Anisotrope Δε auf.

Flüssigkristalline Medien mit sehr kleinen Werten der optischen Anisoropie sind insbesondere für reflektive und transflektive Anwendungen von Bedeutung, d. h. solche Anwendungen, bei denen das jeweilige LCD keine oder nur unterstützende Hintergrundbeleuchtung erfährt. Geringe Werte des Δn werden insbesondere mit solchen Verbindungen der Formel I erzielt, die keine aromatischen Ringe aufweisen.

Mit der Bereitstellung von Verbindungen der Formel III wird ganz allgemein die Palette der flüssigkristallinen Substanzen, die sich unter verschiedenen anwendungstechnischen Gesichtspunkten zur Herstellung flüssigkristalliner Gemische eignen, erheblich verbreitert.

Aus JP 5 279 279 sind ähnliche Difluorcyclohexane bekannt. Dieses Dokument beschreibt jedoch lediglich Verbindungen mit zwei Ringgliedern, die durch die Maßgabe aus Formel III ausgenommen sind.

Weiterhin sind drei Ringglieder enthaltende Difluorcyclohexane in JP 5 058 926 beschrieben. Dieses Dokument betrifft ausschließlich Verbindungen, worin der Difluorcyclohexanring zwischen zwei Ringen angeordnet ist, nicht aber die Verbindungen der Formel III, die einen terminalen Difluorcyclohexanring aufweisen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel III werden außerdem vom sehr breiten generischen Anspruch der DE 44 27 266 umfasst, der auf Synthesezwischenprodukte gerichtet ist. Die Difluorcyclohexan-Derivate der vorliegenden Anmeldung werden darin aber nicht explizit genannt.

Die Verbindungen der Formel III besitzen einen breiten Anwendungsbereich. In Abhängigkeit von der Auswahl der Substituenten können diese Verbindungen als Basismaterialien dienen, aus denen flüssigkristalline Medien zum überwiegenden Teil zusammengesetzt sind; es können aber auch Verbindungen der Formel III flüssigkristalline Basismaterialien aus anderen Verbindungsklassen zugesetzt werden, um beispielsweise die dielektrische und/oder optische Anisotropie eines solchen Dielektrikums zu beeinflussen und/oder um dessen Schwellenspannung und/oder dessen Viskosität zu optimieren. Durch Zusatz der Verbindungen der Formel III zu flüssigkristallinen Dielektrika lassen sich Δn-Werte solcher Medien deutlich reduzieren.

Die Bedeutung der Formel III schließt alle Isotope der in den Verbindungen der Formel III gebundenen chemischen Elemente ein. In enantiomerenreiner oder -angereicherter Form eignen sich die Verbindungen der Formel III auch als chirale Dotierstoffe und generell zur Erzielung chiraler Mesophasen.

Die Verbindungen der Formel III sind in reinem Zustand farblos und bilden flüssigkristalline Mesophasen in einem für die elektrooptische Verwendung günstig gelegenen Temperaturbereich. Chemisch, thermisch und gegen Licht sind sie stabil.

Weiterer Gegenstand der Erfindung sind somit die Verbindungen der Formel III sowie die Verwendung dieser Verbindungen als Komponenten flüssigkristalliner Medien. Gegenstand der Erfindung sind ferner flüssigkristalline Medien mit einem Gehalt an mindestens einer Verbindung der Formel III sowie Flüssigkristallanzeigeelemente, insbesondere elektrooptische Anzeigeelemente, die derartige Medien enthalten.

Vor- und nachstehend haben R1, R2, R3, R4, A*, A4, A5, A6, A7, Z5, Z6, Z7, Z8, m, n, p, r, B* und Q die angegebene Bedeutung, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vermerkt ist. Kommt der Rest A7 mehrfach vor, so kann er gleiche oder verschiedene Bedeutungen annehmen. Dasselbe gilt für alle anderen mehrfach auftretenden Gruppen.

Durch F substituiertes Cyclohexan-1,4-diyl bedeutet im folgenden bevorzugt:







PheFF bedeutet im folgenden:





Formel III umfasst die bevorzugten Verbindungen der Teilformeln IIIa1 bis IIIa6, die neben der Gruppe A einen sechsgliedrigen Ring enthalten:



R3-A*-Cyc-R4 IIIa1

R3-A*-CH2CH2-Cyc-R4 IIIa2

R3-A*-Dio-R4 IIIa3

R3-A*-CH2CH2-Dio-R4 IIIa4

R3-A*-CH2CH2-PheFF-R4 IIIa5

R3-A*-PheFF-R4 IIIa6



ferner die ebenfalls bevorzugten Verbindungen der Teilformeln IIIb1 bis IIIb19, die zusätzlich zur Gruppe A* zwei sechsgliedrige Ringe enthalten:



R3-A*-Cyc-Cyc-R4 IIIb1

R3-A*-CH2CH2-Cyc-Cyc-R4 IIIb2

R3-A*-Dio-Cyc-R4 IIIb3

R3-A*-CH2CH2-Dio-Cyc-R4 IIIb4

R3-A*-Cyc-CH2CH2-Cyc-R4 IIIb5

R3-A*-Dio-CH2CH2-Cyc-R4 IIIb6

R3-A*-Cyc-PheFF-R4 IIIb7

R3-A*-CH2CH2-Cyc-PheFF-R4 IIIb8

R3-A*-Dio-PheFF-R4 IIIb9

R3-A*-CH2CH2-Dio-Dio-R4 IIIb10

R3-A*-Phe-PheFF-R4 IIIb11

R3-A*-Phe-CH2CH2-PheFF-R4 IIIb12

R3-A*-Dio-CH2CH2-PheFF-R4 IIIb13

R3-A*-Cyc-COO-PheFF-R4 IIIb14

R3-A*-Dio-COO-PheFF-R4 IIIb15

R3-A*-CH2CH2-Cyc-CH2CH2-Cyc-R4 IIIb16

R3-A*-CH2CH2-Dio-CH2CH2-Cyc-R4 IIIb17

R3-A*-CH2CH2-Cyc-CH2CH2-PheFF-R4 IIIb18

R3-A*-CH2CH2-Dio-CH2CH2-PheFF-R4 IIIb19



sowie die bevorzugten Verbindungen der Teilformeln IIIc1 bis IIIc10, die neben der Gruppe A* drei sechsgliedrige Ringe enthalten:

R3-A*-Cyc-Cyc-Cyc-R4 IIIc1

R3-A*-CH2CH2-Cyc-Cyc-Cyc-R4 IIIc2

R3-A*-Cyc-Cyc-PheFF-R4 IIIc3

R3-A*-CH2CH2-Cyc-Phe-PheFF-R4 IIIc4

R3-A*-Cyc-CH2CH2-Cyc-Cyc-R4 IIIc5

R3-A*-Cyc-CH2CH2-Cyc-PheFF-R4 IIIc6

R3-A*-Cyc-Dio-Cyc-R4 IIIc7

R3-A*-CH2CH2-Cyc-Dio-Cyc-R4 IIIc8

R3-A*-Cyc-CH2CH2-Dio-Cyc-R4 IIIc9

R3-A*-Cyc-Dio-CH2CH2-Cyc-R4 IIIc10



worin R3, A*, PheFF, Phe, Cyc, Dio und R4 die oben angegebene Bedeutung aufweisen.

R3 und R4 bedeuten bevorzugt unabhängig voneinander geradkettiges Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 10 C-Atomen; Akenyl oder Alkenyloxy mit 2 bis 10 C-Atomen; insbesondere Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 7 C-Atomen oder Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen.

Weiterhin bevorzugt sind Verbindungen der Formel I, worin der Reste R3 und R4 oder beide Reste gleichzeitig Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen bedeuten.

Sofern der Rest R4 an einen aromatischen Ring gebunden ist, bedeutet er vorzugsweise Alkoxy.

Besonders bevorzugt sind ferner Verbindungen der Formel I, worin A7 eine der folgenden Bedeutungen aufweist:





m ist vorzugsweise 0, 1 oder 2, insbesondere 0 oder 1,

m + r ist bevorzugt 1 oder 2,

Z6 und Z7 bedeuten unabhängig voneinander bevorzugt -CH2CH2- -COO-, -OOC- oder eine Einfachbindung, insbesondere bevorzugt eine Einfachbindung oder -CH2-CH2-.

Besonders bevorzugt sind die Verbindungen der Formel IIIA, IIIB, IIIC, IIID und IIIE:





worin R3, R4 und A* die oben angegebene Bedeutung aufweisen, Z6 und Z7 eine Einfachbindung oder -CH2CH2-, insbesondere eine Einfachbindung bedeutet und R5 und R6 die Bedeutung von R3 und R4 aufweisen, wobei mindestens einer der Reste R5 und R6 Alkenyl bedeutet.

Verbindungen der Formel III, die nicht mehr als einen Dioxanring enthalten, stellen ebenfalls eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar.

Insbesondere sind ferner die Verbindungen der Formel III1 bis III11 der folgenden Gruppe bevorzugt:













worin R3, R4, Z6 und Z7 die oben angegebene Bedeutung aufweisen.

Falls R1, R2, R3 und/oder R4 in den vor- und nachstehenden Formeln einen Alkylrest bedeutet, so kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist er geradkettig, hat 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 C-Atome und bedeutet demnach bevorzugt Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl oder Heptyl, ferner Methyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl, Tetradecyl oder Pentadecyl.

Falls R1, R2, R3 und/oder R4 einen Alkylrest bedeutet, in dem eine CH2- Gruppe durch -O- ersetzt ist, so kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist er geradkettig und hat 1 bis 10 C-Atome. Bevorzugt ist die erste CH2-Gruppe dieses Alkylrestes durch -O- ersetzt, so dass der Rest R1, R2, R3 und/oder R4 die Bedeutung Alkoxy erhält und vorzugsweise Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Pentyloxy, Hexyloxy, Heptyloxy, Octyloxy, Nonyloxy bedeutet.

Weiterhin kann auch eine CH2-Gruppe an anderer Stelle durch -O- ersetzt sein, so dass der Rest R1, R2, R3 und/oder R4 vorzugsweise geradkettiges 2-Oxapropyl (= Methoxymethyl), 2-(= Ethoxymethyl) oder 3-Oxabutyl (= 2-Methoxyethyl), 2-, 3- oder 4-Oxapentyl, 2-, 3-, 4- oder 5-Oxahexyl, 2-, 3-, 4-, 5- oder 6-Oxaheptyl, 2-, 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-Oxaoctyl, 2-, 3-,4-, 5-, 6-, 7- oder 8-Oxanonyl, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7-, 8- oder 9-Oxadecyl bedeutet.

Falls R1, R2, R3 und/oder R4 einen Alkenylrest bedeutet, so kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist er geradkettig und hat 2 bis 10 C-Atome. Er bedeutet demnach besonders Vinyl, Prop-1-, oder Prop-2-enyl, But-1-, 2- oder But-3-enyl, Pent-1-, 2-, 3- oder Pent-4-enyl, Hex-1-, 2-, 3-, 4- oder Hex-5-enyl, Hept-1-, 2-, 3-, 4-, 5- oder Hept-6-enyl, Oct-1-, 2-, 3-, 4-, 5-, 6- oder Oct-7-enyl, Non-1-, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7- oder Non-8-enyl, Dec-1-, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7-, 8- oder Dec-9-enyl.

Besonders bevorzugt bedeutet R1, R2, R3 und/oder R4 einen Alkenylrest aus der folgenden Gruppe:









Falls R1, R2 R3 und/oder R4 einen Alkenyloxyrest bedeutet, so kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist er geradkettig und hat 2 bis 10 C-Atome. Er bedeutet besonders bevorzugt einen Rest der folgenden Gruppe:





Falls R1, R2, R3 und/oder R4 einen Alkylrest bedeutet, in dem eine CH2- Gruppe durch -O- und eine durch -CO- ersetzt ist, so sind diese bevorzugt benachbart. Somit beinhalten diese eine Acyloxygruppe -CO-O- oder eine Oxycarbonylgruppe -O-CO-. Vorzugsweise sind diese geradkettig und haben 2 bis 6 C-Atome.

Sie bedeuten demnach besonders Acetyloxy, Propionyloxy, Butyryloxy, Pentanoyloxy, Hexanoyloxy, Acetyloxymethyl, Propionyloxymethyl, Butyryloxymethyl, Pentanoyloxymethyl, 2-Acetyloxyethyl, 2-Propionyloxyethyl, 2-Butyryloxyethyl, 3-Acetyloxypropyl, 3-Propionyloxypropyl, 4-Acetyloxybutyl, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propoxycarbonyl, Butoxycarbonyl, Pentoxycarbonyl, Methoxycarbonylmethyl, Ethoxycarbonylmethyl, Propoxycarbonylmethyl, Butoxycarbonylmethyl, 2-(Methoxycarbonyl)ethyl, 2-(Ethoxycarbonyl)ethyl, 2-(Propoxycarbonyl)ethyl, 3-(Methoxycarbonyl)- propyl, 3-(Ethoxycarbonyl)propyl, 4-(Methoxycarbonyl)butyl.

Falls R1, R2, R3 und/oder R4 einen mindestens einfach durch Halogen substituierten Alkylrest bedeutet, so ist dieser Rest vorzugsweise geradkettig. Halogen ist vorzugsweise F oder Cl. Bei Mehrfachsubstitution ist Halogen vorzugsweise F. Die resultierenden Reste schließen auch perfluorierte Reste ein. Bei Einfachsubstitution kann der Fluor- oder Chlorsubstituent in beliebiger Position sein, vorzugsweise jedoch in ω-Position.

Verbindungen der Formel I mit verzweigter Flügelgruppe R1, R2, R3 und/oder R4 können gelegentlich wegen einer besseren Löslichkeit in den üblichen flüssigkristallinen Basismaterialien von Bedeutung sein, insbesondere aber als chirale Dotierstoffe, wenn sie optisch aktiv sind. Smektische Verbindungen dieser Art eignen sich als Komponenten für ferroelektrische Materialien.

Verzweigte Gruppen dieser Art enthalten in der Regel nicht mehr als eine Kettenverzweigung. Bevorzugte verzweigte Reste R1, R2, R3 und/oder R4 sind Isopropyl, 2-Butyl (= 1-Methylpropyl), Isobutyl (= 2-Methylpropyl), 2-Methylbutyl, Isopentyl (= 3-Methylbutyl), 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 2-Ethylhexyl, 2-Propylpentyl, Isopropoxy, 2-Methylpropoxy, 2-Methylbutoxy, 3-Methylbutoxy, 2-Methylpentyloxy, 3-Methylpentyloxy, 2-Ethylhexyloxy, 1-Methylhexyloxy, 1-Methylheptyloxy.

Formel I, II und III umfasst sowohl die Racemate dieser Verbindungen als auch die optischen Antipoden sowie deren Gemische.

Unter diesen Verbindungen der Formel I, II und III sowie den Unterformeln sind diejenigen bevorzugt, in denen mindestens einer der darin enthaltenden Reste eine der angegebenen bevorzugten Bedeutungen hat. Einige ganz besonders bevorzugte kleinere Gruppen von Verbindungen der Formel III sind diejenigen der Teilformeln III12 bis III26:

















worin R3, R4, R5 und R6 die oben angegebene Bedeutung aufweisen.

Die Verbindungen der Formeln I, II oder III werden nach an sich bekannten Methoden dargestellt, wie sie in der Literatur (z. B. in den Standardwerken wie Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Georg-Thieme- Verlag, Stuttgart) beschrieben sind und zwar unter Reaktionsbedingungen, die für die genannten Umsetzungen bekannt und geeignet sind.

Dabei kann man von an sich bekannten, hier nicht näher erwähnten Varianten Gebrauch machen.

Die Ausgangsstoffe können gewünschtenfalls auch in situ gebildet werden, derart, dass man sie aus dem Reaktionsgemisch nicht isoliert, sondern sofort weiter zu den Verbindungen der Formeln I, II oder III umsetzt.

Die Synthese der Verbindungen der Formel II und III, worin ein axial fluoriertes 1,4-Cyclohexandiyl vorkommt, kann durch Anwendung von Fluorwasserstoff unter Druck oder durch Amin-Fluorwasserstoff-Addukte bewirkt werden (z. B. A. V. Grosse, C. B. Linn, J. Org. Chem. 3, (1938) 26; G. A. Olah, M. Nojima, f. Kerekes, Synthesis, (1973) 779); G. A. Olah, X-Y. Li, Q. Wang, G. K. S. Prakash, Synthesis (1993) 693).

Es ist ebenfalls möglich, die Verbindungen der Formel I dadurch zu erhalten, dass gleichzeitig aus einer Brücke Z5, Z6, Z7 oder Z8 und einem Ring A* HF mittels einer Base abgespalten wird.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können z. B. nach folgenden Reaktionsschemata hergestellt werden:

Schema 1



Schema 2



Schema 3



Schema 4



Schema 5



Schema 6



Schema 7



worin R1, R2, R3 und R4 die oben angegebene Bedeutung aufweisen. Ester der Formeln I, II oder III können auch durch Versterung entsprechender Carbonsäuren (oder ihrer reaktionsfähigen Derivate) mit Alkoholen bzw. Phenolen (oder ihren reaktionsfähigen Derivaten) oder nach der DCC- Methode (DCC = Dicyclohexylcarbodiimid) erhalten werden.

Die entsprechenden Carbonsäuren und Alkohole sind bekannt oder können in Analogie zu bekannten Verfahren hergestellt werden.

Als reaktionsfähige Derivate der genannten Carbonsäuren eignen sich insbesondere die Säurehalogenide, vor allem die Chloride und Bromide, ferner die Anhydride, Azide oder Ester, insbesondere Alkylester mit 1-4 C-Atomen in der Alkylgruppe.

Als reaktionsfähige Derivate der genannten Alkohole kommen insbesondere die entsprechenden Metallalkoholate, vorzugsweise eines Alkalimetalls wie Na oder K, in Betracht.

Die Veresterung wird vorteilhaft in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels durchgeführt. Gut geeignet sind insbesondere Ether wie Diethylether, Di-n-butylether, THF, Dioxan oder Anisol, Ketone wie Aceton, Butanon oder Cyclohexanon, Amide wie DMF oder Phosphorsäurehexamethyltriamid, Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol oder Xylol, Halogenkohlenwasserstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff oder Tetrachlorethylen und Sulfoxide wie Dimethylsulfoxid oder Sulfolan. Mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel können gleichzeitig vorteilhaft zum azeotropen Abdestillieren des bei der Veresterung gebildeten Wassers verwendet werden. Gelegentlich kann auch ein Überschuss einer organischen Base, z. B. Pyridin, Chinolin oder Triethylamin, als Lösungsmittel für die Veresterung angewandt werden. Die Veresterung kann auch in Abwesenheit eines Lösungsmittels, z. B. durch einfaches Erhitzen der Komponenten in Gegenwart von Natriumacetat, durchgeführt werden. Die Reaktionstemperatur liegt gewöhnlich zwischen -50°C und +250°C, vorzugsweise zwischen -20°C und +80°C. Bei diesen Temperaturen sind die Veresterungsreaktionen in der Regel nach 15 Minuten bis 48 Stunden beendet.

Im einzelnen hängen die Reaktionsbedingungen für die Veresterung weitgehend von der Natur der verwendeten Ausgangsstoffe ab. So wird eine freie Carbonsäure mit einem freien Alkohol in der Regel in Gegenwart einer starken Säure, beispielsweise einer Mineralsäure wie Salzsäure oder Schwefelsäure, umgesetzt. Eine bevorzugte Reaktionsweise ist die Umsetzung eines Säureanhydrids oder insbesondere eines Säurechlorids mit einem Alkohol, vorzugsweise in einem basischen Milieu, wobei als Basen insbesondere Alkalimetallhydroxide wie Natrium- oder Kaliumhydroxid, Alkalimetallcarbonate bzw. -hydrogencarbonate wie Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumcarbonat oder Kaliumhydrogencarbonat, Alkalimetallacetate wie Natrium- oder Kaliumacetat, Erdalkalimetallhydroxide wie Calciumhydroxid oder organische Basen wie Triethylamin, Pyridin, Lutidin, Kollidin oder Chinolin von Bedeutung sind. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Veresterung besteht darin, dass man den Alkohol zunächst in das Natrium- oder Kaliumalkoholat überführt, z. B. durch Behandlung mit ethanolischer Natron- oder Kalilauge, dieses isoliert und mit einem Säureanhydrid oder insbesondere Säurechlorid umsetzt.

Nitrile können durch Austausch von Halogenen mit Kupfercyanid oder Alkalicyanid erhalten werden.

Ether der Formeln I, II oder III sind durch Veretherung entsprechender Hydroxyverbindungen, erhältlich, wobei die Hydroxyverbindung zweckmäßig zunächst in ein entsprechendes Metallderivat, z. B. durch Behandeln mit NaH, NaNH2, NaOH, KOH, Na2CO3 oder K2CO3 in das entsprechende Alkalimetallalkoholat übergeführt wird. Dieses kann dann mit dem entsprechenden Alkylhalogenid, -sulfonat oder Dialkylsulfat umgesetzt werden, zweckmäßig in einem inerten Lösungsmittel wie z. B. Aceton, 1,2-Dimethoxythan, DMF oder Dimethylsulfoxid oder auch mit einem Überschuss an wässriger oder wässrig-alkoholischer NaOH oder KOH bei Temperaturen zwischen etwa 20°C und 100°C.

Die metallorganischen Verbindungen stellt man beispielsweise durch Metall-Halogenaustausch (z. B. nach Org. React. 6, 339-366 (1951)) zwischen der entsprechenden Halogen-Verbindung und einer lithiumrganischen Verbindung wie vorzugsweise tert-Butyllithium oder Lithium-Naphthalenid oder durch Umsatz mit Magnesiumspänen her.

Darüberhinaus können die Verbindungen der Formeln I, II oder III hergestellt werden, indem man eine Verbindung, die sonst den Formeln I, II oder III entspricht, aber an Stelle von H-Atomen eine oder mehrere reduzierbare Gruppen und/oder C-C-Bindungen enthält, reduziert.

Als reduzierbare Gruppen kommen vorzugsweise Carbonylgruppen in Betracht, insbesondere Ketogruppen, ferner z. B. freie oder veresterte Hydroxygruppen oder aromatisch gebundene Halogenatome. Bevorzugte Ausgangsstoffe für die Reduktion sind Verbindungen entsprechend der Formeln I, II oder III, die aber an Stelle eines Cyclohexanringes einen Cyclohexenring oder Cyclohexanonring und/oder an Stelle einer -CH2CH2- Gruppe eine -CH=CH-Gruppe und/oder an Stelle einer -CH2-Gruppe eine -CO-Gruppe und/oder an Stelle eine H-Atoms eine freie oder eine funktionell (z. B. in Form ihres p-Toluolsulfonats) abgewandelte OH-Gruppe enthalten.

Die Reduktion kann z. B. erfolgen durch katalytische Hydrierung bei Temperaturen zwischen etwa 0°C und etwa 200°C sowie Drucken zwischen etwa 1 und 200 bar in einem inerten Lösungsmittel, z. B. einem Alkohol wie Methanol, Ethanol oder Isopropanol, einem Ether wie Tetrahydrofuran (THF) oder Dioxan, einem Ester wie Tetrahydrofuran (THF) oder Dioxan, einem Ester wie Ethylacetat, einer Carbonsäure wie Essigsäure oder einem Kohlenwasserstoff wie Cyclohexan. Als Katalysatoren eignen sich zweckmäßig Edelmetalle wie Pt oder Pd, die in Form von Oxiden (z. B. PtO2, PdO), auf einem Träger (z. B. Pd auf Kohle, Calciumcarbonat oder Strontiumcarbonat) oder in feinverteilter Form eingesetzt werden können.

Ketone können auch nach den Methoden von Clemmensen (mit Zink, amalgamiertem Zink oder Zinn und Salzsäure, zweckmäßig in wässrig-alkoholischer Lösung oder in heterogener Phase mit Wasser/Toluol bei Temperaturen zwischen etwa 80 und 120°C) oder Wolff-Kishner (mit Hydrazin, zweckmäßig in Gegenwart von Alkali wie KOH oder NaOH in einem hochsiedenden Lösungsmitte) wie Diethylenglykol oder Triethylenglykol bei Temperaturen zwischen etwa 100 und 200°C) zu den entsprechenden Verbindungen der Formeln I, II oder III, die Alkylgruppen und/oder -CH2CH2-Brücken enthalten, reduziert werden.

Weiterhin sind Reduktionen mit komplexen Hydriden möglich. Beispielsweise können Arylsulfonyloxygruppen mit LiAlH4 reduktiv entfernt werden, insbesondere p-Toluolsulfonyloxymethylgruppen zu Methylgruppen reduziert werden, zweckmäßig in einem inerten Lösungsmittel wie Diethylether oder THF bei Temperaturen zwischen etwa 0 und 100°C.

Doppelbindungen können mit NaBH4 oder Tributylzinnhydrid in Methanol hydriert werden.

Die Ausgangsmaterialien sind entweder bekannt oder können in Analogie zu bekannten Verbindungen hergestellt werden.

Die erfindungsgemäßen flüssigkristallinen Medien enthalten vorzugsweise neben einer oder mehreren erfindungsgemäßen Verbindungen als weitere Bestandteile 2 bis 40, insbesondere 4 bis 30 Komponenten. Ganz besonders bevorzugt enthalten diese Medien neben einer oder mehreren erfindungsgemäßen Verbindungen 7 bis 25 Komponenten. Diese weiteren Bestandteile werden vorzugsweise ausgewählt aus nematischen oder nematogenen (monotropen oder isotropen) Substanzen, insbesondere Substanzen aus den Klassen der Azoxybenzole, Benzylidenaniline, Biphenyle, Terphenyle, Phenyl- oder Cyclohexylbenzoate, Cyclohexancarbonsäure-phenyl- oder cyclohexylester, Phenyl- oder Cyclohexylester der Cyclohexylbenzoesäure, Phenyl- oder Cyclohexylester der Cyclohexylcyclohexancarbonsäure, Cyclohexyl-phenylester der Benzoesäure, der Cyclohexancarbonsäure, bzw. der Cyclohexylcyclohexancarbonsäure, Phenylcyclohexane, Cyclohexylbiphenyle, Phenylcyclohexylcyclohexane, Cyclohexylcyclohexane, Cyclohexylcyclohexylcyclohexene, 1,4-Bis-cyclohexylbenzole, 4,4'-Bis-cyclohexylbiphenyle, Phenyl- oder Cyclohexylpyrimidine, Phenyl- oder Cyclohexylpyridine, Phenyl- oder Cyclohexyldioxane, Phenyl- oder Cyclohexyl-1,3-dithiane, 1,2-Diphenylethane, 1,2-Dicyclohexylethane, 1-Phenyl-2-cyclohexylethane, 1-Cyclohexyl-2-(4- phenyl-cyclohexyl)-ethane, 1-Cyclohexyl-2-biphenylylethane, 1-Phenyl-2- cyclohexyl-phenylethane, gegebenenfalls halogenierten Stilbene, Benzylphenylether, Tolane und substituierten Zimtsäuren. Die 1,4-Phenylengruppen in diesen Verbindungen können auch fluoriert sein.

Die wichtigsten als weitere Bestandteile erfindungsgemäßer Medien in Frage kommenden Verbindungen lassen sich durch die Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 charakterisieren:



R'-L-E-R" 1

R'-L-COO-E-R" 2

R'-L-OOC-E-R" 3

R'-L-CH2CH2-E-R" 4

R'-L-C~C-E-R" 5

In den Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 bedeuten L und E, die gleich oder verschieden sein können, jeweils unabhängig voneinander einen bivalenten Rest aus der aus -Phe-, -Cyc-, -Phe-Phe-, -Phe-Cyc-, -Cyc-Cyc-, -Pyr-, -Dio-, -G-Phe- und -G-Cyc- sowie deren Spiegelbilder gebildeten Gruppe, wobei Phe unsubstituiertes oder durch Fluor substituiertes 1,4-Phenylen, Cyc trans-1,4-Cyclohexylen oder 1,4-Cyclohexylen, Pyr Pyrimidin-2-5-diyl oder Pyridin-2,5-diyl, Dio 1,3-Dioxan-2,5-diyl und G2-(trans-1,4-Cyclohexyl)-ethyl, Pyrimidin-2,5-diyl, Pyridin-2,5-diyl oder 1,3-Dioxan-2,5-diyl bedeuten.

Vorzugsweise ist einer der Reste L und E Cyc, Phe oder Pyr. E ist vorzugsweise Cyc, Phe oder Phe-Cyc. Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder mehrere Komponenten ausgewählt aus den Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5, worin L und E ausgewählt sind aus der Gruppe Cyc, Phe und Pyr und gleichzeitig eine oder mehrere Komponenten ausgewählt aus den Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5, worin einer der Reste L und E ausgewählt ist aus der Gruppe Cyc, Phe und Pyr und der andere Rest ausgewählt ist aus der Gruppe -Phe- Phe-, -Phe-Cyc-, -Cyc-Cyc-, -G-Phe- und -G-Cyc-, und gegebenenfalls eine oder mehrere Komponenten ausgewählt aus den Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5, worin die Reste L und E ausgewählt sind aus der Gruppe -Phe-Cyc-, -Cyc-Cyc-, -G-Phe- und -G-Cyc-.

R' und R" bedeuten in einer kleineren Untergruppe der Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 jeweils unabhängig voneinander Alkyl, Alkenyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, Alkenyloxy oder Alkanoyloxy mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen. Im folgenden wird diese kleinere Untergruppe Gruppe A genannt und die Verbindungen werden mit den Teilformeln 1a, 2a, 3a, 4a und 5a bezeichnet. Bei den meisten dieser Verbindungen sind R' und R" voneinander verschieden, wobei einer dieser Reste meist Alkyl, Alkenyl, Alkoxy oder Alkoxyalkyl ist.

In einer anderen als Gruppe B bezeichneten kleineren Untergruppe der Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 bedeutet R" -F, -Cl, -NCS oder -(O)iCH3-(k+l)FkCll, wobei i 0 oder 1 und k und l 1, 2 oder 3 sind; die Verbindungen, in denen R" diese Bedeutung hat, werden mit den Teilformeln 1b, 2b, 3b, 4b und 5b bezeichnet. Besonders bevorzugt sind solche Verbindungen der Teilformeln 1b, 2b, 3b, 4b und 5b, in denen R" die Bedeutung -F, -Cl, -NCS, -CF3, -OCHF2 oder -OCF3 hat.

In den Verbindungen der Teilformeln 1b, 2b, 3b, 4b und 5b hat R' die bei den Verbindungen der Teilformeln 1a-5a angegebene Bedeutung und ist vorzugsweise Alkyl, Alkenyl, Alkoxy oder Alkoxyalkyl.

In einer weiteren kleineren Untergruppe der Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 bedeutet R" -CN; diese Untergruppe wird im folgenden als Gruppe C bezeichnet und die Verbindungen dieser Untergruppe werden entsprechend mit Teilformeln 1c, 2c, 3c, 4c und 5c beschrieben. In den Verbindungen der Teilformeln 1c, 2c, 3c, 4c und 5c hat R' die bei den Verbindungen der Teilformeln 1a-5a angegebene Bedeutung und ist vorzugsweise Alkyl, Alkoxy oder Alkenyl.

Neben den bevorzugten Verbindungen der Gruppen A, B und C sind auch andere Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 mit anderen Varianten der vorgesehenen Substituenten gebräuchlich. Alle diese Substanzen sind nach literaturbekannten Methoden oder in Analogie dazu erhältlich.

Die erfindungsgemäßen Medien enthalten neben erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I vorzugsweise eine oder mehrere Verbindungen, welche ausgewählt werden aus der Gruppe A und/oder Gruppe B und/oder Gruppe C. Die Massenanteile der Verbindungen aus diesen Gruppen an den erfindungsgemäßen Medien sind vorzugsweise:

Gruppe A: 0 bis 90%, vorzugsweise 20 bis 90%, insbesondere 30 bis 90%

Gruppe B: 0 bis 80%, vorzugsweise 10 bis 80%, insbesondere 10 bis 65%

Gruppe C: 0 bis 80%, vorzugsweise 5 bis 80%, insbesondere 5 bis 50%

wobei die Summe der Massenanteile der in den jeweiligen erfindungsgemäßen Medien enthaltenen Verbindungen aus den Gruppen A und/oder B und/oder C vorzugsweise 5%-90% und insbesondere 10% bis 90% beträgt.

Die erfindungsgemäßen Medien enthalten vorzugsweise 1 bis 40%, insbesondere vorzugsweise 5 bis 30% der erfindungsgemäßen Verbindungen. Weiterhin bevorzugt sind Medien, enthaltend mehr als 40%, insbesondere 45 bis 90% an erfindungsgemäßen Verbindungen. Die Medien enthalten vorzugsweise drei, vier oder fünf erfindungsgemäße Verbindungen.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen Medien erfolgt in an sich üblicher Weise. In der Regel werden die Komponenten ineinander gelöst, zweckmäßig bei erhöhter Temperatur. Durch geeignete Zusätze können die flüssigkristallinen Phasen nach der Erfindung so modifiziert werden, dass sie in allen bisher bekannt gewordenen Arten von Flüssigkristallanzeigeelementen verwendet werden können. Derartige Zusätze sind dem Fachmann bekannt und in der Literatur ausführlich beschrieben (H. Kelker/R. Hatz, Handbook of Liquid Crystals, Verlag Chemie, Weinheim, 1980). Beispielsweise können pleochroitische Farbstoffe zur Herstellung farbiger Guest-Host-Systeme oder Substanzen zur Veränderung der dielektrischen Anisotropie, der Viskosität und/oder Orientierung der nematischen Phasen zugesetzt werden.

Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie zu begrenzen. Vor- und nachstehend bedeuten Prozentangaben Gewichtsprozent. Alle Temperaturen sind in Grad Celsius angegeben. Fp. bedeutet Schmelzpunkt Klp. = Klärpunkt. Ferner bedeuten K = kristalliner Zustand, N = nematische Phase, Sm = smektische Phase und I = isotrope Phase. Die Angaben zwischen diesen Symbolen stellen die Übergangstemperaturen dar. Δn bedeutet optische Anisotropie (589 nm 20°C) und Δε die dielektrische Anisotropie (1 kHz, 20°C).

Δn- und Δε-Werte der erfindungsgemäßen Verbindungen wurden durch Extrapolation aus flüssigkristallinen Mischungen erhalten, die zu 10% aus der jeweiligen erfindungsgemäßen Verbindung und zu 90% aus dem kommerziell erhältlichen Flüssigkristall ZLI 4792 (Fa. Merck, Darmstadt) bestanden.

Die Viskosität (mm2/sec) wurde bei 20°C bestimmt.

"Übliche Aufarbeitung" bedeutet: man gibt gegebenenfalls Wasser hinzu, extrahiert mit Methylenchlorid, Diethylether oder Toluol, trennt ab, trocknet die organische Phase, dampft ein und reinigt das Produkt durch Destillation unter reduziertem Druck oder Kristallisation und/oder Chromatographie.

Folgende Abkürzungen werden verwendet:



THF Tetrahydrofuran

KOtBu Kalium-tert.-butylat

RT Raumtemperatur

MTB-Ether Methyl-tert.-butylether

DAST Diethylaminoschwefeltrifluorid

TsOH P-Tolulsulfonsäure

PCC Pyridiniumchlorochromat

Beispiel 1 1-(3,3-Difluor-4-pentylcyclohexyl)-4-ethoxy-2,3-difluorbenzol
  • a) Zu 10.7 g Magnesiumspäne, die mit 100 ml THF überschichtet waren, wurde eine Lösung von 54.5 ml 1-Brompentan in 200 ml THF zugetropft und anschließend für 1 h unter Rückfluss erhitzt. Im Anschluss daran wurde bei 40°C eine Lösung von 104.5 g 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)cyclo-hexanon (erhältlich durch Lithiierung von 4-Ethoxy-2,3- difluorbenzol mit n-Butyllithium, Umsetzung mit 1,4-Dioxaspiro[4.5]decan- 8-on, Dehydrati-sierung und Hydrierung des erhaltenen Alkens und anschließende saure Entfernung der Carbonylschutzgruppe) in 500 ml THF zugetropft und für 2 h unter Rückfluss erhitzt. Durch übliche Aufarbeitung wurde 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-1-pentylcyclohexanol erhalten.
  • b) Eine Lösung von 128.0 g 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-1-pentylcyclohexanol in 1 l Toluol wurde mit 5.0 g Toluol-4-sulfonsäure-Monohydrat versetzt in einem Wasserabscheider unter Rückfluss erhitzt. Nach vollständiger Wasserabscheidung wurde wir üblich aufgearbeitet, wodurch 1-Ethoxy-2,3-difluor-4-(4-pentylcyclohex-3-enyl)benzol erhalten wurde.
  • c) 53 g 1-Ethoxy-2,3-difluor-4-(4-pentylcyclohex-3-enyl)benzol wurden in 500 ml THF gelöst und auf 2°C gekühlt. Anschließend wurden 195 ml Boran-THF Komplex unter Rühren innerhalb von 30 min zugetropft. Nachdem für weitere 2 h bei gerührt worden war, versetzte man die Lösung bei RT tropfenweise mit 48 ml Ethanol. Im Anschluss daran wurde zunächst eine Lösung von 10,6 g Natriumhydroxid und danach 63 ml 30%iges Wasserstoffperoxid zugetropft. Anschließend wurde für 2 h unter Rückfluss erhitzt und wie üblich aufgearbeitet, wodurch 5-(4-Ethoxy-2,3- difluor-phenyl)-2-pentylcyclohexanol erhalten wurde.
  • d) 48.2 g 5-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-2-pentylcyclohexanol wurden in 600 ml Dichlormethan gelöst und mit 30 g Celite versetzt. Unter Rühren wurden 35.6 g Pyridiniumchlorochromat zugegeben, und die Mischung wurde über Nacht bei RT gerührt. Durch übliche Aufarbeitung wurde 5-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-2-pentylcyclohexanon erhalten.
  • e) 10.0 g 5-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-2-pentyl-cyclohexanon wurden in 100 ml Dichlormethan gelöst und bei RT tropfenweise mit 10 ml DAST versetzt. Nach Rühren über Nacht goss man auf Eiswasser und arbeitete wie üblich auf, wodurch 1-(3,3-Difluor-4-pentylcyclohexyl)-4-ethoxy-2,3- difluorbenzol erhalten wurde (K92I, Δε-8.77, Δn 0.06).

Analog werden unter Verwendung der entsprechenden Vorstufen die folgenden erfindungsgemäßen Verbindungen erhalten:

Beispiel 2-13



Beispiel 14-26



Beispiel 27-39



Beispiel 40-52



Beispiel 53-65



Beispiel 66-78



Beispiel 79 1-Ethoxy-2,3-difluor-4-(3-fluor-4-pentylcyclohex-3-enyl)benzol
  • a) Zu 10.7 g Magnesiumspäne die mit 100 ml THF überschichtet waren, wurde eine Lösung von 54.5 ml 1-Brompentan in 200 ml THF zugetropft und anschließend für 1 h unter Rückfluss erhitzt. Im Anschluss daran wurde bei 40°C eine Lösung von 104.5 g 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)cyclo-hexanon (erhältlich durch Lithiierung von 4-Ethoxy-2,3- difluorbenzol mit n-Butyllithium, Umsetzung mit 1,4-Dioxaspiro[4.5]decan- 8-on, Dehydrati-sierung und Hydrierung des erhaltenen Alkens und anschließende saure Entfernung der Carbonylschutzgruppe) in 500 ml THF zugetropft und für 2 h unter Rückfluss erhitzt. Durch übliche Aufarbeitung wurde 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-1-pentylcyclohexanol erhalten.
  • b) Eine Lösung von 128.0 g 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-1-pentylcyclohexanol in 1 l Toluol wurde mit 5.0 g Toluol-4-sulfonsäure-Monohydrat versetzt in einem Wasserabscheider unter Rückfluss erhitzt. Nach vollständiger Wasserabscheidung wurde wie üblich aufgearbeitet, wodurch 1-Ethoxy-2,3-difluor-4-(4-pentylcyclohex-3-enzyl)benzol erhalten wurde.
  • c) 53 g 1-Ethoxy-2,3-difluor-4-(4-pentylcyclohex-3-enzyl)benzol wurden in 500 ml THF gelöst und auf 2 C gekühlt. Anschließend wurden 195 ml Boran-THF Komplex unter Rühren innerhalb von 30 min. zugetropft. Nachdem für weitere 2 h bei gerührt worden war, versetzte man die Lösung bei RT tropfenweise mit 48 ml Ethanol. Im Anschluss daran wurde zunächst eine Lösung von 10,6 g Natriumhydroxid in 40 ml Wasser und danach 63 ml 30%iges Wasserstoffperoxid zugetrofpft. Anschließend wurde für 2 h unter Rückfluss erhitzt und wie üblich aufgearbeitet, wodurch 5-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-2-pentylcyclohexanol erhalten wurde.
  • d) 48.2 g 5-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-2-pentylcyclohexanol wurden in 600 ml Dichlormethan gelöst und mit 30 g Celite versetzt. Unter Rühren wurden 35.6 g Pyridiniumchlorochromat zugegeben, und die Mischung wurde über Nacht bei RT gerührt. Durch übliche Aufarbeitung wurde 5-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-2-pentyl-cyclohexanon erhalten.
  • e) 10.0 g 5-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-2-pentyl-cyclohexanon wurden in 100 ml Dichlormethan gelöst und bei RT tropfenweise mit 10 ml DAST versetzt. Nach Rühren über Nacht goss man auf Eiswasser und arbeitete wie üblich auf, wodurch ein Gemisch von 1-(-3,3-Difluor-4-pentylcyclohexyl)-4-ethoxy-2,3-difluorbenzol und 1-Ethoxy-2,3-difluor-4-(3-fluor-4- pentylcyclohex-3-enyl)benzol erhalten wurde, das chromatographisch getrennt werden konnte.
  • f) Zu 13.5 mol n-Butyllithium (15%ig in n-Hexan) in 10 ml THF wurden bei 20°C 13.3 mol Diisopopylamin getropft. Anschließend wurde die Lösung 10 min. gerührt und zu einem Gemisch bestehend aus 10 ml THF und 13.5 mol 1-(3,3-Difluor-4-pentylcyclohexyl)-4-ethoxy-2,3-difluorbenzol unter Schutzgas bei -40°C getropft. Das Reaktionsgemisch wurde 30 min zunächst bei -40°C und anschließend über Nacht bei RT gerührt.

Durch übliche Aufarbeitung konnte 1-Ethoxy-2,3-difluor-4-(3-fluor-4- pentylcyclohex-3-enyl)benzol erhalten werden.

Beispiel 80 4-(4-Ethoxy-2,3-difluor-phenyl)-3-fluor-4'-pentyl-bicyclohexyl-3-en
  • a) 45.0 g 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-4'-pentylbicyclohexyl-3-en (erhältlich Lithiierung von 4-Ethoxy-2,3-difluorbenzol mit n-Butyllithium, Umsetzung mit 4'-Pentylbicyclohexyl-4-on und anschließender Dehydratisierung) wuden in 500 ml THF gelöst und auf 2°C gekühlt. Anschließend wurden 130 ml Boran-THF Komplex unter Rühren innerhalb von 30 min zugetropft. Nachdem für weitere 2 h bei gerührt worden war, versetzte man die Lösung bei RT tropfenweise mit 32 ml Ethanol. Im Anschluss daran wurde zunächst ein Lösung von 7.1 g Natriumhydroxid in 30 ml Wasser und danach 42 ml 30%iges Wasserstoffperoxid zugetropft. Anschließend wurde für 2 h unter Rückfluss erhitzt und wie üblich aufgearbeitet, wodurch 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-4'-pentylbicyclohexyl-3-ol erhalten wurde.
  • b) 46.7 g 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-4'-pentylbicyclohexyl-3-ol wurden in 600 ml Dichlormethan gelöst und mit 20 g Celite versetzt. Unter Rühren wurden 28.0 g Pyridiumchlorochromat zugegeben, und die Mischung wurde über Nacht bei RT geführt. Nach Zugabe von 10 ml 2-Propanol rührte man für 1 h und arbeitete danach wie üblich auf, wodurch 4-(4- Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-4'-pentylbicyclohexyl-3-on erhalten wurde.
  • c) 11.0 g 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-4'-pentylbicyclohexyl-3-on wurden in 100 ml Dichlormethan gelöst und bei RT tropfenweise mit 8 ml DAST versetzt. Nach Rühren über Nacht goss man auf Eiswasser und arbeitete wie üblich auf, wodurch ein Gemisch von 4-(4-Ethoxy-2,3-difluorphenyl)-3,3- difluor-4'-pentylbicyclohexyl und 4-(4-Ethoxy-2,3-difluor-phenyl)-3-fluor-4'- pentyl-bicyclohexyl-3-en erhalten wurde, das chromatographisch getrennt werden konnte.
  • d) Zu 13.5 mol n-Butyllithium (15%ig in n-Hexan) in 10 ml THF wurden bei -20°C 13.3 mol Diisopopylamin getropft. Anschließend wurde die Lösung 10 min gerührt und zu einem Gemisch bestehend aus 10 ml THF und 13.5 wodurch 4-(4-Ethoxy-2,3-dilfuorphenyl)-3,3-difluor-4'-pentylbicyclohexyl und Schutzgas bei -40°C getropft. Das Reaktionsgemisch wurde 30 min zunächst bei -40°C und anschließend über Nacht bei RT gerührt. Durch übliche Aufarbeitung konnte 4-(4-Ethoxy-2,3-difluor-phenyl)-3-fluor-4'- pentyl-bicyclohexyl-3-en erhalten werden (K78N 148I, Δε-4.77, Δn 0.116).

Analog werden unter Verwendung der entsprechenden Vorstufen die folgenden erfindungsgemäßen Verbindungen erhalten:

Beispiel 81-90



Beispiel 91-101



Beispiel 102-112



Beispiel 113-123



Beispiel 124-134



Beispiel 135-145



Beispiel 146-156



Beispiel 157-167



Beispiel 168-178



Beispiel 179-189



Beispiel 190-200



Beispiel 201-211




Anspruch[de]
  1. 1. Fluorcyclohexen-Derivate der Formel I



    R1-(A1-Z1)n-A(Z2A2)m-Z3-B-(Z4-A3)p-R2



    worin

    R1, R2 unabhängig voneinander H, -CN, -F, -OCHF2, -OCF3, -OCHFCF3, -OCH2CF3 oder-OCF2CF3, einen unsubstituierten, einen mindestens einfach durch Halogen oder CN substituierten Alkylrest mit 1-12 C-Atomen, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen jeweils unabhängig voneinander durch -O-, -S-, -CO- ≙ -CO-O-, -O-CO-, -O-CO-O- oder -CH=CH- so ersetzt sein können, dass Heteroatome nicht direkt verbunden sind.

    A





    A1, A2, A3 auch bei mehrfachem Auftreten unabhängig voneinander einen
    1. a) trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch -O- und/oder -S- ersetzt sein können,
    2. b) 1,4-Phenylenrest, worin auch eine oder zwei CH-Gruppen durch N ersetzt sein können,
    3. c) Rest aus der Gruppe 1,4-Bicyclo(2,2,2)-octylen, Piperidin-1,4-diyl, Naphthalin-2,6-diyl, Decahydronaphthalin- 2,6-diyl und 1,2,3,4-Tetrahydronaphthalin-2,6-diyl,
    4. d) 1,4-Cyclohexenylen,





    wobei der Rest b) durch CN, Cl oder F substituiert sein kann,

    B bei mehrfachem Auftreten unabhängig voneinander einen trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Grupen durch -O- und/oder -S- ersetzt sein können,





    X1, X2 unabhängig voneinander H, F, Cl, CN, CF3, CHF2,

    Z1, Z2, Z3, Z4 jeweils unabhängig voneinander -CO-O-, -O-CO-, -CH2O-, -O-, -O-, -O-CH2-, -CH2CH2-, -CH=CH-, -C~C-, -CF2CF2-, -OCF2-, -CF2O-, -CH=CF-, -CF=CH- oder eine Einfachbindung

    und

    n, m, p unabhängig voneinander 0, 1, 2 oder 3,

    wobei

    m + n + p 0, 1, 2 oder 3

    bedeutet.
  2. 2. Fluorcyclohexen-Derivate der Formel I nach Anspruch 1 der Formel I, dadurch gekennzeichnet, dass R1 und R2 unabhängig voneinander geradkettiges Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 10 C-Atomen, Alkenyl oder Alkenyloxy mit 2 bis 10 C-Atomen bedeuten.
  3. 3. Fluorcyclohexen-Derivate nach Anspruch 1 oder 2 der Formel I, dadurch gekennzeichnet, dass m und n 0 oder 1 bedeuten.
  4. 4. Fluorcyclohexan-Derivate nach Anspruch 1, 2 oder 3 der Formel I, dadurch gekennzeichnet, dass p die Bedeutung 0 aufweist.
  5. 5. Fluorcyclohexen-Derivate nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4 der Formel I, dadurch gekennzeichnet, dass Z1, Z2, Z3 und Z4 unabhängig voneinander -CH2CH2-, -COO-, -OOC- oder eine Einfachbindung bedeuten.
  6. 6. Fluorcyclohexen-Derivate der Formel I nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass X1 und X2 gleichzeitig F bedeuten.
  7. 7. Fluorcyclohexen-Derivate der Formel IA:





    worin R1 und R2 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung aufweisen.
  8. 8. Difluorcyclohexane der Formel III



    R3-A*-(Z6-A7)m-Z7-Qr-R4 III



    worin

    R3, R4 unabhängig voneinander H oder einen Alkylrest mit 1-12 C-Atomen, worin auch eine oder mehrere CH2-Gruppen jeweils unabhängig voneinander durch -O- oder -CH=CH- so ersetzt sein können, dass Heteroatome nicht direkt verbunden sind,

    A*





    A7 bei mehrfachem Auftreten unabhängig voneinander einen trans-1,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch -O- und/oder -S- ersetzt sein können,

    wobei dieser Rest einfach durch Cl oder F substituiert sein kann,





    Q





    Z6, Z7 jeweils unabhängig voneinander -CO-O-, -O-CO-, -CH2O-, -O-, -O-CH2-, -CH2CH2-, -CH=CH-, -C~C-, -CF2CF2-, -OCF2-, -CF2O-, -CH2CF2-, CF2CH2- oder eine Einfachbindung

    m 0, 1, 2 oder 3

    und

    r 0 oder 1

    wobei

    m + r 1, 2 oder 3

    bedeutet,

    mit der Maßgabe, dass Verbindungen der Formel III

    worin

    m 1,

    r, 0,

    Z6 eine Einfachbindung,

    A7 Cyclohexan-1,4-diyl,

    und

    R3, R4 eine Alkylgruppe bedeutet, worin auch eine CH2-Gruppe durch -O- ersetzt sein kann

    ausgenommen sind.
  9. 9. Difluorcyclohexane der Formel III nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass R3 und R4 unabhängig voneinander geradkettiges Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 10 C-Atomen, Alkenyl oder Alkenyloxy mit 2 bis 10 C-Atomen bedeuten.
  10. 10. Difluorcyclohexane nach Anspruch 8 oder 9 der Formel III, dadurch gekennzeichnet, dass m 0, 1 oder 2 bedeutet.
  11. 11. Difluorcyclohexane nach Anspruch 8, 9 oder 10 der Formel III, dass Z6 und Z7 unabhängig voneinander -CH2CH2-, -COO-, -OOC- oder eine Einfachbindung bedeuten.
  12. 12. Verwendung von Verbindungen der Formel I und IA nach Anspruch 1 bis 7 als Komponenten flüssigkristalliner Medien.
  13. 13. Verwendung von Verbindungen der Formel III nach Anspruch 8 bis 11 als Komponenten flüssigkristalliner Medien.
  14. 14. Flüssigkristallines Medium mit mindestens zwei flüssigkristallinen Komponenten, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine Verbindung der Formel I und/oder III enthält.
  15. 15. Flüssigkristall-Anzeigeelement, dadurch gekennzeichnet, dass es ein flüssigkristallines Medium nach Anspruch 14 enthält.
  16. 16. Elektrooptisches Anzeigeelement, dadurch gekennzeichnet, dass es als Dielektrikum ein flüssigkristallines Medium nach Anspruch 14 enthält.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com